Archiv der Kategorie: News & Blogs

Tag 4 nach Tahiti: Laeuft

So., 09.Aug.20, Pazifik, Tag 2261, 20.765 sm von HH
Kaum sind wir eingewoehnt, verwischen die Tage. Wie lange sind wir unterwegs? Schon fuenf oder erst vier Tage? Der uebliche Langstrecken-Dreikampf macht sich breit: Schlafen, Essen, Lesen, Schlafen, Essen, Lesen.
Das Meer ist tiefblau und praechtig, die Sonne scheint und das Segeln ist okay. Die Wellen sind etwas zurueck gegangen, der Wind auch. Tagsueber liegen die dicken Jacken nun ungenutzt in der Ecke. Es fallen Saetze wie ‚Schoen, dass die Schiffsbewegung moderat sind‘. Bloedsinn! Es schaukelt ganz ordentlich, vor drei Tagen haben wir noch darueber gemeckert. Jetzt ist alles im Lot, wir sind zufrieden.
Die Begeisterung von Segel-Kollegen, die auf dem Meer erst ihre innere Mitte finden, die den Einklang mit den Naturgewalten geniessen, in langen Passagen ihr Glueck auf Erden finden, – nein – , diese Begeisterung teilen wir nicht.
Das war von Anfang an so und wird sich wohl auch nicht mehr aendern. Fuer uns ist es ein Transport, einer der seine guten und seine schlechten Seiten hat, mehr nicht. Das Leben an Bord, irgendwo vor Anker, die Freiheit und die Abenteuer, die uns dieser Lebens-Stil bietet, die ungewoehnlichen Plaetze an die uns unser Schiff bringt, darin liegt fuer uns das Glueck auf Erden. Die Strecken werden abgerissen und wir machen das Beste draus: Schlafen, Essen, Lesen!
Tag 4: 112 Meilen
Rest: 413 Meilen

eSailing DM: Meister nach 20 Jahren Segelpause

Der Deutsche Meister 2020 im eSailing heißt Dirk Dittschke. Er setzte sich im Top-Ten-Finale gegen die Liga-Segler Jonathan Koch und Knud Schröter durch. Titelverteidiger Bahnsen rutscht auf Rang fünf ab. Weiterlesen

Souveräner Sach-Sieg zur F18-Deutschen

Bei der Internationalen Deutschen Bestenermittlung (IDB) der Formula 18 wurde zudem der nationale Titel vergeben. Überlegen sicherten sich die Brüder Helge und Christian Sach auf ihrem Heimatrevier diese Auszeichnung.

Etwas erschöpft von der mentalen Anspannung war Wettfahrtleiter Wolle Bahr nach drei Tagen Regattasport. Von Freitag an musste er für die rund 100 Segler, die in diesem Corona-Sommer endlich mal wieder auf die Regattabahn wollten, den besten Wind für faire Bedingungen finden. Keine leichte Aufgabe, denn in der Hochsommer-Wetterlage stellte sich nur ein schwacher Grundwind ein. „Ich hätte mir natürlich etwas mehr Wind gewünscht. So mussten wir in einigen Wettfahrten am unteren Limit der erlaubten Windskala agieren. Dann sind wir als Wettfahrtleitung immer etwas skeptisch. Aber insgesamt können wir doch zufrieden sein, dass uns noch ein gutes Programm gelungen ist“, berichtete Bahr, der insbesondere am Samstag zwischen den beiden Wettfahrten eine lange Pause mit Warten auf segelbaren Wind einlegen musste.

Die Formula 18, die im Gegensatz zu den weiteren Klassen bereits am Freitag begonnen hatten, kamen am ersten Tag noch in den Genuss einer Thermik-Unterstützung für den Grundwind, die sich dann aber am Samstag und Sonntag nicht mehr einstellte. So segelten die F18-Katamarane neun Wettfahrten, die 14-Footer und Musto Skiffs sowie die Topcats konnten immerhin fünf Rennen absolvieren.

Auch wenn Wolle Bahr etwas mit dem Wind haderte, war es für die Teilnehmer ein gelungenes Wochenende. „Am ersten Tag waren durchweg gute Bedingungen, und zum Abschluss am Sonntag gab es auch noch mal ausreichend Wind, um Doppeltrapez zu fahren. Dazwischen war es nicht einfach, aber die Rennen waren letztlich alle fair“, berichtete Helge Sach.

Die Travemünder-Woche-Rekordsieger Helge und Christian Sach hatten allen Grund, mit dem Auftritt in der Lübecker Bucht zufrieden zu sein. In den beiden vergangenen Jahren hatten sie sich zur Travemünder Woche stets geschlagen geben müssen, jetzt hatten sie zur Mövensteinregatta mit einem geliehenen Boot wieder die richtige Einstellung gefunden. Vom ehemaligen Olympia-Teilnehmer und IDB-Konkurrenten Eckart Kaphengst aus Kiel bekamen sie einen „Exploder Skorpion“ und waren damit schließlich schnell unterwegs. „Wir mussten allerdings auch eine Lernkurve durchlaufen. Auf den Gennaker-Kursen waren wir von Anfang an schnell. Auf den Kreuzkursen mussten wir allerdings viel für den Speed arbeiten“, so Helge Sach. Dass ihre Titelserie mit den Einzelplatzierungen 3, 1, 1, 2, 2, 1, 1, 2, 1 unter den 22 Teilnehmern dennoch beeindruckend war, verdankte das Brüder-Duo der richtigen Taktik: „Bei diesen Windbedingungen muss man zusehen, dass man einen guten Start erwischt, und dann konsequent auf die richtige Seite fahren. Das hat bei uns gut geklappt.“

So kontrollierten die Sachs von Tag eins an souverän das Feld, fanden im Laufe der Serie aber in Youngster Jesse Lindstädt und dessen Vater Sven hartnäckige Widersacher: „Jesse ist nicht umsonst im letzten Jahr Vizeweltmeister der Nacra 15 geworden. Er gibt Vollgas, das merkt man. Und Sven hat unglaublich Erfahrung mit dem Boot“, sagte Helge Sach. Von der Erfahrung von Sven Lindstädt profitierten die Sachs aber auch selbst. Sie hatten sich einen kompletten Segelsatz von dem Hamburger Segelmacher geholt. Diesen auf Topspeed zu trimmen, war die Aufgabe von Christian Sach in gemeinsamer Arbeit mit seinem Sohn Johann. Helge Sach: „Die beiden haben gut zusammen gearbeitet. Ich hatte wenig Zeit, habe zuletzt Foil-Trainings gegeben. Für uns war das ein guter Testballon. Jetzt wollen wir noch die Kieler Woche segeln, und im nächsten Jahr steht die WM in Italien auf dem Plan.“

Hinter den Sachs belegten schließlich Jesse und Sven Lindstädt nach einem durchwachsenen ersten Tag und Topergebnissen am Samstag und Sonntag Platz zwei. Auf Rang drei schoben sich noch Gerd Schmitzer/Tina Vercouteren vom Bodensee, die am letzten Tag noch die Lokalmatadore Andreas Behem/Katharina Speckmann vom Bronzeplatz verdrängten.

Bei den 19 Crews der 14-Footer lieferten sich die Kieler Oliver Voß/Eike Ehrig und die vom Selenter See stammenden David und Peter Schafft ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Die abschließende Wettfahrt entschied schließlich zugunsten der Kieler, die im Endergebnis einen Punkt Vorsprung hatten. Einen weiteren Punkt zurück kamen Dennis Gehrlein/Lasse Nielandt (Oberhausen) auf den dritten Platz.

In den kleinen Feldern der Musto Skiffs und Topcats setzten sich Nino Sandmeier (Berlin/Musto Skiff) und Michael Winkelmann/Rene Treichel (Scharbeutz/Topcat) durch.

Bilderrätsel KW 33 – Wo ist es?

Jede Woche stellen wir ein Bilderrätsel online. Irgendwo in den Niederlanden ist dieser Ort. Wer als erster rät wo, gibt sich als Revierkenner preis. Also los: Mitraten!

Auflösung von letzter Woche: Diesen Anblick hatten viele Wassersportler in diesen Tagen, wenn sie Vlieland anlaufen wollten. Der Hafen war und ist voll, allerdings geben die Hafenmeister ihr Bestes, um jeden irgendwie unterzubringen und die Regelungen dennoch einzuhalten. Respekt! Na klar, es geht weiter: Auch in dieser Woche sind wir natürlich wieder in den Niederlanden unterwegs. Aber wo? Wenn Sie es erkennen, schreiben Sie uns unter [email protected] Viel Spaß beim raten.

Het bericht Bilderrätsel KW 33 – Wo ist es? verscheen eerst op Stegfunk.de | Wassersport. Holland..

Akt 2 gestartet: Burke, Fink, Rixgens und Kargl im Rennen

Les Sables Les Açores En Baie de Morlaix: <p>
	&quot;Vorpommern&quot;-Skipper Lennart Burke startet optimistisch in die zweite Etappe, nachdem der die erste als starker Zweiter der Serienwertung so erfolgreich beendet hat</p>

Auf Etappe eins des in Corona-Zeiten stark modifizierten Rennens konnte Lennart Burke als Zweiter der Serienwertung glänzen. Kann er den Coup wiederholen?

Les Sables-Acores: Lina Rixgen fast zu spät dran – Christian Kargl kämpft gegen mieses Karma

Die zweite Mini 6.50 Etappe startet heute um 14 Uhr. Die Skipper hatten nur wenig Zeit die Erlebnisse vom ersten Schlag zu verarbeiten. Rixgen, Kargl und Burke gewähren weitere Einblicke vom ersten Teil. Weiterlesen

SR-Test Tribord 5S: Taugt das 2437 Euro Decathlon-Gummiboot zum Segeln?

Jolle Tribord 5S von Decathlon
SegelReporter hat bereits über das Segeln mit der Decathlon-„Jolle“ berichtet. Nun folgt ein Video vom Test der Tribord 5S. Mit Kentereinlage. Der Wind war flau, aber der Test trotzdem lustig. Weiterlesen

Was heißt denn das?

Was heißt denn das?

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Big Picture: So kann eine Segelyacht nach einem Jetski-Crash aussehen

Vor dem französischen La Baule ist es zum viel befürchteten Crash eines Jetskis mit einer Segelyacht gekommen. Die Yacht ist ein Totalschaden. Die Segler fordern schärfere Regelungen, um so etwas zu verhindern. Weiterlesen

Tag 3 nach Tahiti: Besser, viel besser!

Sa., 08.Aug.20, Pazifik, Tag 2260, 20.653 sm von HH
Objektiv betrachtet sind die Bedingungen schlechter als an den ersten beiden Tagen. Trotzdem ist die Laune um Klassen besser. Immer wieder erstaunlich, wie der Koerper an Tag drei seinen Widerstand gegen gute Segelstimmung aufgibt. Der Wind blaest jetzt dauerhaft mit sechs Windstaerken. Noch immer schraeg von hinten. Die Welle hat wohl an die drei Meter und trifft aus aehnlicher Richtung auf uns. Das Wellenbild ist konfus, die Intervalle kurz, daher werden wir ganz schoen geschuettelt, aber ohne zu rollen. Nur ab und an gibt es einen Druecker, der uns hart auf die Seite legt. Wir laufen wie am Schnuerli-Band direkt aufs Ziel. Keine Patzer mehr durch unsere Wind-Herta. Die leicht gereffte Genua und das Gross im zweiten Reff passen gut zum Wind und Kurs.
Auch ist der mitteleuropaeische Hygienestandard wiederhergestellt – wir haben geduscht. Kein Vergnuegen mit Wind direkt aus der Antarktis. Brrr. Die Wassertemperatur hat allerdings bereits um zwei Grad zugenommen. Der kalte Meeresarm, der Gambier umschlingt, ist nach Westen abgeknickt. Genau, wie die Literatur es beschreibt. Also nur noch ein paar Meilen und wir haben wahrscheinlich wieder tropische Temperaturen an Bord.
Tag 3: 125 Meilen
Rest: 525 Meilen

Ankertipps für die deutsche Küste

Die Ostsee Von Oben 124 Ruegen Zicker: <p>
	Ankerplatz bei Klein Zicker, an der S&uuml;dspitze R&uuml;gens</p>

Im Corona-Sommer ist es voll in den Häfen, viele Crews bleiben im eigenen Land. Ankern ist eine gute Alternative. Wir sagen wo – jetzt im PDF-Download

Tag 1+2 nach Tahiti: Mimimi

Do/Fr.,06./07.Aug.20, Pazifik, Tag 2258/9, 20.528 sm von HH
Wir sind flott unterwegs, zeitweise rauschen wir mit sieben Knoten voran. Bereits im Atoll koennen wir Segel setzten, die Sonne scheint, ein paar Passatwolken ziehen am Himmel. In der Nacht leuchtet uns ein noch fast runder Mond den Weg. Es ist perfekt, aber an Bord hoert man nur ‚mimimi‘! Wir haben die ‚Segeln-ist-doof-an-den-ersten-beiden-Tagen-Brille‘ auf.
Das Schiff wackelt zu sehr, es ist zu anstrengend und wir schlafen zu schlecht. Gejammer und Wehklagen aus allen Rohren. Ist es noch weit? Sind wir bald da?
Und es ist zu kalt. Mimimi!
Obwohl das mit der Kaelte stimmt, muss man zu unserer Verteidigung sagen. Doppel-Fleece-Jacken plus Faserpelz-Hose plus Socken, anders ist es im Cockpit nicht auszuhalten – da kann man schon mal greinen. Der Wind kommt schraeg von hinten. Mal mit acht Knoten, mal mit zweiundzwanzig Knoten. Uns waren fuenfzehn Knoten im Durchschnitt vorhergesagt worden, aber doch nicht so. Gleichmaessig fuenfzehn Knoten, so hatten wir es bestellt. Diese harten Wechsel stellen die Windsteueranlage – Herta – vor ein Problem. Ab zwanzig Knoten fangen wir an aus dem Ruder zu laufen, luven viel zu stark an, legen uns mit Vollzeug hart auf die Backe. Extrem mimimi!
Statt traege in der Ecke zu liegen, muessen wir haendisch dem Ruder und Herta helfen. Dazu haben wir nun gar keine Lust. Schon gar nicht nachts, wenn es so richtig bitterkalt draussen ist. So hatten wir uns die Segelei nach einem halben Jahr nicht vorgestellt. Also wird getrimmt, was das Tuch hergibt: wir reffen das Gross, wir holen das Gross dicht, wir reffen mehr. Das kostet uns Geschwindigkeit. Das gefaellt uns auch nicht. Wieder mimimi. Hoffentlich ist bald Tag drei!
Tag 1: 150 Meilen (wow!) Tag 2: 124 Meilen
Rest: 650 Meilen