RS 100 im Test: Die Zukunft der Einhandjolle?

Der RS 100 ist angetreten, um die Vorzüge moderner Skiffs (geringes Gewicht, große Segelfläche, vorne schmaler, achtern breiter, gleitfähiger Rumpf) mit denen konventioneller Einhandjollen zu verbinden. Damit wendet sich das Boot zielgruppengenau an Regattasegler, die nach Laser, Finn und Co eine neue Herausforderung suchen.  Der ehemalige Laser-Weltmeister und heutige SegelReporter Andreas John hat für uns einen Probeschlag gewagt.

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7 Kommentare zu RS 100 im Test: Die Zukunft der Einhandjolle?

  1. Breitenberger sagt:

    Ich würde gerne wissen, wo in Oberbayern einer einen RS 100 hat, den man mal probesegeln könnte. Ich überlege sehr ernsthaft, einen zu kaufen.
    Aber ohne Probesegeln…?
    Der Vertragshändler hat und wird kein Probeboot haben zum Test (derzeit zu wenig Nachfrage)
    Ich bin am Ammersee stationiert.

    LG

    Paul

  2. Gerrit sagt:

    Es gibt eine interessante Neuigkeit:

    Der RS100 ist bei der „Boat of the Year“- Wahl des amerikanischen Magazins Sailing World zum Gesamtsieger gekürt worden. Ein solcher Titel kann dabei helfen, die Klasse zu etablieren, da jetzt vielleicht ein paar mehr Segler den Mut finden, in eine neue Bootsklasse zu investieren…

    @ Huber,

    Was “noch gut segelbar” ist, muss wohl jede/r Segler/in für sich entscheiden. Die Bedingungen beim Test waren nicht übermässig windig, so ca. 17-23 Knoten, aber sehr böeig und drehend (ablandig eben). Unter diesen Bedingungen würde ich sagen, dass das Boot für Klassenneulinge wegen des festeren Kontakts Segler/Boot (Po statt Zehenspitzen) doch etwas einfacher zu handhaben ist als ein Contender.

    Ich bin auch gekentert, allerdings nicht durchgekentert, das Boot liess sich sehr willig wieder aufrichten, ich würde sagen noch leichter als ein Laser. Ich meine mich zu erinnern, dass das Boot bei den Bedingungen keine deutliche Tendenz zum Durchkentern aufwies. Im Video sieht das auch so aus.

    Mit Gennaker und zwei Segelgrößen ist die Boathandling-Herausforderung skalierbar und in Schritten zu erlernen. Es sollte aber auch klar sein, dass das keine gemütliche Wanderjolle ist.

    Mit den beiden Segeln ist wohl auch für einen breiten Spielraum beim Personengewicht gesorgt. Was wir beim Kurztest nicht herausfanden: Ob leichte und schwere Segler mit den beiden Segelgrößen wirklich ernsthaft in einem Feld segeln können? Weiss darüber schon jemand mehr?

    Gruss
    Gerrit

  3. Huber A. sagt:

    Ich habe dieses Video von der UK Meisterschaft der RS100 gefunden!

    http://www.youtube.com/watch?v=rZSP7i4I_bI&feature=related

    Bis dato konnte man überall lesen, der RS100 wäre recht einfach zu segeln und wär für jeden durchschnittlichen Segler leicht zu handeln?!

    Dafür, daß er so einfach zu segeln ist, schwimmen da aber ne ganze Menge! Was sind da?….maximal 3-4 Windstärken? Doch eher maue Verhältnisse!

    Was mich mal interessieren würde! Kann man mit dem Boot bei Druck noch ordenltich segeln? Vor allem, wie isses mit Halsen? Ich kenn mich mit diesen Booten nicht aus und find auch nur Videos, wo alle nur geradeausfahren! Gescheite Manöver find ich leider keine! Bei Druck schon gar nicht! Wieviel Wind verträgt so ein RS100, so daß er taktisch noch gut segelbar ist? Wie ist das Teil aufzurichten, wenn er durchgekentert ist? Das muß doch mühseelig sein mit den Auslegern, oder?

    Danke für Infos, falls jemand welche hat!

  4. Till D. sagt:

    Ich persöhnlich finde die RS generell nicht so toll, da sie auf den Bootsmessen wie z. B. in Hamburg stark über die Konkurenz „gelästert“ haben… ich persöhnlich bevorzuge z. B. den 29er

  5. Gerrit sagt:

    Marc: Es ist schwer abzuschätzen, wir hatten bei dem Test keine anderen Jollen in der Nähe. Aber ich würde sagen, das Boot gleitet ordentlich an am Wind, ganz grob geschätzt würde ich sagen, das Speedpotential liegt vielleicht etwa im Bereich eines 470ers. Also recht deutlich über den konventionellen Einhandjollen.

    Thomas: Mir würde vor allem der Komfortfaktor Trapez fehlen, das ist nämlich, auf die Dauer deutlich weniger anstrengend als Hängen ;-) Es ist an der Kreuz einfach ein anderes Spiel: Contender z.B. segeln sehr schön an der Kreuz, wenden aber so langsam, dass es kaum Nahkämpfe gibt; das, was Andreas im Test als „Messern“ beschreibt. Der RS 100 zielt auf die Leute, die genau das mögen, aber mal ein modernes Boot segeln wollen.

  6. Thomas sagt:

    Nicht schlecht….mit fehlt jedoch die herausforderung Trapez. Bei Wind fahre ich weiterhin Contender (auch ohne viel Uebung) oder gehe Windsurfen.

  7. Marc Hollenbach sagt:

    Ich muss gestehen, als ich das Video, dass erste Mal gesehen habe wurde mir schon ein bisschen traurig zumute, dass ich dieses Boot jetzt mal ebend schnell nicht fahren kann. Meine Frage wäre jetzt nur noch, ob sich der RS100 auf der Kreuz bei viel Wind auch so langsam vorwärts bewegt wie übliche Einhandjollen oder ob er mehr wir der RS700 auch gleitfähig auf der Kreuz ist?

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