Archiv der Kategorie: Blogs

Ein Update. Und ein perfektes Schiff.

„Wann passiert hier denn endlich mal wieder was?“, bekommen wir ständig per Email, „Gibts euch überhaupt noch?“ Und: „Warum schreibt ihr nichts mehr?“. Und es tut uns wirklich sehr leid, dass nach den zwei Jahren mit „Maverick too“ und den…

SV Lusi – Mike George NZ

21.000 sm SAILING ON SV LUSI

Hello Peter, we have done 21,000 miles since we launched Lusi ( coldmoulded DIY Gartside design ) in April 2015. We hit something in the water, causing the rudder to flip up and the boat went hard to wind.
So we hand steered to Luderitz, Namibia – 310 miles away – we love our pilot even more now! I think we had a combination of rudder up, from flotsam and a large wave slewing us round.


Lusi was designed for me by Paul Gartside and Englishman, designer and boatbuilder of Nova Scotia (now Long Island) – see Gartside Boats. She is a very good boat – best of the 5 keel boats I have owned. Our best run was 2030 nm in 11 days – an average of just under 185 miles. It was from Cocos Keeling to Rodrigues and the wind was about 25 – 30 knots on the port quarter. The pilot steered flawlessly the whole time. I am totally confident in its ability to steer in large quartering seas which are the most difficult.
Attached a couple more pics for you.
with best regards from Namibia
Mike

Sizilische Geschichten (7). Caltabellotta. Näher kann man auf Erden dem Himmel nicht kommen.

Caltabellotta. Manche Orte begleiten einen ein Leben lang, obwohl man sie niemals sah. Und niemals dort war. Irgendwie kreuzen manche Orte immer wieder im eigenen Leben unverhofft auf. Ein Name, der irgendwie bleibt. Eine Verbindung, die irgendwann einmal in einem früheren Leben war.
Von Caltabellotta hörte ich zum ersten Mal als ich 21 war. Ich weiß es deshalb so genau, weil dies die Jahre waren, in denen plötzlich mit Wucht die Freiheit in mein Leben trat. Die Schule war Zwangst gewesen und Enge für mich. Daran anschließende vier Monate Bundeswehr waren eine interessante Erfahrung, wie sich eine Diktatur anfühlen könnte, in der ein Individuum nichts, aber auch gar nichts mehr zählt.
Doch das Leben meinte es gut mit mir. Von einem Tag auf den anderen war ich plötzlich „draußen“ vom Bund, ein glücklicher Zufall. Und „drinnen“ in der universitären Welt von München. Plötzlich war, was vorher Enge war, Weite und Freiheit. Vorlesungen hören dürfen, die ich hören wollte. Hemmungslos meinen Neigungen nachgehen und zuhören dürfen, wie das war, mit der Eroberung Süditaliens durch die Normannen. Oder dem Parzifal. Die Spitze dieser Leidenschaften war ein historisches Seminar, das den Titel trug „Die Urkunden Siziliens bis zum Vertrag von Caltabellotta“. Ich war 21. Das Seminar ging drei Stunden. Es begann Freitag Morgens um acht. Etwas für Geniesser. Neben mir interessierten sich nur noch zwei andere Studenten für dieses brennende Thema. Der eine, der es ebenfalls Freitag Morgens im Winter in das Seminar schaffte, hieß Giovanni di Lorenzo. Das sagte mir damals nichts. Doch im Gegensatz zu mir, der ich nur über Neugier und einen revoluzzerhaften roten Bart verfügte, hatte Giovanni di Lorenzo etwas, das mir vollkommen neu war: Er war einfach smart. Schon damals. Und irgendwie in diesem überheizten staubigen Raum morgens um acht war er wie ein Wesen, das nicht zu den Zausebärten gehörte, sondern aus einem anderen Universum stammte. Was ihn an den sizilischen Urkunden gelockt hatte, weiß ich nicht. Aber es war ganz sicher nicht sein Wissen um den Vertrag von Caltabellotta, was ihn später zum Chefredakteur der ZEIT werden ließ.
Später lernte ich dann, als ich vor lauter Freiheit und Neugier, nicht mehr wusste, was ich noch anstellen sollte und deshalb Arabisch lernte, dass der Name Caltabellotta aus dem Arabischen kommt. „Qualat-al-Balut“ – der Berg oder auch die Festung aus Eichen. Ich habe das nie vergessen, es ist ein gar zu schönes Bild. Doch nach Caltabellotta selber kam ich nie. 
Man kann sie sich gut vorstellen, auf dem obersten Foto, die Eichenfestung. Eine erste Burg aus aneinandergereihten Eichenstämmen oben um den Felsen, wo heute die Häuser enden. Aber so oft mir auch die Eichenfestung im Hirn summte – nie kam ich hin. Bis mich sizilianische Bekannte und allen voran Franco, der gewichtige „Presidente“ des Circolo Nautico von Sciacca, vor einigen Tagen ermahnten, dass Caltabellotta faszinierend sei. Und schön. Also machte ich mich auf den Weg. 
Ich habe keine Sekunde bereut. Der Ort liegt keine halbe Stunde von Sciacca entfernt, hineingeklebt in die Bergkette, die man als Segler von unten vom Meer aus sieht. Eine halbe Stunde nur in die Berge hinauf. Und auf
dieser Fahrt begegnet einem tatsächlich nur wenig anderes, als hin und wieder ein alter Fiat 500 mit einem noch älteren, kleinwüchsigen Sizilianer darin. „Die sind alle klein da oben“, sagte Franco, der über einsneunzig groß ist und fast so breit, „die sind astreine Sikeler“. Damit meinte Franco den einen der drei Stämme, die Sizilien besiedelt hatten, bevor die Griechen kamen und die Urbevölkerung in die Berge drängten. Triocala nannten sie den Ort. Und wer hierher kam, der erwählte sich diesen Ort nur selten freiwillig. Trocala/Caltabellotta liegt vom Meer weg auf fast 1.000 Meter Höhe. Ein eiskalter Wind pfiff, die mich die Hände tief in der Jacke vergraben ließ, wo ich

doch eben noch am Meer in warmen 17 Grad in der Sonne saß. Der Ort ist unwirtlich. Und doch kenne ich kaum einen irdischen Ort, an dem mich so sehr das Gefühl beschlich,  dem Himmel so nah gekommen zu sein, wie das auf Erden eben nur irgend möglich ist.

Der Ort ist menschenleer, es ist Nachmittags, die Stunde, in der sich alle Italiener ausnahmslos verabreden, sich bei Strafe die nächsten zwei Stunden keinesfalls, keinesfalls auf der Straße blicken zu lassen. Ich fahre durch die leeren Gassen, es wird enger, es wird steiler. Und wer jemals meinte, er könne Autofahren, darf kann das nirgendwo so gut wie in Caltabellota unter Beweis stellen. Straßen, die so schräg sind, dass ich Sorge habe, mein kleiner UP könnte kippen. Steile Gassen so eng, dass ich beim Durchfahren schon die beiden Außenspiegel splittern höre. Während mich die Furcht beschleicht, wie ich wohl jemals wieder hinunterkommen werde, folge ich der Straße weiter und weiter nach oben.

Und dann steht sie da, die Kathedrale des Ortes, auf dem zweithöchsten Punkt, wo sonst nichts mehr steht und nur noch ein Felsen ragt. Die Kathedrale, wie sie sich nennt, könnte dem Film DER NAME DER ROSE entsprungen sein. Karges hellgraues Gemäuer. Einziger Schmuck an der Front ist ein schmuckloses romanisches Portal, ganz Proportion, nicht Dekoration. Ein Bogen, der dem, der über die Schwelle tritt und hindurchschreitet, den Eingang in eine andere, bessere Welt verkündet. Ob sie das wirklich war, die die Gläubigen im 11. Jahrhundert dort drinnen fanden? An diesem Nachmittag stehen drei Gemeindemitglieder um den Altar herum. Sie bauen gerade die Krippe auf, besprechen die letzten Details und beachten mich nicht weiter, während ich mich in die Kirchenbank setze und für einen Moment die Stille genieße. Wie und warum schafft man es, auf 1.000 Meter Höhe und fernab der Welt ein Leben zu meistern an diesem Ort, der mehr Flucht als Behagen verspricht? Und: Wie und warum schafft man es, an diesem Ort im 11. Jahrhundert eine Kathedrale zu errichten? Sie – und vielleicht nicht die Burg – war vielleicht der Ort, in dem der Vertrag von Caltabellotta zustande kam? Was immer auch sein Inhalt war.

Der Blick aus der Kirche. Von der Kirche: Ist wie der Blick aus einem Krähennest. Wohin ich auch schaue: Es ist diese merkwürdige Art von Weite, die die Landschaft Siziliens ausmacht. Es gibt die hohen Berge, die von 0 auf 1.000 Meter ansteigen. Doch sie sind nicht umgeben von anderen hohen Bergen, so dass der Blick sich gleich wieder am nächsten Gipfel verfängt und nicht weiterkommt. Überall ist in Sizilien hügelige Weite, an deren Ende irgendwo in der Ferne immer das Meer verheißungsvoll glitzert. Wo man auch steht: Überall ist diese Weite.

Caltabellotta. Wenn ich gewusst hätte, was mich hier erwartet, dann hätte ich mir nicht 35 Jahre Zeit gelassen, hierherzukommen. Ob ich hier leben könnte? Ich weiß es nicht. Zu eng. Zu steil. Und selbst der kleine Supermarkt, dessen Händler mir freundlich grinsend, doch begeistert über mein holpriges Italienisch ein Panino al Prosciutto crudo schneidet, selbst dieser Supermarkt ist ein Bild dieses  Ortes: Waren und Würste liegen weniger neben- als übereinander in der Theke aus. Das muss man aushalten. Doch vielleicht ist das der Preis, immer, immer diese Weite und diesen Blick um sich zu haben. Wohin man auch gehen oder schauen mag.

Das nächste Mal: Werde ich darauf eher hören. Wenn mich der Name eines Ortes ein Leben lang begleitet.

San Blas – Guna Yala

Di., 19.Dez.17, Panama/Uchutupu Dummat, Tag 1298, 12.224 sm von HH
Wer schon immer mal wissen wollte, wo die kitschigen Foto-Tapeten herkommen: Sie stammen von den San Blas Inseln!
Besser kann man sich eine Landschaft nicht ausdenken: Kleine Inseln liegen im Meer verstreut wie Sommersprossen in einem lachenden Gesicht. Azurblauer Himmel, das Meer schimmert, wie sich das gehört, in allen Tönen türkis. Auf den winzigen Inselchen wiegen Kokos-Palmen ihre grünen Wedel im Passat. Der weiße Strand ist Backpulver fein. Am Horizont bricht sich mit viel Schaum die anrollende See. Wie ein weißes Spitzenband legt sich die Gischt am Außenriff ins tiefe Blau.
Ein Postkarten-Idyll. An jeder Ecke schreit es nach Bacardi-Feeling. Ein Traum.
Wir ankern auf fünf Meter Wassertiefe direkt vor einer dieser Insel. Uchutupu Dummat heißt sie in der Sprache der Kuna. Das ist noch einer der leichteren Namen. Den Kuna gehören die San Blas Inseln oder ‚Guna Yala‘, wie sie in ihrer Sprache heißen. Vor gut einhundert Jahren haben sich die Ureinwohner Panamas ihr autonomes Territorium blutig erkämpft. Die Kuna haben sich in einer Revolte gegen Panama aufgelehnt und gewonnen. Sie dürfen sich selbst verwalten solange sie die Hoheit Panamas anerkennen. Aufgrund einer Änderung der Verfassung Panamas haben sie seit 1983 das Recht auf eine eigene Vertretung in Parlament von Panama.
Es gibt 365 Inseln in Guna Yala, aber nur gut 50 sind dauerhaft von den Kuna bewohnt. Trotzdem stehen auf den meisten Inseln ein paar windschiefe Hütten. Die Kunas nutzen diese Hütten, wenn sie zur Kokosnuss-Ernte anreisen. Eine wichtige Einnahmequelle. Es ist uns Touristen verboten die Nüsse zu sammeln. Sie gehören ausnahmslos den Kunas. Doch die Zeiten im Kokosnuss-Geschäft sind schwierig, grad noch 40 Cent werden pro Nuss gezahlt.
Uchutupu Dummat ist eine Touristen-Insel. Sie gehört fünf Familien, die sich die Erträge aus dem Geschäft mit den Gästen teilen. In bescheidenen Cabanas können Touristen vom Festland übernachten und Robinson und Freitag spielen. Das dazugehörige Restaurant bietet drei schlichte Mahlzeiten: Fisch, Languste oder Huhn. Aus einer Stereoanlage schallt Pink Floyd. „Die Musik kommt direkt von ‚you tube‘, ich streame“, erklärt uns Aaron, der das Restaurant leitet. „Huch, hier gibt es Internet?“, wir sind überrascht. „Ja klar, ich habe eine Flat-Rate, ich bin Geschäftsmann“, jubelt Aaron in gutem Englisch.
Die Kunas sind sehr auf die Erhaltung ihrer Traditionen bedacht, dem Modernen gegenüber trotzdem offen. Dies führt zu einem buntem Mix zweier Welten. Die Häuser der Familien, traditionell mit Palmenwedeln gedeckt, zieren große Solar-Paneele. Die urigen Kanus, als Einbäume im Wald geschlagen und ausgehöhlt, liegen einträchtig neben Holzkähnen mit PS-starken Außenbordern. Eine junge Frau trägt stilbewusst die Kuna-Tracht zum Smart-Phone. Zu einer quietsch-bunten Bluse mit Puff-Ärmeln wird ein knielanger Wickelrock getragen, dessen Muster weder zur Bluse noch zu den aufgenähten Molas passen wollen. Die Arme und Beine sind eng mit Ketten aus bunten Perlen umwickelt. Das schwarze Haar ist kurz und die Frisur durch einen Art ‚Piss-Pott-Schnitt‘ recht uneuropäisch.
Aaron mag eine Flat-Rate haben, das Internet, was wir mit unserer Sim-Karte empfangen, ist langsamer als ein berittener Bote. Auf den falschen Anbieter gesetzt, lautet die Diagnose. Die Fotos zum Beweis, dass wir in einer Bounty-Werbung wohnen, müssen somit noch etwas warten.

Wer an der Küste bleibt, kann keine neuen Ozeane entdecken

Die sieben Meere

Dieser Spruch hängt bei uns in der Küche. Als Postkarte. Und immer wenn ich am Morgen auf diese Postkarte schaue, frage ich mich. „Hey. Wer hat diese Karte denn dort aufgehängt?“ Muss doch die Capitana gewesen sein. Mayalena haben grade andere Sachen im Kopf. Meist ist es grade mal fünf Uhr wenn ich aufstehe oder sechs Uhr. Presenile Bettflucht hat das mein Freund Jürgen genannt. Jürgens ist immer noch in meinem Kopf. Manchmal täglich mehrmals. Jürgen ist vor mir gestorben. Jürgen ist zulange an der Küste geblieben. Für mich lebt Jürgen weiter, weil tot sind Freunde erst, wenn man nicht mehr an sie denkt. „Wer an der Küste bleibt, kann keine neuen Ozeane entdecken“, wird übrigens Magellan zugeschrieben. Oh Fuck! Ich hänge echt am MARLIN Passageplan 2018. Für die Atlantiküberquerung W-E, die ich selber als Skipper segeln werde, kommen reihenweise Buchungen von starken Typen (innen) rein. Ziel ist Faro. Culatra. Portugal. Faro. Oh. Culatra. Culatra i st so schön. Muss sein. Und dann? Und dann? Wnuk. Soll die MARLIN wirklich ins Mittelmeer? Oh Shit. Das ist doch so eng da. Kaum hat man die Segel hochgezogen, schreit wieder einer „Land in Sicht!“

Heute ist Sonntag. Sonntag. Familientag. Kein Büro. Kein Krankenhaus für Nathalie. Gemeinsames Frühstück. Auf dem Plan steht Dänemark. Häh? Hundewald. Und überhaupt. Wetterforcast: „Sonne. Sonne. Sonne. Sonne.“ „Heyhey.“ Die ersten Sonnenstrahlen seit meinem letzten Landeanflug auf dem Köln / Bonner Flughafen Ende November. Ne. Nein. Nicht gelogen. Also nix wie raus. Um 16 Uhr wird es schon wieder dunkel sein. Und die Kamera. Die Kamera kommt heute auch mit. Und ein Stativ. Puh. Endlich mal patagonische Hochdruck Bedingungen für einen guten Schuss. Mayalena meutern schon mal Pro Forma. „BOAH Papa. Muss dass sein?“ „Voll langweilig!“

Für Nathalie soll es das prophylaktische Weihnachts-Grussbild werden. Ich habe eine Momentaufnahme im Sinn. Heimat. Ich muss wieder an Magellan denken. Die sieben Ozeane habe ich eingeritzt. Den Südatlantik E-W habe ich schon hinter mir. Beim Südatlantik W-E in den Roaring Forties bin ich mit der IRON LADY umgekehrt. 2009. Alte Geschichte. Sitz tief. Nix für Anfänger. Warum hat Nathalie diese Postkarte mit dem Spruch von Magellan in der Küche aufgehangen? Muss MARLIN nicht mal in den Rio de la Plata. Eigentlich schon. Oder? Oh. Ich kämpfe mich von Zeile zu Zeile. Sesselpupsend im Büro in Flensburg. „Wer an der Küste bleibt, kann keine neuen Ozeane entdecken.“

“Da wo Deine Familie ist, ist Dein Zuhause“, hat mir mal eine Blog Leser geschrieben. Weisheiten. Blogleser schreiben immer gerne mal Weisheiten. Find ich ja gut. Muss ich mich dann verhalten? Ne. Nicht wirklich.

 


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+++ 1.000 Meilen FASTSAIL Törn nach Cuba +++
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Skipper Jan on stage!

Ganz am Schluss durchs Ziel und doch ganz vorn. Wie geht das denn?

Finger weg von meinem Blog! Wer meine Wahrheit nicht verträgt, sollte meine Posts meiden. Wer immer noch ironlady.de im Bookmark hat, der ist schon mehr als vier Jahre dabei und wird das wissen und grade eben gut finden. Hier gibt es wnuk’sche Rechtschreibinterpretationen der deutschen Sprache, einseitige Meinungen einen Seebären und Posts in nicht nüchternem Zustand, anzügliche Bemerkungen und sogar Posts kurz vorm Exitus. Hier schreibe ich für mich und Du bist Zaungast. Genau. Keiner weiß es wirklich, ob Du mitliest, teilhabst, miterlebst oder nicht. Es ist mein Leben und das was mit meinen Schiffen passiert/e, es sind meine Crews, meine Mitsegler, Friends of IRON LADY, Friends of MARLIN, meine Familie. Hier wird nichts geschönt. Wenn es nicht passt: Es gibt genug andere Seglerblogs.

Jan hat es geschafft. Er hat einfach den Schlüssel für den Motor nicht gedreht. Auch nicht beim Gegenwind. Hat Süd gemacht, gewartet, ist ruhig geblieben. Irgendwann hat er den Passat bekommen und auch hier hat er nicht übertrieben. Er kennt die MARLIN, weiß was unser Schiff kann. Kleinere Schiffe sind vor ihm in St. Lucia eingelaufen. Nach der Auswertung hat er doch gewonnen. Platz drei in seiner Gruppe. Ganz offiziell vom Alten ein dickes Lob. Hätte ich mit der Crew nicht besser machen können. Gut gemacht Jan. K(l)eine(re) Schäden. Und vor allen Dingen: Die Folgetörns sind nicht durch Schäden beeinträchtigt. Ich stehe nicht auf der Bühne, bin trotzdem dabei. Habe trotzdem gewonnen. Jan kommt aus meiner Schule. Bin stolz auf Dich Jan!

 


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Hanse Yachts – ein Mann – drei Erfahrungen

SCHIFFSKAUF, WIE MAN ES NIEMANDEM WÜNSCHEN MÖCHTE

Ich kenne Ariana und Jayme Souza seit 9 Jahren, und es hatte natürlich mit meinen Heckverzierungen zu tun. Jayme, in Salvador zuhause und dort als Chirurg mit eigener Klinik jahrzehntelang erfolgreich, zudem Hochseesegler, hatte für seine damalige Bavaria 38 eine Windpilot Anlage erworben und ausgedehnte Reisen mit diesem Schiff unternommen.

Hanse Yachts

Du hast den Farbfilm vergessen – Teil 2

Zweiter Teil des Fomapan 100. Los geht’s!

In Canakkale wird viel geangelt:

Das berühmte Pferd. Troja liegt gleich um die Ecke:

Und noch einmal im Hochformat:

Ich bin mir nicht mehr ganz sicher, aber ich meine, in dieser Pyramide befinden sich Fragmente aus Troja:

Der große Piri Reis:

Die Promenade in Canakkale:

Hier wird jeden Abend ein Wasserfeuerwerk in Betrieb genommen:

In der Stadt:

Ein Minarett in Canakkale:

#noselfie:

Marmarameer voraus:

Dardanellen im Kielwasser:

Speed:

Flaute, wir fahren unter Maschine:

#selfie:

Ein Frachter im Marmarameer:

Weiter, immer weiter:

Im Marmarameer wird viel gefischt:

Das (funktionierende) Molenfeuer in Mürefte:

Einen Film habe ich noch. Allerdings ist der noch nicht entwickelt. Kann also noch ein paar Tage dauern, bis ich euch die Fotos zeigen kann.

Das Video zum Song "Der einsame Seemann" ist fertig

Nur noch 6 Tage bis zum Release des Videos zu meinem Song „Der einsame Seemann“. Am 22.12. um 2100h auf YouTube und hier auf facebook direkt live von der Video Release Party im Kemp’s English Pub in Hamburg. Es gibt nur noch ganz wenig Restplätze für diese exklusive Releaseparty mit anschliessendem Live Konzert mit John Barron, Bastian Gregor und mir. Wer noch dabei sein möchte sollte mir schnellstmöglichst eine PN schicken!!! 
Hier der Link zum Reinhören in den Titel:

Du hast den Farbfilm vergessen – Teil 1

Im Gegensatz zu Michael, habe ich in Wirklichkeit den Farbfilm nicht vergessen, aber ich musste beim scannen der Fotos für diesen Zweiteiler kurz an den Klassiker von Nina Hagen denken.
Der Film, um den es diesmal geht, ist ein 36er Fomapan 100 Schwarzweissfilm.
Ich habe diesen Film kurz nach der letzten Aufnahme mit dem Fujicolor C200 in die Kamera eingelegt und als erstes gleich nochmal den Berg in Chalkis fotografiert.
Insgesamt konnte ich dem Film 37 Aufnahmen entlocken, die auch alle etwas geworden sind. Nicht alle schön, aber zumindest alle so belichtet und im Fokus, dass man sie zeigen kann. Bei etwa der Hälfte aller Aufnahmen habe ich die Belichtungszeit geschätzt, die andere Hälfte habe ich mit einer „Belichtungsmesserapp“ fürs Smartphone eingestellt. Den Fokus an der Kodak Retina habe ich immer nach Schätzung eingestellt, was mittlerweile auch ganz gut klappt.
Fangen wir an, mit meinem ersten SW Film überhaupt!

Der Berg, diesmal in Graustufen:

Blick ins Cockpit:

Nomade, vom Schlauchboot aus fotografiert:

Der große Aristoteles. Die Büste steht in Chalkis und „schaut“ auf den Euripos. Hier hat der Philosph und Naturforscher einst selbst die ungewöhnlichen Gezeiten untersucht:

Viel los in Chalkis:

Blick von der Brücke über den Euripos nach Norden:

Ein Streuner genießt die letzten warmen Tage:

Sturm zieht auf:

In der alten Festung von Myrina:

Der 70 Kilometer entfernte Berg Athos, von Limnos aus fotografiert:

Myrina, die Hauptstadt von Limnos:

Blick nach Norden, über die wunderschöne Küstenlandschaft:

Der Hafen von Myrina:

Erinnert ihr euch an die Geschichte von dem Fischer auf Limnos? Der Fischer, der das alte Lied „Aponi Zoi“ gesungen und dabei neben Nomade geangelt hat? Hier ist das Foto zu dieser Geschichte:

Kurz nach meiner Ankunft in der Türkei, im Hafen von Canakkale:

Der Fischerhafen von Canakkale:

In der belebten Stadt:

Blick über die Dardanellen, vom asiatischen Kontinent fotografiert:

Im nächsten Beitrag zeige ich euch den zweiten Teil dieses Films.

Auf, auf, Richtung San Blas Inseln

Sa., 16.Dez.17, Panama, Puerto Lindo, Tag 1295, 12.217 sm von HH

Unser neues Dinghy liegt an Deck. Es ist ein wenig anders geformt und will sich nicht ganz so geschmeidig in das Dreieck im Bug einfügen. Damit es passt, hat Achim kurzerhand die Dorade-Lüfter samt Bügel abmontiert. Metallplatten, um die Lüfter-Öffnungen zu verschließen, hatten wir an Bord. Als Dichtung hat er einen alten Fender genommen, den er auf der Werft gefunden hat.
Die Bügel sind lästig zu verstauen, also schraubt Achim sie einfach über die Dorade-Lüfter mittschiffs.

Versetzte Bügel über den Dorade Lüftern

Versetzte Bügel über den Dorade Lüftern – jetzt mittschiffs

 

Das alte Dinghy haben wir Guido da gelassen. Guido erledigt Schweißarbeiten, übernimmt Reparaturen jeder Art und verkauft in einem kleinen Laden allerlei Schiffs-Kram auf Kommission. Beim Verkauf unseres Schlaubootes bekommt er 20 Prozent Provision.
Ich vermute, wir sehen da nie einen Euro, Achim glaubt an das Gute im Menschen.

Mit einer Woche Verzögerung hauen wir nun heute Abend wirklich ab aus Puerto Lindo.
Unsere frischen Vorräte, die wir aus Kolumbien mitgebracht haben, sind fast verbraucht. Ein letztes Stück Käse und ein paar Salami-Scheiben verlieren sich im Kühlschrank.

Die Versorgung mit Nachschub in Portobelo ist gescheitert.
Die fünf „Mini-Super“, wie die, von Chinesen geführten, Läden genannt werden, haben nur Dosen, getrocknete Bohnen und schlappriges Toastbrot. Mit Glück ergattert man die vier letzten Tomaten neben einer überreifen Ananas.
In Gefriertruhen, groß wie ein Kleinwagen, liegen ein paar Tüten mit undefinierbar zusammen geklumpten Fleisch. Nein, danke!

Von einem frischen Huhn bekomme ich die Brust, mehr ist in Portobelo nicht zu kriegen.
Auf dem Rückweg stoße ich auf den Gemüse-Truck. Somit haben wir für einige Tage Grünzeug und ein paar Bananen. Die bedenkliche Völlerei an Weihnachten ist nicht zu befürchten.
(Übrigens kommt die Fledermaus nur an Bord, wenn Bananen auf dem Dampfer sind – alles andere wird verschmäht. Wir decken die Bananen jetzt mit einem Geschirrtuch zu, dann flattert sie dreimal traurig durch den Salon und verschwindet in der dunklen Nacht.)

Die San Blas Inseln sind eine zweihundert Kilometer lange Kette von winzigen Inseln und Inselchen.
365 Inseln, die nah der Küste Panamas vorgelagert sind.
Fisch, Langusten und Kokosnüsse kann man dort kaufen, mehr wohl nicht.

Auf die San Blas Inseln werden Handy- und Internet-Junkies zum Ausnüchtern geschickt.
Empfang mit der örtlichen Sim-Karte ist nur auf wenigen Touristen-Inseln möglich.
Wir können natürlich wie immer über Kurzwelle unsere Berichte posten.

Am 5. Januar ‚müssen‘ wir in Colon am Kanal-Eingang sein.
Dort haben wir einen Termin mit einem Vermesser der Kanal-Gesellschaft. Der kommt an Bord, um die exakte Länge von Atanga zu ermitteln.
Wozu? Keiner weiß es so genau. Die Länge steht in den Schiffspapieren und auf zehn Zentimeter wird es wohl nicht ankommen. Zumal bis 50 Feet Schiffslänge ein Einheitspreis für den Kanal verlangt wird. Der Vermesser ist allerdings nur die Spitze des Eisberges, der ‚Panama-Kanal‘ heißt.

SV Shalom – Tom Schilperoord NED

EXPLORING THE WORLD BY SAILBOAT


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