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Ein Boot kaufen in Holland, Teil 1: Welches Boot passt zu mir? Powered by 4Beaufort

Stegfunk.de erstellt diese Serie zusammen mit Jelle Eveleens. Jelle ist seit seiner Geburt auf dem Wasser unterwegs und seit vielen Jahren als Yachtmakler bei 4Beaufort Jachtmakelaars tätig. Als vereidigter EMCI-Makler kennt er alle Ecken und Kanten des Geschäfts mit Booten und Yachten. Durch die Zusammenarbeit und Jelle´s Sachversand profitiert Stegfunk.de finanziell und die Leser inhaltlich von der Zusammenarbeit mit 4Beaufort. Wir legen größten Wert darauf, dass die gebotenen Informationen dennoch korrekt und unabhängig sind.

Ein echter „Bootjes Man“: Jelle Eveleens von 4Beaufort und unser Partner in dieser Serie

Die Fragen aus der Überschrift stellen sich natürlich auch, wenn man das Boot nicht in den Niederlanden kauft. Das Angebot ist aber besonders in den Niederlanden so groß, dass nur wer sich zuvor genau klar gemacht hat, was ganz oben auf der Wunschliste steht, letztlich auch das passende Boot findet. Dabei sollte man sich nicht zu sehr auf ein einzelnes Modell oder eine Marke festlegen, denn schließlich könnte das perfekte Boot dadurch nicht gefunden werden und das wäre ja schade.

Die Auswahl an Booten ist riesig. Besonders in den Niederlanden

Wie finde ich das perfekte Boot?

Die Überlegung startet immer mit der Frage: Was möchte ich damit machen? Fahrtensegeln mit der Familie, oder Regatten mit den Kumpels? Wasserwandern durch Frankreich, oder Wasserskilaufen auf einem See oder Fluss? Dabei muss man sich nicht auf eine Sache festlegen, wer aber einen Schwerpunkt findet, der wird es leichter haben, sein neues Boot dazu passend auszusuchen. Denn natürlich kann man mit einem Regattaboot auch mit der Familie Urlaub machen, nur fehlt es dann an Komfort. Natürlich kann man mit einem sportlichen Gleiter auch mal gemütlich wasserwandern, nur macht das eben auf einem Stahlverdränger mehr Spaß. Die Frage nach den eigenen Vorlieben steht also am Anfang einer langen und zufriedenen Eignerschaft. Jelle sieht es so: „Viele Menschen wissen oft noch gar nicht, was sie eigentlich genau suchen, wenn sie zu uns kommen. Wir hören dann erstmal zu und stellen Fragen. Und wenn dem Kunden und uns klar ist was er sucht, finden wir das passende Boot. Das verkauft sich dann von selbst. Aufschwatzen von Booten die unbedingt weg müssen ist nicht so unser Ding“.

Wie gehe ich mit meinem Budget für den Bootskauf um?

Mal angenommen, man ist in der glücklichen Lage 100.000 Euro zur Verfügung zu haben. Sollte man die dann komplett für das Boot ausgeben? Eher nicht. Bei jedem Boot, egal wie gut gewartet oder wie genau überprüft, gehen früher oder später Dinge kaputt. Das ist völlig normal. „Budget ist mitunter ein etwas kniffeliges Thema. Viele Menschen kommen von der Charteryacht, die hat allen Komfort, Duschen, Bug- und Heckschraube“, berichtet Jelle aus der Praxis. „Wenn sie dann sehen, dass das alles nicht ins eigene Budget passt, heisst es für uns nach Lösungen suchen. Zum Beispiel auf einem etwas günstigeren Schiff Sachen nachrüsten. Das geht ja“.

Gut, wenn für solche Anpassungen nach dem Kauf an sich noch Budget übrig ist. Neue Segel, ein neues Verdeck, neue Polster, neue Elektronik. Die Liste der möglichen Optionen ist sehr lang. Als Faustregel sollte man etwa 20-25 Prozent des Budgets in der Hinterhand halten. Das macht das Fahren mit dem Schiff entspannter. Auch der Kauf an sich kostet etwas Geld. Ein Gutachter, eventuell ein Anwalt, Auskranen, die Überführung, das alles zusammen kann schnell einige Tausend Euro ausmachen. Wenn nun allerdings das eine perfekte Schiff kommt, an dem einfach alles passt, und das aber das Budget vollends auffrisst, na dann muss es das vielleicht einfach sein. Vernunft hin oder her.

Kaufe ich besser ein neues oder ein gebrauchtes Schiff?

Es gibt gute Gründe für beide Varianten. Wir versuchen mal eine Auflistung der Gründe für Neu oder Gebraucht.

Neue Schiffe lassen sich oftmals genau auf die Wünsche des Eigners anpassen. Das gilt im Besonderen für Stahlmotoryachten, wie sie zum Beispiel bei unserem Partner 4Beaufort von der Marke Aquanaut angeboten werden. Einteilung, Holzsorten, Oberflächen, Polster, Farben: Alles ist wählbar, kann im Vorfeld vom Eigner ausgewählt werden. So bekommt man genau das Schiff der eigenen Träume. Bei Schiffen aus GFK sind die Auswahlmöglichkeiten begrenzter, das Teile der Inneneinrichtung strukturelle Aufgaben übernehmen und deswegen an der ein- oder anderen Stelle sein müssen. Zudem sind neue Schiffe auch mit neuen Komponenten ausgestattet, sodass in den ersten Jahren nach dem Kauf nicht mit teuren Reparaturen gerechnet werden muss.

Das kann bei gebrauchten Schiffen durchaus der Fall sein. Dafür sind sie in der Regel günstiger als neue Exemplare und damit bekommt man für das gleiche Budget mehr Schiff. Zudem liegt das Objekt der Begierde vor einem am Steg, also aufsteigen und losfahren. Lange Bauphasen, derzeit ein bis drei Jahre je nach Modell und Werft , entfallen. Nötigenfalls ein Refit, sofern nötig, und schon nach einigen Wochen kann es losgehen. Eine Sache gibt Jelle noch zu bedenken: „Weil es wegen der Finanzkrise, während der wenig gebaut wurde, nur wenige junge Gebrauchte gibt, ist der Schritt zum Neubau derzeit eher klein. Denn wenn ein gutes Gebrauchtschiff auf den Markt kommt, ist es oftmals recht teuer, weil die Nachfrage so gut ist“.

Praktisch: Werft direkt neben dem Verkaufshafen. Neu oder Gebraucht? Beides geht!

Worauf gilt es sonst noch zu achten, wenn man ein Boot auswählt?

Polster, Vorhänge, Farbe, Motorisierung, Segel: Alles kann an die eigenen Wünsche angepasst werden. Was aber bleibt, solange es das Boot gibt, sind dessen Abmessungen. Das fängt bei der Außenlänge an: Passt es in die angestammte Box, oder muss ein neuer Liegeplatz her? Passt es auf einen Trailer, wenn das wichtig ist? Liegt das angepeilte Revier hinter einer festen Brücke und darf daher die Durchfahrtshöhe einen bestimmten Wert nicht überschreiten? Aber mindestens genauso wichtig sind die inneren Werte. Passt die Stehhöhe zur eigenen Körpergröße? Wie sieht es mit den Kojenlängen aus (unbedingt zusammen Probeliegen!)? Ein Schiff, auf dem man nicht gut schläft, verleidet jeden Urlaub. Stimmt die Ergonomie am Steuerstand und im Cockpit? Das alles lässt sich am besten bei einer Probefahrt ermitteln. Besonders bei Motoryachten treibt viele Menscheneine Frage um: Offenes Cockpit und alles auf einer Ebene oder eine Achterkajüte mit zusätzlichen Schlafplätzen und guter Aussicht auf dem Achterdeck? „Das findet man am besten bei einer Probefahrt heraus. Was auch hilft ist ein Gespräch mit Eignern des einen oder anderen Konzeptes. Da helfen wir auch gerne mit Kontakten. Das hilft oftmals auch bei der Entscheidungsfindung“, bietet Jelle an.

Der analytische Ansatz zur Bootsauswahl

Ganz klar: Wer eher bereit ist, Kompromisse einzugehen, für den wird die Auswahl größer. Dennoch ist es sinnvoll, Ausschlusskriterien zu definieren. Was darf ein Boot auf keinen Fall haben? Beispiele: Zu viel Tiefgang/Durchfahrtshöhe, einen Mahagonieausbau, ein freistehendes Ruder, einen Saildrive (alles nur Beispiele!). Was muss es unbedingt haben: 1,90 Meter Stehhöhe, eine Isolierung, eine Einbaumaschine (wieder nur Beispiele). Dann kommen die Punkte, die man gerne hätte. Das alles sollte man einmal aufschreiben und auch mit dem oder der Partner(in) besprechen, vielleicht auch noch mit einem neutralen Dritten. Das schafft eine Menge Klarheit beim Auswahlprozess. Schließlich kommt das Budget und schon grenzt sich die Auswahl auf eine überschaubare Zahl an Schiffen am Markt ein. Die muss man nur noch finden und besichtigen. Wie das geht, steht in der nächsten Folge der Serie: Ein Boot kaufen in Holland powered by 4Beaufort.

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Auszeichnung für AWN

Fünf Onlineshops für Bootszubehör wurden in diesem Rahmen getestet, indem mithilfe eines repräsentativen Online-Panels 2.353 Personen aus ganz Deutschland Stellung zur Frage nahmen, welcher der ausgewählten Marken von Shops für Bootszubehör sie am meisten vertrauen. Der Sieg ging an AWN.

Christoph Steinkuhl, CEO A.W. Niemeyer, freute sich über die erneute Auszeichnung: „Die Anstrengungen und Aktivitäten der letzten 16 Monate zahlen sich jetzt aus. Nach 5 Awards im letzten Jahr 2020 nun den Award ‚Ausgezeichnet‘, Testsieger 2021 bezüglich Markenvertrauen, zu bekommen ist schon etwas ganz Besonderes und macht uns sehr stolz. Das unterstreicht unsere unermüdliche Begeisterung für das einzig wahre Ziel:  DIE MARKE im Bereich Multichannel zu sein! Das ist unser täglicher Ansporn unsere Kunden, egal wo sie sind, immer und überall zu erreichen und mit hoher Fachberatungskompetenz auch mit schwierigen Problemlösungen behilflich zu sein, das ist unsere AWN-DNA. Damit stärken wir nachhaltig unseren AWN Markenkern und sorgen für Vertrauen in die Marke, mit der größten Erfahrung von über 275 Jahren.“

Leben in der Lagune

Do.,25. Feb. 2021, Franz.Polynesien/Tahaa/Ile Mahaea, Tag 2461, 21.359 sm von HH

Seit einer Woche hängen wir in der Lagune und finden es wundervoll. Nach dem schlechten Anfang hat sich das Wetter zum Besten umgekehrt. Die Sonne steht am Himmel und es herrscht (meistens) Flaute. Wie ein petrolfarbenes Bettlaken liegt die Lagune glatt gezogen vor uns. Selbst die Brandung am schützenden Außenriff ist kaum mehr zu hören.
Atanga dümpelt um ihren eigenen Anker herum. Die Bojen haben ihr eigenwilliges Verhalten aufgegeben. Wir haben offenbar die richtigen Abstände ausgemittelt und beim nächsten Mal sollte die Ankerketten-Schwebe-Aktion schon besser klappen.

An Land können wir nicht. Wir haben noch nicht mal das Dinghy zu Wasser gelassen. Wenn wir von Bord wollen, müssen wir schwimmen oder schnorcheln. Die Hauptinsel Tahaa ist für eine Dinghy-fahrt recht weit weg und interessiert uns im Augenblick nicht. Das Inselchen – ein sogenanntes Motu – was direkt vor uns liegt, ist privat. Tabu. Wir respektieren das und halten Abstand, gehen nicht mal vor ihrer Sandbank schnorcheln. Warum auch, wir haben unseren eigenen Swimming Pool. Fünfzig Meter hinter Atanga wird es flach, sogar ich kann dort knapp stehen. Rochen ziehen an uns vorbei. Das Wasser hat gute 28 Grad – Hochsommer auf der Südhalbkugel.

Bei Regen kommen unsere unbekannten Nachbarn nach Hause

Bei Sonnenschein sieht das Motu so aus

Diese Idylle wird nur durch kurze „Bauarbeiten“ unterbrochen. Direkt in unserem Planschbecken ankert eine Plattboden-Schute. Mit großen Schaufeln holen fünf, sechs Jungs den Sand aus der Lagune und beladen ihren Kahn bis zur Schmerz- und Kentergrenze. Fröhlich hören wir sie gackern bei der Arbeit. Freundlich winken sie rüber. Nach einer Stunde sind sie fertig mit schaufeln und ziehen wieder ab. Wir sind wieder alleine.

Die Bauarbeiten beginnen schon vor dem Frühstück

Mühsame Schaufelei im brusttiefen Wasser

Der Kahn fährt schon fast unterhalb der Grasnarbe

Andere Segelboote kommen und gehen, bleiben höchsten zwei Nächte. Die Lagune ist groß, die Abstände zueinander auch. Kontakt haben wir keinen, jede Crew genießt für sich alleine. Wir füttern den Trupp der kleinen Nasen-Docktorfische, der hinter uns an einem Korallenblock wohnt mit Gurkenschalen an. Gierig stürzen sich die Fische auf die neue Leckerei. Kurz vor Sonnenuntergang sehen wir mehrfach einen Hai unter Atanga langziehen. Dass es überhaupt noch Fische in der Lagune gibt, erscheint uns wie ein Wunder. Täglich verfolgen Jäger mit Harpunen am Riff vor dem Motu ihre Beute. Stundenlang wird auch dem letzten essbarem Barsch oder Snapper hinterher gehetzt. Entsprechend klein sind die Rifffische, die wir entdecken. Große Papageienfische oder Drücker gehören der Vergangenheit an. 

Falterfische schwimmen uns direkt vor die Linse

Farbenprächtige Riesenmördermuschel – diese ist winzig – vielleicht zehn Zentimeter

Unsere Go Pro ist leider schon fast ein Jahr kaputt. Auf Tahiti konnten wir uns keine neue kaufen, da Go Pro seinen Verkauf nur noch über einen Selbstvertrieb vornimmt. Händler mit Lizenzen gibt es nicht mehr. Schicken lassen, können wir uns auch keine. Man mag es nicht glauben, aber DHL Deutschland versendet noch immer nicht Französisch Polynesien. Die Post in der Heimat hat doch nicht etwa was mit der Impfstoff-Verteilung zu tun?
Damit wir überhaupt Unterwasser-Aufnahmen machen können, haben wir uns im Oktober die einzige (!!) Unterwasserkamera gekauft, die wir finden konnten. Eine Coolpix W150. Nicht the best horse im Stall – aber besser als nichts. So können wir wenigstens ein paar Schnappschüsse schießen.

Über Wasser ist die Coolpix leider auch nur mittelprächtig

Im Planschbecken vor unserem Motu

Wasserspiele

Und was ist mit Drohnen-Bildern? Die Frage kommt zu Recht. Wir sind Feiglinge. :mrgreen: Von Bord aus zu landen und zu starten … nein, Hilfe, wir trauen uns noch nicht. Dazu muss einer (also ich) die Drohne vor der Landung aus der Luft abfangen. Zum Landen an Deck wäre theoretisch zwar Platz, aber die Sensoren, die verhindern, dass die Drohne an Hochspannungskabeln oder Äste fliegt, sorgen auch dafür, dass die Drohne nicht nah an unseren Wanten und Stagen heran fliegen kann. Rückwärts fliegen lautet der Trick. Haben wir an Land erfolgreich probiert. Zweimal ist mir der Griff nach dem Biest erfolgreich gelungen. Aber auf dem engen Kahn? Ich bin der Feigling.




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