Archiv der Kategorie: Blogs

SV Ivalu – Corinna Mayer + Martin Finkbeiner AT

IVALU SEIT JAHRZEHNTEN UNTER WINDPILOT UNTERWEGS

Ivalu

SV Data Tux – Helen Heutschi + Hansueli Schwaninger CH

HONOLULU ZUM ZWEITEN – HANSUELI´S BERICHT
Fazit unseres Corona bedingten langen Aufenthaltes vom 10. März bis Ende Mai/Anfang Juni 2020 im HYC Honolulu. Die Infrastruktur für die meisten Bootsarbeiten auf Oahu bleibt intakt, Verzögerungen sind möglich. Auskünfte über Visum Verlängerungsmöglichkeiten werden sowohl telefonisch als auch per Mail mit grosser Hilfsbereitschaft vom CBP gegeben. Honolulu und seine Umgebung erleben wir, soweit möglich, nur mit vereinzelten Touristen; eine Ausnahmesituation. Die meisten Sehenswürdigkeiten sind geschlossen. Wir verbringen eine ruhige, jedoch im Vergleich zu anderen LangfahrtseglerInnen, sehr angenehme Halbfreiheit im Hawaii Yacht Club.
Helen und Hansueli
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SV Maselle – Gabrielle Heggli + Thomas Guerra CH

EIN ENDE OHNE SCHRECKEN
Mit einem Beinbruch fing alles an, aber dabei ist es nicht geblieben. Still und heimlich, und von langsamer Hand hat sich ein stilles Band ergeben, das ein paar Seelen fortan verband.


Es sind diese Zusammenhänge, die mir Übergänge zu Menschen gleicher Wellenlänge verschaffen, Seelenverwandte, die aus Bekannten Freunde machen, auch wenn man sie weder mit Händen noch den Augen je hat anfassen können. Mates of Soul! Das trifft den Kern. Mein Lebens Treibstoff, der meine Tage vergoldet, mir Lebensfreude garantiert, mich aufrecht erhält und in dunklen Tagen die Hoffnung nicht verlieren lässt, weil ich einfach weiter nach neuen Seelen Verwandten suche und meine Hoffnung nie verliere! Nein, ich baue hier keinen Thron, ich sage, ganz ohne Hohn: es sind die Menschen, die mich interessieren, Glückstage für mich, wenn ich bemerke, dass Sensoren stimmig, keiner grimmig, jeder ohne menschliches Gehabe einander mitzuteilen in der Lage ist, gänzlich unverstellt Verbindung zum Gegenüber finden kann. Glücksmomente, die meine Synapsen zum Fliegen bringen, und Gedichte rasend schnell zu verfassen, wie dieses:

SV Maselle

Ich begleite Gabrielle und Thomas mit Freuden, erlebe mit angehaltenem Atem kleine Niederlagen, und erkenne, dass sich hier zwei Menschen zu einem gemeinsamen Weg entschlossen haben, der durch Nichts in der Welt zu trennen ist. Ein Lebensansatz, der dem meinem entspricht, und vielleicht das Geheimnis stillen Verstehens, weil erkennbar für uns alle vier – meine Frau ist mit im Boot! – der Grundsatz gilt: nur in Harmonie zu Zweit, gegenseitigem Verstehen und Respekt, ist ein Leben zu bestehen, insbesondere in einer Zeit, in der wir alle von Feinden umzingelt sind.

SV Maselle Gabrielle Heggli + Thomas Guerra CH

SV Maselle – Gabrielle Heggli + Thomas Guerra CH

Ich habe die beiden seit zwei Jahren begleitet, berichtet und teilgenommen. Die Corona Einschnitte haben in das Leben von Gabrielle und Thomas einen tiefen Schnitt gemacht, der sie hat Konsequenzen ziehen lassen, die sie mit eigenen Worten als Ende ohne Schrecken beschreiben. Für mich Ausdruck von Resilienz, die bei Umbrüchen jeder Art die Lebensfreude erhalten hilft – die auch mein ständiger Lebensbegleiter ist.

Alles Gute Ihr Zwei!

12.07.2020
Peter Foerthmann

SV Kati Kati – Eckehard Schulz GER

JEANNEAU 26 – OSTSEE SOMMER ESTLAND UND ZURÜCK
Lieber Peter Förthmann, eines vornweg : Ich bin immer wieder begeistert von der Windpilot. Vor 2 Jahren hatte die mich über 2000 sm rund Ostsee unter allen Bedingungen gesteuert. Mitte Mai bin ich dann von meinem Heimatrevier aus die Flüsse Spree und Oder lang runter in Richtung Stettiner Haff gestartet.

Überwiegend habe ich als Crew immer einen Mitsegler auf der Tour dabei, idR Freunde aus allen Zeiten, die sich sofort für ein Stück Mitsegeln interessierten. Bisher war ein richtiger Segler mit Erfahrung dabei, der selbst Eigner einer neuen 35 Fuß Degerö ist. In kurzen Worten, die Windpilot funktionierte auf Anhieb sehr gut und ich werde meinen Freunden im Segelclub die selbst größere Touren machen, anhand der Plotter Aufzeichnungen zeigen können, wie gut die Windpilot steuert. Inzwischen habe ich Sie auf allen möglichen Kursen genutzt auch bei achterlichem Wind auf dem kleinen Boot, sicheres steuern – das macht Spaß.
Eine Bewährungsprobe war bei Starkwind auf Kaliningrad zu, da mussten wir (ich) unterwegs noch einmal Kontakt zu Boarderguard und anderem Traffic Control aufnehmen – ich war defacto Single handed unterwegs – 1,5m Welle – Boot hat sicher Kurs gehalten.
Also alles bestens.
Eine Frage habe ich trotzdem: Ist es richtig, dass der Pendelarm (nr.300) mit Lagerschale (nr.302) von Anfang an (für meine Begriffe etwas zu viel) Spiel hat? Weil einstellen kann man ja da nicht wirklich etwas. Wäre schön, kurz dazu von Ihnen zu hören
Mit seglerischen Grüßen von der Ostsee zZ Saaremaa (Estland)
Eckehard Schulz, SY KatiKati

Mein Kommentar

Moin Herr Schulz, danke für die netten Zeilen … endlich mal ein Windpilot, der funktioniert … :))
LAGERSPIEL: ist elementar und notwendigerweise vorhanden. Ist es zu klein, setzen sich die Lager voll Salz … und dann geht erst die Leichtgängigkeit flöten… danach die ganze Anlage zum Schlafen.
Mein Rat: weiter segeln, keine Sorgen machen …..
schicke Grüße und Good Luck für einen weiteren tollen Segelsommer!
Peter Foerthmann

SV Zen Again – Mike + Nikki Reynolds AUS

WIE VIELE LEBEN HAT EIN SCHIFF?
Schiffsnamen können eine Menge verraten, zwangsläufig ist das allerdings nicht, aber ein Zufallstreffer wird schon interessant. Wikipedia hilft feinsinnig, aber auch dort wird dem Leser nur ein Anstoss gegeben.

Der Schüler fragte den Meister, was den Meister von ihm unterscheide. Der Zen-Meister entgegnete ihm: „Wenn ich gehe, dann gehe ich. Wenn ich esse, dann esse ich. Wenn ich schlafe, dann schlafe ich. Der Schüler erwiderte: „Aber das mache ich doch auch.“ Der Zen-Meister antwortete:“Wenn Du gehst, denkst Du ans Essen und wenn Du isst, dann denkst Du ans Schlafen. Wenn Du schlafen sollst, denkst Du an alles Mögliche. Das unterscheidet uns.“

Die Geschichte von Nikki und Mike Reynolds, einem Seglerpaar aus Freemantle in Western Australia entwickelte sich ungewöhnlich und aussergewöhnlich umfangreich, was hier nun keine Beschwerde ist, hingegen Ausdruck ungewöhnlichen Fachwissens meines Gegenübers. Fachwissen, das im Verlauf von 40 Mailwechseln im Verlauf von 18 Monaten aus allen Ritzen gekrochen kam.

Die Fotos der Zen Again offenbarten ein blitzblank gepflegtes Schiff eines Liveaboard Paares, dass aus seiner Heimat nach England gesegelt war, dort seit einiger Zeit in Gosport seinen Liegeplatz innehat und auf der Insel sein Geld verdient. Mike arbeitet als Consultant Engineer im Bereich electronic integrated circuit design. Das Schiff, ein ¾ Tonner Ken Hayashi ST10.4 aus 1986 von Yamazaki Yachts war mir bislang tatsächlich unbekannt, was in meinem Leben selten passiert, denn selbst die meisten japanische Schiffe sind mir recht gut vertraut. Mike´s Vermerk, dass nur sechs Schiffe gebaut worden sind … war die Erklärung, die mir geholfen hat, meine Wissenslücke zu verdauen.
Ein Schiff von 34 Jahren dessen ursprünglich Name Shirahae ( Great South Wind ) gewesen ist. Spätere Eigner haben das Schiff Zen umbenannt, der Name, der später auch in der Weltpresse Niederschloag gefunden hat. Die Demarkationslinie eine Historie, die Weltreisen unter dem Ersteigner aufweist, eine harte Strandung, bei der der Kiel sich vom Rumpf gelöst und einer spektakuläre Beschlagnahme infolge Drogenschmuggels im Werte von ca 120 Mio AUS $ durch die Australische Marine vor der Ostküste, wobei die Eigner aus Malaysia verurteilt und in Haft gerieten. Das Schiff kam zur Versteigerung. Nikki und Mike wurden die neuen Eigner. Nach dem Refit wurde auch der Name in Zen Again verändert, eine Logik, deren Sinn sich von selbst ergibt.
Segler von Kindesbeinen, Selbstbauer eines 38ft One Off in Woodcore, mit dem sie das Sydney Hobart Race gesegelt sind, zuhause in Freemantle Western Australia mit enger Bindung zur dortigen Seglerschaft. Und Erfahrungen mit nahezu sämtlichen Windsteueranlagen von Aries über Monitor nun einer Windpilot Pacific, die seit ein paar Wochen das Heck verziert.

Fachdiskussionen über mein Herzthema sind stets ein Genuss, vor allem, wenn sie im Ton entspannt, gegenseitiger Respekt gewahrt und das menschliche am Ende auf ganzer Linie siegt.

Vielen Dank Nikki und Mike … ich wünsche Euch eine glückliche Heimreise
Peter Foerthmann WEITERLESEN

Doch auf der Flucht?

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10 Monate Exil

Es gibt viel Schlimmeres als in Andalusien gestrandet zu sein. Leukämie zum Beispiel. Ich hab die Zeit im Krankenhaus nicht vergessen. Seit dem 16. September 2019 bin ich nun fern meiner Heimat, meines Schiffes. Es werden bestimmt fast 12 Monate vergehen, bis ich endlich mal wieder in meinem eigenen Bett schlafen werde. Ich will mich nicht beschweren.

Zumindest die Kite Situation hier in Spanien hat sich heute geklärt. Ich hab mit dem Finger auf die Karte getippt. Conil. Schöne Lagune zwischen Cadiz und Tarifa, mit dem Auto gut erreichbar. Ich telefoniere mit Fran, dem Leiter der ansässigen Kite Schule: „Von July bis September ist die Lagune für Kiter gesperrt. Ausserdem ist am Wochenende ablandiger Starkwind. Da fahre ich mit meinen Schülern nach nach Los Lances bei Tarifa. Wegen Covid darf ich keinen Einzelunterricht geben. Wenn Du alleine bist: Kein Chance.“ Danke für das Gespräch. Ich rolle mit den Augen, lehne mich zurück und atme tief durch. Zeit um nach Hause, zur MARLIN zu kommen.

Die FlipFlops, mit denen ich vor 10 Monaten in Deutschland im Krankenhaus angekommen bin, sind verloren gegangen. Nun habe ich neue, die ich grade einlaufe. Mit Pflaster geht ja alles. Mensch, da wird sich meine MARLIN aber wundern, wenn ich nicht nur mit einem neuen Immunsystem, sondern auch noch mit neuen FlipFlops nach Hause komme. Während der Mittagshitze in Andalusien, also bis 18 Uhr, sitze ich in dem kleinen Zimmer des BackPacker Hostels, dass meinem Freund Diego gehört. Den Rechner auf dem Schoß mache ich Büro. Diego meint, dass ich hier solange wohnen kann, wie ich will. Nettes Angebot. Wenn das Zimmer noch bitte einen kleinen Balkon mit Meerblick hätte, statt der kläffenden Hunde der Nachbarschaft, ich würde es mir tatsächlich überlegen. Ich bin in Cadiz. Ich wollte immer schon mal nach Cadiz. Seit zwei Tagen erkunde ich die alte, romantische Stadt. Ausser Peniscola habe ich selten eine so schöne spanische Stadt gesehen. Aber das habe ich auch schon von allen anderen Städten gesagt, die ich in Spanien besucht habe. Nen bisschen „Gutschi Gutschi“ hier. Es fehlen die Freaks, die vor der Kathedrale mit der Gitarre sitzen und Joints rauchen. In den Restaurants sitzen mehr die lauten spanischen Grüppchen und mindestens die frisch Verliebten, bald Verheirateten die sich bald ihr Nest bauen und Nachwuchs bekommen. Eine Gruppe gezupfter und geschminkter Teenies zieht kichernd vorbei. Deutsch Touristen fehlen hier komplett. Alles fest in spanischer Hand. Ob das am Virus liegt? Aber es gibt auch keine Souvenirläden. Vielleicht liegt es ja an meinen Schuhen, die mich einfach in die richtigen Gassen tragen.

Es gibt den ersten Versuch von mir ab August nicht alleine in Curacao auf der MARLIN zu sein. Derzeit sichtbar bei HandgegenKoje. Vielleicht gibt es ja jemanden unter meinen Lesern der sich zutraut mit dem alten Wnuk eine Zeit X vor Ort zu verbringen.


Mitsegeln auf der MARLIN.

Ab November soll es wieder auf große Fahrt gehen. Die BVI’s, Sint Maarten, Antigua, Guadeloupe, Martinique, St. Vincent & the Grenadines, Grenada stehen auf dem Plan. Ab Mai 2021 geht es über die Bermudas und die Azoren nach Europa.

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SV Data Tux – Helen Heutschi + Hansueli Schwaninger CH

HONOLULU ZUM ZWEITEN – HANSUELI´S BERICHT
Fazit unseres Corona bedingten langen Aufenthaltes vom 10. März bis Ende Mai/Anfang Juni 2020 im HYC Honolulu. Die Infrastruktur für die meisten Bootsarbeiten auf Oahu bleibt intakt, Verzögerungen sind möglich. Auskünfte über Visum Verlängerungsmöglichkeiten werden sowohl telefonisch als auch per Mail mit grosser Hilfsbereitschaft vom CBP gegeben. Honolulu und seine Umgebung erleben wir, soweit möglich, nur mit vereinzelten Touristen; eine Ausnahmesituation. Die meisten Sehenswürdigkeiten sind geschlossen. Wir verbringen eine ruhige, jedoch im Vergleich zu anderen LangfahrtseglerInnen, sehr angenehme «Halbfreiheit» im Hawaii Yacht Club.
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SV Ivalu – Corinna Mayer + Martin Finkbeiner AT

IVALU SEIT JAHRZEHNTEN UNTER WINDPILOT UNTERWEGS

Ivalu

SV Maselle – Gabrielle Heggli + Thomas Guerra CH

EIN ENDE OHNE SCHRECKEN
Mit einem Beinbruch fing alles an, aber dabei ist es nicht geblieben. Still und heimlich, und von langsamer Hand hat sich ein stilles Band ergeben, das ein paar Seelen fortan verband.


Es sind diese Zusammenhänge, die mir Übergänge zu Menschen gleicher Wellenlänge verschaffen, Seelenverwandte, die aus Bekannten Freunde machen, auch wenn man sie weder mit Händen noch den Augen je hat anfassen können. Mates of Soul! Das trifft den Kern. Mein Lebens Treibstoff, der meine Tage vergoldet, mir Lebensfreude garantiert, mich aufrecht erhält und in dunklen Tagen die Hoffnung nicht verlieren lässt, weil ich einfach weiter nach neuen Seelen Verwandten suche und meine Hoffnung nie verliere! Nein, ich baue hier keinen Thron, ich sage, ganz ohne Hohn: es sind die Menschen, die mich interessieren, Glückstage für mich, wenn ich bemerke, dass Sensoren stimmig, keiner grimmig, jeder ohne menschliches Gehabe einander mitzuteilen in der Lage ist, gänzlich unverstellt Verbindung zum Gegenüber finden kann. Glücksmomente, die meine Synapsen zum Fliegen bringen, und Gedichte rasend schnell zu verfassen, wie dieses:

SV Maselle

Ich begleite Gabrielle und Thomas mit Freuden, erlebe mit angehaltenem Atem kleine Niederlagen, und erkenne, dass sich hier zwei Menschen zu einem gemeinsamen Weg entschlossen haben, der durch Nichts in der Welt zu trennen ist. Ein Lebensansatz, der dem meinem entspricht, und vielleicht das Geheimnis stillen Verstehens, weil erkennbar für uns alle vier – meine Frau ist mit im Boot! – der Grundsatz gilt: nur in Harmonie zu Zweit, gegenseitigem Verstehen und Respekt, ist ein Leben zu bestehen, insbesondere in einer Zeit, in der wir alle von Feinden umzingelt sind.

SV Maselle Gabrielle Heggli + Thomas Guerra CH

SV Maselle – Gabrielle Heggli + Thomas Guerra CH

Ich habe die beiden seit zwei Jahren begleitet, berichtet und teilgenommen. Die Corona Einschnitte haben in das Leben von Gabrielle und Thomas einen tiefen Schnitt gemacht, der sie hat Konsequenzen ziehen lassen, die sie mit eigenen Worten als Ende ohne Schrecken beschreiben. Für mich Ausdruck von Resilienz, die bei Umbrüchen jeder Art die Lebensfreude erhalten hilft – die auch mein ständiger Lebensbegleiter ist.

Alles Gute Ihr Zwei!

12.07.2020
Peter Foerthmann

In der Segel-Sackgasse oder was passiert 2020/2021?

Fr.,10.Jul.20, Franz.Polyn./Gambier/Insel Mangareva, Tag 2231, 20.254 sm von HH

Unser nächster Schritt ist Hao. Soweit steht der Plan. Nur noch auf den richtigen Wind warten :roll: , dann geht es nun wirklich los (wir haben es übrigens richtig gemacht, denn ein Schiff, was letzte Woche mit uns starten wollte, ist wieder umgedreht – so garstig war das Wetter).
Aber was kommt danach? Wohin können wir? Wohin wollen wir? Alles Ziele liegen tausende Meilen entfernt …

Neuseeland
Unser erklärtes Ziel für Ende 2020 hält weiterhin die Grenzen strikt geschlossen. Es gibt einen Anbieter für Segler, der mit den Behörden in Neuseeland in Verbindung steht und im Rahmen einer ‚Rally‘ eine Einreise-Genehmigung bewirken möchte. Leider läuft dieser Idee etwas die Zeit davon. Bis spätestens Ende September müsste Neuseeland eine Entscheidung getroffen haben, anderenfalls wäre es zu spät Neuseeland noch vor der nächsten Zyklon-Saison zu erreichen. Käme es rechtzeitig so weit, würden wir ohne Zwischenstopp die ca. 2.600 Meilen abreiten.

USA
Wir haben kein US-Visum, weil wir nie geplant haben in die USA zu reisen. Ein Fehler, der sich jetzt als etwas betrüblich herausstellt: Hawaii, ein attraktives Ziel, bleibt für uns unerreichbar.

Kanada
Boote, die von hier aus nach Kanada reisen, machen einen hübschen Zwischenstopp auf Hawaii, um die lange Strecke in den Norden (knapp 5.000 Meilen) zu verkürzen und zu versüßen. Würden wir den langen Non-Stop-Ritt auf uns nehmen, würden wir in Vancouver bei der US-Botschaft ein US-Visum beantragen, so dass danach auch die USA für uns offen stünde. Die Saison für die Fahrt nach Kanada ist allerdings bereits gelaufen – dorthin ist eine Anreise im Mai/Juni angesagt.

Australien
Hat geschlossene Grenzen. Es gibt auch hier einen Anbieter, der für Segler an einer Einreise-Genehmigung arbeitet.  Da wollen wir aber eigentlich so gar nicht hin. Zumindest nicht mit dem eigenen Boot. Australien liegt bereits weit im Westen (ca. 4.000 Meilen), ein Zurück in den Pazifik wäre keine Vergnügungsreise.

Kap Hoorn
Klingt verwegen, ist aber schon häufig von hier aus erfolgreich gesegelt worden. Die richtige Zeit wäre für die knapp 4.000 Meilen der November und Dezember.
Für diese Route fehlen uns leider zwei entscheidende Dinge: eine Heizung an Bord und der Arsch in der Hose!

Wo können wir hin? Alle Strecken sind tausende Meilen lang

Französisch Polynesien
Wenn Neuseeland sich nicht rechtzeitig öffnet, bleibt uns für die nächsten zehn Monate nur übrig in Französisch Polynesien zu bleiben. Bis November sind wir noch vogelfrei, soll heißen, keine Wirbelstürme in Sicht. Von Gambier aus kann man mit dem vorherrschenden Wind ganz leicht alle Atolle erreichen. Und die nächste Zyklon-Saison könnten wir sicher auf den Marquesas verbringen.
Die Sache hat einen kleinen Haken, jeden Meter, den wir jetzt nach Westen segeln, müssten wir im November mühsam nach Osten zurück. Deshalb sind wir auch so zimperlich zögerlich nach Tahiti zu segeln. Das würde uns 800 Meilen nach Westen tragen. Eigentlich müssten wir hin, uns fehlen so einige Sachen, die wir weder in den Tuamotus noch hier kaufen können. Aber wegen „Haferflocken“ nach Tahiti segeln. Brrr, wir kneifen.

Also, was tun nach Hao? Wir wissen es nicht. Jedes weitere Atoll liegt noch ein Stück weiter westlich und so richtig doll  lieben wir die Tuamotu außerdem nicht. Wenn wir wüssten, dass Neuseeland aufmacht, könnten wir nach Tahiti segeln, einkaufen und die Warterei auf die Grenzöffnung prima auf den Gesellschaftsinseln verbringen. Bora Bora und andere klangvolle Namen warten dort. Öffnet Neuseeland nicht, sind wir die Gekniffenen.
Wir stecken fest in einer Sackgasse der Entscheidungen.

In Französisch Polynesien liegen die Ziele auch nicht grade nebenan

Friends & More

{Time:22:00:00}
{Date:20200709}
{Position:37°13.0717’N, 007°07.2318’E}
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{Photo:20200709}
{Title:Friends & More}

Kiten auf Spanisch

Vor lauter Freude in den Süden fliegen zu können, habe ich glatt vergessen, dass es ja grade Urlaub-High-Season ist. Es ist nicht nur heiß, sondern auch richtig voll an den Stränden. So wie in Tarifa. Was meint. Es gibt eine Kitezone, durch Bojen abgesperrt, die extrem klein ist und überall sind Badegäste. Die Kiter fahren durch die Badezone. Es ist grade mal 14 Konten Wind, eher weniger und Diego drückt mit seinen 17qm Schirm in die Hand. Ich baue ihn auf. Will ja nicht unfreundlich sein. Stehe im Wasser, dass Kite-Monster über mir und weiß nicht, wie ich starten soll, direkt in meiner Startrichtung eine Gruppe von Badegästen im Wasser. Der Wind wird noch weniger und das Thema erledigt sich von alleine. Toller Sport. Nicht? Ich würde wirklich lieber euphorischer schreiben. Die Polizei kommt mit einem Jetski, an Land mit einem Quad und verjagt die letzten untergewichtigen Kids-Kiter, vielleicht grade 10 Jahre alt, die entlang des Strandes in der Badezone kiten. Finde ich jetzt nicht grade falsch. An der Moskito Strand Bar stehen wir uns nun die Beine in den Bauch und trinken Bier. Könnte auch in Tarifa sein oder irgendwo anders auf der Welt. Zumindest klappt es heute mit der Essensverabredung. Fernab der vollen Fußgänger- und Touristenzone und des moskitoverseuchten Strandbouleward, finden sich ein paar spanische Plastiktische mit Plastikstühlen und Papiertischdecken. Authentisch. Es gibt plattenweise Mariscos, Meeresfrüchte und Thunfisch. Bis ich wieder anfange zu frieren ist alles gut. Das Thema erledige ich mit einem Barfuß Spaziergang. Der Boden ist noch warm. Elena, Sergio, PinPin und Diego legen aber auch eine Geschwindigkeit beim Sprechen mit andalusischem Slang vor, dass ich mit offenem Mund am Tisch sitze. Ich komme kaum zu Wort und irgendwann höre ich nicht mehr zu. Spanier sind laut. Andalusier sind noch lauter. Ich bin froh, mir die Decke des Bettes über den Kopf ziehen zu können. Toller Abend, aber eben auch echt anstrengend.

Es gibt den ersten Versuch von mir ab August nicht alleine in Curacao auf der MARLIN zu sein. Derzeit sichtbar bei HandgegenKoje. Vielleicht gibt es ja jemanden unter meinen Lesern der sich zutraut mit dem alten Wnuk eine Zeit X vor Ort zu verbringen.


Mitsegeln auf der MARLIN.

Ab November soll es wieder auf große Fahrt gehen. Die BVI’s, Sint Maarten, Antigua, Guadeloupe, Martinique, St. Vincent & the Grenadines, Grenada stehen auf dem Plan. Ab Mai 2021 geht es über die Bermudas und die Azoren nach Europa.

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Die Urlaubs-Top-Tipps von und für Stegfunk.de-Leser

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Dabei muss es nichts großes sein. Wenn es Sie erfreut, dann wird das bei anderen auch so sein. Ich fange mal an: Vor Sint Annaland liegen fünf gelbe Tonnen neben dem Fahrwasser. Dort kann man sich heranknoten und übernachten. Das Ganze ist gratis. Ein toller Service der Wassersportvereinigung. Die Wassertiefe beträgt rund 3 Meter bei LAT

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