Archiv der Kategorie: Windpilot

SV Juliane – Andi Huerzeler CH

KLEINES BLOCK PROBLEM – SCHWÄCHEANFALL IN INDIEN

Moin Peter, kurze Frage, welche Grösse haben die Blöcke, die du mit der Pacific mitgeliefert hast? Muss unsere mal ersetzen und wir bekommen bald Besuch aus der ersten Welt.
Liebe Grüsse aus Kochi, Indien.
Andi

Meine Antwort kam Minuten später, weil ich – war das Zufall? – gerade am MAC zu tun hatte.

Moin Andi, Blöcke sind für 8 mm Leinen perfekt … bitte keine Blöcke mit Nadel oder Kugellager verwenden, denn die halten nur von Zwölf Uhr bis zur Mittagszeit… Alles keine Geheimnisse…. Alles Gute aus dem Winter, der bald zum Frühjahr wird.
Peter

Hallo Peter, vielen Dank für die prompte Antwort, im australischen Onlineshop (von dort kommt unser Freund angereist) habe ich etwas Vergleichbares gefunden, ich glaube das müsste passen. Unsere Barton Blöcke geben langsam den Geist auf und sollten vor der Reise ins Rote Meer noch ersetzt werden.
Ich werde dich in den nächsten Tagen evtl. nochmals kontaktieren. Ich will unsere Notpinne nochmals etwas optimieren. Die Umsetzung ist immer noch ziemlich bescheiden (ich weiss ich weiss wir hätten das Geld aufwerfen müssen und auf eine mechanische Steuerung umstellen müssen. Die Hydraulik macht nämlich auch faxen, weil der non-return Block nicht mehr richtig dichtet bzw. die Ventile, aber hoffentlich löst sich das Problem mit neuen Federn und Dichtungsringen).

Anyway auf jeden Fall werde ich versuchen eine Skizze auf Papier zu bringen und ein paar Fotos schicken um die Kraftumlenkung zu verbessern (ich habe noch Fotovorschläge von dir die du mir vor 4-5 Jahren geschickt hast).

Lieber Gruss und schönes Weekend!
Andi

Tja, das Thema Hydrauliksteuerung ist rund um den Globus ein Dauerthema für Segler, die hier keine Tabularasa Lösung ins Auge fassen. Wie es hier aber erkennbar wird, hat Andi das Thema geknackt … und seinen Weg gefunden.

Ein schneller Blick in die Records, Donnerwetter, die Blöcke haben aber tapfer lange gehalten. Immerhin ist die SV Juliane nun schon im vierten Jahr auf Rundreise um den Planeten. Wobei hier nicht untersucht werden soll, warum wieso weshalb Blöcke auch endlich sind, denn immerhin sind sie neben dem Rigg, den Segeln und den Nerven des Bordpersonals, vermutlich die am härtesten arbeitenden Komponenten, die dauerhaft dem Versuch zu widerstehen haben, von 8 mm Leinen zersägt zu werden.

Ich erinnere mich an dieser Stelle immer gern einer witzigen Unterhaltung mit Peter Frisch / Harken, vor Jahrzehnten auf den Stegen von Annapolis Maryland, der mich darauf hingewiesen hatte, dass kugelgelagerte Blöcke bei meiner Verwendung schon mal eckige Kugeln bekommen könnten – ergo ungeeignet sind – weil stets und ständig die süssen kleinen Plastik Kugeln tiefer gelegt werden würden. Der Grund, warum ich seitdem beim Deutschen Vertreter von BARTON Hardware, der Firma Lindemann vermutlich zu einem der grössten Abnehmer avanciert bin, was mir allerdings auch nach nunmehr Jahrzehnten der Geschäftsbeziehung mit geschätzt zehntausenden von Blöcken, immer noch kein Verdienstkreuz eingebracht hat. Gute ehrbare Hamburger Kaufleute eben, stets Stacheldraht in der eleganten Tageshose. Aber immer gut und wichtig, wenn man den Humor nicht verlieren kann. Ich kaufe, bezahle, leide und weine still in mich hinein, und kaufe doch weiter ein, will ein lieber Kunde sein, im Herzen des Lieferantilein.

Wo war ich stehen geblieben? Richtig, Andy hatte seine Windpilot Pacific in der Marina Rubicon Lanzarote montiert und ist seither mehr oder weniger geräuschlos bis nach Indien versegelt, hat unterwegs eine Menge erlebt, inklusive der Erfahrung, dass auch ein Stahlschiff mal Wasser machen kann. Ungewöhnlich?

Nach einem halben Jahrhundert darf auch ein Stahlschiff mal Schwäche zeigen! Australien war der ideal Platz zum Reparieren, Schweissen und Revidieren. Und so konnte die Reise dann weiter gehen über Indonesien, Malaysia, bis derzeit nach Indien.

Als Rückweg haben die beiden sich den Suezkanal avisiert, man darf gespannt sein, wie es dabei weiter geht.

Die SV Juliane, eine solide Stahlyacht vom Typ Albatross 43 aus der Feder von Alan Buchanan, wurde übrigens bereits im Jahr 1964 in Poole UK auf Kiel gelegt und ist nach unendlich vielen Reisen noch lange nicht am Ende ihres Schiffslebens.
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SV Puffin – Istvan Kopar US

ALBTRAUM ODER HEIMSUCHUNG – EIN PSYCHOGRAMM

Istvan Psychogramm

SV Mirabelle – Antonin Barrier FR

EIN BESONDERES SCHIFF MIT GESCHICHTE

VIA 42

Tapio Lehtinen über Ham Radio

HAM RADIO – ODER DAS NADELÖHR IN FINLAND

Golden Globe

Golden Globe Race – Tapio Lehtinen ja radioamatööriyhteydet. Jari Jussila kertoo, miten yhteyksiä pidetään la 9.2. klo 17 Purjehdussatamassa.

Gepostet von Vene Båt am Samstag, 9. Februar 2019

Die Kommunikation mit Tapio hat sich eingespielt. Wann immer Tapio Fragen hat, werden diese über Jari Jussila , den Ham Radio Operator in Finland übermittelt, alle Antworten sodann an Tapio vorgelesen, der jedes Gespräch mit seinem Kassettenrekorder speichert, um es anschliessend niederzuschreiben. Jari Jussila´s idyllischer Arbeitsplatz ist hier zu sehen:

Tapio Lehtinen

Golden Globe Race – Windvane Striptease #2

JEAN-LUC VAN DEN HEEDE – MARK SLATS – MENSCH UND MASCHINE

Windv. Striptease #2

SV Asteria – Tapio Lehtinen FIN – GGR

BARNACLES UPDATE 800 nm WEST OF CAPE HOORN

Tapio Lehtinen

 

SV Jaune Citron – Emmanuel Vovard FR

EIN LEBEN MIT DREI WINDPILOTEN

Wiederholungskäufe in Frankreich findet regelmässig seitens der Werften statt. So haben wir hunderte OVNI´s ausgerüstet, BOREAL ordert Windpilot Systeme im Monatstakt und auch bei GARCIA gehört vielfach ein Windpilot zur Heckgarderobe.

Alles ganz normal! Weniger normal, wenn wir an ein und dieselbe Familie nun das dritte Windpilot System zu liefern haben. Emmanuel Vovard schrieb vor kurzem diese Mail:

Bonjour Peter,

En 2005 / 2006, je vous ai acheté un windpilot pacific pour mon Dufour 42 Sortilège qui m’a donné toute satisfaction au cours de toure du monde.

Plus récemment mon fils Victor vous a également acheté un windpilot pacific pour son Gib Sea 312  qui l’a amené en toute sécurité dans le pacifique sud.

J’ai donc toute confiance en votre matériel.

Je souhaite équiper mon voilier Armagnac chantier Aubin de 8.55m et de 2.5t à 3.0t d’un régulateur. 

Merci de me confirmer que le Windpilot pacific light est le bon choix pour ce bateau.

Merci également de m’indiquer la procédure pour finaliser cet achat.

Bien à vous,

Emmanuel VOVARD

Emmanuel hat nun den Plan, mit seiner Jahrzehnte alten Armagnac noch einmal Richtung Westen aufzubrechen, nachdem er seiner Dufour Sortilège die Welt umrundet und sein Sohn Viktor auf einer Gib Sea 312 zwei Jahre im Pacific gewesen ist, wird eine Pacific Light nun seit dritter Kauf bei uns sein. Ein schöneres Kompliment kann man sich eigentlich nicht wünschen … darum verdaue ich das jetzt … und zeige ein paar wunderschöne Fotos aus Emmanuels und Viktors Blog, die gute Laune verbreiten und ein Lächeln auf Gesichter zaubern. Oder nicht?

SV Matmut – Jean Luc Van Den Heede FR

ANKUNFT LES SABLES IM JANUARREGEN

SV Mammut – Jean Luc Van den Heede FR

 

SV Alani – Sarah Schelbert GER

TOUGH – TOUGHER – SARAH

Sarah Schelbert


SV Grégal – Philippe Péché FR

GOLDEN GLOBE RACE – ERFAHRUNGEN IN STICHWORTEN

Philippe Péché FR

 

SV Selene – Kjell Litwin SE

NEXT HARBOUR FALMOUTH

Das Ende der Geschichte von Kjell Litwin wurde vor wenigen Tagen erzählt.

SV Selene – Kjell Litwin SE

Der Anfang begann mit einem Hilferuf aus Schweden, der mich kürzlich von Per Runhammar aus Schweden erreichte:

Good morning Peter!
Hope this letter finds you well. I’m the swedish yachting journalist who pestered you with questions regarding wind vanes some while ago. Anyhow, here is an unusual question for you:

How long would it take to ship a Windpilot to Tasmania?

The backgound: My good friend and fellow club member Kjell Litwin has been forced to make an unplanned call at Hobart/Tasmania on his attempted non-stop-circumnavigation. Kjell is not participating in the Golden Globe Race, but sails along the same route outside of competition. At 71 ears old, he is certainly a very accomplished and skilled sailor, with one circumnavigation to his name already, but along a more leisurely route. However, he has run in to some trouble in the Indian ocean that he cannot solve out at sea. Firstly he unexpectedly run out of fresh water. He has since then collected rain water and was also assisted by Istvan Kopar of the Golden Globe Race, a bit of mid Indian ocean drama that can be read about here: https://goldengloberace.com/istvan-kopar-aid-solo-yachtsman/,. Furthermore, his boat’s underwater hull is covered in goose barnacles and, most importantly, his home built wind vane self steering has broken down beyond repair. I am now in contact with some good people at Royal Yacht Club of Tasmania and they have assured me that they will help him out. I have now taken it upon me to organize as much as I possibly can to prepare for his stay from my desk here in Stockholm, in order to make it as short and inexpensive as possible. he is now at 103 degrees 16 minutes east, on Hobart’s lattitude, which is just over 2 000 NM from Hobart. As he is severely slowed down by the barnacles, I expect this will take him between 20 and 30 days.

Right now, I’m trying to locate a second hand self steering unit for Kjell to pick up at Hobart, which would definately be easier on his wallet, but as I realize this is a slim chance, I will now turn every stone in search of a solution. Hence my question: how long would a shipment to Tasmania take, and what would be the cost of unit and shipment? Kjell’s boat is a Vagabond 31, long keeled and double ender (as I’m sure you know, since you seem to be familiar with all swedish sail boat constructions!). I am assuming that a Windpilot Pacific would be the right choice for him, but you might be able to correct me on that. I am also aware that whatever unit he ends up with his boat will need some sort of structure to support it aft of the rudder, but I seem to remember he already has that, for his old unit.

Anyway, there you go! A long shot and, as I said, turning every stone. I’t may well turn out that a local solution will be more practical than sending a unit from Germany, but at this stage I want to keep all possibilities open.

Thank you in advance and have a nice weekend!

Per Runhammar
Gota Sail Yacht Society
Stockholm/Sweden

Mit Kjell entwickelte sich ein vergnüglicher Mail Wechsel in dessen Verlauf wir viele Gemeinsamkeiten entdeckten, abgesehen davon, dass er, als Mann in gleichem Alter zur zweiten Weltumsegelung unterwegs … und ich immer noch bei der Arbeit bin … was allerdings ohne Zwang erfolgt, weshalb ich bester Laune bin.

Kjell´s letzte Worte:

I hope to arrive in one piece in Stockholm but a lot can go wrong it is still about 15 000 M to go. Yes, I enyoj every second out there.
/Kjell

SV Shimaguni – Peter Paris GER

BUSCHTROMMEL UNTER SEGLERN – FUNKTIONIERT!

Moin Amos,

vielleicht hast Du ja ein paar Bilder abgespeichert und kannst sie mir zuschicken. Das wäre ein sehr konstruktiver und hilfreicher Beitrag zur Aufklärung von Deiner Seite.

Es gibt eine Art Raubkopie der Windpilot pacific light und der Windpilot pacific. Sie trägt die Typbezeichnung „South Atlantic“. Nicht zu verwechseln mit der alten Windpilot Atlantik. Hier der Link

Im großen und ganzen sieht diese „South Atlantic“-WSA (Windselbststeueranlage) der Windpilot in ihren Versionen sehr ähnlich. Allerdings gibt es einen Unterschied, der den Designklau dann doch wieder relativiert und der die „South Atlantic“ dann doch wieder in die Bedeutungslosigkeit zurückkatapultiert. Die „South Atlantic“ hat eine Gestängekupplung, also werden die Impulse der Windfahne über Edelstahlstangen auf das WSA-Ruderblatt übertragen. Die Windpilot-Anlagen, die von Peter Förthmann stammen, haben im Gegensatz zur Atlantic in allen drei Versionen Kegelzahnräder und sind deshalb vorzuziehen, denn die Impulsgebung der Fahne wird nicht nur feiner auf das Pendelruder der Windpilot übertragen, sondern hinzukommt noch der Vorteil der Gierdämpfung, die ein positives Resultat der Kegelzahnräder ist.

Falls es sich tatsächlich nicht um eine originale Windpilot handelt, sondern – wie von Dir angedeutet – eine „baugleiche“ Kopie der Windpilot sein sollte, kann ich Dir nicht unbedingt empfehlen, die angebotene Anlage zu erwerben. Denn es gibt weitere Nachteile, die anzuführen wären, sollte es sich tatsächlich um die vermutete „South Atlantic“ handeln.

Du kannst es selbst herausfinden, welche Nachteile das sind, in dem Du bei YouTube diesen Film anschaust:

Ich denke, das sollte Dich dann am Ende doch nach Hamburg führen; nämlich zum Gandalf der modernsten und zuverlässigsten Windselbststeueranlagen, die man heutzutage auf dem Markt bekommen kann. Jedenfalls schließt eine Windpilot diese Fehler aus, die in dem Film benannt werden.

Du hast ja einiges vor, und Deine Segelyacht soll viele Meilen fressen. Also halte Dich nicht auf mit unsicheren Lösungen. Im Zweifel lieber das Original kaufen. Für Deine Bandholm 30 ist aus meiner Sicht die Windpilot pacific light ausreichend, denn die Bandholm ist sehr kursstabil; vorausgesetzt, der Segel Trimm wird von Dir gut erledigt und die Segelfläche den vorkommenden Windstärke Bedingungen flächenmäßig angepasst.

Ich bin gespannt, wann es losgehen soll mit Deiner Atlantikrundreise!

Mit freundlichem Gruß

Peter Paris