Monatsarchive: Juli 2017

Mit Boot und Trailer sicher am Urlaubsort ankommen – Tipps der ADAC Sportschifffahrt

Beim Fahren mit einem Bootsanhänger gibt es eine Reihe von Bestimmungen und Besonderheiten, die der ADAC zu allen wichtigen europäischen Reiseländern im ADAC Marinaportal kompakt zusammengefasst hat.

Nachzulesen sind diese in der Broschüre „Mit dem Bootsanhänger durch Europa“ , die für ADAC Mitglieder in gedruckte Version  in den ADAC Geschäftsstellen verfügbar sind oder auf Anfrage unter sportschifffahrt@adac.de.

Sportboote auf Trailern sind so zu sichern, dass sie selbst bei Vollbremsung oder plötzlichen Ausweichbewegungen nicht verrutschen, umfallen, herabfallen oder vermeidbaren Lärm erzeugen können. Zur sicheren Verladung von Sportbooten hat die Polizei Baden-Württemberg eine Broschüre zusammengestellt.

Die richtige Beladung von Anhängern ist entscheidend für das sichere Fahren mit einem Gespann. Ist der Anhänger falsch beladen, gerät das Gespann ins Schlingern und kann außer Kontrolle geraten.

Das ADAC Schlingermodell veranschaulicht Gefahren falscher Beladung deutlich und zeigt, wie Anhänger richtig zu beladen sind.


Sie möchten das „Schlingermodell“ live erleben?

Dann besuchen Sie uns am Caravan Salon 2017 in Düsseldorf  (26. August bis 3. September 2017) am Stand des ADAC A20 in Halle 9.

Anders als in Deutschland, gelten in den Niederlanden, in der Schweiz und in Österreich besondere Vorschriften, einen Anhänger zu sichern. An diese Vorgaben müssen sich auch deutsche Fahrer mit Gespann halten, wenn sie im Ausland unterwegs sind. Zuwiderhandlungen können hohe Geldbußen zur Folge haben.
Hier finden Sie die detaillierten Vorschriften zum Sicherungsseil beim Anhänger .

Die aktuellen Länder- und Revierinformationen der ADAC Sportschifffahrt sowie weiterführende Sachinformationen  finden Sie in Ergänzung zum Marinaportal auch auf der der Internetseite der ADAC Sportschifffahrt.

Revier-Infos für Französisch-Polynesien: Marquesas, Tuamotus und Gesellschaftsinseln

Marquesas

Am 28. Juli 1595 erreichten die Spanier Álvaro und Isabel de Mendaña als erste Europäer die Marquesas – eine Inselgruppe, die zu Französisch-Polynesien gehört. Die beiden Entdecker ritzten ein großes Kreuz in den Stamm einer Palme und nahmen im Namen des spanischen Königs die Inselgruppe in Besitz. „Auf Wunsch und mit der Einwilligung der Eingeborenen“, wie in einer Akte vermerkt wurde. Den „Eingeborenen“ war das allerdings ziemlich egal, schließlich fuhren die Spanier gleichentags weiter. Bis zu James Cooks Erscheinen im Jahre 1774 war man erst einmal wieder unter sich. 🙂

Ankernde Yachten vor der Insel Nuku Hiva im Norden der Marquesas.

Mehr als 400 Jahre später, am 28. April 2015, lassen auch wir hier den Anker unserer SY TUVALU fallen. Genauer gesagt vor der Insel Fatu Hiva. Sie ist für uns der Ausgangspunkt einer dreimonatigen Erkundung des Archipels entlang der Inseln: Fatu Hiva, Tahuata, Hiva Ua, Ua Huku, Nuku Hiva und Ua Pou. Wir machen keinen Hehl daraus, dass wir von diesem Fleck Erde begeistert sind. Uns faszinieren die spektakuläre Landschaft mit ihren hohen, grün bewachsen Bergen und die wunderschönen Ankerplätze gepaart mit tollen Begegnungen und Einblicken in die einzigartige Kultur der Marquesianer.

Polynesier führen auf Ua Pou (Marquesas) einen traditionellen Tanz vor.

Tuamotus

Die Begeisterung setzt sich fort, als wir weitere sechs Wochen lang die 400 Seemeilen weiter südwestlich gelegenen Tuamotus erkunden. Anders als die Marquesas bestehen sie aus Ringatollen mit einer Lagune im Inneren, in die man in der Regel durch einen Pass gelangt. Die Inseln sind so flach, dass sie erst sehr spät am Horizont auszumachen sind. Der höchste Punkt ist hier die höchste Palme vor Ort. Besucht haben wir: Raroia, Makemo, Tahanea, Fakarava, Kauehi und Toau.

Tuamotu-Atoll Kauehi – Südsee-Idylle mit Perlenfarm.

Gesellschaftsinseln

Den Abschluss unserer Reise durch Französisch-Polynesien bildeten schließlich die Gesellschaftsinseln. Ein geologischer Mix aus den Marquesas und den Tuamotus: außen ein Ringriff und in der Mitte der Lagune ein hoher Vulkankegel. Hierzu gehören Inseln mit so klangvollen Namen wie Bora Bora, Moorea, Raiatea, Maupiti oder Tahiti, die Südsee-Sehnsüchte wecken.

TAVALU – die Yacht des Autors in der Südsee

Handfeste Revier-Infos

Während unserer Zeit in Französich-Polynesien haben wir festgestellt, dass handfeste Revier-Infos für diesen Teil des Pazifiks schwer zu bekommen sind. Daher haben wir uns die Mühe gemacht und einen eigenen kleinen Törnführer zu jedem der drei Reviere geschrieben. Er enthält Infos zu Ankerplätzen, Routen und lokalen Begebenheiten. Allerdings erheben wir dabei keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Vielmehr sind das unsere ganz persönlichen Erfahrungen entlang unserer ganz persönlichen Route. Aber wir möchten euch gerne daran teilhaben lassen.

Lagune von Maupiti (Gesellschaftsinseln): Wer möchte hier nicht hinsegeln?

Revier-Info Marquesas

11 Seiten

Revier-Info Tuamotus

6 Seiten

Revier-Info Gesellschaftsinseln

14 Seiten

Weitere Fotos und Informationen zu unserer Reise mit der TUVALU gibt es auf unserem Blog.

Der Beitrag Revier-Infos für Französisch-Polynesien: Marquesas, Tuamotus und Gesellschaftsinseln erschien zuerst auf Blauwasser.de.

Mit dem Auto quer durch Kroatien. Oder: Warum Europa wirklich reich ist.

„Chi viaggia per mare, cerca costantemente una casa.“ 
Wer übers Meer reist, sucht ständig nach einem Zuhause. 

Für eine Zeitschriftenreportage habe ich einen etwas abenteuerlichen Auftrag angenommen: Innerhalb einer Woche reise ich – diesmal mit dem KFZ – einmal die kroatische Küsten entlang – vom äußersten Süden, wo Montenegro liegt, bis in den äußersten Norden, fast nach Italien. Das ließ ich mir nicht zweimal sagen: LEVJE ließ ich in Korcula in der Bucht von Djanni, des alten Kapitäns, und seiner Frau Stanka zurück. Holte meinen Leihwagen in Dubrovnik. Und los gings Richtung Norden, um über kroatische Häfen zu schreiben.

Für die meisten Menschen ist das vermutlich ein Gräuel. Um fünf in einem fremden Bett aufwachen. Um sechs aufstehen. Um sieben im Wagen zu sitzen. Damit man um acht in irgendeinem kroatischen Hafen weiter nördlich steht, um darüber zu berichten. Reisen durch ein Land, das einem fremd bleibt, wie jedes Land, jeder Mensch, je mehr man es zu kennen meint. Reisen entlang Inseln, die mir vertraut sind und die ich doch von dieser Seite, dem Festland, so noch nie sah. Reisen und Begegnungen mit Menschen, die mich jeden Tag aufs Neue verblüffen.

Am meisten bei dieser Reise bereitet mir Vergnügen, dass ich meist Abends gegen sieben noch nicht weiß, wo ich übernachten werde. Es ist eine Art Spiel, doch ich liebe es. Am ersten Abend nach meinem Aufbruch brauchte ich knapp 15 Telefonate, bis ich endlich ein Zimmer gefunden hatte. Und das in einem Land, an einer Küste, in dem jedes zweite Haus mit dem Schild „APARTMAN“, Apartments, geschmückt ist. Kroatien ist voll. Kroatien brummt. Was den Tourismus in diesem Sommer angeht, jedenfalls. Es legt – dank Recep Tayyip Erdogan und anderen Irrlichtern – jedes Jahr 25% Steigerung im Tourismus hin.

15 Telefonate. Ich dachte: Schlimmer könne es nicht kommen. Am zweiten Abend bräuchte ich dreißig Telefonate, doch als die Sonne unterging und es dunkelte, hatte ich immer noch kein Zimmer. Alles voll. Ich war irgendwie in einem kleinen Dorf am Meer gelandet. Nichts ging mehr. Ich dachte an eine Parkbank. Alles. Nur nicht im Auto. Aber dann gab mir jemand den Tipp: „Gehe ins Restaurant. Frage nach Marija. Die weiß immer was“. Marija hatte das strahlendste Lächeln. Sie wusste aber auch nichts. Aber zwei Männer an der Theke begannen zu telefonieren. Um ein Zimmer für mich zu finden. 10 Minuten. Nichts. Zwanzig Minuten. Nichts. Draußen, über der Bucht, war es dunkel. Aber ich fühlte, ich war angekommen.

Drei Minuten später stand Bosa in der Tür. Frau eines Fischers. Die ihr Haus und ihren Garten über alles liebt. Bosa hatte ein Apartman für mich. Und eine Überraschung. Nämlich die, dass der jüngste ihrer drei Kinder wie so viele kroatische Jugendliche sein Glück im Ausland sucht. In Murnau, keine 15 Kilometer von meinem Zuhause in Iffeldorf entfernt. Ich schlief tief und fest, während ringsum Gewitter grummelten.

Vielleicht sollte ich auch von Duilo erzählen, bei dem ich am nächsten Abend landete, nach wieder 30 Telefonaten, ich führte sie mittlerweile gleichmütig. Weil ich wusste: irgendwann würde ich schon mein Dach finden. Für diesen Abend hatte ich mir nach gefühlten 10 Häfen am Meer eingebildet, wieder im Süßwasser der Krka zu schwimmen. Aber 29 Apartmans an den Ufern der Krka sagten erstmal „Nein. Alles voll“. Bis auf Duilo. Der hatte sein Apartman, worauf ich nie zu hoffen gewagt hatte: In Skradin, meinem heiß geliebten. Also nichts wie hin. Die Straße war lang. Und Skradin war voll. Mit Verkehr. Mit Touristen. So voll, dass mich ein Polizist aufhielt und mir die Zufahrt in die Altstadt verweigerte. Ich bekniete ihn. Bog nach langer Diskussion endlich rechts ab in die Fussgängerzone. Ich war sicher, Duilos Apartman wäre längst weg. Mitten im Gewühl steht ein Mann mit sanftem Lehrergesicht. Ob ich Christof wäre, aus Deutschland? Nein, der wär‘ ich nicht. Ob er Duilo wäre, mit dem ich telefoniert hätte? Ja, das sei er. Ich solle nur gleich mitkommen. Und nicht böse sein. Alle Deutschen hießen für ihn nun einmal Christof.

Den folgende Abend waren es 25 Telefonate – und ich landete im Hotel KLEINE HEXE bei Frau Skolic, dem Abbild einer Buchhändlerin, die mit geradliniger Hand ihr Hotel mit den 17 Zimmern am Strand führte, die Mitarbeiter anwies und gleichzeitig Kochlöffel und Käsemesser schwang. Und mir beim gemeinsamen morgendlichen Kaffee auf der Terrasse zum Gesang des Pirols einleuchtend erklärte, warum ein Essen in Supermärkten und Restaurants Kroatiens nicht weniger kostet als am Starnberger See. Und warum sie nichts davon hielt, den Strand vor ihrem Hotel mit den Kiefern, in denen der Pirol sang, nach dem Willen des Bürgermeisters demnächst in eine Partymeile mit Diskotheken umzumodeln.

Vollends crazy landete ich heute – nach unverschämt überteuerter Buchung bei BOOKINGS gegen acht Uhr Abends – auf der Insel Krk im gleichnamigen Ort in Leopoldina’s Apartman. Die verschönte bei meinem Eintreffen noch ihr winziges, mit Lüstern dekoriertes Künstler-Apartman in der pittoresken Altstadt von Krk. Meine späte Buchung um halb acht hatte sie aufgescheucht und in hektische Aktion versetzt. Sie entschwebte, nachdem wir mühsam ein paar Brocken Italienisch getauscht hatten.

Mein Abend endete bei der kleinen Mattea an der Straßenecke, die ihren Tisch mit Muscheln vor sich aufgebaut hatte. Und geduldig auf einen Kunden wartete. Genau einen wie mich. Fünf Kuna, umgerechnet 70 Cent wollte sie für eine ihrer Muscheln haben. Für manche auch sechs. Mein zaghafter Versuch, mit ihr zu feilschen, mein wiederholtes Gebot „Drei“ beantwortete Mattea mit einem entschlossenen „Fünf!“. Also eine neue Muschel für fünf Kuna, für LEVJEs Badezimmer. Die mich daran erinnern soll: Wie reich dieses Europa wirklich ist.

Wer übers Meer reist, sucht ständig nach einem Zuhause. Aus dem Blog von Francesca Carignani, Buchautorin und Seglerin stammt diese Beobachtung. Sie trifft den Nagel auf den Kopf. Und ich? Freue mich doch schon sehr auf morgen Nacht. Und am meisten darauf, noch nicht zu wissen: Wem ich dann begegnen werde.

Mit dem Auto quer durch Kroatien. Oder: Warum Europa wirklich reich ist.

„Chi viaggia per mare, cerca costantemente una casa.“ 
Wer übers Meer reist, sucht ständig nach einem Zuhause. 

Für eine Zeitschriftenreportage habe ich einen etwas abenteuerlichen Auftrag angenommen: Innerhalb einer Woche reise ich – diesmal mit dem KFZ – einmal die kroatische Küsten entlang – vom äußersten Süden, wo Montenegro liegt, bis in den äußersten Norden, fast nach Italien. Das ließ ich mir nicht zweimal sagen: LEVJE ließ ich in Korcula in der Bucht von Djanni, des alten Kapitäns, und seiner Frau Stanka zurück. Holte meinen Leihwagen in Dubrovnik. Und los gings Richtung Norden, um über kroatische Häfen zu schreiben.

Für die meisten Menschen ist das vermutlich ein Gräuel. Um fünf in einem fremden Bett aufwachen. Um sechs aufstehen. Um sieben im Wagen zu sitzen. Damit man um acht in irgendeinem kroatischen Hafen weiter nördlich steht, um darüber zu berichten. Reisen durch ein Land, das einem fremd bleibt, wie jedes Land, jeder Mensch, je mehr man es zu kennen meint. Reisen entlang Inseln, die mir vertraut sind und die ich doch von dieser Seite, dem Festland, so noch nie sah. Reisen und Begegnungen mit Menschen, die mich jeden Tag aufs Neue verblüffen.

Am meisten bei dieser Reise bereitet mir Vergnügen, dass ich meist Abends gegen sieben noch nicht weiß, wo ich übernachten werde. Es ist eine Art Spiel, doch ich liebe es. Am ersten Abend nach meinem Aufbruch brauchte ich knapp 15 Telefonate, bis ich endlich ein Zimmer gefunden hatte. Und das in einem Land, an einer Küste, in dem jedes zweite Haus mit dem Schild „APARTMAN“, Apartments, geschmückt ist. Kroatien ist voll. Kroatien brummt. Was den Tourismus in diesem Sommer angeht, jedenfalls. Es legt – dank Recep Tayyip Erdogan und anderen Irrlichtern – jedes Jahr 25% Steigerung im Tourismus hin.

15 Telefonate. Ich dachte: Schlimmer könne es nicht kommen. Am zweiten Abend bräuchte ich dreißig Telefonate, doch als die Sonne unterging und es dunkelte, hatte ich immer noch kein Zimmer. Alles voll. Ich war irgendwie in einem kleinen Dorf am Meer gelandet. Nichts ging mehr. Ich dachte an eine Parkbank. Alles. Nur nicht im Auto. Aber dann gab mir jemand den Tipp: „Gehe ins Restaurant. Frage nach Marija. Die weiß immer was“. Marija hatte das strahlendste Lächeln. Sie wusste aber auch nichts. Aber zwei Männer an der Theke begannen zu telefonieren. Um ein Zimmer für mich zu finden. 10 Minuten. Nichts. Zwanzig Minuten. Nichts. Draußen, über der Bucht, war es dunkel. Aber ich fühlte, ich war angekommen.

Drei Minuten später stand Bosa in der Tür. Frau eines Fischers. Die ihr Haus und ihren Garten über alles liebt. Bosa hatte ein Apartman für mich. Und eine Überraschung. Nämlich die, dass der jüngste ihrer drei Kinder wie so viele kroatische Jugendliche sein Glück im Ausland sucht. In Murnau, keine 15 Kilometer von meinem Zuhause in Iffeldorf entfernt. Ich schlief tief und fest, während ringsum Gewitter grummelten.

Vielleicht sollte ich auch von Duilo erzählen, bei dem ich am nächsten Abend landete, nach wieder 30 Telefonaten, ich führte sie mittlerweile gleichmütig. Weil ich wusste: irgendwann würde ich schon mein Dach finden. Für diesen Abend hatte ich mir nach gefühlten 10 Häfen am Meer eingebildet, wieder im Süßwasser der Krka zu schwimmen. Aber 29 Apartmans an den Ufern der Krka sagten erstmal „Nein. Alles voll“. Bis auf Duilo. Der hatte sein Apartman, worauf ich nie zu hoffen gewagt hatte: In Skradin, meinem heiß geliebten. Also nichts wie hin. Die Straße war lang. Und Skradin war voll. Mit Verkehr. Mit Touristen. So voll, dass mich ein Polizist aufhielt und mir die Zufahrt in die Altstadt verweigerte. Ich bekniete ihn. Bog nach langer Diskussion endlich rechts ab in die Fussgängerzone. Ich war sicher, Duilos Apartman wäre längst weg. Mitten im Gewühl steht ein Mann mit sanftem Lehrergesicht. Ob ich Christof wäre, aus Deutschland? Nein, der wär‘ ich nicht. Ob er Duilo wäre, mit dem ich telefoniert hätte? Ja, das sei er. Ich solle nur gleich mitkommen. Und nicht böse sein. Alle Deutschen hießen für ihn nun einmal Christof.

Den folgende Abend waren es 25 Telefonate – und ich landete im Hotel KLEINE HEXE bei Frau Skolic, dem Abbild einer Buchhändlerin, die mit geradliniger Hand ihr Hotel mit den 17 Zimmern am Strand führte, die Mitarbeiter anwies und gleichzeitig Kochlöffel und Käsemesser schwang. Und mir beim gemeinsamen morgendlichen Kaffee auf der Terrasse zum Gesang des Pirols einleuchtend erklärte, warum ein Essen in Supermärkten und Restaurants Kroatiens nicht weniger kostet als am Starnberger See. Und warum sie nichts davon hielt, den Strand vor ihrem Hotel mit den Kiefern, in denen der Pirol sang, nach dem Willen des Bürgermeisters demnächst in eine Partymeile mit Diskotheken umzumodeln.

Vollends crazy landete ich heute – nach unverschämt überteuerter Buchung bei BOOKINGS gegen acht Uhr Abends – auf der Insel Krk im gleichnamigen Ort in Leopoldina’s Apartman. Die verschönte bei meinem Eintreffen noch ihr winziges, mit Lüstern dekoriertes Künstler-Apartman in der pittoresken Altstadt von Krk. Meine späte Buchung um halb acht hatte sie aufgescheucht und in hektische Aktion versetzt. Sie entschwebte, nachdem wir mühsam ein paar Brocken Italienisch getauscht hatten.

Mein Abend endete bei der kleinen Mattea an der Straßenecke, die ihren Tisch mit Muscheln vor sich aufgebaut hatte. Und geduldig auf einen Kunden wartete. Genau einen wie mich. Fünf Kuna, umgerechnet 70 Cent wollte sie für eine ihrer Muscheln haben. Für manche auch sechs. Mein zaghafter Versuch, mit ihr zu feilschen, mein wiederholtes Gebot „Drei“ beantwortete Mattea mit einem entschlossenen „Fünf!“. Also eine neue Muschel für fünf Kuna, für LEVJEs Badezimmer. Die mich daran erinnern soll: Wie reich dieses Europa wirklich ist.

Wer übers Meer reist, sucht ständig nach einem Zuhause. Aus dem Blog von Francesca Carignani, Buchautorin und Seglerin stammt diese Beobachtung. Sie trifft den Nagel auf den Kopf. Und ich? Freue mich doch schon sehr auf morgen Nacht. Und am meisten darauf, noch nicht zu wissen: Wem ich dann begegnen werde.

Stand der Dinge

Nach einer zweitägigen Odyssee mit insgesamt 3 Flügen, einer Zugfahrt sowie weiteren 9 Stunden mit dem Auto, bin zurück in Koblenz. Carpe Diem liegt derweil hoffentlich wohlbehalten im kleinen Hafen von Kirkenes, wo ich nicht nur sehr freundlich empfangen wurde, sondern auch bis auf weiteres liegen kann und Hafenmeister Freddy sowie Stegnachbar Magnär nach dem Rechten schauen werden. Ungeachtet dessen ist klar, dass Carpe dort nicht unbegrenzt bleiben kann, denn Hafen und Fjord werden ab November/Dezember bei Temperaturen bis zu minus 20 Grad Celsius zufrieren und die Steganlagen aus dem Wasser entfernt. Ein Landlager ist aufgrund der fehlenden Einrichtungen auch nur schwer bzw. gar nicht zu realisieren. Soweit zu den „Boots-Fakten“.

Meinem Vater geht es leider sehr sehr schlecht und eine Besserung ist nicht mehr zu erwarten. Noch vor wenigen Wochen lebte er – zwar angeschlagen – aber dennoch selbständig, und die seit Jahren bekannte Erkrankung schien relativ gut im Griff. Binnen kurzer Zeit hat sich das nun massiv verschlechtert und wir müssen mit dem Schlimmsten rechnen. Das macht mich unendlich traurig und ich stehe gerade ganz schön ratlos da. Mir bleibt also nur, ihm so gut es geht zur Seite zu stehen, dass Notwendige zu organisieren und den weiteren Verlauf abzuwarten. An dieser Stelle meinen großen und aufrichtigen Dank an das Team des DRK Krankenhauses, aber insbesondere meinen Bruder und meine Schwester, die während meiner Abwesenheit viel geleistet haben. Auch bedanke ich mich noch einmal für die vielen guten Wünsche und Nachrichten, die mich in den letzten Tagen erreicht haben.

Wenn es die Zeit erlaubt, werde ich in den kommenden Tagen immer wieder mal von den zurückliegenden Törn-Ereignissen berichten. Nicht aus falschem Pflichtgefühl, sondern weil es für mich eine willkommene Ablenkung ist und mir hilft, das Chaos im Kopf zu sortieren. Viele Grüße auch von Viktor, der seit gestern wieder arbeiten geht und versucht im Alltag anzukommen. Und lieber Viktor, auch an dieser Stelle noch einmal vielen vielen Dank für deine große Hilfe und dein Organisationstalent bei der Realisierung unserer abenteuerlichen Fahrt durch Russland. Ohne dich hätte ich das nicht geschafft. Ahoi .

Sommertour Tag 2 – Von Damp nach Eckernförde



Der Törn von Damp nach Eckernförde fing gar nicht gut an. Nach langem Frühstück beim Bäcker und heißer Dusche (beides Dinge, die ich an Damp mag) zog ich mich wasserdicht an. Denn es schüttete und stürmte recht fürchterlich. Da mein Kurs aber mehr oder weniger vor dem Wind bis Eckernförde liegt (bei NO 5-6Bft.), machte ich mir da nicht viel Gedanken. Doch kurz vor Ausfahrt aus dem Hafen passierte es dann. Eine sehr kräftige und langanhaltende Bö drückt mein Boot immer weiter nach Steuerbord. Ich gebe mehr Gas und lege Gegenruder. Ohne spürbares Resultat. Ich kann machen was ich will, aber das Boot nimmt weder mehr Fahrt auf noch lässt es sich nach Steuerbord lenken. Was nun? Viel Platz habe ich nicht. Ich weiß, gar nicht wie viele Gedanken man gleichzeitig haben kann, aber auf jeden Fall nicht genug. Fock raus? Wird nix, zu sehr gegenan um rechtzeitig in Fahrt zu kommen. Außenborder? Dauert zu lange. Rückwärts einkuppeln, Leerlauf, vorwärts einkuppeln? Gemacht, jedoch ohne Erfolg. Und da sind es dann auch schon nur noch 3 Meter bis die Kaimauer des Rettungskreuzers (zum Glück in anderer Mission unterwegs) bedacht werden muss. Ich schmeiße noch alle drei Fender über die Reling (zum Glück nicht verstaut!) und mich zwischen Boot und Kai. Knirscht trotzdem, und die Fender hängen zu tief. Aber wenigstens erst einmal angekommen. An den Anker habe ich nicht gedacht…zu wenig Gehirnkapazität.

 Das Video zum Reisebericht
 
Und jetzt? Der Wind drückt mich satt gegen die Mauer. Erst Mal gut abfendern und vertäuen, damit ich mir das Boot nicht kaputt mache. Dann, fiese Entscheidung in strömendem Regen und Wind, ab ins Wasser. Mit Neopren ich Memme, aber naja. Ich tauche zum Propeller. Etwas Seegras zu sehen, aber ansonsten alles gut. Habe ich ja auch gerade erst gereinigt. Wieder raus und ein Blick in den Motorraum zur Welle. Dreht! Ich gebe Gas und das Boot drückt in die Achterleine. Sehr, sehr merkwürdig. Entweder Seegras in der Schraube und nun weg, oder die Bö war wirklich so stark das meine 10 PS nicht reichten? Ich will weiter, am liebsten direkt in Neopren. Aber ich ziehe mich um. Im Regen. Nasse Socken, nasses T-Shirt, nasse Unterhose. Egal. Weg hier. Eindampfen Vorspring wäre das geeignete Manöver. Macht einhand wenig Freude. Also einkuppeln und kräftig abdrücken. Passt. Der Motor schiebt wieder. Ich rolle direkt etwas Fock aus, und komme sicher durch die Ausfahrt. Mich empfängt zwar eine stramme Welle, aber als Groß und Fock erstmal stehen, kehrt langsam Ruhe ein. Alles unter Deck ist nass und ich etwas daneben. 

 Safe and sound in Eckernförde

Der Rest des Weges ist Routine. Sperrgebiet umfahren und ab bis ans Ende der Bucht. Dieses Mal checke ich den Motor etwas früher als üblich. Läuft. Im Hafen sind bei dem Wetter alle Plätze belegt. Aber kreatives Anlegen kenne ich noch auch Schweden, und so findet sich schnell noch ein Platz. Sieben Stempel in meiner Marina Karte lassen mich diese Nacht umsonst hier liegen. Schön. Der Ort ist wie immer nett, mein Plakat hängt am „Spieker“. Dem Auftritt dort steht nichts im Wege.


25.07.2017
Damp – Eckernförde
9sm
8sm unter Segeln
Gesamtstrecke: 44sm 

Ahoi sagt euer Sailing Bassman!

Sommertour Tag 2 – Von Damp nach Eckernförde



Der Törn von Damp nach Eckernförde fing gar nicht gut an. Nach langem Frühstück beim Bäcker und heißer Dusche (beides Dinge, die ich an Damp mag) zog ich mich wasserdicht an. Denn es schüttete und stürmte recht fürchterlich. Da mein Kurs aber mehr oder weniger vor dem Wind bis Eckernförde liegt (bei NO 5-6Bft.), machte ich mir da nicht viel Gedanken. Doch kurz vor Ausfahrt aus dem Hafen passierte es dann. Eine sehr kräftige und langanhaltende Bö drückt mein Boot immer weiter nach Steuerbord. Ich gebe mehr Gas und lege Gegenruder. Ohne spürbares Resultat. Ich kann machen was ich will, aber das Boot nimmt weder mehr Fahrt auf noch lässt es sich nach Steuerbord lenken. Was nun? Viel Platz habe ich nicht. Ich weiß, gar nicht wie viele Gedanken man gleichzeitig haben kann, aber auf jeden Fall nicht genug. Fock raus? Wird nix, zu sehr gegenan um rechtzeitig in Fahrt zu kommen. Außenborder? Dauert zu lange. Rückwärts einkuppeln, Leerlauf, vorwärts einkuppeln? Gemacht, jedoch ohne Erfolg. Und da sind es dann auch schon nur noch 3 Meter bis die Kaimauer des Rettungskreuzers (zum Glück in anderer Mission unterwegs) bedacht werden muss. Ich schmeiße noch alle drei Fender über die Reling (zum Glück nicht verstaut!) und mich zwischen Boot und Kai. Knirscht trotzdem, und die Fender hängen zu tief. Aber wenigstens erst einmal angekommen. An den Anker habe ich nicht gedacht…zu wenig Gehirnkapazität.

 Das Video zum Reisebericht
 
Und jetzt? Der Wind drückt mich satt gegen die Mauer. Erst Mal gut abfendern und vertäuen, damit ich mir das Boot nicht kaputt mache. Dann, fiese Entscheidung in strömendem Regen und Wind, ab ins Wasser. Mit Neopren ich Memme, aber naja. Ich tauche zum Propeller. Etwas Seegras zu sehen, aber ansonsten alles gut. Habe ich ja auch gerade erst gereinigt. Wieder raus und ein Blick in den Motorraum zur Welle. Dreht! Ich gebe Gas und das Boot drückt in die Achterleine. Sehr, sehr merkwürdig. Entweder Seegras in der Schraube und nun weg, oder die Bö war wirklich so stark das meine 10 PS nicht reichten? Ich will weiter, am liebsten direkt in Neopren. Aber ich ziehe mich um. Im Regen. Nasse Socken, nasses T-Shirt, nasse Unterhose. Egal. Weg hier. Eindampfen Vorspring wäre das geeignete Manöver. Macht einhand wenig Freude. Also einkuppeln und kräftig abdrücken. Passt. Der Motor schiebt wieder. Ich rolle direkt etwas Fock aus, und komme sicher durch die Ausfahrt. Mich empfängt zwar eine stramme Welle, aber als Groß und Fock erstmal stehen, kehrt langsam Ruhe ein. Alles unter Deck ist nass und ich etwas daneben. 

 Safe and sound in Eckernförde

Der Rest des Weges ist Routine. Sperrgebiet umfahren und ab bis ans Ende der Bucht. Dieses Mal checke ich den Motor etwas früher als üblich. Läuft. Im Hafen sind bei dem Wetter alle Plätze belegt. Aber kreatives Anlegen kenne ich noch auch Schweden, und so findet sich schnell noch ein Platz. Sieben Stempel in meiner Marina Karte lassen mich diese Nacht umsonst hier liegen. Schön. Der Ort ist wie immer nett, mein Plakat hängt am „Spieker“. Dem Auftritt dort steht nichts im Wege.


25.07.2017
Damp – Eckernförde
9sm
8sm unter Segeln
Gesamtstrecke: 44sm 

Ahoi sagt euer Sailing Bassman!

Sommertour Tag 1 – Von Minde nach Damp

Der erste Tag auf meiner Sommersegelkonzerttour geht langsam zu Ende. Es ist großartig endlich wieder länger unterwegs zu sein. Trotz Kopfschmerzen und Müdigkeit in den Knochen, den Tagen vor der Abreise gedankt. Aber nun freue ich mich auf eine weitere lange Nacht und dann 2 Tage samt Auftritt in Eckernförde.
 Das Video von Auftritten und durchgemachten Nächten vor dem Aufbruch

Das Video zum Reisebericht Minde – Eckernförde
Ich bin um 0800h in Minde in der Flensburger Förde aufgebrochen. Angesagt waren zunächst schwache Winde, dann auffrischende aus Nordost 5-6Bft. Da ich nicht gegenan wollte, bin ich früh aufgebrochen um zunächst einmal meinen Diesel wieder mal etwas länger laufen zu lassen und dann meinen Außenborder zu testen. Der zickte auch gleich rum, sprang nicht an und verlor Benzin. Die Ursache konnte ich nicht finden, aber nach überall dran drehen und drücken lief alles wieder. Ich vermute die Verbindung zum Tank ist irgendwie lose. Mal im Auge behalten. Ich passierte die Schwiegermutter, wie die rote Tonne vor Holnis genannt wird und dann die zwei grünen Tonnen vor Brunsnaes. Wie immer ein wenig abgekürzt unter Land. Dann ging es weiter unter Motor und mit langsam auffrischendem Wind von vorne bis zur grünen Tonne 1 der Flensburger Förde. Hier konnte ich nun abfallen und Kurs auf Kegnaes nehmen. Kostet zwar ein paar Meilen, aber ich kann endlich SEGELN! 
Der Außenborder schnurrt wieder
 
Endlich Segeln

Vor Kegnaes setze ich die erste Wende und nehme Kurs auf den Leuchtturm Kalkgrund. Zunächst kann ich ihn noch nicht anliegen, aber der Wind kommt immer weiter nördlicher, je weiter weg ich von Kegnaes komme. Küsteneffekt, Führungseffekt oder wie das heißt. Funktioniert aber und am Ende komme ich ohne eine weitere Wende gut frei von Kalkgrund und passiere dann Falshöft und die Schleieinfahrt. Der Wind liegt bei 2-3 Bft. und ich dümple zwischen 2 und 4 Knoten dahin. Zu schnell zum motoren, zu langsam um Strecke zu machen. Aber ich kann mir die Gitarre schnappen und ein paar Songs für Eckernförde durchgehen. Und so dauert es auch gute neun Stunden bis die Einfahrt nach Damp erreicht ist. Der NO Wind ist erst einmal auf die Nacht verschoben. Ich muss sehen, das ich in Damp einen Liegeplatz im Hafen ergattere, denn im Vorhafen kann es bei O 5-6 Bft. sehr unangenehm werden und ich muss immer noch dringend Schlaf nachholen. Aber direkt in der Einfahrt steht der Hafenmeister und weist mir einen freien Platz zu. Perfekter Service. Soweit vom ersten Tourtag!

Schlei Rot-Weiss

24.07.2017
Minde – Damp
35sm
27sm unter Segeln
Gesamt 35sm
Ahoi sagt euer Sailing Bassman!

Sommertour Tag 1 – Von Minde nach Damp

Der erste Tag auf meiner Sommersegelkonzerttour geht langsam zu Ende. Es ist großartig endlich wieder länger unterwegs zu sein. Trotz Kopfschmerzen und Müdigkeit in den Knochen, den Tagen vor der Abreise gedankt. Aber nun freue ich mich auf eine weitere lange Nacht und dann 2 Tage samt Auftritt in Eckernförde.
 Das Video von Auftritten und durchgemachten Nächten vor dem Aufbruch

Das Video zum Reisebericht Minde – Eckernförde
Ich bin um 0800h in Minde in der Flensburger Förde aufgebrochen. Angesagt waren zunächst schwache Winde, dann auffrischende aus Nordost 5-6Bft. Da ich nicht gegenan wollte, bin ich früh aufgebrochen um zunächst einmal meinen Diesel wieder mal etwas länger laufen zu lassen und dann meinen Außenborder zu testen. Der zickte auch gleich rum, sprang nicht an und verlor Benzin. Die Ursache konnte ich nicht finden, aber nach überall dran drehen und drücken lief alles wieder. Ich vermute die Verbindung zum Tank ist irgendwie lose. Mal im Auge behalten. Ich passierte die Schwiegermutter, wie die rote Tonne vor Holnis genannt wird und dann die zwei grünen Tonnen vor Brunsnaes. Wie immer ein wenig abgekürzt unter Land. Dann ging es weiter unter Motor und mit langsam auffrischendem Wind von vorne bis zur grünen Tonne 1 der Flensburger Förde. Hier konnte ich nun abfallen und Kurs auf Kegnaes nehmen. Kostet zwar ein paar Meilen, aber ich kann endlich SEGELN! 
Der Außenborder schnurrt wieder
 
Endlich Segeln

Vor Kegnaes setze ich die erste Wende und nehme Kurs auf den Leuchtturm Kalkgrund. Zunächst kann ich ihn noch nicht anliegen, aber der Wind kommt immer weiter nördlicher, je weiter weg ich von Kegnaes komme. Küsteneffekt, Führungseffekt oder wie das heißt. Funktioniert aber und am Ende komme ich ohne eine weitere Wende gut frei von Kalkgrund und passiere dann Falshöft und die Schleieinfahrt. Der Wind liegt bei 2-3 Bft. und ich dümple zwischen 2 und 4 Knoten dahin. Zu schnell zum motoren, zu langsam um Strecke zu machen. Aber ich kann mir die Gitarre schnappen und ein paar Songs für Eckernförde durchgehen. Und so dauert es auch gute neun Stunden bis die Einfahrt nach Damp erreicht ist. Der NO Wind ist erst einmal auf die Nacht verschoben. Ich muss sehen, das ich in Damp einen Liegeplatz im Hafen ergattere, denn im Vorhafen kann es bei O 5-6 Bft. sehr unangenehm werden und ich muss immer noch dringend Schlaf nachholen. Aber direkt in der Einfahrt steht der Hafenmeister und weist mir einen freien Platz zu. Perfekter Service. Soweit vom ersten Tourtag!

Schlei Rot-Weiss

24.07.2017
Minde – Damp
35sm
27sm unter Segeln
Gesamt 35sm
Ahoi sagt euer Sailing Bassman!

SV Makaio – Stephanie Seifert AT

WAR DAS NUN STURM ODER NICHT – GEWISSENSFRAGE


Stephanie Seifert

Aktuelles zur Ausreise aus dem Schengenraum

Insbesondere unter Adria-Skippern wird derzeit heiß diskutiert, welche Formalitäten bei Verlassen des Schengenraums auf dem Seeweg wirklich erforderlich sind – z.B. bei einem Törn von Italien nach Kroatien. Die ADAC Sportschifffahrt hat dazu recherchiert und bringt so etwas Licht ins Dunkel. 

Steuer & Zoll

Bei direkten Reisen mit dem Sportboot von und nach Nicht-Schengen-Staaten sind Ein- und Ausreisekontrollen weiter notwendig.

Deklariert unter dem Titel „Kampf dem Terror“ kamen bereits zum Saisonauftakt Meldungen aus Italien, dass die Skipper & Crews die das Land auf dem Seeweg in Richtung Nicht-Schengen-Raum verlassen, wieder ausklarieren und im Zielland entsprechend einklarieren müssen.  Auch aus Kroatien berichteten ADAC-Skipper von verschärften Kontrollen über die korrekte Ausführung dieser notwendigen Ein- und Ausreiseformalitäten.

Es handelt sich hierbei keineswegs um ein rein italienisch-slowenisch-kroatisches Thema, sondern vielmehr schlichtweg um die obligatorisch durchzuführenden Formalitäten im Rahmen von direkten Reisen mit dem Sportboot von und nach Nicht-Schengen-Staaten, also dem „Schengen-Außengrenzverkehr“.

Die allgemein gültigen Regeln zum Schengen-Außengrenzverkehr beschreibt die deutsche Bundespolizei auf ihrer Internetseite wie folgt:

  • Ein- und Ausreisekontrollen werden weiterhin durchgeführt, Sportboote müssen also eine Grenzübergangsstelle, einen „Port of Entry“ anlaufen.
  • Sollen im Schengen-Außenverkehr andere, nicht als Grenzübergangstelle zugelassene Häfen, für die Ein- und Ausreise genutzt werden, kann dies mit einer „Grenzerlaubnis“ genehmigt werden.
  • Im begründeten Ausnahmefall kann ein Sportboot, welches aus einem Nicht-Schengen-Staat einreist, einen nicht als Grenzübergangsstelle zugelassenen Hafen anlaufen. Dieses ist unverzüglich durch die Schiffsführung den zuständigen Behörden mitzuteilen.
  • Nach geltender Rechtslage besteht die Verpflichtung, bei den Kontrollen eine Schiffsdaten- und Crewlist zu übergeben. Eine Kopie dieses Dokuments wird den Behörden des Einreise- und des Ausreisehafens ausgehändigt. Eine weitere Kopie verbleibt bei den Bordpapieren, solange das Schiff sich in den Hoheitsgewässern eines der Mitgliedstaaten aufhält.

Diese von der deutschen Bundespolizei beschriebenen Regeln sind allgemein gültig, werden jedoch von Land zu Land unterschiedlich streng gehandhabt. In Italien z.B. wurden diese Ein- und Ausreisekontrollen in den letzten Jahrzehnten eher vernachlässigt, die jüngst eingeführte Anwendung ist also nur die Umsetzung längt geltender Regeln.

Um Adria-Skippern eine konkrete Handlungsempfehlung mit auf den nächsten Törn geben zu können, hat die ADAC Sportschifffahrt mit mehreren für diesen Amtsvorgang zuständigen Behörden in Venetien telefoniert, eine einheitliche Umsetzung scheint selbst innerhalb der Region nicht stattzufinden. Einigkeit bestand lediglich über die Notwendigkeit einer mitzuführenden Crewliste. Nicht alle zuständigen Polizeistationen sehen dabei jedoch die Notwendigkeit, diese Liste behördlich abzustempeln und erachten eine Unterschrift des Schiffsführers als ausreichend.

Um auf der sicheren Seite zu sein, empfiehlt sich also Italien bzw. Slowenien über einen der internationalen Grenzübergänge zu verlassen und dort den entsprechenden Behördenstempel einzuholen. In Kroatien ist bei Einreise über See ohne Verzögerung, ohne Zwischenstopp und auf kürzestem Weg der nächstgelegene Zollhafen (Port of Entry) anzulaufen und unverzüglich beim Hafenamt einzuklarie­ren, die Vorlage der Crewliste beim Hafenamt ist erforderlich.

Aktuelles zur Ausreise aus dem Schengenraum

Insbesondere unter Adria-Skippern wird derzeit heiß diskutiert, welche Formalitäten bei Verlassen des Schengenraums auf dem Seeweg wirklich erforderlich sind – z.B. bei einem Törn von Italien nach Kroatien. Die ADAC Sportschifffahrt hat dazu recherchiert und bringt so etwas Licht ins Dunkel. 

Steuer & Zoll

Bei direkten Reisen mit dem Sportboot von und nach Nicht-Schengen-Staaten sind Ein- und Ausreisekontrollen weiter notwendig.

Deklariert unter dem Titel „Kampf dem Terror“ kamen bereits zum Saisonauftakt Meldungen aus Italien, dass die Skipper & Crews die das Land auf dem Seeweg in Richtung Nicht-Schengen-Raum verlassen, wieder ausklarieren und im Zielland entsprechend einklarieren müssen.  Auch aus Kroatien berichteten ADAC-Skipper von verschärften Kontrollen über die korrekte Ausführung dieser notwendigen Ein- und Ausreiseformalitäten.

Es handelt sich hierbei keineswegs um ein rein italienisch-slowenisch-kroatisches Thema, sondern vielmehr schlichtweg um die obligatorisch durchzuführenden Formalitäten im Rahmen von direkten Reisen mit dem Sportboot von und nach Nicht-Schengen-Staaten, also dem „Schengen-Außengrenzverkehr“.

Die allgemein gültigen Regeln zum Schengen-Außengrenzverkehr beschreibt die deutsche Bundespolizei auf ihrer Internetseite wie folgt:

  • Ein- und Ausreisekontrollen werden weiterhin durchgeführt, Sportboote müssen also eine Grenzübergangsstelle, einen „Port of Entry“ anlaufen.
  • Sollen im Schengen-Außenverkehr andere, nicht als Grenzübergangstelle zugelassene Häfen, für die Ein- und Ausreise genutzt werden, kann dies mit einer „Grenzerlaubnis“ genehmigt werden.
  • Im begründeten Ausnahmefall kann ein Sportboot, welches aus einem Nicht-Schengen-Staat einreist, einen nicht als Grenzübergangsstelle zugelassenen Hafen anlaufen. Dieses ist unverzüglich durch die Schiffsführung den zuständigen Behörden mitzuteilen.
  • Nach geltender Rechtslage besteht die Verpflichtung, bei den Kontrollen eine Schiffsdaten- und Crewlist zu übergeben. Eine Kopie dieses Dokuments wird den Behörden des Einreise- und des Ausreisehafens ausgehändigt. Eine weitere Kopie verbleibt bei den Bordpapieren, solange das Schiff sich in den Hoheitsgewässern eines der Mitgliedstaaten aufhält.

Diese von der deutschen Bundespolizei beschriebenen Regeln sind allgemein gültig, werden jedoch von Land zu Land unterschiedlich streng gehandhabt. In Italien z.B. wurden diese Ein- und Ausreisekontrollen in den letzten Jahrzehnten eher vernachlässigt, die jüngst eingeführte Anwendung ist also nur die Umsetzung längt geltender Regeln.

Um Adria-Skippern eine konkrete Handlungsempfehlung mit auf den nächsten Törn geben zu können, hat die ADAC Sportschifffahrt mit mehreren für diesen Amtsvorgang zuständigen Behörden in Venetien telefoniert, eine einheitliche Umsetzung scheint selbst innerhalb der Region nicht stattzufinden. Einigkeit bestand lediglich über die Notwendigkeit einer mitzuführenden Crewliste. Nicht alle zuständigen Polizeistationen sehen dabei jedoch die Notwendigkeit, diese Liste behördlich abzustempeln und erachten eine Unterschrift des Schiffsführers als ausreichend.

Um auf der sicheren Seite zu sein, empfiehlt sich also Italien bzw. Slowenien über einen der internationalen Grenzübergänge zu verlassen und dort den entsprechenden Behördenstempel einzuholen. In Kroatien ist bei Einreise über See ohne Verzögerung, ohne Zwischenstopp und auf kürzestem Weg der nächstgelegene Zollhafen (Port of Entry) anzulaufen und unverzüglich beim Hafenamt einzuklarie­ren, die Vorlage der Crewliste beim Hafenamt ist erforderlich.