Archiv der Kategorie: News & Blogs

Micro-Segeln: Auf 5,70 -Meter-Boot nach Neuseeland – doch dann kam COVID 19

Sven Yrvinds Corona-Strategie: „Ich bin über 80 Jahre, laufe einmal pro Woche und mache jeden Tag 20 Minuten Sport. Jetzt laufe ich zweimal pro Woche.“ Dann erhöhe sich die Überlebenschance auf 12 Prozent. Weiterlesen

Wir gehen LIVE! Vortrag direkt aus dem Wohnzimmer am Ostersamstag.

Liebe Leser, wegen Corona haben natürlich auch wir ALLE unsere Vorträge in ganz Deutschland abgesagt. Es wird natürlich Ausweichtermine geben – aber wann wir wieder vor Zuhörern unsere Geschichte erzählen können, ist derzeit ungewiss … Deshalb haben wir uns folgendes…

SV Civetta – Vlado Porvasnik SI

70.000 RTW – 6 ATLANTIC CROSSING – NORTH WEST PASSAGE

Lockdown Sailing: Italiener segeln auf dem Balkon – 470er-Frauen trainieren im Garten

Neue Ideen, wie den Segelentzug meistern kann. Ein italienisches Duo zeigt die nächste Balkon-Variante und die deutschen 470er-Seglerinnen haben sich ein Trainings-„Boot“ im Garten gebaut. Weiterlesen

Corona-Regelungen: Unterschiedliche Verordnungen sorgen für Verwirrspiel im Wassersport

Das Wetter lockt, das Corona stoppt: Mit der wärmenden Sonne steigt auch die Lust auf das Segeln. Doch was ist erlaubt? Wo darf Wassersport betrieben werden? SR hat bei DSV-Vizepräsident Andreas Löwe nachgefragt. Weiterlesen

Segeln, Corona und das Leben der Anderen: Ein Winken aus dem Hafen von Lavrion, Griechenland.

Susanne Kühl ist seit vier Wochen bei ihrem Boot in Lavrion in Griechenland. Über Ihre Erlebnisse in der Hafenstadt berichtet sie im folgenden Beitrag.
Bei jeder unserer Begegnungen erschien mir Susanne Kühl Inbegriff eines echten „Haudegens“. Es ist ein ungewöhnliches Leben, das sie lebt, und Arbeit und Freizeit hat sie kompromißlos so ganz anders miteinander verbunden, wie ich es von kaum einem anderen Menschen kenne. Susanne fährt allein ihren Transporter mit Anhänger von Hamburg auf die Messen nach Düsseldorf oder Wien, auf denen sie ausstellt. Susanne baut ihren Riesen-Messestand meist allein auf, auch wenn sich immer einer findet, der ihr hilft. Susanne segelt ihr Boot allein durch Griechenland und repariert ihren Schiffsdiesel, wenns Not tut. Vor zweieinhalb Jahrzehnten war sie eine der ersten mit der Idee, ausgemusterte Segel gründlich aufzuarbeiten und daraus modische Reisetaschen, Laptoptaschen, Rucksäcke und Segeltuchjacken zu nähen und diese über ihren Webshop und auf Messen zu verkaufen. Aus der Idee ist eine Werkstatt in Hamburg entstanden, dann eine Firma mit Namen SK-DESIGN, mit Produktion in der Hansestadt und im europäischen Ausland. „Unternehmer“ nennt man jemanden, der etwas mit eigenem Kapital wagt und produziert –  auch wenn man bei dem Wort „Unternehmer“ eher an gesetzte Herren im Zweireiher und nicht an die Frau im weißen Transporter denkt.

Bereits die Messe in Wien Anfang März war von den Corona-Ausläufern überschattet. „Ich habe wie immer meinen Stand aufgebaut. Es waren zwar weniger, aber überraschend viele Besucher auf der Messe, aber beim Aussteller-Abend sagte der Messeveranstalter, man hoffe, wegen der Coronakrise auch noch die letzten drei Tage der fünftägigen Messe ohne behördliche Schließung über die Bühne zu bringen.“ Ein Gewitter am Horizont, sagte sich der Haudegen, setzte sich nach Messeende hinters Lenkrad des Transporters und rollte von Wien nach Lavrion zu ihrem Boot, um am Mast ihres Schiffes zu werkeln und das Angebot eines griechischen Bekannten anzunehmen und mal zu prüfen, ob man nicht die leerstehenden Gebäude auf dem Werftgelände in Lavrion für ihre Taschen- und Jackenproduktion zu nutzen. 

„Ich dachte daran, ob ich nicht einen Teil der Produktion hierher auslagern könnte. Es wäre ja alles vorhanden, Maschinen, Näherinnen, Material. Es funktionierte anfangs, auch wenn ich nicht alles dabeihatte, was ich brauchte. Aber dann wurde Corona auch in Griechenland zum Thema. In Lavrion war das zunächst nicht tragisch. Aber ich kam ja aus Wien von einer internationalen Messe. Und um die Arbeiterinnen zu schützen, habe ich das aufgegeben, zusammen mit ihnen zu arbeiten. Ich habe dann zunächst versucht, die Werkstatt nachts zu nutzen, allein, wenn niemand mehr da war und allein zu 

„Allein auf einem Boot“: Blick von Susanne Kühls Boot. Schiffe stehen reichlich auf
ihren Landstellplätzen, auch wenn sie derzeit die einzige ist,
die an ihrem Boot arbeitet. 
arbeiten. Aber irgendwann endete das. Die griechische Regierung schloss sich den anderen Ländern an, einen harten Kurs wegen Corona zu fahren. Restriktionen auch hier, und Ausgangssperre. Ich habe dann von hier aus versucht, wenigstens meine Produktion von hier aus am Laufen zu halten von meinem Arbeitsplatz im Transporter.“


Noch vor zwei Wochen wäre in Lavrion alles sehr entspannt zugegangen – die offiziellen Infektionszahlen waren und sind bis heute sehr niedrig.

Bis die Ausgangssperre nach Lavrion kam. Restaurants und Kneipen blieben geschlossen. Wer ausgeht, der braucht einen selbst ausgefüllten Passierschein – der nur noch jemanden berechtigt, sein Zuhause in besonders begründeten Fällen zu verlassen.

Der griechische Passierschein, den Susanne ausfüllen muss, und der ihr das Verlassen des Werftgeländes
nur noch zum begründeten Zwecken wie dem Gang in die Apotheke oder zur Hilfe Anderer gestattet.

„Nur noch die Take-Aways waren in der Innenstadt erlaubt – allerdings soll man alles telefonisch vorbestellen und nur zum Abholen vorbeikommen – nicht mehr als zwei Leute sind in einem Laden erlaubt. Neulich bin ich mal in einen Take-Away gerauscht, da saßen drei junge Griechen um einen Kaffeehaus-Tisch. Ich hab zum Spaß ‚Kontrolle‘ gerufen, als ich reinkam. Da wurden die Jungs ganz blass um die Nase.“

Die echten Kontrolleure in Lavrion, so sagt es Susanne, würden mit Augenmaß. Nur wer sinnlos im Ort herumkurvt, der würde angehalten und kontrolliert – ihr selber ist das noch nicht passiert. Überhaupt stünde die Bevölkerung mehrheitlich hinter den Maßnahmen ihrer Regierung und würde sich gut an die Bestimmungen halten. Bei manchen sei es die Angst vor der Ansteckung. Bei anderen die Furcht vor Geldstrafen. Doch das häufigste Motiv sei, dass jeder in Griechenland wisse, wie sehr die Wirtschaft vom Tourismus als wichtigstem Wirtschaftsfaktor abhänge. Das „Wenn jetzt nicht alle mitmachen, dann versemmeln wir das möglicherweise“ sei beeindruckend.

Am 2. April kam das Arbeitsverbot für die meisten Betriebe. Handwerker und Näherinnen durften ab da nicht mehr auf das Werftgelände, die letzten Arbeiter hat sie dort an diesem Tag gesehen. Sie sei jetzt – neben den 30 Hunden auf dem Werftgelände – die einzige, die an ihrem Boot herumwerkelt. Nur noch auf den großen Motoryachten am anderen Ufer seien die 2-3 Mann Besatzung auf den 

Im Stadthafen von Lavrion wäre an der Pier normalerweise kein Platz mehr frei. Auf der Pier wäre mächtig Betrieb, doch jetzt herrscht gähnende Leere… 
Booten, um aufzupassen und die Leinen zu kontrollieren. Beim Staat können die Beschäftigten einmalig 800€ beantragen. Geld, das in Griechenland im besten Fall für eineinhalb Monate reiche. „Allerdings ist der familiäre Zusammenhalt in Griechenland sehr stark. Die Familien halten unglaublich zusammen. Man hat hier seine Familie – denn von den 200€ Arbeitslosengeld konnte keiner in Griechenland lange leben.“

Supermärkte und Lebensmittelhändler haben geöffnet. Es herrscht Handschuhpflicht, die Alten seinen mit Mundschutz in den Läden unterwegs. Die Versorgungslage sei gut. Wo es in Deutschland beim Toilettenpapier und in Frankreich (so wird gemunkelt) bei Rotwein und Kondomen Engpässe gäbe, sei in Lavrion keine Hefe mehr zu bekommen. Warum – das sei ihr ein Rätsel.

Weil ihr hier in Griechenland das Material fehlt, um alle Designs herzustellen, will sie nach Deutschland zurückkehren. Aber das sei schwierig. „Mit dem Auto ist das jetzt vollkommen unmöglich. Alle Ländergrenzen sind dicht. Nach Bulgarien, Rumänien, Ungarn kommt niemand mehr rein, der dort nicht seinen Wohnsitz gemeldet hat. Es gibt keine Transitstrecken für einen Privatmenschen wie mich, auf denen man diese Länder bis Deutschland ungehindert durchqueren könnte.“ 

Seit dem 23. März sind alle Direktflüge nach Deutschland und in die Niederlande storniert. Alle anderen Länder schicken selbst bei einem Zwischenstopp die Neuankömmlinge in Quarantäne. Nur die Schweiz und Belgien erlauben noch Transit ohne Quarantäne. „Ich habe mir darum einen Flug via Zürich nach Hamburg gebucht und hoffe, dass der Flug jetzt in den nächsten Tagen tatsächlich gehen und ich so nach Hamburg komme.

Ich selber habe keine Angst vor Corona. Im Krankenhaus möchte ich hier nicht unbedingt landen. Wie in allen Ländern herrscht auch hier Mangel an Schutzkleidung. Touristen werden hier ausgesprochen zuvorkommen behandelt, eine Erstbehandlung ist für Reisende in Griechenland kostenlos. Doch seit der Finanzkrise 2016 ist das griechische Gesundheitswesen so heruntergefahren, dass es oftmals selbst für Krebskranke nicht die erforderlichen Medikamente und Behandlung gibt. In Griechenland gibt es nur 800 Intensivbetten gegenüber 23.000 in Deutschland – das sind 0,007% Intensivbetten für jeden Kopf in der Bevölkerung. In Deutschland sinds immerhin schon mal 0,03%.“

Und wie gehts weiter, wenn Sie es nach Hamburg schafft? „Da komme ich erstmal in Selbstisolation. Aber die Selbstisolation in meinem Atelier: Das wäre ja das reinste kreative Schlaraffenland – ich könnte unbegrenzt arbeiten und entwerfen.“

Da ist er wieder. Der Haudegen.


Wer sich für Susannes Rucksäcke oder Taschen interessiert: Bis zur nächsten Messe dauert es noch.



Tutorial: Was man aus seinen Segelfotos durch Bildbearbeitung mit Lightroom rausholen kann

Wolken im Kleinen Belt
Wenn wir schon nicht segeln können, haben wir vielleicht jetzt die Zeit, endlich die Segelfotos vom letzten Törn zu bearbeiten. So funktioniert eine einfache Bildbearbeitung mit Lightroom. Weiterlesen

Rettung statt Regatta: Segler helfen im spanischen Lockdown

52 Super Series: <p>
	Helfen in der Krise: Segler produzieren Schutzmaterialien f&uuml;r die Menschen im Kampf gegen die Corona-Epidemie</p>

Weltweit engagieren sich Segler im Kampf gegen Corona. In Spanien produzieren auch Profis aus der 52 Super Series Masken, Schutzschilder und Schutzkleidung

Corona-Krise: Negative Auswirkungen auf Wettervorhersagen – besonders auf dem Wasser

Weltweit wurde der Flugverkehr durch auf ein Minimum zurückgefahren. Das hat auch Auswirkungen auf die Wettervorhersagen. Der Grund: Meteorologen fehlen Daten aus Flugzeugsensoren. Weiterlesen

Schick und effizient: Kompressor-Kühlbox CFX3

Dometic Kühlbox CFX3: <p>
	Je nach Modell bieten die Kompressor K&uuml;hlboxen der CFX 3 Serie von Dometic zwischen 32 und 88 Litern Volumen&nbsp;</p>

Die neuen Kühlboxen von Dometic arbeiten mit Bord- und Landstrom und lassen sich per App kontrollieren. Dank guter Isolation brauchen sie wenig Energie

Angebot für Familien: “Tactical Sailing” reduziert

Tactical Sailing – Spiel gegen den Wind“ ist eine Segelsimulation für Mac und PC, die bis Ende April reduziert angeboten wird. Der Sonderpreis beträgt aktuell 9,99 Euro anstatt 39 Euro/59 Euro. Das Angebot richtet sich speziell an Familien.

Die Familienlizenz bietet folgende Features:

  • allein gegen den Computer segeln – mit einer Rangliste für Bestzeiten
  • zu Zweit segeln und trainieren
  • zu Viert segeln mit dem „Segel-Scooter“

Es gibt im „Spiel gegen den Wind“ eine Regattasimulation mit den gemessenen Bestzeiten in einer Rangliste, die auf der Tactical-Sailing- Webseite veröffentlicht wird.

Tatktisches Geschick entscheidet über den Erfolg auf dem virtuellen Wasser. Foto: Tactical Sailing

Das “Tactical Sailing”-Team hat angekündigt, zusätzlich eine „Online-Gruppe“ im Internet gründen und dort u.a. nützliche Tipps und Regattaergebnisse veröffentlichen. Bei Interesse kann man auch an einem „online Workshop“ teilnehmen, z.B. per „Skype“ oder „Facebook“, von einem Trainer begleitet.

Um diese spezielle “Familienlizenz” zu erwerben, muss man die Lizenz auf der Website erwerben und eine E-Mail [email protected] mit dem Betreff “Familienlizenz” senden. Darin muss die Anzahl der Segler (1, 2, oder 4) und das genutzte Betriebssystem (Windows, Mac, Linux) genannt werden und ob Interesse an einem kostenlosen Workshop besteht.

Max Foerthmann – Rassehund und Segler

MAX FOERTHMANN – NACHRUF AUF EINEN HUND

Max der Rassehund