Monatsarchive: Juli 2017

Festgefahren!

Dipl.-Met. Sebastian Wache

Wetterwelt hat den Schuldigen identifiziert. Diplom-Meteorologe Sebastian Wache über die Entwicklungen zum Wochenende

Melden und gewinnen

Ostseeperle 2016 Modern Classics Swan 40 Bellatrix Segeln Erster Platz KAn_KA20160918_0479

Wer sich bis zum 15. August auf die Teilnehmerliste setzen lässt, kann ein Bild der eigenen Yacht gewinnen – vom Profi-Fotografen auf dem Wasser aufgenommen

Promi-Segeln: Doppel-Olympiasiegerin wird Jockey – Beziehung war in den Schlagzeilen

Die Welt-Seglerin des Jahres 2015 Sarah Ayton geriet in die Schlagzeilen, als sie von ihrem Mann verlassen wurde. Nun stellt sie sich einer völlig neuen Herausforderung. Weiterlesen

Untersuchungsbericht fördert Haarsträubendes zutage

Mastbruch

Der Onderzoeksraad voor Veiligheid, eine Art BSU der Niederlande, hat sich die Umstände des Unglücks mit drei Toten näher angeschaut – und wird sehr deutlich

Moth Worlds: Oracle und Artemis vor Neuseeland – Spektakuläres Finish bei den Flügel-Motten

Ein Video zeigt, wie eng es bei der Moth WM am Gardasee bei den bisher 205 gestarteten Booten zugeht. Die America’s Cup Profis dominieren. Einem Geschlagenen könnte die Revanche glücken. Weiterlesen

Geschafft! Lisa Blair vollendet Antarktisumsegelung

Lisa Blair: <p>
	Die &uuml;bergl&uuml;ckliche Australierin Lisa Blair&nbsp;nach der Ankunft von ihrer Antarktisumrundung</p>

Die Australierin hat als erste Frau die Antarktis umsegelt. Hunderte Fans und Freunde kamen, um sie im Start- und Zielhafen in Albany zu begrüßen

So wird das Tablet zum idealen Helfer

Test Tablethüllen 2014 Mallorca NGü_ IMG_2188

Mit diesem Zubehör und den passenden Navi-Apps wird aus dem Tablet ein unersetzlicher Alleskönner an Bord. Wir haben ausführlich getestet

Stand der Dinge

Nach einer zweitägigen Odyssee mit insgesamt 3 Flügen, einer Zugfahrt sowie weiteren 9 Stunden mit dem Auto, bin zurück in Koblenz. Carpe Diem liegt derweil hoffentlich wohlbehalten im kleinen Hafen von Kirkenes, wo ich nicht nur sehr freundlich empfangen wurde, sondern auch bis auf weiteres liegen kann und Hafenmeister Freddy sowie Stegnachbar Magnär nach dem Rechten schauen werden. Ungeachtet dessen ist klar, dass Carpe dort nicht unbegrenzt bleiben kann, denn Hafen und Fjord werden ab November/Dezember bei Temperaturen bis zu minus 20 Grad Celsius zufrieren und die Steganlagen aus dem Wasser entfernt. Ein Landlager ist aufgrund der fehlenden Einrichtungen auch nur schwer bzw. gar nicht zu realisieren. Soweit zu den „Boots-Fakten“.

Meinem Vater geht es leider sehr sehr schlecht und eine Besserung ist nicht mehr zu erwarten. Noch vor wenigen Wochen lebte er – zwar angeschlagen – aber dennoch selbständig, und die seit Jahren bekannte Erkrankung schien relativ gut im Griff. Binnen kurzer Zeit hat sich das nun massiv verschlechtert und wir müssen mit dem Schlimmsten rechnen. Das macht mich unendlich traurig und ich stehe gerade ganz schön ratlos da. Mir bleibt also nur, ihm so gut es geht zur Seite zu stehen, dass Notwendige zu organisieren und den weiteren Verlauf abzuwarten. An dieser Stelle meinen großen und aufrichtigen Dank an das Team des DRK Krankenhauses, aber insbesondere meinen Bruder und meine Schwester, die während meiner Abwesenheit viel geleistet haben. Auch bedanke ich mich noch einmal für die vielen guten Wünsche und Nachrichten, die mich in den letzten Tagen erreicht haben.

Wenn es die Zeit erlaubt, werde ich in den kommenden Tagen immer wieder mal von den zurückliegenden Törn-Ereignissen berichten. Nicht aus falschem Pflichtgefühl, sondern weil es für mich eine willkommene Ablenkung ist und mir hilft, das Chaos im Kopf zu sortieren. Viele Grüße auch von Viktor, der seit gestern wieder arbeiten geht und versucht im Alltag anzukommen. Und lieber Viktor, auch an dieser Stelle noch einmal vielen vielen Dank für deine große Hilfe und dein Organisationstalent bei der Realisierung unserer abenteuerlichen Fahrt durch Russland. Ohne dich hätte ich das nicht geschafft. Ahoi .

Anders leben: Zirkuszelt unter freiem Himmel – Franzosen-Paar hangelt sich durchs Rigg

Weltumseglung, Artisten, Akrobatik,

Delphine Lechifflart und Franck Rabilier und ihre Kinder Loéva und Ondja verdienen sich das nötige Geld für ihre Weltumseglung als Akrobaten. So sieht eine Vorführung im Video aus. Weiterlesen

Allein auf See: Lisa Blair schafft Antarktis-Umrundung als erste Frau – Mastbruch vor Kapstadt

Antarktis, Rekordsegeln, einhand, Australierin

Lisa Blair wollte als erste Frau die Antarktis umrunden, dann brach der Mast, und sie musste nach Kapstadt abdrehen. Aber die Australierin gab nicht auf, stellte ein neues Rigg und ist nun am Ziel. Weiterlesen

Sommertour Tag 2 – Von Damp nach Eckernförde



Der Törn von Damp nach Eckernförde fing gar nicht gut an. Nach langem Frühstück beim Bäcker und heißer Dusche (beides Dinge, die ich an Damp mag) zog ich mich wasserdicht an. Denn es schüttete und stürmte recht fürchterlich. Da mein Kurs aber mehr oder weniger vor dem Wind bis Eckernförde liegt (bei NO 5-6Bft.), machte ich mir da nicht viel Gedanken. Doch kurz vor Ausfahrt aus dem Hafen passierte es dann. Eine sehr kräftige und langanhaltende Bö drückt mein Boot immer weiter nach Steuerbord. Ich gebe mehr Gas und lege Gegenruder. Ohne spürbares Resultat. Ich kann machen was ich will, aber das Boot nimmt weder mehr Fahrt auf noch lässt es sich nach Steuerbord lenken. Was nun? Viel Platz habe ich nicht. Ich weiß, gar nicht wie viele Gedanken man gleichzeitig haben kann, aber auf jeden Fall nicht genug. Fock raus? Wird nix, zu sehr gegenan um rechtzeitig in Fahrt zu kommen. Außenborder? Dauert zu lange. Rückwärts einkuppeln, Leerlauf, vorwärts einkuppeln? Gemacht, jedoch ohne Erfolg. Und da sind es dann auch schon nur noch 3 Meter bis die Kaimauer des Rettungskreuzers (zum Glück in anderer Mission unterwegs) bedacht werden muss. Ich schmeiße noch alle drei Fender über die Reling (zum Glück nicht verstaut!) und mich zwischen Boot und Kai. Knirscht trotzdem, und die Fender hängen zu tief. Aber wenigstens erst einmal angekommen. An den Anker habe ich nicht gedacht…zu wenig Gehirnkapazität.

 Das Video zum Reisebericht
 
Und jetzt? Der Wind drückt mich satt gegen die Mauer. Erst Mal gut abfendern und vertäuen, damit ich mir das Boot nicht kaputt mache. Dann, fiese Entscheidung in strömendem Regen und Wind, ab ins Wasser. Mit Neopren ich Memme, aber naja. Ich tauche zum Propeller. Etwas Seegras zu sehen, aber ansonsten alles gut. Habe ich ja auch gerade erst gereinigt. Wieder raus und ein Blick in den Motorraum zur Welle. Dreht! Ich gebe Gas und das Boot drückt in die Achterleine. Sehr, sehr merkwürdig. Entweder Seegras in der Schraube und nun weg, oder die Bö war wirklich so stark das meine 10 PS nicht reichten? Ich will weiter, am liebsten direkt in Neopren. Aber ich ziehe mich um. Im Regen. Nasse Socken, nasses T-Shirt, nasse Unterhose. Egal. Weg hier. Eindampfen Vorspring wäre das geeignete Manöver. Macht einhand wenig Freude. Also einkuppeln und kräftig abdrücken. Passt. Der Motor schiebt wieder. Ich rolle direkt etwas Fock aus, und komme sicher durch die Ausfahrt. Mich empfängt zwar eine stramme Welle, aber als Groß und Fock erstmal stehen, kehrt langsam Ruhe ein. Alles unter Deck ist nass und ich etwas daneben. 

 Safe and sound in Eckernförde

Der Rest des Weges ist Routine. Sperrgebiet umfahren und ab bis ans Ende der Bucht. Dieses Mal checke ich den Motor etwas früher als üblich. Läuft. Im Hafen sind bei dem Wetter alle Plätze belegt. Aber kreatives Anlegen kenne ich noch auch Schweden, und so findet sich schnell noch ein Platz. Sieben Stempel in meiner Marina Karte lassen mich diese Nacht umsonst hier liegen. Schön. Der Ort ist wie immer nett, mein Plakat hängt am „Spieker“. Dem Auftritt dort steht nichts im Wege.


25.07.2017
Damp – Eckernförde
9sm
8sm unter Segeln
Gesamtstrecke: 44sm 

Ahoi sagt euer Sailing Bassman!

Sommertour Tag 2 – Von Damp nach Eckernförde



Der Törn von Damp nach Eckernförde fing gar nicht gut an. Nach langem Frühstück beim Bäcker und heißer Dusche (beides Dinge, die ich an Damp mag) zog ich mich wasserdicht an. Denn es schüttete und stürmte recht fürchterlich. Da mein Kurs aber mehr oder weniger vor dem Wind bis Eckernförde liegt (bei NO 5-6Bft.), machte ich mir da nicht viel Gedanken. Doch kurz vor Ausfahrt aus dem Hafen passierte es dann. Eine sehr kräftige und langanhaltende Bö drückt mein Boot immer weiter nach Steuerbord. Ich gebe mehr Gas und lege Gegenruder. Ohne spürbares Resultat. Ich kann machen was ich will, aber das Boot nimmt weder mehr Fahrt auf noch lässt es sich nach Steuerbord lenken. Was nun? Viel Platz habe ich nicht. Ich weiß, gar nicht wie viele Gedanken man gleichzeitig haben kann, aber auf jeden Fall nicht genug. Fock raus? Wird nix, zu sehr gegenan um rechtzeitig in Fahrt zu kommen. Außenborder? Dauert zu lange. Rückwärts einkuppeln, Leerlauf, vorwärts einkuppeln? Gemacht, jedoch ohne Erfolg. Und da sind es dann auch schon nur noch 3 Meter bis die Kaimauer des Rettungskreuzers (zum Glück in anderer Mission unterwegs) bedacht werden muss. Ich schmeiße noch alle drei Fender über die Reling (zum Glück nicht verstaut!) und mich zwischen Boot und Kai. Knirscht trotzdem, und die Fender hängen zu tief. Aber wenigstens erst einmal angekommen. An den Anker habe ich nicht gedacht…zu wenig Gehirnkapazität.

 Das Video zum Reisebericht
 
Und jetzt? Der Wind drückt mich satt gegen die Mauer. Erst Mal gut abfendern und vertäuen, damit ich mir das Boot nicht kaputt mache. Dann, fiese Entscheidung in strömendem Regen und Wind, ab ins Wasser. Mit Neopren ich Memme, aber naja. Ich tauche zum Propeller. Etwas Seegras zu sehen, aber ansonsten alles gut. Habe ich ja auch gerade erst gereinigt. Wieder raus und ein Blick in den Motorraum zur Welle. Dreht! Ich gebe Gas und das Boot drückt in die Achterleine. Sehr, sehr merkwürdig. Entweder Seegras in der Schraube und nun weg, oder die Bö war wirklich so stark das meine 10 PS nicht reichten? Ich will weiter, am liebsten direkt in Neopren. Aber ich ziehe mich um. Im Regen. Nasse Socken, nasses T-Shirt, nasse Unterhose. Egal. Weg hier. Eindampfen Vorspring wäre das geeignete Manöver. Macht einhand wenig Freude. Also einkuppeln und kräftig abdrücken. Passt. Der Motor schiebt wieder. Ich rolle direkt etwas Fock aus, und komme sicher durch die Ausfahrt. Mich empfängt zwar eine stramme Welle, aber als Groß und Fock erstmal stehen, kehrt langsam Ruhe ein. Alles unter Deck ist nass und ich etwas daneben. 

 Safe and sound in Eckernförde

Der Rest des Weges ist Routine. Sperrgebiet umfahren und ab bis ans Ende der Bucht. Dieses Mal checke ich den Motor etwas früher als üblich. Läuft. Im Hafen sind bei dem Wetter alle Plätze belegt. Aber kreatives Anlegen kenne ich noch auch Schweden, und so findet sich schnell noch ein Platz. Sieben Stempel in meiner Marina Karte lassen mich diese Nacht umsonst hier liegen. Schön. Der Ort ist wie immer nett, mein Plakat hängt am „Spieker“. Dem Auftritt dort steht nichts im Wege.


25.07.2017
Damp – Eckernförde
9sm
8sm unter Segeln
Gesamtstrecke: 44sm 

Ahoi sagt euer Sailing Bassman!