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Ofenheizungen

WICHTIGKEITEN DIE MAN WISSEN SOLLTE

Ofenheizungen

Weihnachtsmarkt in Papeete

Do.,12.Dez.19, Franz.Polyn./Tahiti/Papeete, Tag 2020, 19.044 sm von HH

‚Bling-bling‘, viel ‚bling-bling‘, leuchtet in den abendlichen Gassen von Papeete. Kinder-Engel tanzen mit eingewebten LED-Leuchten im Flügel-Kleid. Begleitet von Müttern mit rosa leuchtenden Katzenöhrchen im Haarreifen und Jungs toben mit gezückten Laser-Schwertern durch die Straßen. Sogar die Kirche ist in einen Traum von Pastell getaucht. Die Polynesier lieben ‚bling-bling‘.

Das weihnachtliche Papeete

Die Kirche trägt heute Pastell

In Deutschland übernimmt ‚Amazon‘ den Job noch rechtzeitig ein Weihnachtsgeschenk für die Lieben zu liefern. In Papeete gibt es dafür einen Weihnachtsmarkt. In der Innenstadt sind die Straßen gesperrt und Buden wurden aufgestellt. Konsumterror vom Feinsten. Elektronisches Spielzeug oder Rutsche-Autos – wahlweise elektrisch – für die Kinder, Schmuck und Damenklamotten für Mutti und Seife oder ein Tuch für Oma. Es gibt sogar Tische mit Geschenke-Einpack-Service. Das Papier ist quietsch bunt und glänzt. Bling-bling.

Barbie-Puppenträume werden wahr

Für die großen Mädchen – Mister Tahiti Kalender

Die Straßen sind voll am Eröffnungsabend. Vor der Kirche spielt eine Big Band entweder Hits von Queen oder leichte Klassik. Eine Parade zieht vorbei: Stelzenläufer, eine Sambatruppe und ‚König-der-Löwen-Pappmaschee-Figuren‘ sind auf einem Anhänger drapiert. Sogar ein Schneemann läuft in der Parade mit. Aus Sicherheitsgründen ohne Ärmel am winterdicken Kostüm – bei 30 Grad Außentemperatur. Eine Artistin zeigt ihr Können in Tuch-Akrobatik. Gleich gegenüber führt eine Truppe traditionelle Tänze vor. Oder man kann sich vor der Kulisse schneebedeckter Tannenbäumen in einem Korbsessel fotografieren lassen.
Der Weihnachtsmarkt ist Karneval mit etwas Zirkus und einer Prise Hollywood und Klamauk.

Schneemann mit seinen Prinzessinnen

Noch eine Prinzessin

Neben Plastik-Spielzeug aus China gibt es reichlich Stände mit Kunsthandwerk. Gravierte Gläser, selbstgemachte Marmeladen oder Holzbretter von denen die Gesichter der Familie herunter lächeln. Nichts, was es nicht gibt; nichts, was man wirklich braucht. Typisch Weihnachtsmarkt.
Das einzige, was es nicht gibt, sind Fressbuden. Kein Schwenkgrill, keine Pilzpfanne, keine Crêpes. Wo sind die Liebesäpfel? Wo die Currywurst? Zumindest Pommes könnte es doch geben, sind die doch so beliebt in Polynesien. Von Bierbude oder Glühwein brauchen wir gar nicht sprechen. Alkohol in der Öffentlichkeit zu trinken, ist sowieso tabu.
Einen schönen dritten Advent ins kalte Deutschland mit Punsch auf dem Weihnachtsmarkt. Bling-bling. ;-)

Weihnachtsmarkt in Papeete

SV Ikinoo – Hans en Sonja van Nieuwenhuyze NED

EIN KARUSSELL ALS PERPETUUM MOBILE

Segler befruchten Segler, fast jeder Leser meines Blogs kennt mein Marketing Konzept, ich brauche nur noch – hier und dort – ein wenig Anschieben und Erklären, ansonsten für einen reibungslosen Produktionsprozess sowie gutgeölte Logistik zu sorgen … den Rest erledigen die Segler selbst, sie montieren, ich kontrolliere … und höre manches Mal selbst nach Jahren: NIX! Ein gutes Zeichen.

Eine kleine BREEHORN Geschichte, wie sie so typisch ist. Die SV Ikinoo – eine Breehorn 44 – ist unter ihrem 1. Eigner Walter B. bereits um den Globus gesegelt, eine Windpilot aus der ersten Serie am Heck. Das Schiff wurde vor einigen Jahren an Hans und Sonja verkauft, die zwischenzeitlich auch schon wieder in NZ gelandet sind.

Kürzlich erhalte ich von Hans die Botschaft, dass die Bremsbänder des Radadapters verschlissen sind, und er zum Festsetzen mit einer Schraubzwinge übergegangen ist. Ersatz wurde gestern an UPS übergeben …

Interessanter, dass ich von einem weiteren Breehorn 44 Eigner aus NZ einen Auftrag erhalten habe, ihm ebenfalls eine Pacific zu liefern. Offenbar ist Frans D. mit Autopilot um die halbe Welt gesegelt. Seine Entscheidung sei gefallen, weil die Segler von der Ikinoo „very very satisfied“ mit ihrer Windpilot Anlage sind.

So dreht sich das Rad weiter und weiter … und es gibt viele neue X-Mas Geschenke in Form von windigen Piloten, die in Transport Boxen rund um den Globus fliegen.

Sollte ich dagegen protestieren? Ich füge mich statt dessen in mein Schicksal, als Weihnachtsmann meinen Job zu machen.

Peter Foerthmann

SV Dream – Katharina Krause + Hellmut Haferland GER

GO SMALL – GO CHEAP – GO NOW

Warum ich meine Arbeit nach 44.Jahren mit Freude weiter mache? Schnellantwort: Weil der Umgang mit der weltweiten Seglerschaft mehr Freude als Arbeit macht, weil ich nur noch selten mühselige Überzeugungskleinarbeit leisten muss, weil die Windpilot Community dies interaktiv erledigt.

Mit Katti und Hellmut war es besonders elegant, denn sie waren bereits entschlossen, eine Windpilot Heckverzierung zu kaufen, bevor sie ihr Schiff erworben, aufgefixt und final ins Wasser geschoben haben. So ging im Frühjahr dann alles ganz fix, auch wenn Hellmut vor dem Bohrer der Löcher offenbar noch seinen Arzt hat konsultieren müssen. Zwischen Erstkontakt und UPS Versand lagen vier 4 Tage, ganz genau so, wie es bei US orders üblich ist.

Danach Sendepause! Vor wenigen Tagen dann diese Mail:

Lieber Peter,
dank Windpilot sind wir flott bis in die Stockholmer Schären gelangt, weil wir einige Nächte durchgesegelt haben, ganz ohne Arbeit an der Pinne. Der Windpilot arbeitet an der Vindö 32 ganz hervorragend unter allen Bedingungen, auch bei schwächstem Wind von achtern. Auf unserer Reise gab es keinen einzigen Aufschiesser bzw. Ausrutscher, der Windpilot hat seinen fabelhaften Job gemacht, wir wurden zu erholten Beifahrern, die die Reise genossen haben.

Das Marktpotential von Windpiloten scheint mir enorm zu sein. Wir sind immer wieder angesprochen worden.

Unsere Vindö ist von Natur aus kursstabil, der Segeltrimm geriet fast zur Nebensache, was an der Kette schnell zu korrigieren gewesen ist. Klar, könnte man hier unterwegs spielen, aber wir halten lieber mal ein Nickerchen…

Für Deine Beratung und für den Windpiloten möchten wir Dir nochmal sehr danken. Alles war prima konfiguriert und hat von Minute eins bestens funktioniert.

Jedenfalls wurden wir über Nacht vom Küsten- zum Fahrtensegler!

Herzliche Grüße aus Anklam
Hellmut und Katti
SY Dream

Vorträge vom Pionier der Charter-Versicherungen auf der boot Düsseldorf 2020

Heute darf ich Euch schon die Vortragstermine von Dr. Friedrich Schöchl auf der boot Düsseldorf 2020 ankündigen, mit dem Thema: Die Haftung des Skippers – seine Rechte, seine Pflichten Messeinteressierte aufgepasst! Die kommende boot Düsseldorf 2020 bietet ein neues Highlight für Charter-Skipper und solche, die es noch werden wollen: Der …

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Menschenschmuggel auf Yachten

Es ist mittlerweile ein paar Jahre her, zusammen mit Freunden hatte ich ein Boot in der Türkei gechartet. Wir lagen gerade an einem wackeligen Steg eines Restaurants in irgendeiner Bucht. Neben uns machte ein Segler fest, das Boot ein wenig abgerockt, an Bord ein paar Touristen mit ihrem Skipper. Kojencharter. Sie waren gerade aus Griechenland gekommen. Er schickte seine Crew auf Landgang, dann ging alles sehr schnell. Mehrere Männer erschienen, bepackt mit Kisten, die sie an Bord trugen, dafür nahmen sie ein paar Tüten mit. Kurz darauf saß der Skipper auf dem Vorschiff und kiffte. Die Anspannung schien von ihm abzufallen.

 

Was in den Kisten und Tüten war, wissen wir nicht. Vielleicht waren es ja nur Lebensmittel. Aber in unserer Fantasie lagen wir neben einem Schmuggler. Wahrscheinlich nicht nur in unserer Fantasie. 

 

Diese Anekdote lieferte die Idee, aus der mein erster Krimi gestrickt werden sollte. Die Schmuggelware sollte aber menschlicher Natur sein. Passte irgendwie in die Zeit. Damals ahnte ich noch nicht, dass längst auch andere die Idee hatten, mit Yachten Flüchtlinge zu schmuggeln. Allerdings nicht als Idee für ein Buch, sondern für den ultimativen Reibach. 

 

Als ich vor über einem Jahr das Boot in der Türkei kaufte, hörte ich gleich in der ersten Woche Anekdoten, wie ukrainische Menschenschmuggler Charteryachten für ihr Geschäft missbrauchen. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich längst angefangen, an dem Krimi zu. arbeiten. Aber andere Projekte kamen dazwischen. Trotzdem sperrte ich seitdem Augen und Ohren auf, um Stoff zu sammeln, aus dem einmal ein Buch werden soll. Als dann am ersten Advent in Griechenland  eine Yacht gestohlen wurde, die tags darauf mit 56 Flüchtlingen an Bord vor Italien aufgebracht wurde, war klar, dass diese Entwicklung nicht nur Vorlage für ein Buch sein kann. Der Artikel über das relativ neue Phänomen ist bei Spiegel.de erschienen. Hier geht es zum Text

Vorträge vom Pionier der Charter-Versicherungen auf der boot Düsseldorf 2020

Heute darf ich Euch schon die Vortragstermine von Dr. Friedrich Schöchl auf der boot Düsseldorf 2020 ankündigen, mit dem Thema: Die Haftung des Skippers – seine Rechte, seine Pflichten Messeinteressierte aufgepasst! Die kommende boot Düsseldorf 2020 bietet ein neues Highlight für Charter-Skipper und solche, die es noch werden wollen: Der …

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Alles was Recht ist: Dr. Schöchl’s Kolumne im Yachtmagazin ocean7

Hier findet Ihr interessante und lesenswerte Artikel von Dr. Friedrich Schöchl zu den Themen Yacht- und Skipperversicherungen, die bereits im Yachtmagazin ocean7 veröffentlicht wurden… Giftige Klauseln im Chartervertrag Die letzten Jahre haben einen sehr beunruhigenden Trend aufgezeigt – zu Lasten der Charterkunden. PDF downloaden       Klick und – …

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Du schaffst das Micha!

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Es geht langsam voran

Die Folgen des künstlichen Komas rücken Tag für Tag in die Vergangenheit. Ich könnte jetzt noch nen bisschen Leiden – Lassen wir mal. Wir schauen nach vorne. Gestern ein halbes Liter Blut und schon komme ich wieder in die Hufe. ich gehe alleine mit dem Hund spazieren, Einkaufen und ein DPD Päckchen abholen. „Papa. Du sollst doch nicht bestellen. Vor allen Dingen nicht bei Kite Worldwide!“ Maya schaut mich böse an. „Ich habe nichts bestellt!“ Zugegeben ich habe mir heute morgen zum ersten Mals seit Wochen ein paar Kiteboards im Web angeschaut. Ein deutliches Zeichen dafür, dass meine Lebensgeister wieder wach werden. Kitefreund und CEO Jürgen von KiteWorldWide schickt ein ganzes Überraschungspacket mit Merchandise Geschenken. Danke Jürgen. Aber vor allen Dingen schickt Jürgen eine Karte mit einer Aufnahme aus Mayreau next der Tobago Keys, dass er zufällig auf meinem Blog war und so von meiner Situation erfahren hat. Nicht ohne zu bemerken, dass unsere Bücher sein Leben verändert haben. Ich bin schon gerührt. Mit „Du schaffst das Micha. Nächstes Jahr Kiten wir zusammen“, bringt mich dann mal wieder Nähe zum Wasser. Mir laufen wieder zwei blaue Tränen aus Blueland über die Wange. Wat bin ich für eine Heulsuse geworden im Moment.

Für die Schlauen unter uns: Mal www.amlmutations.com besuchen, von denen ich das schöne und böse Bild genommen habe. Das mutierte Rezidiv gegen das Dr. Helge in meinem Fall anstürmt ist die FLT3, woraus sich klar ergibt, dass mir nur mit einer Transplantation zu helfen ist. Dünnes Eis würde ich mal sagen. Dr. Helge sieht das cool. Über tausend Transplantationen hat er schon gemacht in den letzten 2 Jahrzehnten. „Und wieviele Deiner Patienten leben noch?“ „Die Hälfte.“ Is ja mal ne Ansage Helge. „Deine Blutwerte sind o.k. Vorm Wochenende schaust Du am Freitag noch mal rein und am kommenden Dienstag machen wir einen Knochenmarkspunktion, mit Weichei Injektion Propofol.“ Ich grinse. Helge sorgt schon dafür, dass mir nicht langweilig wird. Ich habe das Gefühl, dass er nicht zu den Verlierern gehören will.

Viel Gerüchte gibt es mal wieder um die MARLIN. Man munkelt, dass sie zu verkaufen sei. Richtig. Aber schon seit drei Jahren. Nur der Käufer mit dem Sack Geld hat sich noch nicht finden lassen. Grins! Plan B tritt ein. Im April Mai wird die MARLIN nach Europa gesegelt. Ganz vorne auf meiner Wunschliste steht Skipper Jan, dem die Tour ja noch in den Referenzen fehlt. Die ersten Mitseglerbewerbungen kommen auch schon rein. Muss ich wohl die Törns am Wochenende mal auf die Website einstellen.


Mitsegeln auf der MARLIN!

Atlantiküberquerung West – Ost 2020. Sichere Dir Deinen Platz.

JOIN THE CREW:
lin-expeditions.com/ ” target=”_blank” rel=„noopener”>www.marlin-expeditions.com

Up and down

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Straight Up Richtung Transplantation

„Lieber Micha, wenn jemand aus einer bescheidenen Situation wie Deiner aktuellen wieder heraus kommt, dann bist Du es. Du hast die nötige Kraft und die richtige Einstellung, um die Krankheit zu überwinden. Und offenbar bekommst Du die bestmögliche medizinische Versorgung, um wieder ins richtige Leben zurückzukehren. Gern würde ich Dir ein gutes Beispiel als Vorbild zur Unterstützung zitieren, aber mir fällt kein angemessenes ein. Du bist selbst ein grandioses Vorbild für Lebenswillen und Durchhaltevermögen. Du machst Mut, so wie Du lebst und kämpfst. Danke für Deine Lebenslust und Deine Ehrlichkeit! Mögen die nächsten Manöver gelingen. Ich wünsche Dir von Herzen alles, was Du brauchst und drücke die Daumen. Barbara“

Mails wie von Barbara machen mich zuversichtlich glücklich und traurig zugleich. Ich kann Barbara nicht in meiner Lebenserinnerung finden. „Danke. Wer bist Du?”, antworte ich ihr. Mein Mut zu kommenden Stammzellentherapie schwankt von total euphorisch zu total deprimiert. Ich meide die Öffentlichkeit um mir keine Infektion zu holen, mein Immunsystem ist total im Keller durch die Anti-Leukämietabletten. Dafür steigen die Vitalitätswerte. Ich kann wieder mit Gummistiefeln durch den Wald stampfen und gestern hab ich mich nach Wochen zum ersten Mal nach Wochen wieder hinters Steuer des Volvos gesetzt. Während meines Komas im Krankenhaus wurde ich wohl mal etwas ungünstig im Bett umgelagert und habe mir den rechten Nervus ulnaris (Musiknerv) einklemmt. Unangenehm, sehr unangenehm. Mein rechter unterer Handballen und der rechte kleine Finger sind taub, kribbeln und tun komisch weh. Das behindert mich sehr bei der Arbeit am Computer. Nathalie hat mir einen unkomplizierten Kollegentermin bei der Neurologin besorgt. „Warten. Physiotherapie. Vermutlich kommt der Nerv von alleine wieder. Mit sechs Monaten müssen sie rechnen.“ ist die die Diagnose. Ich hatte schon mit so etwas gerechnet. Das Leben ist eben kein Ponyhof. Ich versuche das Schreiben des Blogs und weiterer längerer Texte derweilen mal mit einer Wärmflasche unter dem rechten Arm und Handgelenk. Improvisation ist alles.

Ansonsten geht hier natürlich alles voll sein Program ab. Weihnachten nähert sich täglich und Nathalie und die Kinder fallen in den Vorbereitungsrausch. Heute werden Plätzchen gebacken. Geschenklisten wurden zum Nikolaus ausgetauscht und ich Weihnachtsmuffel, der normalerweise schnell auf die MARLIN flüchten würde, steckt mittendrin.

Ich wünsche meinen Lesern ein schönes zweites Adventsfest.


Mitsegeln auf der MARLIN!

Atlantiküberquerung West – Ost 2020. Sichere Dir Deinen Platz.

” rel=”noopener” target=”_blank”>JOIN THE CREW

Polynesische Tattoos

So., 8.Dez.19, Franz.Polyn./Tahiti/Papeete, Tag 2016, 19.044 sm von HH

Gefühlt sind auf Tahiti achtzig Prozent aller Menschen tätowiert. Wobei die Dunkelziffer, verdeckt durch T-Shirts, noch deutlich höher liegen dürfte.
Alte, Junge, Frauen, Männer. Tätowierungen ziehen sich durch alle Schichten und jedes Alter. Kunstvolle, grafische Tattoos. Großflächige Tattoos. Viel weniger Schrott als man in Deutschland sehen kann. Sauber gestochene Arbeiten mit exakten Linien, umsichtig an das jeweilige Köperteil angepasst und nicht willkürlich irgendwo aufgetackert.
Diese Tätowierungen erzählen eine Geschichte: die Geburt der Kinder, die Anzahl der Geschwister, die Schutzgeister der Familie, eigene Hobbies; die gesamte Familienchronik kann sich im Körperbild wiederfinden. Verschlüsselt durch Symbole, getarnt durch Ranken und Girlanden.

Rücken eines Tänzers von den Marquesas

Junge Frau in Gambier – Tattoo gestochen auf Tahiti

Strandbegegnung

Schöner Rücken auf einem Prospekt

Viele Völker kennen seit Jahrtausenden die Kunst des Tätowierens. Unabhängig von einander entwickelten sich verschiedene Methoden die Farbe auf die Haut zu bringen. Wer damit begonnen hat, ist unklar. Klar ist jedoch, dass der Begriff ‚Tattoo‘ seinen Ursprung aus dem Tahitianischen hat: te tatau.

In Polynesien hat die Kunst des Tätowierens ihren Ursprung auf den Marquesas. Als sich nach der Entdeckung der Südsee die Missionare auf den Inseln breit machten und ihren Glauben auf die Bevölkerung stülpten, wurden Tätowierungen (und Tänze, Trommeln und Gesang) im 18. Jahrhundert verboten.
Dass die Motive der Tattoos nicht verloren gegangen sind, ist einem Deutschen zu verdanken. Karl von den Steinen, Mediziner und Ethnologe, besuchte 1897 die Marquesas. Er sammelte die Motive und deren Bedeutung von der älteren Bevölkerung, die zum Teil von Kopf bis Fuß tätowiert gewesen ist.
Er schrieb die Legenden und Rituale nieder und veröffentlichte 1928 ein dreibändiges Werk ‚die Marquesaner und ihre Kunst‘ aus dem sich heute die Tätowierer ihre Vorlagen holen. Vor gut fünfzig Jahren begann ein Revival der Tätowier-Kunst in Polynesien. Die Polynesier besannen sich ihrer alter Kulturen und Riten und das Tattoo erwachte erneut zum Leben.

Komplett tätowierter Marquesaner gezeichnet von Karl von den Steinen

Aufzeichnungen von Karl von den Steinen

Alphabet der Symbole

Heute wird mit modernen Maschinen gestochen. An jeder Ecke in Papeete findet man ein Tattoo-Studio. Kein Tag an dem man nicht jemand mit Klarsichtfolie am Arm oder Bein begegnet, dem sicheren Zeichen einer frischen Tätowierung darunter. Anhand der Übersetzung de Symbole kann sich jeder seine individuelle Geschichte stechen lassen. Die Künstler stellen die entsprechenden Motive nach den eigenen Vorgaben zusammen.

Übersetzung eines individuellen Tattoos – Foto credit: Linda Edeiken thank you very much

Nur noch eine Handvoll Tätowierer bedient sich der alten Methoden mit einem Tätowierkamm und Holzstab. Die Prozedur soll schmerzhafter sein und länger dauern, Termine sind dort trotzdem schwer zu bekommen. Die traditionellen Tätowierer mögen es nicht Touristen zu tätowieren, habe ich gelesen: „Für die Gäste sei es nur ein Souvenir, für die Einheimischen sei es ein Teil ihrer Identität.“
Vielleicht ganz gut so, denn so manches polynesisches Tattoo wirkt auf europäisch weißer Haut wie ein Unfall. Deplatziert und befremdlich neben den verschnörkelten Namen der Kinder auf dem Unterarm.

Und wir? Wir warten weiterhin auf Wind … :roll:

SV Nadir – Hermann Reischl GER

ALLE WEGE FÜHREN NACH ROM – ALSO HAMBURG

SN Nadir – Reischl