Monatsarchive: November 2011

TO – bekalmt von Seglern im Pazifik

Dies ist die Mail von SV KIRA VON CELLE, Beate und Detlev Schmandt aus New Zealand vom 30.11.2011

Lieber Peter,
wir haben zusammen mit Helmut von der SV LOP TO seit Monaten ein Wetter und Informationsnetz für die nördlichen Inseln und dann für den Sail nach NewZealand gemacht.

Es waren gut zwanzig Yachten beisammen, nur deutschsprachige. Wir haben sie gesehen in Fiji und jetzt wieder in Opua, dazu die, die aus Tonga kamen.

Es weht nicht ein einziger TO-Stander hier, NICHT EINER ! Wer wissen will, wieviele Yachten neu in den Pacific eingesegelt sind, erhält über TO Position Report keine relevanten Daten mehr.

Die Zeiten haben sich geändert, dramatisch geändert. Es ist vorbei mit dem TO, egal was die Herren machen werden. Selbst wenn die Wende käme, womit ja nun nicht einmal ansatzweise zu rechnen ist, was nützt das noch, TO ist einfach kein Thema mehr hier draussen.
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Bio #2 1966 – 1976 Sturm – Drang – Zwang

Von der Seefahrt mit eingekniffenem Schwanz wieder nach Haus zurückgekommen, galt das Gebot der Stunde, sich vorerst ein wenig leiser zu verhalten bei der Alten. Bei aller Freude meiner schlauen Mutter über die Heimkehr des verlorenen Sohnes, konnte sie sich hingegen nicht verkneifen, mir täglich meine berufliche Fehlentscheidung unter die Nase mir zu reiben und mit weisen Gesten ihr mütterlich erhabenes Besserwissen zu vermitteln. „Ich wußte, dass Dir die Seefahrt nicht gefallen würde!“ Das war der Standard Satz – und ich konnte nicht widersprechen, denn ich hatte die Steilvorlage selbst gegeben: ich war ja wieder nach Hause zurück gekommen!
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rudderless

via: http://segelreporter.com

maxi style

thx Tammo

Mit Sicherheit Ansichtssache

Wer in unseren Breitengraden sein Schiff an Land verholt, kann sicher sein, dass für derart haarsträubend gefährliches Unterfangen hier allgegenwärtig Vorschriften erlassen worden sind, die akribisch befolgt und umgesetzt werden, notfalls mit Gewalt oder Androhung, ein Schiff aus dem Hafen zu verbannen. In professionellen Marinas werden Standard Gestelle verwendet, die für das jeweilige Schiff individualisiert und eingerichtet werden. Umkippen an Land ausgeschlossen.

Der Denkprozess wurde in Gang gesetzt, nachdem z.B. im Hamburger Yachthafen in Wedel im Jahre 1976 eine ganze Schiffs Flotte von seinen Landliegeplätzen reissaus genommen hatte und sich bis in die Obstmarschen schwimmender weise geflüchtet hatten. Die Sturmflut hat mitgeholfen, den Schiffen flächig sogar in den Hallen zu einem Ausflug zu verhelfen. Meine Stahlyawl lehnte damals in Halle II lässig an einem hölzernen Hallenpfeiler, nachdem sämtliches Pallholz vom nebenan liegenden kleineren Schiffen, beim Weg ins Freie, zur Seite geräumt worden war. Mein Schiff blieb damals unverletzt, ganz in Gegensatz zu einigen frechen Yachten, die per Autokran in den Obstmarschen wieder eingefangen werden musste um sie wieder artig in die Halle zu verfrachten.

Seit diesen Ereignissen herrscht in Wedel Bockzwang und verschiedene Schlosserei Betriebe hatten eine Menge solide Doppel T-Träger zu verarbeiten.

Die Sicherheits Politik hat sich ausgezahlt, in Wedel hat sich seither kein Schiff mehr aus seinem zugewiesenen Winterlager Stellplatz befreien können – dort herrscht strenges Platzmanagement, man kann dort mit zugebundenen Augen in den Hallen über Jahre sein Schiff an stets dem gleichen Platz wiederfinden.

Ich glaube es ist im Hamburger Raum heute aussergewöhnlich, wenn Schiffe noch traditionell mit Vierkantholz und Keil aufgepallt werden, in Harburg ist dies verschiedentlich allerdings noch Stand der Technik.

In Gran Canaria sieht die Sache anders aus! Wer hier sein Schiff mit Travellift an Land versetzten lässt und sich dann entschließt, auch an Bord zu wohnen, kann Alpträume bekommen angesichts der hier üblichen Usancen.
Ein paar Beispiele belegen dies ohne Worte:

El Hierro – Sorgen der anderen Art

Wie einige Anwohner an der Südküste von Gran Canaria besorgt bemerkten: ein Vulkan Ausbruch in El Hierro könnte das Leben kollosal verändern. Es herrscht seit heute Alarmstufe ROT

Kanaren – manchmal schon die Endstation

Wenn für Millionen von Nordeuropäern die Kanaren zum alljährlicher Fluchtpunkt geraten sind, um dort Sonne zu tanken und die bleichen Körper lecker braun zu rösten, sieht die Gemengelage für Segler ein wenig anders aus, denn für Sie liegt hier der Point of No return auf dem Weg ins Karibische Segelparadies. Wer einmal nach Westen losgefahren ist, schließt mit Europa ab, bis im Westen ein neues Morgen beginnt. Für Segler sind die Kanaren der Flaschenhals, den sie passieren müssen, um vollbeladen und betankt, Richtung Paradies Europa final zu entfliehen.

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Las Palmas nach der ARC – ein Resumee

Es ist ein wenig Ruhe eingekehrt nach der hektischen Betriebsamkeit, die 1200 Mannschaften im Hafen verursacht, weil sie sämtlich zeitgleich am Sonntag den 20.11.2011 den Hafen zu verlassen hatten.

Es ist die Ruhe, die der Gewissheit entspringt, dass der Termin zum Aufbruch nach Westen eigentlich zu früh gewählt, um einen sicheren Rückenwind zu erwischen, der der Barfußroute ihren Namen gegeben hat: Passat heißt die alte Dame, die von schräg achtern schiebt, wenn man nicht zu früh losgefahren ist, denn es gilt die alte Regel, dass die Segel sich besser füllen, wenn man ein wenig später fährt.

Unter Seglern ist es Stand der Technik, dass zu frühes Losfahren schon mal bestraft wird, durch Flaute, Gegenwind oder gar die runden Hurrikane, die sich im Zielgebiet noch nicht zuverlässig ausgepustet haben.

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Im Tretboot von Gran Canaria nach Barbados

Ocean Pedalo Challenge 2011

Mit einem Tretboot hat sich zuletzt SIR VIVAL Rüdiger Nehberg auf den Atlantik getraut, als er bis nach Brasilien strampelte um auf die Nöte der Indianer aufmerksam zu machen.


Seit gestern Freitag 25.November sind nun zwei junge englische Brüder, KIERAN + SHAUN SWEENY aus Cumbria UK unterwegs von Puerto de Mogan nach Barbados. Sie wollen 5 Rekorde aufstellen mit ihrem selbstgebauten PEDALO BOAT. Sie wollen den Atlantik in Rekordzeit meistern, indem sie im 2 Std Takt in die Pedale treten. Begleitet werden Sie von einem Offshore Ruderboot mit zwei Freunden. Beide Boote machen die Reise unassisted, d.h. ohne Begleitboot.

Unterstützt von vielen Sponsoren aus ihrem heimatlichen Umfeld betreiben die Jungs FUNDRAISING für das Children’s Heart Unit at the Freeman Hospital in Newcastle, einem der zwei englischen Zentren für Herztransplantation für Kinder.

Die Boote sind perfekt ausgerüstet mit Wassermacher, Stromgenerator, AIS und allen elektronischen Hilfsmitteln
Die Reise ist zu verfolgen über tracking link.

Regattasegeln – Bootsbeherrschung und Speed

Grundsätzlich gibt es 2 Möglichkeiten eine Regatta zu gewinnen. Entweder man verkürzt die zu segelne Strecke durch geschicktes Ausnutzen von Winddrehern auf ein Minimum oder man segelt einfach schneller. Klingt doch simpel, oder?

Im zweiten Teil unserer Regattasegeln Serie geht es diesmal um Bootsbeherrschung und Speed. Marcus Bauer vom Sailing Team Germany erklärt, was zu beachten ist.

luscious friday

DesTopNews 2011-47