Archiv der Kategorie: Blogs

SV Dulcibella – Willem Reumer NED

ATLANTIC CIRCLE WITH VAN DE STADT 40 CARIBBEAN
Dear Mister Foerthmann, after sailing to the Caribbean and back we crossed twice the North Atlantic Ocean and sailed more than 11.000 miles. We where very happy with our Windpilot Pacific.
Greetings,
Willem Reumer, SY Dulcibella

Aufbruch, aber wohin?

Sa.,13.Jun.20, Franz.Polyn./Gambier/Insel Mangareva, Tag 2204, 20.254 sm von HH

Unsere Kreditkarten sind da. Kaum verschickt man etwas mit ‚DHL-Dokumenten-Express‘ und blättert 83 Euro für ein 43 Gramm Paket auf den Tisch, klappt es auch mit der Lieferung. :mrgreen: Genau fünf Wochen hat der Versandt gedauert – in Corona-Zeiten keine schlechte Bilanz. Namentlich wurde Achim am Versorgungs-Schiff aufgerufen und bekam den Umschlag (ohne sich auszuweisen) problemlos ausgehändigt. Geht doch.

Ein Problem gelöst, schon kommt das nächste. Achim hat eine Plombe verloren. Genau aus dem Zahn, der letztes Jahr schon Ärger machte. Zum Glück tut es nicht weh, reagiert nicht auf heiß und kalt, ist aber kein Dauerzustand. Im Medizin-Zentrum hier auf der Insel kann der Arzt nicht helfen. Er hat weder ein Plomben-Notfall-Kitt (wir auch nicht), noch kann er eins in Tahiti besorgen. Nicht lieferbar in Französisch Polynesien. Achim tröstet, dass die Bewertungen über solchen Not-Kitt nicht besonders positiv ausfallen: ‚hält nicht, bröckelt nach kurzer Zeit wieder raus‘. Übrigens, bei echten Zahnschmerzen kann der Arzt auch nichts machen, er verabreicht dann einfach Antibiotika.

Ein „Wander“-Zahnarzt, der die Inseln in den Tuamotu abklappert, soll zur Zeit auf Hao sein. Ein Anruf im Krankenhaus auf Hao bestätigt diese Info. Aber ob der Arzt noch da sein wird, bevor wir Hao erreichen können, ist noch unbekannt. Unter vier Tagen ist die Anreise kaum zu schaffen. Am Montag sollen wir uns noch einmal melden, dann will man uns mehr erzählen.

So wie es aussieht, sind unsere Tage in Gambier gezählt. Aber wollen wir das überhaupt? Nein, wir sind uns einig, wir wollen nicht! Wohin sollen segeln, wenn wir den Zahnarzt auf Hao getroffen haben? Okay, Inseln in den Tuamotu gibt es viele, es liegt nicht an mangelnder Auswahl. Aber nach unserem Rampler mit dem Korallen-Bobbel haben wir ganz schön die Lust an den flachen Sandhaufen verloren. Die Atolle sind gefährliche Mausefallen. Grade letzte Woche sind bei Starkwind in Fakarava wohl zwei Schiffe auf ein Riff gelaufen und gelten als verloren. Die Risiko-Nutzen-Abwägung geht sich aus unserer Sicht nicht aus. Wir würden lieber Richtung Westen segeln, würden Französisch Polynesien gerne verlassen, aber Richtung Westen, da sind noch immer alle Grenzen geschlossen.

Wir sind nicht die einzigen, die es nicht weg zieht hier. Das Atoll leert sich nur zögerlich, vier Schiffe fahren ab, ein neues kommt vom Kontinent wieder dazu.
Abgesehen von der erhöhten Regen-Gefahr und den Starkwind-Phasen gefällt es uns im Winter sehr gut hier. Die Sonne steht tief und verbreitet die ganze Zeit ein traumhaftes Licht – vorbei ist die gleißende Mittagshitze bei der man nicht die Berge hochkraxeln mag. Die Gärten füllen sich mit Gurken und Tomaten. Ich muss meine Ansicht, dass die Einheimischen kein Interesse am Gemüseanbau haben, korrigieren. Sie warten auf den kühlen Herbst und Winter und dann wird angebaut, was die Scholle hergibt. Unsere Wanderungen sind sehr ertragreich. ;-) Ich entdecke fast reife Granatäpfel, Avocados reifen voran und die Mangobäume setzten bereits kleine Früchte an. Das wird in Kürze der Garten Eden hier sein.
Und das sollen wir verlassen? Wir werden sehen, Montag erhalten wir eine Antwort wohin der Zahnarzt weiter ziehen wird.

Unser Ankerplatz – unsere Insel – unsere Wanderstrecken

Gipfelstürmer

Die riesigen Pampelmusen werden wir vermissen

 

 

Faustgroße Schnecken unterwegs

Vier Gurgen und Salat geschenkt bekommen – den Rest haben wir gefunden. Allerdings muss man dafür auch 10 Kilometer laufen

 

Gesellschafterversammlung

{Time:21:00:00}
{Date:20200611}
{Position:54°47.4405’N, 009°25.7622’E}
{Direction/Speed:-°/ -kn}
{Place:Flensburg}
{Target:Curacao}
{Temp Air/Pressure:14°C}
{TempWater:-°}
{Wind:VAR}
{Wave:0,0m}
{Vimeo:}
{YouTube:}
{Photo:20200611}
{Title:Gesellschafterversammlung}

TOP

In Flensburg kann man schon wieder Essen gehen, weitestgehend ohne Corona Einschränkungen. Der Tisch neben uns war von einem Geldbaum besetzt. Na, wenn es nur das ist? Dann ist es doch ertragbar. Ich fühle mich in das letzte Jahrtausend zurück versetzt. Denn da wohnten Michael und Nathalie noch in einer schicken 160qm Wohnung auf der Reichsstraße in Düsseldorf und gleich nebenan gab es damals ein kleines schickes vietnamesisches Restaurant. Dort gab es Goi Tu Cuon, Reispapier und jede Menge leckere Sachen zum Selbereinrollen. Da waren wir oft 1999 oder so. Schon wegen der unfreundlichen, aber netten Bedienung. In Flensburg gibt es jetzt das Restaurant TONKIN, die genau das auch anbieten, mit etwas nervöser elektronischer Musik im Hintergrund, wo man den Anfang und das Ende der Musikstücke nicht erkennen kann. Nun ja. Uns geht es ja eh um die Erinnerung und das Einrollen und um das Essen. Auf jeden Fall ein „Must GO!“, wenn man mal in Flensburg isst.

Früher hätte ich dem Kellner meine 3kg schwere Canon EOS 6D Camera in die Kamera gedrückt und ihn gebeten ein Erinnerungsphoto von uns zu machen. „MARLIN Gesellschaftervollversammlung im Heimathafen 2020“. Das geht heute leider nicht mehr oder nur mit Unfallinsassenversicherung. Heute will keiner mehr mit so monströsen Apparaten fotografiert werden oder Geld dafür bekommen. Heute gibt man dem Kellner sein iPhone X. Weiß jeder zu bedienen. Auch wenn diese Dinger eben doch viel leichter sind und viel können. Aber vernünftige Fotos machen sie eben doch nicht, vor allen Dingen nicht bei zu viel und bei zu wenig Licht und überhaupt ist die ganze Romantik des Fotografierens durch die Smartfotografie echt verloren gegangen. Hier in der Ecke steht meine Antwort dazu. Mein Fotostudio-Reiserucksack gepackt voll mit EOS Kamera, Objektiven, Drohne, Stativ, Notebook, Remote Einrichtungen, diversen Utilities. Ein Photo: Mindestaufwand 30 Minuten. Na klar. Früher haben wir den dann wasserdicht eingepackt und mit zum Strand genommen um ein Sonnenuntergangsfoto zu machen. Macht doch heute keiner mehr. All die Nikons, Canons, verstauben in Regalen. Schade ist das.

Was gab zu berichten auf der Vollversammlung: Stefan rettet die MARLIN in die sicher Marina. Mitsegeln fällt dieses Jahr aus. Keine Einnahmen. Nur Ausgaben. Alle Häfen in der Karibik sind gesperrt oder nur mit Quarantäne anzulaufen. Also: Es kann nur besser werden. Derweilen haben Nathalie und ich sehr gut gegessen, über unsere Küken gesprochen und einen schönen Abend gehabt. Sehr entspannt seit dem wir nicht mehr zusammen sind. Wir streiten uns gar nicht mehr!


Mitsegeln auf der MARLIN.

Wir müssen die MARLIN jetzt erst mal irgendwie erreichen. Dann wird die MARLIN ein weiteres Jahr in der südlichen Karibik bleiben. So bald es wieder vernünftige Flüge gibt, werden wir auch wieder Mitsegeln anbieten.

 

JOIN THE CREW

Go Stefan Go!

{Time:21:00:00}
{Date:20200610}
{Position:54°47.4405’N, 009°25.7622’E}
{Direction/Speed:-°/ -kn}
{Place:Flensburg}
{Target:Curacao}
{Temp Air/Pressure:14°C}
{TempWater:-°}
{Wind:VAR}
{Wave:0,0m}
{Vimeo:}
{YouTube:}
{Photo:20200610}
{Title:Go Stefan Go!}

Gutes aus Curacao

Nun. Es waren eine ganzer Stapel an Formularen auszufüllen. Vom Marinavertrag, bis zur Gesundheitserklärung und eidesstattlicher Versicherung. Hat mich zwei Tage gekostet. Nun ist sie da. Die Genehmigung. Den Rest der Papiere dürfen wir noch nachliefern. Stefan mit Freund und Crew Sven dürfen mir der MARLIN nach Curacao einreisen und nach 48h auch direkt wieder ausreisen, dann nach Deutschland. Stefan freut sich den Ast ab, endlich wieder aus diesem Corona Mist nach Hause zu kommen. Ich kann ihn sooossooooo sehr verstehen. Sven und Stefan kümmern sich um MARLIN, vor allen Dingen um Gas, Benzin und Diesel. Der Törn von 400 Meilen ist ja nun nicht so weit, aber man weiß ja nie was passiert. Schwupps ist der Wind weg. MARLIN soll dann in der Marina bleiben und ich? Ja. Schaun wir dann mal. Curacao macht versuchsweise ab dem 1.7. die Grenzen wieder auf. Aber jetzt ist erst mal Skipper Stefan am Ball. In einer Woche soll es losgehen. Auf dem Atlantik ist kein Hurricane in Sicht. Na denn ma Tau.


Mitsegeln auf der MARLIN.

Wir müssen die MARLIN jetzt erst mal irgendwie erreichen. Dann wird die MARLIN ein weiteres Jahr in der südlichen Karibik bleiben. So bald es wieder vernünftige Flüge gibt, werden wir auch wieder Mitsegeln anbieten.

JOIN THE CREW

Der Oberhammer

{Time:21:00:00}
{Date:20200609}
{Position:54°47.4405’N, 009°25.7622’E}
{Direction/Speed:-°/ -kn}
{Place:Flensburg}
{Target:Curacao}
{Temp Air/Pressure:14°C}
{TempWater:-°}
{Wind:VAR}
{Wave:0,0m}
{Vimeo:}
{YouTube:}
{Photo:20200609}
{Title:Der Oberhammer}

Tage vergehen in der Stadt

Nun. Zu der Lars Story, fehle ja wohl der Star noch selbst. Hier habt ihr ihn in seiner Plastikröhre, die er zumindest noch Nachts braucht und wenn er alleine ist, damit der sich seine Wunde nicht aufleckt. Ich frage mich wie die Tiere das eigentlich in der freien Natur machen, wenn sie sich verletzt haben. Ob dann Engel Gabriel vom Himmel her herunterkommt, mit der Tröte unterm Arm?. Armer Hund. Armer Lars.

Mir fällt mal wieder der Toilettendeckel auf den Kopf. Kein Wetter zum Kiten. Ich fiere. Corona nervt. Ich frage mich was ich denn hier mit meiner kostbaren Zeit mache, die ich noch zu leben habe. Vorm Computer sitzen und Fenster auf und zumachen.

Aua.


Mitsegeln auf der MARLIN.

Wir müssen die MARLIN jetzt erst mal irgendwie erreichen. Dann wird die MARLIN ein weiteres Jahr in der südlichen Karibik bleiben. So bald es wieder vernünftige Flüge gibt, werden wir auch wieder Mitsegeln anbieten.

JOIN THE CREW

Holland: Der Wassersport-Überblick zum Wochenende 12.-17.6.20

Der Wochenüberblick über alles Relevante für den Wassersport in den Niederlanden zum Wochenende 12.-14.6.2020. Das Wetter wird solala, die WCs sind wieder geöffnet in den Häfen und nach dem Wochenende darf man auch wieder duschen. Ab zum langen Wochenende.

Wasserstrassen: #In der Provinz Groningen werden Brücken und Schleusen wieder nach Sommerfahrplan bedient #In Zeeland ist der Kanaal door Walcheren für die Freizeitschifffahrt geöffnet. Es sind 4 Passagen an Werktagen möglich (7:07 Uhr, 11:37 Uhr, 15:38 Uhr und 19:37 Uhr). Auch nur nach Voranmeldung, Telefon: +31 6-55484448. Die Schleusen in Veere und Vlissingen sind weiter 24 Stunden in Betrieb. Die Zeelandbrücke öffnet einmal in der Stunde.

Sperrungen und besondere Behinderungen sind darüberhinaus nicht gemeldet.

Allgemein: Es ist immer empfehlenswert, vor Fahrtantritt zu prüfen, ob die geplante Route Hindernisse enthält. Das geht am besten auf vaarweginformatie.nl

Straßen an Land: Es sind einige Sperrungen geplant für diese Woche.

– A 67: Venlo – Eindhoven, Sperrung aus Richtung Eindhoven ab Freitag 12. Juni 21 Uhr bis Montag morgen

-A76: Heerlen – Belgische Grenze, gesperrt vom 12. Juni 20 Uhr bis Sonntag 14. Juni 20 Uhr. Nach Zeeland über Antwerpen geht also nicht durch Belgien.

Wetter:Tief über der Biskaya, wandert Nordwärts und schwächt sich ab. Wind erst E, später variabel, dreht auf West, schwachwindig. In Schauerböen 3-6 bft. Temperaturen tagsüber angenehm rund 23°C, nachts sicher zweistellig. Wer die Schauern vermeidet, hat ein schönes Wochenende.

Häfen:Häfen WCs sind geöffnet, ab Montag den 15.6. werden auch die Duschen wieder geöffnet. Das gilt für das ganze Land. Päckchenliegen in Stadthäfen, wie in Lemmer, Veere, Zierikzee oder Medemblik üblich, ist nicht erlaubt. Besucher müssen sich darauf einstellen, eventuell keinen Platz zu bekommen. Alternative dann: Ankern. Die Häfen der Watteninsel sind nur sehr eingeschränkt erreichbar. 50-100 Plätze stehen je nach Insel für Passanten zur Verfügung, das ist wenig. Voranmelden ist Pflicht, außer auf Vlieland, eine Resrevierung wird jedoch nicht entgegen genommen.

Tide: Harlingen und Roompot binnen

Besonderheiten: Die Terrassen und Restaurants sind unter besonderen Vorkehrungen geöffnet. Es werden Gesundheitsgespräche beim Einlass geführt, die Abstände müssen zu allen Zeiten eingehalten werden und in Restaurants drinnen dürfen maximal 30 Personen sein. Bitte haben Sie Verständnis, wenn das zu Wartezeiten und unklaren Situationen führt. Die Restaurantbesitzer müssen selbst zunächst mit den neuen Regelungen umzugehen lernen. Reservieren ist unbedingt zu empfehlen.

Events: Nee, erstmal immer noch nicht…Das Oerol-Festival findet auf Terschelling aber digital statt. Einfach mal reinschauen.

Generell gilt:

– 1,5 Meter Abstand halten!

– Belebte Orte meiden!

– Bei Erkältungssymptomen zu Hause bleiben!

– Bei Fieber auch nur einer Person bleiben alle aus dem Hausstand zu Hause!

– Auf Schiffen dürfen maximal zwei Leute nicht aus dem selben Hausstand sein!

Het bericht Holland: Der Wassersport-Überblick zum Wochenende 12.-17.6.20 verscheen eerst op Stegfunk.de | Wassersport. Holland..

Traditionsschiffe demonstrieren „voor Pampus“ für Hilfe

Wenn ein Schiff oder ein Projekt „voor Pampus“ liegt, bedeutet es, dass es hakt. Es geht nicht weiter. Schiffe lagen in alten Zeiten vor der Sandbank und warteten, oft sehr lange, auf günstige Tide und Wind um den Hafen von Amsterdam anlaufen zu können. Auch die Traditionsschiffe brauchen jetzt Rückenwind

Rund 150 von ihnen haben sich dort versammelt, um auf ihre Situation aufmerksam zu machen. Größere Gruppen dürfen nicht zusammen an Bord. Das aber ist genau das Kerngeschäft der Schipper und ihrer Kähne. Seit kurzem dürfen sie zwar wieder mit Gästen fahren, nur die Gruppen, die erlaubt sind, sind so klein, dass es sich nicht lohnt. Die beeindruckende Demonstration sollte die Verantwortlichen in der Regierung dazu bewegen, der Flotte, die für viele ein maritimes Erbe darstellt, zu unterstützen. Bislang, so die Skipper, bliebe diese Hilfe aus, wodurch viele Schiffe vor dem Aus stünden.

Wie das Spektakel aussah, lässt sich hier sehr gut sehen.

 

Het bericht Traditionsschiffe demonstrieren „voor Pampus“ für Hilfe verscheen eerst op Stegfunk.de | Wassersport. Holland..

Coronaregeln in Holland: Wieviele Menschen sind an Bord erlaubt?

1,5 Meter Abstand. Das ist das Dogma beim Segeln mit Freunden und Gästen in den Niederlanden. Wie das umgesetzt wird, bleibt den Menschen an Bord überlassen und hängt im Zweifel von der Beurteilung der Behörden ab. Feste Regeln fehlen, allerdings gibt es Möglichkeiten, sich zu orientieren

Stegfunk.de hat mit der Hiswa Recron gesprochen, dem Branchenverband für den Wassersport in den Niederlanden. Die Aussage von Stijn Boode, dem bei der Hiswa Verantwortlichen für Urlaub auf dem Wasser, ist ganz klar: „Es gibt keine maximale Anzahl von Menschen, die auf ein Boot dürfen. ABER: Menschen die nicht aus dem gleichen Haushalt kommen, müssen 1,5 Meter Abstand zueinander einhalten“. Weiter führt Boode aus: „Es hängt also vom Boot ab, vom Platz an Deck und der Anzahl der Kabinen“. Sowieso dürfen in einer Kabine nicht Menschen aus verschiedenen Haushalten übernachten, als Daumenregel: Eine Kabine pro Haushalt. Vier Freunde dürfen also auf ein Schiff mit vier Kammern, der Salon gilt dabei nicht als eigene Kabine.

Weiterhin sollten sich die Menschen an Bord auf gewisse Regeln einigen, wie desinfinzieren der WC-Räume, getrennte Einnahme der Mahlzeiten – entweder nacheinander oder in Salon und Cockpit – und eine maximale Anzahl von Menschen, die zugleich im Cockpit sein dürfen, um den Abstand zu jeder Zeit zu gewährleisten. Diese Regeln dann aufschreiben und an Bord aushängen. Bei einer Kontrolle, kann man so zeigen, dass man sich Gedanken gemacht hat und dass die 1,5-Meter-Regel ernstgenommen und nachgelebt wird. Der Überwachungsdruck außerhalb der Ballungszentren ist dem Vernehmen nach gering, dennoch wird von Kontrollen berichtet. Die Behörden wollen natürlich keine Bußgelder verteilen (390 Euro pro Person), müssen es aber, wenn die Regeln nicht eingehalten werden. Wenn man nun dabei hilft, den Kontrollierenden vor Ort zu zeigen, dass es Regeln an Bord gibt die eingehalten werden, dann macht man es denen damit wiederum leicht, von einem Bußgeld abzusehen.

All diese möglichen Maßnahmen sind Auslegungen. Feste Regeln gibt es nicht, außer eben: Haltet 1,5 Meter Abstand zu Menschen, die nicht aus dem gleichen Haushalt stammen. Solcherlei Regeln, die auch auf die Eigenverantwortung der Menschen abzielen, sind natürlich nicht unbedingt geeignet für uns Teutonen. Wir mögen klare Vorgaben. In Deutschland etwa dürfen maximal Menschen aus zwei Haushalten an Bord. Das ist in den Niederlanden anders geregelt, weniger greifbar. Um den Kunden dennoch etwas Orientierung zu geben, hat sich Enjoy Sailing aus Lemmer zu Folgender Übersicht hinreißen lassen, die sicher einen Anhaltspunkt aber keine rechtssichere Regelung darstellt:

 

  • mit 1 Haushalt (2-8 Personen);
  • mit 2 Freunden auf einer Segelyacht bis zum 32 Fuss;
  • mit 3 Freunden auf einer Segelyacht ab 33 Fuss;
  • mit 4 Freunden auf einer Segelyacht mit 4 Kabinen;
  • mit 5 Freunden auf einem Katamaran;
  • mit 2 Ehepaaren auf einer Segelyacht ab 37 Fuß
  • mit 3 Ehepaaren auf einer Katamaran

ACHTUNG: All diese Regeln stellen keine hoheitlich genehmigten Regelungen dar. Mithin lassen sich daraus keine Rechte ableiten. Sie dienen als Anhaltspunkt. Es ist immer sinnvoll, sich bei Vercharterern und Hafenmeistern über die lokale Handhabung der 1,5-Meter-Regel zu informieren. Um sich vor einem Bußgeld zu schützen, müssen zu allen Zeiten 1,5 Meter Abstand eingehalten werden (können).

 

Het bericht Coronaregeln in Holland: Wieviele Menschen sind an Bord erlaubt? verscheen eerst op Stegfunk.de | Wassersport. Holland..

Restaurantipp: Eine Zuckerrübe in Zierikzee – De Suikerbiet

Zugegeben, in Zierikzee kann man fast überall gut essen. Nur ein Restaurant sticht hervor: De Suikerbiet. Warum? Ganz einfach: Es liegt gleich am Ende des Passantensteges im Hafen der pittoresken Stadt

Also die Rampe hoch, nach links und schon sitzt man auf der Terrasse. Von der aus ist das Treiben im Hafenkanal bestens zu überblicken. Dazu eines der vielen Biere vom Zapf, oder ein Weinchen von der kleinen aber feinen Weinkarte. Wenn der Hunger ruft, warten außergewöhnliche Snacks bis 17 Uhr. Im Anschluss steht nurmehr die eigentliche Karte zur Auswahl.

Näher geht nicht: Der Steg befindet sich direkt neben der Terrsse

Darauf fallen zunächst einmal die berühmten Burger auf. Groß, lecker, saftig, ungewöhnlich. Daneben stehen natürlich erwartbare Dinge wie Sliptong oder Steak auf der Karte, aber auch ungewöhnlicheres wie Lamm. Auch Vorspeisen wie Burrata oder eine reich gefüllte Fischsuppe locken. Auf großen Tafeln an der Wand stehen Saisongerichte angeboten. Die Zutaten dazu kommen meist aus der Gegend. Ein Sache merkt man dem ganzen Laden an: Hier sind Gastgeber am Werke, die ihre Passion ausleben. Das ganze Team strahlt das aus. Das macht Spaß und es schmeckt.

Und nach dem Essen warten ein leckerer Whisky oder ein Rum, auch der von Tres Hombres, auf ihre Aufgabe im Verdauungstrakt. Kurzum: Ein Besuch lohnt. Gibt es auch was zu meckern? Nö. Mir ist nichts aufgefallen. Warum also nicht mal ausprobieren, wie es in einem Restaurant/Café so ist, das seit 1872 an der gleichen Stelle Gäste bewirtet?

Zur Website von de Suikerbiet geht es hier.

Info: Stegfunk.de war dort essen und hat weder gratis essen noch irgendwelche Zahlungen erhalten. Es war einfach gut dort.

Het bericht Restaurantipp: Eine Zuckerrübe in Zierikzee – De Suikerbiet verscheen eerst op Stegfunk.de | Wassersport. Holland..

SV MadMax – Britta Bohn + Dirk Metschulat GER

EIN BILDERBOGEN DER BESONDEREN ART
Es gibt tausende von Blogs, deren Machart nahezu stets unterschiedlich ist. Da existieren endlose Beschreibungen von der See, dem Land, den Menschen … die anstelle von Fotos dann schon mal langweilig werden können. Als Augenmensch sind mir Eindrücke wichtig, darum sind schöne Fotos für mich untrennbar mit Blogs verbunden.

Ein Highlight, wenn Text dabei unwichtig geraten kann, weil die gesamte Geschichte bereits durch Fotos transportiert. Ein wunderbares Beispiel ist der Blog von der SV MadMax, in dem wundervolle Fotos die Eindrücke einer Reise von Holland ins Mittelmeer innerhalb von 6 Monaten spiegeln. Ob Britta oder Dirk hier die Feder geführt hat, dass weiss ich nicht, ich erkenne nur ein wundervolles Geschick, mit den richtigen Blick Farben und Stimmungen einer ganzen Reise einzufangen, weshalb ich hier ein wenig Augenfutter aneinander reihe … und nicht mehr dazwischen quatsche. Mein Kompliment geht an Beide – Britta und Dirk!
WEITERLESEN

SV MadMax – Britta Bohn + Dirk Metschulat GER

EIN GANZES HALBEN JAHR UNTER SEGELN
Hallo Peter, unser Windpilot „Windsbraut“ ist für unser Zweier-Team gerade beim Langstrecken-Segeln absolut unverzichtbar. Wenn das elektrische RayMarine-Mädel kreischend den Geist aufgibt, hat sie so richtig Spaß. Letztes Jahr sind wir mit ihrer Hilfe 4.000 sm in 6 Monaten gesegelt. Ein Boot ohne dieses Crew-Mitglied kommt für uns nicht mehr in Frage. Grossartige Erfindung, die uns immer wieder staunen lässt. Danke an Dich, Peter Düsentrieb 😉
Viele Grüße 
Dirk und Britta mit der Windsbraut, Crew der gewaltigen MadMax

Schon schön hier in Flensburg

{Time:21:00:00}
{Date:20200608}
{Position:54°47.4405’N, 009°25.7622’E}
{Direction/Speed:-°/ -kn}
{Place:Flensburg}
{Target:Curacao}
{Temp Air/Pressure:14°C}
{TempWater:-°}
{Wind:VAR}
{Wave:0,0m}
{Vimeo:}
{YouTube:}
{Photo:20200608}
{Title:Schon schön hier in Flensburg}

Die Hafenspitze

Lars hat heute sie Klammern aus seiner Wunde bekommen. War mal wieder ziemlich was los. Er hat nämlich erst so einen Plastiktrichter um den Kopf bekommen, damit er sich am Hodensack die Wunde nicht aufschleckt. Mit dem Trichter ist er aber die Treppenstufen nicht mehr hochgekommen. Ein Riesentheater. 35kg wiederstrebende Hundemasse in den zweiten Stock zu bekommen. Maya hat den Trichter kleiner geschnitten, dann hat er sich natürlich nachts dran rumgeleckt und mit dem scharfen Rand des Plastiks die Haut aufgeschürft. Wieder Riesentheater. Dann hat sich das ganze entzündet. Der arme Hund musste dann Cortison nehmen. Wieder Riesentheater. Gleichzeitig nach jedem Spaziergang, Freilaufen mit der Wunde ist natürlich nicht, mindestens fünf Zecken, die entfernt werden müssen. Wieder Riesentheater. Der arme Hund. Anstatt nem vernünftigen Zeckenhalsband, lassen sich die Damen Pillen beim Futternapf verkaufen. Die verträgt Lars aber nicht und muss kotzen. Vorzugsweise mitten in der Nacht, steht er an Lena’s Bett und heult, legt sich dann hin und kotzt sich in seine Halskrause. Der arme Hund. Wieder Riesentheater. „Papa. Lars stirbt. Er sackt so mit der Hüfte weg.“ Morgens um acht eile ich schnell in die Wohnung. Lars begrüßt mich schwanzwedelnd. Wat nen Riesentheater. Inzwischen haben wir eine Halskrause mit Klettverschluss. Zum Spazieren gehen und für die Treppenstufen ziehen wir ihm die aus. Gestern nun hat Lars eben wie die Pest nach seiner eigenen Kotze gestunken in der er ja Nachts mit Halskrause gelegen hat. „Komm wir fahren zum Ostseebad und jagen ihn ins Wasser.“ „Neeeeiiinn. Auf keinen Fall. An die Wunde darf kein Salzwasser.“ Gekreische. Gezeter. Wir sitzen im Auto und ein Riesenstreit geht los. Was für nen Riesentheater. Lars steht im Kofferraum des Kombis, schwanzwedelnd und freut sich, das sich mal wieder alles um ihn dreht. Der Tag endet im Hof mit Gartenschlauch und der arme Hund wird endlich von seinem Gestank befreit. Oder wir. „Na Lars. Möchtest Du eine Leckerlie?“ Wie langweilig wäre unser Leben nur ohne Hund?

Am Ende der deutschen Ostsee liegt die Flensburger Hafenspitze. Oben von der Duburg kann man hinunter schauen und an schönen Tagen, so wie heute den Ausblick geniessen. So sagt man doch. Von der erwarteten Flutwelle an Touristen hat man hier in Flensburg gar nicht so viel mitbekommen. Verteilt sich dann doch. Es sind mehr die Studenten und Zugezogenen aus den südlich, an Europa grenzenden, Ländern, die sich ihre Zeit an der Förde vertreiben. Ich sag jetzt mal besser nix mehr, bevor ich was Falsches sage oder schreibe.

Aus Curacao noch nix Neues. Werde ich morgen mal nen Mail schreiben. Ob die uns vergessen haben?


Mitsegeln auf der MARLIN.

Wir müssen die MARLIN jetzt erst mal irgendwie erreichen. Dann wird die MARLIN ein weiteres Jahr in der südlichen Karibik bleiben. So bald es wieder vernünftige Flüge gibt, werden wir auch wieder Mitsegeln anbieten.

JOIN THE CREW