Archiv der Kategorie: Blogs

Neu im Bücherregal

Brambusch macht blau ist das Buch zum gleichnamigen Blog. Nach einem Burnout beschließt der Autor, sein Leben radikal zu ändern. Der Journalist macht blau. Mit 46 Jahren kündigt er seinen Job, verkauft seine Wohnung und zieht auf ein 30 Jahre altes Segelboot in der Türkei – die Dilly-Dally. Alles, was er mitnimmt, passt in einen Seesack. Anfang Oktober 2018 sitzt er im Flieger, in der Hand ein One-Way-Ticket in sein neues Leben. Kann das gutgehen? Sein Plan ist, keinen Plan zu haben. Vielmehr will der begeisterte Segler erst einmal ankommen, testen, ob ihm das Leben auf einem Boot überhaupt bekommt. Nach eineinhalb Jahren auf See kann er getrost sagen: Alles richtig gemacht. In amüsanten wie nachdenklichen Anekdoten schildert Brambusch seinen Alltag an Bord, berichtet von Missgeschicken und herrlichen Momenten, gibt Ein- und Überblicke. Das Buch soll Inspiration, Ideengeber und Leitfaden für all diejenigen sein, die sich mit dem Gedanken tragen, mehr aus ihrem Leben zu machen – wo sonst, als auf dem Meer! 

 

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Livestream-Link für heute Abend, 20 Uhr

ARD zu Gast an Bord (Interview)

Karin Senz vom ARD-Hörfunkstudio Istanbul war an Bord für ein kurzes Interview. Zu hören bei Tagesschau.de.

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Sailors in quarantine – six stories

Die Anfrage kam aus Mexiko. Oliver, ein Schweizer Segler, der mit seiner Familie eigentlich längst wieder in Italien auf seinem Boot sein wollte, hatte die Idee, Segler auf der ganzen Welt zu ihrer gegenwärtigen Situation in Zeiten von Corona zu befragen. Für ein Video-Projekt. Netterweise durfte auch ich Teil des Beitrags sein.

Schlecht – danke der Nachfrage (podcast)

„Schlecht – danke der Nachfrage“ heißt das Podcast-Format des Magazins Enough! Mein ehemaliger Kollege Siems Luckwaldt hat mich eine Stunde lang gelöchert. Wer also Sehnsucht nach meiner liebreizenden Stimme hat, dem sei hiermit geholfen….

 

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Corona – Das Ende von: Moet kunnen?!

Die Niederländer waren ein beneidenswert angstfreies Volk. Das hat sich geändert in den letzten Wochen. Das Virus hat unseren Nachbarn ihre eigene Sterblichkeit gezeigt. Das hat Spuren hinterlassen. Und bringt uns am Ende nur näher zusammen. Hoffentlich

Solch einen Text hatte ich nie im Kopf oder auf irgendeinem redaktionellen Plan stehen. Nie hätte ich erwartet, auf Stegfunk über Tod und Sterben und Angst zu schreiben. Jetzt aber ist es soweit. Warum? Ich glaube, dass in den Niederlanden gerade etwas geschieht, das wir als Dauergäste besser verstehen sollten. Wie gesagt: Ich glaube. Dieser Eindruck entstand aus vielen Gesprächen mit Menschen, die ich gut kenne, mit denen ich teils haarige Situationen auf See erlebt habe. Und die auf einmal völlig unerwartet agieren. Was also ist los bei den Freunden? Ich habe mir dazu ein paar Gedanken gemacht, die erheben natürlich keinen Anspruch auf Richtigkeit. Es soll eher ein Denkanstoß sein. OK?

Angstfrei

„Ja joh, moet kunnen“, „ja klar, das muss gehen“. Moet kunnen ist Teil der Mentalität. Keine Angst, immer vorwärts. Beim Skifahren, beim Autofahren zum Skifahren auf Sommerreifen, beim wirtschaften -denn wer mit Handel viel Geld verdienen will, muss Risiken eingehen-, beim Segeln auf nicht immer gut gewarteten Schiffen, beim häufigen Jobwechsel, beim hochangesehenen Start in die Selbstständigeit. Die Risikobereitschaft der Niederländer war immer höher, als die des Teutonen diesseits der Grenze. Die einzige Angst die es gab, war die vor dem Wasser. Diese kollektive Sorge saß tief in der Volksseele, nicht erst seit 1953. Und die Regierung hat sie dem Volk genommen. Der Deltaplan und seine Umsetzung war so mächtig, so allumfassend, dass das Thema Wasser keines mehr war. Auch diese Naturgewalt hatte man besiegt. Der Rausch dieses Erfolges war so extatisch, dass sogar die Angst vor dem Sterben wich, schließlich hatte man den größten Feind besiegt. Euthanasie wurde offen diskutiert mit der Folge sehr lockerer Regeln. Im Radio laufen Werbespots, die die eigene Beerdigung thematisieren und eine Versicherung dafür bewerben – man stelle sich das in Deutschland vor. Der Tod war etwas, über das man reden konnte. Ent-Tabuisiert. Eine weitere Folge der gefühlten Unsterblichkeit ist ein eher rudimentärer Gesundheitsbereich. Die Kosten für Gesundheitsversorgung für den Versicherten sind gering, die Eigenverantwortung für das Wohlergehen ist hoch, inklusive Selbstbeteiligung bei Behandlungskosten. Darüber gab es einen allgemeinen Konsenz.

Dann kam Corona

Und auf einmal war alles anders. Zu wenige Intensivbetten? Die Aussicht auf eine Auswahl der zu Behandelnden wie in Italien? Abweisung von Alten und zu kranken zu Gunsten von Menschen mit besseren Heilungschancen? Diese Szenarien waren real, viel realer als in Deutschland. Das System war einfach zu schwach ausgelegt. Es gab und gibt viele Tote. Und es gibt einen scheinbar übermächtigen Gegner, der jedoch weniger real, weniger greifbar ist und schwieirger zu verstehen, als etwa das Wasser. Da bekommen die Niederländer wieder Angst. Wie damals vor dem Wasser, weil es eben noch kein wirksames Mittel gegen die Bedrohung gibt, außer den Isolationsmaßnahmen wie wir sie kennen.

Und wie damals nach der Flut setzt man sich zusammen und tut, was nötig ist. Auf einmal hört das Volk auf seine Politiker, die mehr als bei uns eigentlich keine Respektspersonen sind. Die „Overheid“, sonst eher eine Institution der es sich möglichst gewitzt zu entziehen gilt, wird wieder als Autorität wahrgenommen. Menschen, die sonst eher frei und forsch vorausgehen, warten ab, sind vorsichtig. Unternehmer zögern und vertreten Maßnahmen, die sie selbst Tausende Euro kosten, mit Nachdruck. Ich glaube, dass unseren Freunden ihre eigene Sterblichkeit wieder etwas mehr bewusst geworden ist. Und jetzt wird getan, was zum Überleben erforderlich ist. Und das mag auf uns mitunter etwas harsch wirken.

Und was heißt das für uns als Gäste?

Ich glaube, es bedeutet vorallem zwei Dinge:

1) Wir sollten das akzeptieren und verstehen. Wir sind derzeit in den Niederlanden nicht willkommen, auch wenn Häfen aus kommerziellen Gründen nicht final geschlossen werden. Die Aussagen sind eindeutig. Und wer sie verstehen will, der wird begreifen, worum es eigentlich geht. Denn sie haben Angst, dass unsere Anwesenheit die Krankenhäuser und Rettungsdienste zusätzlich belasten könnte und dass deswegen eventuell Entscheidungen getroffen werden müssten, die keiner treffen mag. Man stelle sich vor ein Deutsches Unfallopfer bedarf intensivmedizinischer Behandlung und deswegen kann ein Niederländer nicht vor Corona gerettet werden. Es ist einfach nicht nötig, diese Situation heraufzubeschwören, nur weil man Bötchen fahren mag. Möchten Sie die Schlagzeile dazu beim Koffie met Appelgebak auf dem Telegraaf lesen? Ich kann diese Angst jetzt, nach vielen Gesprächen, etwas besser verstehen, ich kann die Schlussfolgerungen der Niederländer daraus akzeptieren und ich bleibe deswegen bis auf Weiteres weg vom Boot.

2) Wenn die Krise vorbei ist, wird uns das Erlebte näher zusammenbringen, wenn wir heute achtsam mit den Sorgen der Nachbarn umgehen. Denn Angst haben, das verstehen wir Deutschen nur zu gut. Vor dem Verlust des Arbeitsplatzes, vor Altersarmut, vor Stau auf dem Heimweg. Angst können wir. Und die Niederländer können das jetzt auch etwas besser. Und das wird uns zusammen stärker machen. Wie gesagt, wenn wir jetzt die Angst der Niederländer vor den Auswirkungen von Corona und vor zu vielen Gästen im Land  ernst nehmen. Und irgendwann werden wir das im Cockpit mit dem Bootsnachbarn aus Holland besprechen, mit ganz viel Verständnis füreinander. Und ich hab dann keine Angst mehr vor dem Oude Genever, den er mitbringt. Versprochen.

Het bericht Corona – Das Ende von: Moet kunnen?! verscheen eerst op Stegfunk.de | Wassersport. Holland..

Livestream „SO kaufe ich mein Boot“ am Samstag, 25. April 2020

So, nun habe ich mich doch dazu durchgerungen: Am Samstag um 20 Uhr gibt es den Vortrag „So kaufe ich mein Gebrauchtboot“ im Livestream auf YouTube ? Worauf man achten muss, was man vermeiden sollte, und vieles mehr. Natürlich reichlich…

Grenzerfahrung

Sebastian Kummer, Professor an der Wirtschaftsuni in Wien, wollte einen Katamaran von der französischen Atlantikküste in die Türkei überführen. Dann kam Corona und die Crew ging. Seit einigen Wochen ist Kummer nun allein an Bord. Aber er darf nicht ankommen. Alle Grenzen sind dicht. Seitdem versteckt er sich in Buchten. Ein Telefonat, von Bord zu Bord. 

Hier geht es zum Interview

SV Esmeralda – Katrin Homann + Hans Gliem GER

DICK ZAAL PINICAL – EIN DANKESCHÖNGRUSS AUS BRASILIEN

Liebe Peter, du wirst dich vermutlich nicht mehr erinnern bei deinen vielen Kontakten zu Seglern. Du hattest uns mal vor einigen Jahren bei der Bootssuche geholfen und später natürlich auch uns beim Umgang mit der Windpilot unterstützt.


Wir sind mittlerweile in Brasilien angekommen und haben uns gerade 3 Wochen gegen den Wind und Guyana-Strom von Franz.-Guyana hierher durchgekämpft.

In diesem Zusammenhang kam uns der Gedanke, dir noch einmal für deine Hilfe (das Boot ist immer noch unsere 1. Wahl)  und für die WP zu danken. Ohne Windsteuerung wäre unser Bootsleben nicht denkbar und wir verstehen nicht, warum viele Segler nur mit Autopilot (der im Gespräch mit diesen Seglern sich meist als Hauptärgernis herausstellt) unterwegs sind.

Wir haben die WP zum Mitarbeiter des Monats – ach was, des Jahres – gekürt. Keiner arbeitet so viel an Bord und verlangt so wenig Zuwendung!

Wir sind sehr glücklich, dass wir uns für deine Steuerung entschieden haben. Vielen Dank!
 

Momentan gibt es auch hier die Corona-Probleme. Brasilien ist eigentlich zu und wir müssten den Hafen baldmöglichst wieder verlassen. Aber wohin? Es bliebe dann wohl nur die Rückkehr nach Deutschland.

Wir sind aber guter Hoffnung, dass sich irgendein Nebenweg finden wird.
Hoffentlich bist du nicht allzusehr involviert von all dem!
Pass´ auf dich auf, alles Gute!
Liebe Grüsse von Katrin und Hans
SV Esmeralda

Guten Morgen Katrin und Hans,
ueber Eure Mail freue ich mich aufrichtig, denn das sind die Fruechte meiner Arbeit, die ich seit bald 50 Jahren gerne leiste … die mir zeigen, dass die Botschaften auch im Herzen angekommen sind. Und deutlich, auch wenn ich viele Beratungsgespräche führe, so sind mir die Details in meiner Birne stets geläufig … was mich auch mit bald 73 Jahren noch fit erhält: sinnvolle Arbeit mit Menschen, die dies zu schaetzen wissen.

Freut mich besonders, dass das Schiff Euch treu dient … und Ihr nicht an den Imponderabilien des Seglerlebens gescheitert seid. Und nicht wahr, in Bezug auf die Schiffsberatung bin ich bei Euch in offene Tueren gerannt … so ganz anders, als bei einigen anderen Seglern, bei denen ich manchmal schwerere Waffen in Stellung bringen muss, um sie von den FALSCHEN SCHIFFEN zu den RICHTIGEN zu schieben … manchmal ein Hard Core Job.

So gesehen also: Alles Gut …

Allerbest aus dem Norden … wo uns die Schiffe weggenommen wurden … Haefen dicht, Politiker doof, die Welt ist ausser Rand und Band …
Peter

SV Barracuda – Kate + Graham Walker UK

UPDATE FROM GALAPAGOS – STARTING WEST TOWARDS TAHITI

We woke this morning to find an e-mail from our agent in French Polynesia saying that we had been cleared to go to Tahiti, possibly via Nuka Hiva. This is very good news and just what we hoped for. We laid out the logic for wanting to make this trip a few days ago. So now it’s action stations, as we complete our preparations.
19th April 2020 reading the blog

SV Midnight – Niki + Ben Coulson UK

PACIFIC PLUS 20 YEARS ON DUTY

Hello Peter, thank you for support on Easter Monday! We have cleared for Banjul. ( The Gambia ). We’ve taken our vessel there 3 times.
Reading in your blog .. I have to say, that we’ve been in some of  the same waters my friend !

I recall meeting you on about 2000 at London Boat show. I was enquiring about your unit for my Colin Archer. I was concerned about the windpilot coping with that boats weather helm  You said.  “ Ben, your boat is a toy compared to my equipment “ it was funny then (and true). We still laugh about that comment .
         
Best wishes from Ben

SV Jonathan III – Caro + Mark van de Weg NED

LONGTERM ARTIC SAILOR COMMENTS THE WINDVANE REPORT

Again a very clear explanation with excellent diagrams by Peter, to tell us high latitude long-distance sailors on how things work. It tells you all the detail that goes into the design of modern WSS systems.

Windvane report

Having developed from huge appendages hanging of the back of transom by way of medium sized systems to an efficient, compact, light, strong and powerful pendulum concept.

As high latitude sailors it is even more important that one does not have to hang down over the transom to sheer in new lines or replace shear pins or worse. Without gloves your fingers would be stiff in minutes. We sailed the Arctic, the NW passage and crossed the Drake Passage to Antarctica 22 times.

We never worried if the Windpilot would get through the ordeal when hit by bad weather. The pictures of Abhilash Tomy’s boat after the knock down say it all. And if the Windpilot needed any tweaking or new steering lines things could be done easily from the aft deck without any Houdini acts.

If the innovative Dutch designer of boats like the Maltese Falcon, Gerard Dijkstra, chooses a Windpilot for his own 53 footer then one can be sure there is no better WSS around.

Mark van de Weg
SY Jonathan