Archiv der Kategorie: News & Blogs

Segel-Erlebnisse aus erster Hand

Die schönsten Fahrten, die abenteuerlichen Törns, die tollsten Erinnerungen: Beim Fahrtenseglerabend 2019 versetzen sich die Mitglieder der DSV Kreuzer-Abteilung und Gäste noch einmal zurück in den Super-Sommer 2018.

Der Fahrtenseglerabend am Samstag, 23. März, im repräsentativen Bärensaal des Alten Stadthaus in Berlin verspricht Geselligkeit, tolle Berichte und Ehrungen in einem großartigen Ambiente. Nicht nur die prämierten Segler und ihre Begleitungen, sondern auch interessierte Gäste werden an diesem Abend ab 17 Uhr ins Schwärmen kommen.

Geselliger Abend im tollen Ambiente

„Erzähl doch mal!“ – unter diesem Motto hatte die DSV Kreuzer-Abteilung ihre Mitglieder aufgerufen, sich am Fahrtenwettbewerb 2018 zu beteiligen. 88 Seglerinnen und Segler folgten diesem Aufruf und ließen die Öffentlichkeit daran teilhaben, was sie und ihre Crewmitglieder während der vergangenen Segelsaison erlebt haben. Viele tolle Segelgeschichten durften die Juroren bewerten. Und die besten werden in Berlin in einem würden Rahmen geehrt.

Inspiration für kommende Segelzeiten

Bei der festlichen Veranstaltung kann man sich Inspirationen holen für die kommenden Segelzeiten, erfährt Details über die faszinierenden Facetten des Fahrtensegelns und tauscht sich mit Gleichgesinnten aus. Anmeldeschluss für den Abend ist am 18. März.

Es werden Fahrten in den fünf Kategorien Hochsee, See, Küste, Binnen und Jugend mit Gold, Silber und Bronze ausgezeichnet. Zusätzlich gibt es neun Wanderpreise, darunter sind der „Commodore-Preis“ für eine herausragende, seglerische Leistung, die „Silberne Möwe“ für die beste Reise einer Jugendmannschaft und der Familien-Preis“, der mit 1.000 Euro dotiert ist.

  • Termin: Samstag, 23. März 2019
  • Einlass: 16:30 Uhr, Beginn: 17:00 Uhr
  • Kostenbeitrag für den Abend (inkl. Buffet ohne Getränk): 35,00 Euro
  • Eingang: Jüdenstraße 42, 10179 Berlin
  • Anmeldung per E-Mail: fahrtenwettbewerb@kreuzer-abteilung.de

Highlight Story: Melges 32 Crash in San Fancisco – durch den Wind gedreht

In unseren Archiven liegen einige zeitlose interessante Geschichten, die wir immer mal wieder präsentieren. So erregte der Crash zweier Melges 32 bei der WM in San Francisco viel Aufsehen. Weiterlesen

Die neuen Olympia-Piktogramme sind da

Olympische Spiele 2020: <p>
	F&uuml;r Tokio 2020: das Piktogramm f&uuml;r den Segelsport ist rot eingekreist</p>

33 olympische Sportarten und insgesamt 50 Designs haben die Olympia-Künstler rund zwei Jahre beschäftigt – jetzt wurden sie der Öffentlichkeit vorgestellt

Die Wucht des Sturmes: 40-Fuß-Container in den Hafen geschleudert

Container verloren

Wie ein Spielzeug wird ein Container in den Hafen gewirbelt. Wenn das schon an Land passiert, wie wird es erst auf See aussehen. Weiterlesen

Tag 2 ==> Gambier – Südseeträume/Südseepläne

Mi., 13.Mrz.19, Pazifik, Tag 1746, 17.181 sm von HH
Gambier? Gambier wo? Bis wir uns mit der Osterinsel-Pitcairn-Route beschäftig haben, hatten wir noch nie von den Gambier Inseln gehört. Jetzt sind sie der logische Weg auf unserem weiteren Weg in die Südsee. Das kleine Atoll (grad mal 30 km Durchmesser) gehört zu Französisch Polynesien und ist die östlichste Inselgruppe im Südpazifik. Polynesien, der Inbegriff für die Südsee. Sofort hat man die Bilder von Gaugouin vor Augen, leicht bekleidete Schönheiten mit melancholischem Blick. Französisch Polynesien besteht aus fünf Inselgruppen, die sich auf 4,5 Millionen Quadratkilometer Wasserfläche verteilen (die Größe von Westeuropa). Die Landfläche macht dabei grade mal acht Prozent aus. Das bekannteste Archipel sind wohl die Gesellschaftsinseln mit den Inseln Tahiti, Bora Bora und Moorea. 14 Inseln, geprägt durch schroffe Bergflanken, üppig bewachsen, bis zweitausend Meter hoch. Meistens von einem Ringatoll umschlossen, was die türkisfarbenen Lagunen bildet. Hier dürfte die Touristenhochburg der Südsee liegen.
Noch östlich davor liegen die Tuamotus. Auf eine Länge von fast zweitausend Kilometern verteilen sich 77 Atolle mit Inseln und Inselchen. Diese sind alle flach und ragen maximal drei Meter über den Meeresspiegel hinaus. Die Tuamotus sind bekannt für hervorragende Tauchspots und für eine Million verschiedener Türkistöne.
Die dritte Gruppe sind die Marquesas. Zwölf bergige Inseln ohne schützendes Ringatoll, aber von bestechender Pracht. „Die Luft ist wie Balsam mit einem zarten Hauch von Blütenduft, man fühlt es fast wie einen Schmerz, so vollkommen ist die Schönheit“, stellte Jack London fest. Die Inseln der Marquesas auseinander zu halten, ist eine Herausforderung: Nuku Hiva, Hiva Oa und Ua Huka, um nur drei Namen zu nennen.
Die kleinste Gruppe sind die Austral-Inseln, etwas abgeschlagen im Süden-Westen, nicht auf der klassischen Route, daher selten besucht.
Vor uns liegen nun die Gambier Inseln. Eng beieinander, wie in keinem anderen Archipel, werden 14 Inseln von einem Ringatoll eingeschlossen. Das verspricht ruhiges Wasser, weil der Pazifik-Schwell draußen bleibt.
Noch ist Zyklon-Saison im Pazifik. Zyklone sind das gleiche wie Hurrikane, haben hier nur einen anderen Namen. Sie können noch zerstörerische Stärken als im Atlantik entwickeln. Die Gambier Inseln gelten als Zyklon sicher. Das ist das Gute an dem Trick über die Osterinsel in die Südsee zu segeln. Man kann die Saison um zwei Monate verlängern. Ab Mai können wir uns dann frei bewegen. Leider nur bis November, dann müssen wir aus der Südsee wieder verschwunden sein oder uns ein Zyklon-Loch suchen, wo wir sicher vor den Wirbelstürmen sind. Wie unsere Route genau aussehen wird, wissen wir noch nicht. Die Möglichkeiten sind mannigfaltig, leider die Entfernungen riesig. Und hinter Französisch Polynesien liegt ja noch der Rest der Südsee: Fidji, Cook-Islands, Tonga und viele weitere Inselgruppen. :shock:
Als erste Schwierigkeit zeigt sich überhaupt die Gambier Inseln anzulaufen. Die letzte Nacht war toll. Dauerhaft 6 Windstärken, wir donnern durch die Dunkelheit. Zweifach gerefftes Groß und kleines Vorsegel bringen einen Schnitt von 6 Knoten auf die Straße. Der Wind kommt achterlich.Wir geben alles, aber vergeblich. Im Morgengrauen geht dann die Rechnerei los. Schnell ist klar, es fehlen uns zwei Stunden, damit wir noch bei Tageslicht ankommen. Unter keinen Umständen fahren wir im Dunkeln in ein Südseeatoll. Also Tempo raus und 15 Stunden Zeit schinden. Na, super, 55 Meilen vor dem Ziel – wegen 2 lächerlicher Stunden. Es ist jetzt das zweite Mal, dass wir super Streckenwind nicht nutzen können. Ärgerlich.
Zum Reffen haben wir nicht mehr viel. Damit bekommen wir nicht genug Speed aus dem Kahn. Auf und ab segeln klingt ebenfalls nicht verlockend bei 22 Knoten Wind. Also versuchen wir unseren neuen Lieblingstrick. Wir drehen bei. Klappt prima. Seit acht Stunden treiben wir mit 1,5 Knoten langsam dem Ziel entgegen (also halbwegs dem Ziel entgegen – Kurs 10 Grad, Ziel 340 Grad). Heute Nacht nehmen wir dann irgendwann wieder Kurs auf. Jetzt darf uns nur nicht in ein paar Stunden der Wind einschlafen. Soll er aber nicht, sagt die Vorhersage. Es dürfen noch Wetten abgegeben werden. :mrgreen:
Tagesmeilen: 109, noch 45 to go, direkter Weg.

Rodion Lukas L30 soll die Mixed-Offensive tragen

L 30 Onedesign Segeln Cannes 2016 MSt_7318: <p>
	Die schlanke L30, hier noch von M&auml;nnern, aber vorolympisch demn&auml;chst voraussichtlich von Mixed-Teams gesegelt, kommt mit doppelten Steuerr&auml;dern und zwei angeh&auml;ngten Ruderbl&auml;ttern daher</p>

Die Verträge sind laut YACHT-Informationen unterschrieben: der Weltseglerverband will mit Rodion Lukas L30 in das olympische Offshore-Mixed-Segeln durchstarten

Die letzten Wochen in den Bahamas – und dann?

Liebe Leser, es gibt hier nur noch ziemlich selten von uns etwas Neues zu lesen. Sehr, sehr selten. Das Charterleben hat uns fest im Griff. Wir erleben hier einige anstrengende, vor allem aber viele sehr schöne Tage auf den Bahamas….

Midsummersail: 18 Yachten wollen von Wismar zur nördlichsten Ostsee-Tonne – wer schafft’s?

Midsummersail, ostsee

Nur noch 99 Tage bis zum Start eines der größten Ostsee-Abenteuer, die es derzeit zu bestehen gilt. Wird diesmal mehr als eine Crew am nördlichsten Punkt des Mare Baltikum ankommen?
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Einmal Streichen, bitte!

„Urban gardening“ war gestern. Neu im Trend: „Maritime gardening“.

Nach drei Jahren im Wasser kam die Dilly-Dally jetzt erstmals an Land. Für mich die erste Gelegenheit nach dem Kauf im September 2018, das Unterwasserschiff genauer unter die Lupe zu nehmen. Bislang hatte ich das nur schwimmend und schnorchelnd tun können. Da schien alles okay. Aber viel konnte ich ohnehin nicht sehen, außer einem wunderbar gepflegten Rasen, auf den jeder britische Greenkeeper neidisch gewesen wäre. Von daher war ich schon etwas nervös, was mich „da unten“ erwarten würde. 

Da ich so schnell wie möglich die Dilly-Dally wieder ins Wasser bringen wollte, und zudem die wenigen Landliegeplätze in Kaş stark frequentiert sind, wollte ich mir nur eine Woche Zeit gönnen, um alle notwendigen Arbeiten am Unterwasserschiff zu erledigen. Samstag morgen auskranen, Samstag darauf wieder einkranen.

Das war der Plan. Sportlich, aber machbar. Mit der Hilfe meines Vaters, der derzeit zu Besuch ist, müsste das hoffentlich klappen. Doch dann wurde die Zeit immer knapper. Aus organisatorischen Gründen sollte die Dilly-Dally bereits wieder am Freitag ins Wasser gebracht werden. Der erste Tag – verflogen.

Auch das Auskranen verzögerte sich um einige Stunden, da direkt vor uns eine große Gulet mit etwas Verspätung aus dem Wasser gehoben wurde. Und dann dauerte das Abstrahlen des Rumpfes noch ein paar Stündchen. Dazwischen die Mittagspause. Der nächste halbe Tag: weg!

Immerhin nutzte mein Vater die Gelegenheit, mit dem Scooter ein paar Runden im Hafen zu drehen. Das letzte Mal saß er vor einem halben Jahrhundert auf einem Roller. Wäre er mal nicht so schnell gefahren. Denn gleich am nächsten Tag überfiel ihn eine hartnäckige Erkältung und knockte ihn ziemlich aus. Zwar schnaufte er wie eine alte Dampflok jeden  Tag fleißig zum Hafen (wir haben uns für die Zeit der Arbeiten ein Apartment im Ort genommen), doch als fürsorglicher Chef bestand ich darauf, dass mein persönlicher

Werftarbeiter schnell wieder ausstempelt und sich statt der Arbeit lieber dem Auskurieren widmet. Und so halbierte sich die Anzahl der helfenden Hände.

Am Montag Abend kontaktierte mich die Marina. Ob es möglich sei, dass die Dilly-Dally bereits am Freitag früh als erstes ins Wasser gehoben werden könnte? Mein Stellplatz würde für die nächste Yacht benötigt. Wieder ein Tag weniger. Langsam sah es düster aus. Vor allem beim Blick auf die Wettervorhersage. Die Prognose für den heutigen Mittwoch: Dauerregen, Gewitter und Sturmböen. Kein Wetter für neue Farbanstriche. Und ausnahmsweise sollte die Prognose einmal Recht behalten. 

Ob die Dilly-Dally rechtzeitig zum Kranen fertig sein wird? Der Stand der Arbeiten ist im Video zu sehen.

 

#trashtag – Eine Online-Challenge gegen den Müll

trashtag, Müll, Strand, Meeresverschmutzung

Aktuell gibt es eine neue „Online-Challenge“ auf verschiedenen Social-Media-Plattformen wie Facebook, Instagram, Twitter oder Reddit. Wenn alle etwas Kleines beisteuern, kann etwas Großes daraus entstehen. Weiterlesen

Olympia: WM-Premiere der „Mixed Class“ auf 2020 verschoben – Bootsklasse weiterhin unklar

Figaro 3

Es bleibt spannend: Zwar ist man sich bei World Sailing nun einig geworden, dass eine Mixed-Class-WM im kommenden Herbst hanebüchen wäre. Doch in welchen Bootsklassen soll gesegelt werden und wo stehen Trainingsflotten bereit? Weiterlesen

Erst 2020 vor Malta: Offshore-Mixed-WM-Premiere verschoben

Beneteau Figaro 3

Was passiert, wenn sich Pläne schneller entwickeln als Inhalte: World Sailing hat die WM-Premiere der für 2024 geplanten Olympiadisziplin um ein Jahr verschoben