Monatsarchive: Juli 2017

Große Urlaubspläne – Auf Tournee entlang der deutschen Ostseeküste


Mein diesjähriger Segelsommer soll aus Fahrtensegeln und Musikmachen längs der gesamten deutschen Ostseeküste bestehen. Von Flensburg bis nach Usedom und zurück. In rund 3 Wochen. Unterwegs warten dann eine Reihe von Auftritten mit meinem Projekt „The Sailing Bassman&Friends“ in unterschiedlichen Häfen und Besetzungen auf mich. Unterwegs kommt dann noch Andreas mit seinem Segelboot dazu und wir werden somit die offiziell weltweit  erste Segelboottournee veranstalten. Unsere Instrumente sind mit an Bord und wir werden natürlich auch auf den Booten leben. Wenn das Wetter mitspielt und alles so klappt wie geplant, wird es sicher ein einmaliger Sommersegeltörn entlang der schönen Ostseeküste. Im Blog werde ich natürlich ausführlich über die Tour berichten!
Hier unsere Routenplanung und die fixen Ziele der Sommertour:  
24.7.
Aufbruch in meinem Heimathafen in Minde, dann aus der Flensburger Förde mit einem Zwischenstopp bis in die Eckernförder Bucht. Am
26.7.
findet dann die Tour-Premiere im „Spieker“ direkt am Hafen in Eckernförde statt. Am
27.7.
geht es dann hinaus aus der Eckernförder Bucht und um die Ecke vorbei am Bülker Leuchtturm bis in den Hafen von Strande. Am
28.7.
segeln wir dann nur kurz über die Kieler Förde bis nach Laboe. Denn dort steht dann ein weiter Auftritt im „Skippers Place“ an, ebenfalls wieder direkt am Hafen.
Danach wird es ein wenig sportlich, denn am 30.7. wartet der nächste Auftritt in Travemünde. Ich werde daher wohl abends noch nach dem Auftritt in Laboe die Segel setzen und Kurs Fehmarn aufbrechen. Orth, Burgstaaken oder Großenbrode Fähre. Das sollte mit etwas Glück machbar sein und abends wird es im Sommer auf der Ostsee ja meistens etwas ruhiger. Der
29.7.
könnte uns dann nach Grömitz oder Neustadt bringen, beides ideale Absprunghäfen für die Weiterfahrt nach Travemünde und unseren Auftritt dort am
30.7.
Jetzt wird es etwas entspannter, denn der nächste Auftritt findet erst am
4.8.
in der „Yachtwelt Weiße Wiek“ des „Marinaverbundes Ostsee“ oder mit neuem Namen „Marina Network Association“ in Boltenhagen statt. 

Der Song zur Tour

Einen Hafentag in Travemünde und entspanntes Weiterbummeln durch die Wismarer Bucht könnte ich mir davor gut vorstellen. Auch um etwas Energie und Kraft zu tanken für die weiteren Abschnitte der Tour. Oder, falls das Wetter bisher nicht mitgespielt hat, die Boote hierherzubringen. Denn kein Plan übersteht den ersten Kontakt mit dem Feind, in diesem Falle also Rasmus, und daher gibt es natürlich auch einen Ausweichplan per Transporter und Landstraße. Ich hoffe aber, dass wir diesen zunächst nicht benötigen werden. 
 

Je nach Wetter segele ich dann noch nachts oder auch erst morgens weiter nach Kühlungsborn.

Denn hier steht am
6.8.
der nächste Auftritt der Segeltournee an: Im Restaurant„VielMeer“ wieder direkt am Hafen.

 

Ab hier wird es nun etwas komplizierter, denn die beiden letzten Termine der Tournee sollen am 8.8. in Zingst und am 12.8. in Kröslin stattfinden. Mein Plan wäre daher zunächst das Boot am
7.8.
nach Warnemünde zu verholen und von dort ausnahmsweise über die Straße nach Zingst zu fahren um dort am
8.8.
am Hafen aufzutreten. Dann könnte ich am
9.8.
in Warnemünde aufbrechen um südwestlich Hiddensee in die Boddengewässer einzulaufen und dann durch den Strelasund Rügen südlich zu umfahren. Am
12.8.

werden wir dann in der „Marina Baltic Sea Resortdes „Marinaverbundes Ostsee“ in Kröslin bei Usedom den letzten Auftritt der Tournee spielen.   

Ein recht sportlicher Plan, der aber mit etwas Glück aufgehen könnte. Prinzipiell bräuchte ich nur eine halbwegs stabile Westwindlage bis zum 12.8. Denn dann kann der Wind gerne drehen um den weiten Weg in die Flensburger Förde anzugehen. Man wird ja mal träumen dürfen!
Am
13.8.
geht es jedenfalls zurück. Ich möchte diesen doch recht weiten Weg mit einem Freund gerne an einem Stück angehen um auch einmal im System mit wechselnden Wachen die Nächte durchzusegeln.
Auf meinem YouTube Kanal und imBlog halte ich euch während der Tour natürlich täglich auf dem
Laufenden und ich würde mich freuen, den einen oder anderen auch in einem Hafen entlang der Ostseeküste zu treffen.

Raus auf die Nordsee

Ich war aufgeregt. Wie ich bereits vor einigen Wochen schrieb war der Horizont hinter Helgoland immer irgendwie die Grenze des zu ersegelnden Reviers. Zwar habe ich im Osten schon viel gesehen, aber weiter als hinter den Helgoländer Horizont erschien mir mit der kleinen Nonsuch irgendwie nie eine Option zu sein. Und nun sollte aber genau das passieren. Zwar habe ich schon wieder Zeit für einen längeren Törn gefunden, aber die Zeit ist trotzdem begrenzt. Gleichzeitig soll die englische Ostküste über weite Strecken uninteressant und anstrengend sein. So sagten es zumindest die einschlägigen Törnführer. Warum also nicht mal ein neues Abenteuer wagen und sich von Helgoland direkt auf den Weg nach Schottland machen? Gutes Wetter natürlich vorausgesetzt…

Das waren meine Gedanken während der Törnplanung und nun saß ich tatsächlich in den ersten Julitagen auf der Terrasse meiner Eltern und studierte die Wetterkarten. In nicht einmal 2 Tagen sollte sich ein Wetterfenster öffnen, welches die direkte Passage zulassen würde. Von Aufregung war zu diesem Zeitpunkt noch nicht viel zu spüren, es gab einfach zu viel zu tun.
Das sollte sich in den letzten Stunden vor der Abfahrt ändern. Das Level der Aufregung stieg fast minütlich. Als es dann um kurz vor 24:00 in Cuxhaven „Waving Goodbye“ hieß und wir die Leinen loswarfen handelte ich eigentlich nur noch instinktiv. Der Kopf war überall und nirgendwo. Wenigstens hatte sich ein guter Freund gefunden diese Passage mit mir zusammen zu unternehmen. Alleine wäre das für das erste Mal offene See mit diesem Schiff wahrscheinlich doch etwas zu aufreibend geworden.
Wir verließen Cuxhaven so spätabends um das Wetterfenster so gut wie möglich nutzen zu können. Eine Erkenntnis dieser Reise war nämlich definitiv, dass die Nordsee mit 26Fuß machbar ist, allerdings sollten die Bedingungen so stabil wie möglich sein. Die Fahrt aus der Außenelbe war dann allerdings gleich ein echter Kampf. Der Wind der letzten Tage zog eine beachtliche See nach sich, die trotz des flauen Windes sich gegen des Ebbstrom stellte. In der Dunkelheit sah man noch dazu keine einzige See anrollen. Es krachte und polterte, und als schließlich die -eigentlich gesicherten- ersten Gläser aus den Schapps flogen und sich am gegenüberliegenden Salonfenster (Bitte mal den Flugweg bildlich vorstellen!) zerschlugen, fragte ich mich kurzzeitig ob dieser Trip tatsächlich so eine gute Idee ist. Im Morgengrauen legten wir dann schließlich auch noch mal für 3 Stunden auf Helgoland an um noch einmal einige Stunden ohne Seegang zu pennen und die weitere Beruhigung des Wetters abzuwarten.


Eine gute Idee, denn nach diesen 3 Stunden Schlaf und einer Tasse Kaffee setzte sich die Sonne durch und die Stimmung sah wieder anders aus. Nochmal schnell eingekauft und los gehts. Zumindest während der ersten Stunden war es ein komisches Gefühl Helgoland in dieser Richtung hinter sich zu lassen, aber sobald die Insel außer Sicht war legte sich die Anspannung. Offenbar tatsächlich eine Kopfsache… Wir dösten in der Sonne und genoßen es nicht mehr wie ein Schießhund auf den Kurs aufpassen zu müssen. Das ist nämlich definitiv das entspannteste am Blauwassersegeln ;-) . Der Schiffsverkehr wurde zunehmen weniger und durch die Nacht musste dann sogar ausschließlich der Motor ran. Für die Eingewöhnung war das wohl ganz gut.

In der Nacht dann plötzliche Aufregung. Ein unerwartetes Geräusch. Nämlich der SMS Ton des Iphones. 60sm von der Küste entfernt entlockte mir das zunächst ein Stirnrunzeln. Das Rätsel löste sich aber schnell auf. Offenbar strahlten die Windparks hier draußen Handynetz aus und so konnten wir noch ein letzten Gruß nach Hause schicken. Die Abfahrt war geschafft. Der psychologisch schwierigste Teil wie wir dachten.

Mit der untergehenden Sonne begann dann auch unser Wachsystem. Auch wenn die erste Schicht vor Aufregung natürlich noch niemand schlafen konnte. Interessant war zu sehen, dass hier draußen, wo die Augen durch fast keine Lichter mehr geblendet werden, es selbst mit einigen Wolken fast nicht mehr komplett dunkel wird.

Zum Ende meiner Morgenwache begann ich dann damit ein kleines Seefrühstück zu bereiten und den Abwasch des Abendbrots zu erledigen. Und dann passierte es. Die Nordsee forderte ihr erstes Opfer: Obwohl ich die Knoten mehrfach überprüft habe überlebte unser Kochtopf das erste Einweichen außenbords nicht mehr. Er ruht jetzt 70sm nördlich von Schiermonnikoog und bietet vielleicht irgendeinem Meeresgetier als künstliches Riff ein neues Zuhause. Klingt fast nach einer lustigen Story, aber von nun an musste beim Kochen echt improvisiert werden!

Noch genoßen wir den wieder zunehmenden Südwind. Der Windpilot steuerte, wir saßen im Cockpit und begannen ozeanphilosophische Gespräche über Gott und die Welt zu führen. Eigentlich wollten wir Kartenspielen, aber keiner von uns konnte Skat oder Rommee so plötzlich noch erklären. Und ein Autoquartett war nicht an Bord. Und mangels Internet zum Überprüfen macht „manuelles“ Autoquartett mit gemerkten Angaben einzelner Autos wegen des Beschisspotenzials nur kurze Zeit Spaß ;-)
Also quatschten wir über dies, und das und jenes, freuten uns über die Ruhe und begannen das Blauwassersegeln so richtig zu genießen.

Währenddessen wurde der Wind allerdings immer stärker. Beim nächsten Logbucheintrag war er bereits deutlich stärker als im letzten gezogenen GRIB Bericht vorhergesagt.  Der Horizont verschwand nun stets in den Wellentälern. So langsam wurde es unangenehm, denn wir waren grad so ungefähr am weitesten von Land weg wie es in der Nordsee nur geht. Und die Windspitzen sollten noch nicht erreicht sein…

Jetzt Häfen bewerten: ADAC Mitglieder teilen Erfahrungsschatz

ADAC Mitglieder und Inhaber des IBS vom ADAC können seit dieser Saison über 2600 Marinas und Sportboothäfen auf dem Marina-Portal online bewerten und damit Gleichgesinnten mit ihren wertvollen Erfahrungen bei der Auswahl des passenden Liegeplatzes helfen.

ADAC Mitglieder können Häfen bewerten.

ADAC Skipper können mit der Bewertung von Häfen anderen Skippern bei der Liegeplatzwahl eine wertvolle Hilfe sein und gleichzeitig selbst von den Erfahrungen der Gemeinschaft profitieren.

Was Skipper und Crews auf Törns über mehrere Wochen erleben, ist eine wichtige Ergänzung zu den regelmäßigen Berichten der geschulten ADAC Marina-Inspekteure und der Steuerradklassifikation.

Fünf Kriterien können die Skipper auf dem Marina-Portal bewerten: Hafenmeister/-büro Check-In/Check-Out, Serviceangebot für die Crew, Serviceangebot für das Schiff, Preis-Leistungs-Verhältnis und persönlicher Gesamteindruck. Zu jedem Kriterium können ein bis fünf Sterne vergeben werden. Aus den einzelnen Kriterien wird dann die persönliche Gesamtbewertung errechnet. Dabei werden alle Punkte gleich gewertet. Die Nutzer haben zusätzlich die Möglichkeit, ihre Bewertung zu kommentieren. Mit diesem neuen Angebot erweitert der ADAC seinen Service und bindet seine Mitglieder aktiv ein.

Das ADAC Marina-Portal wartet mit über 2600 Hafenbeschreibungen auf. ADAC Inspekteure haben bereits über 1600 Häfen besichtigt und klassifiziert. Zudem bietet er einen Revierführer, der kurz und prägnant alles Wissenswertes rund um die Planung eines sicheren Törns auflistet. Dazu gehören nautische Besonderheiten, Einreise-, Sicherheits- und Zulassungsregelungen und Informationen zu Sportbootführerscheinen in 20 europäischen Ländern. Ergänzt wird das Angebot durch elektronische Seekarten und einen Ratgeber, zum Beispiel mit Tipps zur Bootscharter, dem Gebrauchtbootkauf oder zum Bootstransport.

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SV Honk – Bettina + Michael Plaisant GER

ENDLICH STEUERFREI

Hallo Herr Förthmann,
im Anhang die versprochenen Bilder. Die Anlage war schnell montiert….ohne Probleme 🙂  und arbeitet hervorragend! Wir sind bei böigen Wind bis 6 Beaufort auf allen Kursen gesegelt…einfach super.
Liebe Grüße
Tina und Michi Honk (Plaisant)

Moin an die Honk sailing crew,
Das Video ist plaisant und Sicherheits konform
like the crew, die in der Reling sitzt, allerdings fast ausserhalb der Norm,
die auf dem Foto fröhlich alle Hände hebt,
die erkennbar in Eintracht mit ihrem Namen lebt
die das Segeln nun auch liegend erleben dürfen,
ohne sich die Finger an der Pinne wund zu schürfen,
weil der windige Pilot jetzt den Sklavenjob erledigt
ohne Pennen, Meckern und ganz ohne Gardinen Predigt.
Aber Achtung:
Foerthmann steuert nur bis zur Hafenmauer
wo dann hoffentlich der Wecker klingelt,
weil sonst unter Wasser vorne ein grosses Aua lauert,
was das Hafen Publikum begeistert. zeitgleich kolossal bedauert,
zumal der Hafenmeister dann hart am Bugkorb rüttelt
bevor er den Kahn wieder von der Mole runter schüttelt.

Smooth sailing
Peter Foerthmann

SV Karimalykka – Petra Meyer GER

AUCH IN BÄRLIN KANN MAN IN SEENOT GERATEN

Lieber Herr Foerthmann,
ich hatte ihnen letzten Sommer mal geschrieben, als wir zu doof waren, Backbord und Steuerbord bei der Einstellung unserer geliebten Windfahne zu unterscheiden 😉 Das hatte sich dann  ja glücklicherweise mit einer Erleuchtung erledigt.

Jetzt haben wir eine anderes Problem und ich hoffe hier auf eine Ferndiagnose von Doktor Foerthmann: in einem Unwetter, das kürzlich über Berlin hinwegzog, wurde unser Bodenfeld neu gemischt. Unser Schiff ist samt Bojen Geschirr durch die Bucht gewandert und wurde dann von einem anderen Schiff in inniger Umarmung aufgehalten.

Wie das dabei dann so ist, das Heck trifft zuerst auf Hindernisse und meine Frage ist jetzt, ob wir uns auch um die Windfahne Sorgen machen müssen? Ob das schlimm oder nicht, mögen Sie selbst beurteilen.
Beste Grüße, 
Petra Meyer
SY Karimalykka 
Berlin

Liebe Frau Meyer,
Tränen trocknen – die Reste der Getriebekappe wegwerfen – tief Luft holen – und auf neue Stürme in Berlin warten! So eine Pacific kann mehr ab, als Sie denken – ein paar Kratzer an Windpilot und an Skippers Nerven gehören zum Leben, wie der Wind zum Segeln – Also: nicht in die Hose machen – Förthmann schickt Ihnen eine schicke neue Kappe – und denken Sie bei kommenden Manövern an den alten Norddeutschen Küstenspruch: Kernig gerammt ist besser als lahm angelegt – auch wenn es dies Mal anders herum gewesen ist. Immerhin lebt Ihre Pacific schon seit 25 Jahren … und wird noch unendlich viele Jahre treu ihren Dienst erweisen, solange Sie nicht mit Wucht rückwärts auf die Pier fahren… und das Bremsen vergessen.

Also: Prüfen Sie, ob die Anlage vom Kopf bis Fuss leichtgängig dreht – und weiter geht´s !
beste Grüsse
Peter Foerthmann

Moin,
na, das hat ja ein Lächeln in meinen Regentag hier gebracht 🙂 Danke für das Ersatzteil! :-))
Beste Grüße aus Bärlin
Petra Meyer

Korcula: Dieselpest und Lichtmaschine (Teil 2). Wie Segeln Menschen zusammenbringt.

Im vorigen Post schrieb ich, wie ungeahntes Leben in meinem Tank zu 35 Zentimeter langen organischen Gebilden führt, die unterwegs auf dem Meer LEVJEs Motor lahmlegten. Und was ich einer abgelegenen Bucht dagegen unternahm. 

Hier die Fortsetzung: 







Am nächsten Morgen steuere ich LEVJE in die kleine Marina Korcula. 158 Liegeplätze gibt es da, nach offizieller Zählung auf der ACI-Website. Aber für Transit stehen davon nur knapp die Hälfte zur Verfügung, also 70. Und davon wiederum sind 4/5 von Flotillen und Charter belegt.

Gleich in der Einfahrt in die Marina betreibt Angelo seine Bootsreparatur und einen Zubehörladen. Eigentlich heißt er Andelko, „Ansche:lko“ gesprochen. Aber weil es leichter zu merken ist, sagt er einfach „Angelo“. Seine Werkstatt brummt. Der Laden ist voll. Er kuckt aus neugierigen, wachen, etwas traurigen Augen in seiner Werkstatt, die nicht größer ist als die Küche einer Siebzigerjahre-Wohnung. Und ein Taubenschlag dazu: Junge Leute, die Außenborder zerlegen. Petar, der Mechaniker, der uns draußen vor der Stadtmauer rettete, schraubt an einem Teil. Einheimische und durchreisende Bootsbesitzer, die ständig mit bittendem Blick Angelos „Küche“ betreten. Es brummt. Es summt. Angelos Laden funktioniert. Mit einem Blick ist klar, dass Geldverdienen nicht Angelos Problem ist.“Wir sind die einzigen Mechaniker zwischen Split und Dubrovnik. Wer ein Problem mit seinem Schiff hat auf den 100 Seemeilen zwischen Split und Dubrovnik: Der kommt hierher.“, sagt Angelo. Er sagt es selbstbewusst und doch bescheiden. Als sei es Last und Verantwortung. Und kein Anlass, sich wie mancherorts in diesen Tagen in Kroatien die Hände über laufendes Geschäft zu reiben.

Ich weiß nicht, wann Andelko seine Werkstatt eröffnete. Irgendwann nach dem Balkankrieg, der hier in der Gegend schlimm wütete. Vielleicht, weil dies Kroatien nicht weit von hier an Bosnien und Montenegro stößt. Im Laden nebendran treffe ich seine Tochter Marina, auf der Suche nach einer 3 Ampere Röhrensicherung. „One Moment, please. I am the daughter of a mechanic, but still a woman. Sorry, Sir: I have to ask my father.“ Ich bin beeindruckt. Dass sich jemand entschuldigt. Weil er etwas nicht weiß.



Zehn Minuten später kommt Petar. Er pumpt 10, 20 Liter Diesel vom Grund meines Tanks, um ihn genau zu untersuchen. Er tut nichts anderes als das, was ich draußen in der verlassenen Bucht auf Lastovo tat: Einfach nachsehen. Ob sich weiterer Schleim, weitere lange Fadengebilde in meinem Tank finden (Siehe mein Post dazu). Petar findet genauso wenig wie ich im Tank. Er sei sauber. „Andelko hat drüben im Laden etwas. Das kippst Du rein. Und dann ist Ruh.“

Danach misst Petar meine zickende Lichtmaschine durch. Er braucht eine Weile. Aber dann kommt Präzises: „Die Lichtmaschine ist hin. Die Trenndiode auch. Wir schicken die Lichtmaschine mit der nächsten Fähre ins 100 Kilometer entfernte Split zur Diagnose und Reparatur. Morgen Abend, spätestens übermorgen, hast Du sie wieder.“

Während ich noch hadere, ob meine Lichtmaschine wirklich erwachsen genug ist, um allein auf einer Fähre in die große Stadt am Meer zu verreisen, treffe ich Marina, die meine Lichtmaschine zur Fähre hinüberfährt, die gleich nach Split abgeht. Ich bin beeindruckt. Zum zweiten und nicht zum letzten Mal an diesem Tag. Als ich Abends von meinen Streifzügen durch die Altstadt von Korcula komme, werkeln die drei immer zusammen mit den Lehrlingen immer noch in der Werkstadt. 

Sie fangen morgens um acht Uhr an zu arbeiten. Pause von eins bis drei. Dann arbeiten sie durch bis 21 Uhr, sagt Marina. Ein echter, harter 11-Stunden-Tag jetzt in den Sommermonaten. Inklusive Samstag. „Im Winter sehe ich meine Familie häufiger als jetzt im Sommer“, erzählt Petar. Er ist Vater einer siebenjährigen Tochter und wünscht sich ein zweites Kind. „Das ist mein Job. Im Sommer komme ich vor neun nicht heim. Im Winter hingegen bin ich oft schon am Nachmittag zuhause.“

Am nächsten Morgen frage ich Marina, die Tochter eines Mechanikers, warum sie eigentlich arbeitet.  Sie erzählt, dass sie nebenbei auch eine Ferienwohnung vermietet, ein zauberhaftes Ding am Meer. „I like to work. I cannot live without work. I worked for ten years on cruise ships: 9 months work without Sunday. 3 months holiday. Had to finish with breakdown. It has been a perfect job: Working together with 30 other nationalities and mentalities – and no problem.“ Ein Foto von ihr aus dieser Zeit hängt hinter dem Andelkos Schreibtisch an der Wand. Zwischen dem Bild ihres tödlich verunglückten Bruders. Und dem von Andelkos Mutter. Sie sind Menschen, die ihre Wurzeln, ihre Herkunft nicht vergessen haben.

Jeden Tag rühren mich Andelko, Marina, Petar ein wenig mehr, je näher ich sie in jeder Begegnung, in jedem kleinen Gespräch kennenlerne. Vielleicht musste es so sein in diesem Land, in dem es schwer ist, an die Menschen auf den Inseln heranzukommen, weil die Sprachbarriere, weil unterschiedliche Mentalität den Zugang zueinander erschweren. Und weil dieses Kroatien vor allem in seinen lokalen Communities denkt und ein Reisender nur jemand ist, der heute Geld bringt. Und morgen wieder weg ist. Nicht den Blick wert. Im Tourismus-Boom der letzten Jahre

Vielleicht brauchte es genau dies: LEVJEs streikenden Motor. Eine zickende Lichtmaschine. Um das Leben von drei Menschen, ihre Geschichte, ihre Sorgen, ihre Freude kennenzulernen. Um nicht einfach nur weiterzueilen, von Hafen zu Hafen.


Etwa fünf Mal muss Andelko mit der Werkstatt in Split telefonieren. Dann, nach eineinhalb Tagen, am Samstag Mittag, kommt meine Lichtmaschine mit der Fähre um 12 wieder angereist. Die verschmorte Platine ist durch eine neue ersetzt. Als er die Fähre vor dem Hafen anlegen sieht, setzt Petar sich auf seinen Roller. Und fährt hinüber zum Hafen, um sie zu holen. Insel-Business. Nach einer halben Stunde ist sie wieder eingebaut. Und produziert Strom. Ich hoffe, dass sie jetzt klaglos laufen wird. Wie LEVJEs Motor.

Ich? Bin froh, diese drei Menschen kennengelernt zu haben. Ich weiß, ich werde Andelko, Marina, Petar nicht vergessen. Es sind Menschen wie sie, warum ich an dieses Europa glaube. 

Vielleicht ist dies auch eine der wichtigen Erfahrungen des Alleinreisens. Ich bin meist allein unterwegs. Und brauche doch andere Menschen mehr als ich denke. Wieder fallen mir die Zeilen von Charles Darwin ein, die ich vor drei Jahren in dem Post „Warum ich segle“ schrieb und in denen Darwin, dreißig Jahre nach der Fahrt mit der BEAGLE, jedem Reisenden mit auf den Weg gibt:

„… gleichzeitig wird er entdecken: wie viele wahrhaft gutherzige Menschen es gibt, mit denen er nie zuvor Kontakt hatte und auch nie mehr wieder haben wird, und die dennoch bereit sind, ihm die uneigennützigste Hilfe zu gewähren.“


Hardfacts:

Werkstatt von Andelko Duzevic:
Tel. +385 (0)20 715 755
Mobile +385 (0)91 507 46 35
aduzevic1@inet.hr

Marina Duzevic (Laden):
Tel. +385 (0)20 295 744
Mobile +385 (0)91 526 41 62


ACI Marina Korcula:
159 Landliegeplätze. 16 Dry Berths (laut offizielle Angaben auf der ACI-Korcula-Seite)
Preis für 37 Fuß: ca. 85€/Nacht
Für Transitgäste ca. 60-70 Liegeplätze, die regelmäßig Dienstag und Mittwoch 
durch Flottilen und Chartersegler voll belegt sind (Stand 7/2017). 
An den übrigen Tagen Reservierung ohne Probleme möglich.
Allerdings wird Buchung über das ACI-Buchungssystem (gegen Aufpreis/nicht unerhebliche Stornogebühr) gegenüber telefonischer Anmeldung bevorzugt.



m.korcula@aci-club.hr



Korcula: Dieselpest und Lichtmaschine (Teil 2). Wie Segeln Menschen zusammenbringt.

Im vorigen Post schrieb ich, wie ungeahntes Leben in meinem Tank zu 35 Zentimeter langen organischen Gebilden führt, die unterwegs auf dem Meer LEVJEs Motor lahmlegten. Und was ich einer abgelegenen Bucht dagegen unternahm. 

Hier die Fortsetzung: 







Am nächsten Morgen steuere ich LEVJE in die kleine Marina Korcula. 158 Liegeplätze gibt es da, nach offizieller Zählung auf der ACI-Website. Aber für Transit stehen davon nur knapp die Hälfte zur Verfügung, also 70. Und davon wiederum sind 4/5 von Flotillen und Charter belegt.

Gleich in der Einfahrt in die Marina betreibt Angelo seine Bootsreparatur und einen Zubehörladen. Eigentlich heißt er Andelko, „Ansche:lko“ gesprochen. Aber weil es leichter zu merken ist, sagt er einfach „Angelo“. Seine Werkstatt brummt. Der Laden ist voll. Er kuckt aus neugierigen, wachen, etwas traurigen Augen in seiner Werkstatt, die nicht größer ist als die Küche einer Siebzigerjahre-Wohnung. Und ein Taubenschlag dazu: Junge Leute, die Außenborder zerlegen. Petar, der Mechaniker, der uns draußen vor der Stadtmauer rettete, schraubt an einem Teil. Einheimische und durchreisende Bootsbesitzer, die ständig mit bittendem Blick Angelos „Küche“ betreten. Es brummt. Es summt. Angelos Laden funktioniert. Mit einem Blick ist klar, dass Geldverdienen nicht Angelos Problem ist.“Wir sind die einzigen Mechaniker zwischen Split und Dubrovnik. Wer ein Problem mit seinem Schiff hat auf den 100 Seemeilen zwischen Split und Dubrovnik: Der kommt hierher.“, sagt Angelo. Er sagt es selbstbewusst und doch bescheiden. Als sei es Last und Verantwortung. Und kein Anlass, sich wie mancherorts in diesen Tagen in Kroatien die Hände über laufendes Geschäft zu reiben.

Ich weiß nicht, wann Andelko seine Werkstatt eröffnete. Irgendwann nach dem Balkankrieg, der hier in der Gegend schlimm wütete. Vielleicht, weil dies Kroatien nicht weit von hier an Bosnien und Montenegro stößt. Im Laden nebendran treffe ich seine Tochter Marina, auf der Suche nach einer 3 Ampere Röhrensicherung. „One Moment, please. I am the daughter of a mechanic, but still a woman. Sorry, Sir: I have to ask my father.“ Ich bin beeindruckt. Dass sich jemand entschuldigt. Weil er etwas nicht weiß.



Zehn Minuten später kommt Petar. Er pumpt 10, 20 Liter Diesel vom Grund meines Tanks, um ihn genau zu untersuchen. Er tut nichts anderes als das, was ich draußen in der verlassenen Bucht auf Lastovo tat: Einfach nachsehen. Ob sich weiterer Schleim, weitere lange Fadengebilde in meinem Tank finden (Siehe mein Post dazu). Petar findet genauso wenig wie ich im Tank. Er sei sauber. „Andelko hat drüben im Laden etwas. Das kippst Du rein. Und dann ist Ruh.“

Danach misst Petar meine zickende Lichtmaschine durch. Er braucht eine Weile. Aber dann kommt Präzises: „Die Lichtmaschine ist hin. Die Trenndiode auch. Wir schicken die Lichtmaschine mit der nächsten Fähre ins 100 Kilometer entfernte Split zur Diagnose und Reparatur. Morgen Abend, spätestens übermorgen, hast Du sie wieder.“

Während ich noch hadere, ob meine Lichtmaschine wirklich erwachsen genug ist, um allein auf einer Fähre in die große Stadt am Meer zu verreisen, treffe ich Marina, die meine Lichtmaschine zur Fähre hinüberfährt, die gleich nach Split abgeht. Ich bin beeindruckt. Zum zweiten und nicht zum letzten Mal an diesem Tag. Als ich Abends von meinen Streifzügen durch die Altstadt von Korcula komme, werkeln die drei immer zusammen mit den Lehrlingen immer noch in der Werkstadt. 

Sie fangen morgens um acht Uhr an zu arbeiten. Pause von eins bis drei. Dann arbeiten sie durch bis 21 Uhr, sagt Marina. Ein echter, harter 11-Stunden-Tag jetzt in den Sommermonaten. Inklusive Samstag. „Im Winter sehe ich meine Familie häufiger als jetzt im Sommer“, erzählt Petar. Er ist Vater einer siebenjährigen Tochter und wünscht sich ein zweites Kind. „Das ist mein Job. Im Sommer komme ich vor neun nicht heim. Im Winter hingegen bin ich oft schon am Nachmittag zuhause.“

Am nächsten Morgen frage ich Marina, die Tochter eines Mechanikers, warum sie eigentlich arbeitet.  Sie erzählt, dass sie nebenbei auch eine Ferienwohnung vermietet, ein zauberhaftes Ding am Meer. „I like to work. I cannot live without work. I worked for ten years on cruise ships: 9 months work without Sunday. 3 months holiday. Had to finish with breakdown. It has been a perfect job: Working together with 30 other nationalities and mentalities – and no problem.“ Ein Foto von ihr aus dieser Zeit hängt hinter dem Andelkos Schreibtisch an der Wand. Zwischen dem Bild ihres tödlich verunglückten Bruders. Und dem von Andelkos Mutter. Sie sind Menschen, die ihre Wurzeln, ihre Herkunft nicht vergessen haben.

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Vielleicht ist dies auch eine der wichtigen Erfahrungen des Alleinreisens. Ich bin meist allein unterwegs. Und brauche doch andere Menschen mehr als ich denke. Wieder fallen mir die Zeilen von Charles Darwin ein, die ich vor drei Jahren in dem Post „Warum ich segle“ schrieb und in denen Darwin, dreißig Jahre nach der Fahrt mit der BEAGLE, jedem Reisenden mit auf den Weg gibt:

„… gleichzeitig wird er entdecken: wie viele wahrhaft gutherzige Menschen es gibt, mit denen er nie zuvor Kontakt hatte und auch nie mehr wieder haben wird, und die dennoch bereit sind, ihm die uneigennützigste Hilfe zu gewähren.“


Hardfacts:

Werkstatt von Andelko Duzevic:
Tel. +385 (0)20 715 755
Mobile +385 (0)91 507 46 35
aduzevic1@inet.hr

Marina Duzevic (Laden):
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ACI Marina Korcula:
159 Landliegeplätze. 16 Dry Berths (laut offizielle Angaben auf der ACI-Korcula-Seite)
Preis für 37 Fuß: ca. 85€/Nacht
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Schleuse 14

Da liegen wir gerade. Direkt hinter der 14. Schleuse an einer Riesen-Beton-Pier. Da die Poller ewig weit auseinander sind, haben wir alle Möglichkeiten ausgenutzt und getrickst. Mir andren Worten: Poller, Baggerschaufel und Tannenbaum; fertig. Ansonsten alles gut. Mal wieder völlig alleine heute Abend und gute 65 Kilometer im Kielwasser. Morgen noch fünf Schleusen, eine wichtige Hubbrūcke (wir sind angemeldet) und ein paar Kilometer. Dann sind wir in Belomorsk an weißen Meer. Yieeehaaaaw!

Von meinem iPhone gesendet

Spektakuläre Rettung von zwei deutschen Blauwasser-Seglern auf dem Atlantik

Segelyacht nach Brand 400 Seemeilen vor der Küste gesunken

Zwei deutsche Segler sind in der Nacht zum Samstag, den 8. Juli 2017, von der United States Air Force (USAF, amerikanische Luftwaffe) 400 Seemeilen vom Festland entfernt aus dem Atlantik gerettet worden. Die Segelyacht der beiden Männer war auf dem Weg nach Europa in Brand geraten und gesunken. Einer der beiden Männer erlitt schwere Brandverletzungen. Er wird zurzeit in einem Krankenhaus in Orlando/Florida behandelt.

Über Satellitentelefon hatten Vater und Sohn (66 und 48 Jahre alt) Familienangehörige in Bremerhaven angerufen. Über diesen Umweg landete die Notmeldung bei der Integrierten Regionalleitstelle Unterweser-Elbe (IRLS) der Feuerwehr in Bremerhaven, die kurz nach 15 Uhr am Freitag die Seenotleitung der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) alarmierte. Zu diesem Zeitpunkt waren Vater und Sohn bereits in die Rettungsinsel gestiegen.

Leitstelle der DGzRS. Von hier aus wurde der Notruf weitergeleitet. Foto: DGzRS / Sven Junge

Die DGzRS setzte sich umgehend mit der amerikanischen Küstenwache, dem für das Revier zuständigen Siebten Distrikt in Miami, in Verbindung. Die Küstenwache in Miami empfing nahezu zeitgleich einen automatisierten Alarm der EPIRB der brennenden Segelyacht. Während die Rettungsaktion in den U.S.A. anlief, versuchten die Wachleiter in der DGzRS die beiden Schiffbrüchigen zu erreichen. Alle Versuche der Kontaktaufnahme blieben jedoch ergebnislos.

Der Frachter NORD NIGHTINGALE erreicht die Havaristen. Bildquelle: 920. Rescue Wing der US Air Force

Die Küstenwache leitete den Tanker NORD NIGHTINGALE um und bat aufgrund der großen Entfernung vom Festland die United States Air Force um Unterstützung. Diese schickte ein Flugzeug zur Notfall-Position. Dabei handelte es sich um eine Maschine des 920ten Rescue Wing, einer Abteilung, die normalerweise für die Suche und Rettung von Soldaten in Kriegsgebieten zuständig ist.

Fallschirmspringer machen sich bereit für den Absprung. Bildquelle: 920. Rescue Wing der US Air Force

Beim Eintreffen des Flugzeuges war die NORD NIGHTINGALE bereits am Unglücksort eingetroffen und hatte die Rettungsinsel der Schiffbrüchigen im Blick, konnte jedoch selbst nichts unternehmen. Fünf Fallschirmspringer mit Schlauchbooten sprangen 400 Seemeilen vom Festland entfernt über dem Atlantik aus dem Flugzeug ab, aus dem auch medizinische Ausrüstung abgeworfen wurde. Die Schiffbrüchigen wurden ins Boot geholt und vom Rettungsteam zum Tanker NORD NIGHTINGALE gebracht.

Absprung 400 Seemeilen vor der Küste. Bildquelle: 920. Rescue Wing der US Air Force

Zwei Airforce-Hubschrauber, die während des Fluges in der Luft an dem inzwischen zurückkehrenden Flugzeug aufgetankt wurden, flogen zur NORD NIGHTINGALE, winschten Schiffbrüchige und Retter vom Tanker auf und flogen sie nach Florida.

Zwei Helikopter werden in der Luft betankt.

Die beiden Deutschen wurden in ein Krankenhaus nach Orlando (Florida) gebracht. Der 48-Jährige ist wegen seiner schweren Brandverletzungen derzeit noch in Intensivbehandlung. Nach seinen Aussagen könnte das Feuer im Maschinenraum der Segelyacht ausgebrochen sein. Das zwölf Meter lange Schiff hätte innerhalb kürzester Zeit in Flammen gestanden und war auf dem Weg von Jamaika (Karibik) nach Bremerhaven.

Vater und Sohn drückten ihren tiefen Dank gegenüber ihren Rettern und den beteiligten Organisationen aus.

Quelle: DGzRS

Der Beitrag Spektakuläre Rettung von zwei deutschen Blauwasser-Seglern auf dem Atlantik erschien zuerst auf Blauwasser.de.

Mali Losinj: SeaHelp und Segler retten Schwimmer in letzter Sekunde

Da war wohl gleich ein ganzes Heer an Schutzengeln am Werk: Ein Schwimmer wurde in der circa 300 Meter breiten Passage zwischen den Inseln Zabodarski und Losinj von einem Motorboot überfahren und dabei lebensgefährlich verletzt.

Erstversorgung noch auf dem SeaHelp-Einsatzboot: Der lebensgefährlich Verletzte wird für den Abtransport per Rettungshubschrauber vorbereitet.

Erstversorgung noch auf dem SeaHelp-Einsatzboot: Der lebensgefährlich Verletzte wird für den Abtransport per Rettungshubschrauber vorbereitet.

Zufällig beobachtete die zweiköpfige Besatzung eines Segelbootes den Vorfall, eilte zur Hilfe und zog den stark blutenden Verletzten aus dem Wasser. Keine Sekunde zu früh, denn er war bereits in Begriff, unterzugehen.

Kurz darauf passierte zufällig das in Mali Losinj stationierte SeaHelp-Einsatzboot unter der erfahrenen Leitung von Stanko Kovacevic sowie seinen Mitarbeitern Kristian Nikolic und Leon Benvin den Havarieort auf dem Weg zu einem Schlepp-Einsatz das Segelboot mit dem Verletzten an Bord. Die Besatzung des Segelschiffes machte durch Gestikulieren und starke Hilferufe auf sich aufmerksam, Stanko Kovacevic dreht bei. An Bord des Seglers leisteten er und sein Partner zunächst erste Hilfe und versuchten, die heftigen Blutungen notdürftig zu stoppen. Da beiden sofort klar war, dass der lebensgefährlich Verletzte, der zu verbluten drohte, an Bord des Seglers nicht mehr rechtzeitig den Hafen erreichen würde, lagerten sie ihn auf das SeaHelp-Einsatzboot um und beförderten ihn zur Uferpromenade Mali Losinj. Im Wettlauf mit der Zeit machte sich die außerordentlich starke Motorisierung der SeaHelp-Einsatzboote ebenso bemerkbar wie das Hand-in-Hand-Arbeiten des Pannendienstes mit den zuständigen kroatischen Behörden und Institutionen wie auch SAR. An der Uferpromenade warteten bereits ein Notarzt sowie ein Rettungsteam und ein Rettungshubschrauber, der den Verletzten in Krankenhaus Rijeka transportierte, wo er sofort notoperiert wurde.

Wie das Krankenhaus mittlerweile bekannt gab, befindet sich der schwer verletzte Skipper nicht mehr in Lebensgefahr. Fest steht allerdings: Wäre SeaHelp nicht vor Ort gewesen und den Skipper nicht auf dem SeaHelp-Einsatzboot schnellstens nach Losinj transportiert, wäre er sicherlich an Bord des erstaufnehmenden Seglers verblutet. Nur durch das umsichtige, entschlossene Handeln von Stanko Kovacevic und seinem Team konnte das Leben gerettet werden.

Der Skipper des Motorbootes war nach ersten Aussagen viel zu schnell unterwegs. Im Kanal gilt eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 5 Knoten, die er wohl erheblich überschritten hatte. Außerdem setzte er nach der Havarie seine Fahrt fort, ohne sich um das Opfer zu kümmern. Die Polizei ermittelt derzeit den genauen Unfallhergang und fahndet nach dem flüchtigen Skipper, dem eine empfindliche Strafe droht. SeaHelp weist in diesem Zusammenhang noch einmal darauf hin, dass es unerlässlich ist, sich auf dem Wasser mit angepasster Geschwindigkeit zu bewegen und generell „auf Sicht“ zu fahren.

Mali Losinj: SeaHelp und Segler retten Schwimmer in letzter Sekunde

Da war wohl gleich ein ganzes Heer an Schutzengeln am Werk: Ein Schwimmer wurde in der circa 300 Meter breiten Passage zwischen den Inseln Zabodarski und Losinj von einem Motorboot überfahren und dabei lebensgefährlich verletzt.

Erstversorgung noch auf dem SeaHelp-Einsatzboot: Der lebensgefährlich Verletzte wird für den Abtransport per Rettungshubschrauber vorbereitet.

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Zufällig beobachtete die zweiköpfige Besatzung eines Segelbootes den Vorfall, eilte zur Hilfe und zog den stark blutenden Verletzten aus dem Wasser. Keine Sekunde zu früh, denn er war bereits in Begriff, unterzugehen.

Kurz darauf passierte zufällig das in Mali Losinj stationierte SeaHelp-Einsatzboot unter der erfahrenen Leitung von Stanko Kovacevic sowie seinen Mitarbeitern Kristian Nikolic und Leon Benvin den Havarieort auf dem Weg zu einem Schlepp-Einsatz das Segelboot mit dem Verletzten an Bord. Die Besatzung des Segelschiffes machte durch Gestikulieren und starke Hilferufe auf sich aufmerksam, Stanko Kovacevic dreht bei. An Bord des Seglers leisteten er und sein Partner zunächst erste Hilfe und versuchten, die heftigen Blutungen notdürftig zu stoppen. Da beiden sofort klar war, dass der lebensgefährlich Verletzte, der zu verbluten drohte, an Bord des Seglers nicht mehr rechtzeitig den Hafen erreichen würde, lagerten sie ihn auf das SeaHelp-Einsatzboot um und beförderten ihn zur Uferpromenade Mali Losinj. Im Wettlauf mit der Zeit machte sich die außerordentlich starke Motorisierung der SeaHelp-Einsatzboote ebenso bemerkbar wie das Hand-in-Hand-Arbeiten des Pannendienstes mit den zuständigen kroatischen Behörden und Institutionen wie auch SAR. An der Uferpromenade warteten bereits ein Notarzt sowie ein Rettungsteam und ein Rettungshubschrauber, der den Verletzten in Krankenhaus Rijeka transportierte, wo er sofort notoperiert wurde.

Wie das Krankenhaus mittlerweile bekannt gab, befindet sich der schwer verletzte Skipper nicht mehr in Lebensgefahr. Fest steht allerdings: Wäre SeaHelp nicht vor Ort gewesen und den Skipper nicht auf dem SeaHelp-Einsatzboot schnellstens nach Losinj transportiert, wäre er sicherlich an Bord des erstaufnehmenden Seglers verblutet. Nur durch das umsichtige, entschlossene Handeln von Stanko Kovacevic und seinem Team konnte das Leben gerettet werden.

Der Skipper des Motorbootes war nach ersten Aussagen viel zu schnell unterwegs. Im Kanal gilt eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 5 Knoten, die er wohl erheblich überschritten hatte. Außerdem setzte er nach der Havarie seine Fahrt fort, ohne sich um das Opfer zu kümmern. Die Polizei ermittelt derzeit den genauen Unfallhergang und fahndet nach dem flüchtigen Skipper, dem eine empfindliche Strafe droht. SeaHelp weist in diesem Zusammenhang noch einmal darauf hin, dass es unerlässlich ist, sich auf dem Wasser mit angepasster Geschwindigkeit zu bewegen und generell „auf Sicht“ zu fahren.