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Holland-Super-Food: Kibbeling!

Ganz klar: Im roten Bus, der immer Samstags in Maasbracht am Hafen steht. Leckere Panade, guter Inhalt. Wirklich empfehlenswert. Allerdings fällt mir da auch noch die Fischbude direkt in der Verarbeitungshalle in Lauwersoog ein. Also genau am anderen Ende der Niederlande. Dort ist nicht nur das Produkt gut, sondern auch die Umgebung atmet Fischereiatmosphäre. Hinten wird vom Kutter angeliefert, vorne frittiert und gespeist. Frischer geht nicht.

Auch in Workum auf dem Parkplatz vom Poiesz Supermarkt steht Samstags ein Wagen. Die Bedienung ist mitunter etwas träge, dafür wird der Kibbeling mit Liebe bereitet. Und das Gewürzsalz obendrauf ist das Tüpfelchen auf dem i.

Doch was macht den guten Kibbeling aus? Das beginnt beim Inhalt. Im Idealfall ist es Kabeljauw, das Fleisch ist schmackhaft und fest. Perfekt also. Leider hat sich jedoch auch der günstigere Seelachs etabliert. Der echte Kibbeling aber ist aus Kabeljauw, der andere ist eher was für Käpt´n Iglu. Und das schmeckt man.

Ach ja: Die Panade. Nicht zu dick, wie beim Fish n Chips in Lowestoft, nicht zu lätschig. Eben knusprig, aber nicht knackig. Und die Stücke dürfen auch nicht zu groß sein. Natürlich spielt auch die Soße eine Rolle. Remoulade, Ravigotte, Knoblauch? Manche nehmen auch Cocktail. Naja, oder Joppie Sauce. Das ist natürlich Geschmacksache. Wichtig ist: Man hat die Wahl. Aber wo?

Ein weiterer Geheimtipp wartet im Hafen von IJmuiden am Rondweg. Rokerij Smeding. Die können neben Kibbeling auch noch anderes Meeresgetier lecker machen, aber der Kibbeling ist prima. Oder am Hafen in Zierikzee. Auch sehr gut. Und die Fritten da sind Weltklasse. Aber darum geht es ja jetzt gar nicht.

Jetzt zum Schluss, mein ganz persönlicher Super-Kibbeling-Tipp: An der Bude außen an der Roompotschleuse. Etwas schwierig zu finden, eher was für Insider. Mit Blick auf die Oosterscheldekering und die Schleuse. Es riecht nach Salzwasser und Nordsee, manchmal weht es da ganz ordentlich. Und innendrin wird in einem Bottich mit heißem Fett über einer offenen Gasflamme Kibbeling gebacken. Aus Kabeljauw. Die Stücke sind etwas größer, aber so lecker. Saftig, mit knuspriger und herzhafter Panade, dazu eine leckere Knoblauchsoße (oder alle anderen). Wow. Da läuft einem das Wasser im Mund zusammen.

Aber wie gesagt: Alles Geschmacksache. Sagen Sie uns ihren Kibbeling-Geheimtipp. Gerne mit Foto. Das geht per Mail an [email protected] Wir freuen uns drauf. Und jetzt: Guten Appetit!

Erster Lesertipp zum Thema Kibbeling von Martin S. aus Wuppertal: Vispaleis Westerhuis in Termunterzijl. Das ist ein kleiner Ort südlich von Delfzijl gelegen direkt an der Emsmündung. Danke Martin.

Ein weiterer Lesertipp von Dirk N. aus Köln: „Vishandel van der Veen, Bocht 1, Enkhuizen
Ich bin nun 52, aber bin schon als Jugendlicher mit meinem Vater nach einem langen Segeltag dahingegangen.
Das Kibbeling ist lekker, knusprig, die Panade perfekt dünn und gut gewürzt. Aber auch die anderen Gerichte sind lecker. Weitere Empfehlung: Krabben!“

Ein Tipp von Leser Walter D. aus dem Taunus: „Ihr wolltet doch Fotos vom Kibbeling haben. Da hätte ich ich noch was aus Harlingen vom Zomermarkt 2019
Die waren sehr lecker und hab so was bis jetzt nicht wieder gefunden.“

Boah, der sieht aber auch lecker aus!

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SV Phoebe – Jan Kiehne GER

BIANCA 28 MIT NORDSEE II UM DIE GANZE WELT
Hallo, ich bin Schiffsmechaniker und – was noch viel schlimmer ist – Ossi. Also bin ich zuversichtig, die uralte Anlage von Wolf Kloss wieder zum Laufen zu bekommen. Denn, obwohl ich noch nicht weiss, an welches Schiff sie mal kommt…. mit einer halben Anlage kann man nix reissen und jetzt hab ich Zeit zur Reparatur.

Ja, dass meine Phoebe diese Reise so gut bewaeltigt hat, ueberraschte mich auch. Fuer das 2t-boot schien mir die alte Windpilot Nordsee II von Einfachheit und Gewicht als sehr angemessen, nicht zuletzt wegen dem Notruder. Trotz der etwas „polnischen montage“ hat sie Unglaubliches geleistet. Auch weil ich meist nur auf 4,5kn trimmte.
Ich schreibe noch am Buch ueber die reise, aber von 12000 fotos eine Auswahl zu treffen… aber einige anekdoten kann ich gerne mal schicken.
Phoebe war meine erste ‚Yacht‘ und der Start der Weltumseglung meine erste Nachttour. Laengste Distanz nonstop: 8200sm, hoechster Speed ohne strom 12kn, wahnsinnige Ausruestung fuer die Bootsgroesse. Der Trip: Rostock-Kanaren-Argentinien-Chile-Frz Polynesien-Neuseeland-Fiji-Vanuatu-Suedafrika-Grenada-St Martin-Azoren-Schottland(loch ness)-Daenemark-Rostock. Dann in 2019/20 noch einmal: Barth-Niederlande-Kanaren-Kapverden-Trinidad-St Marten-Azoren-Frankreich-Belgien. 95%einhand
gruesse
jan

Ein Hund macht auch blau

Die erste Rezension ist da! Das Float-Magazin ist auf den Hund gekommen und hat das neueste Buch „Cingene – vom Straßenstreuner zum Bordhund“
besprochen. 

 

Und so beginnt der Text: „Jens Brambusch ist auf den Hund gekommen. Seit Anfang des Jahres hat er eine kleine Nomadin an Bord, der das Seeleben offenbar gut gefällt.
Die buntgescheckte Hündin ist eine ehemalige Rumtreiberin. Bevor sie ihre Pfoten auf die Segelyacht „Dilly-Dally“ setzte, war sie eine echte Landratte. Inzwischen hat Çingene (was übersetzt
Zigeunerin heißt) weit über 1.000 Seemeilen auf ihrem haarigen Salzbuckel.“

 

Hier geht es zum ganzen Text.

 

Und hier zu weiteren Infos über das Buch inklusive Bestellung..

Easy Rider

Do., 17.Dez.20, Franz.Polynesien/Moorea/Cooks Bay, Tag 2391, 21.237 sm von HH

„Get your motor runnin‘
Head out on the highway
Looking for adventure
In whatever comes our way“
♪ ♫ ♫ ♪ ♪ ♫ (Steppenwolf)

 

Easy Rider auf Moorea

Ursprünglich wollten wir ein Auto mieten, da aber keins zu bekommen war, fällt unsere Wahl auf einen Motorroller. Eine glückliche Fügung. Die mitgelieferten (und gar nicht mal so ekligen) Jet-Helme, kurze Hose und Hemd liefern einen Hauch von ‚Easy Rider‘. Als Herr und Frau Peter Fonda machen wir Mo’orea unsicher.

Eine Umrundung sind ungefähr siebzig Kilometer, Querverbindungen durch die steilen Berge gibt es keine. Das Inselinnere ist unbewohnt. Die Sache wäre also in zwei Stunden abzuarbeiten. Wir haben den Roller für den ganzen Tag gemietet und können uns Zeit lassen. Auf der Ringstraße beträgt die Höchstgeschwindigkeit 60 km/h – wir werden mit einem 40er Schnitt aber auch nicht zum Verkehrshindernis.

Der beste Blick auf die Cooks Bay – unten rechts liegt Atanga

Knapp 15.000 Menschen wohnen auf Mo’orea, die meisten an der windabgewandten Seite. Wie auf Tahiti der gleiche Fehler: Die Uferzone ist fast lückenlos bebaut. Mal ans Meer zu kommen, gestaltet sich schwierig: propriété privée! – tabu! – betreten verboten! Mo’orea hat wenig Strände und an diesen stehen meistens Hotels. Die letzten öffentlichen Strände hat man zu ‚Parks‘ gemacht. Mit gemähtem Rasen davor, eingezäunt und mit einem Wärterhäuschen an dem Öffnungszeiten angeschlagen sind. Noch kostet es keinen Eintritt, da sollte der Bürgermeister mal mit dem Kurdirektor von Timmendorf sprechen – Kurtaxe wäre das Stichwort.

Von diesem Übel abgesehen, ist Moorea phantastisch schön. Immer neue Blicke auf die schroffen Berge eröffnen sich. Sie sind überwuchert von undurchdringlichem Dschungel. Adrette Dörfer, hübsche Kirchen und immer der Blick über die Lagune, die vom Saumriff perfekt abgegrenzt wird. Die Insel hat nur wenige Pass-Durchfahrten.

Mooreas Berge sind aus jedem Blickwinkel imposant

Außerhalb von Corona-Zeiten ist Mo’orea durchaus touristisch. Hotels, Wasser-Jet-Ski-Verleih, Schnorcheltour-Anbieter und viele Restaurants sind die leer stehenden Zeugen dieser Tage. Wir treffen unterwegs nur wenige Touristen – die Strände der Hotels sind nahezu leer. Französisch Polynesien lässt Touristen ins Land: Nach einem negativen Test, der nach vier Tagen wiederholt werden muss. Es kommen trotzdem nur wenige. Es sollen nur zehn Prozent der normalen Anzahl an Gästen im Land sein.

Mittagspause mit Holzofen-Pizza – total lecker – meine ist mit frischem Thunfisch

Das gefallene E – das Tiki Village in dem normaler Weise Tanzaufführungen statt finden ist bereits am zerfallen – die Tänzer und Musiker sind arbeitslos

Die Kirchen sehen noch gepflegt aus – denen scheint es immer gut zu gehen

Die letzten Hotelgäste werden mit Unterwasser-Fahrrad fahren bespaßt

Schön für uns, wer mag schon andere Touristen, sehr schlecht für die Einheimischen. Es wird viel herum gesessen, Langeweile prägt den Tag, wenig Geld in den Taschen. Kein schöner Anblick. Im Kontrast dazu stehen die Luxus-Hotels mit Wasserbungalows. Im Sofitel gibt es das Zimmer für 300 EUR die Nacht – inklusive Frühstück. Zum Glück wohnen wir auf unserem Appelkahn umsonst und ich bekomme auch jeden Morgen das Frühstück gemacht. Das Leben kann so süß sein.

An den schönsten Ecken stehen Hotels

Hier das Sofitel mit dem Blick des Tages

Rundumschlag

Winter

„Das Jahr geht langsam aber sicher den zeitlichen Bach runter und nix ist geschafft!“

So habe ich, kurz bevor ich mit diesem Beitrag angefangen habe, in letzter Zeit manchmal gedacht. Ich hatte mir für 2020 definitiv mehr vorgenommen, als am Ende fertig geworden ist. Aber umso tiefer ich in den Monatsarchiven nach Fotos für euch wühle, umso mehr wird mir bewusst, dass es insgesamt doch gar nicht so wenige Projekte gewesen sind, die in diesen ziemlich chaotischen Zeiten zwischen den Lockdowns das Licht der Technikwelt erblickt haben.
Das hier soll aber kein Jahresrückblick werden. Wir reden heute nur über ein paar ausgewählte Projekte, die ich euch bisher noch nicht gezeigt habe.

Unter anderem ist der erste Elektroantrieb für Morgenstern fertiggestellt. Er liegt nun einbaufertig in der Werkstatt und das war am Ende mal wieder wesentlich mehr Arbeit als zunächst gedacht.




Eigentlich hatten wir im Spätsommer zwei einbaufertige Motoren gekauft, aber ich war mit verschiedenen Details nicht ganz zufrieden. Nichts was man reklamieren könnte, aber eben auch nicht perfekt. Also wurde einer der nagelneuen Motoren in seine Einzelteile zerlegt, die Welle umgearbeitet, das Gehäuse verändert, ein anderes Ritzel montiert und einige Kleinigkeiten mehr.
Ziel der ganzen Aktion war es, den Antrieb robuster und wartungsfreundlicher zu machen. Unterwegs soll es möglich sein, zum Beispiel ein Lager schnell und mit Bordwerkzeug auszutauschen. Im Originalzustand wäre das nicht so einfach möglich gewesen. Das habe ich nun geändert.
Bis der Motor eingebaut werden kann, wird es noch eine Weile dauern, da an Bord erst die Bedingungen dafür geschaffen werden müssen.
Aktuell bastel ich noch an einem neuen Wellenflansch herum, den ich von einer Fachfirma nach meinem Entwurf habe anfertigen lassen. Das Bauteil war einfach zu groß, um es auf meiner eigenen Drehmaschine herzustellen.

Das Rohteil.

Gebohrt.

In der Zeit, in der ich auf den Flansch warten musste, habe ich ein wenig an der Badeplattform weiter gewerkelt. Mit der Badeplattform hatte ich bereits vor Monaten angefangen, das Projekt dann aber irgendwie aus den Augen verloren. Zur Zeit ist sie ja noch nicht besonders wichtig. Das Provisorium am Heck funktioniert nach wie vor und die neue Plattform muss schließlich erst im nächsten Jahr zum Werfturlaub fertig sein.









Schon länger eingebaut, bisher aber noch nicht gezeigt: Der neue Deckel am Niedergang.





Der Deckel ist sehr stabil und trotz Sandwichbauweise relativ schwer. Im Kern ist er mit 20mm Styrodur ordentlich gedämmt. Die Mechanik der Gasdruckfedern sieht ein wenig merkwürdig aus, gebe ich zu. Aber da steckt ein ausgeklügeltes System dahinter, an dem ich fast verzweifelt wäre, bis es endlich funktioniert hat. Die Anordnung und Kombination aus 4 Federn ist so gewählt, damit zum einen früher eine automatische Aufstellung einsetzt, als das mit 2 Federn möglich wäre. Zum anderen wirken die Federn im geschlossenen Zustand gegenläufig, was zu einer fast vollständigen Entlastung der Scharniere am Deckel führt und die Kräfte über mehrere Ankerpunkte verteilt.
Seit etwa einem halben Jahr ist der neue Deckel nun eingebaut und funktioniert optimal. Die Türen verriegeln den Deckel nun über zwei Bolzen an der Oberseite automatisch beim schließen. Beim alten Deckel war das immer ein ekelhaftes Gefrickel mit mehrere Riegeln und Hebelchen.

Machen wir weiter mit den Heizungen an Bord. Mittlerweile ist mehr als 1 Jahr vergangen, seit wir den Cubic Mini Feststoffofen in Betrieb genommen haben und wir sind nach wie vor enorm zufrieden mit ihm.
Auch die Dieselheizung, die wir letztes Jahr im Dezember installiert haben, hat sich bestens bewährt und ist eine Zweitheizung, die wir nicht mehr missen möchten. Wir benutzen sie gerne morgens, um das Schiff schnell aufzuheizen und jetzt im Winter, um das Einwintern zu umgehen. Hier am Niederrhein sind die Winter zwar mittlerweile so mild, dass die Temperatur im Schiff nur selten unter 5°C fällt, aber darauf verlassen würde ich mich nicht, ohne Maßnahmen zu ergreifen. Im letzten Jahr hatten wir das mittels Heizlüfter und Thermostatsteuerung bewerkstelligt und das hat sich gelohnt. Denn die Heizlüfter sind nur ein einziges Mal in einer kalten Nacht im Februar angesprungen und wir hatten dadurch etliche Liter Frostschutzmittel gespart.

Die milden Winter am Niederrhein sind nicht nur ideal fürs Schiff, auch Blässgänse aus der Arktis erfreuen sich an der relativ warmen Gegend. Ein paar von ihnen überwintern derzeit bei uns im Hafen.

In diesem Jahr übernimmt die Dieselheizung den Job des Frostwächters. Dafür habe ich sie mithilfe einer Zusatzplatine ein wenig schlauer gemacht. Sie ist nun ins „Smart Boat“ eingebunden und kann per Timer, per Thermostat, per Hygrometer oder einfach per Smartphone von überall aus gesteuert werden.
Morgenstern ist also mittlerweile permanent online und seit etwa 4 Wochen läuft das gesamte System autark. Das Landstromkabel ist bei unserer Abwesenheit nicht im Schiff eingesteckt und Morgenstern erzeugt auch am Steg ihren Strom selbst.
Ich war zunächst nicht ganz sicher, ob die Bilanz jetzt zum Jahresende auf Dauer positiv ist. Aber wir haben selbst bei 0 Sonnenstunden und dichter Wolkendecke noch leichten Überschuss. Dabei sind etliche Geräte, wie Router, IP-Kameras und diverse Geräte im Standby rund um die Uhr eingeschaltet.
Jetzt in der Adventszeit kommt noch der Weihnachtsstern unter der Saling dazu. Auch der ist komplett „solarpowered“ und wird timergesteuert geschaltet.
Letztendlich ist einiges davon Schnickschnack, den man nicht wirklich braucht. Man könnte auch einfach ein paar Liter Kühlflüssigkeit zum einwintern benutzen. Für uns ist diese Möglichkeit aber eben nicht ganz so ideal, da wir auch im Winter fast jedes Wochenende an Bord verbringen und das Schiff auch bewegen.

Weiter gehts mit der Trabant Vorher-Nachher-Show. Das Ziel, aus dem „Mercedes-Krenz“ bis zum Jahresende ein Elektroauto geschmiedet zu haben, werde ich definitiv haushoch verfehlen. Auch ohne diverse Corona-Verzögerungen wäre das ein „wenig“ zu optimistisch gewesen.
Am Auto selbst gab es zwar keine größeren Überraschungen, aber die Restauration der Basis verschlingt doch ziemlich viel Zeit. Ich könnte zwar einiges einfach so lassen wie es ist, aber es ist eben nicht mein Ding, mit einer Gammelkarre zum TÜV zu fahren, auch wenn sie technisch Ok wäre. Also bin ich mittlerweile an dem Punkt, an dem ich das Auto einmal fast komplett zerlegt habe und so langsam damit anfange, alle restaurierten Teile wieder zusammen zu schrauben.



















Die Genua der Morgenstern ist übrigens seit wenigen Tagen wieder ein richtig gutes Segel und sieht noch dazu schick aus. Sabrina hat fast ein halbes Jahr immer wieder an den Wochenenden daran genäht und das Segel schließlich komplett repariert und einen neuen UV-Schutz eingenäht.
Bis auf Kleinigkeiten an den beiden Focks und einer Änderung am Großsegel steht die Segelgarderobe jetzt wieder sehr gut da.

Wie neu!


Wird also Zeit, das Refitogramm mal wieder auf den neuesten Stand zu bringen…

Was sonst noch an Bord der Morgenstern fertig geworden ist? Ach ja, die gesamte Stromversorgung ist nun endlich komplett überarbeitet und in weiten Teilen erneuert. Sowohl das 12V, als auch das 230V System.
Das war eines dieser Projekte, die sich fast über das gesamte Jahr gezogen haben. Praktisch jedes Wochenende habe ich irgendwo neue Leitungen verlegt oder irgendetwas verdrahtet und jetzt funktioniert endlich alles so, wie ich das immer haben wollte.
Bei der 230V Elektrik verfügt Morgenstern nun über einen 32Ampere Landanschluss, aufgeteilt auf zwei 16A Sicherungskreise und natürlich alles FI-abgesichert.
Daneben ist ein Inverter mit 3,5kW Dauerleistung und 7kW maximalem Einschaltstrom verbaut. Das System kann mit einem speziellen (manuellen) Umschalter zwischen Landstrom und Inverter im laufenden Betrieb umgeschaltet werden und ist absolut „Idiotensicher“ umgesetzt. Das 230V Ladegerät für den Verbraucherakku ist zum Beispiel von der Umschaltung ausgenommen und so verdrahtet, das es in keinem Fall eine „Schleife“ verursachen kann.
Alle 230V Bordsteckdosen funktionieren nun auch „Offline“ wie gewohnt über den Inverter.
Und während ich gerade in Wesel am Schreibtisch sitze und tippe, läuft hinter mir ein Ladegerät, um die sogenannte Initialladung des neuen Bordakkus zu vollenden. Seit 4 Tagen pumpe ich mit allem was mir zur Verfügung steht Elektronen in die LiFePO4 Blöcke, um alle Zellen auf exakt denselben Ladestand zu bringen.
Wir haben zwar schon seit Anfang des Jahres einen 60Ah LiFeYPO4 Akku eingebaut, der war allerdings nur dazu gedacht das System zu testen. Dieses kleine Kraftpaket wird später als Akku für die Amateurfunkstation dienen. Der Sinn dahinter ist die galvanische Trennung der Amateurfunkanlage vom Rest. Auf Details gehe ich ein, sobald das Thema konkreter wird…



Sobald der neue Akku fertig eingebaut ist, stelle ich ihn euch natürlich hier vor.

Mit 2020 sind wir hier auf dem Blog unabhängig vom Akku noch nicht durch. Wenn alles gelingt wie gedacht, dann widmen wir uns im nächsten Artikel einem dieser Langzeitprojekte am Schiff, von denen wir nach wie vor zu viele haben. Wir reden über den Autopiloten.

Sabrina schmückt den Bugkorb.

Stegfunk.de wünscht Frohe Weihnachten!

Weihnachten. An sich ja nicht der beste Moment im Jahr für mitteleuropäische Wassersportler. Es gibt wenig, was zu dieser Zeit an die liebste Nebensache der Welt erinnert. Kein Wasser, kein Boot, kein Wind, keine Sonne, keine Drinks, keine anderen Segler. Alles ist trübe und in diesem Jahr ganz besonders. Oder doch nicht?

Wer kennt die Geschichte der kleinen Maus Frederick? Die will nämlich im Sommer keine Vorräte anlegen wie die braven anderen Mäuse, sondern lebt viel lieber ihr Leben und erlebt Abenteuer. Die anderen Mäuse warnen sie: Du musst Vorräte anlegen, sonst kommst du nicht über den Winter, du wirst verhungern. Aber Frederick lebt in den Tag hinein und genießt sein Leben. Und als der Winter kommt, und es lange düster ist, weiß Frederick die anderen Mäuse mit seinen Geschichten von seinen Abenteuern des Sommers aufzumuntern. Die freuen sich über seine Erzählungen und überstehen so die dunkle, trübe Zeit tief unten im Mäuseloch. Im Ausgleich für seine Geschichten bekommt Frederick Essen von den anderen Mäusen. So profitieren alle und der Winter geht vorbei – ohne Trübsal und ohne Hunger. Was das mit Wassersport zu tun hat? Ist klar, oder?

Zeit für einen Rückblick auf dieses seltsame Jahr. Anfang Januar ging Stegfunk.de online, auf der Boot gab es den offiziellen Start. Erste Zugriffszahlen sahen gut aus, die Rückmeldung von allen Seiten war positiv. Doch alsbald verdunkelte sich der Horizont scheinbar wegen Corona, kein Wassersport, keine Klicks, dachten wir. Doch weit gefehlt! Denn auch dank der Berichterstattung über die Lage in den Niederlanden stiegen die Zugriffszahlen rasant. Es zeigte sich, dass Infothemen besser geklickt werden, als Nachrichten, Corona-Updates ausgenommen. Auch das Bilderrätsel fand immer mehr Anhänger, die Likes auf Facebook stiegen.

Dann kam der Sommer. Man konnte aufs Wasser, ein Glück. Und das taten wir auch. Die Redaktion hat sich sechs Wochen in Holland herumgetrieben und ist viel gesegelt. Die Leser wollten weiter wissen, was in ihrem Revier los war. Man blieb uns treu. Der Herbst kam und mit ihm die zweite Welle. Lockdown-light hieß das Motto der Stunde. Wieder stiegen die Zugriffe. Der beste Tag war der 17. September. Der Wassersportüberblick vor einem Wochenende mit super Wetter brachte es, trotz oder wegen des nahenden Lockdowns, auf die meisten Klicks. Richtung Winter wurde es etwas ruhiger, das haben wir so erwartet. Dennoch: Meldungen und Infostücke laufen weiter gut. Dank unserer tollen Leser! Und natürlich machen wir weiter.

Im neuen Jahr gibt es weiter jede Woche ein Bilderrätsel. Dafür suchen wir allerdings Bilder. Wer also eine schöne Erinnerung hat, mag diese gerne schicken zur Veröffentlichung. Ebenso startet zur Saison auch wieder der Wochenbericht. Das Thema Service werden wir ausbauen, sobald es Neues zu berichten gibt. Obendrein werden wir neue Themen finden und diese für Wassersportler in den Niederlanden aufbereiten.

Haben Sie, liebe Leser, Themen die Sie interessieren? Was hat ihnen gefallen? Was nicht? Lassen Sie uns gerne wissen, was Sie sich von Stegfunk.de inhaltlich wünschen. Vielleicht mehr Bootstests, mehr technische Stücke, mehr Reisegeschichten? Würden Sie einen Stegfunk.de-Wimpel ins Want hängen? Ideen sind willkommen. Das geht per Mail an [email protected]

Das Team von Stegfunk.de möchte sich auf diesem Weg bei allen Lesern bedanken. Für das Lesen, für die Besuche auf der Seite, für die Likes, für die vielen lieben E-Mails, für Ihre Treue. Das ist toll und es motiviert unheimlich eine gute Seite auf die Beine zu stellen. Wir wünschen Ihnen allen, ihren Familien, ihren Lieben und ihren Booten eine schöne Weihnacht und einen guten Rutsch! Bleiben Sie gesund. 2021 wird ein gutes Wassersportjahr!

Die Stegfunk.de Redaktion verabschiedet sich heirmit in die Weihnachtsferien. Auf der Website werden in den nächsten Tagen ausgewählte Artikel aus dem letzten Jahr erscheinen. Reinschauen lohnt also. Und wenn etwas ganz furchtbar Aktuelles passiert, steht auch das natürlich auf Stegfunk.de!

Handbreit!

Alex

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(Weihnachts) Bilderrätsel KW 51 – Wo ist es?

OK, ein bißchen Nebel kann euch nicht schocken. Natürlich: Das ist Lemmer. Im Sommer ist es dort ein wenig voller. Und egal, ob man bei La Gondola speist beim Lange Piet oder im Beach Club oder nachher bei Richard im Held van 63 versackt: Die Stadt ganz im Süden der Provinz ist immer für eine Geschichte gut. Ein Dank geht an Kai vom Vercharterer 45 Grad Nord (die mit den Orangen), der mit seiner Flotte hier in Lemmer liegt. Er hat das Bild gemacht und gleich an Stegfunk.de gesendet. Auch bei 45 Grad Nord ist übrigens immer was los. Sei es bei der Charterübergabe oder bei einem der vielen Skippertrainings.

Und weiter gehts mit dem fröhlichen Bilderraten. Stegfunk.de-Leser Martin hat uns dieses schöne Foto gesendet. Doch wo ist es dermaßen weihnachtlich? Wer es erkennt, schreibt an [email protected] Viel Spaß!

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Cingene – der Comic

Der Comic zu „Çingene – vom
Straßenstreuner zum Bordhund“. Das Buch beschreibt das Leben von Çingene, einem türkischen Straßenhund, auf dem Weg zum Bordhund. Natürlich kommt auch Çingene in dem Buch zu Wort. Jedes Kapitel
beginnt mit einem kleinen Comic aus der Sicht des Hundes. Und das ist die Geschichte: Schon nach wenigen Wochen als Bordhund hat Çingene bereits weit über 1000 Seemeilen auf ihrem Salzbuckel. Der
kleine Trotzkopf schlägt sich wacker als Leichtmatrose. Na gut, die meiste Zeit pennt die türkische Promenadenmischung an Deck und träumt von ihrem Lieblingshobby: Fressen. Am liebsten aus
Mülltonnen. Und das hat mit ihrer Vergangenheit zu tun. Çingene war einmal ein Straßenhund, eine Rumtreiberin. Daher kommt auch ihr Name. Politisch korrekt übersetzt müsste sie heute „nach
ungarischer Art“ heißen. Aber damals, vor elf Jahren, war ‚Zigeuner‘ noch kein Schmähwort. Das Buch erzählt die wahre Geschichte der kleinen Rumtreiberin, die zum Bordhund wurde, aus zwei
Perspektiven. Einerseits als Comic aus der Sicht von Çingene und einmal aus der neutralen Erzählerperspektive. Sie beginnt in ihrer schweren Jugend und endet – natürlich – mit ihrer glanzvollen
Karriere auf See. Çingene liebt das Meer, obwohl sie Wasser hasst. Aber dann kommt Oğluş an Bord, ein grummeliger Siamkater, mit dem Çingene eine Hassliebe verbindet. Wer macht sich besser an
Bord? Hund oder Katze? Das Buch gibt es bei Amazon oder unter der Webseite www.mit-kummer-ohne-sorgen.org. Ein Euro pro verkauftem Buch geht an die „Tierfreunde von Kas“, die sich im Straßenhunde
kümmern.


Werft in Heeg brennt nieder

Durch das Eingreifen der Feuerwehr konnte ein Übergreifen der Flammen auf umliegende Gebäude verhindert werden. Die gesamte Straße It Butlan in Heeg beherbergt Wassersportunternehmen, so wie Ottenhome, Jachtwerf Heeg, DaVinci Yachts und Wajer.

Wegen der starken Rauchentwicklung löste die Feuerwehr NL-Alarm aus, so wurden Anwohner von Heeg gebeten, Fenster und Türen zu schließen. Das Feuer brach gegen Mitternacht aus, gegen halb vier war der Brand unter Kontrolle, bis 5 Uhr wurde nachgelöscht. Es ist anzunehmen, dass sich im Gebäude viele Akkus befanden, was die Löscharbeiten erschweren kann. Eine Brandursache konnte bislang nicht ermittelt werden. Menschen kamen nicht zu Schaden.

Die Flammen waren weithin sichtbar: Blick vom Jachthaven de Eendracht

Elektrisches Fahren, gerade mit kleineren Motorbooten wie Sloepen ist in den Niederlanden voll im Trend. Weit mehr als die Hälfte aller neuen Sloepen fahren mittlerweile auf Strom statt auf fossilen Brennstoffen. Doch auch kleine Segelboote und Yachten werden immer öfter mit elektrischen Antrieben ausgerüstet. Die sind leise, leicht und einfach zu handhaben und zudem nahezu wartungsfrei. De Stille Boot ist unter anderem Importeur für E-Motoren und Akkus von Torqeedo. www.destilleboot.nl

 

 

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