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Bilderrätsel KW 21: Wo ist es?

Jede Woche stellen wir ein Bilderrätsel online. Irgendwo in den Niederlanden ist dieser Ort. Wer als erster rät wo, gibt sich als Revierkenner preis. Also los: Mitraten!

Das war einfach: Den Stadthafen von Stavoren haben fast alle Teilnehmer erkannt. Derzeit darf dort nicht im Päckchen gelegen werden, Liegegelder werden per EC-Karte in einem Automaten gezahlt, die die Hafenmeisterin an einer langen Stange aufs Boot reicht. Lieber, sagt sie, hätten sie keine Gäste. Mit der Meinung ist sie aber ziemlich alleine im Kollegenkreis: Die Häfen freuen sich auf Deutsche Gäste, die sich an die Regeln halten!

Und darum ache  wir auch in dieser Woche wieder Lust auf Wassersport in den Niederlanden mit unserem neuen Bilderrätsel. Wer weiß, wo es ist, schreibt einefach eine Mail an [email protected] Viel Erfolg!

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Der Goldene Käfig

So.,17.Mai.20, Franz.Polyn./Gambier/Insel Mangareva, Tag 2177, 20.254 sm von HH

Die Nachrichten häufen sich in unseren Info-Boxen, dass viele Länder in Europa im Frühsommer ihre Grenzen wieder öffnen wollen. Hoffnungsvoll blicken auch wir auf Informationen über Länder, die auf unserem weiteren Weg liegen. Hier herrscht allerdings Schweigen. Neuseeland philosophiert über eine ‚Bubble‘ mit Australien und den pazifischen Inselstaaten. Alles nicht spruchreif, alles (noch) ohne Konzept und Lösungen. Für Segler ist da kein Platz, eine Einreise wird weiterhin verweigert.

Auch unser Gastgeber, Französisch Polynesien, eiert um Lösungsansätze herum. In Tahiti gibt es noch einen letzten Corona-Infizierten, der inzwischen das Krankenhaus verlassen konnte. Neue Fälle sind seit etlichen Tagen nicht mehr aufgetreten. Dementsprechend wurden fast alle Einschränkungen für die Bevölkerung aufgehoben. Und nun? Natürlich möchte das Land ’sauber‘ bleiben. Aber da sind die 1500 bis 1700 Beamte, die hier im Sommer aus Frankreich erwartet werden. Für Lehrer, Gendarmen und sonstige Angestellte läuft der zweijähriger Arbeitsvertrag aus – neue Leute aus Übersee rücken an. Es erscheint nahezu unmöglich dabei sicherzustellen, dass keine Neuinfizierten darunter sind. Außerdem warten tausend Polynesier in Frankreich auf eine Rückkehr in ihre Heimat.
Man möchte die Grenzen für den Tourismus öffnen, das Haushaltsdefizit wird bereits mit einer Milliarde USD beziffert. Die polynesische Regierung hat genug mit ihren eigenen Problemen zu tun, da werden wir Segler schon mal vergessen. Noch immer ist das Reisen von Atoll zu Atoll verboten. Nur die kleinen Inseln im ‚eigenen‘ Atoll dürfen besucht werden. Für uns bedeutet es, alle Inseln im Gambier stehen uns frei, in die Tuamotus oder auf die Marquesas zu segeln, ist nicht erlaubt. In Anbetracht der geplanten Anreisewelle von Franzosen sieht es fragwürdig aus, ob diese Art des Segeln wieder erlaubt werden kann. Gefangen im Goldenen Käfig.

Wir haben nichts auszustehen. Absolut gar nichts. Seit wir uns wieder frei bewegen dürfen, nutzen wir das reichlich. Jeden zweiten Tag gehen wir auf eine Wanderung, sind zwischen zwei und fünf Stunden unterwegs, nehmen häufig ein Picknick mit. Es könnte schlechter laufen. Das Wetter ist auf unserer Seite. Sonnig, nicht zu heiß, wenig Wind, manchmal ein Schauer, damit der üppig grüne Überfluss an Land nicht zum Erliegen kommt.

Trauminsel Mangareva – hinter dem Horizont liegt die Freiheit

Gefangen im Goldenen Käfig mit seinem Südsee-Charme. Bevorzugt vom Schicksal und doch gefangen. Die Gespräche unter uns Seglern drehen sich Im Kreis: wohin können wir? – wie lange wird es noch dauern? – was habt ihr für Pläne? Jeder weiß etwas anderes, jede Crew verfolgt ihr eigenes Konzept. Die Unruhe wächst. Wo werden wir in drei Monaten sein? Wo in einem Jahr? Ungewissheit nagt an einigen Segler-Nerven.
Wenn wir auf der schönen Insel unterwegs sind, geht es uns super gut. Wir schreiten Grundstücke mit Meerblick ab und malen uns ein Leben ‚für immer‘ auf Mangareva aus. Ich hätte einen Garten mit Gemüse und bunten Blumen und Achim würde abends gespeerte Fische nach Hause bringen. Sozial-Romantik vom Feinsten. Abends hält dieser Traum nicht immer an – wir sind hin und her gerissen. Bedeutet dieses Virus das Ende unserer Reise? Wer lässt uns auf dem weiten Weg nach Deutschland noch rein? Ohne Antikörper, ohne Impfung, ohne Impfausweis? Diese Gespräche zeigen uns, dass wir gefangen sind. Der Käfig mag zwar golden sein, aber er bleibt ein Käfig. Und nicht alle Räume sind aus Edelmetall. Die Pantry mit der etwas eintönigen Versorgungs-Lage dürfte aus Weißblech sein und der Weinkeller besteht eindeutig aus rostigem Eisen. ;-)

 

Der Claim ist abgestochen – Achim mit unserem vermeintlich neuen Grundstück ;-)

Erster Tropical Storm ARTHUR

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T-Helfer-Zellen

Der erste Tropicals Storm taucht an der Südküste von Florida auf. Interessiert mich vom ersten Moment an eher wenig. Bisschen früh vielleicht. Die Hurrikane Saison beginnt offiziell am 1. Juni. Bis dahin sollte man seinen Arsch und vor allen Dingen sein Schiff Richtung Europa wegbewegt haben. Wenn Arthur in zwei Wochen verschwunden ist Richtung Nordosten, wäre der richtige Zeitpunkt letztmalig für 2020 den Weg zu den Azoren sicher anzutreten. Danach wird es ein abenteuerlicher Törn. Nun. Jan hat einen großen Vorteil. Er hat die MARLIN. Und die MARLIN ist schnell. Sie kann kann vor einem Hurricane auch weg und davonsegeln. Zumindest jetzt noch und in den nächsten zwei Wochen. Problem: Jan sitzt in Berlin in seiner WG. Ob sein Flug und der seiner Crew stattfindet mit der Fluggesellschaft Edelweiß, wer weiß das schon. Die Edelweiß Auszeichnung gibt es doch beim Militär? Oder? Aber das würde zu weit führen. Wir warten was passiert. Plan B: Kommt keine Crew in die DomRep, aber ein Hurricane nimmt seine Flugrichtung auf Richtung Südküste Domep auf wird Stefan seine sieben Sachen packen und den Kutter nach Süden segeln müssen. Innerhalb 36 Stunden ist er aus der Gefahrenzone raus und Stefan weiß das. Ziel ist dann derzeit Bonaire. Da muss ich mal mein Netzwerk aktivieren nächste Woche. Curacao erlaubt im Moment noch keine Quarantäne auf dem eigenen Schiff. Auch das wird sich bestimmt kurzfristig ändern. Das Ende vom Lied. Die MARLIN wird noch ein weiteres Jahr in der Karibik bleiben.

MICHA

Es hängt alles sehr miteinander zusammen. Nach einer allogenen Transplantation, versterben 40-50% der Patienten im ersten Jahr an der Behandlung oder den Folgen. Ich lebe noch. Hundertzwanzig Tage heute. Schon mal nicht schlecht. Vor 40 Tagen habe ich aufgehört immunsupprimierende Medikamente zu nehmen. Seit 2 Wochen nehme ich gar keine Medikamente mehr, die im Zusammenhang mit meiner Transplantation stehen. Dafür bekomme ich GvHD. Meine Spenderimmunsystem ist aktiv geworden und bekämpft Eindringlinge. Der erste Eindringling bin ich selbst. Es bekämpft mich, seinen Host. Es fällt im Moment relativ wenig auf. In der letzte Woche deutlicher. Hautjucken Schulter, Brust, Hals. Was macht man dagegen? Nicht kratzen! Magen- Darmschleimhaut Irritationen. Also Krämpfe, Unwohlsein, Übelkeit, Seekrankheit, 180 Schleifpapier im Mund, Appetitlosigkeit, allgemeine Abgeschlagenheit, fehlende Kondition. Das alles nervt mich im Moment. Dafür habe ich keine Erkältung mehr, keine Bronchitis, keine Infektionnen. Ein gutes Zeichen.

Die Zeichen, schlechte und Gute stehen für ein funktionierendes Immunsystem. Nächste Woche steht Dr. Helge auf dem Plan. Aderlass und dann schauen die sich im Labor neben den ganzen anderen Werten, ich war schon fünf Wochen nicht mehr bei der Nachkontrolle, die T-Helfer-Zellen an. Die geben Auskunft über die Potenz des Immunsystems. Wie beim AIDS Test. Ohne GvHd Erscheinungen hätte ich wahrscheinlich viele Infektionen. So nervend diese also sind, so sind sie jetzt aktuell ein gutes Zeichen. Ein potentes Immunsystem frisst nämlich Leukämiezellen. Das Ganze hat auch einen Namen bekommen: Wenn Zellen des Fremdspenders die Körperzellen des Patienten angreifen, wie das bei der GvHD der Fall ist, muss das nicht nur von Nachteil sein; denn letztlich richten sich die Spenderzellen dann auch gegen Leukämie- oder Tumorzellen, die noch in meinem Körper verblieben sind. Dieser wünschenswerte Effekt wird von Medizinern nicht GvHD, sondern Graft versus Leukemia oder kurz GvL genannt. Meine Chance.


Mitsegeln auf der MARLIN!

Atlantiküberquerung West – Ost 2020. Im Moment sind wir komplett.

CREW 65 Atlantik Crossing DomRep – Azoren 23.05.2020 – 31.07.2020. Warteliste.

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Übersichtskarte Häfen in NL: Welcher ist offen für Passanten?

Die Kollegen vom Magazin Zeilen haben eine interaktive Karte erstellt, aus der hervorgeht, welcher Hafen in den Niederlanden für Passanten geöffnet hat. So sieht man auf den ersten Blick, wo man willkommen ist

„Viele Häfen machen schon mit und es werden immer mehr. Wir aktualisieren die Karte regelmäßig, die Lage verändert sich schnell“, berichtet Vincent Bakker von Zeilen. Auch finden sich in der Karte direkt die Kontaktdaten der Häfen, sodass man, wenn möglich, gleich einen Liegeplatz reservieren kann.

Hier geht es zur Karte: https://www.zeilen.nl/jachthaveninformatie/

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Häfen voll? 10 Ankerplätze rund um IJssel- und Markermeer

Die Regelungen rund um Corona in den Häfen sorgen für ein reduziertes Liegeplatzangebot. Gleichzeitig strömen massiv Menschen aufs Wasser, um vor der Haustüre ihren Urlaub zu verbringen, da Fernreisen unmöglich sind. Die Folge: Es wird voll. Und was könnte man da besser tun, als Ankern?

Angesprochen auf die schon in der Vorsaison voll belegten Plätze im Stadthafen von Stavoren sagte die Hafenmeisterin dort: „Dann wird es eben ankern in der Hauptsaison!“ Und da könnte sie Recht haben. Nur ist das Revier eigentlich nicht bekannt für gute Ankerplätze. Ein paar Stellen gibt es dennoch, wo sich das Eisen in den Grund bohren kann. Wir haben sie einmal aufgezählt. Bei allen Orten gilt: Wetter checken, genug Kette stecken, Schwoijabstand vom Nachbarn halten und den Anker sorgfältig einfahren. Eine Ankeralarm-App ist ebenso hilfreich, wie ein LED-Ankerlicht. Das ist ohnehin Pflicht und mit der modernen Lampe benötigt es wenig kostbaren Akkustrom. Also: Viel Spaß vor Anker. Ach ja: Habt ihr noch einen Tipp? Dann her damit [email protected] Aber Vorsicht: Vielleicht is es dann kein Geheimtipp mehr…

In Kürze hier: Die besten Plätze in Friesland und Zeeland. Nicht verpassen? Abonnieren Sie unseren Newsleter!

Zehn Ankerplätze rund ums IJssel- und Markermeer

1) Makkum/Kornwerderzand östlich der Schleuse Wird zum Rand hin untief, gut geschützt bei W und NW. Bei SW unruhig. Wassertiefe 2-3 Meter

Vor Anker lässt sich prima das Treiben vor der Schleuse beobachten

2) Medemblik vor dem Dampfmaschinenmuseum In dem kleinen Becken liegt man bestens geschützt. Ein Fahrwasser führt in die Bucht hinein. Außerhalb der Betonnung in der Bucht wird es jedoch schnell untief.

Geschützt wie in Abrahams Schoß liegt man in der kleinen Bucht. Aber Achtung: Am Rand sehr untief!

3) Andijk Vluchthaven Gelegen am Geldersche Hoek bietet der Hafen Schutz bei nahezu allen Winden. Tief ist nur die Nordseite, südlich der roten Tonnen ist es untief. ACHTUNG: Die Buhnen liegen teils unter Wasser. Darauf achten. Wassertiefe 1,5-3 Meter.

Auf die Buhnen unter Wasser achten! Vluchthaven bei Andijk

4) Lemmer, gegenüber Friese Hoek Auch hier wird es östlich des Damms gen Süden untief. Bei Westwind will man sich möglichst weit hinter diesem Damm verstecken, allerdings wird es dort eben untief. Also: Vorsichtig rantasten, der Boden ist weich. Wassertiefe: 5 bis 1 Meter. ACHTUNG: Die Durchfahrt zur Schleuse unbedingt freihalten. Dort liegt oft große Berufsschifffahrt sowie die braune Flotte.

Sogar bei Westwind gut geschützt: Die Ecke hinter dem Damm

5) Ketelmeer IJsseloog Ankern geht am besten zwischen dem eigentlichen Auge und der östlich gelegenen Insel. Wassertiefe dort: 2,5 bis 3 Meter. Dort liegt man bei allen Windrichtungen sehr geschützt.

Der Hafen südlich des Auges ist als Arbeitshafen ausgewiesen und gesperrt

6) Südlich Lelystad Ein Damm separiert das Ankergebiet von der Küste. Dazwischen lässt es sich vorzüglich ankern. Sowohl der Jachthaven Lelystad mit seinen Restaurants als auch das hinter dem Deich gelegene Wohngebiet mit Supermarkt sind mit dem Dingi erreichbar. Bei allen Windrichtungen geschützt, bei Westwind Abstand von der Einfahrt halten! Wassertiefe 2-4 Meter

Nicht besonders hübsch, aber gut geschützt: Der Ankerplatz im Hafen von Lelystad

7) Markerwadden Künstlich aufgeschüttete Inseln bieten leidlich Schutz bei westlichen Winden. Derzeit wird noch gearbeitet, die Werkbetonnung muss beachtet werden. Ist sie einmal weg, bieten sich viele gute Ankermöglichkeiten. Von dort lassen sich bestens die vielen Zugvögel beobachten, die die Inseln heute schon für sich in Beschlag genommen haben. Wassertiefe 3 bis 4 Meter. Die Insel selbst bietet notfalls einen Schutzhafen

Künstliche Inseln, voller Natur: Marker Wadden

8) Gouwzee Der kleine Teil im Westen des Markermeers bietet vorallem entlang der Seiten eines Damms nördlich von Marken gute Ankerplätze. Je nach Windrichtung liegt man an der einen oder anderen Seite der Steinschüttung. Volendam und Marken sind dicht bei und auch mit dem Dingi erreichbar. Wassertiefe 1,5 bis 2 Meter. An vielen anderen Stellen ist die Gouwzee ebenfalls gut geschützt, jedoch leider recht untief. Wer nur wenig Tiefgang hat, findet viele schöne Plätze.

Ankern vor dem Weltkulturerbe Marken: Eine besondere Sache

9) Muiderzand Nicht schön, nichts sehenswertes, aber Platz und bestens geschützt: Die Bucht an der Südwest-Ecke von Flevoland ist nahezu unbekannt und bietet guten Ankergrund. Wer Ruhe sucht, ist hier genau richtig. Wassertiefe: rund 2 Meter

Tiefer Einschnitt: Die Bucht bietet besten Schutz bei allen Windrichtungen

10) Durgerdam Das kleine Kapitänsdorf auf dem Deich ist einfach pittoresk. Der Ankerplatz davor ist gleichsam spannend wie unruhig. Er liegt nördlich des Fahrwassers vom Markermeer nach Amsterdam, was entsprechend stark frequentiert ist. Bei allen Windrichtungen gut geschützt, aber eben unruhig wegen Schiffsverkehr. Dafür kann man den vorzüglich beobachten. Mit dem Dingi ist der Hafen von Durgerdam erreichbar und von dort mit dem ÖPNV auch Amsterdam. Wassertiefe 1,2 bis 2 Meter.

Bester Platz für Boatspotter: Der Ankergrund vor Durgerdam

 

 

 

 

 

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Everything All Right

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Reise nach Oldenburg

Es geht früh los aus Flensburg. Mein Ziel ist Dr. Christian, mein Wunschneurologe, wie letztens schon geschrieben. Ob der Volvo durchhält? Nun ja, bin ja im ADAC. Das alle vier Räder gleichzeitig abfallen, ist ja eher unwahrscheinlich. Komische Laufgeräusche macht er ja nun schon seit längerem. Ich finde die Klinik, meinen Dr. Christian und er kann helfen. Mit dem Ultraschall verfolgt er den Nerv vom Finger bis in den Oberarm und findet das Problem. „Sieht aus, als wenn das jemand auf dem Gartenschlauch steht“, meine ich. Er erklärt mir den ambulanten Eingriff. Als Risikopatient darf ich aber zwei Tage auf Station kommen. „Kein Problem“, erwidere ich. Solange es nicht die SM Station ist. Ob es wieder so wird, wie vorher verspricht er mir nicht. „Aber es wird dann nicht mehr schlechter. Dazwischen ist alles möglich.“ Eine ehrliche Antwort.

Daumen hoch an dieser Stelle, für alle die gespendet haben für den Erhalt dieser Seite. Vielen Dank für alle Kommentare die mit den Spenden gekommen sind. Die Kosten für den letzten Hackangriff sind gedeckt und die Hosting Kosten für die nächsten 12 Monate auch. Auch bin ich wieder mehr motiviert zu schreiben – Wenn nur etwas mehr Abenteuerliches in meinem Leben passieren würde.

Seit ein paar Tagen habe ich den Hahn zugedreht. Keine News und Zeitungsseiten mehr. Keine Tagesschau. Stop mit der 24h Corona Berieselung. Mir geht es schlagartig besser. Ich war schon sehr depressiv in den letzten Tagen. Dazu rumort mein Verdauungstrakt. Was das den nun soll. Muss das sein?

MARLIN

Stefan geht es kein bisschen besser als mir. Mit den offenen Häfen und vielleicht den Touristen ist ja schön und gut. Aber wie soll er mit seiner ALEKSA denn die Hygienevorschriften erfüllen? 10 Gäste an Bord? Wie soll das gehen? Für die MARLIN und mich ist es kein bisschen anders. Das wir als Eigner mit unseren Schiffen wieder Gewinne erzielen werden, steht in den Sternen geschrieben. Wenn es nicht die Behörden sind, die Vorschriften machen, sind es die Gäste, die nach der Einhaltung der Hygieneregeln fragen werden. Ganz schöne Sackgasse. Na ja. Erst einmal ist Stefan noch auf dem falschen Schiff, ich auf gar keinem Schiff. Punkt.


Mitsegeln auf der MARLIN!

Atlantiküberquerung West – Ost 2020. Im Moment sind wir komplett.

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Die ganze Wahrheit

Di., 12.Mai.20, Franz.Polyn./Gambier/Insel Mangareva, Tag 2172, 20.254 sm von HH

Wein haben wir ja schon seit Wochen nicht mehr. Der letzte Schnaps von den Kanaren hat zu Unrecht die letzten fünf Jahre unter den Bodenbrettern gelegen. Ich weiß nicht, wer ihn mal als untrinkbar bezeichnet hat. Das war ein Irrtum. Das war ein lecker Likörchen mit 30 Umdrehungen, der durch die vielen Jahre wahrscheinlich gewonnen hat. Der ist nun leider Geschichte. Die letzte Buddel Rum ebenfalls. Es gibt noch eine Flasche Metternich, gehütet und beschützt für unseren 20. Hochzeitstag im Juni (hoffentlich ist der edle Tropfen nicht schon längst verdorben – aber das ist eine andere Geschichte).
Ansonsten sind wir abgebrannt, pleite, trocken gelegt!

Vor Ort kann man Bier kaufen (harte Sachen stehen weiterhin unter behördlichem Lockdown-Verschluss). Allerdings treiben einem die Bierpreise die Tränen in die Augen. Eine Halbliter-Dose kostet 3,60 USD. Das schmerzt. Zumal ich Bier jetzt nicht soooo toll finde. Beim Kochen soll Wein in den Koch – kein Bier. Wein kann man ebenfalls vor Ort kaufen. Der billigste Fusel hat 10% Alkohol – ein echtes Gütezeichen :lol: – und kostet 15 USD. Wir haben ihn probiert. Nun ja, er ist sein Geld nicht wert!

Und jetzt kommt Tola (Name von der Red. geändert) ins Spiel. Tola habe ich schon vor dem Lockdown im Shop kennengelernt. Er fragte mich, woher ich komme. Als er Deutschland hört, streckt er mir seine Ghetto-Faust entgegen und strahlt mich in bestem Hochdeutsch an: „Moin, Moin.“ Tola ist mal in Deutschland gewesen, in Berlin, Mönchengladbach und Mölln – mit einer Tanztruppe, wenn ich es richtig verstehe. Er folgt eine Unterhaltung über die ‚german Bundesliga‘, wobei ich nur an den richtige Stellen nicken muss, den Rest macht Tola. Klappt gut, er kann ein paar Brocken Englisch und ich packe meine Brocken Französisch dazu. Ein sympathischer Kerl, ungefähr in meinem Alter, der in Gambier nur zu Besuch ist, eigentlich aus den Tuamotu stammt und nun nicht nach Hause zurück kann.

Zu der Zeit als der Alkohol-Verkauf komplett verboten war, treffe ich Tola wieder. „Kein Bier“, mault er mich an und guckt unglücklich. Ich nicke zustimmend und zucke mit den Schultern. „Das kann noch dauern“, deutet Tola an und tippt auf seine nicht vorhandene Armbaduhr. „Willst du was zum Rauchen?“, fragt er mich unvermittelt. „Nein, ich rauche schon dreizehn Jahre lang nicht.“ Ich komme vom Dorf und verstehe nicht gleich, was er meint und gebe ihm tatsächlich diese selten dämliche Antwort. Er guckt mich entsprechend ungläubig an, fängt mit den Hüften an zu wiegen, rollt mit den Augen und singt: „Bob Marley … lala lalala … „. Oh! Ohh, ohhhhh, jetzt verstehe ich. Ich schüttel trotzdem den Kopf: „Nein, danke.“

Ein paar Tage später treffe ich erneut auf Tola als ich grade aus dem Laden zum Dinghy gehen will. „Pssst! Pfff.“ Tola steht an einer Hauswand in eine Nische gedrückt. „Pffffft.“ Er pfeift total auffällig unauffällig durch seine Zähne und deutet mir mit dem Kopf zu ihm zu kommen. „Moin, Moin“, sagt er. Dann schaut er sich konspirativ um. Niemand zu sehen. Er nimmt meine Hand und drückt mir ein Stück Küchenpapier in die Hand. „Bob Marley“, lacht er und fängt wieder mit den Hüften an zu wackeln. Schnell lasse ich das kleine Päckchen in der Hosentasche verschwinden. Er grinst.

Jetzt sitzen wir also auf dem Schiff. Der halbe ‚Stein des Anstoßes‘ liegt vor uns. Rauchen oder nicht rauchen, das ist die Frage? Die im Internet verbreitete Floskel ‚ich frage für einen Freund‘, kann ich mir wohl schenken. :mrgreen:

Das Corpus delicti

Corona: Jetzt kann man wieder nach NL – aber sollte man?

Wegen Corona ist nichts mehr wie es war beim Wassersport in den Niederlanden. Doch nun lockern sich die Regeln langsam, man kann wieder zum Wassersport und losfahren. Doch sollte man das auch? Was halten die Gastgeber davon? Stegfunk.de war vor Ort und hat nachgefragt

„Klar seid ihr willkommen, keine Frage“, sagt die Hafenmeisterin des Oesterhavens in Wolphaartsdijk am Veerse Meer. „Eigentlich wollen wir ja so wenige Gäste wie möglich, egal ob Deutsche oder Niederländer“, sagt die Kollegin aus dem Stadthafen in Stavoren. Was denn nun?

Rein rechtlich spricht nichts gegen einen Besuch an Bord. Derzeit noch für maximal 72 Stunden, denn danach müsste man in NRW in die 14-tägige Quarantäne. In anderen Bundesländern sind es sogar nur 48 Stunden. In Niedersachsen hat ein Gericht diese Regelung jedoch unlängst gekippt. Auch in NRW läuft die derzeitige Verordnung zum 25. Mai aus, dass sie verlängert wird, scheint derzeit politisch nicht gewollt. Wen die Quarantäne nicht stört, der kann auch jetzt schon beliebig lange in den Niederlanden bleiben.

Dort gelten klare Regeln: Keine Ansammlungen von Menschen, die nicht aus einem Hausstand kommen, 1,5 Meter Abstand, oft Hände waschen und eben generell: Rücksicht nehmen, Abstand halten. Und zu Hause bleiben, wenn man Symptome hat, die auf eine Coronainfektion hindeuten.

Ansonsten wird langsam wieder vieles möglich. Sogar die Terrassen öffnen ab dem 15. Mai. Die Häfen, die für Passanten geschlossen waren, öffnen ebenfalls. Aber Vorsicht gilt allerorten: Die Sorge vor zu großem Gedränge ist allgegenwärtig. Der Compagnieshafen in Enkhuizen begrenzt die Anzahl der Passanten ebenso, wie die Wattenhäfen oder die Häfen der SkipsMaritiem Gruppe (Hindeloopen, Stavoren, Lemmer, Lelystad). Die WCs und Duschen bleiben bis zum 1.7. geschlossen, obwohl der Branchenverband HISWA kräftig an einer früheren Öffnung arbeitet.

Auch in Supermärkten wird rücksichtsvoll Abstand gehalten und mit Karte gezahlt. Die Anzahl der Besucher ist begrenzt. Eine Mundschutzpflicht gibt es indes nicht. Fischverkäufer und Frittenbudenbesitzer freuen sich über Deutsche Kunden, das sagen sie sehr deutlich. Auch andere Wassersportunternehmer wie Michiel van Kesteren von @Sail Yachting in Workum freut sich auf seine Kunden aus dem Nachbarland: „Warum denn nicht? Ein Boot ist für eine Familie doch ideal. Und Gäste aus Deutschland sind immer willkommen, logisch“. Wassersportler berichten von ebenso freundlich grüßenden Niederländern auf dem Wasser wie eh und je. Alles gut also?

Nein. Nicht jeder in den Niederlanden begrüßt die Nachbarn mit offenen Armen. Manche wollen unter sich bleiben. Da jedoch, so scheint es, ist der Gesundheitsschutz oftmals nur ein Vorwand. Denn es wird eng auf dem Wasser. In großen Mengen drängen die Niederländer aufs Wasser, denn Urlaub in der Ferne ist nicht möglich. Da kommt ein Boot gerade recht. Das spiegelt sich in einem wahren Run auf Gebrauchtboote wider, den Makler derzeit verzeichnen. Und weil man nicht im Päckchen liegen darf und auch sonst die Abstände eingehalten werden müssen, muss mit dem vorhandenen Raum gut gehaushaltet werden. Darauf angesprochen sagt die Hafenmeisterin in Stavoren: „Na dann wird es eben ankern…“ Da scheint der ein oder andere zu denken: Ohne Deutsche Gäste ist es weniger voll. Ein zugegebenermaßen naheliegender Gedanke.

Fazit: Zum Wassersport nach Holland fahren oder nicht?

Achtung, Meinung: Die meisten Menschen denen man begegnet beim Wassersport in den Niederlanden leben von und mit dem Wassersport und somit auch von und mit Deutschen Gästen. Sie heißen uns willkommen. Aus kommerziellen Erwägungen oder schlicht, weil sich über die Jahre Freundschaften etabliert haben. Sie wünschen sich, dass wir so bald wie möglich wieder in die Niederlande kommen. Das klingt in Gesprächen vollkommen ehrlich und nachvollziehbar. Ein großer Teil der anderen Menschen scheint zu denken, dass wir gerne kommen dürfen, wenn wir uns nur an die Regeln halten. Das ist der bekannte Niederländische Pragmatismus. Und ein kleiner Teil möchte seine Heimatgewässer lieber selbst nutzen. Davon dürfen wir uns aber nicht abschrecken lassen. Schon wegen all den anderen Niederländern, die uns willkommen heißen, nicht.

Mischen wir uns damit in interne Angelegenheiten ein? Vielleicht. Aber: Für viele von uns sind die Niederlande unsere zweite Heimat und unser erstes Heimatrevier. Und nur weil da zufällig eine Grenze dazwischen liegt, die vor drei Monaten noch nahezu keine Rolle mehr spielte, jetzt aber auf einmal wieder auf teils unschöne Weise an Bedeutung gewinnt, möchte ich mich nicht von meinem Heimatrevier fern halten. Schon um dieser Grenze keine Wichtigkeit beizumessen, die sie eigentlich längst nicht mehr haben sollte.

Sollte man also ab sofort wieder zum Wassersport in die Niederlande fahren? Ja. Das sollte man. Wenn man sich dabei an die Regeln hält:

– Halten Sie 1,5 Meter Abstand von anderen Menschen mit denen Sie nicht im Familienverband leben!

– Vermeiden Sie geschäftige Orte konsequent. Mehr als drei Leute? Wegbleiben!

– Symptome? Zu Hause bleiben!

– So oft es geht Hände waschen!

– Hafen WCs und Duschen bleiben geschlossen bis 1.7. Man muss also an Bord autark sein. Das Schiff muss über ein WC mit Fäkalientank verfügen, über fließendes Wasser und über eine Dusche. Alternativ geht ein Porta Potti oder eine Trockentoilette

– Besprechen Sie ihren Besuch mit dem Hafenmeister per Telefon. Viele Häfen haben eigene Regeln aufgestellt. Halten Sie sich daran!

– Päckchenliegen ist verboten. In Häfen wo das üblich war, wird es schnell voll werden. Stellen Sie sich darauf ein, keinen Liegeplatz zu finden und eventuell zu ankern

– Zum Schluss: Die Niederländer setzen, wie immer, stark auf Eigenverantwortung. Es ist in hohem Maße kulturell empathisch, diese Eigeneverantwortung ebenfalls zu entwickeln. Wenn sich zu viele Menschen zu sorglos verhalten, steigen die Infektionszahlen und die Wassersportsaison ist auch schnell wieder vorbei. Jeder Einzelne hat es in der Hand, das zu vermeiden. Helfen Sie mit!

 

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SV King of Bavaria II – Wolfgang Clemens GER

30 JAHRE ALS PARADIESJÄGER UNTERWEGS

Wolfgang Clemens

Stürmische Zeiten

TURBULENZEN UND KONSEQUENZEN

Turbulenzen

Fünf Surfer sterben vor Scheveningen

Gestern Abend gegen 19 Uhr geriet eine Gruppe von sechs Surfern in Not. Drei wurden aus dem Wasser gerettet, nur einer überlebte. Die anderen beiden konnten nicht mehr reanimiert werden. Der Überlebende berichtete von weiteren Surfern im Wasser. Eine große Suchaktion begann

Die KNRM war ebenso involviert, wie die Küstenwache, Polizei und Feuerwehr. Gemeinsam suchte man von Rettungsbooten, Hubschraubern und aus Kranwagen von Land aus an der nördlichen Hafenmole von Scheveningen. Erschwert wurde die Suche durch mannshohen Schaum auf dem Wasser. Der entstand durch den starken Nordwind der gegen die nordsetzende Strömung blies.

Der Helikopter versuchte mehrfach mit seinem Downwash den Schaum wegzublasen, um die Suche zu erleichtern. Doch es half nichts. Gegen 22.30 Uhr musste die Suche beendet werden, es wurde zu dunkel. Heute morgen wurden dann zunächst zwei weitere Leichen geborgen, von der dritten noch vermissten Person fehlte jede Spur. Die Rettungskräfte konnten jedoch auch sie im Laufe des Vormittags finden und leider nur noch bergen.

Bei den Opfern handelt es sich laut lokalen Medien um bekannte Surfer aus Schweveningen, teils sogar Surflehrer. Die Wassersportler galten als erfahren und kannten ihr Heimatgewässer gut. Dennoch kam es zu dem tragischen Unglück. Der Überlebende berichtete, dass sie von einer großen Welle erwischt wurden und sich dann im Schaum wiederfanden, der jede Sicht und Orientierung nahm.

Stegfunk.de wünscht den Angehörigen und Rettungskräften Stärke.

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Dinghy-Rennen: Deutschland gegen Australien (Video)

Langweilig wird es nie. Schon gar nicht, wenn es langsam Sommer wird. Mit acht Booten haben wir in einer Bucht gelegen und uns die Zeit vertrieben. Zum Beispiel mit einem Dinghy-Rennen. Deutschland gegen Australien. Mit dabei der mehrmalige Sydney-Hobart-Veteran Mel und Jan aus München (in meinem neuen Dinghy). Das ganze natürlich kommentiert auf Dilly-Dally-TV.