Archiv der Kategorie: Blogs

Bekannt als: Die gemeine Albondiga

{Time:22:00:00}
{Date:20200717}
{Position:54°47.4383’N, 009°25.7719’E}
{Direction/Speed:-°/ -kn}
{Place:Flensburg}
{Target:Greifswald}
{Temp Air/Pressure:25°C}
{TempWater:-°}
{Wind:VAR}
{Wave:0,0m}
{Vimeo:}
{YouTube:}
{Photo:20200717}
{Title:Bekannt als: Die gemeine Albondiga}

Ein durchweg runder Grund kein Vegetarier zu werden

“Haben sie keine Maske?“ Schuldbewußt schaue ich drein. Der Ton der Apothekerin gefällt mir gar nicht. Überhaupt meint jeder zweite plötzlich den Polizisten zu machen. Der Security Mann im Supermarkt. Die Kassiererin. Der Tankwart. Sobald irgend jemand hinter einer Plexiglasscheibe sitzt ist er verhaltensmaßgebend. Alle haben plötzlich was zu sagen. Kommt mir manchmal jedenfalls so vor. Vielleicht bin ich auch zu empfindlich. „Sind Sie eigentlich noch in der Ausbildung?“, frage ich die Apothekerin. „Mir hat ihr Ton, in dem sie mit mir gesprochen haben grade, gar nicht gefallen.“ Sie schweigt, ich schweige und drehe mich um. Blöde Kuh, denke ich mir. Egal.

Ich werde heute geimpft. Nach einer Stammzellentransplantation habe ich das Immunsystem eines Neugeborenen. Tag 180 ist sechs Monate und da wird neu geimpft. Dr. Helge läßt das seine diensthabende Schwester machen. Ich lass mich ja lieber vom Doc selber stechen, mit den entsprechenden sarkastischen Kommentaren dabei. Klar habe ich Angst, dass ich auf die Impfstoffe reagiere und tot umfalle. Passiert aber nicht. Gar nichts passiert.

Habe ich eigentlich schon geschrieben, dass ich ein Flugticket zur MARLIN habe? Am 4.8. geht es los. Das ist sicherlich mit ein Grund, warum ich heute noch mal ins Krankenhaus gegangen bin. Blut für den Molekulartest. Vitalwerte und ausführliches Gespräch mit Helge mit eindeutig psychotherapeutischem Hintergrund. Dr. Helge berichtet mir positiv von neuen Medikamenten und den Fortschritten der Leukämiegötter und Druiden. „Also nicht die Flinte ins Korn werfen. Das ist noch nicht das Ende der Fahnenstange, wenn Du entgegen aller Erwartungen, einen Rückfall bekommen solltest.“ Beim Abschied lege ich ihm meine Hand auf die Schulter. Eigentlich könnte ich ihn auch in den Arm nehmen. Aber das lass ich dann mal besser.

Das war gestern. Heute gestalte ich mein Leben weit spannender. Freund Ulf, der ähnlich wie ich, Jahre seines Lebens in Spanien verbracht hat, und ich haben in Düsseldorf an der Theke gestanden. Die „Tapas“ im Frida waren schlechter den je. Also war Thema, die richtige Zubereitung von spanischem Pulpo und der gemeinen Albondiga. Die Sprache kommt auf Manrike, der vor rund drei Jahrzehnten in Benicarlo mit „Albondigas en Salsa de Almendras“, die Hitliste der zu besuchenden Bars an erster Stelle führte. Es ist Ulf, der mich hier weiter bringt. Ich konnte mich nur an Albondigas bei Manrike erinnern. Sowie den unvergesslichen Geschmack. Den Rest macht Google und schon schleiche ich heute durch den Supermarkt, um die einfachen Zutaten zu erstehen. Gehacktes Schweinefleisch. Da denkt man ja direkt an Tönnes Schlachterei und bekommt ein schlechtes Gewissen. Zwiebeln, Knoblauch, gehackte Mandeln, Olivenöl, Paniermehl, Wein und Brühe. Ich schütte alles in einen Topf. Deckel drauf und nach zwanzig Minuten ist alles fertig. Na wenn das so einfach wäre. Ne. Google mal selbst wenn Dich die Zubereitung interessiert. Nach einer Stunde liegt die erste Albondiga auf dem Brettchen. Chef testet persönlich. Bisschen frisch gehackte Petersilie drüber und ein Glas Vinho Verde. Da fehlen noch 10ml Branntwein im Sößchen und schon hat das Gericht Platz 1 auf Wnuk’s Hitliste eingenommen. Die spanisch, valenzianische Tortilla ist auf Platz zwei verwiesen. Pulpo de Gallego wird in Deutschland nicht angeboten. Sonst Platz zwei. Das nicht vorhandene Publikum klatscht, Standing Ovations für Chef Micha.

Ach so. Ich bin wieder in Flensburg. Sturmfreie Bude. Nathalie und die Kinder sind immer noch auf Tour. Aber ich bleibe nicht lange. Gleich packe ich meinen Seesack, nehme mein Küchenmesser und morgen früh geht es los zu Stefan auf die ALEXA. Hoffentlich regnet es nicht so viel um Rügen herum.

Es gibt den ersten Versuch von mir ab August nicht alleine in Curacao auf der MARLIN zu sein. Derzeit sichtbar bei HandGegenKoje. Vielleicht gibt es ja den/die ein oder andere/r unter meinen Lesern, der/die sich zutraut mit dem alten Wnuk eine Zeit X vor Ort zu verbringen. Es haben sich bereits mehrere Interessenten gemeldet für zwei bis drei Wochen im August. Also nicht verhalten sein. Für August sind noch Plätze frei, im September und Oktober auch. Ran an die Albondigas (Bulletten:).


Mitsegeln auf der MARLIN.

Ab November soll es wieder auf große Fahrt gehen. Die BVI’s, Sint Maarten, Antigua, Guadeloupe, Martinique, St. Vincent & the Grenadines, Grenada stehen auf dem Plan. Ab Mai 2021 geht es über die Bermudas und die Azoren nach Europa.

JOIN THE CREW

Holland: Der Wassersport-Überblick zum Wochenende 17.-19.7.20

Der Wochenüberblick über alles Relevante für den Wassersport in den Niederlanden zum Wochenende 17.-19.7.2020. Es ist kalt. Viel zu kalt. Alle hoffen auf besseres Wetter, während die Corona-Fallzahlen in Holland steigen

Wasserstrassen: Sperrungen wegen Corona gibt es nicht mehr, lediglich die Bedienzeiten können noch abweichen, etwa in der Provinz Groningen. Dort wird seit dem 29.6. von 9-17 Uhr bedient, so sagt es Vaarweginformatie. #Die Provinz Friesland meldet Arbeiten an den Brücken Oudeshouw, Spannenburg und Uitwellingerga auf dem Prinses Magriet Kanal. Sie werden in den nächsten Jahren erneuert, nun beginnen erste Arbeiten. Die können vom 20.-22.7. zu Wartezeiten führen # Die Ketelsluis ist am 20.7. tagsüber gesperrt #Die Wilheminaschleuse in Zaandam ist bis auf weiteres für die Freizeitschiffahrt gesperrt #Die Hebebrücke Boskop in der Staande Mast Route ist vom 17.-20.7. ganz gesperrt. Im Anschluss bis zum 10. August wird sie nur zu bestimmten Zeiten passend zur Bedienung der Brücke in Gouda geöffnet #Provinz Zeeland. Die Stationsbrug in Middelburg wird jeweils um 7:07/11:37/15:38/19:37 passend zum Durchgang der sogenannten „Blauwe Golf“ (Blockabfertigung ab Vlissingen) geöffnet #Die Schleusen von Maas, Wilhelminakanaal und Zuidwillemsvaart werden baw. seltener bedient. Die Ursache: Zu wenig Wasser (bei dem Wetter????!!!!???) das über die Maas in Maastricht angeführt wird, sodass niedrige Wasserstände durch Schleusenvorgänge entstehen können

Die Staande Mast Route ist also am Wochenende zu zwischen Amsterdam und Dordrecht. Ansonsten eher ruhig.

Sperrungen und besondere Behinderungen sind darüberhinaus bei Redaktionsschluss nicht gemeldet.

Allgemein: Es ist immer empfehlenswert, vor Fahrtantritt zu prüfen, ob die geplante Route Hindernisse enthält. Das geht am besten auf vaarweginformatie.nl

Straßen an Land:

A 8 zwischen Amsterdam und Zaandam gesperrt bis zum 8. August

A4 Zoeterwoude Rijndijk bis Den Haag gesperrt von Freitag 22 Uhr bis Montag morgen 5 Uhr

Keine weiteren Sperrungen geplant.

Wetter:Zwischen einem Tief bei Island und einem Hochdruckausläufer des Azorenhochs über der Biskaya kommt kühle Luft vom Nordatlantik zu uns. Freitag bis Montag, sonnig meist trocken, einzelne Schauer, vorallem Samstags, aber um und unter 20°C, allgemein zu kalt. Wind meist westlich maximal 10 Knoten (3 Bft), in Böen bis zu 16 Knoten (4 Bft). Es bleibt zwar sonnig aber allgemein zu kalt.

Häfen:WCs und Duschen im ganzen Land geöffnet. Päckchenliegen in Stadthäfen, wie in Lemmer, Veere, Zierikzee oder Medemblik üblich, wird toleriert und teils sogar gefordert. Besucher müssen sich darauf einstellen, eventuell keinen Platz zu bekommen. Alternative dann: Ankern. Die Häfen der Watteninsel sind nur sehr eingeschränkt erreichbar. 200 Plätze stehen je nach Insel für Passanten zur Verfügung, das ist wenig. Voranmelden ist nicht mehr Pflicht, die E-Mails werden nicht mehr bearbeitet, wegen zu großen Andrangs. Generell: Es wird voll werden. Darauf sollten sich Wassersportler einstellen. Bevor man auf die Inseln fährt, lohnt es sich, die dortige Lage unter waddenhavens.nl zu checken

Tide: Harlingen und Roompot binnen

Besonderheiten: Einige lokale Ausbrüche von Corona, etwa in Goes. Die scheinen die Niederländer jedoch nicht zu besorgen, die Gesundheitsämter haben die Lage im Griff.

Events: Nee, erstmal immer noch nicht…und besser auch keines spontan draus machen im Hafen.

Generell gilt:

– 1,5 Meter Abstand halten!

– Belebte Orte meiden!

– Bei Erkältungssymptomen zu Hause bleiben!

– Bei Fieber auch nur einer Person bleiben alle aus dem Hausstand zu Hause!

– Auf Schiffen gelten diese Regelungen

Het bericht Holland: Der Wassersport-Überblick zum Wochenende 17.-19.7.20 verscheen eerst op Stegfunk.de | Wassersport. Holland..

SV Frida – Sebastian Groth GER

DREI JAHRE ROUND THE WORLD IN HAMBURG ANGEKOMMEN
Hallo Peter, meine letzte Wasserstandsmeldung hatte ich dir von den Azoren geschickt, damals noch „Corona-gesperrt“. Es ist viel passiert, auch wenn ich von dort „nur“ nach Deutschland gesegelt bin, ja ein verhältnismäßg kleines Stücken, gleichwohl spannend.

Von den Azoren bis Brest ging es noch einhand, ein schnell ziehendes Sturmtief hat die Überfahr spannend gemacht, allerdings bleibt der ganz starke Wind aus, mehr als 35 Knoten habe ich gesehen.
Von Brest ging es es weiter mit eine Kumpel über Cherbourgh durch den englischen Kanal, nach Helgoland und dann nach Cuxhaven.
Die Nordsee hat uns entpsannt begrüßt, selten mehr als 15 Knoten Wind, allerdings mit roter Algenblüte! Durch die vielen neuen Windparks bleibt gar nicht mehr viel Platz zum Segeln.
 
In Deutschland fällt SV Frida sofort auf, unpoliert und ziemlich dreckig nach den tausenden Seemeilen. Durch Corona habe viele Bootbesitzer anscheinend die Zeit genutzt, ihre Boot auf absolutes Hochglanzniveau zu pflegen. 😉

Von Cuxhaven ging es dann nach Hamburg zum großen Empfang, nicht ganz der Corona-Regelungen entsprechend, sind viele Freunde zum Einlaufen vorbeigekommen. Es gab ordentlich Schampus und später viel leckeres Bier. Die Einfahrt in den Hamburg Hafen war sicherlicher ein abschliessender Höhepunkt, das I-Pünktchen der ganzen Weltumsegelung, oft habe ich unterwegs von diesem Moment geträumt, oft hat mir die Vorstellung neue Motivation gegeben.
Nun sind wir schon über den NOK in Kiel in der Ostsee und meine Freundin und ich lassen erstmal die Seele baumeln. Vielleicht wird es ja doch noch Sommer. 😉
 
Du hast mal gesagt, die Mutigen segeln unter Spi auch mit der Windpilot Pacific. Ich würde sage, die Mutigen segeln mit der Windpilot Pacific auch durch den Nord-Ostsee-Kanal!
 
Viele herzliche Grüße
Sebastian
 

SV Rusalka – Carsten Schmidt DK

DEHLER 34 ON HER WAY TO NORWAY
Dear Peter, after arrival in Norway a short message to you. I must say we are rather impressed and satisfied with our Windpilot. It steered our boat almost the entire way, a „pleasant“ experiance with the vane steering and me and my whife ducking under the sprayhood. 🙂
De bedste hilsner
Carsten

SV Samba – Michael Hintersteininger AT

VINDÖ 32 SEIT 24 JAHREN MIT WINDPILOT UNTERWEGS
Lieber Herr Förthmann, meine Windpilot Pacific, Bj 96, arbeitet nach wie vor einwandfrei an Bord meiner „Samba“, einer Vindö 32 , BJ 78.
Nur die Kunstoffteile sind in der Mittelmeersonne stark gealtert und brüchig geworden, daher möchte ich diese gerne ersetzen.

Guten Morgen in die Berge,
die Kardanteile sollten wirklich erneuert werden, der Schneckentrieb muss noch nicht getauscht werden, auch wenn er Riss an der Oberfläche zeigt, die Verzahnung ist tipptopp.
Gruss Peter Foerthmann

Nimbus T8: Sicher – nicht langweilig

Advertorial: Die Marke Nimbus umgibt ein Nimbus. Solide, sicher, Schwedisch. Die Produktpalette teilt sich auf in Commuter, Coupés, Day Cruiser und Tender. Das Testboot ist die kleinste Vertreterin der Tender-Reihe, das T im Namen verrät es. Die soll schnelles und sicheres Fahren mit maximaler Funktionalität vereinen. Doch gelingt das?

Legt der Steuermann den Hebel auf den Tisch, sprintet die 8,15 Meter lange T8 in 20 Sekunden auf Tempo 80 km/h. Das ist beeindruckend. Der 300-PS Mercury Verado, die Topmotorisierung, durchfährt dabei vom flüsterleisen Säuseln bis zum kräftigen 89 db(a) Bariton alle Abstufungen maritimer Antriebsgeräusche. Wirklich unangenehm ist das nicht. Und es geht auch anders: Ein Knopfdruck auf dem Touchscreen und der Überwasserauspuff des V8-Außenborders öffnet sich. Dann wird der Motor sehr hörbar. Bei uns fällt die Wahl auf die leisere Variante.

Der große Motor lässt noch Raum zum Baden. Fein: Der Bügel zum ziehen von Tube oder Wakeboard

Fast schon erfreulich, ist die Tatsache, dass im Motor auch bei Vollgas nicht mal 100 Liter Benzin in der Stunde verschwinden. Angesichts der Leistung geht das völlig in Ordnung. Bei Vollgas stehen satte 84 km/h auf der Uhr. Dabei sind die serienmäßigen Zip-Wake Trimmklappen ausgeschaltet, die Automatik arbeitet nicht. Der Motor war leicht hochgetrimmt, der Tank halb voll. Das Schiff läuft dann wie auf Schienen, die Lenkung bleibt präzise, das Gefühl die T8 unter Kontrolle zu haben, ist sehr ausgeprägt. Das ist gut. Wer gerne weiter kommen will, als die 177 Kilometer bei Vollgas, die der 240 Liter fassende Tank abzüglich 15 Prozent Reserve hergibt, der reduziert die Drehzahl auf 4000 U/min. Dann sind 242 Kilometer drin. Die Nimbus reist dann mit knapp 50 km/h dahin.

Volle Kontrolle, viele Haltegriffe, gute Übersicht: Der Fahrstand der Nimbus

Genug etwa, um ohne Probleme die Überfahrt von IJmuiden nach England zu erledigen. Das würde man eher nicht tun, möglich ist es jedoch, wenngleich die CE-Entwurfskategorie C das nicht vorsieht. Die Marschgeschwindigkeit ist ideal, um die Fahreigenschaften zu erforschen. Zuerst werden heftige Schlangenlinien gefahren. Das ist für Rümpfe mit Gleitstufen oftmals ein Problem. Denn bei schnellen Richtungsänderungen bricht der Luftstrom unter dem Rumpf ab, wodurch ein abruptes (einseitiges) Abbremsen entsteht. Dieses Einhaken kann für gefährliche Situationen sorgen. Die Nimbus ließ sich jedoch durch nichts aus der Ruhe bringen. Ein Wegrutschen, kein Einhaken. Ein leichtes in die Kurve legen und volle Kontrolle. Das macht Spaß, denn die Sicherheit bleibt voll erhalten und gleichzeitig zaubert die Nimbus ein Lächeln aufs Gesicht des Steuermanns. Bei Volleinschlag bremst der Rumpf Back- wie Steuerbord ein wenig ab, legt sich auf die Backe und durchfährt die Kurve problemlos. Ventilieren am Prop? Nein, ist uns nicht gelungen. Auch beim Ausfahren aus der Kurve kein Zerren am Steuer oder Widerwillen. Kurzum: Der Rumpf ist wirklich sehr gelungen. Sicher ohne langweilig zu sein. Sportlich, souverän. Das macht Spaß.

Feine Liegefläche: Die Bänke achtern werden zum Treffpunkt von Sonnenanbetern

Dazu trägt sicher auch bei, dass die Sitzpositionen durchweg prima sind. Die beiden Stühle am Steuerstand sind fest und bequem, in Kurven geben sie guten Halt. Die Sitzbank achtern kommt mit hohen Lehnen (40 Zentimeter) und ausreichend langen Sitzflächen (46 Zentimeter). Mit wenigen Handgriffen wird die Bank zu einer Sonnenliege, die dann 1,48 mal 1,45 Meter misst. Hier liegt es sich gut, wenngleich eher vor Anker, denn in Fahrt. Vor der Kajüte auf dem Vorschiff ist eine Sitzgelegenheit für zwei realisiert. Auch dort lehnt man bequem. Allen gemein ist das hohe Gefühl an Sicherheit, das die Nimbus ausstrahlt. Handgriffe allerorten, tiefe und breite Gangbords und somit hohe Sülls. Das Gefällt, denn das Knie kann sich beim Weg über das Schiff nahezu überall anlehnen. Ebenso zu gefallen weiß das sogenannte T-Top. Das ist ein Dach mit getöntem Glaseinsatz, das über dem Fahrstand thront. Es sorgt gleichsam für Schatten im Cockpit und weitere Haltemöglichkeiten an seinen Ständerrohren. Mit einem Einsatz lässt sich ein durchsichtiges Verdeck zwischen Windschutzscheibe – vorbildlich mit Scheibenwischer, Wisch-Wasch-Anlage und Defrost-Düsen – mittels Reißverschluss einsetzen (Optional). Dann ist der Fahrstand durchaus gut vor Regen und Spritzwasser geschützt. Neben der Kommandozentrale geht es eine Stufe hinunter durch eine nur 44 Zentimeter weit öffnende Tür in die Kajüte. Das ist eng. Der Raum dahinter jedoch überrascht: Eine Koje mit satten 1,90 mal 1,70 Metern Liegefläche, ein kleines Waschbecken und sogar ein separater WC-Raum warten. Letzterer ist nicht groß, schon gar nicht hoch, aber er funktioniert. Wenn es also unbedingt sein muss, kann die Nimbus T8 auch ein Zuhause für zwei sein. Nicht für lange, aber nach dem Hafenfest oder bei einer Nacht vor Anker geht das. Die macht auch deshalb Spaß, da das Schiff mit einer elektrischen Winde ausgerüstet ist.

Die Nimbus T8 ist ein erstaunlich vielseitiges Boot. Trailerbar ist sie mit einem potenten Zugfahrzeug, das auch bei 3,5 Tonnen Gewicht am Haken noch nicht schlapp macht. Wer mit der T8 am Haken los will, muss sich jedoch zuvor über die Regeln zur Überbreite im angepeilten Revier informieren: Für den Transport auf der Straße ist sie mit 2,60 Metern genau 5 Zentimeter zu breit. Das Fazit: Übernachten ist möglich, ein WC gibt es, Wasserski kann sie und genug Raum an Deck zum Sonnenbaden ist ebenso vorhanden. Kurzum: Sehr vielseitig die Schwedin. Und die sicheren aber trotzdem agilen Fahreigenschaften sorgen jederzeit für Spaß auf dem Wasser. Der beginnt bei 92.000 Euro mit dem 200-PS-starken Motor. Sollen es 100 Pferde mehr sein, stehen 101.000 Euro zu Buche. Das Testboot kostet mit optionaler Heizung, Kissensets und diversen Navigationsgizmos 116.000 Euro. Da die Schwedin jedoch aus gutem Hause kommt und mithin sehr wertstabil ist, sind diese Zahlen zwar groß aber dennoch nachvollziehbar.

Zu bieziehen über de Vaart Yachting in Lelystad, die zudem noch Händler für die Marken Sealine, Paragon und Aquador sind.

Info zum Advertorial: Stegfunk.de hat die Nimbus T8 im Auftrage des Händlers de Vaart Yachting getestet. Beim Test hatten wir völlig freie Hand, alle Erkenntnisse konnten wir ohne Eingreifen des Händlers aufschreiben und wiedergeben.

Het bericht Nimbus T8: Sicher – nicht langweilig verscheen eerst op Stegfunk.de | Wassersport. Holland..

Rückflug

{Time:22:06:00}
{Date:20200714}
{Position:51°12.5739’N, 006°45.8171’E}
{Direction/Speed:-°/ -kn}
{Place:Cadiz}
{Target:Faro}
{Temp Air/Pressure:30°C}
{TempWater:-°}
{Wind:VAR}
{Wave:0,0m}
{Vimeo:}
{YouTube:}
{Photo:20200714}
{Title:Rückflug}

Gelandet in Düsseldorf

Mir ist dann doch die Decke auf den Kopf gefallen. Ist aber auch schwer es mir im Moment selbst Recht zu machen. Der Testflug nach Faro und zurück hat mich beflügelt. Mutig habe ich zugeschlagen und mir ein Ticket gekauft zu MARLIN. Am 4. August geht es los. Ich bin nervös wie vorm ersten Mal. Grund genug um jetzt, „Aber Hallo?“, noch mal bei Dr. Helge vorbeizuschauen. Gibt ja noch ein paar Impfungen zu machen und Blut will der auch. Also bin ich schon gestern mit dem Mietwagen die 350 km von Cadiz nach Faro. Als mir am Flughafen kalt war, in die Sonne gelegt und eingeschlafen. Kein Sonnenbrand. Gut. Dann mit Laudair zurück nach Deutschland. Maske, Kopfhörer und schon sitze ich bei Freund Ulf auf der Terrasse. Wie damals. 1983, erste eigene Wohnung mit Iris in Düsseldorf, mit Terasse zu den Bahngleisen und S-Bahn Station Volksgarten, immer wenn ein Zug vorbeifährt Sendepause. Mensch ist das lang her. Ulf wohnt auch direkt an der Bahn. S-Bahnen, Güterzüge. Was für Eisenbahnliebhaber. Es wird spät und ich entscheide mich spontan noch eine Nacht länger zu bleiben. Always on the run, kaum aufgestanden, sitze ich mit Sohn Julian im Frida und frühstücke. Jetzt geht aber alles richtig schnell. Fast zeitgleich kommen von zwei unterschiedlichen Interessenten Anfragen per Mail, die nach Curacao auf die MARLIN kommen wollen. Anne und Heiko. Ich freue mich. Wir verabreden uns zum telefonieren. Morgen. Auch wenn es nicht passen sollte. Erst einmal freut es mich, dass sich überhaupt wieder Mitsegelinteressierte melden. Geht wieder los. Meine ToDo Liste wird lang im Moment. Für Samstag verabrede ich mich zum Segeln mit Stefan. Mit wem bitte? Ja genau. Mit Stefan Hausladen, der die MARLIN so verantwortungsvoll seit Dezember letzten Jahres betreut hat und sicher nach Curacao gebracht hat. Am Samstag nimmt er mich mit auf seinen Haikutter ALEXA, mit Crew und mit Gästen. Geht wieder los. Einmal rund Rügen. Von dem Törn habe ich schon viel gehört und nie gesegelt. Jetzt aber.

Es gibt den ersten Versuch von mir ab August nicht alleine in Curacao auf der MARLIN zu sein. Derzeit sichtbar bei HandgegenKoje. Vielleicht gibt es ja jemanden unter meinen Lesern der sich zutraut mit dem alten Wnuk eine Zeit X vor Ort zu verbringen.


Mitsegeln auf der MARLIN.

Ab November soll es wieder auf große Fahrt gehen. Die BVI’s, Sint Maarten, Antigua, Guadeloupe, Martinique, St. Vincent & the Grenadines, Grenada stehen auf dem Plan. Ab Mai 2021 geht es über die Bermudas und die Azoren nach Europa.

JOIN THE CREW

Hitzeschutzschild

Zurzeit sieht es in Deutschland zwar in einigen Gebieten eher nach Frühherbst als nach Hochsommer aus, aber die nächste Hitzewelle kommt bestimmt.
Damit wir und Filou den Sommer dann auch gut überstehen, hat Sabrina vor kurzem etwas angefertigt, das wir Hitzeschutzschild genannt haben. Man merkt vielleicht am Namen, dass wir gerade im Space – Fieber sind. Komet C/2020 F3 (NEOWISE) steht gerade beeindruckend am Nordhimmel und in wenigen Tagen schickt die NASA den Rover „Perseverance “ mit einer Atlas V als würdigen „Curiosity“ Nachfolger zum Mars.

Aber ich schweife gerade ab. Bleiben wir beim Hitzeschutzschild für Morgenstern. Der Grund für die benötigte Abschirmung von Infrarot- und Ultraviolettstrahlung, sind die 3 gigantischen Frontscheiben im Pilothouse. Wenn die Sonne im Sommer eindrucksvoll zeigt, was mit Kernfusion möglich ist und mit rund 1000W pro Quadratmeter auf der Erdoberfläche eine enorme Strahlungsenergie liefert, dann ist das zwar für unsere Solarmodule genial, aber für die Wohlfühlatmosphäre im Cockpit nicht gerade zuträglich. Man fühlt sich dann eher wie in einem Backofen und wird bei Windstille regelrecht gegrillt. Sowohl die Instrumente und Geräte zur Navigation, als auch die Holzoberflächen fühlen sich in so einem Umfeld auch nicht gerade wohl.
Damit das nun nicht mehr passiert habe ich mir etwas ausgedacht und Sabrina hat es mit ihrer Pfaff Nähmaschine in ein fertiges Produkt umgesetzt, mit dem wir nach einigen Wochen im Einsatz sehr zufrieden sind.

Die drei einzelnen Elemente werden mit Tenax Druckknöpfen von innen direkt hinter den Scheiben befestigt. Sie reflektieren und absorbieren vollständig die einfallende UV Strahlung und den bei weitem größten Teil der IR Strahlung.

Wie der Hitzeschutzschild aufgebaut ist, seht ihr in der folgenden Grafik:

Die äußere Lage besteht aus einem UV stabilem, hellen Stoff, dahinter folgt eine Lage Mylarfolie (Rettungsdecke), die mit der silbernen Seite nach Außen eingebracht wird. Die silberne Seite reflektiert UV und IR Strahlung etwas besser, als die goldene Seite. Bei den enormen Energien, die wir reflektieren wollen, spielt dieser kleine Unterschied eine spürbare Rolle!
Die dritte Schicht besteht aus einer PE Schaumfolie, die man im Baumarkt zum Beispiel als Trittschalldämmung bekommt. Sie hat die Aufgabe, eine Isolationsschicht zu schaffen, die im Sommer als Pufferzone wirkt und im Winter zusätzlich dafür sorgt, dass es im Pilothouse nicht so schnell kalt wird.
Die vierte Schicht besteht wieder aus Mylarfolie, mit der goldenen Seite zur PE Schaumfolie ausgerichtet. Dahinter folgt als fünfte Schicht ein beliebiger strapazierfähiger Stoff. Wir haben weißes Ribstop Nylon gewählt, damit es im Cockpit schön hell bleibt.

Dieser Aufbau bewirkt im Sommer maximale Abschirmung der einfallenden Sonnenenergie und im Winter maximale Reflektion der im Pilothouse eingesetzten Energie nach innen.
Denn auch, wenn umgangssprachlich bei Isolation gegen Kälte häufig davon gesprochen wird: „Kälte vor dem eindringen abzuhalten…“, so ist das physikalisch doch falsch und sorgt für eine gedanklich irreführende Herangehensweise, die dann oft nicht zum gewünschten Ergebnis führt.
Kälte dringt physikalisch gesehen nicht irgendwo ein, denn Kälte ist nur ein Zustand geringerer Temperatur. Es ist immer die Wärmeenergie, die vom hohen Niveau zum tiefen möchte. In einem Haus, einer Wohnung oder im Pilothouse der Morgenstern geht es also im Winter immer darum, die Wärme davon abzuhalten, aus dem kleinen warmen Raum nach draußen und bei klarem Himmel direkt und fast ungehindert zu einem Großteil in den Weltraum abzustrahlen.

Und genau das verhindert unser Hitzeschutzschild. Im Sommer reflektiert er die einfallende Sonnenenergie nach draussen und im Winter reflektiert er die Wärmestrahlung ins geschlossene Pilothouse zurück, die unsere Petroleumlampen erzeugen, wenn wir mal wieder gemütlich mit einem Gläschen Wein am Abend den entfernten Rost feiern.

Wer möchte, kann den Hitzeschutzschild gerne nachbauen. Das vernähen gestaltet sich aufgrund der vielen Schichten und der rutschigen Folie zwar etwas schwierig, aber der Aufwand ist die Mühe wert.

Segeln? Bald, bald …

Liebe Leser, auf unserer Website, bei Facebook und vor allem bei Youtube ist es ruhig geworden. Warum? Wir renovieren.  Die vergangenen Wochen, seit der Übernahme unseres neuen Hauses im Süden von Quickborn, waren ziemlich turbulent. Wir hatten nur vier Wochen…

Traubensaft

{Time:22:00:00}
{Date:20200711}
{Position:36°31.7000’N, 006°17.4070’W}
{Direction/Speed:-°/ -kn}
{Place:Cadiz}
{Target:Faro}
{Temp Air/Pressure:30°C}
{TempWater:-°}
{Wind:VAR}
{Wave:0,0m}
{Vimeo:}
{YouTube:}
{Photo:20200711}
{Title:Traubensaft}

Im Wein liegt eben doch die Wahrheit

Schon ein paar Tage her. Diego läßt Micha allein zu Haus. Auf der schönen Terrasse von La Rompita, die aussieht, als wenn ich grade mitten in La Havanna in Cuba sitze und den Abend genieße. Dem Haus, dass Diegos Schwester gehört, die in Stockholm eingeschlossen ist vom Virus, das eine so geile Küche hat, dass ich vor Begeisterung, schon wegen der Küche, Wochen hier verbringen könnte. Nun. Ich bin allein und zweisam ist immer besser. Mit meiner konsequenten Alkoholverzichtsabsicht, ist es heute, an diesem schönen Abend, im vermeintlichen La Havanna nicht so weit her. Was also machen zwei, die einsam sind, die Flasche Wein im Kühlschrank, der Skipper, auf der Terrasse mit dem Teller Chorizos, Tomaten, Schinken und Oliven. „Plopp.“ Ist der Korken raus. „Viel zu kalt. Der muss erst mal am Fenster stehen.“ Langsam drehe ich die Flasche und glaube meinen Augen nicht. Das Preisschild auf dem 59,00 € steht, lächelt mich an. Ich sehe ja nicht so gut, versuche es noch mal mit der Lesebrille. Es bleibt bei 59,00 €. Meine Finger kratzen über das Komma. Nee. Es ist echt. Warum stellt Diego so einen Wein in den Kühlschrank. Der gehört in den Weinkeller oder einen Weintemperierschrank. Ich überlege was ich nun mache. Den Korken wieder rein und so tun als wenn nichts gewesen wäre. Den Wein wieder in den Kühlschrank stellen? Ich entscheide mich für die Variante, dass Diego mir den Wein hingestellt hat als Willkommensgeschenk, schenke einen kleinen Probeschluck in das größte Weinglas, dass ich finde, platziere das zum Belüften und temperieren auf den Tisch zu den Tapas. Ich schaue auf den Paseo, der den Rio Piedras, von der Terasse trennt. Im Westen geht langsam die Sonne unter. Kinder spielen unter den Palmen und Jungverliebte ziehen zu zweit auf einem E-Roller ihre Kreise. Lautlos. Das macht die Dinger ja nun doch sympathisch. Der Wein schmeckt hervorragend. Danke Diego.

Es gibt den ersten Versuch von mir ab August nicht alleine in Curacao auf der MARLIN zu sein. Derzeit sichtbar bei HandgegenKoje. Vielleicht gibt es ja jemanden unter meinen Lesern der sich zutraut mit dem alten Wnuk eine Zeit X vor Ort zu verbringen.


Mitsegeln auf der MARLIN.

Ab November soll es wieder auf große Fahrt gehen. Die BVI’s, Sint Maarten, Antigua, Guadeloupe, Martinique, St. Vincent & the Grenadines, Grenada stehen auf dem Plan. Ab Mai 2021 geht es über die Bermudas und die Azoren nach Europa.

JOIN THE CREW

Bilderrätsel KW 29 – Wo ist es?

Jede Woche stellen wir ein Bilderrätsel online. Irgendwo in den Niederlanden ist dieser Ort. Wer als erster rät wo, gibt sich als Revierkenner preis. Also los: Mitraten!

Wir sahen in der letzten Woche die Einfahrt ins Regattacentrum in Medemblik, im Rücken das Kasteel Radboud. Das haben nicht all zu viele von euch erkannt. Egal, es geht weiter: Auch in dieser Woche sind wir natürlich wieder in den Niederlanden unterwegs. Aber wo? Wenn Sie es erkennen, schreiben Sie uns unter [email protected] Viel Spaß beim raten.

Het bericht Bilderrätsel KW 29 – Wo ist es? verscheen eerst op Stegfunk.de | Wassersport. Holland..

SV Alani – Sarah Schelbert GER

DIE ERSTEN SCHWIMMENDEN GEHVERSUCHE MIT DER ALANI

Sarah Schelbert