Archiv der Kategorie: News & Blogs

Aufgelaufen: Yacht sitzt auf Felsen fest – Retter befreien Crew aus misslicher Lage

Aufgelaufen, Kimmkieler
Wie hilfreich es manchmal sein kann, einen Kimmkieler zu haben. Vor Wales verhalf der Doppelkiel einer Crew in einer unangenehmen Situation zu festem Stand auf hartem Untergrund. Weiterlesen

In-Water Boat Show in Neustadt auf Expansionskurs

Hamburg Ancora Yachtfestival: <p>
	Das&nbsp;Hamburg Ancora Yachtfestival in Neustadt/Holstein</p>

Zum Zehnjährigen mehr Aussteller, mehr Programm: In Neustadt findet am Wochenende das Hamburg Ancora Yachtfestival statt. Auch die YACHT ist dabei

Italia 11.98: schneller, spannender Performance-Cruiser

Italia 11.98: <p>
	F&uuml;r das Auge und f&uuml;r das Gef&uuml;hl: Italia 11.98.&nbsp;</p>

Der neue Leistungsträger von Italia Yachts überzeugt unter Segeln, aber nicht nur. Der Exklusivtest der rassigen Italienerin jetzt im PDF-Download

Peter Foerthmann – der Zwilling

PETER ALS HOLZLEICHE IM EIGENEN KOFFERRAUM UNTERWEGS

Holzkopf Peter

SV Maselle Gabrielle Heggli + Thomas Guerra CH

STRANDUNG IN DEN BAHAMAS – KEINEN HAT´S INTERESSIERT

Lieber Peter, Nachdem wir Kuba fast umrundet hatten, legten wir einen Stop in Fort Lauderdale ein, ein guter Ort um die Schapps und den Kühlschrank mit Lebensmittel zu füllen und Teile für Maselle zu kaufen. Gabrielles Schwester kam an Bord und wie segelten mit ihr zu den Abacos.
Viviane brachte ausser Schweizer Schokolade und Käse auch Zeitungsartikel mit. So erfuhr ich, dass das GGR zu Ende ist, gewonnen von einem alten französische Seebären mit holländischem Namen. 

Wir haben in der Nacht vom Montag auf den Dienstag (13.5/14.5) ein seglerisches worst case szenario mit glimpflichem Ausgang erlebt und ich bitte dich, unseren Bericht auf deinem Blog zu veröffentlichen.

Am Montag Nachmittag ankerten wir ca. 3 Seemeilen östlich von Marsh Harbour in der Nähe des Mermaid Reefs. Wir schnorchelten, assen unser Nachtessen im Cockpit und genossen den lauen Abend. Ein schwaches Windchen blies aus Südwest, in der Ferne sahen wir Wetterleuchten.
 
Wir spüren einige Regentropfen und hoffen, obwohl das Gewitter so weit von uns entfernt ist, dass wir weder Blitze sehen, noch Donner hören, Regenwasser sammeln zu können. Wir versuchen eine Blache aufzuspannen und geben gleich wieder auf, da uns starke Böen das Teil fast aus den Händen reissen. Der Wind erreicht Sturmstärke und ist auflandig. Wir lassen den Motor an und versuchen, den Anker hochzuholen. Gabrielle ruft mir zu, dass die Ankerwinsch nicht gehe. Ich checke den Schütz, alles ok. Zurück an der Pinne gebe ich Vollschub, während sich meine Frau weiter mit Winsch und Anker abmüht. 

Wir driften. Schon berühren wir das erste Mal den Grund, dann ein zweites Mal, wir holpern weiter, Maselle legt sich auf die Seite, es rumpelt und schüttelt und wir bleiben etwa 20 Meter quer vor dem Ufer liegen. 

Der Wind ist so schnell wieder weg, wie er gekommen ist. Kein Häuchlein weht mehr, das Meer ist glatt, der Mond scheint. Das Ganze hat wenige Minuten gedauert, aber ein seglerischer Albtraum wird wahr, wir sind gestrandet. Neben uns liegt ein Katamaran auf den Steinen, wir haben Glück, denn hinter uns ist statt dessen Sandstrand. Zwei Teile, wir vermuten die ausgeschäumte Kiele des Kats, driften an uns vorbei. Es herrscht Ebbe.

Was tun? Wir setzen ein Pan Pan ab. Keine Reaktion. Wir hören, wie der Katamaran mit einem anderen Boot in Funkkontakt steht. Bestandesaufnahme: Niemand ist verletzt, kein Wasser dringt ins Schiff (Gabrielle hat schnell das Ventil der Spüle geschlossen), das Rigg ist unbeschadet.
Wir packen unsere Ausweise, Wertsachen und elektronische Geräte in wasserdichte Säcke. Dann bringen wir einen Zweitanker mit dem Dinghy aus. 
Wir versuchen weiter Funkkontakt herzustellen. Endlich meldet sich ein Segler, geankert in Marsh Harbour. Er fragt, ob wir und das Boot ok seien. Er könne aber leider nicht helfen, da er nur ein Segelschiff habe.

Wir sind auf uns alleine gestellt, Hilfe ist nicht in Sicht. Es gelingt uns mit der Genuawinsch, die Ankerwinsch hat sich verabschiedet, den Bug zum Meer zu drehen. 

Die nächsten Stunden verbringen wir mit funken, das Dinghy mit Wasser zu füllen und mit dem Spifall zu heben, damit die Auflagefläche des Kiels verringert wird, Anker ausbringen und winschen. Es gelingt uns nicht, trotz steigender Tide, Masellle auch nur einen weiteren Zentimeter zu bewegen. 

Nach Mitternacht kommt der Kat frei. Wir funken ihn an und bitten ihn, uns zu helfen oder es zumindest zu versuchen. Er antwortet, dass er ein Leck habe und sich zuerst darum kümmern müsse. Wir sehen, wie er ankert. Nach einer Weile gehen seine Lichter aus. Gute Nacht!

Um viertel vor vier in der Früh, kurz vor Hochwasser, nach sechs Stunden Abmühen, meldet sich Lucky Strike auf unseren wiederholten Hilferuf. 35 Minuten später ist Truman mit seinem Sportfischerboot da. Zwei starke Dieselmotoren ziehen uns sanft zurück ins tiefe Wasser. Die Bergung kostet uns 400$, die wir gerne bezahlen.

Wir hatten Glück, wir sind auf Sand und nicht auf Felsen gelandet, die Nacht war warm und windlos. Maselles tiefgehender Kiel verhinderte, dass wir noch weiter ans Ufer geschoben wurden. Deshalb berührte der Rumpf nur kurz den Grund. Eine kleine Schürfung auf Höhe der Wasserlinie ist leicht zu reparieren. Der Kiel ist auf den untersten 30cm backbordseits bis aufs Eisen abgeschmiergelt. Da wir den Kiel sowieso sanieren wollten, machen wir das nun in diesem Sommer und nicht erst in zwei Jahren. Die Entlüftung des Dieseltanks ist steuerbords, wir sind backbordseits aufgelegen, also blieb sie hoch über dem Wasser. Ausser einer Yogamatte ging nichts verloren. Nichts ging zu Bruch.

Wir, nur wir sind verantwortlich und haben einen Fehler gemacht, der nicht passieren darf und trotzdem geschah.

Was uns aber noch vielmehr ärgert, ja gerade zu in Rage bringt, ist die ausgeblieben Hilfe der anderen Cruisers. Für uns ist Hilfe eine Selbstverständlichkeit. Zum Glück beschränkte sie sich bis jetzt aufs Abschleppen oder aufs Hochtauchen über Bord gefallener Gegenstände. An unserem Ankerplatz lagen zwei Motorboote, etwa 45-50 ft. lang. Einer hat uns etwa anderthalb Stunden mit seinen zwei starken Suchscheinwerfern angestrahlt, dann wurde es ihm wohl zu langweilig und er löschte die Lichter.

Am nächsten Morgen kam der andere Motorbootfahrer mit seinem Beiboot vorbei und fragte, ob alles ok sei. 

Meine Schwägerin anterworte ihm, ja schon. Sie fragte ihn, ob er unsere Hilferufe nicht gehört hätte. Darauf folgte Schweigen. Er habe uns wohl gehört, sagte er dann, aber uns sei doch geholfen worden. Sicher doch, nach über sechs Stunden. Ich war im Schiff und wollte dieses Arschloch (das muss nun einfach gesagt werden) nicht sehen. Wäre ich rausgegangen, hätte ich ihn vielleicht verprügelt. 

In Umkreis von 15 Seemeilen hatte es sicher 100 bis 200 amerikanische Schiffe. Jeden Morgen um acht wird übers Cruisers Net geplaudert, wo man die besten Conch fritters isst und an welchem Strand Yoga unterrichtet wird. Wenn aber Not am Mann ist, meldet sich keine Sau. Wir wissen, dass viele Amis das Funkerät im Dauerbetrieb haben und haben zwischen durch einen Funkspruch mitbekommen, dass „there is a boat in trouble“. Aber niemand ist vorbei gekommen. Eine warme Suppe, Kaffee oder Tee, physische Präsenz hätte uns aufgemuntert.

Es schockiert uns, dass niemand bereit war, sein warmes Bett, seine Komfortzone zu verlassen und uns zu helfen.

Zum Schluss ein weiterer (vergeblicher?) Aufruf.
Shit happens. Wer sich aufs Wasser begiebt, dem sollte klar sein, dass er vielleicht mal Hilfe braucht oder Hilfe leisten kann/muss. 
Versicherungen decken viel ab, schlussendlich aber zählt der Mensch.

Du siehst oder liest, Peter, dass es uns nicht langweilig wird.
Für Gabrielle und mich war es klar, während wir uns mit der gestrandeten Maselle abmühten, dem Katamaran zu helfen, falls wir vor ihm frei gekommen wären. 

Wir möchten unser Erlebnis, diesen Bericht!, als Denkanstoss verstanden wissen.

Wir sind nun im Norden von Eleuthera, werden zu den Berries, eventuell nach Bimini und sicher nach Beaufort NC weiter segeln, wo wir Maselle in der Bock Marine auswassern werden.

Die nächste Mail wird hoffentlich wieder etwas erfreulicher.

Liebe Grüsse 
Thomas und Gabrielle
SV Maselle aus den Bahamas

Von einem der auszog, England zu umrunden. Teil X

Podcast Bootschaft Startklar

Micha Hölzen und Laurenz Schlüter sind unterwegs. In Teil 10 des Podcasts erzählen sie von den letzten Startvorbereitungen – Pleiten, Pech und Pannen inklusive

eSailing: Virtual Regatta Live-Berichterstattung – Erste Streaming Show

Weltweit gibt es über 280 Millionen Segler und Segelbegeisterte. Auf diese Zielgruppe hat es nun auch die eSports-Szene abgesehen. Ein Däne hat einen live kommentierten Streaming-Kanal eingerichtet. Weiterlesen

Golden Globe Race: Finne Lehtinen Letzter im Ziel – Von Muscheln und Haien gebremst

Erst verbot man ihm, den Muschel- und Pockenbewuchs an Rumpf und Kiel in einer Bucht abzukratzen. Dann warnte ihn ein Hai durch seine simple Präsenz. Also schaltete Tapio Lehtinen in den „Chill-Modus“. Weiterlesen

Das Werk ist vollendet

Der Marstal Schoner "Bonavista" kurz vor seinem zweiten Stapellauf: <p>
	Der Marstal-Schoner &quot;Bonavista&quot; kurz vor seinem zweiten Stapellauf</p>

Der rekonstruierte Neufundlandfahrer „Bonavista“ wurde am Wochenende in Marstal gefeiert und symbolisch dem dänischen Nationalmuseum übergeben

Titelverteidiger Monnin ist Favorit am Bodensee

Die Starparade der Teilnehmer wird in diesem Jahr vom Weltranglisten-Ersten Eric Monnin und seinem Capvis Swiss Sailing Team angeführt. Routiniers und Shooting Stars werden die Eidgenossen im Kampf um Titel und Preisgeld direkt vor dem Bodensee-Ufer auf dem Schwäbischen Meer fordern. Das Programm des Klassikers ist zu Wasser und zu Land mit Leckerbissen gespickt.

Die 22. Auflage des deutschen Duellsegel-Klassikers findet vom 6. bis zum 10. Juni auf dem Bodensee vor Langenargen statt. Die Flotte der zehn teilnehmenden Teams aus acht Ländern wird vom Weltranglisten-Ersten Eric Monnin angeführt. „Einen Titel zu verteidigen – und das schon zum zweiten Mal in Folge – das ist eine schöne, aber auch eine schwere Aufgabe“, weiß der beste Matchracer der Schweiz.

Unter deutscher Flagge starten der Hamburger Skipper Max Gurgel und sein Team Vmax Yachting. Die eingespielte Crew vom Hamburger Segel-Club würde ihren fünften Platz aus dem Vorjahr gerne in ein Top-Drei-Ergebnis verwandeln wollen. „Unser Ziel ist es, am Pfingstmontag noch zu segeln“, sagt Max Gurgel mit dem für ihn typischen hanseatischen Understatement. In anderen Worten: Ziel ist der Einzug in die Finalrunden.

Die österreichischen Besucher und den regelmäßig mitreisenden eigenen Fan-Club will das Team um Max Trippolt begeistern. 2017 schon einmal bis auf Platz vier vorgestoßen, wollen auch die Österreicher in diesem Jahr unbedingt um einen Platz auf dem „Stockerl“ kämpfen.

Heimathafen des Zuschauer-Magneten unter Segeln, der regelmäßig von bis zu 30.000 Fans besucht wird, ist der Langenargener Gondelhafen. Als Veranstalter zeichnet das Team des Match Center Germany mit den Matchrace-Machern Eberhard Magg und Harald Thierer in Kooperation mit dem Langenargener Yacht-Club verantwortlich. Der Bodensee, auch als Schwäbisches Meer bekannt, Schloss Montfort und im Hintergrund die Alpen bilden die Bilderbuchkulisse für die spannenden Duelle auf dem Wasser, die an Land live kommentiert werden. Sämtliche Veranstaltungshöhepunkte am Ufer finden im Gondelhafen oder seiner direkten Umgebung statt. Im Mittelpunkt steht dort die Erdinger Urweisse Hütt’n – traditionell die Herzschlagkammer für furiose Feste, musikalische Erlebnisse, schwäbische Gaumengenüsse und sportliche Begegnungen mit den Matchrace-Protagonisten. Toll für die Besucher: Der Eintritt ist zu allen Veranstaltungen frei!

Osmosefrüherkennung für jedermann

Osmosefrüherkennung mit UV-Licht: <p>
	Osmosefr&uuml;herkennung mit UV-Licht</p>

Ein Hauch von CSI… Mittels UV-Lampe kann ein Osmoseschaden frühzeitig erkannt werden, auch wenn der Rumpf intakt scheint. Kostengünstig und für jeden machbar

Laser EM: Philipp Buhl mit Leichtwind-Speed aus der Krise – Führung nach erstem Tag

Philipp Buhl, Laser
Lasersegler Philipp Buhl war viele Jahre die Konstante der deutschen Segel-Nationalmannschaft. Zuletzt schlitterte er aber in eine Krise. Bei der Europameisterschaft will er wieder in die Spur kommen. Der erste Tag macht Hoffnung. Weiterlesen