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Abschied von der MERLIN

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Bahnfahren

Spaß am Reisen zu haben, während der Corona Zeit fällt uns allen schwer. Ich habe das Gefühl, mich besonders schwer zu tun. Die Segel-Reise mit der MERLIN und Martin beende ich in Großenbrode. Am letzten Tag kommt seine geliebte Claudia aus der Schweiz hinzu. Der Kühlschrank ist noch voll und für diesen Abend habe ich noch Blätterteig, um eine Spinatquiche zu zaubern. Ich habe noch nie eine Spinatquiche gemacht. Ich könnte das Internet befragen. Einfacher ist Nathalie anzurufen. Die gemeine Spinatquiche gehört in Flensburg zum regelmäßigen Menü. Nur Nathalie ist nicht zu erreichen. Na dann. „Maya. Hast Du das Rezept für die Spinatquiche im Kopf?“ „Klar Papa. Also Du nimmst den Teig und…“ 45 Minuten später steht die Spinatquiche auf dem Drehtisch im Cockpit der SY MERLIN. Claudia, Martin und Micha dinieren das letzte Mal. Wir kennen uns schon aus 2017 und sind immer wieder zusammen gekommen. Es gibt viel zu erzählen. Irgend geht die Sonne unter, der Wein ist leer. Schöner Abend. Danke euch!

Von Lübeck sehe ich nur den Bahnhof. Mir reicht es grade aber auch mit dem „Reise – Reise“ Spiel. Ich ziehe meinen Mundschutz auf, fühle mich natürlich unwohl mit den ganzen anderen Reisenden und verstecke mich, wie alle anderen, hinter meinem Smart Phone. Nathalie und die Kids fahren morgen in die Bretagne. Ich wollte nicht mit. Lars geht ins Hundehotel und ich habe die Bude für mich. Step 2 beginnt. Eigentlich würde ich natürlich gerne direkt zur MARLIN fliegen, was auch ab dem ersten July möglich sein sollte. Ich entscheide mich aber erst einmal Huelva in Spanien anzupeilen. Dazu muss ich nach Faro fliegen. Fliegen. Corona. Klar was man so in seinem Kopf hat. Mein Kite Freund Diego hat mich eingeladen. Die Gegend um Huelva ist sein Hosentaschen-Revier. Am Ende siegt die Unvernunft und ich buche meinen Flug. Ich kann ja nun nicht ewig zu Hause sitzen und warten. Warten? Wodrauf? Nun. In der Nähe des Krankenhauses und meines Onkologenfreundes Dr. Helge, der mich so oft schon aus dem Dreck gezogen hat, habe ich ja irgendwie das Gefühl, dass mir nichts passieren kann. Hilfe ist in der Nähe. Der Flug geht ab Düsseldorf. So habe ich die Möglichkeit meine Söhne und alte Freunde dort zu sehen. Das Reise – Reise Spiel beginnt wieder. Ich übe für Curacao. Endziel. Mein Schiff. Die MARLIN. Mein Zuhause.


Mitsegeln auf der MARLIN.

Wir müssen die MARLIN jetzt erst mal irgendwie erreichen. Dann wird die MARLIN ein weiteres Jahr in der südlichen Karibik bleiben. So bald es wieder vernünftige Flüge gibt, werden wir auch wieder Mitsegeln anbieten.

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De Kwikkel in Medemblik – Terrasse mit Brückenblick

Tagsüber bimmelt fast im Minutentakt die Brücke am Hafen in Medemblik. Und direkt daneben: Die Terrasse des Restaurants de Kwikkel. So können Wassersportenthousiasten beim Essen Bötchen gucken. Ideal, oder? Und gut schmecken tut es obendrein

Für den perfekten Überblick muss man natürlich Glück haben und den richtigen Tisch ergattern, doch auch von den wasserfernen Sitzgelegenheiten lässt sich der Verkehr an Land und auf dem Wasser ganz gut beobachten. Nachmittags gerne mit Kaffe und Waffel, zum „Diner“ eher mit was Herzhaftem. Die Karte dafür ist erfreulich klein: Saté, Burger, Biefstuk (Rinderfilet) und Schnitzel. Dazu vegetarisches und und zwei Fischgerichte, wovon eines tagesaktuell, also frisch ist.

Wieder ist das Highlight der Karte der Burger. Ein Italienisches Brötchen, eine saftige Frikadelle und perfekt abgelöschte Zwiebeln. Das schmeckt ungewöhnlich, aber sehr gut. Fritten sind dabei, erwartbar. Es gibt eine ganze Reihe von Bieren am Zapf, immer ein Höhepunkt: Texels Skumkoppe.

Nachher noch ein Kaffee und der kommt immer mit einem kleinen Schnapps dabei. Ach ja: Zum Espresso gibt es ein Glas Wasser, das gehört sich so und zeichnet den Gastronomen aus.

Es hat uns bestens geschmeckt im De Kwikkel. Natürlich bietet Medemblik kulinarisch einige Höhepunkte, wie Meiers oder den Portugiesen. De Kwikkel aber hat die Aussicht und bietet solide Kost bei gutem Service und leckerem Bier. Das kann man ruhig mal machen. Was gibt es zu meckern? Eigentlich nichts, wenn man sich darüber im Klaren ist, dass der Besuch keine kulinarische Offenbarung wird, sondern eben gutes Essen zu einem angemessenen Preis mit guter Aussicht.

Hier geht es zur Website von de Kwikkel

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Holland: Der Wassersport-Überblick zum Wochenende 26.-28.6.20

Der Wochenüberblick über alles Relevante für den Wassersport in den Niederlanden zum Wochenende 26.-28.6.2020. Das Wetter wird durchwachsen, die Sommerferien in NRW beginnen, es wird wohl voll werden in Holland. Und die Lockerungen gehen weiter

Wasserstrassen: Sperrungen wegen Corona gibt es nicht mehr, lediglich die Bedienzeiten können noch abweichen, etwa in der Provinz Groningen. Dort wird teils nur von 9-17 Uhr bedient. Stegfunk.de-Leser Michael K berichtet gar von Bedienung nur bis 15.30 Uhr auf dem Reitdiep #In der Provinz Friesland sind keine geplanten Sperrungen gemeldet. Die Bedienzeiten der Schaarster Rijnbrug zwischen Langweer und dem Tjeukemeer wurden angepasst. Sie wird zwischen 15.40 und 18.40 Uhr nicht mehr geöffnet, wegen des Berufsverkehrs auf der Autobahn A6 #Die Wilheminaschleuse in Zaandam ist gesperrt wegen Bauarbeiten. Dies bis auf Weiteres # #Die Marker Wadden sind nach dem Feuer für Besucher wieder geöffnet #Die Wilhelminaschleuse in Zaandam ist am 19. Juni gesperrt # Provinz Zeeland: Vorankündigung: Der bewegliche Teil der Zeelandbrücke wird vom 6. bis 8. JULI geschlossen bleiben. Die Stationsbrug in Middelburg wird jeweils um 7:07/11:37/15:38/19:37 geöffnet.  #Im Wilhelminakanaal wird die Schleuse IV baw. wegen Arbeiten nicht bedient #In der Zuidwillemsvaart ist Schleuse 0 seit dem 16. Juni baw. gesperrt # Die Schleusen von Maas, Wilhelminakanaal und Zuidwillemsvaart werden baw. seltener bedient. Die Ursache: Zu wenige Wasser das über die Maas in Maastricht angeführt wird, sodass niedrige Wasserstände durch Schleusen entstehen können

Sperrungen und besondere Behinderungen sind darüberhinaus bei Redaktionsschluss nicht gemeldet.

Allgemein: Es ist immer empfehlenswert, vor Fahrtantritt zu prüfen, ob die geplante Route Hindernisse enthält. Das geht am besten auf vaarweginformatie.nl

Straßen an Land: Es sind keine Sperrungen geplant in dieser Woche. Allerdings gibt es auf den Strecken nach Antwerpen in Belgien Baustellen. Die könnten im Ferienverkehr für Staus sorgen.

Wetter:Tief nördlich von Irland, sehr ortsfest. Das sorgt für Wind um SW Stärke 4, in Böen bis 6. Gelegentlich Schauern, teils mit Gewitter, dann lokal viel Niederschlag. Temperaturen tagsüber angenehm rund 22°C, nachts sicher zweistellig, Sonntags Kühler um 17°C. Ein ezwas durchwachsener Sart in die Ferien.

Häfen:WCs und Duschen im ganzen Land geöffnet. Päckchenliegen in Stadthäfen, wie in Lemmer, Veere, Zierikzee oder Medemblik üblich, wird toleriert und teils sogar gefordert. Besucher müssen sich darauf einstellen, eventuell keinen Platz zu bekommen. Alternative dann: Ankern. Die Häfen der Watteninsel sind nur sehr eingeschränkt erreichbar. 200 Plätze stehen je nach Insel für Passanten zur Verfügung, das ist wenig. Voranmelden ist Pflicht, außer auf Vlieland, dort werden die E-Mails nicht mehr bearbeitet, wegen zu großen Andrangs. Generell: Es wird voll werden. Darauf sollten sich Wassersportler einstellen.

Tide: Harlingen und Roompot binnen

Besonderheiten: Die Lockerungen halten an. Im Auto dürfen jetzt auch Menschen aus zwei verschiedenen Haushalten ohne Mundschutz unterwegs sein. Der ÖPNV läuft ab dem 1. Juli wieder normal mit voller Kapazität. Wer nicht unbedingt muss, sollte Bus und Bahn jedoch möglichst meiden. Mundschutz bleibt weiterhin Pflicht.

Events: Nee, erstmal immer noch nicht…

Generell gilt:

– 1,5 Meter Abstand halten!

– Belebte Orte meiden!

– Bei Erkältungssymptomen zu Hause bleiben!

– Bei Fieber auch nur einer Person bleiben alle aus dem Hausstand zu Hause!

– Auf Schiffen gelten diese Regelungen

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MARLIN Safe in Curacao angelegt

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Crew & Skipper wohlauf

Schlußendlich hat nach 6 Monaten MARLIN Odyssee, meiner Krankheit, Heute um 10:00 alles sein Ende gefunden an zwei Vorleinen und zwei Heckleinen, sicher in der Secu Boca Marina in Curacao. Neben dem 90 Fuß Catamaran ORION sieht MARLIN richtig klein aus. Nun ist MARLIN safe vor der schon begonnenen Hurricane Season, Stefan und Sven fliegen mit der nächsten KLM Maschine übermorgen nach Amsterdam und weiter nach Frankfurt. So der Plan. Wann und wie ich, auf mein schwimmendes ZuHause komme wird sich auch zeitnah finden. Erst einmal habe ich einen Termin Mitte nächsten Monats zur Impfung. Mein neues Immunsystem ist nämlich jungfräulich und muss wie bei einem Baby gegen die schlimmsten Erkrankungen geimpft werden.


Mitsegeln auf der MARLIN.

Wir müssen die MARLIN jetzt erst mal irgendwie erreichen. Dann wird die MARLIN ein weiteres Jahr in der südlichen Karibik bleiben. So bald es wieder vernünftige Flüge gibt, werden wir auch wieder Mitsegeln anbieten.

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Neues Rigg für Dilly-Dally

Fast zwei Jahre, nachdem ich die Dilly-Dally gekauft hatte, segelten wir zurück nach Marmaris, um das Rigg checken zu lassen. In der Zwischenzeit habe ich viel an dem Boot verändert und einiges investiert. Neue Segel, Davits, Sonnenkollektoren, Beiboot und Außenborder, einen moderner Kartenplotter plus AIS, ich habe die langweiligen blauen Bimini-, Sprayhood- und Cockpitkissen gegen neue fancy graue ausgetauscht. Trotzdem war ich misstrauisch gegenüber dem Rigg. Der Vorbesitzer, der nur anderthalb Jahre lang auf der Dilly-Dally segelte, wusste nicht, wann sie das letzte Mal gewechselt oder zumindest überprüft wurden. Und im Allgemeinen heißt es, dass das stehende und laufende Gut  alle zehn bis fünfzehn Jahre gewechselt, oder zumindest gewartet werden sollte. Okay, das sagen zumindest die Versicherungen. Aber in den vergangenen Wochen hatte ich einige neuere Yachten gesehen, fünf bis acht Jahre alt, die Schäden  an der Takelage aufwiesen. Ich möchte mich beim Segeln sicher fühlen, besonders auf unseren geplanten langen Passagen. Deshalb haben wir Mustafa von Moss Rigging gebeten, Dilly-Dally zu überprüfen. Es stellte sich heraus, was ich erwartet hatte: Dilly-Dally segelte wahrscheinlich noch mit dem ersten Satz Wanten. Immerhin gab es keinerlei Schäden an dem massiven Selden-Mast, der wie eine starke Eiche in den Himmel ragt. Da ich nun schon mal die Wanten und Spanner tauschen wollte, wechselte ich auch gleich noch sämtliche Fallen und Schoten, die im Laufe der Jahre unter der Sonne der Türkei und dem Salz des Mittelmeeres gelitten hatten. Insgesamt kommen da mal schnell  200 Meter zusammen. 

 

Weil die Bordkasse da schon arg gebeutelt war, kam es auf ein paar Euro mehr oder weniger auch nicht an. Und so ließen wir auch noch alle sieben Wünschen warten und säubern (seit ich beim Strandsegeln einmal eine Winsch gereinigt hatte und sie beim Zusammensetzen wie ein Puzzle vor mir lag, das für mich unmöglich zusammenzusetzen war, habe ich einen gehörigen Respekt vor der Arbeit) – und auch das Furlingsystem des Rollgroß verdiente ein wenig Aufmerksamkeit. Wie sich herausstellte, waren auch die Winschen seit Längerem nicht mehr fachmännisch behandelt worden. Das verwendete Fett (offensichtlich kein Marine-Fett) klebte wie Kaugummi auf den Zahnrädern. Da die großen, zweigängigen 52er Lewmar-Winschen pro Stück um die 3500 Euro kosten, waren die Kosten für die Reinigung Peanuts. Außerdem ließ sich Arzum in die Kunst des Zerlegens (und wieder Zusammensetzen) der Winschen einweisen, deren Innenleben ein bisschen an das Uhrwerke einer Schweizer Uhr erinnert.

 

Alles in allem ein nicht ganz günstiger Trip. Aber meiner Meinung nach eine gute Investition. Schließlich gilt: Safety first!. Besonders, wenn man auf einem Segelboot lebt.

Schiffe der Nationen – USA

EINFLUSSFAKTOREN – KAUFBERATUNG

USA

Recht-Kolumne: Wie haftet der Gutachter in Holland?

Ein Gutachter zum Ankauf eines Schiffes hinzuzuziehen ist eine gute Idee. Doch wie haftet der Sachverständige für sein Tun? Was, wenn der Experte etwas Wichtiges übersieht? Stegfunk.de-Rechts-Experte Frits Hommersom gibt Auskunft über die Lage in den Niederlanden

Frits Hommersom ist seit 20 Jahren als Rechtsanwalt spezialisiert auf alle Themen rund um die Freizeitschifffahrt. Denn leider geht auch beim liebsten Hobby nicht immer alles reibungslos vonstatten. In seiner Kolumne bearbeitet er für Stegfunk.de heute das Thema Gutachten auf.

Wichtig: Für den Inhalt ist Frits Hommersom verantwortlich. Meinungen und Auslegungen müssen nicht zwangsläufig den Ansichten von Stegfunk.de entsprechen. Diese Kolumne erstellt Frits Hommersom für Stegfunk.de kostenlos im Austausch für die Sichtbarkeit auf der Seite.

Hier der Text von Frits Hommersom:

Ankaufgutachten erstellt

Herr Van Vuren ließ vor dem Kauf seines Bootes ein Ankaufgutachten erstellen. Eineinhalb Jahre später lief Wasser vom Dach entlang der Fenster des Steuerhauses herein. Kann er von dem Experten Schadenersatz bekommen?

Ein Experte, den Sie beim Kauf eines Bootes beauftragen, hat eine sogenannte Best-Efforts-Verpflichtung (Dienstvertrag) und keine Ergebnisverpflichtung (Werkvertrag). Dies bedeutet, dass der Sachverständige eine Bewertung nach bestem Wissen und Gewissen und sorgfältig durchführen muss, dass er aber nicht unbedingt für Mängel haftet, die er übersehen hat. Er beurteilt in der Regel die Teile, die nur mit den Augen inspiziert werden können. Zum Beispiel wird er niemals Löcher bohren, denn das würde das Schiff verschlimmern. Wenn keine spezifische Anweisung für eine solche destruktive Prüfung gegeben wurde, kann ein Experte nicht für Probleme haftbar gemacht werden, die erst nach einer solchen Prüfung zutage treten würden. Er haftet jedoch für grobe Fahrlässigkeit. Wenn der Experte zum Beispiel ein bestimmtes Stromkabel in der Nähe des Motors übersieht, wodurch eine hohe Brandgefahr besteht, und dieser Brand ebenfalls auftritt, wird er einiges zu erklären haben… Können Sie dann einen Sachverständigen für alle entstandenen Schäden haftbar machen? Auch das ist nicht der Fall. In der Regel, insbesondere für die der HISWA angeschlossenen Inspektoren, enthalten die allgemeinen Geschäftsbedingungen des Sachverständigen eine Ausschlussklausel für Folgeschäden: die Kosten für die Behebung des nicht entdeckten Mangels sind gedeckt, Folgeschäden nicht. Darüber hinaus enthalten diese Bedingungen auch eine Haftungsbeschränkung, wodurch die Entschädigung auf maximal das x-fache des Rechnungsbetrags des Sachverständigen begrenzt ist. Die Bedingungen enthalten zudem in der Regel eine Verjährungsfrist von einem Jahr.

Tipp 1: Denken Sie daran, dass selbst ein Ankaufgutachten keine absolute Sicherheit bietet. Seien Sie beim Kauf Ihres Traumschiffs kritisch. Fragen Sie den Verkäufer/Makler, und wenn Sie einen Sachverständigen hinzuziehen, lassen Sie ihn das Schiff sehr kritisch untersuchen. Wenn er etwas vermutet, riskieren Sie eine destruktive Untersuchung. Das kann großes Elend hinterher verhindern! Wenn der Inspektor Zweifel an einer Sache hat, ergreifen Sie geeignete Maßnahmen.

Tipp 2: Prüfen Sie die Bedingungen des Gutachters für Haftungsbeschränkungen und ob er Mitglied des Ausschusses für Streitigkeiten im Zusammenhang mit Wassererholung (Geschillenkommissie Waterrecreatie) ist. Bei Problemen im Nachhinein können Sie ihn dort zumindest zur Rechenschaft ziehen, ohne direkt vor Gericht gehen zu müssen.

Tipp von Stegfunk.de: Vereinbaren Sie mit dem Gutachter genau den Umfang des Gutachtens. Die Inhalte sind nicht festgelegt, außer eventuell über eine Organisation, der sich der Gutachter angeschlossen hat, wie etwa der HISWA in den Niederlanden oder dem VBS ev. in Deutschland. Mithin kann ein Gutachten auch recht kurz und aussagelos sein. Sollen bestimmte Dinge überprüft werden? Schreiben Sie das in den Auftrag hinein. Je genauer, desto besser. Verlassen sie sich nicht darauf, dass der Gutachter schon ein ordentliches Gutachten abgeben wird.

Das Thema Gutachter und Gutachten habe ich ausführlich in YACHT 13/2020 behandelt. Die kann man hier bestellen.

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Planungs-Pannen auf allen Fronten

Mo.,22.Jun.20, Franz.Polyn./Gambier/Insel Mangareva, Tag 2213, 20.254 sm von HH

Die Kreditkarten sind angekommen. So weit, so gut. Diese fortschrittlichen Karten verlangen einen Pin bei der Bezahlung. Nun stellt uns solche Sicherheits-Maßnahme ein Bein: „Vor der ersten Nutzung Ihrer Kreditkarte, aktivieren Sie bitte Ihren Pin an einem Geldautomaten“. :mrgreen: Ja, wissen die von Visa und MasterCard nicht, dass der nächste Automat ungefähr 1300 Kilometer entfernt von hier steht? Und ob der so fortschrittlich ist, dass er Pins auslesen kann, ist nicht verbürgt.
Unsere neuen Karten sind somit nur halb brauchbar. Beim Bezahlen in den Läden vor Ort gibt es unterschiedliche Aufforderungen des elektronischen Systems. Mal geht der Vorgang ohne Pin-Eingabe durch, mal wird einer verlangt, der dann natürlich nicht funktioniert, weil er nicht aktiviert wurde. Also nutzen wir gleich die alten Karten so lange sie noch gültig sind. :roll:

Über die Zahnärztin auf Hao haben wir mit Hilfe von Philip, dem Internet-Mann vor Ort und Elsässer, der Deutsch und Französisch spricht, ebenfalls Neuigkeiten erfahren. Sie sei bis Ende Juni auf Hao, macht dann einen Monat Urlaub und kehrt im August nach Hao zurück.
Mit den Infos beladen, sitzen wir auf dem Schiff und planen unsere Abfahrt. Wir müssen Richtung Nord-Westen und der Wind, der hier eigentlich immer aus Osten weht, kommt aus Nord-Westen. Das wird knapp rechtzeitig anzukommen. Und Spaß bedeutet es schon gar nicht.
Und was bedeutet eigentlich bis Ende des Monats? Ein Blick in den Kalender zeigt, dass ‚Ende Juni‘ auf einen Montag und Dienstag fällt. Bedeutet Ende Juni nun die letzte volle Woche oder inklusive der beiden Tage? Wir kontaktieren erneut Philip. „Könnt ihr vergessen, Montag ist ein Feiertag und Dienstag wird auch nicht gearbeitet. Ende Juni ist somit der 26.igste!“ Da ist sie hin, die Lücke, um die Zahnärztin noch rechtzeitig auf Hao zu erreichen.

Yves, der zweite Elsässer auf der Insel, der häufig bei Philip sitzt, belehrt uns: „Du musst die Polynesier präzise fragen, sonst bekommst du nur eine schwammige Antwort. Jede Information muss man einzeln abfragen. Frag hier mal am Schalter von ‚Air Tahiti‘, wann der nächste Flieger geht – keine Chance auf eine korrekte Antwort. Da buche ich gleich in Tahiti und sage hier am Schalter nur noch Bescheid“ Er ist so nett und ruft für uns in der Medizin-Station an, wann in Gambier wohl der nächste Zahnarzt-Besuch erwartet wird. Keine Ahnung, lautet die Antwort, trotz präziser Frage. :roll:
Achim trifft die Entscheidung, wir warten jetzt im Juli auf ein gutes Wetterfenster, um nach Hao zu kommen, warten dort auf August und auf die Ärztin. Die Alternative hieße zehn Tage nach Tahiti segeln. Oder hin fliegen. Leider gibt es nur einen Flug in der Woche, bedeutet somit zusätzlich eine Woche in Tahiti im Hotel zu wohnen. Achim entscheidet, er stopft sich jetzt gut durchgekautes Kaugummi in das Loch – ein Tipp von einem Zahnarzt (danke, Richard). Zum Glück tut es noch immer nicht weh.

Und noch eine Planung ist geplatzt. Der beste Ehemann von allen hatte sich zum Hochzeitstag richtig ins Zeug gelegt. Einmal im Leben sollte ich wie eine Südsee-Schönheit aussehen, einmal im Leben sollte ich einen Blumenkranz tragen. Die Idee hat er mit Maya, der polynesischen Freundin von Philip, ausgeheckt. Selbst ihr Verweis darauf, dass auch Männer zu diesem Anlass einen Kranz tragen müssen, hat ihn nicht abgeschreckt. Er hat die zwei Kränze in Auftrag gegeben.
Am Morgen des Jubel-Tages stand Achim pünktlich im Garten von Philip. Nur keine Maya zu sehen – am Abend zuvor hatte sich das Paar getrennt und Philip hat Maya in ihr eigenes Haus zurück gebracht. Ein paar hastig gepflückte Blumen gaben den Kranz-Ersatz.

Einen Tag später treffen wir Maya zufällig im Ort. „Pardon, pardon“, Maya ist untröstlich. Nicht so schlimm versichern wir ihr. Alles ist in Ordnung. „Ich habe einen Ersatz für euch“, kramt sie in ihrer Tasche. Ein Beutel mit Perlen kommt zum Vorschein. Diesen drückt sie uns in die Hand. Die Perle mit dem Delphin als Gravur ist der männliche Part und für Achim, meine Perle ist die mit der gravierten Rose. Wir sind gerührt. Die Polynesier mögen ja nicht präzise sein, aber sie machen dies mit Herzlichkeit dreimal wett.

Perlen von Maya zum Hochzeitstag – Gravuren sind sowohl auf den Perlmutt-Schalen der Austern als auch auf Perlen üblich

Geiler Segeltag

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Heißer Feger

Sonne, Westwind, blauer Himmel. Was kann es Schöneres geben um die Segel zu setzen? Mit jeder Meile, mit der Stefan mit MARLIN aus der Hurricane Zone Richtung Curacao nach Süden rutscht, geht es mir schlagartig besser. Mehr als die Hälfte hat er schon geschafft. Kann man auch in marinetraffic.com mitverfolgen. Hier die MMSI der MARLIN: 211606420. Wir senden die AIS Position auch Offshore über Kurzwelle und Pactor. Deshalb kann man die MARLIN im Gegensatz zu anderen Schiffen auch ausserhalb der Landstationenempfangsreichweite sehen. Das Akku von unserem Iridium GO! ist aufgeplatzt. Tja. Gut das Stefan alternativ Kurzwelle und Pactor an Bord hat. Sag ich ja immer. LUNATRONIC.

Martin steht am Steuer und grinst. Er ist sichtlich stolz auf seinen Trimaran Grashüpfer. Heute mit frischen 16 Knoten Wind aus Achtern. Wir diskutieren über den besten Kurs, Segelstellung, Schnelligkeit und eben worüber man so diskutiert, wenn sich zwei Skipper mit eigenen, schnellen Schiffen treffen und gemeinsam segeln. Ich darf alles ausprobieren und habe natürlich zu allem meinen Senf abzugeben. Martin weiß es schweizerisch besser. Es bleibt objektiv und sachlich. „Warum segelt Dein Grashüpfer jetzt nicht mit 12 Knoten, sondern nur mit 9?“ Doofe Frage. Muss aber mal gestellt werden. Ich schlage die Antwort selber vor: „Überladen!“ Martin nickt. „Aussenborder, Fahrräder, Krimskrams in den Schwimmern. Das Boot vollgepackt mit Technik und eben ein Fahrtenschiff.“ MERLIN ist einen Tick schneller als MARLIN. 36 Fuß Multihull gegen 60 Fuß Alumono. Kann man irgendwie nicht vergleichen. Am Wind wird MERLIN laut und die Kufen tauchen in die Wellen ein. Jetzt bleiben die Sachen ich Schiff nicht mehr an ihrem Platz, wenn nicht angebunden. Die Bewegungen werden abgehackt. Festhalten ist angesagt und zum ersten Mal benutze ich die Lifeline beim Steuern. Was wäre wenn Martins Grashüpfer 60 Fuß groß wäre? Hmm. Dann wäre der Zug für MARLIN wohl abgefahren. Komfort? Würde mich ja schon mal reizen so ein Rapido 60 zu segeln. CEO bei Wirecard und 2 Millarden sind drin. Einfach so. Ich habe was falsch gemacht in meinem Leben. Was? Oder auch nix.

Am Abend erreichen wir Fehmarn. Die Kiter tanzen vor dem Gold Spot und wir tauchen under der Brücke durch, suchen uns einen Ankerplatz für die Nacht. In Großenbrode werden wir fündig. Ich verführe Martin heute mit einem Thai Curry, wirklich nur ein ganz klein bisschen scharf. Das Blut sammelt sich im Magen und um 22:00 verabschiedet sich mein Skipper in die Vorkoje. Tja. Viel frische Luft, frühes Aufstehen. Ich habe gut Reden. Ich habe Mittagsschlaf gemacht, während Martin gesegelt ist. Morgen Segelpause, Putzen und entspannen? Ich bin gespannt.


Mitsegeln auf der MARLIN.

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Der Malstrøm

Mehr als 1 Jahr Entwicklungszeit und unzählige Fahrversuche liegen mittlerweile hinter einem Gerät, welches ich seinerzeit unter dem Projektnamen „E-Maschine A“ begonnen habe.
Es handelt sich dabei um einen elektrisch angetriebenen Außenborder für kleinere Boote. Ziel war es, einen Antrieb zu bauen, der deutlich leichter und leistungsfähiger als ein vergleichbarer Benziner ist. Dazu sollte er die aktuell kommerziell erhältlichen Elektroaußenborder in Bezug auf Leistung und Robustheit in seiner Größenklasse übertreffen. Das waren die Ziele!

Heraus gekommen und seit einigen Wochen erfolgreich im Einsatz ist folgende Maschine:

Name – Malstrøm
Maximale Wellenleistung im Dauerbetrieb @ 37V – 2.944W (4PS)
Maximale Wellenleistung Kurzzeitig – 3.970W (5,4PS)
Wirkungsgrad des elektrischen Antriebs unter Volllast – 94%
Gewicht – 9,8kg

Durch den hohen Wirkungsgrad wird so wenig Energie in Wärme umgesetzt, dass eine passive Kühlung unter dem geschlossenen Gehäuse aus Carbon zur Zeit ausreicht. Langfristig wird allerdings aus Sicherheitsgründen und zur Optimierung des Controllers eine Wasserkühlung eingebaut.

Die Reichweite ist abhängig vom eingesetzten Akku. Im Moment fahre ich den Malstrøm provisorisch mit einem 37V Lithium-Polymer Akku. Demnächst kommt hier eine Lieferung LiFePo4 Zellen an, mit denen ich einen richtig leistungsfähigen Akku bauen werde.
Eine Drehgaspinne wird ebenfalls noch angefertigt. Momentan wird der Motor mit einem Drehzahlregler an der Front gesteuert. Später wird man den Motor wahlweise über diesen Regler oder mit der Pinne steuern können.
Das Drehmoment des Antriebs ist übrigens deutlich höher, wie bei einem Benzinmotor gleicher Leistung. Dieses gewaltige Drehmoment liegt bereits von der ersten Umdrehung des Motors an. Die Beschleunigung ist so heftig, dass man extrem schnell mit dem Boot ins Gleiten kommt und sich wirklich festhalten muss, um nicht einen Satz nach hinten zu machen, wenn der Regler zu schnell voll aufgedreht wird.
Als ich das Wort „Gleiten“ vor kurzem bei einer Unterhaltung am Steg ausgesprochen hatte, kam sofort ein ungläubiges: „Wie? Mit dem Mixer kommt man ins Gleiten?“
Ja, kommt er, auch mit Ausleger!
Und er macht dabei gigantisch viel Spaß. Wenn der Malstrøm mit voller Leistung betrieben wird, erinnert der Sound ein klein wenig an ein Flugzeugtriebwerk. Er kann allerdings auch Schleichfahrt. Dann hört man ihn fast gar nicht.

Alles in allem kann ich also sagen: Ziel erreicht, das Projekt hat sich gelohnt!

Über das Auslegerkanu reden wir dann im nächsten Beitrag.

Bilderrätsel KW 26 – Wo ist es?

Jede Woche stellen wir ein Bilderrätsel online. Irgendwo in den Niederlanden ist dieser Ort. Wer als erster rät wo, gibt sich als Revierkenner preis. Also los: Mitraten!

Na so einfach machen wir es uns natürlich nicht! Viele Leser scheinen die Frituur de Helling gegoogelt zu haben. Die Antwort lautet dann Vrouwenpolder. Najaaaaaa. Stimmt. Da aber auch viele Mitspieler genauer wussten, wo diese Frittur denn steht, ist die Antwort neben der Roompotschleuse natürlich besser. Oder wie es Leser Christoph formulierte: Die letzte Pommes vor England.

Auch in dieser Woche sind wir wieder in Holland unterwegs. Wer weiß wo, der kann gerne schreiben an [email protected] . Viel Spaß beim raten.

Het bericht Bilderrätsel KW 26 – Wo ist es? verscheen eerst op Stegfunk.de | Wassersport. Holland..

Morgens um 7 auf der MERLIN

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{Title:Morgens um 7 auf der MERLIN}

Holnis

Das Erste, was mich heute morgen weckt, ist die Positionsmeldung, dass Stefan mit der MARLIN endlich losgesegelt ist. Kurs Curacao liegt an. Na endlich. „Dann sollte jetzt ja nichts mehr schiefgehen“, schreibt Nathalie. „Hoffentlich!“, antworte ich.

Martin schläft noch, als ich auf dem bb Trampolin der MERLIN meinen Drohnenflugplatz eröffne. Ich bin schon lange keine Drohne mehr geflogen. Die rumpöbelnden Passanten gehen mir schrecklich auf den Senkel. „Sie wissen aber, dass das hier ein Naturschutzgebiet ist?“ Eine halbe Stunde später kommt die Polizei und ich bin froh, meine Drohne schon wieder verpackt zu haben. Wenn es harmlos läuft, sind es böse Blicke, meist von betagten Menschen. Wenn es schlecht läuft, versuchen sie einem die Steuerung aus den Händen zu reißen. Gut. Das ist mir noch nicht passiert. Wie auch immer. Drohnen sind laut und stören. Das Wort „Drohne“ verursacht direkt negative Assoziationen bei den meisten: „Spionage. Verboten. Kaputt.“

Ich bin vom Filmen eigentlich immer mehr ab. Zu viel Aufwand den Kram zu schneiden. Guckt sich ja eh keiner an und wenn: Schon tausend Mal gesehen. Aber als Kamera aus der Vogelperspektive. Genial. Und es macht Spass. Über Wasser zu Fliegen macht den richtigen Nervenkitzel. Jetzt am frühen Morgen ist die Welt besonders in Ordnung. Wir haben es gestern grade mal bis zu Holnis geschafft und ich habe meinen Kapitän Martin mit Jungbullensteak, Knoblauch-Spagetti an Sahnesoße und gemischtem Salat gefügig gemacht. Mein Herz macht nen Sprung, dass es die Koje endlich wieder wackelt, wenn der Tri in Bezug auf Krängung leider echt schwächelt. Dafür ist er schnell und man kann durchgehend kochen und vorbereiten, schreiben. Es macht den deutlichen Anschein, als wenn die nächsten Tage verdammt erholsam sein werden. Martin und Michael steht für Segelharmonie. Kann ich gebrauchen. Reha auf der MERLIN.

Ich verrate mal die MMSI der MERLIN. Für den, der uns auf Marinetraffic sehen will. 269111030


Mitsegeln auf der MARLIN.

Wir müssen die MARLIN jetzt erst mal irgendwie erreichen. Dann wird die MARLIN ein weiteres Jahr in der südlichen Karibik bleiben. So bald es wieder vernünftige Flüge gibt, werden wir auch wieder Mitsegeln anbieten.

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