Archiv der Kategorie: News & Blogs

In Memory: Vor 20 Jahren blieb Eric Tabarly auf See – was damals geschah

Eric Tabarly, Tod, Jahrestag

Dass der legendäre Hochsee-Regattasegler Eric Tabarly auf See sterben würde, war nahezu allen klar, die ihn kannten. Nicht zuletzt, weil er auch„stur bis zur Verbohrtheit“ sein konnte. Weiterlesen

Fällt die Entscheidung im Auge des Tiefs vor Göteborg?

Volvo Ocean Race 2017/2018: <p>
	Etappe 10: Die eindrucksvolle Prognose f&uuml;r die letzte Phase auf Kurs G&ouml;teborg</p>

Nach der Flautenschlacht läuft zum Ende des dritten Tags der 10. Etappe nun der Geschwindigkeitswettbewerb. Und es warten weitere Bewährungsproben…

Yacht vor Wustrow gestrandet

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Ein Kleinkreuzer ist an die Ostseeküste bei Wustrow getrieben – es ist die zweite Strandung in dem Revier binnen drei Wochen. Die Bergung ist schwierig

Vive l’Atlantique!

Robbe & Berking Sterling Cup

Robbe & Berking Sterling Cup

Zwölf mal Zwölf hieß es in Flensburg als am vergangenen Wochenende die 12 mR-Yachten um den Robbe & Berking Sterling Cup kämpften. Galerie

Volvo Ocean Race: Tag der Entscheidung – Wie Mapfre ein Big Point gelungen ist

Volvo Ocean Race

War das schon die Entscheidung? 700 Meilen vor dem Ziel der 10. Etappe beim Volvo Ocean Race ist Mapfre ein Bigpoint gelungen. Das Strategie-Spiel bei der Flautenpassage. Hat Dongfeng die Nerven verloren? Weiterlesen

Die Farbe des Horizonts

Grillen an Bord

Das Grillen zum Abschluss eines tollen Segeltages im Sommer gehört einfach dazu. Umso kontroverser sind die Diskussionen um den richtigen Grill an Bord. Grillen auf dem eigenen Schiff scheidet prinzipiell aus, da die Hitzeentwicklung und Rauchbelästigung für den Nachbarlieger einfach zu groß sind. Spezielle Grills für den Heckkorb sind in Häfen ungern gesehen.

Allerdings sieht man in den Häfen auch immer öfter Crews, die gelassen auf ihren Schiffen grillen. Noch vor einigen Jahren war der bekannte Cobb-Grill das einzige Modell, das vollkommen bordtauglich war. Mittlerweile sind ein paar Alternativen hinzugekommen wie beispielsweise der Lotus-Grill. Das wichtigste Kriterium der bordtauglichen Grills: sie dürfen außen nicht heiß werden, um geschmolzenes GFK oder verschmortes Teak zu vermeiden. Alle Modelle dieser Art basieren auf einem doppelwandigen System mit einer Brennkammer in der Mitte, einem reflektierenden Abtropfbecken, einer Isolierschicht aus Luft und der Außenhülle – ähnlich einer Isolierkanne. Die Außenhülle erwärmt sich so kaum, während im Inneren mehrere hundert Grad wüten. Dennoch sollte man an Bord etwas aufpassen und eine entsprechende feuerfeste Unterlage benutzen. Im LotusGrill sind zusätzlich vier Batterien mit einem Lüfter verbaut, der in der Kohlekammer einen Kamineffekt entstehen lässt und die Kohlen in Rekordzeit zum Glühen bringt. Ein weiteres Sicherheits-Plus ist der verriegelbare Grillrost. Selbst wenn der Grill an Bord umfallen sollte, können die glühenden Kohlen nicht aus dem Behälter fallen. Bei dem Cobb besteht die Möglichkeit, dass die Kohlen herausfallen, sollte der Grill umkippen.

Der Rost kann bei einigen Modellen arretiert werden. Selbst wenn der Grill umfallen sollte, kann die Kohle nicht herausfallen

(Bild: Kai Köckeritz)

Während des Zündens rauchen und brennen die Kohlen relativ stark. Segelgarderobe und Persenninge sollten außer Reichweite sein. Da die Rauch­entwicklung anschließend gegen Null tendiert, können die Grills auch auf dem Cockpittisch stehen. Ohne Deckel sind Fettspritzer aber nicht zu vermeiden. Wir stellten fest, dass Wind die Hitzeleistung ohne Deckel stark mindert. Die Hitze wird einfach „weggeweht“, da kein vollwertiger Windschutz integriert ist. Die Hitze entwickelt sich unter der Haube wesentlich besser, das Fett spritzt nicht auf das Teak, das Fleisch wird nicht knochentrocken, und es ist sogar möglich, ein ganzes Hähnchen krossbraun zu brutzeln. Echte Hardcore-Griller können morgens auch den Grill anwerfen und sich ihr eigenes Brot backen oder mit der passenden Grillplatte ihre Spiegeleier braten.

Der Cobb kommt von Haus aus mit einer Grillplatte, auf der das Fett durch Rinnen abfließen und nicht auf die Kohle tropfen kann

In die Abtropfrinne des Cobb können aromareiche Flüssigkeiten wie beispielsweise Bier oder Wasser mit Kräutern zugegeben werden. Das Fleisch wird nicht nur saftiger, sondern nimmt auch den Geschmack an. Sogar Räucherchips können eingestreut werden, um dem Grillgut einen rauchigen Geschmack zu verleihen. Außerdem vergehen vom Anheizen bis zur ersten Wurst auf dem Rost keine fünf Minuten.

Welche Kohle?

Die Spezialkohle für den Cobb benötigt eine hohe Aktivierungsenergie, bevor die Brandbeschleuniger in der Kohle zünden. Gerade wenn die Kohle über den Winter Feuchtigkeit gezogen hat, kann es schwer werden, den kompakten Block zu entzünden. Ein normales Streichholz reicht oft nicht aus. Will man die Kohle mit einem Feuerzeug entzünden, ist ein Stabfeuerzeug besser geeignet als ein normales.  Als Alternative können die Grills auch mit normalen Kohlebriketts oder Holzkohle befeuert werden – es dauert dann etwas länger. Bei dem LotusGrill sollte nur Holzkohle verwendet werden.


Die Entsorgung der Kohle kann rein theoretisch unbedenklich im Wasser geschehen, da es sich um reinen Kohlenstoff handelt, der das Gewässer nicht belastet. Dennoch ist es besser, die Kohle komplett ausglühen zu lassen und im normalen Hausmüll zu entsorgen.

Der Cobb

Der Cobb-Grill fährt auf vielen Schiffen mit

Der Cobb-Grill setzt noch immer Maßstäbe. Die Kohlebriketts liegen in einer kleinen Schale auf einem Podest in einer doppelwandigen Edelstahlschüssel. Sie wird durch eine Außenschale an Ort und Stelle gehalten und wird maximal handwarm. So kann der Cobb nicht nur an Deck gestellt werden, sondern lässt sich auch in die Hand nehmen und versetzen, wenn es nötig ist. Der Deckel hält die Hitze und sorgt dafür, dass das Grillgut nicht austrocknet. Mit einem kleinen Distanzstück (optional erhältlich) lässt sich ein ganzes Hähnchen unter der Haube platzieren. Im Paket enthalten ist eine Grillplatte, die für ganz gute Ergebnisse sorgt und verhindert, dass Fett in die Kohle tropfen kann. Wer lieber auf einem Rost grillt, muss diesen kaufen. Zusätzlich wird reichlich Zubehör wie beispielsweise eine Wokpfanne für den Cobb angeboten.

Pro

  • Solide Konstruktion
  • Schnell grillbereit
  • Viel Zubehör
  • Gute Hitzeverteilung unter dem Deckel

Contra

  • Grillplatte anstatt Rost
  • Deckel kann schlecht verstaut werden

Lotus-Grill

Der Lotus-Grill besitzt einen Lüfter, der die Kohle in wenigen Minuten zum Glühen bringt

Der Lotus-Grill ist ebenfalls doppelwandig aufgebaut, sodass er an der Außenseite keine Hitze entwickelt. Er funktioniert aber nach einem anderen Prinzip als der Cobb. Die Holzkohle wird in einen zylinderförmigen Korb aus Stahlgeflecht gefüllt und in der Mitte des Grill platziert. Eine Brennpaste entzündet die Kohle. Ein kleiner Elektrolüfter im Boden des Grills saugt von außen Luft an und leitet sie in den Korb. Es entsteht ein Luftzug, der die Kohlen in wenigen Minuten zum Glühen bringt. Die Stärke des Lüfters kann eingestellt werden, um die Hitze etwas regulieren zu können. Die Hitzeverteilung ist nicht ideal. In der Mitte bildet sich ein Hotspot, während die Temperatur an den Außenseiten schnell nachlässt. Zum indirekten Grillen aber ein Vorteil. Als Zubehör lässt sich der Lotus-Grill mit einer Haube ausstatten. Sie sollte unbedingt gekauft werden!

Pro

  • Kohlen schnell auf Temperatur
  • Hitze kann reguliert werden
  • Solide Konstruktion

Contra

  • Deckel nur optional erhältlich
  • Es kann zu Funkenflug kommen
  • Hitzeverteilung

 

Segel hoch und ab durch die Mitte

Leichtwindsbschlußschlag

Eine Nacht in der Portimao Marina hat uns nicht besonders weitergebracht. Moses Ersatzteile mit Fedex waren noch nicht geliefert. Die UPS Lieferung von Fischer Panda als unzustellbar markiert in Lissabon. Die richtige Adresse war vermerkt. Tja. Die Duschen waren nicht heiß und renovierungsbedürftig, die Chicas am Empfang unnett. Auch ansonsten muss man wohl länger bleiben in Portimao um den Reiz der Stadt zu entdecken. Die weitestgehende britische Partymeile hinter dem alten Fort, die Hochhäuser, alles nicht so prickelnd. Da machen uns wir doch besser von den Socken und ziehen das Großsegel hoch. Zwei Tage Culatra sind noch geplant in der Hoffnung, dass dort noch alles bei Alten ist. Aber vielleicht, kommt mir da der Gedanke, bin ich es ja auch selber, der das Problem mit den Erwartungen ist. Ja genau: Ich selbst. Helen, die mich ja nun nach 6 Wochen 24/7 auch schon gut kennt meint: „Du suchst immer einen Schuldigen. Das muss doch gar nicht sein!“ Eine definitiv n achdenkungswürdige Kritik finde ich. Ist auch schon ein paar Tage her, dass sie das gesagt hat. Schwirrt mir immer noch im Kopf rum.

Das mit dem Ablegen, Anlegen, Segel hochziehen macht CREW 46 nun weitestgehend alleine und das erfolgreich. Ganz vorne ist dabei Buddy, alias Torsten S. Wenn der Törn in zwei Tagen nicht sein Ende finden würde, er würde es noch bis zum 1st Mate bringen. Die Bestimmung hat er auf jeden Fall im Blut und die Zielrichtung auch. Noch diese Jahr wird er die Ostsee mit seiner geliebten Diana und unter Segeln erobern. Ich glaube er wird einiges mitnehmen von der Zeit auf der MARLIN. Wahrscheinlich nur Gutes. Zum Beispiel einen guten Segeltrim wie man auf dem Bild ja sieht. Für mich ist Torsten S. es auf jeden Fall ein richtiger Sail-Buddy, mit dem ich mir ohne Probleme auch die Achterkoje geteilt habe. Klappt ja auch nicht immer. Immer wieder gerne gesehen an Bord der MARLIN. „Und die anderen?“ Auch immer wieder gesehen. Ohne Ausnahme, ohne Einschränkung.

Bis zur Einfahrt Faro Lagune ist es jetzt nicht mehr weit. Wenn Slagtinme ist werden wir dort sein und uns bis nach Culatra durchschlagen. Wenn man nix anderes von uns hört, wird es uns dann gut gehen und wir werden nix schreiben, denn wir sind dann angekommen und werden schön und gut Fisch essen gehen. So wie sich das gehört. Und Culatra geniessen. So wie sich das gehört.

 

Abenteuer: Norweger beendet Langstrecke im 30 Kilo Bötchen – 48 Tage auf dem RS Aero

Der Norweger Magne Klang hat seinen irren 1000-Meilen-Törn entlang der norwegischen Westküste mit einem RS Aero-Dinghy erfolgreich abgeschlossen. Es zeigt weitere atemberaubende Bilder. Weiterlesen

Tag 9 nach Ecuador – Die Äquatortaufe

So., 10.Juni 18, Pazifik, Tag 1470, 13.333 sm von HH, etmal 76

Seit ich denken kann, kenne ich den Begriff der Äquatortaufe. Schon als kleines Mädchen habe ich den Taufschein meines Vaters bewundert. Der hing eingerahmt immer im Arbeitszimmer. Ein dicker Neptun sitzt in den Fluten und hält seinen Dreizack. Den Dicken, im Stil der 50er Jahre gehalten, mochte ich schon immer leiden. Die Dias der Taufen, die mein Vater von seinen Seereisen mitbrachte, fand ich schaurig-schön.

Eine fast hundertjährige Familientradition bekommt ein neues Kapitel: Opa (Seeteufel) getauft 1927, Papa (Schweinsfisch) getauft 1961 und jetzt ich (Knurrhahn) getauft 2018. Man darf behaupten, dass Seereisen in der Familie liegen.

Aus einer Dachlatte (ja, ja, man wundert sich, was Langfahrtsegler so an Bord mit sich schleppen) und drei Gabeln basteln wir uns einen Dreizack. Etwas Fischernetz ist auch noch aufzutreiben, so dass wir uns zünftig als Neptun verkleiden können.
Am Nachmittag, Wettergötter haben ein Einsehen und schicken die erste Sonne nach einer Woche, ist es dann soweit. Vorsichtig, so will es Neptun, überqueren wir über den Äquator.

Neptun mit Dreizack

Neptun mit Dreizack

Da eine Äquatortaufe nach den Meeresgesetzen vorgeschrieben ist, treffen Achim und ich uns auf dem Achterdeck und haben beide die gleiche Idee: den anderen vor der Taufe mit Rasierschaum einzuschmieren. Achim muss zusätzlich noch ein Ekelgetränk aus Milch, Tabasco und Sojasauce trinken und bekommt noch etwas Mehl auf seinen Rasierschaum gestreut.
Zum Abschluss gibt es eine Pütz voll Äquatorwasser über den Kopf. Achim segelt fortan als ‚Katzenhai‘ über die Weltmeere.
Um auf Nummer sicher zu gehen, bekommt Neptun noch einen guten Schluck aus der Schnapsbuddel und wir einen kleinen.

Schikane vor der Taufe

Schikane vor der Taufe

für beide Täuflinge

für beide Täuflinge

Ein frisch getaufter Knurrhahn

Ein frisch getaufter Knurrhahn

Ein frisch getaufter Katzenhai

Ein frisch getaufter Katzenhai

Weit ist es nun nicht mehr zu unserem Ziel, keine 40 Meilen. Der Kurs, den wir fahren können, ist gut. Der Wind ist schwach, so dass wir mitten in der Nacht in Bahia de Caraquez ankommen werden.
Die letzten zehn Meilen sind immer mehr Fischer unterwegs. Die Bucht blinkt wie ein Weihnachtsbaum in allen Farben. Rechts leuchtet ein Fischer mit einer rot-blauen Rundumleuchte, links flackert es grün, daneben ein Boot in rot. Dazwischen sehen wir weiße Blitzer oder plötzlich wird ein grüner Strahl auf uns gerichtet. Eine Fahrt wie durch ein Minenfeld.

Um 1.45 Uhr fällt der Anker. Nach 8 Tagen und sieben Stunden. Aus knapp 600 Meilen direkte Strecke sind knapp 800 geworden. Wir haben 15 Stunden motoren müssen und sind mit dieser Bilanz hoch zufrieden. Es gibt Yachten, die machten aus der Strecke tausend Meilen oder mussten dreiviertel der Strecke den Motor benutzen.

Die Nacht werden wir vor der Flussmündung des Rio Chone verbringen. Wir müssen auf das nächste Hochwasser warten und Morgen einen Lotsen über Funk anfordern.
In den Rio Chone kann nur bei Hochwasser eingefahren werden, nur dann steht über der Barre in der Mündung genug Wasser. Tonnen, die eine Fahrwasserrinne kennzeichnen, gibt es keine. Die Strömung verändert ständig den befahrbaren Kanal, so dass es nicht geraten ist, ohne Lotsen in den Fluss zu fahren.
Drei Meter, so heißt es, sei der Wasserstand bei Hochwasser . Allemal genug für uns, wenn der Lotse denn den richtigen Weg findet. Das wird nochmal spannend Morgen.

Tagesmeilen 76 – davon 12 unter Motor

Taufspruch:
Wir Neptun, der Einzige, Dreizackfürst, rechtmäßiger Beherrscher der veilchenblauen Meeresflut, Erdumgürter und Erderschütterer, haben allergnädigst den p.p. Staubgeborenen Jochim Willner an Bord des Uns befreundeten Schiffes SY Atanga Erlaubnis zum vorsichtigen Überschreiten Unseres Äquators erteilt.
Die Unseren Meergesetzen vorgeschriebene Linientaufe ist geziemend vollzogen und überstanden worden. Der Täufling wurde mit geweihtem Linienwasser auf den Namen Katzenhai getauft.

Segel-Bundesliga: Österreicher mit Schöchl-Cruiser – Sunbeam 22.1 Test im freien Download

Sunbeam 22.1

Die Österreichische Segel-Bundesliga ist in Velden am Wörthersee in ihre vierte Saison gestartet. Sie zeigt, dass der Erfolg nicht von der J/70 abhängig ist. Weiterlesen