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Die schöne „Gun“: 100 Jahre alt und fit wie damals

"GUN": <p>
	16 Meter lang und 100 Jahre alt: Der 75er-Sch&auml;renkreuzer &quot;Gun&quot; am Bodensee</p>

Heute kommt sie daher, als wäre sie eben vom Stapel gelaufen, dabei ist das schon 100 Jahre her. Der 75er-Schärenkreuzer „Gun“ im Porträt. Jetzt im PDF-Download

Tag 8 =>Osterinsel – Wechselhaft

So., 16.Dez.18, Süd-Pazifik, Tag 1659, 14.204 sm von HH
Der Himmel über uns muss gestreift sein. Schmale Streifen blauer Himmel – bedeckter Himmel. Halb-bewölkte Streifen gibt es nicht. Seit zwei Tagen erscheinen vor uns, scharf abgegrenzt, die Wolkenkanten. Alle paar Stunden ändert sich das Bild. Der Wind passt sich dem Streifenmuster an. Letzte Nacht gab es wieder eine windlose Phase von vier Stunden, dümpelige sechs Knoten Wind waren noch übrig. Kurz davor, dass die Segel in der Dünung anfingen zu schlagen. Dann kam erneut Wind. Von jetzt auf eben geht die Windmaschine auf 18 Knoten hoch. Das ist dann feines Segeln für eine kurze Zeit. Glattgezogenes Meer und dadurch viel Speed.
Seit zwölf Stunden weht es jetzt kräftig und eine recht imposante Dünung hat sich aufgebaut und rollt uns entgegen. Die kommt schräg von vorne und nervt schon etwas. Das ist dann nicht mehr ganz so feines Segeln. Wir haben die Fock wieder gerefft, um die Schräglage etwas zu mildern. Das nimmt leider sofort einen Knoten Geschwindigkeit raus. Unter Deck ist es mächtig laut. Einzelne Wellen klatschen scheppernd an den Bug, und fließen gurgelnd rechts und links am Schiff vorbei. Manchmal wird der Bug in die Höhe gehoben und wir fallen donnernd ins nächste Wellental. Das Deck ist jetzt dauer- geflutet. Gischt fliegt übers halbe Schiff. Im Cockpit bleiben wir trocken und wir sind einmal mehr glücklich über unser Mittel-Cockpit. Hoch und trocken thronen wir über dem Geschehen (Bei vielen Schiffen mit achterlichem Cockpit müsste man jetzt schon Gummistiefel anziehen): Jetzt nach acht Tagen mit Wind von vorne, wünschen wir uns langsam, dass der Wind auf Osten dreht. Halber Wind wäre mal was.
Essen: Abendessen: Spaghetti mit Champignon-Sahne-Sauce Frühstück: Frisches Brot aus der Bordbäckerei mit Schinken, Käse, Salami Mittag: Brat-Nudeln (Rest von gestern Abend) mit Ei
Meilen: Tagesmeilen 114 , Rest 1.512 sm auf direktem Weg

Double-Sieger und Atlantik-Bezwinger zur Auswahl

Der NRV Hamburg hat sich im November endgültig zum besten Liga-Verein in Deutschland gekürt. Die Mannschaft machte auf ihrem Heimrevier das Double aus Meisterschaft und Pokal perfekt. Statt Teamwork entschieden bei Boris Herrmann und Arnt Bruhns die Qualitäten, sich ganz auf sich allein verlassen zu können, über den Erfolg. Die beiden Solo-Segler starteten erfolgreich bei der Route du Rhum. Die Atlantik-Segler und der NRV stehen bei der Abstimmung zum Segel des Monats auf www.sail24.com zur Wahl. Die Publikumsabstimmung ist vom 16. bis 23. Dezember freigeschaltet.

NRV Hamburg: Bereits zum vierten Mal in der sechsjährigen Geschichte der Segelbundesliga kürte sich der NRV Hamburg zum Meister. Doch der Mannschaft um Steuermann Tobias Schadewaldt gelang noch mehr. Anfang November wurde sie auch noch Pokal-Sieger – damit schaffte erstmals eine Mannschaft das deutsche Double. Für den Verein war dieser Erfolg der runde Abschluss des Jubiläumsjahres – dem 150-jährigen Bestehen des NRV. (Foto: Oliver Maier)

Boris Herrmann: Der Wahlhamburger Boris Herrmann scheint für sein großes Ziel, die Teilnahme an der Vendee Globe in zwei Jahren, gut gerüstet. Bei seiner Premiere zum Transatlantik-Klassiker Route du Rhum von St. Malo/Frankreich nach Guadeloupe in der Karibik segelte er mit seiner „Malizia“ in der Spitzengruppe mit. Zwischenzeitlich lag er sogar in Führung, wurde schließlich Fünfter unter den 20 Startern der Imoca60-Klasse bei diesem 3500-Seemeilen-Rennen. (Foto: Boris Herrmann Racing)

Arnt Bruhns: Auch für „Iskareen“-Skipper Arnt Bruhns war die Teilnahme an der Route du Rhum eine Premiere – mehr noch: Der Hamburger segelte sein erstes Solo-Rennen. Und das absolvierte er mit Bravour: Eine wohl kalkulierte Route in den Stürmen der ersten Woche sowie lange Stunden am Ruder in der letzten Woche führten den 49-Jährigen auf Platz 17 unter den 53 gestarteten Class40-Yachten. 17 Segler hatten das Rennen gar aufgeben müssen. (Foto: Richard Schmidt)

 

Segler des Monats November




Ein fast normaler Tag (Video)

Eine der häufigsten Fragen, die ich höre: „Ist Dir denn nicht langweilig?“ Die
Kurzversion der Antwort hat vier Buchstaben: NEIN! Die etwas längere Version dauert vier Minuten (siehe Video). Mal hilft man Freunden, denen ein Sturm in der Nacht zugesetzt hat, mal trifft man
sich einfach zum Frühstück oder Abendessen. Einkaufen gehört dazu und ein bisschen mit dem Roller düsen. Ganz ausgelassen habe ich die Stunden vor dem Laptop (sind auch eher langweilig). Und wenn
man wirklich mal denkt, es sei nichts zu tun, dann findet sich mit Sicherheit etwas an Bord, das zu reparieren ist. Wie eine defekte Wasserpumpe, die immer mal wieder muckt. Also, ab in den
Maschinenraum – und schrauben. Eine gute Idee? Hm, ein studierter Arabist und Islamwissenschaftler, der als Autor arbeitet. Kann das gutgehen?

SV Comino – Attila Vedo HU

KAUM ZU GLAUBEN – MIT EINER HURLEY 22 UM DIE WELT

Als Christoph Vougessis mich vor ein paar Tagen besuchte und von Attila berichtete, erinnerte ich mich an diesen jungen Ungarn, dem ich vor einigen Jahren eine Pacific Light nach Irland ausgeliefert hatte.

Ich habe nie wieder von diesem jungen Mann gehört, was ja eigentlich nix Schlechtes ist.

In der Zwischenzeit weiss ich nun, dass er mit seiner Nussschale zunächst Irland umrundet und nun die ganze Welt in Angriff genommen hat.

Seit 24 Monaten ist Attila unterwegs und vor kurzem auf den Marquesas eingetroffen, wo er etliche Monate verbringen will. Sein Reiseblog mit vielen Videos ist ist hier verlinkt.

Replace Plastic bewegt Firmen zum Umdenken

New friends arriving

{Time:22:33:00}
{Date:20181215}
{Position:16°53.1165’N, 024°59.5856’W}
{Direction/Speed:-°/ -kn}
{Place:Mindelo, Cabo Verde Islands}
{Target:Cabo Verde Islands}
{Temp Air/Pressure:1015/28°C}
{TempWater:23,0°}
{Wind:20kn/NE}
{Wave:0m}
{Vimeo:}
{Photo:20181215}
{Title:New friends arriving}

Die Jubiläumscrew

Nachdem ich nun mit beiden Beinen im wirklichen Leben, also auf dem Kitebord stehe, fehlt zum derzeitigen Glück eigentlich nur noch Andreas. Ich bin pragmatisch. Meine Zuneigung ist sehr direkt, denn Andreas bringt etwas mit, was sehr, sehr wichtig ist im Moment. Zwei neue Membranen für unseren Wassermacher. Der, genannt Moses, wegen Osmose und weil Moses das Meer teilt, sprudelt nämlich eher nur noch Brackwasser aus seinem Herzen in die Tanks der MARLIN. „So fahren wir nicht über den Atlantik“, verkünde ich im Cafe Mindelo, wo ich Andreas schon gestern getroffen habe. Heute ist es dann soweit: Einchecken auf der MARLIN. Für Andreas ein ganz neues Erlebnis. Er muss sich direkt mit unserer Seekuh anfreunden und macht den kapverdianischen Seekuhführerschein im Handumdrehen. Kurz darauf sitzt er mit mir im Cockpit, der Rest der neuen CREW 50 lässt noch auf sich warten, und ich beschliesse: „Dann lasse uns mal eben die neuen Membranen einsetzten.“ Gesagt getan. Ist jetzt nach vier Jahren das erste Mal, dass ich das machen muss und ich mache das, was ich beim Skippertraining selbst gepredigt habe: „Ich lese erst einmal die entsprechende Seite im Manual. RTFM. Read the Fucking Manual.“

Die OP verläuft schnell und erfolgreich. Mittendrin kommt der Rest der CREW, also Lena, Harald und Gerd an. Harald, springt wie zu erwarten erst mal ins Wasser. Er hat jetzt Apnoe Flossen. Oha! „Hier hast Du den Malerspachtel. Kannst ja schon mal das Grünzeug am Bauch der MARLIN abspachteln. Nicht ohne Grund hat MARLIN am 15.1.19 schon einen Termin in Trinidad in der Werft. Ist aber auch dringend mal notwendig. In der Zwischenzeit sprudelt Moses wieder MARLIN Tafelwasser, so wie es sich gehört. „Morgen alle extra lange duschen, damit das Brackwasser aus den Tanks rauskommt.“

Es gibt frischen Wahoo. „Micha machst Du immer so viel Chaos in der Küche?“ Ich grinse. „Ne Gerd. Beim Segeln nicht. Hat es Dir denn geschmeckt?“ „Super!“ Meer morgen. Nach der Sicherheitseinweisung. Skipper Micha ist wieder in seinem Element. „Blablabal…“Die CREW 50 auf der MARLIN und Michas zehnte Atlantiküberquerung. Das spornt doch an.


Mitsegeln auf der MARLIN!

CREW 52 Martinique – Antigua 02.03.2019 – 14.03.2019
CREW 53 Antigua – Martinique 23.03.2019 – 04.04.2019
CREW 54 Martinique – Grenada 06.04.2019 – 18.04.2019
CREW 55 Grenada – Antigua 27.04.2019 – 09.05.2019
CREW 56 Antigua – Bermudas 11.05.2019 – 23.05.2019
CREW 57 Bermudas – Azoren 01.06.2019 – 20.06.2019

Buche Deinen Platz hier:
” target=”_blank” rel=”noopener”>www.marlin-expeditions.com

Tag 7 => Alles Tutti

Sa., 15.Dez.18, Süd-Pazifik, Tag 1658, 14.090 sm von HH
Um 20:00 Uhr ist die Flaute nach ein paar Stunden verschwunden. Es geht mit der üblichen Windstärke 4 normal weiter. Segelstellung unverändert. Da wir noch immer am Wind segeln, bleiben wir bei Fock und Groß. Um es komfortabel zu halten, reffen wir das Vorsegel bei etwas mehr Wind ein, in den schwächeren Phasen lassen wir das Reff wieder raus. Das war’s. Mehr haben wir nicht zu tun. Essen, Schlafen, Lesen und Wasser gucken. Wir sind sehr zufrieden, wie es läuft.
Wetter: Mal strahlend blauer Himmel, mal dicht bewölkt und noch immer „kalt“.
Essen: Abendessen: Veggie-Tortillas mit Möhre, Gurke, Paprika, Tomate und Zwiebeln und zweierlei Saucen-Dips. Frühstück: Die zweite Hälfte der Schwarzbrot-Packung mit Schinken, Käse, Salami Mittag: Tortillas mit dem restlichen Fijoles Bohnenmus, Tomate und Zwiebeln. Die letzte Mango wird geschlachtet.
Meilen: Tagesmeilen 107 , Rest 1.622 sm auf direktem Weg

Einhand-Winschkurbeln für den schnellen Wechsel

Einhand-Winschkurbeln_2018 JKu_DSF7955

Komfortable und rasche Bedienung, kein Haken mehr: Moderne Einhandkurbeln sind ein Gewinn. Wir haben vier Modelle getestet. Der Test im PDF-Download

Tag 6 =>Osterinsel – Schönes Segeln

Fr., 14.Dez.18, Süd-Pazifik, Tag 1657, 13.983 sm von HH
Noch vor Mitternacht ist er da, der Süd-Ost-Passat. Wir können Kurs Osterinsel anlegen. Mit 14 bis 18 Knoten Wind (Windstärke 4, Anfang 5) plus einem Knoten Strom kommen wir gut voran. Zeitweise sind wir 7,5 Knoten schnell. Aus ‚hoch am Wind‘ ist ‚am Wind‘ geworden. Die Bedingungen sind optimal. Kaum Welle, viel Sonnenschein. Der Plotter rechnet mit: in 14 Tagen seid ihr da! Dort wo der Passat laut Literatur anfangen soll, ist er zur Stelle. Wir sind inzwischen auf der Länge von den Galapagosinseln, allerdings 250 sm südlicher. Und wir stecken noch immer im Humboldtstrom. Die Wassertemperatur ist nochmals zurück gegangen – auf 22 Grad. Entsprechend kalt ist die Luft. Wir sind Warmduscher und mischen uns heißes Wasser in unsere Duschflaschen. Der Wind hinter der Deckung der Sprayhood ist „eisig“. Wir befinden uns 4 Grad südlich vom Äquator und frieren in der Nacht. Kaum zu glauben.
Die Freude über die tollen Bedingungen währt 16 Stunden, dann erfolgt die Vollbremsung. Im Augenblick haben wir grade noch 8 Knoten Wind und dümpeln noch mit 3 Knoten (dank Strömung) vorwärts. Immerhin halbwegs in die richtige Richtung. In zwei Stunden wird es dunkel, daher verzichten wir auf den Blister. Noch 33 Tage klugscheißt der Plotter.
Essen: Abendessen: Alle Bananen sind gleichzeitig reif, daher gibt es ein Curry mit Banane und Kokosmilch an Reis. Da immer noch kein frischer Fisch an Bord ist, mache ich ein Glas eingekochte Hühnchenbrust dazu auf. Frühstück: Wir machen die letzte Packung Dauer-Schwarzbrot (made in Germany) auf, die es in Panama überall zu kaufen gab. Das Brot ist natürlich etwas trocken, aber durchaus gut essbar. Mittag: Den Rest vom Curry wird warm gemacht. Zum Nachtisch Grapefruit-Passions-Frucht-Salat.
Meilen: Tagesmeilen 115 (das Windloch verdirbt den Schnitt ) , Rest 1.727 sm auf direktem Weg

Offshore Team Germany: Jörg Riechers steigt aus – Vendée Globe versus Volvo Ocean Race

Offshore Team Germany

Der Eine will die IMOCA unbedingt einhand bei der VG segeln – die anderen wollen aus dem OTG-Open60-Racer lieber ein Crew-Boot machen. Beides ist offenbar nur schwer zu vereinbaren. Weiterlesen

Star Sailors League: Wie ein Finnsegler die Star-Helden düpieren konnte – 24 Kilo abgenommen

Beim Star Sailors League-Finale hat ein braslianischer Finnsegler gewonnen. Ist er der beste Segler der Welt? Was der Sieg darüber aussagt, wie Segelregatten gewonnen werden. Weiterlesen