Archiv der Kategorie: News & Blogs

DSV trauert um Ehrenpräsidenten „Hajo“ Fritze

Der langjährige Präsident des DSV, Hans-Joachim Fritze, ist im Alter von 89 verstorben. Der Deutsche Segler-Verband trauert um seinen Ex-Präses, der die Geschicke des DSV von 1993 bis 2001, prägte.

Hajo Fritze begann seine ehrenamtliche Karriere mit einer Provokation: Es war Mitte der sechziger Jahre, er war Mitglied in einem großen norddeutschen Verein, und dort lag die Regattasegelei im Argen. Um auf diese Misere aufmerksam zu machen, stellte der Finn-Segler Fritze einen Antrag: Man möge doch bitte das „R“ für Regatta aus dem Vereinsnamen streichen – was natürlich abgelehnt wurde. Ob es an Fritzes Vorstoß lag, sei dahingestellt, doch heute gehört dieser Verein zu den sportlichen Aushängeschildern Deutschlands.

Ähnlich leichtfüßig brachte der Hamburger das Surfen auf die olympische Agenda. Seit 1976 saß er als Chairman für das „Board Sailing Comittee“ in Weltsegelverband, der damals noch IYRU hieß. 1980 war dann die Chance, das Internationale Olympische Komitee von der neuen Disziplin zu überzeugen. Fritze und seine Kollegen nahmen „die alten Herrschaften“ im Handstreich für ihre Idee ein, und zwar „mit einem Film der Weltmeisterschaft der Windsurfer, in dem junge hübsche Menschen bei beschwingter Musik die neue Segelsportart vorführen.“ Das Votum für die neue olympische Disziplin Windsurfen fiel einstimmig aus.

Der hanseatische Kaufmann Hans-Joachim Fritze hat für den deutschen Segelsport viel erreicht. Die Liste seiner Ehrenämter ist lang und gipfelt in seiner Wahl zum DSV-Präsidenten 1993. Fritze löste Hans-Otto Schümann ab, der den Verband von 1985 an geführt hatte. „Es muss eine Freude sein, Mitglied im DSV zu sein“ – mit dieser Ambition trat Hans-Joachim Fritze sein Amt an. Er knüpfte internationale Beziehungen, harmonisierte die Verhältnisse innerhalb des Verbandes und verbesserte die Bedingungen für den Leistungssport. In Hajo Fritzes Amtszeit von 1993 bis 2001 ersegelten vier deutsche Teams und Einzelsportlerinnen olympisches Edelmetall.

Der Vater von drei Söhnen verstand es mit seiner ruhigen, freundlichen und ehrlichen Art, Menschen für sich einzunehmen. Die älteren Mitarbeiter/innen der Hamburger Geschäftsstelle erinnern sich an ihn als einen „feinen Mann“, der bei jedem Besuch in der Gründgensstraße allen Mitarbeitern die Hand gab.

Fritze, der lange Jahre Klassensekretär der Finn-Dinghys war, setzte auf den direkten Dialog mit Seglern und Vereinen. „Von dort sind immer gute Impulse und konstruktive Kritik gekommen“, sagte er in einem Interview. Aktiv warb der Kosmopolit für die Arbeit des DSV: „Jeder Verein braucht den DSV; jeder profitiert von seiner Arbeit“, sagte er vor 25 Jahren bei der Jubiläumsrede in einem Verein.

„Mit Hajo Fritze verliert die Segelwelt einen außergewöhnlichen Menschen“, sagte DSV-Präsidentin Mona Küppers. „Mit seinem Engagement, seiner Weitsicht und seinen hanseatischen Tugenden hat er den deutschen Segelsport entscheidend vorangebracht. Im Namen des gesamten DSV-Präsidiums verabschiede ich mich in tiefer Dankbarkeit von einem großen Hanseaten und Segler. Unsere Gedanken sind bei seiner Familie und seinen Angehörigen.“

DSV-Ehrenpräsident Hans-Joachim Fritze gestorben

Hajo Fritze: <p>
	Hans-Joachim Fritze in seiner Zeit als DSV-Pr&auml;sident. Der Hanseat starb im Alter von 89 Jahren</p>

Er war Surfer, Segler und diente dem Sport im Ehrenamt. Als Präsident steuerte „Hajo“ Fritze den Deutschen Segler-Verband von 1993 bis 2001

Talsperren-Ebbe: Es geht wieder aufwärts

Bessere Aussichten für die Binnensee-Segler: Die jüngsten Niederschläge haben die Wasserpegel der deutschen Stauseen wieder steigen lassen. Beim Ruhrverband glaubt man aber nicht an ein einmaliges Problem.

So soll es sein. Die Sorpetalsperre gut gefüllt. © Ruhrverband

Der trockene Jahrhundertsommer im vergangenen Jahr war zwar für Sonnenanbeter perfekt, für die Segler auf den deutschen Stauseen aber eher von Nachteil. Laut dem Ruhrverband, der für die Talsperren an den Segelrevieren Möhne, Bigge und Sorpe zuständig ist, lag der Füllungsstand der Stauseen nach dem vergangenen Sommer bei unter 50 Prozent. Die Seen waren 2018 so leer wie seit mehr als 50 Jahren nicht mehr.

Die Folgen der Trockenheit an den Stauseen waren unübersehbar: hohe Ufer durch den tiefen Wasserstand und damit verbundene ungünstige Windbedingungen, wenig Wasser und lange Wege zu den Stegen. Auch das Finale der Jugend Segel-Bundesliga an der Bigge-Talsperre wurde in Mitleidenschaft gezogen.

Viel Land, wenig Wasser, aber genug Platz für Liga-Rennen auf der Bigge zum Ende der Saison 2018 © DJSL

Die Segler der Binnenreviere hofften nach dem Jahrhundertsommer auf ein regenreiches Winterhalbjahr, das den Wasserpegel der Stauseen wieder ansteigen lässt. Ein niederschlagsreiches Wochenende im Februar kam da gerade recht. Der Wasserpegel an der Sorpetalsperre kletterte deutlich erkennbar bis auf rund 66 Prozent des Vollstaus an. Langsam, aber sicher geht es weiter aufwärts mit dem Wasserstand, und die Segler können auf einen Saisonstart mit besseren Bedingungen als im Vorjahr hoffen.

Allerdings ist der im Moment steigende Wasserstand längst keine Garantie für eine gute Segelsaison. Aktuell sind laut Ruhrverband knapp 85 Prozent des Vollstaus der Stauseen erreicht. „Wir haben wieder aufgeholt und erwarten im März einen Füllstand wie zur gleichen Zeit im Vorjahr“, sagt die stellvertretende Pressesprecherin des Ruhrverbandes Britta Balt. Das würde aber noch keine Prognosen für die kommende Segelsaison zulassen, schränkte sie ein. „Wir sind auch 2018 im Frühjahr sehr komfortabel gestartet. Wie schnell sich die Situation ändern kann, hat der vergangene Sommer gezeigt. Das hängt ganz vom Wetter ab“, betont sie.

Stauseen: Aufatmen für die Binnensegler – Bis zur nächsten Ebbe

Sorpetalsperre

Es geht aufwärts für die Segler der Binnenseereviere. Die jüngsten Niederschläge haben die Pegel für deutsche Stauseen steigen lassen. SR fragte beim Rurverband nach den Aussichten für 2019. Weiterlesen

Umwelt: Megayacht-Designer segelt einhand „ohne alles“ Transat – Protest gegen Plastikmüll

Megayacht, Plastikmüll, Dan Lenard

Er konstruiert Megayachten, die nicht gerade für ihre Umweltverträglichkeit bekannt sind. Nun kämpft Dan Lenard für Umweltschutz und gegen den Plastikmüll in den Meeren. Ein Widerspruch? Weiterlesen

Laser-Rigg: Zweite Neuentwicklung aus den USA

Nach den Australiern stellen nun die Amerikaner ein neues Rigg vor. Warum zwei Hersteller konkurrieren und die Segler verwirrt sind.

Im Januar stellte die australische Skiff-Legende Julian Bethwaite seine Vision vom Laser-Rigg der Zukunft vor. Für die Laser-Hersteller Performance Sailcraft Australia und Japan entwickelte er das C5-, C7- und C8-Riggs, die einmal die aktuelle 4.7-, Radial- und Standard-Version ersetzen sollen.

Nun stellt Laser Performance (Europe) Limited, dritter lizenzierte Laser-Hersteller, seine Rigg-Versionen ARC1 und 2 vor. Im Video werden die von den amerikanischen Doyle-Sails-Spezialisten erdachten Segel vorgestellt, und sie sehen cool aus.

Das neue Standard Rigg ARC1 ist 16,5 Prozent größer. © Laser Performance

Ohne Frage dürften sie die Leistungsfähigkeit eines Laser-Rumpfes verbessern. Aber ist das sinnvoll? Es sind nicht 216000 Laser verkauft worden, weil das Boot so schön schnell oder modern ist. Die Stärke ist die Gleichheit. Und wieso machen sich nun offenbar zwei Hersteller auch noch Konkurrenz und die Klassenvereinigung will eigentlich nichts davon wissen?

Nach den Olympia-Trials vom 11. bis 15. März in Valencia gegen die Klassen RS Aero, Devoti Zero und Melges 14 gibt es vielleicht mehr Klarheit zum Weg, den die Laserklasse in Zukunft nehmen will.

Mehr Hintergründe zur verwirrenden Laser-Rigg-Situation bei SegelReporter

Laser Segel: Neues ARC Rigg vorgestellt – Die Verwirrung geht weiter

Ob das alles so gut ist für die Laser-Klasse? Nach den Australiern stellen nun die Amerikaner ein neues Rigg vor. Die Segler drohen zwischen die Fronten zu geraten. Weiterlesen

Lüdtke/Schäfers gewinnen WM-Silber im FD

Ein Rennen vor dem Ende war die Weltmeisterschaft der FD entschieden. Nach einem Jahr Pause haben sich die Ungarn Szabolcs Majthényi/András Domokos wieder zu den Königen der Ex-Olympiaklasse gekürt. Silber gewannen die Berliner Kay-Uwe Lüdtke/Kai Schäfers.

Der Finaltag bei der Weltmeisterschaft vor Nelson auf der Südinsel Neuseelands stand zwar noch aus. Doch die ersten drei Teams waren von ihren Medaillenrängen nicht mehr zu verdrängen. In einer leichteren Brise als in den Tagen zuvor und mit etwas weniger Wellengang spielten Majthényi/Domokos ihr Geschwindigkeitpotenzial voll aus. Nachdem sie in den ersten Wettfahrttagen den Deutschen Lüdtke/Schäfers zwei Tagessiege überlassen mussten, waren sie am vorletzten WM-Tag nicht zu schlagen. Mit zwei Siegen sicherten sich die bisher elfmaligen Titelträger vor dem Abschlusstag Gold. Damit standen sie zum zwölften Mal an der Spitze des WM-Rankings – im vergangenen Jahr war es hinter den dänischen Brüdern Jörgen und Jacob Bojsen-Möller „nur“ Silber.

Lüdtke/Schäfers durften sich wie bei der Heim-WM auf dem Steinhuder Meer in 2016 über Silber freuen. Die Kieler-Woche-Sieger des vergangenen Jahres (damals hatten sie sowohl die ungarischen als auch die dänischen Dauerweltmeister hinter sich gelassen) hatten zum Start in die WM einige Schwierigkeiten mit dem Material und der Konkurrenz zu bewältigen, dann aber Majthényi/Domokos einen harten Kampf geliefert.

Am vorletzten Tag hatten sie sich aber mehr mit den Niederländern Enno Kramer/Ard Geelkerken, Dauergäste auf dem WM-Podium und Weltmeister von 2013, auseinanderzusetzen. Gerecht teilten sich die beiden Teams mit je einem zweiten und einem dritten Rang die Plätze hinter den neuen Weltmeistern auf. Trotz geringer Punktabstände konnten auch die Niederlände auch bei einem noch ausstehenden Rennen nicht mehr an den Deutschen vorbeiziehen.

In der letzten der neun Wettfahrten unter den 41 Teams aus zehn Nationen legten Lüdtke/Schäfers noch einen weiteren Tagessieg hin und verwiesen die Ungarn Majthényi/Domokos hier auf Platz zwei. Die Ungarn sicherte sich so auch noch die Silver Sombrero Challenge für das beste Resultat ohne Streichergebnis.

Shmuel Markhoff/Lars Stöckmann schafften es zum Abschluss noch, auf Rang vier zu klettern und an den Australiern Edward Cox/Peter Bevis vorbeizuziehen.

Eissegel-WM: Bronze verpasst, zwei Titel gewonnen

Der Angriff auf das Gesamt-Podium bei der WM der DN-Eissegler blieb dem Kieler Holger Petzke mangels Wind verwehrt, doch als Master-Sieger und mit seiner Ehefrau Anja Fiedler als Damen-Siegerin durfte er gleich zwei Titel feiern.

Während in Deutschland der Winter schon auf dem Rückzug ist, gab es in Nordamerika für die Weltmeisterschaft der DN-Schlitten noch beste Eisbedingungen. Auf dem Indian Lake bei Ohio ging eine Flotte von insgesamt 108 Seglern aus neun Nationen in drei Leistungsgruppen an den Start. Trotz gutem Eis waren die Bedingungen bei drehenden Winden und Eisregen nicht einfach. Und am letzten Tag kam gar keine segelbare Brise mehr durch.

Ärgerlich für Petzke: Ausgerechnet im sechsten Rennen, das sich als das letzte der Serie erweisen sollte, hatte der Bootsbauer sein schlechtestes Ergebnis (18.) abgeliefert und war damit vom Podium gestürzt. Vorher waren ihm fünf Top-Ten-Ergebnisse, darunter ein Tagessieg, gelungen. So aber fehlten ihm zwei Punkte zu Bronze, und ein polnisches Trio sicherte sich Gold, Silber und Bronze. Für den neuen Weltmeister Michal Burczynski ist es nach 2006 und 2010 bereits der dritte WM-Titel.

Mit Holger Petzke auf Platz vier und Anja Fiedler auf Rang neun brachten die deutschen Eis-Piloten zwei Segler in die Top-Ten. Und das war gleich ein mehrfacher Grund zum Feiern. Denn Petzke gewann damit die Masters-Wertung, Fiedler war die schnellste Frau auf dem Eis. Es war überhaupt erst das erste Mal in der WM-Geschichte, dass eine Frau in die Top-Ten gerast ist. Und es hat auch noch nie ein Paar gegeben, das gemeinsam in den Top-Ten der WM segelte. Christian Seegers (Hamburg) als Gesamt-27. und bester Grand Master machte den deutschen Erfolg bei den Sonderwertungen komplett.

Skipper Jan hat Geburtstag

{Time:10:45:00}
{Date:20190222}
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{Title:Skipper Jan hat Geburtstag}

MARLIN hat das Paradies erreicht

Nachdem ich meine Anfängercrew direkt ins kalte Wasser auf dem Törn von Trinidad nach Grenada geschmissen habe, ist das Segeln in den Grenadinen nun die pure Entspannung. Seebeine haben nun alle und Segeln gegen 3m Welle bei 20 grad Krängung gehört nun quasi zum Alltag. Da darf man sich auch mal einen echten grenadinischen Seemannsrum gönnen. Die Lernkurve geht steil bergauf und jeden Tag muss ich weniger begleiten. Es bleibt also auch mal die Zeit euch einen Blog zu schreiben.

{Photo:20190222a}

Die Crew hat entschieden heute mal lieber vor Sonnenuntergang einen Zwischenstopp in Carriacou einzulegen, statt Nachts in Union Island anzukommen. Es ist die entspanntere Variante, denn es weht ein durchwachsener Nordost-Passat. Außerdem will ja niemand dort ankommen, wenn das Happy Island schon geschlossen hat. Auf dem Weg dorthin lernen meine Schützlinge also was Aufkreuzen bedeutet und das der Wendewinkel nicht nur vom Schiff, sondern auch von der Windstärke abhängt. Irgendwann steht Verena dann mit offener Rettungsweste vor mir. Sie guckt etwas verdutzt, ich vermute, dass sie irgendwo mit der Reißleine hängengeblieben ist. Im Endeffekt war es die Salztablette, die aufgrund der hohen Luftfeuchtigkeit bzw. des Alters nachgegeben hat. Soll wohl ab und zu passieren, natürlich haben wir noch ein paar Ersatzwesten dabei.

Das Wochenende wird wohl der Höhepunkt des Törns, Union, Tobago Cays, Lobster, Schildkröten, Bequia. Alles etwas entspannter, bevor wieder das Segeln im Vordergrund steht.

{Photo:20190222b}

Skipper Jan

Anmerkung von Micha: Jan hat heute Geburtstag. Alles Gute meinem Schützling! Ich wünsche Dir alles Gute & Meer zum diesem besonderen Tag. Das Du noch viele glückliche Meilen mit der MARLIN segeln wirst.


Mitsegeln auf der MARLIN!

CREW 52 Martinique – Antigua
CREW 53 Antigua – Martinique
CREW 54 Martinique – Grenada
CREW 55 Grenada – Antigua
CREW 56 Kite & Sail Expedition Grenadines
CREW 57 Kite & Sail Expedition Los Roques

JOIN THE CREW:
www.marlin-expeditions.com

Yes We Can!

„Karls“ Verwandlung geht voran

Nikes Vlog II #35

Die alte Farbe der Reinke kommt runter… Und dann ist die frohe Botschaft da: Das neue stehende Gut ist angekommen!