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180-Tage-Master-Plan

Mo., 14.Okt.19, Franz.Polyn./Tahiti/Papeete, Tag 1961, 18.962 sm von HH

Man kann sagen ein 180-Tage-Marshall-Plan, weil es im Wesentlichen um Nahrungsbeschaffung geht. Der örtliche ‚Carrefour‘ Supermarkt liefert kostenlos ans Schiff. Es soll einen Mindestumsatz von 300 USD oder auch 500 USD geben, aber als wir an der Hauptkasse nachfragen, winkt man uns durch: „Einfach melden, wenn ihr mit dem Einkauf fertig seid.“ Wir schaffen locker über fünfhundert Dollar – zwei Einkaufswagen voll.

Als wir uns zurück melden und nach dem Transport fragen, bekommen wir ein bedauerndes Lächeln geschenkt. Der Fahrer sei bei der Polizei, ob als Täter oder Opfer bleibt offen, aber die Dame an der Rezeption zeigt eine Handschellen-Geste. Sie könne uns aber ein Taxi rufen. Zähneknirschend stimmen wir zu. „Kostet 35 USD“, erfährt sie am anderen Ende der Leitung. Jetzt winken wir ab. Die spinnen doch total mit ihren Preisen auf Tahiti! Irgendwann ist einfach mal Schluss. Der Supermarkt ist zwei Kilometer von der Marina entfernt – nicht zwanzig. Wir wollen das Taxi nicht! Die Dame zuckt mit den Schultern. Dann eben nicht, lautet ihr Motto, ist nicht länger ihr Bier. Achim fragt nach dem Manager, der widerwillig gerufen wird. Er ist Franzose, seine Mutter in Köln geboren, alles paletti. Die Chemie stimmt: am Nachmittag wird geliefert. Zufrieden radeln wir zum Schiff zurück.

Wir wissen ja inzwischen, was auf den kleinen Inseln teuer ist und was es gar nicht gibt. Der Schiffsbauch wird mit Bier, Wein und Käse gefüllt. Für ein halbes Jahr können wir zwar nicht alles mitnehmen, aber wenigstens doch die ganz teuren Artikel. Der Wasserpass sinkt mal wieder deutlich tiefer. Jetzt fehlen nur noch ein paar Kleinigkeiten. Und bloß die Weihnachtsgeschenke nicht vergessen. Ich hoffe, der geneigte Gatte liest an dieser Stelle mit, so dass nicht nur ich ein Paket unter den Baum legen kann. :mrgreen:

Unser nächstes Ziel sind die Austral Inseln. Segler fahren kaum dorthin. Warum das so ist, haben wir im in den letzten Monaten nicht herausbekommen. Dass es dort etwas kühler sein soll und mehr Regen fällt, kann als Grund nicht reichen. Okay, von Rapa zurück Richtung Osten in das Gambier Atoll sind es 500 Seemeilen gegen die vorherrschende Windrichtung. Das kann garstig werden, der einzig sichtbare Haken an unserer Idee. Viele Segler fahren von Tahiti auf die Marquesas, das ist ein genauso schlechter Kurs und noch zweihundert Meilen weiter.

Austral-Runde während der Zyklon-Saison

Wir werden sehen, ob wir einen Fehler machen. Der Plan steht jedenfalls. Am 1. November beginnt offiziell die Zyklon-Saison. Wir gehen auf den südlichen Sommer zu, die Temperaturen steigen, bald hat das Meer 28 Grad, die zur Bildung eines Wirbelsturms erforderlich sind. Zwar ist Tahiti nur selten betroffen, aber weiter im Süden fühlen wir uns sicherer, auch wenn viele unserer Mitsegler ihre Schiffe hier sogar monatelang alleine lassen. :shock:

Die gesamte Runde, die wir segeln wollen, beträgt 2.200 Seemeilen. Eine Art Katzensprung. Ein halbes Jahr haben wir Zeit für die unbekanntesten Inseln in Französisch Polynesien. Im April geht die Wirbelsturmzeit zu Ende und es wird kühl im Süden werden. Dann kommen wir nach Tahiti zurück. Am Freitag geht es los. Die erste Etappe sind nur 350 Seemeilen.

Tropische Wirbelstürme weltweit

Wir befinden uns in etwa beim roten Kreuz. Jede Linie steht für einen Wirbelsturm. Man kann schön sehen, dass im südlichen Ostpazifik einigermaßen Ruhe herrscht. Sollte ein Zyklon im Anmarsch sein, so können wir nach Süden flüchten. Da unten ist das Wasser kalt und der Wirbelsturm löst sich auf. Ein Vergnügen wäre das sicher nicht, aber die Rettung.

Tag 11: Fieber, Fieber, Fieber

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Schon Stammzellenspender?

Meine Kraft am Rechner zu sitzen oder andere Sachen zu machen ist limitiert. Drei Bluttransfusionen gestern haben mich wieder unter die Lebenden gebracht. Trotzdem. Eine Stunde am Notebook folgen drei Stunden Schlaf. In meinem Fieberwahn geht alles sehr langsam. Ich bekommen nicht mehr alles mit, sobald die Temperatur über 38,5° steigt, steigen viele meine Bewusstseinsprogramme aus oder laufen im Sparmodus. Heute beginnt der Tag endlichem mal wieder mit 37,5°. Bin ich da knapp an einer Lungenentzündung vorbeigerutscht, die mir das Genick hätte brechen können? Es ist viel Glauben bei der ganzen Behandlung dabei.

Wer grade in diesen nicht so schönen Tagen meinen Blog liest und noch nicht als Stammzellenspender registriert ist, den bitte ich das zeitnah zu machen. Alle 15 Minuten erhält ein Mensch in Deutschland die niederschmetternde Diagnose Blutkrebs. Viele Patienten sind Kinder und Jugendliche, deren einzige Chance auf Heilung eine Stammzellspende ist. Doch jeder zehnte Patient findet keinen Spender. Bei der DKMS.de werden in Deutschland die Spender erfasst. Die Speichelprobe kannst Du selbst machen und per Post zur DKMS schicken. Jeder Spender ist ein Schritt gegen Blutkrebs. Bitte.


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Tag 10: Ab in den Keller

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Ohne Immunsystem

Die letzten 48 Stunden waren nicht so prickelnd. Leukos auf 0.2. Ordentliche Fieberschübe in der Nacht. HB Wert auf 6.8. Da geht gar nix mehr. Weder Aufstehen, noch Duschen, noch Lächeln. Einfach nur Zimmerdecke beobachten, wie sie sich langsam auf mich zubewegt. Ich habe mit Zweifeln zu kämpfen, Zweifeln an der Sinnlosigkeit der Behandlung. In zwei Jahren bin ich wieder hier. Aber kann ich das diesen beiden süßen Kindern antun? Nep. Sie haben schon ein Recht auf ihren Vater. Also Augen zu und durch. Ich habe Ohrensausen von den ganzen Infusionen, die in meinen Körper laufen. Ein merkwürdiges Dauergeräusch.

Das war es auch schon was ich von den letzten 48 Stunden mitbekommen habe. Ansonsten dunstiger Nebel in meinem Kopf. Mir reicht es. Für mich könnte es jetzt wieder aufwärts gehen.


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Tag 8: Knochenmarksspender gefunden

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Umkehrisolation

Meine Leukozyten, weiße Blutzellen und Immunsystem sind nun durch die Chemo auf 0.5. Das ist nichts. An der Zellentür 33 klebt ein Schild „Umkehrisolation. Bitte Schutzkleidung anziehen.“ MayaLena tauchen am späten Nachmittag auf um mit mir, Mensch ärgere Dich nicht zu spielen, sowie meine Leben für eine Stunde anders zu gestalten. Die Zimmerdecke hebt sich. Sie haben Spaß an der Verkleidung. Tee trinken kann man nicht mit Mundschutz. Da machen wir mal eine kurze Ausnahme. Das die Beiden mich einfach so besuchen kommen können, rettet meine Seele, auch wenn ich nach einer Stunde platt bin und wieder ins Bett will.

Dr. Helge kommt heute zum letzten Mal. Eine Woche Urlaub hat er. Na. Ob ich das so gut finde, weiß ich noch nicht. Aber er fährt nicht weg nach Australien oder so. Es gibt ja auch noch seine Kollegen. „Noch kein Fieber“, lobt er. 37 Grad. „Weiter so.“ Die Schwestern geben mir einen Immunsystemanreger IV, eine Spritze 300 Euro. Darf man gar nicht drüber nachdenken. Meine Krankenkasse investiert mal wieder in mein Fortbestehen. Ordentlich. „Wir haben im übrigen drei passende Knochenmarkspender für Dich gefunden“, erklärt Dr. Helge so ganz nebenbei. Mir fällt ein Stein vom Herzen. Ein großer Stein. Grundlage für eine erfolgreiche Transplatation in ca. vier Wochen ist meine Remmission, meint das nach der Chemo fast keine bösen Blasten mehr in meinem Knochenmark vorhanden sind. Das wird in ca. einer Woche über einen Test meines Knochenmarks unter dem Mikroskop festgestellt. Das wird ein aufregender Tag. Wenn’s interessiert, der kann sich das mal durchlesen.

Am Abend klingelt Face Time. „Alter. So darfst Du das nicht schreiben im Blog. Wir vergessen Dich nicht. Abschieben tun wir Dich auch nicht. In 10 Tagen hab ich mir freigenommen und wir kommen Dich besuchen. Darfst Du schon Wein trinken?“ Er will die 600km aus Düsseldorf kommen. Guido prostet mir zu. Mit meinem 8er HB ist mir grade alles andere als nach einem Glas Wein. Ich proste ihm mit Kamillentee ins iPhone zu. Auch Claudia hat sich sich schon beschwert, dass ich das gestern wohl etwas zu hart geschrieben habe. O.K. Ich sehe es ein und entschuldige mich hiermit offiziell bei all meinen engen Freunden, die mich wirklich nicht hängen lassen. Ich kann mich ja auch melden, wenn es mir nicht gut geht und werde sicherlich offene Türen und Arme finden.

Nathalie kommt vorbei. Man sieht ihr sichtlich an, wie sie die ganze Situation belastet. „Wir haben so viele Situationen gemeistert in den letzten zwei Jahrzehnten. Da kommen wir jetzt auch noch durch.“ Ich muss zugeben, ich bin nicht immer so optimistisch. Ich habe ein schlechtes Gewissen mit einem Rückfall hier in Flensburg ihr Leben aus den Bahnen zu reißen.


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Tag 7: Im Keller

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Prinzessin Lillifee in blau

Ich habe zwei Tage und Nächte Entleerung hinter mir. Gegen Verstopfung habe ich Flohsamen bekommen und der hat so dermassen angeschlagen, dass ich Tag un Nacht alle 30 Minuten auf’n Pott bin. Ich lass jetzt mal die genauere Beschreibung. Auf jeden Fall alles Scheiße. Dr. Helge kommt rein mit seiner Gefolgschaft, allesamt in blauen Schutzanzügen wie in nach dem Atomunfall in Fukushima. Ein sicheres Zeichen dafür, dass meine Leukozyten nun deutlich unter 1.000 sind. Keiner darf mich mehr ohne Schutzanzug besuchen. Umkehrisolation. Auch nicht MayaLena, Nathalie und Oma. 10 Tage ohne Immunsystem stehen vor mir, wahrscheinlich und mit 90%iger Wahrscheinlichkeit Fieber. Könnte also gut sein, dass ich nix mehr zu lachen habe und den Blog nicht mehr bedienen kann. No worries.

Ich bin natürlich der Auswuchs einer Partybremse. Mal ganz ehrlich, wer will schon mit so negativen Realitäten wie meiner Leukämie konfrontiert werden? Letzte Woche war Nathalie bei Freunden zum Geburtstag eingeladen und meinte zu merken, dass sie gemieden wurde von den anderen Gästen. Einbildung? Ich glaube nicht komplett. „Hast Du gehört. Micha ist wieder krank. Hat wieder Leukämie.“ Es wird getuschelt und was soll man auch dazu sagen? Ist doch wirklich doof. Oder? Krebs. Wer redet darüber schon gerne? Am besten man hat ihn nicht und keiner um einen herum. Der Kranke kommt ins Hospital und wird bestmöglich behandelt. Dafür zahlen wir alle jeden Monat. Das ist das System. Also rufen wir an, schreiben ein Whats App, eine Mail oder gehen den Kranken besuchen. „Kann ich irgendwas für Dich tun? Lass es mich wissen.“ „Halt durch!“, steht in vielen Nachrichten, die ich bekomme. Nun. Es werden von Tag zu Tag weniger Nachrichten werden. Das ist halt so. Jeder vierte Todesfall in Deutschland ist durch Krebs bedingt. Da kann man doch froh sein, wenn es einen nicht erwischt. Ich kann es vollkommen verstehen, dass sich meine Mitmenschen, Freunde und Bekannte nicht dauerhaft oder sogar gar nicht mit meiner Leukämie konfrontieren wollen. Ich würde mich selbst damit auch nicht belasten wollen. Immer in der Hinsicht darauf, wie nah mir der Kranke steht.

“Hallo Papa. Wie geht es? Hör mal ich habe da eine Idee wegen Deiner Airpods, die Du mir ja nicht schenken willst…“ Maya schneit im Prinzessin Lillifee in Blau Gewand ins Zimmer. Sie lächelt mich an. „Geht es Dir gut?“ Sie schaut mich kurz an. „Hast Du geschlafen?“ Und schon ist sie beim nächsten Thema, das bestimmt nichts mit Leukämie zu tun hat. Ihre Haare werden jeden Tag länger. Schon vor Monaten hat sie entschieden ihre Haare lang wachsen zu lassen und dann für eine Chemopatientin zu spenden, die damit ein Naturhaarperücke bekommt. Maya stört weder das Krankenhaus, weder die Verkleidung, noch meine Krankheit. „Du schaffst das schon.“ Punkt. Und wenn nicht, so wird das Leben einfach weitergehen, denke ich mir. Sie hat Jahrzehnte vollen Lebens vor sich, so wie ich es selbst gelebt habe. Die Geburt und der Tod ist das natürlichste der Welt. Wenn ich Maya sehe, wird mir das so brutal klar, dass jedes Fünkchen Selbstmitleid in Luft auflöst.

Hut auf. Auch ich denke vor und hab schon mal investiert. Bei meiner Lieblingsmarke habe ich für meine kommende haarlose Zeit zwei schicke Schirmmützen geordert. Da sieht man vor allen Dingen nicht so den Blick auf die fehlenden Augenbraunen und Wimpern. Das finde ich eigentlich am Schlimmsten am Leuko Style. Da sieht man dann nach der Chemo so nach Monster einer fernen Galaxie aus. Doch Permanent Augenbraunen? Warum eigentlich nicht. Die Kurden aus dem Sisha Shop machen das doch auch. Ohne Leuko Style.


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Tag 8: Im Keller

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Prinzessin Lillifee in blau

Ich habe zwei Tage und Nächte Entleerung hinter mir. Gegen Verstopfung habe ich Flohsamen bekommen und der hat so dermassen angeschlagen, dass ich Tag un Nacht alle 30 Minuten auf’n Pott bin. Ich lass jetzt mal die genauere Beschreibung. Auf jeden Fall alles Scheiße. Dr. Helge kommt rein mit seiner Gefolgschaft, allesamt in blauen Schutzanzügen wie in nach dem Atomunfall in Fukushima. Ein sicheres Zeichen dafür, dass meine Leukozyten nun deutlich unter 1.000 sind. Keiner darf mich mehr ohne Schutzanzug besuchen. Umkehrisolation. Auch nicht MayaLena, Nathalie und Oma. 10 Tage ohne Immunsystem stehen vor mir, wahrscheinlich und mit 90%iger Wahrscheinlichkeit Fieber. Könnte also gut sein, dass ich nix mehr zu lachen habe und den Blog nicht mehr bedienen kann. No worries.

Ich bin natürlich der Auswuchs einer Partybremse. Mal ganz ehrlich, wer will schon mit so negativen Realitäten wie meiner Leukämie konfrontiert werden? Letzte Woche war Nathalie bei Freunden zum Geburtstag eingeladen und meinte zu merken, dass sie gemieden wurde von den anderen Gästen. Einbildung? Ich glaube nicht komplett. „Hast Du gehört. Micha ist wieder krank. Hat wieder Leukämie.“ Es wird getuschelt und was soll man auch dazu sagen? Ist doch wirklich doof. Oder? Krebs. Wer redet darüber schon gerne? Am besten man hat ihn nicht und keiner um einen herum. Der Kranke kommt ins Hospital und wird bestmöglich behandelt. Dafür zahlen wir alle jeden Monat. Das ist das System. Also rufen wir an, schreiben ein Whats App, eine Mail oder gehen den Kranken besuchen. „Kann ich irgendwas für Dich tun? Lass es mich wissen.“ „Halt durch!“, steht in vielen Nachrichten, die ich bekomme. Nun. Es werden von Tag zu Tag weniger Nachrichten werden. Das ist halt so. Jeder vierte Todesfall in Deutschland ist durch Krebs bedingt. Da kann man doch froh sein, wenn es einen nicht erwischt. Ich kann es vollkommen verstehen, dass sich meine Mitmenschen, Freunde und Bekannte nicht dauerhaft oder sogar gar nicht mit meiner Leukämie konfrontieren wollen. Ich würde mich selbst damit auch nicht belasten wollen. Immer in der Hinsicht darauf, wie nah mir der Kranke steht.

“Hallo Papa. Wie geht es? Hör mal ich habe da eine Idee wegen Deiner Airpods, die Du mir ja nicht schenken willst…“ Maya schneit im Prinzessin Lillifee in Blau Gewand ins Zimmer. Sie lächelt mich an. „Geht es Dir gut?“ Sie schaut mich kurz an. „Hast Du geschlafen?“ Und schon ist sie beim nächsten Thema, das bestimmt nichts mit Leukämie zu tun hat. Ihre Haare werden jeden Tag länger. Schon vor Monaten hat sie entschieden ihre Haare lang wachsen zu lassen und dann für eine Chemopatientin zu spenden, die damit ein Naturhaarperücke bekommt. Maya stört weder das Krankenhaus, weder die Verkleidung, noch meine Krankheit. „Du schaffst das schon.“ Punkt. Und wenn nicht, so wird das Leben einfach weitergehen, denke ich mir. Sie hat Jahrzehnte vollen Lebens vor sich, so wie ich es selbst gelebt habe. Die Geburt und der Tod ist das natürlichste der Welt. Wenn ich Maya sehe, wird mir das so brutal klar, dass jedes Fünkchen Selbstmitleid in Luft auflöst.

Hut auf. Auch ich denke vor und hab schon mal investiert. Bei meiner Lieblingsmarke habe ich für meine kommende haarlose Zeit zwei schicke Schirmmützen geordert. Da sieht man vor allen Dingen nicht so den Blick auf die fehlenden Augenbraunen und Wimpern. Das finde ich eigentlich am Schlimmsten am Leuko Style. Da sieht man dann nach der Chemo so nach Monster einer fernen Galaxie aus. Doch Permanent Augenbraunen? Warum eigentlich nicht. Die Kurden aus dem Sisha Shop machen das doch auch. Ohne Leuko Style.


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Läuft!

Mi., 09.Okt.19, Franz.Polyn./Tahiti/Papeete, Tag 1956, 18.962 sm von HH

Unsere Ersatzteil-Beschaffung klappt besser als wir heimlich befürchtet hatten. Das Radar landet dank eines fähigen Agenten zollfrei bei uns im Cockpit. Ohne Agenten soll es nahezu unmöglich sein, hochpreisige Waren aus dem Zollbereich zu bekommen.
Jetzt hängt das neue Teil an seinem angestammten Platz. Die Gebühren für den Agenten (immerhin 190 USD) bekommen wir ja vielleicht sogar von Raymarine erstattet.

Die Winsch-Lieferung verzögert sich um acht Tage. Normal – willkommen in Tahiti. Man bekommt hier zwar alles, die Frage ist nur wann. Die neue Wisch hat die gleichen Maße wie die alte, somit sollten alle Bohrlöcher und Bolzen passen. Aber die Demontage hat es in sich. Mit Hilfe einer Mastwisch und Fall; und beherzten Schlägen auf den Hinterkopf gibt sie dann doch endlich auf. Die alten Bolzenlöcher passen zwar, aber ein massiver Metall-U-Träger, der unter Deck als Kontersicherung festgeschraubt war, zeigt sich wiederborstig. Korrodiert, wie er ist, braucht er zunächst etwas Pflege. Außerdem sind die Gewinde ausgeschlagen.
Aber zwei Tage später, grad rechtzeitig zum Geburtstag, kann ich mein Geschenk in den Armen halten.

Die alte Winsch wehrt sich noch

Kerze oben drauf – drei, zwei, eins … meins!

Somit sind die großen Projekte nun abgearbeitet. Bleibt noch der Segler-Dreikampf: Großeinkauf, Wäsche waschen und Staulisten anlegen.
Das zieht sich noch ein paar Tage, aber dann geht es weiter. In der Zwischenzeit gehen wir abends hin- und wieder ‚Roulottes‘ essen. Das sind Imbiss-Buden, die allabendlich am Hafen aufgebaut werden. Da Restaurant-Besuche so teuer in Papeete sind, hat sich eine preiswerte rollende Subkultur entwickelt. Neben den umgebauten Bullis köcheln Pötte auf großen Flammen, werden Woks und Grills aufgebaut. Es gibt Burger mit Bergen von Pommes oder pikante China-Pfannen, gegrillter Fisch oder ‚Poison Cru‘.
Zur Touristen-Attraktion aufgestiegen, sind die ‚Roulottes‘ zwar nicht mehr so günstig, wie es mal begonnen hat, aber eine schmackhafte Weise abends Essen zu gehen.
Wenn wir Glück haben und gerade ein Kreuzfahrt-Schiff im Hafen liegt, spielt eine Band Ukulele und anschließend treten die wilden Tänzer von den Marquesas auf.

Roulottes

rollende Imbiss-Buden

Tänzer von den Marquesas – immer wieder nett

Schweißtreibende Tänze

Zu Lande, unter Wasser und in der Luft (Video)

Und er hatte tatsächlich gedacht, er kommt zum Urlaub…. Hahahaha. Aber wer 15 Jahre auf einer Werft (Dübbel & Jesse auf Norderney) gearbeitet hat, der hat eine Menge zu tun auf der Dilly-Dally. Die to-do-Liste für die zweite Woche ist auch schon geschrieben. Vielen Dank aber schon einmal an Kai-Uwe. Super gemacht!

Tag 6: Erster Tag nach der Initialchemotherpie

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{Title:Tag 6: Erster Tag nach der Initialchemotherpie}

Ich will ehrlich bleiben

Trotz allem Mut, den ich mir selbst unter meinem Arsch selber zusammenkratzte – Ich habe pure Angst zu sterben. Ich habe keine Herbstgrippe, sondern Leukämie. Dr. Helge kommt rein und verrät mir, dass er verwirrt ist, denn von meinen Nachweis einer Mutation im NPM1-Gen, meiner Leukämie von 2016 ist nichts mehr nachzuweisen. Ich bin tatsächlich geheilt, liegt auf der Hand. Aber dem ist nicht so. Es ist ein neuer Clone, den ich in mir trage. Der hat noch keinen Namen und war somit auch nicht in den vorherigen Untersuchungen festzustellen. Ein neues BIOS scheint unweigerlich der beste Weg für mich zu sein. Nein – Nicht der beste sondern der Einzige Weg zu sein um: Zu Überleben.

Logisch. Ich denke viel über meine Leben nach. Ich habe definitiv nichts verpasst. Ich war auf allen Parties ganz vorne dabei. Ich habe mir alle Träume erfüllt, ich habe das Maximim von der Welt gesehen. Trotzdem kann ich mich immer noch nicht verabschieden und geschlagen geben. Kurz davor die Halse mit dem Kite zu fahren und aus den Switch zu gehen. Da kann ich doch nicht einfach aufhören. Draussen ist es dunkel. Es ist Herbst in Deutschland. Es regnet. Plätschert. Traurig blicke ich in den Abendhimmel. Doch. Klar bin ich froh eine deutsche Krankenversicherung zu haben und hier in „Nathalies Krankenhaus“, bevorzugt behandelt zu werden. Eine reale Zahl schwebt immer wieder durch den Raum. 50% Überlebenschance auf die nächsten 5 Jahre.

Ich habe immer noch alle Haare und mein Gewicht. Nicht wie beim letzten Mal direkt eine Sepsis und Intensivstation. Tock – Tock – Tock. Schwierig im Krankenzimmer Holz zu finden um draufzuschlagen. Gestern war ein blöder Tag. Da konnte ich noch nicht einmal mehr meinen Blog schreiben. Den brauche ich grade jetzt ganz besonders um noch eine rote Linie in meinem Leben zu haben, der ich folgen kann. Ansonsten kommt die Zimmerdecke Zentimeter für Zentimeter tiefer.

Ragnar kommt vorbei. Mein erster Besuch neben NathalieMayaLena Family. Ich freue mich. Freunde in Flensburg habe ich ansonsten so gut wie keine. Wir gehen raus. Meine Blutwerte sind immer noch ausreichend, so dass ich noch nicht in Umkehrisolation bin. Ragnar trägt einen Mundschutz. Ich ziehe mich an und wir gehen raus. Ich mit Mundschutz und Gummihandschuhen. Ich gehe langsam. Sehr langsam. Mit einem Hämoglobinwert von Acht fehlt mir der Sauerstoff für Sprünge an den Muskeln. Egal. Der Sauerstoff in den Lungen tut gut. Ich atme tief ein. Alleine kann und darf ich nicht spazieren gehen. Zu gefährlich. Danke Ragnar.

Die Lunge ist das Hauptproblem in den nächsten Tagen. 90% aller Chemopatienten bekommen Fieber und eine mehr oder weniger Lungenentzündung. Die Schwestern bringen wir ein Lungentrainer zum tief einatmen üben. Um die dritte Kugel beim Einatmen bis an den oberen Rand zu bekommen, bedarf es schon einer gewissen Akrobatik. Das ganze dient dazu, dass die Lunge sich voll entfalten soll und sich keine Bakterien ansammeln.

Das beste vom Tag aber kommt jetzt: Meine bester Segelfreund Rene hat spontan Hilfe zugesagt. Da Stefan erst ab Weihnachen die MARLIN skippern kann, weil er selbst einen Unfall hatte, springt Rene mit Marion nun ein und bringen die MARLIN im November mit meinen Mitseglern nach Cuba. Das ist sooooooooooo liebe von Rene und Marion, dass ich fast heulen könnte. Da brauche ich mir jetzt gar keine Sorgen mehr zu machen. Ein 30 Tonnen Aluproblem fällt mir vom Herzen und gibt mir Mut, dass aus diesem Scheiß Jahr vielleicht doch noch gut wird und ich den Kampf gegen die bösen Geister in meinem Leben gewinne.


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Tag 4: Tag am Meer

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Nicht jeder Tag im Krankenhaus ist ein schöner Tag

Kommt allerdings Maya mit so einem schönen Minigemälde, dann ist es eben doch ein schöner Tag. Mein vorletzter Chemotag. Heute noch einmal mit roter Grütze. Das Bild vom Meer ist schöner anzusehen und steht dominant auf meinem Tisch am Krankenbett. Dort verbringe ich die wenigste Zeit. Es geht mir weiterhin weitgehend gut. Der Verlauf der Behandlung entspricht den Vorstellungen von Dr. Helge und ich vertraue ihm.

Was mir gar nicht ins Konzept passt, ist meine Vertretung auf der MARLIN. Skipper Jan, logischerweise die erste Wahl und am besten mit der MARLIN und unseren Gästen vertraut ist mitten in seiner Studium-Abschlußprüfung. Deshalb war eh schon Stefan, auch erste Wahl, als Skipper eingeplant, sowieso schon vor meines akuten Rückfalls. Stefan sagt auch zu. „Alles klar Michael. Machen wir so.“ Am nächste Tag dann eine Message: „Willste jetzt bestimmt nicht hören Micha. Ich bin vom Steg gefallen und habe mir drei Rippen gebrochen und die Milz ist am bluten.“ Recht hat der liebe Stefan. Das wollte ich nicht hören. Also telefoniere ich grade mehr als gewohnt um die richtige Vertretung für mich zu finden und wenn es klappt hab ich auch schon den richtigen Mann am Start. Noch eine erste Wahl. Rücke ich natürlich im Moment noch nicht ganz heraus.

Auch sonst geht mir natürlich alles mögliche durch den Kopf. Ich organisiere meinen Tag bestmöglichst. Ein neues Produkt für LUNATRONIC stemmt sich Bausteinchen für Bausteinchen in meinem Kopf zusammen. Eine Drohne für die MARLIN ist auf dem Weg und viele, viele Dinge am Rechner sind da, die es abzuarbeiten gibt. Besser so als anders. Besser busy im Kopf und an der Tastatur als Leukämiekino, im Bett liegen und an die Decke starren.


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Tag 3: Immer schön positiv denken

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“Scotty. Mach die Protonenlaser klar.“

Solange ich noch schreiben kann, ist alles klar auf meinem kleinen Raumschiff Enterprise. Endlich gehen meine Blutwerte langsam in den Keller, so wie sie es sollen. Das ist ja nun das Ziel der täglichen Infusionen, der Chemotherapie. „Geh noch mal raus an die frische Luft. Wer weiß, wann Du es wieder kannst“, mein Chemoschwester Sabrina. Echt ne Nette. Hat mich sofort wiedererkannt. „Für morgen stehst Du schon auf der Blutkonservenliste.“ Ich nicke. Weiß was das heißt und lächel in die Kamera des I-phone. Den ZVK dreh ich selber ab von der NaCl 0,9% Flasche über mir. Darf ich auch. Im Flur steht LOA Helge vor mir. „Ne. Alles gut. Schwester Sabrina hat’s erlaubt. Ich bin um drei Uhr wieder da, für die nächste Tüte Gift.“ „Ich dachte schon Du ziehst aus. Aber ohne Seesack wirst Du wohl nicht flüchten.“

Kaum draussen, geniesse ich die Sonnenstrahlen auf meiner Haut. Das Gefühl von 2.5 Std. Freiheit fließt wie Protonenenergie in meinen Körper. „So nen Scheiß“, geht mir durch den Kopf. Schon stehen NathalieMayaLena vor mir mit der Schleuder und packen mich ein. „Eigentlich will ich laufen.“ Es gibt Waffeln, Kaffee, Familienleben auf der Toosbüystr. Schön. Ich geniesse es. „Gegen 15 Uhr muss ich wieder auf meinem Zimmer sein. Also mal los.“ Den Berg rauf werde ich Schritt für Schritt langsamer. Flens steht für Bier – Burg steht für die Toosbüystr. Wieder auf dem Zimmer bekomme ich direkt wieder die Schläuche an den Hals. Ich leg mich hin. Fertig. Schlafe sofort ein.


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Tag 2: Nasebohren

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{Date:20191005}
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{Photo:20191005}
{Title:Tag 2: Nasebohren}

Papa. Du sollst nicht wieder Segeln gehen. Krokodilstränen

Meine Vodofone GigaCube ist gekommen. Na Gott sei Dank. Vernünftiges Internet. Da nehmen wir uns Zeit mal ne Runde in der Nase zu bohren. Das meine Kinder inzwischen alt genug sind um mich besuchen zu kommen, dass hilft. Der zweite Tag Chemo von fünfen verläuft entspannt. Langeweile kommt nicht auf. Über Whats App habe ich eine Standleitung nach Curacao, Spanien, in die Schweiz und nach Deutschland. Schöne neue Technik. Meine Blutwerte sind immer noch so gut, dass ich fit wie ein Turnschuh bin. Das wird auch noch bis Tag sieben so bleiben. Dank „Seekrankheitsmedikamenten“ wird mir auch nicht schlecht, ich muss nicht kotzen und Haare habe ich auch noch, ich muss noch keinen Mundschutz tragen, sehe nicht aus wie ein Monster und darf auch noch in den Garten. Ich bin auch noch nicht infektionsgefährdet. Kommt alles noch. Also geniesse ich die Tage bis dahin.


Mitsegeln auf der MARLIN!

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