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Neuseeland – eine Segler-Nation

Sa., 19.Sep.20, Franz.Polynesien/Tahiti/Papeete, Tag 2302, 21.218 sm von HH

Vorbei. Ende. Ausgeträumt.
Wir haben unsere Entscheidung getroffen und Neuseeland (für dieses Jahr?) von unserer Reiseliste gestrichen. Die vermutlich größte Segler-Nation der Welt hat kein Herz für Segler. Wir werden von der Regierung hingehalten und es werden immer neue Fußangeln nach uns ausgeworfen. Frau Premierministerin Jacinda Ardern und ihr Gesundheitsminister erkennen im Prinzip ‚Humanitäre Gründe‘ als Begründung für eine Einreise in ihr Land an. Nur leider hat bisher noch niemand herausgefunden, was als ‚humanitär‘ gelten könnte. Die herannahende Zyklon-Saison im Südpazifik ist es jedenfalls nicht! „Sollte ein Zyklon im Anmarsch sein, wo sich ein Schiff befindet, so bin ich bereit von Fall zu Fall zu entscheiden, ob ich eine Einreise genehmige“.  Der Gesundheitsminister übertrifft in seiner Plattheit durchaus noch unseren Bundes-Spahn. „Suchen Sie doch rechtzeitig Schutz in einem sicheren Hafen – zum Beispiel in ihrem Heimatland „.
Ein Schaden am Schiff, der hier nicht zu reparieren ist und dadurch bedingte finanzielle Einbußen oder gar der Verlust des Schiffes sind ebenfalls nicht humanitär. Und Frau Ardern sieht nicht, dass für die meisten Segler ihr Boot das zu Hause ist, sondern sie hält Segler für ‚privilegierte Reiche‘, denen sie kein Hintertürchen öffnen möchte, um ins Land zu schlüpfen. Es ist halt Wahlkampf.

Herr Minister, das sind die Flugbahnen von Zyklonen über einen Zeitraum von 25 Jahren im Südpazifik – nur mal so

Die Neuseeländische Regierung hatte aber trotz aller Bedenken kurzfristig die Dollar-Zeichen in den Augen und signalisierte, dass Schiffe, die einen finanziellen Vorteil von mindesten 30.000 Euro ins Land spülen, einen Antrag auf Einreise stellen können. Humanitäre Gründe zählen nicht – aber Geld ist willkommen. Pfui, schämt euch. Wir haben an einem Pilot-Programm teilgenommen und den Antrag gestellt, da wir in größerem Umfang Arbeiten am Schiff zu erledigen hätten.
Wir sind unter dem verlangten Betrag geblieben, aber das ist nicht der Grund, warum wir seitdem hingehalten werden. Das Konzept für die Quarantäne sei auf einmal nicht mehr ausreichend. Der ursprüngliche Ort könne die Auflagen nicht erfüllen, der Quarantäne-Steg an dem neu gewählten Ort sei jedoch zu kurz. Dabei ist die Quarantäne für Segler denkbar einfach, bringen wir unsere Quarantäne-Behausung praktischer Weise doch gleich mit. Außerdem wären wir ohnehin ungefähr drei Wochen auf See. Und müssten vor Abreise einen negativen Corona-Test vorweisen. Die neuen Argumente sind Ausreden, wie wir glauben. Solange noch Wahlkampf herrscht (bis Ende Oktober), wird hier keine Entscheidung getroffen werden. Und danach ist es für uns zu spät.

Die Seglergemeinde, die nach Neuseeland möchte, ist sauer. Ein britischer Kommentar hat die Premierministerin als ‚AdolfArdern‘ beschimpft. Wir finden die Entscheidungen der Kiwis schlicht unanständig. Zumal der Start für den berühmten ‚Americas Cup‘, der Mutter aller Segel-Regatten, planmäßig im Dezember in Auckland stattfinden soll. Das lässt sich die große Segler-Nation nicht nehmen. Dafür werden 110 (in Worten einhundertzehn) Team-Mitarbeiter mit Familie, Anhang, Tross und Kegel erwartet. Für uns ist das zweierlei Maß. Dann könnte man doch auch die ca. 250 Boote rein lassen, die jährlich im November nach Neuseeland möchten.

Ihren eigenen Landleuten gegenüber verhält sich die Regierung übrigens auch recht schäbig. Nach wie vor kommen die Kiwis nur häppchenweise ins Land zurück. Man muss nach der Ankunft in eine überwachte vierzehntägige Quarantäne und dafür gibt es nicht genug Plätze. Paare sind seit Monaten getrennt, ein Ende ist nicht in Sicht.
Eine Familie in Südafrika, der Vater mit einem Arbeitsvertrag in der Hand, hat ihr Haus und Hof verkauft, Hab und Gut in einem Container verpackt, der auf dem Weg nach Neuseeland war. Da kam Corona. Der Flug nach Neuseeland gestrichen und die Familie nur noch mit ihrem Handgepäck und den Klamotten am Leibe bekommt zu hören : „Ihr kommt hier nicht rein“.

Neuseeland erscheint uns als das ängstlichste Land im weltweiten Corona-Vergleich. Drei positive Tests in der Millionenstadt Auckland: Lockdown! Ein Infizierter im Supermarkt: Desinfektion des gesamten Geschäfts!  Die Maßnahmen werden in halbe Stufen eingeteilt: Level 2, Level 2,5, Level 3. Die Nachrichten überschlagen sich im Panik-Modus. Frau Ardern will die beiden Inseln partout Covid-19 frei bekommen. Koste es was es wolle. Leben mit dem Virus ist für sie keine Option. Ihr Volk kommentiert dies eher positiv. Aber es gibt auch spöttische Meinungen zu den Maßnahmen: „Wo bleibt eigentlich Level 2,49?“
Und der Inhaber eines Werftbetriebes in Neuseeland beteuert uns Seglern gegenüber sein Bedauern über die Entscheidungen. Gerne hätte er für die Yachties seine Tore geöffnet, so wird er wohl ein Jahr ohne Einnahmen bleiben. Hoffentlich kann er bis nächstes Jahr überleben.

Wir haben jetzt genug davon. Wir fühlen uns unwillkommen. Das gibt uns eine Ahnung, wie die Menschen auf Lesbos sich fühlen müssen. Wir haben vom Schwebezustand die Nase voll. Keine Entscheidung, ob wir am Boot noch in Tahiti etwas reparieren; ob wir Essen und Trinken für mehrere Monate bunkern müssen; ob Achim sich neue Schuhe kauft, die er eigentlich gar nicht mag; keine Entscheidung kann getroffen werden. Damit ist jetzt Schluss und das fühlt sich richtig gut an.
Neuseeland, du enttäuscht und kannst uns mal den Buckel runter rutschen.

Angriff der Teutonen

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Alleine auf der MARLIN

Ich habe gestern Abend den Sunddowner auf der MOANA abgesagt. Hmm. An Mareike lag es nicht. Michael hatte mich zum Sushi Essen eingeladen. Hab ich auch abgesagt. Hmm. Ne. Es ging mir nicht gut. Ich war bei Budget Marine und habe ein 45 Meter Fall, Toppnant unter der oberen Saling, gekauft. 250 US. Willkommen in Disneyland Karibik. Ich nutze das Fall um das Dinghy in der Nacht hochzuziehen. Das alte ist bis auf die Seele durch. 200kg ist aber auch ordentlich. Das neue reicht bis zur Stb Elektrowinsch. Passend zu meiner körperlichen Verfassung. Jetzt muss ich nur noch den Schäkel einspleissen. Scheiße. Nathalie nicht da. Jan nicht da. Ich übernachte im Pilothaus. Besser für meinen Rücken. Da kommt eine Message von Mareike rein. „Drei dinghy tanks wurden heute Nacht am dinghy dock gestohlen, einer war meiner…“ Oha. Mareike hat schlechte Laune. Hätte ich allerdings auch. „Jepp, sie haben das Kabel durchtrennt, die security hat sich gewundert warum die mit so vielen Tanks rumlaufen, hat die Polizei aber erst angerufen als ich meinen vermisst habe…“ Welcome to Curacao. 65.000 Arbeitslose von 140.000 Einwohner und „Der Staat hat kein Geld mehr für die Tafeln. Aber die Gehälter für die Beamten seien sicher“, meint Freund Tommy.

Nathalie meint, dass ich nach Hause kommen soll. „Wer zahlt die Marina? Wo wohne ich in Deutschland? Pflegeheim und Rollstuhl?“ Ich glaube, ich bin da wo ich bin, auf der MARLIN am besten aufgehoben. Für diese Aussage telefonieren wir 2 Stunden. Ja. Das ist so, wenn man sich guuuuuut kennt. Natürlich geht es mir nicht gut. Aber würde das in Deutschland besser sein? Haben die besseren Blutverdünner? Vorgestern hatte ich meinen ersten Physiotermin bei Hans. Endete eher in einer Vorbesprechung. Ich war desorientiert und mir war schwindelig. Schwimmen soll ich. Es geht nicht um die Strecke, sondern, dass ich im Wasser bin. „Computerarbeit? Hans?“ „Das ist das Schlimmste was Du machen kannst. Verteile die drei Stunden auf den ganzen Tag.“ Heute geht es mir etwas besser.

10 Meter Schlauch mit Atemregler. Um meine Kites aufzublasen an Bord, um von der Badeplattform zu starten, habe ich 70 Euro für einen ölfreien kleinen Kompressor hingelegt, irgendwann in Deutschland. Jetzt brauche ich den, um einen eigenen Freediver zu konstruieren. Genaues kann ich nicht googeln, aber es sollte gehen, die Luft sollte rein genug sein. Erst wollte ich Luft aus der Tauchflasche verwenden, die an die Reeling stellen. Der Schlauch ist aber für den hohen Druck, 10bar, ungeeignet. Ich probiere die Konstruktion erst einmal über Wasser aus. Der Kompressor liefert weit mehr Luft, als ich benötige. Soll ja auch nur für Arbeiten am Schraube und Kiel sein. Also 2m. Dann gehe ich auf Tauchstation. Funktioniert weit besser als ich gedacht habe. Ohne Limit. Mit Bordmitteln gebaut. Was ich allerdings finde ist nicht nur ein bewachsenes Unterwasserschiff, sondern auch Spuren von Grundberührung. Alte und die Neuen. Viel Schlimmer, Zeichen von einem Schlag, den das Ruder erlitten hat. Dumm gelaufen. Mein Skipper und Freund Stefan Hausladen redet und schreibt nicht mehr mit mir. Windstille. Ich rufe Mareen an, die mit ihm gesegelt ist…

Meine Mutter Anneliese hat immer gesagt, dass ich lernen soll, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann. Und das ich nicht Rauchen soll. Beides ist mir in meinem Leben nicht so ganz gelungen. Oder viel zu spät. Das Ruder schaue ich mir heute noch mal genauer an. Und den Spleiß muss ich ja noch machen. Ich werde berichten. Oder auch nicht. So wie Stefan. „Ich wars nicht“, waren seine letzten Worte…


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Holland: Der Wassersport-Überblick zum Wochenende 18.-20.9.20

Der Wochenüberblick über alles Relevante für den Wassersport in den Niederlanden zum Wochenende 18.-20.9.2020. Immer noch Altweibersommer! Also ab aufs Boot…

Corona: Die Provinzen Noord- und Zuid Holland sind seit dem 16.9. vom Auswärtigen Amt in Berlin als Corona-Risikogebiete eingestuft worden. Rückkehrer aus diesen Gebieten müssen sich in Quarantäne begeben, bis ein negativer Test vorliegt. Mehr Info hier. Weiterhin gilt: ABSTAND HALTEN!!!!

Wasserstrassen: Bei vielen Schleusen sind einzelne Kammern gesperrt wegen Unterhaltsarbeiten, das verhindert nicht die Weiterfahrt, sorgt aber für Aufenthalt. Des weiteren gibt es viele Meldungen mit einem kurzen Aufenthalt bis maximal zwei Stunden. Diese sind hier nicht aufgenommen. Wer es sehr eilig hat, sollte seine Route also vorher dahingehend überprüfen. #Provinz Groningen: Die Herrmann Colleniusbrücke in Groningen wird vom 14.-18.9. nicht bedient. Damit ist die Staande Mastroute Nord in der Zeit nicht befahrbar. #Sonst alles wie immer: Es wird von 9-17 oder 19 Uhr bedient, so sagt es Vaarweginformatie. #Die Provinz Friesland meldet: Prinses Magriet Kanaal: Sperrung der Brücke Oude Schouw (bewegbarer Teil) bei Jirnsum Montag 21.9. 16 Uhr bis Dienstag 22.9. 9 Uhr. Sperrung Brücke Spannenburg (bewegbarer Teil) von Dienstag 22.9. 18 Uhr bis Mittwoch 23.9. 9 Uhr #Die Bauarbeiten für den Windpark Fryslan südlich des Aufsluitdijks haben begonnen. Dort ist in großes Werkgebiet ausgetonnt, das nicht befahren werden darf.# Mittwoch 23.9. von 8-10 Uhr keine Bedienung der Brücke an der Schleuse Kornwerderzand. # In (oder auf) Urk wird seit dem letzten Wochenende die Arie de Witt Brücke nicht bedient. Das dauert noch bis zum 19. Oktober. Auch die Tollebekerbrug ist gesperrt bis auf Weiteres. Gleiches gilt am 21.9. von 9 bis 14 Uhr für die Urker Sluis #Provinz Noord Holland: Die Grafelijkheidssluis in Monnickendam ist am 21.9. gesperrt. #Die Wilheminaschleuse in Zaandam ist bis auf weiteres für die Freizeitschiffahrt gesperrt. #Provinz Zeeland: Die Sloebrug im Kanaal door Walcheren ist seit dem 14.9. bis auf Weiteres (s.u.) gesperrt #Die Schleusen von Maas, Wilhelminakanaal und Zuidwillemsvaart werden baw. (immer noch!) seltener bedient. Die Ursache: Zu wenig Wasser das über die Maas in Maastricht angeführt wird, sodass niedrige Wasserstände durch Schleusenvorgänge entstehen können.

In eigener Sache: Was bedeutet „bis auf weiteres“ in den Meldungen? Das wissen wir leider auch nicht. Es kann alles heißen zwischen ein paar Minuten bis hin zu mehreren Monaten. Das geht aus den Meldungen auf Vaarweginformatie leider nicht hervor. Sollten wir dann lieber nicht melden? ->Was, wenn die Störung dann länger dauert? Melden? -> Was, wenn die Störung schon bald aufgehoben ist? Wir haben uns für „immer melden“ entscheiden. Denn das gibt Ihnen, liebe(r) LeserIn die Möglichkeit, genau hinzuschauen auf Vaarweginformatie. OK?

Sperrungen und besondere Behinderungen sind darüberhinaus bei Redaktionsschluss nicht gemeldet.

Allgemein: Es ist immer empfehlenswert, vor Fahrtantritt zu prüfen, ob die geplante Route Hindernisse enthält. Das geht am besten auf vaarweginformatie.nl

Straßen an Land:

A2: Gesperrt von Born bis Roosteren vom 24.9. 21 Uhr bis 25.9. 5 Uhr

A4: Gesperrt von Den Haag Zuid bis Delft vom 15. bis 18.9. täglich von 22 bis 5.30 Uhr

A 29 Rotterdam nach Bergen op Zoom: Haringvlietbrug gesperrt vom 15. bis 18.9. täglich von 21.30 bis 5.00 Uhr

Wetter:Hoch über der Nordsee, an dessen Südseite Luft aus Skandinavien zu uns strömt. Das sorgt für nordöstliche Winde von 8-12 Knoten (3 Bft) in Böen um die 20 Knoten (5 Bft). Temperaturen um 18°C, Montag 21°C. Feines Nachsaisonwetter, ab Dienstag jedoch kündigen Gewitter einen Wetterwechsel an.

Häfen: Alles entspannt melden die Häfen, Nachsaison eben. Bevor man auf die Watteninseln fährt, lohnt es sich, die dortige Lage unter waddenhavens.nl zu checken, obwohl dort derzet schon wieder viel „grün“ angezeigt wird.

Tide: Harlingen und Roompot binnen

Besonderheiten: Wer was weiß, immer her damit! [email protected]

Generell gilt:

– 1,5 Meter Abstand halten!

– Belebte Orte meiden!

– Bei Erkältungssymptomen zu Hause bleiben!

– Bei Fieber auch nur einer Person bleiben alle aus dem Hausstand zu Hause!

– Auf Schiffen gelten diese Regelungen

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RKI: Noord- und Zuid Holland Risikogebiete

Das Robert-Koch-Institut legte mit einer Mitteilung vom 16.9. 19 Uhr die Provinzen Noord- und Zuidholland als Coronarisikogebiete fest. Wer in den letzten 14 Tagen dort war, muss mit einer Quarantäneanordnung rechnen

Informationen zum Verhalten nach der Einreise aus einem Risikogebiet finden Sie hier. Die Zahlen des RIVM, dem niederländischen Pendant zum RKI geben den Deutschen Behörden Recht. In den Bereichen um Amsterdam, Rotterdam und Den Haag sind die Neuinfektionen teils deutlich über dem Schwellenwert von 50 pro Woche und 100.000 Einwohnern. Damit ist bereits die erste, strengere Voraussetzung zur Festlegung als Risikogebiet gegeben.

Zu Noord Holland gehören Enkhuizen, Andijk, Medemblik, Den Oever, Texel, Hoorn und Amsterdam. Zu Zuid Holland gehören der Haringvliet mit Hellevoetsluis und die Staande Mast Route zwischen Hollandsch Diep und Amsterdam oder Haarlem.

In den letzten Wochen wurden in den Niederlanden 180.000 bzw. 195.000 Menschen getetstet. Der Prozentsatz der Infizierten stieg von 2,8% nach 3,9%. Der R-Wert liegt bei 1,38. Die weitaus meisten Menschen haben sich zuhause infiziert, so das RIVM.

Stegfunk.de wird die Situation beobachten und melden, sobald sich etwas für Wassersportler Relevantes ändert.

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Waterpolitie kontrolliert ab 2021 auch per Drohne

Ein Testlauf in diesem Sommer hat sehr gute Ergebnisse gebracht, daher will man die Drohnen ab 2021 vermehrt einsetzen, um Vergehen auf dem Wasser zu ahnden. Ziel sei es, die Sicherheit auf dem Wasser zu erhöhen

Im Rahmen der normalen Kontrollen verhalten sich viele Wassersportler vorbildlich, aber sobald die Schiffe der Politie um die Ecke biegen, geben viele wieder Gas oder legen den Totmannschalter ab. Das konstatiert die Wasserschutzpolizei in den Niederlanden. Der Einsatz von Einheiten auf Jetskis hat schon viele Bußgelder eingebracht, weil die Fahrzeuge nicht so schnell auffallen, wie die weithin sichtbaren Schiffe der Polizei. Zudem lassen sich Temposünder so besser verfolgen.

Die Drohnen jedoch seien noch besser geeignet, um Vergehen aufzudecken ohne gesehen zu werden. Das hat ein Test in diesem Sommer gezeigt. An fünf Tagen seien bei 150 Kontrollen 56 Bußgelder ausgestellt worden. Schwerpunkte lagen dabei im Osten der Niederlande, auf der IJssel, den Randmeren und in Giethoorn. Geplant waren acht Tage Test, drei mussten jedoch wegen zu schlechten Wetters ausfallen. Dennoch werden die Tests als positiv bewertet, die Kontrollen werden aufs ganze Land ausgeweitet.

Die Bußgelder in den Niederlanden für Vergehen auf dem Wasser sind nicht unerheblich. Eine Übersicht gibt es hier.

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Häfen: Lemsterpoort in Sloten

Stegfunk.de-Leser Hubert R. hat uns über seinen heimathafen fast schon eine Liebeserklärung geschickt. Natürlich nehmen wir das gerne auf und teilen dieses Insiderwissen mit allen Lesern. Vielen Dank Hubert! Und allen Lesern eine gute Zeit im Lemsterpoort in Sloten

Und das schreibt Hubert: Wir liegen seit 23 Jahren in Sloten im Yachthafen Lemsterpoort. Der Hafen verfügt über ca. 300 Liegeplätze und ist sehr ruhig gelegen. Der Weg ins Dorf ist in etwa 10 Minuten zu Fuß erledigt. Dort gibt es einige gute Restaurants die einen Besuch wert sind. Wer Discos und Bars sucht ist in Sloten falsch. Es gehrt hier sehr ruhig zu. Das Dorf ist autofrei und somit sehr gut für kleinere Kinder geeignet. Der Hafen verfügt auch über einen Campingplatz und einen Stellplatz für Wohnmobile und über Angelhütten welche man mieten kann.
Wir haben eine Box am Kanal, falls man diese anfahren will, sollte man auf seinen Tiefgang achten. Durch die vorbei fahrenden Boote wird der Schlamm an den Rand des Fahrwassers gespült, so dass der Tiefgang dort schon sehr gering ist. Wir haben 1,60 m und pflügen beim Raus-und Reinfahren in die Box durch den Schlamm.
Der Hafenmeister ist sehr nett und hilfsbereit. Auf den Rasenflächen darf gegrillt werden und es ist ein geselliges Leben unter den Eignern und Passanten.
Charterer sollten sehr vorsichtig im Hafenbecken manövrieren, da es dort sehr eng ist. Beim Anlegen an den Kopfstegen ist zu beachten, dass der Wind meistens aus westlicher Richtung bläst und somit einen vom Steg weg bläst oder eben ran drückt.

Stegfunk.de ergänzt: Am Kanal gibt es zwei Stege an denen Passanten längsseits gehen können. Freie Passantenplätze sind zudem im Hafen verteilt. Einfach anlegen und den Hafenmeister aufsuchen. Der hilft dann weiter. Mehr INfo zum Hafen findet man hier.

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Wer ein Gesetz bricht …

Mo., 14.Sep.20, Franz.Polynesien/Tahiti/Papeete, Tag 2297, 21.218 sm von HH

… darf sich nicht über eine Strafe wundern. Unser Gesetzesbruch besteht im Beschreien, dass  die ‚tu-was-Liste‘ so prima schnell kürzer wird. Soll man nicht tun. Nie. Niemals. Unter keinen Umständen. Prompt kommt Murphy um die Ecke in Gestalt von Achim. Einen kurzen Moment mit dem Fahrrad an Deck nicht aufgepasst, gegen die Sprayhood geschlagen und schon baumelt die Kunststoffscheibe lose in den Angeln. :roll: Okay, über kurz oder lang wäre es sowieso passiert: einsetzt stellen wir fest, dass die Nähte an den Fenstern morsch sind. Ich schaffe es locker mit dem kleinen Finger die andere Seite ebenfalls raus zu drücken. Der Stoff ist tip-top, nur die Nähte hat es mit den Jahren aufgelöst.

Und nun? Nach unseren letzten Erfahrungen mit dem Rigger soll die Sprayhood auf keinen Fall zum Segelmacher hier in Tahiti. Unsere Sprayhood ist ein Wunderwerk deutscher Handwerks-Kunst (Segel-Raap in Hamburg-Harburg war der Schöpfer). Keine Falte, keine Fehlnaht trübt die Optik. Das Ding passt auf den Millimeter genau und so soll das bleiben.
Daher wollen wir die Kunststoff-Scheiben nicht tauschen (lassen), sondern wieder einnähen. Dafür die Nähmaschine zu nutzen, ist uns zu riskant. Wir würden den Kunststoff so perforieren, dass er reißt wie Toiletten-Papier. Daher möchten wir die alten Löcher, sowohl in Stoff als auch im Kunststoff, wieder benutzen.

Das alleine zu nähen ist fast unmöglich. Wohin man zielen muss, erkennt man nur von der Seite auf der man sich befindet. Um sich die andere Seite der Naht in Sicht zu drehen, fehlt schlicht der Platz. Ein Einzelkämpfer müsste also nach jedem Nadelstich ums Cockpit herum laufen auf die andere Seite.
Wir wagen daher ein Ehegatten-Experiment. Wir wollen gemeinsam nähen. :mrgreen:
Gemeinsam an einem Werkstück arbeiten, auf engstem Raum, das muss nicht gut ausgehen. In diesem Fall hilft, dass wir durch die Scheibe getrennt sind.
Drei Tage, sechs krumme Nadeln und tausend Anweisungen später ‚mehr rechts – nein – das andere rechts; tiefer – tiiiefer einstechen; halt die Nadel senkrechter – weißt du, was senkrecht ist?; das kann doch nicht sein, dass du nicht triffst – hallo! – nicht da; Aaaachtung, du stichst daneben, mehr links‘,  ist es vollbracht. Wir sind zufrieden wie Bolle, haben uns nicht mal die Augen ausgestochen und haben eine Sprayhood, die so gut aussieht wie zuvor. Das war mal echtes Teamwork auf Atanga.

Achim sticht von außen

Wir wechseln häufiger mal die Position – alle Plätze sind aber gleich unbequem

Worked like machines – unsere Nähte

Bilderrätsel KW 38 – Wo ist es?

Jede Woche stellen wir ein Bilderrätsel online. Irgendwo in den Niederlanden ist dieser Ort. Wer als erster rät wo, gibt sich als Revierkenner preis. Also los: Mitraten!

Na klar, das ist Hindeloopen. Viele haben es gewusst. Rechts die Aak Warber, links die X-40 Eala. Und danach passiert das. Und es geht weiter: Auch in dieser Woche sind wir natürlich wieder in den Niederlanden unterwegs. Aber wo? Wir erhöhen mal den Schwierigkeitsgrad ein wenig. Wenn Sie es erkennen, schreiben Sie uns unter [email protected] Viel Spaß beim raten.

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Bezauberndes Kekova

Für eine Woche sind wir nach Kekova gesegelt. Die versunkene Stadt mit ihren wundervollen Buchten und geschützten Ankerplätzen ist ein Paradies für Segler. Zumindest solange, bis eine Megayacht samt Helikopter neben dir auftaucht. Ehrlich, wir sind kein Stück neidisch. Wir machen uns auch bestimmt nicht lustig über den Pott. Und dann ist da noch der US-Sänger Gregory Porter, der neidisch auf Bordhund Cingene ist.

Wieder ein Einschlag ganz nah

{Time:15:07:00}
{Date:20200912}
{Position:12°04.6845’N, 068°51.4851’W}
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{Target:British Virgin Islands}
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{TempWater:28°}
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{YouTube:}
{Photo:20200912}
{Title:Wieder ein Einschlag ganz nah}

Viel Wasser trinken

Das ich nicht mehr der Fitteste bin seit der Stammzellentransplantation, ist ja nun hinlänglich bekannt. Bei vorherigen Behandlung ging es danach wieder aufwärts. Jetzt ist der Trend deutlich abwärts. Der elfte September ist ja nun eh nicht der Tag der Zuversicht und schon mal historisch belastet. Wer hätte damals wissen können, dass es noch viel schlimmer kommen kann? Eine Pandemie, die unsere Welt verändert. So gesehen ist das Schicksal des Michael W. aus D. leidlich gesehen doch eher unwichtig. Aber das ist mein Blog. Hier geht es um mich.

Bei der Küchenarbeit will ich den Wasserkocher anheben und der rutscht mir einfach aus der Hand. Ich habe einen leichten Schmerz im rechten Bein und mir ist etwas schwindelig. Ich laufe wie angetrunken auf Eiern. Alles von einem Moment auf den anderen. Oder war es in der Nacht davor, als ich so Rückenschmerzen hatte? Ich rufe meinen neuen Hausarzt an, den ich erst vor zwei Tagen kennengelernt habe. „Kommen Sie bitte sofort in die Praxis! Können sie Autofahren? Sicher?“ Zwei Stunden später bin ich in der neurologischen Notaufnahme den neuen Sint Elisabeth Hospital. Verdacht auf Schlaganfall. Es wird ein CT von meinem Kopf gemacht. Kein Schlaganfall, aber zwei Schatten. Ich werde stationär aufgenommen. Das klärende MRT kann erst am folgenden Tag gemacht werden. In der Nacht, Rückenschmerzen. Viel Rückenschmerzen. Viel schlimmer. Die Phantasie. Viel Phantasie. Tumor im Kopf?

Am folgenden Nachmittag werde ich entlassen. Diagnose? Keine. Eine Auflistung der Beschwerden. Ein Schlaganfall ist nicht nachweisbar. Ich habe auch keinen Tumor. Ob mein Unfall beim Kiten schuld war, kann ebenfalls nicht nachgewiesen werden. Knochen und Weichteile der Halswirbelsäule sind in Ordnung. Prophylaktisch bekomme ich Blutverdünner und Schmerzmittel und werde nach Hause geschickt, wenn ich will, denn am Wochenende passiert erst einmal gar nichts.

Jetzt sitze ich da. Auf meiner MARLIN. In Curacao. Und nun?


Mitsegeln auf der MARLIN.

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Von Ärzten, Experten und Stümpern

Fr., 11.Sep.20, Franz.Polynesien/Tahiti/Papeete, Tag 2294, 21.218 sm von HH

Tief in unserem Inneren haben wir Neuseeland eigentlich schon aufgeben. Die Hoffnung stirbt zuletzt, aber nun soll doch eine neue Brille her und die ersten Ärztebesuche seit zwei Jahren stehen an.  Wegen der Sprachbarrieren wollte ich das lieber bei den Neuseeländern abarbeiten, aber alle Befürchtungen waren unbegründet. Die jungen französischen Ärzte auf die ich treffe, sprechen ausgezeichnet Englisch. Die Praxen wirken modern, sauber und aufgeräumt. Wartezeiten gleich null. Innerhalb weniger Tage bekomme ich überall Termine. Auch ein Besuch in einer ambulanten Klinik verläuft ebenso leichtgängig. Blutabnahme, Röntgen und einen Arzt finden, der die Diagnose stellt, alles ist innerhalb einer Stunde erledigt. Das Ergebnis ist erfreulich: die Patientin ist gesund, lediglich alt geworden. :mrgreen:

Den richtigen Optiker zu finden, ist schon schwieriger. Es gibt in der Innenstadt zwar vier, fünf Geschäfte, aber nicht alle Gespräche verlaufen erfreulich. In einem Laden erkennt der ‚Optiker‘ trotz Einsatz eines ‚Lesegerätes‘ nicht, dass ich Gleitsichtgläser trage. Aber dann werden wir doch fündig und geraten an eine kompetente Dame. Die neuen Gläser sollen in ca. drei Wochen aus Frankreichreich eingeschickt werden.

Und dann ist da noch unser Rigger. Achim konnte ihn am Ende doch überzeugen, dass der Tausch des Vorstags prima hier in der Marina erfolgen kann. Da unsere Fock von einer unüblichen Rollanlage (Reckmann – Technik vom Feinsten, aber recht selten auf Schiffen zu finden) aufgerollt wird,  hat der junge Mann bereits vor drei Wochen die Gebrauchsanweisung dafür erhalten. Statt einer Pressung oben im Masttop, so wie wir es jetzt haben, hat Achim bei ihm eine Starlock-Verbindung bestellt. So weit, so gut.

Pünktlich erscheinen Rigger Jonathan und sein Gehilfe Tetuanui. Als erstes gehen die beiden ans Werk, um durch Lösen aller Wanten Spannung vom Vorstag zu nehmen. „Halt, stopp, nicht nötig!“, kann Achim helfend einschreiten, „Die Rollanlage hat eine Spannschraube, damit wird das Vorstag gelockert“, hilft er den beiden. „Der Spaken hat sich doch gar nicht die Gebrauchsanweisung angeguckt“, raunt Achim mir böse zu.
Jonathan entert sich behände den Mast empor und löst das Vorstag an seiner Verbindung. An einem Tampen wird das sechszehn Meter lange Drahtteil herunter gelassen. Das Stag darf nicht geknickt werden. Ein Profil aus Aluminium, das zur Aufnahme des Segels dient, ummantelt das Stag und dieses Profil mag keine Knicke.

Das Vorstag wird von Jonathan am Mast gelöst

Möglichst ohne Knick das Vorstag transportieren

Wohlbehalten landet das Vorstag auf dem Steg. Jonathan schreitet zur Tat und will die Rollanlage öffnen. Ganz wohl ist ihm anscheinend selber nicht dabei. Die Gebrauchsanweisung liegt aufgeschlagen neben ihm. Er holt schon mal vorsorglich eine Decke zum Auffangen der Kugeln aus dem Kugellager in der Rolle.
Achim springt von seinem Beobachtungsposten auf dem Vorschiff schnell dazu. „Nein, stopp, aufhören! Man muss die Rollanlage nicht öffnen. Wollt ihr die Kugeln hier im Wasser versenken? Ihr braucht nur den Draht durch die Anlage schieben, mit einer Mutter sichern und zurück holen.“ Mit geblähten Nasenflügeln und rollenden Augen kommt Achim zu mir zurück. „Der weiß nix, gar nix“. Aus ‚Spaken‘, wird ‚Trottel‘. Achim bleibt jetzt als Aufpasser bei den beiden Experten stehen: „Ist besser so“.

Schließlich rückt Jonathan damit heraus, dass er gar kein Starlock-Teil bestellt hat und das Vorstag wieder mit einer Pressung versehen werden muss. Achim lässt ihn erst mal stehen. „Warum habe ich mit dem Idioten überhaupt was besprochen?“ Was für eine Karriere – vom Spaken zum Idioten innerhalb von drei Stunden. Achims Nasenflügel hören gar nicht mehr auf sich zu blähen, da ist mal jemand richtig sauer.

Nun ist es nicht mehr zu ändern. Das Vorstag liegt auf dem Steg und soll auch wieder ran. Wer weiß, wann der Experten-Rigger jemals das richtige Teil heranschaffen kann. Also muss der lange Eimer zum Werkstattwagen von Jonathan getragen werden, in dem sich die Presse befindet. Der Wagen steht gegenüber von Atanga – getrennt von einem breiten Graben. Aber mit fünf Leuten bekommen wir das Stag knickfrei hin und her balanciert.

Über diesen Graben soll das Stag

Ende gut, Stag gut? Wollen wir mal hoffen. Der Draht soll aus Frankreich stammen und keine China-Ware sein. Immer positiv denken. Jonathan ist um eine Reckmann-Erfahrung reicher, Achim um ein paar graue Harre und wir um tausend Euro ärmer – und haben wieder eine Pressung. So schließt sich der Kreis.

Wahrscheinlich hätten wir damit noch ewig weiter segeln können – aber das ist so eine Sache mit Wahrscheinlichkeiten

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