Kategorie: News & Blogs

America’s Cup: Diebe stehlen legendäre Trophäe des Sir Thomas Lipton

Sir Thomas Lipton scheiterte fünfmal am America’s Cup – und wurde dafür mit einem Goldpokal geehrt. Nun haben Diebe die legendäre Trophäe gestohlen.

Namabawan!

Mi.–Fr., 13.–15.Mai 26; Vanuatu, Tanna, Port Resolution; Tag 4.365–7; 29.683 sm total

‚Nambawan‘ ist Bislama (Pidgin English), leitet sich von ‚Number One‘ ab und bedeutet so viel wie ‚großartig‘ und ‚das Beste‘. Selbst ein Bier heißt so in Vanuatu.
„Wenn die Offiziellen bei euch an Bord sind, dann solltet ihr das Wort benutzen“, gibt uns unsere Segelfreundin Carina als Tipp auf den Weg. Bereits zweimal war sie in Vanuatu. „Das öffnet Herzen und freut die Menschen sehr.“

Vorgeschichte: Port Resolution ist kein offizieller Einklarierungshafen. Die Ankersituation auf der anderen Seite der Insel, in Lenakel, soll katastrophal sein. Daher haben wir per Mail einen Antrag gestellt, in Port Resolution einklarieren zu dürfen. Die Genehmigung kommt prompt. Die Behördenmitglieder fahren in diesem Fall mit dem Auto eineinhalb Stunden aus Lenakel rüber. Das kostet Extragebühren – die sind wir bereit zu zahlen.

Mittwoch: Um 10:00 Uhr fällt der Anker. Achim informiert die Behörden, dass wir angekommen sind. Um 10:30 Uhr die Antwort: „Der Zoll kommt um 12:00 Uhr. Habt euer Dinghy bereit, wir rufen über Funk, sobald wir da sind.“
Hui, die sind ja flott hier! Hektische Betriebsamkeit bricht aus. Dinghy ins Wasser lassen und schnell noch duschen, nach zwei Tagen auf See.

Niemand kommt. Um 15:00 Uhr fragt Achim nach per Mail. Die Antwort lässt nicht lange auf sich warten: „Entschuldigung für unsere Verspätung. Wir kommen heute nicht mehr. Die Regierung braucht das Auto.“ Ob es sich bei der ‚Regierung‘ um echte Regierungs-Mitglieder handelt oder ob die Ehefrau vom Schreiber gemeint ist, bleibt ungeklärt.
Wir geben unsere freudige Bereitschaft kund, zu warten. Dann die Ernüchterung: „Wenn es für Sie wegen der Überstundengebühren machbar ist, würden wir die Einklarierung gerne morgen durchführen. Morgen ist ein Feiertag.“
Hui, die sind ja frech hier!

Donnerstag, Himmelfahrt: Um 13:00 Uhr hören wir dauerhaftes schrilles Pfeifen von Land. Zusammen mit der ‚Black Lion‘, die nur eine Stunde nach uns in die Bucht eingelaufen ist, geht es an Land. Mit drei Mann hoch steht der Zoll mit seinem Pick-up am Dorfrand. Sie mussten nach uns pfeifen, weil Immigration heute das Funkgerät hat. :mrgreen:
Auf der Heck-Klappe vom Auto müssen die ausgefüllten Formulare, die Achim schon per Mail gesendet hat, noch einmal per Hand ausgefüllt werden. Achim hatte so etwas geahnt und in Nouméa Ausdrucke machen lassen.

Die normale Zollgebühr beträgt 5.000 Vatu. Die extra Anfahrtskosten von 3.000 Vatu teilen wir durch zwei Boote. Der Feiertagszuschlag: 6.000 Vatu – knapp 45 Euro!
Wir bekommen eine offizielle Quittung über die Beträge. Eine Recherche gibt Hinweise, dass der Feiertagszuschlag in den Taschen der Beamten landet. Zumindest der größte Teil. Geschickt eingefädelt. Nur nicht ganz so geschickt, dafür zu dritt aufzutauchen.
Wann Immigration und die Biosecurity kommen werden, wissen die Jungs nicht. Warum sie nicht mit im Auto gesessen haben, ist uns ein Rätsel.
Der Zoll kann jetzt noch kein ‚Nambawan‘ bekommen.

Kein Auto, kein Funkgerät, aber Siegel sind am Mann.
Diesen versiegelten Umschlag erhalten wir vom Zoll. Der ist abzugeben beim Ausklarieren in dem von uns gewählten Hafen. Es steht Port Vila drauf, die Hauptstadt. Das soll aber nicht stimmen. Hoffentlich wissen das dann am Ende auch die anderen.

Freitag: Um 12:00 Uhr knattert das Funkgerät. Immigration und Biosecurity wollen vom Strand abgeholt werden. Cyril von der Black Lion ist so nett und nimmt Achim mit an Land. Dort steigen zwei Personen ein. Zunächst geht es zur Black Lion, einem Katamaran. Achim kann dort gleich für uns beide die Formalitäten mit erledigen. Es gibt nach langer Zeit sogar mal wieder einen Stempel in den Pass. Wir bekommen das Maximum von 120 Tagen und brauchen uns nicht noch einmal um Verlängerung bemühen in der Hauptstadt. Fein.
Die Biosecurity interessiert sich für nichts. Es wird darauf verzichtet, auch noch bei uns an Bord zu kommen. Auf unseren schwankenden Mono zu klettern, dazu fehlt offensichtlich jede Meinung.
Ich kann überzählige Salami, Käse und Zwiebeln wieder aus dem Schrank holen. Nambawan!

Immigration: 10.000 Vatu. Biosecurity: 3.000 Vatu, extra Anfahrkosten 3.000 Vatu. Diesmal pro Schiff. Warum? Nicht fragen, freundlich lächeln. Es hätten auch noch extra 3.000 Vatu fällig werden können für gesammelten Müll, pro Tüte. Das entfällt. Der lagert weiterhin an Bord.
Insgesamt kostet uns die Einklarierung 140,00 Euro und erreicht mit 48 Stunden Wartezeit den Spitzenplatz. Nambawan!

Schöner wohnen! Unser Ausblick für zwei Tage Richtung Osten.

Flüssiger Sonnenschein. Blick Richtung Westen.

Eine ‚Lange Anna‘ im Norden, am Eingang zur Port Resolution Bucht.

Wir genießen unsere Freiheit. Der Dinghy-Landeplatz liegt ruhig im Osten der Bucht.

Zu viert liegen wir im Augenblick in der Bucht. Alle aus Nouméa gekommen. Die ersten Boote auf Tanna in diesem Jahr.

Die Bucht besteht überwiegend aus schwarzem Strand. Ein Gruß vom nahen Vulkan.

Olympia: Maus WM-Neunter, Sonntagsmedaillen für die Skiff-Besten?

Die einen feiern schon, die anderen kämpfen noch: Bei den olympischen Formula-Kitern sind die Medaillen vergeben, der WM-Skiffkrimi steigt am 17. Mai.

Bußgelder: Bei Regelverstößen auf dem Wasser kann es teuer werden

Regelverstöße auf dem Wasser sind ebenso mit Bußgeldern belegt wie an Land. Die wichtigsten für den See- und Binnenbereich werden hier aufgeführt.

Baltic 500: Nicht ohne meine Bordheizung – das Finale naht

Im Baltic 500 läuft Halbbzeit zwei. Die Schnellsten werden am Samstagabend im Ziel vor Strande erwartet. Ein Dauerbrenner schwärmt von seiner Bordheizung.

Bauphase beendet: Schleuse Hooksiel öffnet wieder

Nach monatelanger Sanierung soll die Hooksieler Schleuse am 20. Mai 2026 wieder öffnen. Ein harter Winter bremste die Arbeiten – jetzt hoffen Segler und Motorbootfahrer auf freie Fahrt.

Niederlande: Von Zeeland zur Waddenzee – durch Markermeer und IJsselmeer

Auf einem Törn vom Süden in den Norden der Niederlande gibt es viel Abwechslung. Teil 2/5: Von Amsterdem über Markermeer und IJsselmeer zurück zur Nordsee.

Gill OS1: Offshore-Rüstung mit Multitool

Das Gill OS1 Ocean Ölzeug fühlt sich an wie eine Rüstung. Der extrem hohe Kragen reicht fast bis unter die Augen, die Kapuze schließt bis über die Stirn ab – man schaut wie durch ein Visier nach draußen. Die OS1 Ocean Jacket und Ocean Trousers bieten maximalen Schutz für härteste Offshore-Bedingungen.

Meinung: Schrottpresse statt Strafzettel – ist das verhältnismäßig?

Ein abgestelltes Trailerboot, eine Entsorgung per Ordnungsamt und wütende Reaktionen. Der Fall zeigt: Bootseigentum ist Freiheit, aber auch Verantwortung.

Saffier SE 28 Leopard: Vielseitiger Kraftzwerg im Test

Das beste Boot, das sie jemals gebaut haben, sagen die Holländer von Saffier Yachts. Im Test muss die Saffier SE 28 Leopard zeigen, was sie draufhat

Olympia: WM-Festival voraus – GER-Asse mit Medaillenchancen

Was geht für Deutschlands Beste beim WM-Medaillen-Festival am Wochenende? Die olympischen Formula-Kiter, Skiff- und Nacra-Segler suchen ihre Champions.

Baltic 500: “Red 2” führt im Ostsee-Marathon, sieben Aufgaben bislang

Nacht eins im Baltic 500 ist gemeistert, Tag zwei läuft. Mathias Müller von Blumencron und Cole Brauer führen mit „Red 2“. Sieben Aufgaben gab es bislang.