Archiv der Kategorie: News & Blogs

Tour des Yoles 2019: Video zeigt Höhepunkte der Traditionssegler-Regatta auf Martinique

Bei der „Tour des Yoles“ wird jeden Sommer auf spektakulären Traditionsseglern in der Karibik um die Wette gesegelt. Ein Highlight-Video der diesjährigen Veranstaltung zeigt nun beeindruckende Bilder der ungewöhnlichen Regatta.  Weiterlesen

Brest Atlantique: Rothschild-Tri zuerst aus der Boxengasse – Nun stoppt auch “Sodebo”

Während Gabart beim Stopp im Olympiahafen von Rio das „Banque Populaire“-Ruder einbaut, zieht „Gitana“ nach seiner Reparatur-Pause wieder vorbei. „Sodebo“ liegt vorne, hat nun aber auch umgedreht. Weiterlesen

Die neue Ausrüstung für 2020

overzicht.3_MG_7614.eps: <p>
	Die Mets, kurz f&uuml;r Marine Equipment Trade Show ist die gr&ouml;&szlig;te Ausr&uuml;stungsmesse f&uuml;r den Wassersport</p>

Auf der Mets in Amsterdam werden die Neuheiten für die kommende Saison präsentiert. Wir zeigen schon jetzt eine Auswahl

Jürgen Christian Schaper verstorben

Am 7.11.2019 hat Jürgen Christian Schaper (* 17.10.1933) “die Segel gefiert und ist vor den Wind gegangen. Auf seinen letzten Törn…”

Jürgen Chr. Schaper hat sein Leben dem Segelsport gewidmet, sowohl durch beeindruckende Langfahrten mit seiner Ehefrau, der Künstlerin Marlies Schaper, auf eigenem Kiel mit seiner S.Y. „Schwalbe“ sowie durch (Hochsee-) Regatten mit eigenem Boot oder als geschätzter Mitsegler und Navigator. 

Er hat in den Jahren seiner Vorstandstätigkeit, davon 26 Jahre Vorsitzender der Segler-Vereinigung Altona-Oevelgönne e.v. sowie 16 Jahre als Vorsitzender des Hamburger Segler-Verbandes und 27 Jahre im Seglerrat des DSV den Segelsport in Hamburg in besonderer Weise geprägt und war weit über Hamburgs Grenzen bekannt und geschätzt in den überregionalen Verbänden und der Politik. Schaper hat sich überall dort erfolgreich für den Segelsport engagiert, wo über unsere Umwelt und den Erhalt unserer schönen Reviere diskutiert und entschieden wird. Die Segler Hamburgs und des Elbereviers haben ihm viel zu verdanken und werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren.

Jürgen Christian Schaper ist für seine Verdienste im organisierten Segelsport von der Freien und Hansestadt Hamburg dieMedaille für treue Arbeit im Dieste des Volkes” ausgezeichnet worden.

Er war vom 6.11.1945 bis zu seinem Tode am 7.11.2019 Mitglied in der Segler-Vereinigung Altona-Oevelgönne e. V. (SVAOe) – also fast auf den Tag 74 Jahre.

Jürgen Christian Schaper war von 1972 bis 1998 26 Jahre lang Vorsitzender der SVAOe und damit der bisher längste Vorsitzende dieser Vereinigung. Als besondere Leistungen und fiffige (Behörden-) Manöver während seiner Zeit als Vorsitzender der SVAOe sind unter anderem zu nennen: 

  • seiner seine maßgebliche Beteiligung bei der Entstehung des Hamburger Yachthafens in Wedel und die Umsiedlung der Vereine vom ehemaligem Hamburger Yachthafen in Finkenwerder nach Wedel,
  • seine maßgebliche Beteiligung bei der Entstehung des SVAOe-Stützpunktes in  Eckernförde mit Clubhaus in Zusammenarbeit mit dem Vorstand des Segelclub Eckernförde e.V. (SCE) und eines der größten Mooringfelder Deutschlands,
  • seine maßgebliche Beteiligung beim Kauf und Umbau des SVAOe-Clubhauses in Neumühlen, heute Heimat der Büros SVAOe, HSgV, CSH, KYCD,
  • und lange Jahre war er Redakteur des Nachrichtenblattes der SVAOe

Seit 1989 war er Kommodore der Segler-Vereinigung Altona-Oevelgönne und seit 1995 Träger der goldenen Ehrennadel der SVAOe.

Von 1986 bis 2002 war er 16 Jahre lang Vorsitzender des Hamburg Segler-Verband e.V. und 27 Jahre (davon 11 Jahre gewähltes Mitglied) des Seglerrates des DSV. Als Mitglied im Vorstand des Hamburger Segler-Verbandes hat er maßgeblich mitgewirkt bei der Entstehung des Museumshafen Oevelgönne, des City Sporthafen Hamburg (CSH) und des Hamburger Yachthafens (HYG).

„Magisch ab 25 Knoten Wind“: Lipinski Erster in der Class 40

Credit Mutuel Lipinsky Hardy Class40 Transat Jacques Vabre 2019 PR_20190905_bklipinski_1175: <p>
	Mit Speed &uuml;ber den Atlantik: Die neue &quot;Cr&eacute;dit Mutuel&quot; hatte beim TJV eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 10,25 Knoten, zeitweise sogar 17,3 Knoten</p>

Ian Lipinski hat mit Co-Skipper Adrien Hardy Brasilien nach 17 Tagen und 16 Stunden erreicht. Er hat bewiesen, was seine neue Class 40 mit Scow-Bug kann

Das sind die Leserfotos des Jahres!

01 Leserfotowettbewerb 2019 PR_kim_mahl_112773219: <p>
	Das Leserfoto des Jahres 2019! Wir gratulieren dem Gewinner, Kim Mahl aus Hilzingen</p>

Genießen Sie die besten Aufnahmen der YACHT-Leser aus der Saison 2019 in unserer großen Online-Galerie!

TJV Class 40: Lipinski siegt mit Plattbug-Neubau – 24 Stunden-Rekord per Autopilot

Ian Lipinski und Adrien Hardy haben mit ihrer „Crédit Mutuel“ überlegen die 14. Ausgabe des Transat Jacques Vabre in der Class 40 gewonnen. Neben dem neuen Scow-Design dominieren die jüngeren Konstruktionen. Weiterlesen

Rückenwind für Greta

Greta Thunberg La Vagabonde 2019 PR_74670803_2689490971102727_2506944106840719360_n: <p>
	Greta Thunberg (Mitte) mit Elayna Carausu (ganz links mit Sohn Lenny), Nikki Henderson (2. von rechts) und Riley Whitelum an Bord der &quot;La Vagabonde&quot; kurz vor der Abfahrt in Hampton an der US-Ostk&uuml;ste</p>

Seit gestern ist Greta Thunberg mit der „La Vagabonde“ unterwegs nach Europa. Meteorologe Dr. Meeno Schrader sagt, welches Wetter sie auf dem Atlantik erwartet

Eisarsch beim LYC: Jetzt auch für Frauen!

Das zumindest ist der Wille der Eisarschgilde, die sich als Körperteil des LYC versteht und das Ereignis organisiert.

Das Votum der LYC-Mitgliederversammlung auf einen Antrag der Eisarschgilde steht zwar noch aus. Doch das wird als reine Formsache angesehen. Zudem soll das Teilnehmer-Alter auf 21 Jahre herabgesetzt werden. Und der Andrang auf die Startplätze ist groß. Vier Wochen vor dem Ereignis stehen schon über 50 kälteerprobte Sportler in der Liste, darunter vier Frauen.

Mit der Neuerung wird nun auch Heike Gercken aus Neustadt endlich in den Genuss kommen, ihre Leistung bei der eiskalten Regatta in der Opti-Jüngstenjolle honoriert zu bekommen. Bereits vor zehn Jahren hatte sich die 62-Jährige in Verkleidung in das Opti-Männerfeld eingeschlichen, war aber später aufgeflogen und entsprechend dem Reglement aus der Wertung genommen worden. Jetzt hat sie wieder gemeldet und hatte Anfang November schon drei Mitstreiterinnen, die den etablierten Männern das Leben schwer machen wollen.

Es wird wieder heiß hergehen auf der Wakenitz am 7. Dezember. Foto: segel-bilder.de

Die Sieger der vergangenen Jahre haben ebenfalls gemeldet. Titelverteidiger Thomas Schulz (Bad Segeberg), Seriensieger Sven Kruse (Hamburg) und auch Matthias Düwel (Sieger von 2017) werden sich also warm anziehen müssen, um die Damen-Konkurrenz in Schach zu halten. Und Organisationsleiter Jan Stemmler sowie die Gründungsmitglieder der Eisarschgilde Charly Brüser und Mike Jahnke, die Wiegewarte Mischi Hanke und Peter-Uwe Voss und auch Moderator Walter Mielke werden genau hinschauen, ob sich das Projekt „Frauen an den Start“ bewährt. In Wettfahrtleiterin Julia Burt, aber auch den weiteren Eisarsch-Helferinnen Petra Röttger und Indra Stülcken haben die Teilnehmerinnen schon weibliche Rückendeckung. Und auch die weiteren Mitorganisatoren Uwe Schimanski, Jörn Wollenzin, Björn Steinbrecher und Udo Ott stützen die Idee.

Neuerungen ist die Eisarschgilde erwiesenermaßen aufgeschlossen gegenüber: So wurde im vergangenen Jahr erstmals der vereinfachte Gate Start eingeführt, um die Flotte auf den Kurs zu schicken. Das neue Verfahren verhinderte Frühstarts, kam bei den Teilnehmern gut an und soll daher auch diesmal angewendet werden.

Feste Tradition bleibt, dass der seglerische Einstieg in die Adventszeit zu einem Fest für Segler und Besucher werden soll. Daher wird das Spektakel am 7. Dezember ab 12 Uhr bis ca. 16:30 Uhr von Live-Jazz-Musik um die Berliner und Hamburger Musiker Karl-Heinz „Kalle“ Böhm (Saxophone und Vocals), Kay Franzen (Piano) und Kai Stemmler auf dem Außengelände am Clubhaus (Roeckstraße 54, Lübeck) begleitet. Das Restaurant im Clubhaus ist geöffnet, heiße und kalte Getränke sowie Grillwurst gibt es auch direkt am Ufer der Wakenitz.

Meldungen und Ausschreibung unter www.manage2sail.com.

Die besten Angelboote 2019

Iskareen-Bordbuch TJV: Squalls, Körperpflege und eine gerissene Tackline

Die Bruhns-Brüder nähern sich mit ihrer Class 40 „Iskareen“ der Transat Jacques Vabre Ziellinie in Brasilien. Noch 1000 Meilen. Zwischenzeitlich feierten sie stilecht die Äquator-Taufe. Berichte von Bord. Weiterlesen

Powerjahr

Nur noch einmal schlafen, dann ist Morgenstern ganze 3 Jahre unser Schiff und nur noch wenige Wochen, dann ist das erste Restaurationsjahr auch vorüber.
Nicht, dass wir in den 2 Jahren davor nichts restauriert hätten, aber verglichen mit den letzten 11 Monaten, habe ich in der Zeit in Griechenland und der Türkei nur an der Oberfläche gekratzt.

2019 war für uns ein absolutes Powerjahr. Es ist keine einzige Woche vergangen, in der wir nicht am Schiff waren. Kaum ein Tag, an dem ich nicht irgendetwas fürs Schiff gemacht habe. Kein Sonntag ohne Morgenstern, kein Urlaub ohne Aktiv zu sein.
Rückblickend hat sich diese Anstrengung absolut gelohnt und es macht trotz der vielen Arbeit noch immer Spaß.

Was den Fortschritt angeht, so schätze ich, dass wir aktuell ungefähr ein Drittel bis die Hälfte aller Restaurationsprojekte, Umbaumaßnahmen und Ausrüstungserweiterungen hinter uns haben. Damit liegen wir dann auch ganz gut in der Zeit. Wann das Schiff letztendlich fertig ist, lässt sich trotzdem noch nicht genau abschätzen.
Deshalb konzentrieren wir uns zunächst einmal auf das nächste Jahr und, noch viel wichtiger, auf das, was aktuell gerade an angefangenen Projekten hier herumliegt. Eine ganze Menge ist das nämlich. Die Solarmodule fürs neue Pilothouse stapeln sich bereits, das Radar liegt daneben und jede Menge Rohmaterial in Form von Rohren und Blechen aus Edelstahl davor.

Was wir 2019 alles geschafft haben, davon konntet ihr ja einen kleinen Teil ab und zu hier auf unserer Website sehen. Etwas mehr habe ich jedoch bei Instagram und auf unserer Facebook-Seite gezeigt. Einfach, weil es eben schneller mal zwischendurch geht.
In den letzten Tagen und Wochen ist unter anderem der Mast für den Windgenerator fertig geworden, wir haben einen Teil der Verdrahtung für die Amateurfunkanlage verlegt und fast die gesamte Achterkajüte restauriert.
Dort haben wir, neben den Fenstern, alle Holzverkleidungen überarbeitet, teilweise neu furniert, viele neue Leerrohre und Kabel verlegt, einen Großteil des Rumpfes von innen saniert und fast die gesamte Isolation erneuert und auf 60mm erhöht. Mehr geht nicht.
Der Rumpf sah unter der Isolierung, bis auf wenige Stellen mit etwas Flugrost, überall erstklassig aus. In vielen Bereichen hätte man nichts machen müssen, wir haben trotzdem alles blank gemacht und den Stahl mit einem ordentlichen 2K Farbaufbau für die Zukunft konserviert.

Im kommenden Winter wird nun überwiegend in der Werkstatt an den liegengebliebenen Projekten gewerkelt und (wenn die fertig sind) anschließend bereits das Zeug angefertigt, welches im nächsten Frühjahr ins Schiff eingebaut werden soll.

Den aktuellen Stand der Dinge seht ihr im Refitogramm.

Und jetzt noch ein paar Fotos:

Alle Fenster der Achterkajüte sind nun überarbeitet. Die Konstruktion der Rahmen habe ich verbessert und die Scheiben sind nun aus 10mm Lexan mit UV-Schutzschicht.

Der Windgenerator steht nun auch.

Der Mast besteht aus 60mm Edelstahlrohr, die Streben aus 34er Rohr. Er ist auf Höhe der Reling über eine lange Muffenverbindung teilbar gesteckt und geschraubt. Der Sockel, sowie die Beschläge der Gelenkverbinder, sind fest mit dem Schiff verschweißt.
Die Kabeldurchführungen sind wasserdicht ausgeführt, ebenso die Steckverbindungen am Generator, sowie alle Verschraubungen.

Sicherheit geht vor!

Der Mast hat eine Höhe von 3,10m über Deck. Wie man auf dem Foto schön sehen kann, besteht auch bei ausgestrecktem Arm für durchschnittlich große Menschen keine Gefahr, in den Rotor zu gelangen. Netter Nebeneffekt eines hoch angebrachten Windgenerators: Dort oben ist einfach mehr Wind.

Zu guter letzt noch ein paar Eindrücke aus der Achterkajüte.

Irgendjemand hat beim Anblick einer dieser Verkleidungen mal zu mir gesagt: „Das ist alles Schrott, das kannste alles wegschmeißen!“

Ich gebe zu, es sieht auf den ersten Blick schlimm aus. Für einen Restaurator ist so etwas jedoch kein Problem.

Nun bin ich kein professioneller Restaurator, sondern habe mir das restaurieren von Hölzern mühevoll selbst beigebracht. Entsprechend langsam komme ich mit solchen Arbeiten voran. Mittlerweile können sich die Ergebnisse allerdings durchaus sehen lassen.

Als erstes muss das ganze marode Furnier entfernte werden.

Anschließend werden die maroden Mittellagen ausgetauscht und neues Holz eingeschäftet.

Neues Mahagoni-Furnier wird eingepasst und schließlich mit viel Druck und Hitze wasserdicht verleimt.

Das schwierigste ist dabei immer, den richtigen Farbton und die richtige Maserung zu treffen. Mittlerweile habe ich ein großes Furniersortiment angesammelt und so langsam klappt es so gut, dass ich oftmals die kleinen ausgebesserten Stellen nach einer Weile selbst nicht mehr wiederfinde.

Die halb verrottete Verkleidung aus der Achterkajüte vom Foto weiter oben sieht mittlerweile so aus. Noch ist sie nicht ganz fertig, aber so langsam kann sie sich wieder sehen lassen.

Verkleidung zum Test eingebaut.

Soviel zum Thema Restauration.

Widmen wir uns für ein letztes Foto noch kurz einem anderen Thema. Denn neben all der Arbeit am Schiff nehmen wir uns trotzdem hin und wieder Zeit für Ausflüge in die Umgebung. Hier, mit Filou im Schlauchboot.

Morgen reden wir dann mal darüber, was wir mit dem Schiff vorhaben, wenn es fertig ist.