Archiv der Kategorie: News & Blogs

Big Picture: Heiner vor Scheveningen – Finnsegler wollen Olympia-Comeback nächste Woche

Die Finn-Dinghy-Bilder von Nicholas Heiner machen bewusst, wie sehr diese Bootsklasse der Olympia-Familie fehlen wird. Nächste Woche will die Klasse den Beschluss rückgängig machen. Weiterlesen

Zum Tode von Olaf Harken

Olaf Harken: <p>
	Olaf Harken</p>

Die Decksausrüstung von Harken hat den Segelsport beeinflusst wie kaum etwas anderes. Am 21. Oktober verstarb Mitbegründer Olaf Harken im Alter von 80 Jahren

Der nächste AC75 fliegt

Ineos: <p>
	Erste Segelbilder des britischen AC 75</p>

Erste Segelbilder vom AC75 des Ineos Team UK des Briten Ben Ainslie zeigen, dass der Entwurf sich am deutlichsten von denen der Konkurrenz unterscheidet

IMOCA Foiler: Tragfläche abgebrochen – Arkea Paprec will trotzdem über den Atlantik

Auf dem neuen IMOCA Kouyoumdjian-Design von Sebastien Simon ist bei der Überführung zum Transat-Jacques-Vabre-Start das Backbord-Foil gebrochen. Der Anfang einer Pannen-Serie für die Atlantik-Regatta? Weiterlesen

Emblem für Paris 2024: Medaille, Flamme und Marianne

Paris 2024: <p>
	Das neue Emblem f&uuml;r die Olympischen und Paralympischen Spiele 2024</p>

Die Pariser haben ihr Logo für die Olympischen und Paralympischen Spiele 2024 vorgestellt. Die Kreation wird nicht nur in den sozialen Netzwerken gefeiert

DSL-Pokal: NRV verteidigt Vorjahreserfolg – Zweitliga-Aufsteiger stehen fest

Zwei Tage nach der Meisterfeier der Deutschen Segel-Bundesliga in Glücksburg fielen auch die letzten Entscheidungen: Der NRV Hamburg ist erneut Pokalsieger. Weiterlesen

Wal-Tag

Fr., 18.Okt.19, Franz.Polyn./Moorea/Cook’s Bay, Tag 1965, 18.981 sm von HH

Ein Tag wie aus dem Segel-Märchenbuch: Wind aus der richtigen Richtung, in der richtigen Stärke. Keine Welle, Schafwolken am Himmel. Es ist so schön, dass ich die knapp zwanzig Meilen nach Moorea mit der Hand steuere (oder war es, weil Achim keinen Bock hatte, die Windsteueranlage scharf zu schalten?). Solche Tage waren es, die Erinnerung kommt zurück, warum Segeln mal richtig toll war. Nach knapp drei Stunden erreichen wir die Cook’s Bay, eine der meistfotografierten Buchten der Welt. Steil richten sich in der schmalen Bucht die Berge auf, grün bewachsen. Bizarre Formationen, die malerische Namen wie ‚Tigerzahn‘ tragen.

Ansteuerung auf Cook’s Bay auf Moorea

Hinter dem Pass – hinter dem Riff – erblicken wir den ersten Wal-Rücken. Wir zweifeln noch. Könnte auch ein großes Stück Treibholz sein. Es folgt ein Blas. Dann ein zweiter. Kein Zweifel mehr: zwei Buckelwale direkt vor dem Bug. Mutter mit Kalb. Hinter uns schnauft es. Ein richtig Dicker zeigt seinen Rücken. Dieser Wal ist bestimmt so groß wie Atanga. Wir können es nur schätzen, mehr als einen Teil vom Rücken bekommen wir nicht zu sehen. Uns geht das Herz auf – wir freuen uns wie Bolle. Was für ein Empafng.
Die Wale ziehen ihre Kreise, wir tuckern langsam an ihnen vorbei. Dann machen sie sich krumm, man erkennt noch kurz einen Katzenbuckel und sie sind verschwunden. Dieses Verhalten, einen Buckel zu machen, bevor sie abtauchen, gab den Buckelwalen ihren Namen. Häufig stecken sie dabei noch ihre Fluke in die Höhe.

Ein Wal oder zwei Wale?

 

Definitiv zwei Wale

Wir fahren bis zum Ende in die Bucht. Zu unserer großen Überraschung ist dieser weltberühmte Ankerplatz fast leer. Mit sechs weiten Seglern und einem Motorboot teilen wir uns das atemraubende Panorama. James Cook, der Namensgeber der Bucht, hat hier nachweislich nie geankert. Er war zwar auf Moorea, aber zwei Meilen weiter westlich.

Wale und Traum-Kulisse, warum nochmal wollten wir auf die Austral-Inseln? :mrgreen: Wir sind dankbar für die schlechte Windprognose, die uns nach Moorea hat ausweichen lassen. Einen besseren Plan B hatten wir noch nie. Morgen gehen wir noch einmal Whale-Watching.

Cook’s Bay auf Moorea

zu jeder Seite ein Augenschmaus

Mitsegler vor den Bergen

Der Kaminofen – Teil 1

Fast ein ganzes Jahr ist nun mittlerweile am Schiff vorbeigezogen, seitdem wir uns beim Heizkonzept auf Morgenstern für die Kanadische Lösung entschieden haben.
Der Ofen selbst war seinerzeit schnell in Übersee bestellt und auch schnell geliefert. Der Einbau wurde allerdings immer wieder durch andere Baustellen, mit höherer Prioritätsstufe, vereitelt.
Bis zum diesjährigen Sommer hat es schließlich gedauert, dass ich mich endlich damit befassen konnte, den Kaminofen einzubauen, den sich Sabrina immer gewünscht hat.

Warum überhaupt einen Kaminofen und nicht einfach eine Diesel-Standheizung oder einen Dieselofen einbauen, könnte man jetzt fragen!?
Nun, es gibt wie bei jedem Konzept Gründe, die dafür sprechen und Argumente dagegen. Jedes System hat seine Berechtigung und auch bei uns wird der Kaminofen langfristig nicht die einzige Heizung an Bord bleiben. Eine Dieselheizung liegt bereits im Schiff, muss allerdings noch eingebaut werden.
Für uns war am Ende hauptsächlich ein Argument ausschlaggebend für den Kaminofen und das ist die Ausfallsicherheit. Es gibt Gegenden, dort ist die Heizung an Bord nicht komfortables Beiwerk, sondern überlebenswichtig! In solchen Gebieten kann es fatal sein, von einer Heizung abhängig zu sein, die eine gewisse Menge Strom zum Betrieb benötigt. Auch ein Ölofen, mit komplizierter Mechanik in der Kraftstoffzufuhr, kann ausfallen und nicht immer mit Bordmitteln repariert werden.
Der einzige Ofen, der praktisch immer funktioniert, ist der Kaminofen und aus genau diesem Grund wird er in vielen kalten Gegenden für Boote und Motorhomes auch heute noch, oder wieder, bevorzugt.
Allerdings ist das Konzept moderner Kaminöfen für Boote nicht mehr dasselbe, wie vor X Jahrzehnten. Zumindest in Kanada bekommt man heute Öfen, die sich technisch auf dem Level eines modernen Systems für Häuser befinden, nur sind sie eben viel kleiner und für einen Einbau an Bord optimiert, wo wir auch schon beim Hauptthema dieses Beitrags angekommen sind:

Der Einbau

Das Holz ist für das neue Furnier vorbereitet.

Er gestaltete sich als sehr langwieriges und kostenintensives Projekt. Über die Decksdurchführung hatte ich bereits in diesem Beitrag berichtet.
Im Gegensatz zu einer Standheizung oder den Ölöfen, wie sie hierzulande häufig benutzt werden, ist so ein eingebauter Kaminofen, mit allem was dazugehört, praktisch eine Sonderanfertigung. Es gibt nur wenige Serienteile im Abgasstrang, auf die man zurückgreifen könnte und die sind dann auch wieder für viele Yachten suboptimal.
Nachdem ich mich also fast ein halbes Jahr immer wieder mit dem Einbauort, Isolationsmaterialien und dem Konzept der Abgasführung beschäftigt hatte, stand am Ende der langen Recherche fest, dass für ein ideales System alles, wirklich alles (außer dem Ofen) selbst gebaut werden muss!
Es setzte also ein langer Prozess ein, während dem ich jede Menge CAD-Zeichnungen angefertigt und lange herumexperimentiert habe. Material beschaffen, schweißen, testen, optimieren…

Ziel war es, ein Gesamtsystem ins Schiff zu implantieren, welches möglichst effektiv die Wärme verteilt, sicher in der Handhabung ist, maximalen Zug im Kamin gewährleistet, auch bei Krängung und Sturm funktioniert und noch dazu die Nachbarn im Hafen nicht belästigt.

Das ganze hat viel Zeit, Nerven und auch Geld gekostet, das Ergebnis kann sich allerdings sehen lassen und noch wichtiger: Es funktioniert erstklassig!

Das Trapez und die Haube in der Dämmerung. Als Windfahne der drehbaren Kaminhaube dient ein Teil unseres zukünftigen Schiffslogos. Die Haube ist drehbar auf einer Welle aus Aluminiumbronze gelagert. Sie ist im Gegensatz zu den Hauben für Hauskamine ausgewuchtet, was sehr wichtig ist, um auch bei Krängung zu funktionieren. Die Haube wirkt zugverstärkend und ist fallwindsicher.

Eine meiner größten Sorgen während all der Planung war die Geruchsbelästigung fürs eigene Schiff und die Nachbarn, was mit ein Grund für die starke Überhöhung des Schornsteins war. Nachdem der Kaminofen nun über einen Zeitraum von 2 Wochen intensiv befeuert wurde, kann ich jedoch sagen, dass diese Sorge absolut unbegründet war. Im Gegenteil, der Ofen verbrennt das Holz so effektiv, dass man an Deck des Nachbarschiffs praktisch kaum einen Geruch wahrnehmen kann, wenn der Wind direkt in die Richtung weht. Und wenn man doch mal etwas riecht, dann ist der Geruch für die meisten Menschen nicht unangenehm. Subjektiv betrachtet, empfinde ich persönlich den Abgasgeruch einer Dieselheizung als etwas unangenehmer in der Nase. Um noch einen weiteren Vergleich heran zu ziehen: Selbst eine einzige Petroleumlampe, die mit nicht ganz so sauberem Lampenöl in der Kajüte betrieben wird, riecht penetranter als die Abgasfahne des Kaminofens wenige Meter neben der Abgashaube. Aber da jede Nase anders riecht, wird es sicherlich auch Menschen geben, die den Geruch von verbranntem Holz als unangenehm empfinden. Deshalb befindet sich unsere Kaminhaube 2,25m über Deck, beziehungsweise 3,65m über der Wasserlinie. Die Abgase werden also über die meisten Schiffe hinweg geweht.
Sehen kann man die Abgasfahne übrigens nur während der Anzündphase. Wenige Minuten nach dem Anzünden sind die Abgase absolut farblos.
Das war allerdings nicht von Anfang an so. Dem Hinweis aus der Bedienungsanleitung, den Kamin besser im Freien einzubrennen, haben wir keine große Bedeutung geschenkt. „Dünstet ungiftige Dämpfe während der ersten halben Stunde aus.“ – stand da sinngemäß.
Was soll ich sagen, wir waren froh, dass es bereits dunkel war und niemand mehr im Hafen unterwegs, sonst hätte vielleicht jemand die Feuerwehr gerufen. Es zogen Rauchschwaden aus dem Kaminrohr UND den geöffneten Decksluken des Schiffs. Atmen war unter Deck kaum noch möglich und diese halbe Stunde fühlte sich irgendwie viel länger an.
Sabrina war mit Filou während der Einbrennphase an Deck und ich habe, nachdem ich alle Rauchmelder und Kohlenmonoxidwarner von Wänden und Decken gerissen habe, hustend auf dem Bauch liegend an den Reglern des Ofens herumgespielt, in der Hoffnung, die Verbrennung irgendwie etwas reduzieren zu können, um nicht ganz so viel Qualm zu erzeugen.

„Hoffentlich ruft niemand die Feuerwehr!“ – Ging mir die ganze Zeit durch den Kopf…

Und immer wieder die Frage nach oben zu Sabrina an Deck: „Qualmt es jetzt mehr oder weniger?“
„Mehr!“
„Und jetzt?“
„Mehr!“

Immer wieder hat Sabrina kurz mit der Taschenlampe in Richtung Kaminhaube geleuchtet, um zu schauen, ob der Qualm weniger wird, aber irgendwie tat sich da nichts. Es sah aus, wie bei einer alten Dampflokomotive, die sich schnaubend eine Gebirgsstrecke hochschiebt!

Irgendwann kam dann von Deck der Hinweis: „Du, Nico, ich glaube, ich kann das andere Ufer nicht mehr erkennen!“
Nico: „Waaas!?“
Sabrina: „Naja, die Lichter von den Anglern sehe ich zumindest jetzt nicht mehr.“

Aber irgendwann war auch diese halbe Stunde überstanden und der sogenannte Einbrennlack eingebrannt. Ein Prozess, durch den man eben durch muss.
Weitere ca. 20 Stunden Brennzeit hat es danach noch gedauert, bis der Lack vollständig ausgedünstet war und nun funktioniert alles ohne Qualm und ohne Gestank.
Die Wärme, die der Kaminofen in der Kajüte verbreitet, ist ein echter Segen. Kein Vergleich zu einem Heizlüfter, bei dem nur die Luft erwärmt wird und mit dem die Umgebung eher kühl bleibt. Der Kaminofen gibt einen Großteil seiner Wärmeleistung in Form von IR-Strahlung ab, so wie man es zum Beispiel von einem Refleks Ölofen kennt. Diese Strahlungswärme fühlt sich ziemlich gut an. Selbst wenn die Luft in der Kajüte noch eher kühl ist, wird man bereits gewärmt. Der Einbauort ist deshalb so gewählt, dass der Ofen fast jede Ecke des Salons erreicht. Auch die Bugkabine und später das Bad bekommen bei geöffneten Türen direkt Strahlungswärme ab.
In der Achterkajüte kommt es nur über Konvektion zu einer Erwärmung, was aber für einen Schlafraum völlig ausreichend ist.

Endlich warm!

Was die Effizienz angeht, so sind wir äußert positiv überrascht. Moderne Kaminöfen mit Sekundärluftzufuhr erreichen einen Wirkungsgrad von 80%, also kein Vergleich mit einem offenen Kamin „von Früher“, bei dem ein Großteil der erzeugten Wärmeenergie durch den Schornstein entweicht.

Unser Cubic Mini ist so ein moderner Kaminofen mit Sekundärluft, Schamottauskleidung und geschlossener Brennkammer, ohne den Ascherost, wie er bei den alten Holzöfen verbaut wurde. Der hohe Wirkungsgrad des Cubic Mini ist unter anderem ein Grund, warum der Schornstein über Deck doppelwandig ausgeführt werden sollte, aber dazu mehr in Teil 2, dann reden wir über Holzverbrauch, Abgastemperaturen und Strahlungswärme.

Wo alles begann: Ältester Segelclub der Welt feiert 2020 seinen 300. Geburtstag

Aus einer eher zufälligen Entdeckung entsteht im kommenden Jahr eine neue deutsche Hochsee-Regatta bzw. eine Geschwaderfahrt über 800 Seemeilen. Weiterlesen

Tag 17: Einzelzimmer

{Time:22:00:00}
{Date:20191020}
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{Wind:VAR Kn/E}
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{Title:Tag 17: Einzelzimmer}

Krankenhausalltag

Es gibt Erinnerungen die bleiben. Für Immer. Mein Provinzfreund Ralf Kapalla, lag monatelang im BG Krankenhaus in Buchholz. Motorradverletzung. Wir haben ihn so oft wie möglich besucht. Die eigentlich einfache OP hatte sich entzündet. Gar nicht gut. Mit Fixtateur, Metallstangen im Knochen. Ich kann mich erinnern, als wenn es gestern gewesen wäre. Ist dreißig Jahre her. Hat ewig gedauert bis er da raus war. Was hat er geflucht. Jetzt bin ich wieder selber in der Krankenhausmühle. Mein Tag fängt an mit einem Ei, einer Tasse Tee, einem Brötchen und einer Scheibe Wurst. Reicht ja auch aus. Morgen werde ich wahrscheinlich entlassen. Remission. Gesund auf Zeit. Drei Wochen darf ich raus um dann wieder rein zu kommen, für meine geplanten Transplantation. Irgendwie werde ich es vermissen, das Krankenhaus. Ich werde ja gut versorgt hier. Einzelzimmer mit Fördeblick, nette Schwestern, jeden Tag ein frisch bezogenes Bett und sterile Handtücher, jeden Tag wird geputzt, schnelles Internet und einen Tisch an dem ich arbeiten kann. Pünktlich Mittagessen. Ab dem Abendessen wird es ruhiger auf der Station. Ein bisschen goldener Käfig.

Meine Haare sind immer noch dran. Eigentlich sehe ich noch gar nicht wie ein Leukogespenst aus. Hmm. Ob die Chemo nicht richtig angeschlagen hat? Mir geht so viel durch den Kopf. Es ist Sonntag Abend. Schaue ich jetzt einen Tatort oder Netflixmüll?


Mitsegeln auf der MARLIN!

CREW 58-63 MARLIN’s Cubatörns 2019-2020. Sichere Dir Deinen Platz.

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Perfekter Samstag zum Herbstpokal-Geburtstag

Josh Berktold (Essen, Opti A), Zacharias Widenstam (Schweden, Opti B), Leif Thorge Meyer (Warnemünde, Laser Radial), Batbold Gruner (Bad Zwischenahn, Laser 4.7) und Jonathan Llado Krensler (Schweden, Europe) sicherten sich die Gesamtsiege.

„Das war eine der besten Veranstaltungen, die wir je hatten. Unsere Helfer haben sich besonders viel Mühe gegeben zum 30. – und die Segler auch. Wir hatten schnelle Wettfahrten und wenig Proteste bei perfekten Segelbedingungen“, schwärmte Wettfahrtleiter Ekkehard Schulz vom Schweriner YC.

Nicht perfekt lief es hingegen für Vorjahressieger Mic Mohr (Plauer Wassersportverein) unter den 210 Startern der Optimisten A. Der Herbstpokal sollte der krönende Abschluss seiner Optikarriere werden, doch der 15-Jährige wurde trotz guter Serie ausgebremst: „In der dritten Wettfahrt lag ich über dem Feld, es kam ein Winddreher und am Ende ging ich nur als Elfter durchs Ziel. Das hat mich letztendlich den Gesamtsieg gekostet“, fasste der angehende Lasersegler zusammen. Souverän agierte Josh Berktold, der zwar ebenfalls einen Ausrutscher streichen musste, mit zwei Wettfahrtsiegen und einem zweiten Platz den Herbstpokal aber für sich entschied. Dritter wurde Magnus Heegaard aus Dänemark vor dem Rostocker Carl Krause.

Bei den 120 Opti B zeigte die Ergebnisliste deutlich stärkere Ausschläge in den einzelnen Wettfahrten. Letzlich zeigte der Schwede Zacharias Widenstam mit einem Sieg und zwei weiteren Top-Ten-Ergebnissen die größte Konstanz und siegte vor Lina Kozica und Timeon Rieckhof.

Auch in der Europe ging der Sieg nach Skandinavien. Die beiden Schweden Jonathan Krensler und Axel Burlin setzten sich an die Spitze des Feldes und verwiesen den amtierenden Deutschen Meister, Sverre Reinke aus Bremen, auf Platz drei. Die Jugend war zahlreich vertreten im Feld der insgesamt 55 Europe-Segler, denn der Herbstpokal war für sie eine der ersten von insgesamt drei Qualifikationsregatten für die Junioren-Europameisterschaft, die im kommenden Jahr in Röbel auf der Müritz ausgetragen wird.

Ein Kopf-an-Kopf-Rennen gab es im Laser Radial. Hier konnte sich der Warnemünder Leif Thorge Meyer im stark besetzten Feld mit 68 Startern gegenüber den Schweriner Brüdern Gunnar und Henning Kröplin, die jeweils im Abstand von einem Punkt folgten, durchsetzen. Gunnar Kröplin sicherte sich erst im letzten Durchgang mit dem Wettfahrtsieg den zweiten Platz vor seinem Bruder Henning. Unangefochten agierte hingegen Batbold Gruner im Laser 4.7. Mit drei Siegen und einem zweiten Platz hatte er die ärgsten Verfolger unter den 56 Konkurrenten, Laura Tornow und Henriette Haberland, sicher im Griff.

„Der Samstag war einfach nur Geburtstag: Es hat Spaß gebracht, das hat man den Seglern auf dem Wasser angesehen“, sagte Organisator Andreas Scher (SSH). Für ihn, Michael Trosien (SSH) und alle ehrenamtlichen Helfer geht die Party jedoch noch weiter: Am kommenden Freitag wird kräftig an Land 30 Jahre Herbstpokal gefeiert. „Wir haben allen Grund dazu!“, so die Organisatoren.

Hamburg Boat Show: das Programm am YACHT-Stand

Hamburg Boat Show 2018 SRe_MG_5195: <p>
	Seewetter-Experte Meeno Schrader erkl&auml;rt die f&uuml;r Segler wichtigen meteorologischen Zusammenh&auml;nge&nbsp;</p>

Täglich halten Experten am Stand der Redaktion in Halle B6 kostenlose Vorträge zu Reise-, Refit- und weiteren Themen. Außerdem gibt es attraktive Messeangebote