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Holland: Der Wassersport-Überblick zum Wochenende 11.-13.9.20

Der Wochenüberblick über alles Relevante für den Wassersport in den Niederlanden zum Wochenende 11.-13.9.2020. Altweibersommer! Also ab aufs Boot…

Corona: Keine neuen Erkenntnisse. Dennoch gilt: ABSTAND HALTEN!!!!

Wasserstrassen: Bei vielen Schleusen sind einzelne Kammern gesperrt wegen Unterhaltsarbeiten, das verhindert nicht die Weiterfahrt, sorgt aber für Aufenthalt. Des weiteren gibt es viele Meldungen mit einem kurzen Aufenthalt bis maximal zwei Stunden. Diese sind hier nicht aufgenommen. Wer es sehr eilig hat, sollte seine Route also vorher dahingehend überprüfen. #Provinz Groningen: Alles wie immer: Es wird von 9-17 oder 19 Uhr bedient, so sagt es Vaarweginformatie. #Die Provinz Friesland meldet: Keine signifikanten Behinderungen. # Die Bauarbeiten für den Windpark Fryslan südlich des Aufsluitdijks haben begonnen. Dort ist in großes Werkgebiet ausgetonnt, das nicht befahren werden darf.# In (oder auf) Urk wird seit dem letzten Wochenende die Arie de Witt Brücke nicht bedient. Das dauert noch bis zum 19. Oktober. Auch die Tollebekerbrug ist gesperrt bis auf Weiteres. #Die Wilheminaschleuse in Zaandam ist bis auf weiteres für die Freizeitschiffahrt gesperrt. #Provinz Zeeland: Ab dem 24.8. bis zum 4.9. finden vor der Hafeneinfahrt von Zierikzee Taucharbeiten statt. In dieser Zeit kann die Einfahrt auch vorübergehend voll gesperrt werden. Fahrzeuge des Rijkswaterstaat sichern das Gebiet, sie sind auf Kanal 10 erreichbar #Die Jachtensluis der Krammersluis ist seit dem 10.9. 16.50 Uhr bis auf Weiteres (s.u.) gesperrt #Die Stationsbrug in Middelburg wird jeweils um 7:07/11:37/15:37/19:37 passend zum Durchgang der sogenannten „Blauwe Golf“ (Blockabfertigung ab Vlissingen) geöffnet #Die Schleusen von Maas, Wilhelminakanaal und Zuidwillemsvaart werden baw. (immer noch!) seltener bedient. Die Ursache: Zu wenig Wasser das über die Maas in Maastricht angeführt wird, sodass niedrige Wasserstände durch Schleusenvorgänge entstehen können. #Die Masssluis in Grave ist am 15.9. von 8 bis 17 Uhr gesperrt.

In eigener Sache: Was bedeutet „bis auf weiteres“ in den Meldungen? Das wissen wir leider auch nicht. Es kann alles heißen zwischen ein paar Minuten bis hin zu mehreren Monaten. Das geht aus den Meldungen auf Vaarweginformatie leider nicht hervor. Sollten wir dann lieber nicht melden? ->Was, wenn die Störung dann länger dauert? Melden? -> Was, wenn die Störung schon bald aufgehoben ist? Wir haben uns für „immer melden“ entscheiden. Denn das gibt Ihnen, liebe(r) LeserIn die Möglichkeit, genau hinzuschauen auf Vaarweginformatie. OK?

Sperrungen und besondere Behinderungen sind darüberhinaus bei Redaktionsschluss nicht gemeldet.

Allgemein: Es ist immer empfehlenswert, vor Fahrtantritt zu prüfen, ob die geplante Route Hindernisse enthält. Das geht am besten auf vaarweginformatie.nl

Straßen an Land:

A4: Gesperrt von Zoeterwouder Rijndijk bis Prins Clausplein vom 11.9. 21 Uhr bis 14.9. 5 Uhr

A12 (Verlängerung der A 3 in D): Gesperrt von Maanderbroek bis Wageningen vom 11.9. 21 Uhr bis 14.9. 5 Uhr

A16 Rotterdam nach Antwerpen: Gesperrt von Breda West bis Knp. Galder vom 11.9. 21 Uhr bis 14.9. 5 Uhr

A 20 Hoek v. Holland nach Gouda: Gesperrt von Maassluis bis Knp. Kethelplein vom 11.9. 21 Uhr bis 14.9. 5 Uhr

N 50 Ens nach Zwolle: Gesperrt vom 11.9. 21 Uhr bis 12.9. 8 Uhr

Wetter:Hoch über der Bretagne, an dessen Nordseite Luft vom Atlantik zu uns strömt. Das sorgt für westliche bis südwestliche Winde von 8-12 Knoten (3 Bft) in Böen um die 20 Knoten (5 Bft) die Nachts stark nachlassen. Temperaturen um 18°C, ab Sonntag langsam wärmer. Feines Nachsaisonwetter, Mitte nächster Woche lauert der Altweibersommer. Wer kann, nimmt kurzfristig Urlaub…

Häfen: Alles entspannt melden die Häfen, Nachsaison eben. Bevor man auf die Watteninseln fährt, lohnt es sich, die dortige Lage unter waddenhavens.nl zu checken, obwohl dort derzet schon wieder viel „grün“ angezeigt wird.

Tide: Harlingen und Roompot binnen

Besonderheiten: Wer was weiß, immer her damit! [email protected]

Generell gilt:

– 1,5 Meter Abstand halten!

– Belebte Orte meiden!

– Bei Erkältungssymptomen zu Hause bleiben!

– Bei Fieber auch nur einer Person bleiben alle aus dem Hausstand zu Hause!

– Auf Schiffen gelten diese Regelungen

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Fäkalien in Holland: Versiegelung frühestens 2023, Reinigung kommt näher

Jeroen van den Heuvel von der Branchenvereinigung Hiswa Recron stand Stegfunk.de Frage und Antwort: Die Versiegelung von Borddurchlässen kommt frühestens 2023, bis dahin werden auch Reinigungsgeräte für WC-Abwasser verfügbar sein

Über den derzeitigen Stand er Dinge in Sachen Fäkalieneinleitung berichtete Stegfunk.de bereits vor einiger Zeit. Nun hat sich etwas getan. Das Omgevingswet, in dem die Möglichkeit zur Kontrolle der Versiegelung an Bord geregelt werden soll, wird frühestens 2023 in Kraft treten und dann wird es zusätzlich noch eine Übergangsperiode geben bis zur endgültigen Pflicht zur Versiegelung der Borddurchlässe. „Wie die durchgeführt wird, ist auch noch nicht klar. Das können Hafenmeister sein oder sogar die Wassersportler selbst, die das Siegel anbringen. Darüber wird gerade verhandelt“, so van den Heuvel. Jedenfalls habe man nun Zeit gewonnen, dies alles zu klären. Und er ergänzt: „Übrigens gilt das Einleitungsverbot nur für Feststofe. Flüssige Fäkalien dürfen weiter eingeleitet werden“.

Mögliche Geräte zur Abwasserreinigung

Zusätzlich wurden zwischenzeitlich Grenzwerte für das eingeleitete Wasser festeglegt. Zudem sind zwei Notified Bodies, also Prüfinstitute, festgelegt, die Geräte prüfen und bei Einhaltung der Grenzwerte auch für den Verkauf freigeben können. Derzeit sind dem Vernehmen nach fünf bis sechs Geräte in der Zulassungsphase. Welche das sind ist geheim, für den Fall, dass ein oder mehrere Geräte die Zulassung nicht erhalten.

Ein mögliches Gerät ist die Electroscan. Sie wird bereits in den USA vertrieben und kostet derzeit noch 2.400 US$. Was der Endkundenpreis in Europa sein wird, ist derzeit noch unbekannt. Einen Händler für die Niederlande scheint es zu geben. Wir werden berichten.

Europäische Ebene?

Leider unternehmen die Niederlande derzeit noch einen Alleingang in Sachen Abwasserreinigung in Europa. Zwar bietet die Sportbootdirektive (aka CE-Norm) die Möglichkeit statt eines Fäkalientanks eine Reinigungseinrichtung zu installieren, die Grenzwerte und Freigabeprozeduren beziehen sich jedoch derzeit nur auf die Niederlande. Will sagen, dass andere Länder andere Grenzwerte festelegen könnten. „Da arbeiten wir auf Europäischer Ebene aber dran. Es wäre ja prima, wenn die Geräte europaweit zugelassen wären“, so van den Heuvel.

Für den Wassersportler sind Preise, Einbaumaße und Stromverbrauch sowie die einfache Nutzung sicher ausschlaggebend für die Verwendung einer solchen Reinigungsanlage. Durch die Verschiebung der Versiegelung ist Zeit gewonnen, um gute Systeme zu implementieren, die erstens nutzbar, zweitens erschwinglich und drittens funktional sind.

 

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Ausgezogen?

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Working Progress

Heiko und Micha bauen den neuen Pilzlüfter in die Luke der Eignerkabine ein. Mindestens vier Jahre segelt dieser schon mit und wartet auf seinen Einsatz. Heiko legt handwerkliches Geschick an den Tag, nur das Loch in das Acrylglas soll ich doch selber mit der Sticksäge schneiden. „Damit ich es nicht schuld bin, wenn es nicht passt.“ Ich säge also selbst los und alles passt, wie Heiko sich das so gedacht hat. Michael poliert derweilen die Wantenspanner, die unter dem Grünspan der letzten Crews schon kaum noch zu erkennen waren. Der Schalter der Stb Elektrowinsch bekommt auch eine neue Verklebung. Danach springe ich ins Wasser. Das Korallenriff am Bauch der MARLIN ist wunderschön, aber mir ein Dorn im Auge. Mit Brille und Schnorchel, einem breiten Malerspachtel rücke ich dem Unterwasserbewuchs zu Leibe. Sehr zur Freunde hunderter Fische, die ganz entzückt sind, dass ich ihnen die Arbeit abnehme. Weitestgehend ist das Antifouling noch gut erhalten. Fertig werde ich nicht. Nach ca. einer Stunde verschiebe ich die nächste UW-Cleaning Session auf Morgen. Mittagsschlaf und dann verlassen uns die fünfzig Katamaran-Touristen die mit den Schiffen Blue Finn undCool Runnigs heute unsere Insel besucht haben. Kaum sind die Touristen weg, setzt pünktlich der Nachmittagswind ein. 20 Knoten stetig aus Ost. „Life start at 20 Knots!“ Heiko nimmt sich seine Drohne, mit der er inzwischen, mutig geworden, im Sport Modus über das offene Meer fliegt. Dabei entstehen coole Videos von der MARLIN und mir auf dem Kiteboard, aber auch Bilder aus Perspektiven, wo man mit der normalen Kamera eben nicht hinkommt.

Michael sitzt in einer der Strandhütten, die in der ersten Etage eine Plattform zum Schlafen haben. Locals aus Curacao kommen am Wochenende oder auch unter der Woche hierhin und übernachten. Heute sind es Luftmatrazen und ein LED Nachtischlampe, die ganz das Gefühl von häuslicher Gemütlichkeit erzeugen. Als Wache sitzt Jack Sparrow neben ihm. Gut das er da ist, denn Nachts ist es hier auf der Insel schon mal ganz schön spuky, wenn keiner ausser uns vor Anker liegt.


Mitsegeln auf der MARLIN.

Leben unter Segeln – Das etwas andere Konzept.
Sportlicher Segeltörn mitten durch die Karibische See
Endlich wieder Segelurlaub!

Die Angebote bei HandGegenKoje

JOIN THE CREW

Planänderung und Wahlkampf

Der Trabant wartet in seiner Garage auf bessere Zeiten.

Ich habe Post vom Amt! Genauer gesagt vom Landrat, bzw. zumindest in seinem Namen ausgestellt. Ganze 2 Wochen hat man in Wesel gebraucht, um meinen schriftlichen „Antrag auf Ausstellung einer Zulassungsbescheinigung Teil II“ in etwa so abzulehnen, wie den mündlich gestellten zuvor, über den ich im letzten Beitrag berichtet habe.

Sinngemäß steht folgendes drin: „Wir machen das nicht.“

Eine Begründung, bzw. eine Rechtsgrundlage fehlt. Ansonsten lesen sich die paar wenigen Sätze so, als würde der Mensch der sie verfasst hat, wenig Erfahrung mit dem zu Papier bringen von Wörtern haben.
Die Rechtsbehelfsbelehrung haben sie auch vergessen, aber das ist gut für mich. Denn ohne auf das Widerspruchsrecht hinzuweisen verlängert sich dadurch die Widerspruchsfrist von einem Monat auf ein ganzes Jahr. Das ist aber auch schon der einzige Fehler, der mir zugute kommt. Der Rest ist willkürlich gequirlter Amtskäse!
Besonders Makaber finde ich die Tatsache, dass diese Geschichte ausgerechnet mit einem Trabant 601 passiert, DER Frucht politischer Willkür und Symbol staatlichen Scheiterns.

Ich denke momentan nicht, dass ich zeitnah Widerspruch einlegen werde. Auf diesem Weg komme ich kurzfristig nicht zum Ziel und auch in der Behörde würde sich vermutlich nichts an der katastrophalen Arbeitsweise ändern.
Viel besser geeignet dürfte da sein, meinen Mitmenschen auf künstlerisch spielerische Art zu zeigen, was manche Staatsdiener unserer Stadt sich erlauben. Ich plane also gerade für den 3. Oktober ein wenig um. Denn die Chancen, dass der Trabant auf eigener Achse am 30. Jahrestag der Wiedervereinigung Deutschlands als Zeitzeuge durch die Gegend rollt, sind mittlerweile praktisch gleich Null!

Aber nur weil der Trabant nicht auf öffentlichen Straßen fahren darf, heißt das ja nicht, das er nicht die Wiedervereinigung feiern darf…

Bevor wir zur eigentlichen Planänderung kommen, die den Trabi betrifft, noch eine kurze Bitte an alle Menschen in Wesel:

Geht am 13. September wählen!

Dass in Wesel seit langer Zeit einiges aus dem Ruder läuft, spürt man ja an vielen Ecken. Aber es gibt auch Licht am Ende des langen, muffigen SPD Tunnels. Denn am 13. September wählen wir in Wesel unter anderem einen neuen Landrat!
Ja, den Landrat, von dessen Behörde die weiter oben erwähnte Ablehnung kam!
Der aktuell im Amt befindliche SPD Landrat dankt übrigens ohnehin in Kürze ab und stellt sich nicht der Wiederwahl. Laut Zeitungsberichten liest sich das für mich so, als fühle er sich nach 16 Jahren Regentschaft in der Kreisverwaltung langsam aber sicher überfordert.
Finde ich Klasse, diese Einsicht!
Der neue Landrat wird es nicht leicht haben, den Scherbenhaufen wieder zusammenzusetzen und den Stau von mehr als einem Jahrzehnt abzubauen. Aber es gibt da jemanden, dem traue ich das zu:

Timo Schmitz, 23 Jahre alt, FDP.

Wenn überhaupt jemand die Energie hat, den Amtsschimmel aus der Stadt und den alten Herren im Sessel die Schweißperlen auf die Stirn zu treiben, dann er!

Ich selbst habe meine Kreuzchen bereits gemacht, weil ich am Sonntag keine Zeit dafür haben werde.

Kommen wir zur Planänderung:

Eigentlich wollte ich erst nach dem 3. Oktober mit der Sprache herausrücken, aber bedingt durch den Amtsquark hat sich der Plan nun geändert.

Der Trabant sollte im September ursprünglich seine neue Zulassungsbescheinigung Teil II bekommen und parallel dazu für die Hauptuntersuchung beim TÜV vorbereitet werden. Wäre beides erledigt gewesen, hätte er am Tag der Deutschen Einheit noch einmal mit Zweitaktsound durch die Gegend knattern sollen. Mit wehender Deutschlandflagge aus dem Seitenfenster und blauer Abgasfahne hinterher, wie einst gegen Ende des Kalten Krieges millionenfach!
Anschließend wäre er zurück in seine Garage gekommen und die Operation am offenen Zweitaktherz hätte begonnen. Die alte „Spritschleuder“ wäre rausgeflogen und vielleicht in ein Museum oder einen Trabant mit H-Kennzeichen gewandert.
Denn unser Trabant braucht den alten Zweitakter in Zukunft nicht mehr, er wird zum Elektroauto umgebaut.

Dafür haben wir ihn gekauft, nach langer Planung und viel theoretischer Vorbereitung.

Die Idee dazu liegt bereits mehrere Jahre zurück, bisher hatten wir nur einfach nicht genug freie Zeit zur Verfügung, um so ein Projekt erfolgreich umzusetzen.
Mittlerweile wird aber wieder etwas mehr Zeit frei. Die Restauration von Morgenstern ist zwar noch nicht abgeschlossen, aber es herrscht kein Zeitdruck mehr. Viele andere Projekte befinden sich ebenfalls in den letzten Zügen und da wir erst im Frühjahr 2023 zur nächsten längeren Reise mit der Segelyacht starten können, passt das Elektroauto-Projekt jetzt ganz gut in unsere Planung.
Dass wir erst 2023 wieder mit Morgenstern aufbrechen können, dürfte für einige jetzt auch überraschend kommen. Wahrscheinlich wird das Schiff bereits ein Jahr früher endgültig fertig sein, aber Sabrina hat Anfang diesen Jahres eine sehr aufwändige Kieferorthopädische Behandlung begonnen, die uns eben bis 2023 hier festhalten wird. Um es kurz zu machen:
Fast jeder Zahn in Sabrinas Mund wird im Laufe der nächsten Jahre mittels einer Art durchsichtiger Zahnspange und diverser anderer Eingriffe ganz langsam aber sicher, in vielen kleinen Schritten, wieder gerade gerückt. Die Behandlung ist unumgänglich und muss jetzt gemacht werden, damit sie nicht in einigen Jahren Probleme bekommt.
Letztendlich passt das für uns ganz gut. Wir haben keinen Stress mit Morgenstern und können die Bordkasse noch etwas auffüllen.

Für den Trabant bleibt so auch noch etwas übrig und er soll nach dem Umbau für das ein oder andere kleinere Abenteuer an Land verwendet werden. Deshalb haben wir uns eben vor kurzem zu diesem Projekt entschlossen.
Das ganze ist sehr aufwändig, keine Frage.
Man wird bei so einem Umbau quasi zum Hersteller. Es gibt ein Protokoll, an das man sich exakt halten muss und es existieren genaue Vorgaben, die das fertige Fahrzeug erfüllen muss.
Aber damit komme ich klar. Der Trabant wird, wenn er fertig ist, nach dem sogenannten „MB FZMO 764“ Genehmigungsverfahren abgenommen. Das ist eine Richtlinie des TÜV, die jedes technisch relevante Bauteil des Elektroautos regelt. Das Dokument enthält 18 Seiten, vollgepackt mit technischen Anforderungen.
Nach diesem Dokument habe ich vor einiger Zeit bereits die technischen Details geplant und einen Großteil der Komponenten für den Trabi gekauft.
Letztes Wochenende haben wir dann die Bordkasse etwas erleichtert und einen größeren Satz LiFePO4 Akkus geordert. Insgesamt 32 Zellen mit jeweils 200Ah Kapazität. Davon bekommt der Trabant 24 Zellen und Morgenstern 8 dieser Blöcke.
Der Akku für den Trabi wird damit 15kWh Energieinhalt haben und die Verbraucherbank von Morgenstern satte 5kWh, bzw. 12V/400Ah. Diese 400Ah in Form von LiFePO4 Zellen sind für uns der absolute Traum und werden das Schiff elektrotechnisch ins 21. Jahrhundert katapultieren.
Noch dazu fällt dieser Akku finanziell nicht bedeutend ins Gewicht. Denn ab 32 Zellen bekommt man beim Hersteller der Akkus so viel Mengenrabatt, dass wir für den Akku der Morgenstern unterm Strich nur wenig mehr bezahlen, als für klassische Bleiakkus.
Da wir bereits seit einem halben Jahr ein vollständiges LiFePO4 System mit einem 60Ah Testakku an Bord haben, was sich in der Praxis bestens bewährt hat, wird das ein relativ kleines Projekt, den 400Ah Akku einzubauen.

Aber zurück zum Trabant:

Ziel ist es jetzt, die Vorgaben des TÜV umzusetzen und einen kompletten Elektroantrieb in den Trabant einzubauen. Bis Ende des Jahres soll er dann fertig sein und eine Zulassung als E-Auto bekommen. Natürlich mit Vollabnahme, die ist für so ein Projekt ohnehin vorgeschrieben.

Die Zulassung ist jedoch selbst bei Einhaltung aller Vorschriften ein anderes Thema, das noch spannend werden dürfte. Zumindest hier in Wesel am Rhein.
Aber vielleicht ist ja dann der Timo hier der Boss und setzt das um, was er in seinem Wahlprogramm verspricht:

„Persönliche Termine in der Kreisverwaltung kosten Zeit und Nerven und sind in den meisten Fällen nicht nötig. Der Kreis Wesel braucht eine digitale Bürgerplattform, über die alle bügerbezogenen Dienstleistungen online vollzogen und beantragt werden können. Gleichzeitig gibt es keine Wartezeiten für diejenigen, die den klassischen Weg in die Verwaltung bevorzugen. Willkommen im 21. Jahrhundert, lieber Kreis Wesel!“

Timo, ich zähl auf dich und bringe jetzt meinen Wahlbrief zu Post!

Gelbe Engel und blonde Bengel

Das ADAC-Skipperportal hat mich zum Leben auf dem Boot interviewt.

Hier das Ergebnis.

Bilderrätsel KW 37 – Wo ist es?

Jede Woche stellen wir ein Bilderrätsel online. Irgendwo in den Niederlanden ist dieser Ort. Wer als erster rät wo, gibt sich als Revierkenner preis. Also los: Mitraten!

Nanu? Genau eine richtige Antwort. Es andelt sich um die Sicht vom Veerse Meer auf die Zandkreek Sluis zur Oosterschelde. Zu schwer? Und es geht weiter: Auch in dieser Woche sind wir natürlich wieder in den Niederlanden unterwegs. Aber wo? Wir erhöhen mal den Schwierigkeitsgrad ein wenig. Wenn Sie es erkennen, schreiben Sie uns unter [email protected] Viel Spaß beim raten.

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Fenua

Sa., 05.Sep.20, Franz.Polynesien/Tahiti/Papeete, Tag 2288, 21.218 sm von HH

‚Fenua‘ bedeutet Heimat und alles, was in Französisch Polynesien hergestellt wird, trägt dieses Gütesiegel. Viel wird hier nicht produziert, aber auf das scheint man stolz zu sein: das berühmte Hinano ist Fenua-Bier. Schönheitsprodukte aus Kokos-Öl sind ‚Fenua‘, im Supermarkt hat man die Wahl zwischen Kartoffeln ‚USA‘ und Kartoffeln ‚Fenua‘.

Und dann gibt es noch das Fenua-Muster. Ein Hawaii-Hemd-Muster in Reinkultur. Das wiederkehrende Thema sind großformatige Philodendron-Blätter und Hibiskus-Blüten. Rucksäcke, Tassen, Taschen, Mouse-Pads und Servietten. Kein Gegenstand, der nicht mit Fenua bedruckt wird. Von Schüler bis Greis, jeder trägt Fenua: Fenua-Hemden, Fenua-Hosen, Kleider, Mützen und Flip-Flops. Und natürlich Maske im Fenua-Style. Für den normalen Mitteleuropäer ist Fenua ein Kulturschock. Es werden Farben kombiniert, die dem Auge Schmerzen bereiten.
Farbharmonie – drauf gepfiffen!
Farbenlehre – nie gehört!
Pastell-Töne – für Feiglinge!
Bunt, bunter, Fenua. Normale Klamotten in den Shops zu finden, fast unmöglich. Ein einfarbiges T-Shirt hat zumindest Fenua-Applikationen an den Ärmeln oder Brusttasche. Für Menschen wie mich, die eher Ton-in-Ton-Kombinationen bevorzugen und einen Mix von Komplementärfarben meiden, ist Fenua eine echte Herausforderung.

Typischer Klamottenladen – Hardcore Fenua

Bunt, bunter, Fenua

Der allgegenwärtige Philodendron im XXL Format dient als Mustervorlage

Aber man gewöhnt sich an alles. Nach anderthalb Jahren im Land bin ich weich gekocht. Wenn die Netzhaut täglich mit einem Feuerwerk an Farben beschossen wird, erscheint einem nach kurzer Zeit die eigene graue Bettwäsche bedauernswert trostlos. Abhilfe muss her.
Es gibt in Papeete Stoffläden wie Tannennadeln im Wald. Und die Läden sind gut besucht. Kein Wunder, kostet ein Fenua-Hemd doch schnell hundert Dollar. Da näht Frau oder Mann doch lieber selber ein Kleidchen. Tonnenweise gehen täglich die Stoffe über den Tresen. Ich habe einen Jungen gesehen, der für Mutti mit dem Handy das neue Sortiment Stoffballen abgefilmt hat. „Wieder zurück, weiter links“, schallen Muttis Kommandos aus seinem Handy.
Die Stoffe kommen aus Taiwan, Japan und China, nur die Muster sind Fenua.

Kunterbunte Stoffläden – große Auswahl, kleine Preise – 5 bis 12 Dollar der Meter (1,20 bis 1,50 Breite)

Da wir endlich im Besitz neuer Kopfkissen sind und die alten Stinker auf den Sondermüll gelandet sind, fehlt es nur noch an neuen Kissenbezügen. Nach einiger Sucherei werde ich fündig. Es gibt Fenua auch in dezenter Art und bald hat die Atanga-Crew neue Kissenbezüge zu grauen Laken. Fenua für Anfänger sozusagen.

Fenua light für Anfänger – die Kissen gehören übrigens alle Achim – Prinz Erbse mag es komfortabel

Uns gefällt es gut mit den Kissen und wir haben Blut geleckt. Da trifft es sich gut, dass unsere beige Laken-Garnitur sich in so einem fleckigen Zustand befindet, dass man sie nur noch im Dunkeln zum Trocknen raus hängen mag. Also soll ein neuer Satz Laken her. Unsere drei Matratzen haben unmögliche Formen, es sollen aber trotzdem Spannbettlaken sein, daher ist das nicht meine Lieblings-Näherei. Aber voila! Hier soll man wohl heiße Südseeträume bekommen.

Wir geraten in einen Fenua-Blutrausch. Aus den Stoffresten nähe ich eine neue Einlage fürs Brotkörbchen und etliche Mund-Nase-Masken. Und so schnell ist kein Ende in Sicht. Der Skipper ruft nach Fenua-Schlafanzughosen und der Plan steht, die grauen Laken sollen ebenfalls ersetzt werden. Warum nicht ins übelste Fenua-Regal greifen? Grüne Blätter auf türkisen Grund mit pinken Hibiskus und gelben Tiare-Blüten? :shock:
Wenn wir hier schon heimisch werden (müssen), dann auch farblich.

Fenua für Fortgeschrittene für feuchte Südseeträume

 

Im Haus das Verrückte macht

Ein Hafenamt, irgendwo am Unterlauf der Donau.

Kennt ihr Asterix? Die französische Comicreihe vom großartigen Zeichner Albert Uderzo? Ich finde diese Comics klasse. Bei den permanenten gesellschaftskritischen Anspielungen könnte ich mich manchmal auf den Boden werfen vor lachen.
Als ich vor kurzem beim Straßenverkehrsamt meines Wohnortes war, musste ich mal wieder an Asterix denken. Genauer gesagt, an den Film „Asterix erobert Rom“. In dem Streifen gibt es eine Szene, in der die beiden Protagonisten dazu aufgefordert werden, den Passierschein A38 im „Haus das Verrückte macht“ zu besorgen.
Den Passierschein brauchte ich selbst zwar nicht, aber mich erwartete am 18. August 2020 eine ähnliche Aufgabe verwaltungstechnischer Art:

Ein Mitarbeiter für staatliche Sicherheit, bzw. des Sicherheitsdienstes für staatliche Gebäude steht am Eingang vor dem Straßenverkehrsamt in Wesel und hebt vor mir die Hand, als ich mich nähere, aber noch gute 5 bis 6 Meter von ihm entfernt befinde: „Halt!“
Meine Alltagsmaske habe ich da bereits längst angelegt und ich gehe noch ein, zwei Schritte weiter.
„Was wollen Sie?“, fragt mich der Ordnungshüter und ich erkläre, dass ich einen Termin um 13 Uhr habe.
„Name!?“
Ich nenne ihn und er schaut in eine Liste.
„Dort können Sie sich anmelden!“, sprichts und zeigt auf einen Schalter hinter dem Eingang.

Die Dame am Empfang hinter der Glasscheibe ist recht nett zu mir, als ich erkläre, dass ich einen neuen Fahrzeugbrief für einen Oldtimer beantragen möchte, weil der alte nicht mehr auffindbar ist. Ich schöpfe für einen kurzen Moment Hoffnung, als sie erwähnt, das man ja in dem Fall nur ein Aufgebotsverfahren einleiten muss und gehe in die große Halle.
Im inneren des Gebäudes hängen Kabel von der Decke und ich fühle mich sofort wie auf einem der rumänischen Hafenämter, die ich während meiner langen Einhandreise mit Morgenstern durch Osteuropa so oft besucht habe.
Alles wirkt provisorisch und zusammengebastelt, seit man vor etlichen Jahren angefangen hat hier umzubauen und ich werde das Gefühl nicht los, dass an diesem Ort langsam aber kontinuierlich alles den Bach runter geht. Auch das Parkdeck ist nach wie vor wegen Einsturzgefahr gesperrt und sieht aus wie ein „Lost Place“ aus einem schlechten Horrorfilm. Ich musste gerade selbst kurz recherchieren, seit wann dort die Absperrung steht und das Unkraut sprießt: Seit mittlerweile fast 5 Jahren!
Ich setze mich also auf einen der wenigen Stühle, die wegen COVID-19 weit auseinander stehen und bereite mich gedanklich auf das Abenteuer vor.
Und so wie ich auf meiner letzten Reise mit dem Segelboot durch den Osten des Kontinents der Behördenwillkür ausgeliefert war, so bekam ich das an diesem Tag auf der Zulassungsstelle in Wesel am Rhein zu spüren.

Nachdem ich meine Wartezeit abgesessen hatte und endlich an den Schalter durfte, verlief das Gespräch zunächst recht locker und konstruktiv.
Ich durfte die Sachlage zum Trabant 601 erklären, dass eben keine Fahrzeugpapiere vorhanden sind und das Auto jahrelang auf einem Bauernhof stand.
Ich war eigentlich theoretisch gut vorbereitet, hatte 3 Abende lang Gesetze und Verordnungen gelesen und war durch Erfahrungen anderer Oldtimerbesitzer und den Rechtsanwalt einer Fachzeitschrift gewarnt. Auch hatte ich alle wesentlichen Paragraphen ausgedruckt dabei und die wichtigsten Absätze mit bunten Stiften für mich markiert.
All das hat nichts genützt und es kam, wie es kommen musste! Die Sachbearbeiterin war überfordert. Ein Kollege wurde hinzugezogen, aber der Bereich hinter dem Schalter wurde dadurch nicht durch Sachverständnis oder Fachwissen bereichert. Es herrschte überwiegend Stille auf der anderen Seite der Plexiglasscheibe.
Bis es irgendwann aus ihr herausplatzte: „Sie tun ja gerade so, als wenn das hier einfach wäre!“

Einfach ist so ein Vorgang natürlich nicht. Verglichen mit einer Standardanmeldung, bei der ein Sachbearbeiter oder eine Sachbearbeiterin vier Tasten und zwei Stempel drücken muss, ist so ein Trabant 601 ohne Zulassungsbescheinigung Teil II durchaus eine harte Nuss.
Wie man diese Nuss zu knacken hat, davon hatte man hinter der Scheibe wenig bis gar keine Ahnung. Das einzige was der Sachbearbeiterin noch einfiel war:

„Sie brauchen eine Vollabnahme!“

Mit genau diesem Satz hatte ich gerechnet. Die Vollabnahme nach § 21 StVZO wird nämlich mitunter gerne von überforderten Sachbearbeitern gefordert, wenn sie ansonsten nicht weiter wissen. Diese Abnahme würde dem Amt quasi auf dem Präsentierteller alles wesentliche zur Ausfertigung einer ZBII liefern, ist jedoch überwiegend Sonderfahrzeugen vorbehalten und kostet (auf Deutsch) ein Schweinegeld!
Wenn man sich so durch diverse Oldtimerforen wühlt, dann stellt man fest, dass einige Sachbearbeiter den §21, nach dem sie die Vollabnahme fordern, nicht einmal richtig kennen.

Dass ich die Vollabnahme für den Trabant nicht brauche und warum ich sie nicht brauche, konnte ich der Sachbearbeiterin zwar anhand von bunt markierten Passagen im Gesetzestext erklären, aber genützt hat es trotzdem nichts.
Ich hatte den Eindruck, mein gegenüber hat mich inhaltlich überhaupt nicht verstanden. Die Wörter „Einheitsvertrag“, „ABE“ und „Wiedervereinigung“ hatte man im Zusammenhang mit einem solchen Antrag vermutlich noch nie gehört. Das Gefühl hatte ich zumindest.

Damit euch klar wird, warum gerade der Trabant (aber auch viele andere Fahrzeuge) die Vollabnahme nicht (mehr) benötigen, hier ein Auszug aus § 21 StVZO:
„Gehört ein Fahrzeug zu einem genehmigten Typ oder liegt eine Einzelbetriebserlaubnis nach dieser Verordnung oder eine Einzelgenehmigung nach § 13 der EG-Fahrzeuggenehmigungsverordnung vor, ist eine Begutachtung nur zulässig, wenn die Betriebserlaubnis nach § 19 Absatz 2 erloschen ist.“

Nun hat der Trabant 601 im Jahre 1990, mit der Wiedervereinigung Deutschlands, im Rahmen des Einheitsvertrags, eine Allgemeine Betriebserlaubnis auf nationaler Ebene bekommen, die bis zum heutigen Tag gültig und auch nicht nach § 19 Absatz 2 erloschen ist!
Nachlesen kann man das bei Interesse in der StVZO, sowie im Einigungsvertrag, der seinerzeit zwischen der DDR und der BRD geschlossen wurde. Dieser Vertrag wurde hin und wieder angepasst und in Details abgeändert. Was die DDR Fahrzeuge und die ABE angeht, besteht der entsprechende Paragraph jedoch bis heute unverändert!

Man müsste sich beim Straßenverkehrsamt halt in meinem Fall ein wenig mehr kümmern, als man das sonst tut. Vielleicht wäre ein Gang in den Keller oder auf den Dachboden angebracht, je nachdem wo die alten Ordner stehen.
Es ist ja nun auch nicht so, das ich so eine ZBII unbedingt für mich persönlich bräuchte, weil ich sie besonders schön finde. Der Staat verlangt von mir, dass ich sie beantrage, denn ohne ZBII kann das Fahrzeug nicht wieder zum Straßenverkehr zugelassen werden.

Um nun wieder zurück zur Situation im Amt in Wesel zu kommen, machen wir dort weiter, wo wir oben aufgehört haben:

„Antrag abgelehnt!“

Ohne Begründung.

Das wollte ich schriftlich haben, damit ich Widerspruch einlegen kann.

„Machen wir nicht schriftlich!“

Ab dem Moment waren wir keine Freunde mehr und ich habe (ganz ruhig) darum gebeten mit dem Dienststellenleiter zu sprechen, um eine schriftliche Ablehnung meines „Antrags auf Ausfertigung einer Zulassungsbescheinigung Teil II“ zu bekommen.

Der Mann wurde zumindest angerufen und die Sachlage kurz und wirr am Telefon geschildert. Ihre Dienstpflicht hatte die Sachbearbeiterin damit immerhin getan.
Persönlich mit mir sprechen wollte der „gute“ Mensch jedoch nicht. Er hat sich strikt geweigert! Und wenn ich die Ablehnung meines Antrags schriftlich haben möchte, um Widerspruch einzulegen, dann müsse ich den Antrag auch schriftlich stellen! Aufgelegt!

Ich bin zwar der Meinung, dass bis hier bereits einiges an rechtswidriger Behördenwillkür vorlag, habe mich jedoch auf den schriftlichen Antrag eingelassen.

Ansonsten wars das! Keine netten Verabschiedungen, kein Lächeln mehr.

Ich verlasse die Baustelle und mache mich auf den Heimweg. Richtig enttäuscht bin ich nicht, meine Erwartungen waren so niedrig gesteckt, dass ich zunächst recht gelassen abgedackelt bin.

Am Abend hatte ich den mehrseitigen Antrag auf die ZBII dann fertig. Sauber ausformuliert, alle wichtigen Paragraphen zitiert, ansonsten alles rein sachlich.

Das Zustellen des Antrags am nächsten Tag war dann nochmal ein kleines Abenteuer, das ich hier nur stark gekürzt wiedergebe. Es hat mich jedenfalls einiges an Überzeugungsarbeit gekostet, den Brief persönlich am Empfang abgeben zu dürfen.
Als ich endlich dort angekommen war und dachte, jetzt hältst du dem Mensch hinter der Scheibe einfach den Umschlag hin und sagst, „Post fürs Amt!“ war ich auf dem Holzweg!

Eine laaange Diskussion über den Inhalt des Briefes und die Hintergründe begann. Letztendlich hat man mir den Umschlag dann doch endlich aus der Hand genommen und versichert, ihn seiner Bestimmung zuzuführen.

Das ist jetzt knapp 2 Wochen her. Seitdem warte ich auf eine Reaktion.

Die Chancen, dass der Trabant an den Feierlichkeiten zum 30. Jahrestag der Wiedervereinigung Deutschlands teilnehmen kann, sinken leider stetig.

Neue Wanten für die Dilly-Dally

Dieses mulmige Gefühl segelte immer mit. Zumindest unterschwellig. An windarmen Tagen schien es fast verschwunden, aber wenn der Wind das Mittelmeer aufwühlte, war es wieder da. Stärker als zuvor. Ich weiß, wie alt das Boot ist. Ich habe aber keine Ahnung, wann die Wanten und Stage, die dem Mast Halt geben, das letzte Mal erneuert wurden. Ich befürchte, sie sind der gleiche Jahrgang wie das Boot. „Kann der Mast eigentlich umkippen“, fragte mal eine Freundin, die zu Besuch an Bord war, mitten auf dem Meer. Das Land am Horizont war klein und die Sorge in ihren Augen groß. Also sagte ich voller Inbrunst: „Nein!!!“ Dabei waren die Ausrufezeichen Fragezeichen. Ich selbst hatte mich das schon oft gefragt.

 

Zugegeben, ich kann mich nicht erinnern, jemals eine Fahrtenyacht gesehen zu haben, die ihren Mast verloren hat. Aber ich kenne die Horrorgeschichten und die Bilder. Eine Yacht, enthauptet mitten auf dem Meer, ist so ziemlich das Schlimmste, was ein Segler sich vorstellen kann. Beim Strandsegeln hatte ich mehrmals das Vergnügen. Natürlich sind da die Begebenheiten anders, die Stöße härter und zum aggressiven UV-Licht und Salz kommt noch Sand dazu. Nicht die beste Mischung für verschleißanfällige Materialien.

Hier geht es zum ganzen Artikel, den ich für das float geschrieben habe.

Offene Türen alleroten – der Überblick

Eigentlich wäre dieses Wochenende die Hiswa te Water. Die findet jedoch coronabedingt dieses Jahr virtuell statt. Stattdessen haben viele Teilnehmer beschlossen, Hausmessen durchzuführen. Die meisten davon an diesem Wochenende

1. Jonkers Yachts Open Dagen

Ort: Kabbelaarsbank 11, Ouddorp (Marina Port Zélande)
Öffnungszeiten: Mi 2. bis So. 6 september von 10.00 bis 18.00 Uhr

Neue und gebrauchte Schiffe von Jeanneau Motoryachten, Linssen Yachts und Fairline. Gerne vorher anmelden per Mail an: [email protected] oder telefonisch +31 111-673330.
Jonkers Yachts Open Dagen

2. Alumax Proefvaardagen

Ort: Setheweg, Jachthaven van Meppel
Öffnungszeiten:  5.-6. September von 10.00 bis 16.00 Uhr

Alumax Sloepen und Tender. Terminabsprache unter: +31 522 – 24 22 12.
Alumax Proefvaardagen

3. Bmarine Open Huis

Ort: Singel 12, 9001 XP Grou
Öffnunsgzeiten: 5.-6. September von 10.00 bis 17.00 Uhr

Großes Sortiment an Sloepen und Motorbooten, Kinderprogramm und Foodtrucks
Bmarine Open Huis

4. Brandaris Barkas SuperSport Show

Ort: Nieuw-Loosdrechtsedijk 240a, Loosdrecht
Öffnungszeiten: 2.-6. September von 10:00 bis 18:00 Uhr

Einige Sloepen und Tender und ein paar gebrauchte Barkassen (O-Ton der Werft, d. Red.)
Brandaris Barkas SuperSport Show

5. Dutch Yachting Weekend

Steht alles hier

6. Interboat Open Dagen

Ort: Oud Loosdrechtsedijk 181, Oud-Loosdrecht
Öffnungszeiten: 4.-6. September von 10.00 bis 17.00 Uhr

Neue und gebrauchte Sloepen und Tender
Interboat Open Dagen

7. Isloep – HISWA te water Demodagen

Ort: Hoorn 316, Alphen aan den Rijn
Öffnunsgzeiten: 2.-6. September von 10.00 bis 16.00 Uhr

Neue und gebrauchte Sloepen
Isloep Open Dagen

8. Lengers in-water

Ort: Westzeedijk 2, Muiden
Öffnungszeiten: 3.-6. September

Ein Blick hinter die Kulissen des großen Händlers von San Lorenzo, Bluegame, Prestige en Sacs.
Lengers in-water

9. Linssen Open Dagen

Ort: Brouwersstraat 17, Maasbracht
Öffnungszeiten: 2.-6. September von 10.00 bis 16.00 Uhr

Neue und gebrauchte Linssen Modelle sowie der Einblick in eine perfekt organisierte Serienwerft warten
Linssen Open Dagen

10. Menken Maritiem Open Huis

Ort: Hoekse Aarkade 2, Ter Aar
Öffnungszeiten: 2.-6. September von 11.00 bis 18.00 Uhr

Große und kleine Sloepen mit Kajüte und offen, neu und gebraucht. Dazu ein Rahmenprogramm
Menken Maritiem Open Huis

11. Day.M8 dagzeiler Open Dag

Ort: De Draei 18, Heeg
Öffnunsgzeiten: 5. September von 10.00 bis 18.00 Uhr

Ein Tag rund um den Daysailer Day.M8. Probefahrten möglich
Open Dag – Day.M8 Dagzeiler

12. Cooperyacht Open Huis

Ort: Angstelkade 2a, Nieuwersluis
Öffnungszeiten: 2.-6. September von 10.00 bis 18.00 Uhr

Sloepen und ein Daysailer
Cooperyacht Open Huis

13. Van den Hoven Jachtbouw – Bezoek op afspraak

Ort: Ruytenbergweg 17, Waspik
Öffnungszeiten: 2.-6. September nach Absprache

Offene Werft und diverse Schiffe im Bau. Zu besichtigen nach Absprache.
Van den Hoven Jachtbouw – Bezoek op afspraak

 

 

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Holland: Der Wassersport-Überblick zum Wochenende 4.-6.9.20

Der Wochenüberblick über alles Relevante für den Wassersport in den Niederlanden zum Wochenende 4.-6.9.2020. Typisches Holland-Wetter und eine Mini-Messe in Medemblik

Corona: Keine neuen Erkenntnisse, ausser: Nachwievor gestiegene Infektionszahlen im Vergleich zu etwa Mai und Juni, dabei nur sehr wenige Krankenhausaufnahmen und Todesfälle (Quelle: RIVM). Dennoch gilt: ABSTAND HALTEN!!!!

Wasserstrassen: Urlaub vorbei, langsam gehen die Bautätigkeiten wieder los. Bei vielen Schleusen sind einzelne Kammern gesperrt wegen Unterhaltsarbeiten. Das kann zu Verzögerungen führen #Die Provinz Groningen: Alles wie immer: Es wird von 9-17 oder 19 Uhr bedient, so sagt es Vaarweginformatie. #Die Provinz Friesland meldet: Vorankündigung: An der Schleuse Kornwerderzand werden vom 31.8. bis 5.9. die Brücken der Autobahn nicht bedient. Die Druchfahrtshöhe beträgt dann maximal 5.10 Meter über NAP. Auch die  Schleusen sind gesperrt. Sonst sind keine Arbeiten geplant # In (oder auf) Urk wird seit dem letzten Wochenende die Arie de Witt Brücke nicht bedient. Das dauert noch bis zum 19. Oktober. Die Ramsdiep ist vom 31.8-4.9. gesperrt. Die Ramsgeul ist weiter offen. Die Balgstuw wird gewartet. Also rechtzeitig abbiegen! # In Alkmaar ist die Spoorbrug auf dem Noordhollandsch Kanaal ab Freitag Abend bis Montag morgen gesperrt #Staande Mast Route: Alphen aan de Rhijn: Bedienung der Gouwe Hefbrug bis 6.9. nur viermal täglich 9.45-10.15 Uhr; 12.45-13.15 Uhr; 16.45-17.15 Uhr. Ab 19 Uhr wieder geöffnet #Die Wilheminaschleuse in Zaandam ist bis auf weiteres für die Freizeitschiffahrt gesperrt. #Provinz Zeeland: Ab dem 24.8. bis zum 4.9. finden vor der Hafeneinfahrt von Zierikzee Taucharbeiten statt. In dieser Zeit kann die Einfahrt auch vorübergehend voll gesperrt werden. Fahrzeuge des Rijkswaterstaat sichern das Gebiet, sie sind auf Kanal 10 erreichbar. #Die Stationsbrug in Middelburg wird jeweils um 7:07/11:37/15:37/19:37 passend zum Durchgang der sogenannten „Blauwe Golf“ (Blockabfertigung ab Vlissingen) geöffnet #Die Schleusen von Maas, Wilhelminakanaal und Zuidwillemsvaart werden baw. (immer noch!) seltener bedient. Die Ursache: Zu wenig Wasser das über die Maas in Maastricht angeführt wird, sodass niedrige Wasserstände durch Schleusenvorgänge entstehen können

In eigener Sache: Was bedeutet „bis auf weiteres“ in den Meldungen? Das wissen wir leider auch nicht. Es kann alles heißen zwischen ein paar Minuten bis hin zu mehreren Monaten. Das geht aus den Meldungen auf Vaarweginformatie leider nicht hervor. Sollten wir dann lieber nicht melden? ->Was, wenn die Störung dann länger dauert? Melden? -> Was, wenn die Störung schon bald aufgehoben ist? Wir haben uns für „immer melden“ entscheiden. Denn das gibt Ihnen, liebe(r) LeserIn die Möglichkeit, genau hinzuschauen auf Vaarweginformatie. OK?

Sperrungen und besondere Behinderungen sind darüberhinaus bei Redaktionsschluss nicht gemeldet.

Allgemein: Es ist immer empfehlenswert, vor Fahrtantritt zu prüfen, ob die geplante Route Hindernisse enthält. Das geht am besten auf vaarweginformatie.nl

Straßen an Land:

A12: Gesperrt von Maanderbroek bis Oosterbeek vom 4.9. 21 Uhr bis 7.9. 5 Uhr

A16: Gesperrt von Kreuz Princeville bis Kreuz Gander vom 4.9. 21 Uhr bis 7.9. 5 Uhr

A65 s’Hertogenbosch nach Tilburg: Gesperrt von Vught bis Helvoirt vom 4.9. 21 Uhr bis 7.9. 5 Uhr

Wetter:Ein Tief vor Norwegen und das Azorenhoch schaufeln gemeinsam Atlantikluft aus Westen heran. Die sorgt für typisches Holland-Wetter. Westwind, Schauern und Sonne. Der Wind weht wie gesagt tagsüber westlich 10-12 Knoten (3 Bft) in Böen um die 20 Knoten (5 Bft) und lässt Nachts stark nach. Temperaturen um 15°C.

Häfen: Alles entspannt melden die Häfen, Nachsaison eben. Bevor man auf die Watteninseln fährt, lohnt es sich, die dortige Lage unter waddenhavens.nl zu checken, obwohl dort derzet schon wieder viel „grün“ angezeigt wird.

Tide: Harlingen und Roompot binnen

Besonderheiten: Contest Yachts lädt zusammen mit Saffier und Jachtwerf Heeg zum Dutch Yachting weekend. Da kann man auch mit dem Boot hinfahren.

Generell gilt:

– 1,5 Meter Abstand halten!

– Belebte Orte meiden!

– Bei Erkältungssymptomen zu Hause bleiben!

– Bei Fieber auch nur einer Person bleiben alle aus dem Hausstand zu Hause!

– Auf Schiffen gelten diese Regelungen

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Ankiten Kleen

{Time:11:11:00}
{Date:20200902}
{Position:11°59.2276’N, 068°38.7900’W}
{Direction/Speed:-°/ -kn}
{Place:Klein Curacao} 
{Target:British Virgin Islands}
{Temp Air/Pressure:31°C}
{TempWater:-°}
{Wind:E 15kn}
{Wave:0,0m}
{Vimeo:}
{YouTube:}
{Photo:20200902}
{Title:Ankiten Kleen}

Willich oder will ich nicht?

Heute passt der Wind. Endlich. Türkiseblaues Wasser, die Touristen sind wech, die Insel gehört uns und einer kleiner Gruppe Angler aus Curacao. Mein heiliger Mittagsschlaf fällt kürzer aus als sonst, immer wieder schaue ich aus meinem Bett mit einem Auge auf den Windmesser. 17 Knoten, 18 Knoten, 15 Knoten. Mir ist nicht wohl bei dem Gedanken kiten zu gehen. Ich habe Schiss. Besser gesagt Respekt. Der Wind kommt aus Osten und ich werde weit ablandig rausgetrieben, geht der Wind aus oder ich habe sonst ein Problem, bin ich schnell auf dem offenen Meer. Heiko und Michael sind gebrieft, wie eine Rettung abläuft, haben das aber noch nie gemacht. Ich bin der einzige Kiter auf Klein Curacao. Ich habe kein gutes Gefühl. Ich bin noch nicht so fit wie vor einem Jahr. Meine Versuche Höhe zu laufen sind noch so lala in der Saint Joris Bay gewesen. „Davon, dass Du jetzt den Hintern nicht aus dem Bett bekommst wird es auch nicht besser!“, meine Kite Fee spricht zu mir. „Ist
doch prima, wenn Du ein bisschen Angst hast. Dann klappt das mit der Höhe laufen besser, weil Du weißt, dass Du musst.“ Um fünf Uhr starte ich den 15er in den Himmel. Der Druckpunkt an der Bar passt. Die Bedingungen sind perfekt. Druck auf die Ferse, Zehen anziehen und das Bein voraus durchstrecken, zurücklehnen. So einfach ist das. In der Theorie.

Heiko hat seine Drohne gestartet. Wie man schon an dem gestrigen Daypic sieht, ist er ein guter Drohnenpilot und heute wird er das toppen. Heute macht er eindrucksvolle Videos von mir, wie ich am Weststrand der Insel mit voll Speed auf und ab meine Kite Bahnen ziehe. Ich übe eine Selbstrettung mit Boarddrag um meine Sicherheit wieder zu erlangen. Das rote MayaLena Dinghy liegt startbereit zu Rettung am Beach bereit. Dann geht die Sonne schneller dem Horizont entgegen, als mir lieb ist und ich grade wieder Spaß in den Backen habe. Genug für heute. Morgen ist auch noch ein Tag.


Mitsegeln auf der MARLIN.

Leben unter Segeln – Das etwas andere Konzept.
Sportlicher Segeltörn mitten durch die Karibische See
Endlich wieder Segelurlaub!

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