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Olympia-Vergleichsfahrten: Weltmeister Kontides siegt immer – auf jedem Boot!

Laser Worlds

Vor Valencia gingen die Vergleichsfahrten für einen etwaigen Ersatz des Lasers bei Olympia zu Ende. D-Zero machte offenbar besten Eindruck, Laser schnitt wahrscheinlich enttäuschend ab. Weiterlesen

Zwei riesige Ölteppiche treiben auf Frankreichs Westküste zu

Am Sonntag ist das italienische Handelsschiff “Grande America” in der Biskaya in Brand geraten und in der Folge gesunken. Die Brandursache ist noch unbekannt. Das Schiff war auf dem Weg von Hamburg nach Casablanca in Marokko. Durch starken Wind breitete sich das Feuer weiter an Bord aus und der Frachter bekam immer mehr Schlagseite, bis das Schiff schließlich am 12. März um 15:25 sank. Der Frachter liegt nun in 4.500 Meter Tiefe und ist somit für Taucher nicht erreichbar. Die 27 Besatzungsmitglieder konnten vor dem Untergang von der britischen Fregatte HMS Argyll evakuiert werden. Der 214 Meter lange ConRo-Frachter, der von der Reederei Grimaldi Lines betrieben wird, hatte circa 2.000 Fahrzeuge, 320 Container, davon 45 Container mit Gefahrgut, und 2.200 Tonnen Schweröl an Bord.

Eine Ölpest droht

Zwei Ölteppiche haben sich aufgrund des sich im Tank befindenden Öls gebildet und treiben nun auf die französische Küste zu. Der erste wurde am Mittwoch, den 13. März, etwa 200 Seemeilen vor der französischen Küste entdeckt und ist dreizehn Kilometer lang und sieben Kilometer breit. Der zweite Ölteppich ist 20 Kilometer vom ersten entfernt, dieser ist neun Kilometer lang und sieben Kilometer breit. Er wurde am Donnerstag, den 14. März, entdeckt.

Ein Schiff zur Bekämpfung von Umweltverschmutzungen ist vor Ort und soll einen Teil des Ölteppichs abpumpen. Aufklärungsflugzeuge sind im Einsatz und unterstützen aus der Luft, teilte das französische Umweltministerium mit. Erschwert wird dieses Vorhaben durch eine raue See und bis zu sechs Meter hohe Wellen. Es herrscht ein starker Westwind. Weitere Schiffe sollen zur Hilfe kommen. Außerdem sollen schwimmende Absperrungen zum Einsatz kommen und den Schmutz von der Küste fernhalten.

Nach Einschätzung des französischen Umweltministers François de Rugy wird das Öl die Westküste Frankreichs am Sonntag oder Montag erreichen. Die beliebten Touristenorte Département Charente-Maritime mit der Hafenstadt La Rochelle und das Département Gironde, in dessen Mitte Bordeaux liegt, sind mögliche Regionen, die das Öl erreichen könnte. Genau könne er das nicht bestimmen, sagte François de Rugy. Der Umweltminister kann auch nicht ausschließen, dass die spanische Biskaya-Küste betroffen sein kann. Die Küstenregionen bereiten sich aktuell auf eine Ölpest vor.

Sorgen bereiten zudem die Gefahrengüter, sagt Jean-Louis Loizer von der Meerespräfektur Brest, da sich 100 Tonnen Chlorsäure, 70 Tonnen Schwefelsäure und weitere gefährliche Stoffe an Bord des Schiffes befanden.

Die Folgen könnten für Fische, die Vögel und die Küste verheerend sein. Die Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen aufgenommen. Außerdem prüft die Umweltorganisation Robin Wood eine Klage gegen die Reederei.

Thomas Covilles neuer Monster-Tri

Sodebo: <p>
	Der neue Maxi-Tri</p>

„Sodebo Ultim 3“ soll für 45 bis 50 Knoten Top-Speed gut sein. Spannendste Neuerung des Bootes ist das weit vor den Mast gerückte Cockpit, ein Novum der Klasse

Unter Deck der Grand Soleil 34

Der Innenraum der Grand Soleil 34 fällt klein aus, was ihrem Kompromiss-Konzept geschuldet ist. Zwar spürt man auch unter Deck die Regatta­atmosphäre, allerdings nimmt man sie als durchaus gemütlich wahr. Der Ausbau ist hochwertig ausgeführt, mit vielen Holz­details wohnlich gestaltet und beinhaltet alles, was man für kürzere Touren braucht – Nasszelle, Pantry, Salon und Navibereich. Bei der Enge der Kajüte bleibt allerdings nur Platz für eine abschließbare Kabine, die achtern unterhalb des Cockpitbodens eingerichtet und mit Doppelkoje, Kleiderschrank, kleinem Bücherfach und Schwalbennest ausgestattet ist.

Die zweite Doppelkoje liegt vorn im Bugdreieck und ist offen gestaltet. Eine Trennwand zum Salon gibt es nicht, mit dem Vorteil, dass der Raum größer und lichter wirkt und man den Platz unterhalb des Bettes zum Stauen der Segel oder Taschen nutzen kann. Mehr als vier Schlafstellen sind nicht vorgesehen. Wer auf die Salonbänke spekuliert, muss sich mit 50 Zentimetern Kojenbreite zufriedengeben.

Platz zum Stauen von Kleidung findet sich unter eben diesen Bänken und im separaten Kleiderschrank achtern. Größere Utensilien sowie Segel können in einer begehbaren Backkiste gelagert werden. Diese erreicht man von der Nasszelle aus, wo in der Rückwand ein Durchgang angelegt ist. Verschlossen wird er mit einem Tuchvorhang.

Wie fast immer bei Yachten dieser Größe, lässt sich die Niedergangstreppe mit einem kurzen Ruck anheben – und der Motor liegt frei. Seitlichen Zugang zwecks Wartung und Kontrolle gewähren Inspektionsluken in der Achterkabine und in der Nasszelle.

In der Pantry ist der Stauraum aufs Nötigste beschränkt. Viel Geschirr und Besteck darf man nicht mitnehmen, weil kein Platz dafür vorhanden ist. Immerhin gibt es einen Zwei­flammenkocher mit Backofen, ein tiefes Spülbecken und eine Kühlbox, sodass für ein leckeres Frühstück jederzeit gesorgt werden kann, genau wir für einen Snack oder ein kühles Getränk.

Auf einen vollwertigen, aufklappbaren Navigations-Tisch wurde – trotz des begrenzten Raumangebots – nicht verzichtet. Das spricht sowohl für die gute Seemannschaft der Konstrukteure (eine Gruppe junger italienischer Yachtdesigner, die sich Skyron nennt) als auch für die Zielsetzung, bei Regatten ganz vorne mitzumischen oder auf einem Törn in Ruhe alle Plotterdaten abzugleichen.

Auf Wiedersehen Guatemala

Nikes Vlog II #38: <p>
	Nikes Vlog II #38</p>

Nike tauscht eine defekte Wellendichtung, schmeißt eine Abschiedsparty und besorgt sich auf eine unorthodoxe Methode Trinkwasser

Mehr Bio im Epoxy

Törnbericht Italien: Elba, Giglio, Capraia und das toskanische Festland

Segeln/Chartern im grünen Archipel der Toskana

Die Sonne steht senkrecht am Himmel, die Quecksilbersäule des Bordthermometers steigt auf 33 Grad im Schatten und ein zarter Lufthauch versucht die Segel zu füllen. Vergeblich, denn das schwere Tuch der Genua fällt immer wieder in sich zusammen. Unsere Charteryacht PRETTY WOMAN macht hoch am Wind kaum mehr als eineinhalb Knoten Fahrt. Uns ist das egal, wir dösen in der Sonne, lassen die Beine von der Badeplattform ins blaue Meer baumeln oder lesen im Schatten des Biminis ein Buch. Kommt Durst auf, steht auf dem Cockpittisch eine aufgeschnittene und saftig rote Wassermelone bereit.

Schöne Kulisse und leichte Winde sorgen für entspannte Bedingungen.

Nach einer Weile aber werde ich nervös, „so kommen wir viel zu spät an und bekommen unseren Liegeplatz nicht mehr“, sage ich zu meiner Familiencrew. Alleine mache ich mich an die Arbeit, rolle das nutzlose Vorsegel ein, starte den Motor, hole die Großschot dicht, kupple den Vorwärtsgang ein und beschleunige auf 2.200 Umdrehungen. Mit sechseinhalb Knoten schneidet der Bug unserer Segelyacht – einer Sun Odyssey 45 – durch die ruhige See, weg von der Nordküste von Elba, hin zur Nachbarinsel Capraia, 24 Seemeilen entfernt.

Ziel Capraia: Die ehemalige Strafkolonie ist schroff, schön und Teil eines Nationalparks.

Start in Portoferraio

Wir sind mit der Charteryacht von Portoferraio aus gestartet, der Hauptstadt von Elba und Stützpunkt verschiedener Charterunternehmen. Es ist Ende Juli, Hauptsaison und Hochsommer zugleich. Kann man zu dieser Jahreszeit einen Urlaubstörn in einem der beliebtesten italienischen Reviere unternehmen? Oder ist es da viel zu heiß, viel zu teuer und viel zu voll?

Trotz Hochsommer reicht der Wind immer wieder auch für volle Segel.

Auf dem Törnplan stehen einige der Toskanischen Inseln, dazu ein Besuch der Festlandsküste. Beides wirft weitere Fragen auf: Ist die Reiseroute ohne Stopp auf Korsika eine attraktive und sinnvolle Variante? Und: Wie fühlt es sich an, bei der Ansteuerung des Hafens von Giglio die Unglücksstelle des havarierten Kreuzfahrtschiffes COSTA CONCORDIA zu passieren?

Capraia: Im Sommer werden die Liegeplätze knapp

Der Stützpunktleiter des Charterunternehmens hat uns seine volle Unterstützung zum Gelingen des Törns angekündigt: „Wenn Ihr einen Liegeplatz benötigt, ruft mich an, ich versuche für euch zu reservieren.“ Diesen Service bietet er allen Gästen an, „jetzt in der Hauptsaison ist es schon sehr voll, und ohne Italienischkenntnisse ist die Kommunikation mit den Hafenmeistern manchmal schwierig.“ Auch auf Capraia sind wir angemeldet, doch der Platz wird nur bis spätestens 18 Uhr freigehalten.

Der kleine Inselhafen von Capraia versprüht eine entspannte Atmosphäre.

Am Nachmittag erreichen wir den kleinen Inselhafen, im Minutentakt laufen weitere Yachten ein. Die Hafenmeisterin und drei weitere Mitarbeiter weisen die Ankömmlinge ein. An den Gürteln ihrer kurzen Hosen klemmen Funkgeräte, ihre Vornamen sind in die Ärmel ihrer roten Polohemden gestickt, gekonnt bugsieren sie mit dem Schlauchboot die Yachten in die richtige Richtung. Sie reichen Muringleinen an, belegen Heckleinen und geben Tipps beim Manövrieren.

Die Hafenmeister sind wie hier auf Capraia immer zur Stelle.

Auch in den anderen Häfen dieser Reise werden wir auf hilfsbereites Stegpersonal treffen, doch der Service und das knappe Liegeplatzangebot im gesamten Revier hat einen Preis, der bis auf wenige Euro überall identisch ist: 100 Euro pro Nacht. Man darf dafür einen sicheren Liegeplatz inklusive Wasser und Strom erwarten, nur moderne Sanitäranlagen oder funktionierende WLAN-Netze sollte man nicht voraussetzen.

Festmachen mitten im Zentrum

Die Häfen liegen fast immer zentral am alten Hafenort, ganz nah entlang der lebendigen Promenaden. Überall ist die Kulisse durch alte, meist in hellen Pastellfarben gestrichene Häuserfassaden, Palmen, bunte Blumenbeete und zahlreiche Hafencafés geprägt. In Capraia ist der Hafenort nur winzig, es gibt drei Restaurants, eine Bar mit Eisdiele, eine Apotheke, Souvenirladen und frischen Fisch am Hafen. Schnell ist der letzte Liegeplatz belegt, wer später kommt, kann an den Murings vor der Hafenmole festmachen oder ankern. „In der zweiten und dritten Augustwoche sind auch immer alle Murings vergeben“, sagt die Hafenmeisterin.

Die Murings vor dem Hafen von Capraia funktionieren mit Vor- und Achterleine.

Der eigentliche Hauptort der ehemaligen Gefängnisinsel liegt einen Kilometer entfernt, hoch oben auf den mit wildem Grün und vielen Kakteen bewachsenen Klippen. Ein öffentlicher Bus pendelt für einen Euro pro Fahrt hin und her. Eine Handvoll enge Gassen, eine riesige Kirche, ein kleiner Supermarkt und ein gewaltiges Fort lohnen den Besuch, ebenso die tollen Ausblicke auf das dunkelblaue Mittelmeer.

Über die schönsten Buchten der Inseln weiß keiner besser Bescheid als die Hafenmeisterin. „Die Cala Rossa mit ihrer roten Felswand ganz im Süden ist die schönste, wer eine Bucht mit Strand sucht, sollte in die Cala del Ceppo oder die Cala della Mortola fahren.“

Der Badeplatz direkt neben dem Hafen von Capraia ist besonders bei Tagestouristen beliebt.

Über Elba und Giglio bis zur Festlandsküste

Unsere Route an Bord der Charteryacht führt jedoch zurück über Elba nach Giglio, später über die Festlandküste bis zum Ausgangshafen Portoferrario, zusammen sind das etwa 200 Seemeilen in zehn Tagen. „Elba ist ja viel kleiner als gedacht“, sagt meine Frau Karen beim Studium der Seekarte, „bei einer Umrundung kommen ja kaum 50 Seemeilen zusammen.“ Damit ist Elba allerdings immer noch die größte der Toskanischen Inseln, es gibt sechs Häfen und ein gutes Dutzend Ankerplätze. Wobei der Hafen von Cavo für Segelyachten wie unsere viel zu klein ist und das Anlaufen der Marina di Campo wegen gefährlicher Schwellbildung vom Charter-Unternehmen aus verboten wird.

Eine der vielen Ankerbuchten Elbas liegt im Golfo di Viticcio.

Auf dem Weg zur Bucht Golfo di Barbatoia im Südwesten von Elba bleibt der Wind erneut aus, das nur etwa 100 Meter tiefe Meer ist bis auf eine alte Dünung ruhig und spiegelglatt. Der Autopilot surrt, die Maschine brummt, wieder steigt das Thermometer. Im Sommer bietet das Mittelmeer eine Sonnen-, aber keine Windgarantie, doch nebenan auf Korsika wühlt der Mistral gerade die Westküste auf. Wir dagegen können auf halbem Weg die Maschine stoppen, die Badeleiter runterlassen und zur Abkühlung in das dunkelblaue Meer springen. Das ist warm, weich und salzig, „himmlisch“, findet Karen.

Klares und warmes Wasser laden ein zum Baden und Schnorcheln.

Golfo di Barbatoia

Mit einer kleinen Brise Wind trödeln wir uns unter Segeln bis in die Bucht hinein, die Sonne steht bereits tief, und die rundgeschliffene Felsküste leuchtet gelborange. Am feinsandigen Strand im Scheitel stehen die Sonnenschirme und Liegen in Reih und Glied, eine Badezonenabsperrung zwingt die zwei Dutzend ankernden Segelyachten in den vorderen Teil der tief eingeschnittenen Bucht. An Land finden wir eine einfache Pizzeria, es gibt Salat, Wein und Pizza Frutti di Mare für 15 Euro pro Person. „So muss eine Pizza sein“, findet mein Sohn Tim, „ein dünner Boden und kross im Steinofen gebacken.“

Pizza ist in Italien immer gut, preiswert und in vielen Variationen zu haben.

Am nächsten Morgen tanzen die Kaffeetassen auf dem Cockpittisch, ein Südostwind pustet Wellen in die Bucht. Der Wind soll anhalten und offenbart ein Dilemma: Alle Ankerplätze an der Süd- und Ostküste der Insel werden bei dieser Wetterlage unbrauchbar, nirgends gibt es einen Platz, der versteckt hinter einer Landzunge Abdeckung bietet. Einzige Alternative: Porto Azzurro. Wir rufen den Stützpunktleiter an und fragen, ob er uns einen Liegeplatz reservieren kann, „das ist heute ganz schlecht“, sagt er, „es ist Wochenende, da kommen immer viele Segler vom Festland rüber.“

Ziellos kreuzen wir die Südküste entlang, überlegen, ob wir uns die 40 Seemeilen bis nach Giglio auch gegen den Wind und schon heute vornehmen sollen, dann kommt ein Rückruf: „Ich weiß selbst nicht wie, aber ich habe einen Platz für euch bekommen – in Porto Azzuro!“

Porto Azzuro bietet beschränkte Liegeplatzkapazitäten für Besucher.

Hafenfest in Porto Azzuro

Porto Azzuro ist ein schmucker Ort, „der vielleicht schönste Hafen der Insel“, schreibt der Reiseführer. Der große Piazza Matteotti liegt direkt an der Hafenpromenade und ist voller Leben. An der großen Außenmole liegen ein paar protzige Großyachten, die zwei Schwimmstege für Besucheryachten sind schon am Nachmittag rappelvoll. Selbst die große Hafenbucht Cala di Mola nebenan wird zum Mastenwald, für die Nacht finden hier über 100 Segelyachten Platz.

Einheimische und Touristen mischen sich in Porto Azzuro zu einem lebendigen Mix.

Am Abend herrscht Ausnahmezustand im Ort, es ist nicht nur Wochenende, sondern auch Fischerfest mit Ruderwettbewerb, Prozession und Livemusik. Auf der Straße werden kistenweise Sardinen und Calamari frittiert, und die Terrassen der Restaurants sind bis auf den letzten Platz belegt. Kinder toben über den Platz und durch die Gassen, in den Bars werden bis spät in die Nacht Averna, Espresso und Vino bianco ausgeschenkt, die ausgelassene Atmosphäre wird gleichermaßen von Touristen und Einheimischen geprägt.

Zum Fischerfest in Porto Azzuro gibt es auch eine Prozession.

Giglio hat nur 1.440 Bewohner

Nächstes Ziel: Giglio. Bevor die kleine Insel südlich von Elba durch das Unglück der COSTA CONCORDIA weltbekannt wurde, galt das beschauliche Eiland mit seinen 1.440 Bewohnern als eine Art Geheimtipp für Wanderer, Taucher und Badeurlauber. Halbmondförmig zieht sich die Häuserzeile von Giglio Porto um die kleine Hafenbucht, Restaurantterrassen ragen auf Stelzen bis ins Wasser, das kleine Hafenbecken ist mit dem Fähranleger und den vielen Murings für die einheimischen Boote restlos belegt.

Jeden Nachmittag wird die Innenseite der Außenmole für Besucheryachten freigegeben, knapp zwei Dutzend Boote können dann mit dem eigenen Anker römisch-katholisch festmachen. Aber nur bis zum nächsten Morgen um zehn Uhr, dann wird die Mole für ankommende Ausflugsschiffe wieder geräumt.

An der Hafenmole von Giglio wird ohne Muringleine und mit eigenem Anker festgemacht.

Immer präsent: das Unglück der „Costa Concordia“

Der Bürgermeister der Insel, Sergio Ortelli, betreibt in Giglio Porto eine Apartment- und Rollervermietung. „Wir haben Platz für bis zu 10.000 Besucher“, sagt der Mann, der auch in der Nacht der COSTA-CONCORDIA-Katastrophe schon im Amt war. „Die meisten ausländischen Besucher kommen aus Deutschland“, sagt der silberhaarige Unternehmer, der im Bergdorf Giglio Castello seinen Amtssitz hat. Ein sehenswerter Ort in 400 Meter Höhe mit einem Labyrinth aus engen Gassen, einem Inselmarkt, dem riesigen Castello und tollen Ausblicken über das Tyrrhenische Meer.

Das Bergdorf Castello kann mit einem öffentlichen Bus vom Hafen aus besucht werden.

Das Wrack der COSTA CONCORDIA, das direkt neben der Hafeneinfahrt gelegen hat, ist Ende Juli 2014 zur Verschrottung nach Genua geschleppt worden. „Trotzdem fühlt sich das irgendwie komisch an“, hatte Karen beim Einlaufen in den Hafen gesagt. Wir besuchen die Gedenktafel an der Hafenmole und finden unter den Namen der 32 Opfer auch zwölf Deutsche. Für einen Moment bleiben wir wortlos und andächtig stehen. „Unfassbar, wie das passieren konnte“, sage ich mehr zu mir selbst.

Die Gedenktafel für die Opfer der „Costa Concordia“ bringt die Bilder des Unglücks zurück.

Giglio: Baden, schnorcheln, relaxen

Rund um Giglio gibt es viele kleine Badebuchten; die in der Nähe des Hafens heißen Cala dell’Arenella, Cala Canelle oder Cala delle Caldane. Kleine felsige Einschnitte, zum Teil mit feinsandigen Stränden, herrliche Badeplätze und gute Schnorchelgründe. Ganz im Norden der Insel liegt Seno di Campese, eine große und weite Strandbucht, Zentrum des Badetourismus mit sicherem Ankergrund.

Die große Badebucht Seno di Campese ist auch ein sicherer Ankerplatz.

Die Toskanische Inselgruppe besteht aus sieben Inseln, Pianosa und Montechristo sind von einem Nationalparkgebiet umgeben und dürfen nicht angelaufen werden. Ganz weit im Norden liegt die Insel Gorgona, die wie Capraia und Pianosa früher einmal eine Gefängnisinsel war. Heute darf die winzige Hafenbucht Cala dello Scalo angelaufen werden, der Rest der Insel ist ebenfalls Nationalparkgebiet. Auf Giannutri, zehn Seemeilen südlich von Giglio, gibt es verschiedene Ankermöglichkeiten und an Land ein paar Sommerhäuser, ein Hotel und ein Restaurant.

Wie hier bei Porto Santo Stefano gibt es viele ruhige Plätze im Revier.

Die Halbinsel Promotorio dell’Argentario

Die Tage verrinnen, der Schweiß tropft. Mit unserer Charteryacht machen wir einen Abstecher ans Festland. Promotorio dell’Argentario ist eine Art Insel, die über drei Landzungen mit dem toskanischen Festland verbunden ist. Hier liegen die beiden Häfen Santo Stefano und Porto Ercole, dazu einige Einschnitte zum Ankern unterhalb steiler und einsamer Felswände.

Porto Ercole ist kein Hafen, der auf Besucheryachten wartet, die verschiedenen Schwimmsteganlagen haben alle einen anderen Betreiber, fast alle Plätze sind von Dauerliegern belegt. Wir ergattern einen Platz, kraxeln den steilen Weg bis zur alten Festungsanlage hoch und genießen den Ausblick über die große Hafenbucht, die grünen Hänge und die alten Häuser der Stadt, in der Entfernung sind hinter einem langen Strand flache Salzwiesen zu erkennen.

Auch am toskanischen Festland wie hier in Porto Ercole finden sich herrliche Ziele.

Unten im Hafen beobachten wir Fischer in Gummistiefeln, die ihre großen und rustikalen Kutter entladen. Später am Abend sehen wir auf der belebten Hafenpromenade zahlreiche gut und teuer eingekleidete Italiener, die in den edlen Restaurants, den stylischen Bars und den zahlreichen Boutiquen des Ortes unterwegs sind. „Interessante Mischung“, findet Karen, „scheinbar wieder so ein alter Fischerort, der langsam vom Jetset übernommen wird.“

Fischer entladen ihre Kutter.

Cala Grande

Zum Baden am nächsten Tag segeln wir in die Cala Grande, auch diese Bucht ist gut gefüllt, einsame Plätze sollte man um diese Jahreszeit hier im Revier nicht erwarten. Am Abend schonen wir die Bordkasse und werfen neben Santo Stefano den Anker, wieder so ein hübscher und lebendiger Küstenort. Und Heimat der bekannten Schiffswerft Cantiere Navale dell’Argentario, eine Qualitätswerft, die auch viele bekannte Holzyachten restauriert hat.

Die Cala Grande ist ein schöner Tagesankerplatz zum Baden.

Zurück auf Elba beginnt das Ringen um einen Liegeplatz erneut. Wir versuchen es auf eigene Faust, telefonieren mit dem Hafenmeister von Rio Marina, ein Ort mit „altmodischem Charme“, wie der Revierführer schreibt. „Nein, wir haben gerade Bauarbeiten und absolut keinen Platz“, bekommen wir in gebrochenem Englisch als Antwort. Die Ankerplätze auf dem Weg zurück nach Portoferraio sind alle sehr exponiert, schon der kleinste Schwell bedeutet eine unruhige Nacht. Wir entscheiden uns für einen Ankerplatz neben der Einfahrt zum winzigen Hafen Cavo, genießen das Baden in der untergehenden Sonne und später die lebendige Atmosphäre des kleinen Urlaubsortes.

In Cavo auf Elba geht es beschaulich und einheimisch zu.

Portoferraio ist das touristische Zentrum des Reviers

Der letzte Abend gehört Portoferraio. Nach der Abnahme des Charterschiffes spazieren wir durch den Hafen, in dem auch einige Megayachten festgemacht haben und einen Hauch von St. Tropez versprühen. Uniformierte Crews bewachen beleuchtete Gangways, entlang der Promenade flanieren Menschenmassen an unzähligen Cafés, Restaurants und Bars vorüber, es gibt Straßenmusiker und Schmuckverkäufer, schöne Geschäfte und alte Gebäude.

Portoferraio ist das Zentrum des Reviers mit viel Unterhaltung.

Fazit

Auf der Reise hat es nicht an hübschen und lebendigen Küstenorten gefehlt, auch Ankermöglichkeiten waren reichlich vorhanden und das Baden war herrlich. Einen Abstecher nach Korsika hat an Bord unserer Segelyacht niemand vermisst, nur eines konnte das Revier in der Hauptsaison nicht bieten: Ruhe und Einsamkeit. Doch die soll es hier auch geben, versichert der Stützpunktleiter am Ende des Törns, „dafür allerdings müsst Ihr in der Nebensaison wiederkommen.“

Im Hafen von Portoferraio macht vom Fischerboot bis zur Megayacht alles fest, was schwimmt.

Charter

Wer auf der Charterbasis in Portoferraio auf Elba startet, beginnt seine Reise mitten im Revier. Die Fähre von Piombino aus dauert etwa eine Stunde, es gibt aber auch ein paar wenige Flugverbindungen nach Elba. Mehr Angebote an Charteryachten gibt es am nahen Festland, innerhalb von 15 Seemeilen von Elba entfernt liegen die Ausgangshäfen Piombino, Follonica, San Vincenzo oder Punta Ala. Der Ausgangshafen Cecina ist 25 Seemeilen entfernt, der von Castiglioncello 30 Seemeilen. Auf allen Stützpunkten darf man einen standardisierten Service und Yachten der bekannten Serienboothersteller zwischen etwa 31 und 53 Fuß erwarten. Die Auswahl an Katamaranen ist in diesem Revier begrenzt.

Der zentralste Ausgangshafen mit Charterbasis für das Revier ist Portoferraio auf Elba.

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Für eine deutschsprachige Beratung und die zuverlässige Buchung von Charteryachten bewährter Anbieter für dieses Revier können diese Firmen behilflich sein:

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Tag 3 ==> Gambier – Die Ankunft

Do., 14.Mrz.19, Franz.Pol/Gambier/Insel Mangareva/Rikitea, Tag 1747, 17.385 sm von HH
Bis Mitternacht bleiben wir beigedreht bei konstant 6 Windstärken. In fünfzehn Stunden werden wir nur 26 Meilen nach Norden getrieben. Weil beim Beidrehen das Vorsegel auf der falschen Schiffs-Seite steht, will das Vorschiff nach rechts und das Heck nach linkssegeln, was unterm Strich keine Fahrt bedeutet. Eine Segelrichtung kann man sich dabei leider nicht aussuchen, denn das System funktioniert nur, wenn der Wind von der Seite kommt. Das Beidrehen fühlt sich komisch an. Windgeräusche und die fauchenden Wellen passen nicht zur Geschwindigkeit. Es fühlt sich an als ob wir durch bremsenden Schaum segeln würden. Inklusive Schräglage durch den kräftigen Wind und Wellen, die an die Bordwand klopfen. Unterm Strich besser als aktiv auf uns ab zu segeln, aber trotzdem zermürbt uns das ‚auf-der-Stelle-segeln‘ etwas. Reine Kopfsache.
Die zweite Nachthälfte segeln wir dann wieder auf die Gambier Inseln zu. Der Sonnenaufgang entfällt. Tiefe Regenwolken hängen am Himmel. Ab und an regnet es. Sehr ungemütliches Wetter. Am Horizont tauchen die Inseln auf. Dunkelgraue, steile Kegel vor hellgrauem Himmel. Einzelheiten sind im Nieselregen nicht zu erkennen. Bei Schietwetter ist auch ein Südseeatoll nur eine graue Katze. Dann passieren wir das Saumriff, was die Inseln umschließt. Ich hatte mir immer vorgestellt, dass dahinter der Schwell aufhört und eine blau-blau-blaue Lagune droht, die Netzhaut zu zerstören. Was für ein Irrtum. Das Wasser hat Nordseequalität. Ich stehe am Ruder. Das hat sich bei uns so etabliert, dass ich meistens die Anfahrten übernehme (da kann man prima das Weib beschuldigen, wenn man aufläuft… :lol: ). Ein echter Glückstag für Achim. Er hockt hinter der Sprayhood im Trockenen. Ich stehe mittlerweile im strömenden Regen und mir haut eine Welle ordentlich Salzwasser ins Gesicht. Was ich seit Ecuador, über viertausend Meilen auf offenem Ozean verhindern konnte. Alles fühlt sich nach Dänischer Südsee an. Alles sieht nach dänischer Südsee aus. So haben wir uns das nicht vorgestellt. Ich finde, so langsam muss sich Fortuna die Frage gefallen lassen, wo sie denn geblieben ist.
Der trockene Achim vergleicht OpenCPN Daten mit unseren Navionics Plotterdaten. Die Einfahrt zum Ankerplatz ist betont. Sehr gut betont, muss man sagen. Französisch Polynesien gehört zu Frankreich und da haben die Französen mit EU-Geldern (??) gute Arbeit geleistet. Die Angaben in den Karten stimmen beide nicht. Durch die Betonnung müssen wir aber nicht so schwer schwitzen. Nach 2,5 Stunden erreichen wir happy unseren Ankerplatz. Außer uns liegen weitere zehn Schiffe hier. Alte Bekannte darunter. Da sagen wir Morgen ‚hallo‘. Heute geht es früh ins Bett. Die erste Nacht ohne Schwell seit über drei Monaten. Das wird eine schöne Nacht.

Krach im America’s Cup und das Aus für Malta?

36. America's Cup: <p>
	Der 36. America&#39;s Cup findet zwar erst 2021 statt, doch es geht jetzt schon zur Sache</p>

Die Teams der Cup-Verteidiger und ihres italienischen „Challenger of Record“ Luna Rossa sind erbost. Herausforderer American Magic agiere „wettbewerbsfeindlich“

Ascheregen

{Time <>:07:45:00}

{Date:20190312}

{Position:17°38.2000’N, 063°15.4200’W}

{Direction/Speed:- 005°/ 7kn}

{Place:Saba}

{Target:Antigua}

{Temp Air/Pressure:26°C}

{TempWater:26°}
{Wind:20kn/ENE}

{Wave:1,0m}

{Vimeo:}

{Photo: 20190312}

{Title:Ascheregen}

Wochenende auf Saint Kitts and Nevis

Nächste Insel nächster Staat. Saint Kitts and Nevis gehört zu den 12 kleinsten Staaten der Welt. Das merke ich, als ich beim Einklarieren mit den Officials in Kontakt komme. Alles ist hier etwas entspannter, und wie üblich in der Karibik wird hier nichts so heiß gegessen wie es gekocht wird, so steht zwar bei den Customs, dass Handys in dem Raum verboten sind, die nette Dame hinterm Tisch aber nebenbei die aktuelle Soap schaut, während ich den Papierkram erledige. Naja soll mir recht sein.

Die beiden Inseln werden von Seglern nicht so überrannt wie manch andere in der Karibik. Die Hauptstädte der Inseln sind typisch karibisch, bunte Häuser schmücken das Stadtbild und erstaunlich sauber halten die Einheimischen Ihre Stadt. Wir gehen auf Nevis auf den örtlichen Markt um einiges an Gemüse für die Hälfte des Supermarktpreises zu kaufen. Am Folgetag verlegen wir in die Whitehouse Bay auf St. Kitts.

Kurz hinter der Bucht gibt es einen großen Salzsee, welcher über eine kleine Zufahrt mit dem Meer verbunden ist. Früher hat man hier Salz produziert, heute befindet sich im See die bescheidene „Superyacht Marina“. Hier ist man unter sich, ich schaue mir den Komplex kurz an, da ich eigentlich ein paar Ersatzteile brauch, das einzige was es hier jedoch gibt sind Boutiquen, natürlich ohne Preisschilder. Das Verhältnis von Beschäftigten auf dem Gelände zu Besuchern beträgt vielleicht 3:1.

Nach dem Ausklarieren in Basseterre verlassen wir Saint Kitts um einen kurzen Zwischenstopp auf Saba einzulegen, bevor es weiter Richtung Saint Martin geht. Ziemlich zeitgleich ziehen hinter uns dunkle Rauchschwaden in den Himmel. Vor dem Wind dauert es nicht Lange bis es anfängt Fingerlange Aschepartikel zu regnen.


Mitsegeln auf der MARLIN!

CREW 53 Antigua – Martinique

CREW 54 Martinique – Grenada

CREW 55 Grenada – Antigua

CREW 56Kite & Sail Expedition Grenadines

CREW 57Kite & Sail Expedition Los Roques

JOIN THE CREW:

www.marlin-expeditions.com

Die Sanierung der „Gorch Fock“ wird fortgesetzt

Gorch Fock: <p>
	Das Segelschulschiff &bdquo;Gorch Fock&ldquo;</p>

Aus des Schulschiffs abgewendet: Das Bundesverteidigungsministerium erteilt der Elsflether Werft den Auftrag zum Weiterbau

Die 20. Magdeboot steht an

Kurz bevor die Wassersportsaison startet, präsentieren über 110 Aussteller in 14 verschiedenen Ausstellungsbereichen auf 10.000 m² ihre neusten Boote, Ausrüstung, Zubehör und alles rund um den Wassersport. Insgesamt werden über 200 Motor-, Segelyachten und Hausboote in den Magdeburger Messehallen ausgestellt.

Unter anderem zeigt die Firma Enjoy Yachting die Beneteau First 14 und 18. Die First 14 ist für Einsteiger gut geeignet, da sie leicht zu handhaben ist. Der Rumpf besteht aus hochfestem Vakuum-Laminat und sie besitzt einen Carbon-Mast, wodurch die First 14 regattatauglich wird. Außerdem ist sie mit einer Furling-Fock ausgerüstet. Zudem ist das Schwert komplett aufholbar, so kann man das Schiff auch auf den Strand setzen. Die Benteau First 14 ist 4,30 Meter lang und 1,70 Meter breit.

Die Beneteau First 18 ist als Sportboot nutzbar und auch als Daysailer geeignet. Der Mast und der Baum bestehen aus Carbon. Das Boot besitzt Kielvarianten für tiefere (1,50 Meter), als auch für flachere (1,10 Meter) Gewässer. Außerdem besitzt die Beneteau First 18 eine Kabine die für zwei Erwachsene Platz bietet und es bleibt auch noch genügend Raum für Taschen und Segel. Das Boot ist 5,50 Meter lang und 2,38 Meter breit.

Außerdem gibt es auf der Magdeboot in Halle 3 ein ganztägiges Rahmenprogramm. Der erfahrene Segler Jörg Jöschner hält am Freitag um 13:50, am Samstag und Sonntag jeweils um 10:55 einen Vortrag über Seesegeln mitten in Schweden. Der Förderverein Rahsegler Greif e. V. hält einen Vortrag über das Leben und die Ausbildung an Bord der Schonerbrigg “Greif”. Dieser findet am Freitag um 15:30 und am Samstag und Sonntag jeweils um 15:35 statt.

Für die Magdeboot werden alle drei Hallen der Messe Magdeburg genutzt. Diese sind am Freitag von 12 bis 18 Uhr geöffnet, am Samstag und Sonntag ab zehn Uhr. Ein Tagesticket kostet sieben Euro, ermäßigt fünf Euro. Für Kinder bis sechs Jahre ist der Eintritt frei.

www.magdeboot.de/