Archiv der Kategorie: Sonnensegler

Flug zum Sonntag

Das folgende Foto ist beim heutigen Rundflug mit dem Quadrocopter, über der Bucht von Chalkida, entstanden. Zu sehen ist die Bucht direkt unter dem Fluggerät. Im oberen rechten Drittel des Bildes befindet sich der Euripos, die schmalste Meerenge der Welt, und dahinter die Stadt Chalkida. Oben links ist ein Teil des westlichen Golfs von Euböa zu sehen.

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Fünf Törns

Nomade in Trizonia

Das gab es schon lange nicht mehr. Ganze 5 Tage in Folge war ich mit Nomade unterwegs und habe von Trizonia bis Chalkida 182 Seemeilen zurückgelegt. Ich habe es zwar nicht genau nachgerechnet, aber das könnte neuer Sonnensegler-5Tages-Rekord sein.

Bevor es in Trizonia los ging, habe ich meinem Rücken soviel Pause gegönnt wie möglich. Ich denke, es wird langsam wieder besser. Zumindest nehme ich keine Schmerzmittel mehr. Lässt sich aushalten.
Die Pause war auch ganz gut, um sich mit anderen Crews auszutauschen. Wegen Starkwind war der Hafen voll und alle waren zum abwarten gezwungen. Direkt neben Nomade lag die Motoryacht „Deda“, die von Skipper Hakan und seinem besten Kumpel Sedat von Italien in ihre Heimat, der Türkei, gebracht wird. Ich bin in diesen Tagen öfters bei den Beiden. Bekomme von Hakan, der ziemlich gut fischen kann, zwei sehr leckere Fische geschenkt und habe jeden Abend das Privileg, zum Essen an Bord eingeladen zu werden. Auch Altan ist mit zu Gast. Falls ihr euch noch erinnert, Altan hatte ich im Mai bereits auf Trizonia getroffen. Leider ist er mit seiner Segelyacht wegen technischer Probleme nicht weit gekommen und wieder zurück auf die Insel. Wir sind zufällig fast zeitgleich hier angekommen.
Und so vergehen lange gute Abende an Bord der Deda…

An Bord der Motoryacht Deda: Hakan, Sedat, Altan, Nico

Aber am 23. September früh morgens mache ich erneut die Leinen los. Etwa eine halbe Stunde nach der Deda, verlässt auch Nomade die schöne Insel. Ziel ist Kiato, im östlichen Teil des Golfs von Korinth, nicht weit entfernt vom Kanal.
Toller Segeltag, mit viel Sonne, einem Delfin und endlich, ja endlich einem Autopiloten, der zuverlässig steuert. So zuverlässig, dass ich irgendwann immer mal wieder für 10 Minuten die Augen zu machen kann, während Nomade sauber ihren Kurs hält. Gelungen ist das, durch eine erneute Änderung der Lage und Einbauposition der Steuereinheit. Ich habe in Trizonia nochmals sehr lange verschiedene Möglichkeiten ausprobiert und mit dem Handpeilkompass eine noch bessere Stelle mit wenig Ablenkung im Magnetfeld gefunden.
Zuvor hatte ich alle Etappen permanent von Hand gesteuert, was Einhand ziemlich zermürbend sein kann. Auf diesem Törn konnte ich dagegen sogar unterwegs Hefeteig zubereiten und daraus Pizzabrötchen backen. Was für ein Luxus.

In Kiato

Also kam ich in Kiato, nach etwa 40 Seemeilen, ziemlich entspannt an. Hakan und Sedat waren bereits lange vor mir dort und während Sedat mir mit den Leinen geholfen hat, kam Hakan gerade mit der guten Nachricht aus der Stadt zurück, dass gleich ein Tankwagen mit Diesel vorbei kommen wird.
Ich nutze nach dem Tanken gleich noch die Chance und fahre mit meinem Faltrad zum Lidl um die Ecke, um den Proviant aufzustocken.
Abends sitzen wir wieder zusammen an Bord der Deda und essen gemeinsam.

24. September, drei Monate vor Weihnachten (musste mal gesagt werden):
Die Motoryacht Deda verlässt etwa eine halbe Stunde vor Nomade den Hafen, mit Ziel Korinth Kanal. Gerade als ich dabei bin die Leinen zu lösen, klingelt das Handy. Hakan teilt mir mit, dass er umgedrehen musste. Eine der beiden Maschinen ist heiß gelaufen.
Ich lege ab und kurze Zeit später begegne ich auch schon den Beiden. Ich kann leider nichts für sie tun. Die andere Maschine läuft noch ganz normal. Und so fahren Hakan und Sedat zurück nach Kiato, während Nomade weiter in Richtung Kanal motort. Später stellt sich heraus, dass bei der Deda ein Teil des Kühlsystems verstopft war.
Etwa eine Seemeile vor dem Kanal melde ich mich für die Passage per Funk an. Antwort „Der Kanal ist gesperrt! Fahren Sie in den Hafen Korinth oder gehen Sie vor Anker. Melden Sie sich um 1400 nochmal für weitere Anweisungen!“
Da war ich bedient und bin schlecht gelaunt in Richtung Hafen getuckert. Gerade diesen Hafen wollte ich eigentlich nicht nochmal besuchen.
Ich hatte trotzdem Glück, denn in dem kleinen Hafen war noch ein Platz an einem der beiden Schwimmstege frei. Also Leinen vorbereiten, Fender raus, Ruder nach Steuerbord drehen, Ruder ein Stück zurück drehen, Ruder hin und her drehen, merken dass da kein Ruder mehr ist was sich dreht!
Ok, erstmal ne Leine auf den Steg werfen. Ich hatte Glück, dass dort ein anderer Segler stand, der Nomade an den Steg gezogen hat.
Nachdem alle Leinen fest waren, erstmal einen Kaffee und sacken lassen, was da gerade in den paar Minuten passiert ist. Ein riesiges Glück war das! Wäre der Kanal nicht wegen technischer Probleme gesperrt gewesen, dann wäre das Ruder exakt dort ausgefallen.
Nach dem Kaffee habe ich mir zuerst den Ruderquadranten angeschaut und siehe da, der Hydraulikzylinder hatte keine Verbindung mehr zum Ruder. Die Kontermutter war offenbar nicht richtig angezogen und so hat sich die Schraubverbindung Stück für Stück gelöst, bis es irgendwann keine Verbindung mehr gab. Die Reparatur war denkbar einfach.
Als das erledigt war, bin ich zum Kanal geradelt, um zu schauen was dort los ist. Es hatten sich in der Zwischenzeit eine ganze Menge Schiffe vor der Einfahrt angesammelt. Eine ganze Weile war ich dort und gegen 18 Uhr hat man den Kanal wieder für die Schifffahrt frei gegeben. Zu spät für mich und den geplanten Törn. Also bin ich in Korinth geblieben und habe noch einmal das Palaver im Hafen ertragen. Diesmal wurde Nomade nicht geentert. Gegröle, laute Musik auf dem Schwimmsteg und scherzhaftes Anklopfen am Rumpf bis etwa 0 Uhr haben allerdings auch gereicht.

Ruderausfall: Das gehört eigentlich zusammen!

25. September
Nach einer sehr kurzen Nacht, mache ich noch vor Sonnenaufgang die Leinen los und melde mich kurz nach dem Ablegen für die Kanalpassage an. Gerade mal 10 Minuten muss ich warten, dann wird die Brücke im Meer versenkt und der Kanal für Nomade, den Katamaran Moondoggie und ein kleines Motorboot frei gegeben.
Man liest oft, wie spektakulär doch diese Kanalfahrt sei. Manchmal wird gar vom Highlight schlechthin gesprochen. Ich muss sagen, ich kann das nicht nachvollziehen. Er ist ein interessantes Bauwerk, keine Frage. Für kaum mehr als 3 Seemeilen Kanalfahrt mit Nomade blecht man allerdings sage und schreibe 208 €. Es wird erwartet, dass man Gas gibt, damit die Passage schnell für die Gegenrichtung frei gegeben werden kann.Vielleicht redet sich manch einer diesen Kanal auch so spektakulär schön, weil er es als teuerster Kanal der Welt schlicht sein muss, um diese Gebühren irgendwie zu rechtfertigen. Französische Kanäle gefallen mir persönlich jedenfalls weitaus besser.
Nach der Bezahlung auf der anderen Seite, vergesse ich das was hinter mir liegt jedoch sehr schnell und kann nach einer Weile sogar Segel setzen. Witzigerweise wird aus dem gemeldeten Nordwind, Südwind gleicher Stärke. Ja, der Wind in Griechenland ist launisch. Passt heute trotzdem für mich. Ich kann zumindest über weite Strecken motorsegeln und komme zügig vorwärts.

Eine kurze Flaute wird für Luftaufnahmen mit dem Quadrokopter genutzt.

Geplant hatte ich bis in eine Bucht am südlichen Zipfel von Attika, kurz vor dem Kap Sounion. Da ich allerdings gut eine Stunde früher vor dem Kap bin als erwartet, beschließe ich das gute Wetter auszunutzen und kurz vor Sonnenuntergang noch das Kap zu runden, auf dessen Anhöhe seit der Antike ein Tempel des Meeresgottes Poseidon steht. Das war für mich eines der Highlights in Griechenland! Kurz bevor die Sonne untergeht um dieses Kap zu segeln, das für Seefahrer seit tausenden von Jahren eine wichtige Bedeutung hat. Bereits lange vor dem Jahre 0 der christlichen Zeitrechnung sind Seeleute aus dem gesamten Mittelmeerraum an diesen Ort gekommen, um Poseidon im Tempel ein Opfer zu bringen und um eine gute Überfahrt zu bitten.
Für mich war die Umrundung heute einfach. Zwar haben sich nicht weit entfernt im Norden bereits Gewitter gebildet, aber ich schaffe es noch vor dem auffrischenden Wind in den gut geschützten Hafen von Lavrion. Direkt neben den Booten der Küstenwache finde ich noch einen Platz und docke Nomade zum ersten Mal Einhand Rückwärts mit Heck- und Mooringleinen an. Hat wunderbar geklappt und die anfängliche Nervosität war völlig unnötig.
Leinen fest nach 62 Seemeilen. Neuer Rekord für Nomade und mich.

Kap Sounion

26. September
Ich starte wieder früh morgens. Vor dem Hafen steht spürbar mehr Seegang als gestern Abend und es bleibt mir nichts anderes übrig, als gegen Wind und Wellen zu motoren. Nur noch wenige Tage, bis der angekündigte Sturm aufzieht. Wenn das passiert, will ich bereits weiter weg von hier sein.
Dieser Tag ist regelrecht langweilig, wenn man einmal vom Ausfall des AIS absieht. Hier segelt niemand mehr, absolut nichts los auf dem Wasser. Und so fährt Nomade unter Autopilot zuverlässig mit knapp 5 Knoten nach Norden, bis in eine gut geschützte Bucht im östlichen Golf von Euböa. Hier gibt es einen kleinen Ort mit Stadtanleger. Ich gehe bei dem auffrischenden Wind jedoch lieber vor Anker. Nomade ist in dieser Nacht das einzige Segelboot in der Bucht.

27. September
Weiter geht’s, diesmal bereits im dunkeln. Auf dem heutigen Törnplan steht Chalkida, die Hauptstadt von Euböa, genau zwischen dem westlichen und östlichen Golf von Euböa gelegen. Dort will ich den Sturm gut geschützt abwettern.
Da heute Nordwind vorhergesagt ist, will ich zunächst die Flaute am frühen Morgen ausnutzen, um ein Stück nach Norden zu motoren, statt auf direktem Kurs nach Chalkida zu fahren. Ich erwarte eine Ablenkung des Windes im Golf auf Nordwest und will deshalb etwas Nord motoren, um dann hoch am Wind nach Westen zu segeln. Ich machs kurz: Aus dem gemeldeten Nordwind wird Flaute. Den ganzen Tag! Unglaublich!
Spektakulär wird es gegen Mittag trotzdem noch, als ich von Backbord kommend ein schnelles Motorboot bemerke. Ich denke mir zunächst nichts dabei. Das Motorboot wäre ausweichpflichtig. Trotzdem beobachte ich den schnellen schwarzen Flitzer. Nach einer Weile werde ich nervöser. Die Peilung steht und das Ding ist wirklich schnell. Es kommt genau im 90° Winkel auf Nomade zu. Kurz vor dem möglichen Zusammenprall werden aus dem einen plötzlich sechs Boote! Schnelle RIBs, die bis dahin so exakt und dicht hintereinander her gefahren sind, dass ich nur eins erkennen konnte. Die Boote schwärmen jetzt seitlich aus und bilden eine Formation, weiterhin mit vollem Speed auf Kollisionskurs mit Nomade. Jedes RIB ist voll mit Soldaten, Navy Seals, Special Forces, oder was weiß ich. Alle in schwarz und schwer bewaffnet. Keine Ahnung was für ein Kaliber, aber ich schaue aus etwa 50m genau in die 6 Gewehrläufe der vordersten Reihe. Da habe ich die Kamera dann lieber doch wieder runter genommen. Aber ein paar Sekunden vorher konnte ich ganz coole Aufnahmen machen.
Also stehe ich da und gucke. Der Herr Navy Seal guckt auch. Sonst nix. Gewunken haben sie nicht. Sind einfach nach einer Weile wieder abgedreht.
Sehr interessant fand ich, wie schnell das alles ging und wie gut die 6 Boote durch die Fahrweise getarnt waren. Vom ersten Sichtkontakt bis sie da waren sind keine 2 Minuten vergangen. Und das bei absoluter Flaute. Mit etwas mehr Bewegung auf der Wasseroberfläche hätte ich sie vermutlich erst unmittelbar vorher bemerkt.

Am frühen Nachmittag lasse ich in dem Ententeich von Chalkida den Anker fallen. Der Hafen ist voll mit Dauerliegern. Ententeich ist nicht abwertend gemeint. Diese Lagune ist einfach so gut geschützt, dass man hier selbst bei Sturm sicher wie im Ententeich ankern kann.
Der Hügel im Norden, die Stadt und die Bäume am Ufer lassen kaum noch Wind hier ankommen. Während man auf der kleinen Brücke im Ort fast wegfliegt, dümpelt Nomade gemütlich auf 9m Wassertiefe und zieht nicht einmal nennenswert am Anker. Nur ab und zu schafft es eine Sturmböe um die Ecke. Dann pfeifft es für ein paar Sekunden im Rigg, Nomade neigt sich leicht und bevor sie am Anker ziehen kann, ist die Böe auch schon wieder weg.
Hier kann man es also gut aushalten, während nordöstlich von hier in der Ägäis an einer Messtation im Meer Windstärke 11 registriert wurde!
Nur die Batterien gehen so langsam in die Knie. Seit 3 Tagen keine Sonne mehr und einen Windgenerator habe ich leider noch nicht.

In Chalkida

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Eine Fotostory

Erst mal Danke für eure Genesungswünsche. So langsam komme ich wieder etwas in die Gänge. Habe es sogar geschafft, Wasser von einer Quelle in Kanistern heran zu schaffen und den Trinkwassertank von Nomade endlich wieder randvoll bekommen. Natürlich mit Wägelchen und so rückenschonend wie möglich.
Die Zeiten, in denen ich nur herumliege reduzieren sich immer mehr. Ich bin deshalb optimistisch, dass die Reise bald weiter geht.

Da im letzten Beitrag ja Fotos fehlten und es irgendwie schade wäre, wenn sie nur hier auf der Festplatte schlummern würden, hier eine kleine Fotogeschichte der letzten zwei Wochen:

Argostoli in der Nacht.

Auf dem Weg zum Ainos.

Die Strasse zum Gipfel des Ainos war wegen hoher Waldbrandgefahr gesperrt.

Die Sonne geht unter…

Der Mond geht auf.

So habe ich Argostoli jeden Abend von Nomade aus gesehen.

Viel Platz im Cockpit.

Nomade und die Odyssey in Argostoli.

Endlich wieder segeln.

Schwell am Ankerplatz.

Mehr Schwell.

Flaute auf dem Törn nach Mesolongi.

Der Kanal nach Mesolongi.

Ein Streuner wartet vor einem der Boote und bekommt auch etwas.

Weiter nach Osten…

Der Brücke von Patras entgegen.

Endlich Wind aus der passenden Richtung!

Schön dunkel auf Trizonia.

Ein Tablet wird repariert.

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Eine Odyssee

Wie lange hat Odysseus nochmal gebraucht, bis er mit seinem Schiff wieder zu Hause war? Ich will lieber gar nicht weiter darüber nachdenken, während ich gerade auf einer kleinen Insel im Golf von Korinth mit „Rücken“ irgendwie auf halb Acht im Vorschiff hänge und diesen Beitrag tippe. Aber der Reihe nach…

Vor ein paar Tagen war ich noch in Argostoli. Hab eins nach dem anderen repariert und wenig neue Baustellen gefunden. Es lief wirklich gut. Kurz nach meiner Rückkehr an Bord kam in Argostoli dann ein weiteres Schiff unter deutscher Flagge an. Direkt neben Nomade hat die SY Odyssey von Harald & Rita einen der letzten guten Plätze bekommen. Mit an Bord, ihr belgischer Schäferhund Fly. Mit Harald hatte ich bereits vor langer Zeit mal Kontakt per Mail. Ich hab immer mal wieder seinen Blog (Segel-Auszeit.de) verfolgt. Das Treffen hier war wirklich Klasse. Es folgten gute Tage und schöne Abende. Auch mit Fly habe ich mich angefreundet, was gar nicht so selbstverständlich ist. Denn Fly ist ein wirklich guter Wachhund, der nicht jeden an Bord lässt. Den Leckerlis, die ich noch von Filou an Bord hatte, konnte Fly aber nicht widerstehen. Und so wurden wir schnell Freunde.
Nachdem wir gemeinsam ein ausgeprägtes Tiefdruckgebiet mit viel Wind in Argostoli im Hafen abgewettert hatten, ging es für Nomade und mich endlich weiter. Nicht nach Westen, diese Entscheidung stand schon lange fest. Ich will euch nicht mit dem Für und Wider langweilen, aber kurz gesagt, ist unser Budget durch die vielen Reparaturen so stark geschrumpft, dass uns ein Festhängen in Italien oder Sizilien durch weitere Reparaturen ganz schnell das finanzielle Genick brechen könnte.

Also auf nach Osten und das Schiff Stück für Stück verbessern. Wohin es genau geht, da gibt es Ideen und vage Pläne in unseren Köpfen. Aber ich werde mich ganz bewusst nicht weiter darüber auslassen. Zuviel kann dazwischen kommen, habt ihr ja schon oft genug mitbekommen. Wir hatten dabei allerdings hauptsächlich an technische Probleme gedacht.
Die erste Etappe, von Argostoli in eine Bucht im Süden von Kefalonia, lief dagegen gut. Zwar hatte ich wieder etwas Wasser in der Bilge, aber es sieht momentan so aus, als ob da nur ein klein wenig durch die Wellendichtung kommt. Die Nacht vor Anker war leider ziemlich ungemütlich. Es stand noch sehr viel Schwell aus dem Ionischen Meer in der, nach Süden offenen, Bucht und dieser hat Nomade heftig schaukeln lassen. Also bin ich bereits sehr früh am nächsten morgen, noch im Dunkeln, weiter.
Weiter nach Mesolongi, der Partystadt, wo bis 2 Uhr nachts der Vortag mit quietschenden Reifen und offenen Auspuffanlagen direkt neben dem Stadtanleger gefeiert wird. Auf dem Weg dorthin konnte ich längere Zeit ganz gut segeln, oder besser gesagt, motorsegeln. Denn durch den starken Bewuchs am Rumpf war Nomade spürbar langsamer.
Am nächsten morgen, wieder ganz früh weiter nach Trizonia. Auch dieser Törn lief bestens. Ab der Brücke von Patras hatte ich ordentlich Wind von achtern, später bis 6 Bft. Ließ sich wunderbar segeln und hat soviel Spaß gemacht, dass ich euphorisch wie verrückt an den Schoten gezogen habe. Bis zu 7 Knoten Fahrt, mit Miniriff am Rumpf. Nicht schlecht, wie ich finde.
In Trizonia dann Leinen fest, Wasser in Kanistern holen, ausruhen. Am Abend dann der erste Dämpfer: Irgendwas stimmt mit meinem Rücken nicht. Ein ziepen und stechen im Bereich der Lendenwirbel. Da habe ich es allerdings noch nicht so Ernst genommen. Am nächsten Morgen kam der erste richtige Hammer. Unmittelbar nach dem aufstehen, bin ich bis auf die Knie zusammen gesackt. Ein ziemlicher Schreck. Ein Gefühl, wie wenn du über Nacht 50 Jahre gealtert bist. Im Laufe des Tages hat der Schmerz dann wieder nachgelassen. Ich hab meine alten Rückenübungen gemacht, bewusst darauf geachtet, wie ich mich bewege. Auch ins Wasser bin ich, um den Rumpf und die Schraube abzukratzen. Das ging alles.
Heute morgen ging dann nichts mehr! Mittlerweile bereitet Nase putzen Rückenschmerzen und obwohl ich eigentlich ein Medikamentenmuffel bin, habe ich mir Ibuprofen eingeworfen. Geholfen hat es leider bisher nicht.
Ich bin gerade richtig wütend deswegen. Vor nicht allzu langer Zeit waren Sabrina und ich sogar mal kurz davor, Nomade wieder zu verkaufen! Jetzt läuft es technisch endlich einigermaßen, ich bin hoch motiviert und dann so ein Mist!

Aber gut, was solls. Mehr als ein paar Übungen machen, schonen und Schmerzmitel nehmen, kann ich jetzt nicht machen. Ich hoffe, dass es „nur“ ein eingeklemmter Nerv durch eine Blockade ist und kein Bandscheibenvorfall. Den hatte ich nämlich vor vielen Jahren bereits…

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Eine Erfolgsgeschichte

Erinnert ihr euch noch an die drei Welpen, die ich im Juni in Argostoli im Hafen gefunden und zur ARK gebracht habe? Damals waren sie etwa 7 Wochen alt. Einfach weggeworfen, wie Müll, so wie es leider jeden Tag überall in Griechenland passiert.

Seitdem sind 3 Monate vergangen und die drei Kleinen sind gut gewachsen. So sahen sie damals aus, kurz nachdem man sie ausgesetzt hatte:


Die Schwarze mit dem langen Fell hört heute auf den Namen Galini und wurde von Antje aus Süddeutschland adoptiert. Antje ist bereits im Juli selbst nach Kefalonia geflogen und hat Galini mit zu sich nach Hause genommen. Die Kleine hat den Flug gut überstanden und sich wunderbar eingelebt. Es geht ihr sehr gut und so sieht sie heute aus:


Der schwarze Welpe mit dem kurzen Fell heißt jetzt Shanti und wohnt seit gut einer Woche bei Susanne & Ronald im Süden Deutschlands. Die beiden hatten den Beitrag über die Findelkinder auf Sonnensegler.net gelesen und sich dann entschieden, ihn zu adoptieren. Shanti ist mit einer Flugpatin von Argostoli nach Amsterdam geflogen und wurde dort von seinen neuen Eltern abgeholt. Folgendes hat mir Susanne geschrieben: „Shanti ist wirklich ein richtig toller Hund: Super sozialisiert und sowohl zu Menschen als auch zu anderen Hunden total freundlich. Das spricht für mich absolut für die super Arbeit in der ARK!“
Und hier zwei Fotos von Shanti mit seinen Eltern:


Der Welpe mit dem weißen Fell ist immer noch in der ARK. Vor zwei Tagen habe ich die Packtaschen am Faltrad mit etwas Futter gefüllt und bin zur ARK geradelt, um ihn zu besuchen. Er hat sich zu einem tollen Junghund entwickelt. Er ist zwar noch hier, aber es dauert nicht mehr lange, dann wird auch er mit einem Flugpaten zu seinen neuen Eltern nach England fliegen!

Damit sind alle drei Findelkinder vermittelt und haben eine Zukunft. Darüber bin ich unendlich froh, denn in den ersten Wochen sah es nicht so aus, als ob sich so schnell Hundeeltern für die drei Welpen finden.
Ich finde es wunderbar, welchen Aufwand Antje, Susanne, Ronald, die ARK und alle Helfer betrieben haben, um den Hunden ein Zuhause zu geben. DANKE!

Und trotzdem bin ich auch traurig. Denn als ich die ARK vor zwei Tagen besucht habe, sind gerade wieder fünf ganz junge Welpen von einer Touristin gebracht worden. Es gibt noch so viele tolle Hunde dort, die ein Zuhause suchen. Zum Beispiel diese hier:

Wenn ihr die ARK unterstützen möchtet, dann schaut mal auf der Website vorbei: Animal Rescue Kefalonia

Und wenn ihr Hundeeltern werden möchtet, dann denkt doch mal darüber nach, einem der Tiere aus dem Heim ein Zuhause zu geben, statt zum Züchter zu gehen. Es gibt so viele tolle Hunde in Tierheimen. Wendet euch bei ernsthaftem Interesse gerne an uns, oder auch direkt an die ARK.

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Da war doch noch was

Oh, ja, da war doch noch was! Diese Website, die ich in den letzten Wochen fast vergessen hätte.

Uns war nicht langweilig, es gab viel zu tun. Auch wenn einige dachten, ich wäre auf Heimaturlaub, es sah bis auf wenige Tage anders aus. Drei größere TÜV Projekte standen an. Der Trailer von Camino, dem ich neue Elektrik und eine Rahmensanierung inkl. aufwändigem Farbaufbau verpasst habe. Dann noch unser Transportanhänger und das Auto meines Vaters. Ansonsten diverse Teile für Nomade anfertigen und beschaffen. Unser Auto musste ebenfalls repariert werden und mit Eos hatte ich auch noch einmal viel zu tun.
Unser erster gemeinsamer Sommerurlaub mit Filou ist am Ende auf zwei Tage Testpilgern zusammengeschrumpft. Diese zwei Tage waren wir auf dem Jakobsweg unterwegs, inklusive zelten. Mehr war einfach nicht drin, denn auch Sabrina hat ihre freien Tage genutzt, um an ungezählten Nomade-Projekten zu arbeiten. Lesen, recherchieren, nähen, Material organisieren…

Und Filou? Der hatte einen Rückfall. Magen-Darm-Erkrankung. Tierarzt, diverse Laboruntersuchungen, zwei Wochen Schonkost und ein Gewicht wie er es zuletzt in Griechenland hatte.
Jetzt geht es seit einigen Tagen wieder bergauf! Er frisst so gut wie noch nie zuvor, nimmt wieder zu und ist super gut gelaunt.

Und Nomade?
Leinen fest, alles Ok. Jeden Tag ein virtueller Rundgang mit den IP Kameras und bisher keine Zwischenfälle. Hoffentlich bleibt es so.

In wenigen Tagen sitze ich wieder im Flieger. Oder besser gesagt in drei verschiedenen! Anders komme ich nicht sinnvoll auf die Insel im Mittelmeer.

Mehrere Pakete mit diversen Ersatzteilen sind auch schon unterwegs an ein paar nette Leute, die sie für mich auf Kefalonia annehmen werden.

Ihr merkt, ich bin kurz angebunden. Es gibt noch einiges zu tun und an Bord erwarten mich in erster Linie viele Reparaturprojekte. Ob dieses Jahr noch viel gesegelt wird, steht in den Sternen. Ohnehin haben sich in Sachen Routenplanung ein paar Änderungen ergeben. Lasst euch überraschen.

Für Kreativarbeit war leider keine Zeit. Der zweite Film liegt nach wie vor halb geschnitten auf der Festplatte herum…

Videoupdate #40

Neue Scheiben braucht das Boot

Eigentlich braucht Nomade für die nächsten Etappen erst mal nur ein paar neue Rahmen, mit denen die vorhandenen Scheiben gehalten werden. Einige dieser Rahmen sind nämlich so stark korrodiert, dass Bruchgefahr besteht, sollte sich dort mal eine Welle von der Seite ungünstig austoben. Das Problem vor Ort war allerdings, dass die Schrauben, mit denen die alten Rahmen gehalten werden, so festgegammelt sind, dass man das alles nur noch mit Gewalt lösen kann. Die Scheiben sind jedoch aus Echtglas. Es handelt sich dabei noch um die Originalen aus den 70ern, welche versenkt im Stahl mit unbekanntem Kit eingebettet sind. Sprich, die Bruchgefahr beim Ausbau und damit das Risiko plötzlich ganz ohne Fensterscheibe dazustehen ist nicht zu unterschätzen. Und da ich langfristig sowieso von diesen Glasscheiben und dem Einbauprinzip weg wollte, habe ich nun „Nägel mit Köpfen“ gemacht und die Zeit in Wesel genutzt, um die ersten vier neuen Scheiben aus Polycarbonat anzufertigen. Die Neuen werden nicht, wie die alten Glasscheiben, nur vom Rahmen auf kleiner Fläche gehalten, sondern sie werden mit dem Rahmen zusammen großflächig verschraubt. Das wird dazu führen, dass die Dichtfuge eine echte Fuge ist und (noch wichtiger) der Rahmen aus Aluminium keinen flächigen Kontakt mehr zum Stahlrumpf hat. Die große Auflagefläche des Rahmens direkt auf dem Stahlrumpf hat nämlich dazu geführt, dass der Rahmen bei niedrigen Außentemperaturen so stark abgekühlt ist, dass er regelrecht in Kondenswasser geschwommen ist. Er hat über die Verschraubung nun praktisch als Anode gewirkt und sich geopfert. Mit den neuen Scheiben aus Polycarbonat wird der Rahmen flächig vom Stahl isoliert. Wärmeverlust findet dann größtenteils nur noch über die Schrauben statt. Ob diese Maßnahme allein ausreicht um Kondenswasser zu verhindern, wird dann die Praxis zeigen. Neue Rahmen haben wir bereits einige an Bord. Die hat Nomades Vorbesitzer noch anfertigen lassen. Die neuen Scheiben bestehen aus 8mm Polycarbonat mit UV Schutzschicht. Ich konnte ein günstiges Reststück bekommen, welches geradezu ideal für 4 Scheiben gereicht hat. Nachdem Zeichnung und Fräsprogramm erstellt waren, habe ich das Material mit meiner CNC Fräse bearbeitet. Polycarbonat lässt sich sehr gut fräsen, wenn Vorschub und Drehzahl gut eingestellt sind. Man muss nur auf ausreichende Kühlung achten, damit das Material nicht schmilzt und den Fräser verklebt. Nach dem Fräsen musste ich nur noch 4 Stege pro Scheibe durchtrennen und die Kanten entgraten.

Snapdragon 890 zu verkaufen

Unser ehemaliges Segelboot Eos, eine Thames Marine – Snapdragon 890, sucht eine neue Crew! Der jetzige Eigner geht aus gesundheitlichen Gründen von Bord und da wir befreundet sind und gleich um die Ecke wohnen, übernehmen Sabrina und ich die Besichtigungstermine für Interessenten an Bord.
Dieser Beitrag dient der ausführlichen Beschreibung als Ergänzung zu den Inseraten, wie z.B. bei Ebay-Kleinanzeigen. Bei ernsthaftem Interesse könnt ihr uns gerne eine E-Mail schicken. Siehe Kontakt.

Eos ist ein langfahrttauglich ausgerüsteter Kimmkieler, Baujahr 1977 und hat in den letzten Jahren einige Refits und Aufwertungen erhalten. Ein Großteil der Ausrüstung wurde erneuert und erweitert.
Alle Wartungen sind gemacht, jährliche Pflegearbeiten wurden vor wenigen Tagen ebenfalls erledigt.
Eos wird mit „Pütt & Pann“ abgegeben und kann sofort bezogen und gesegelt werden.

Rumpflänge – 8,90m
Breite – 2,90m
Tiefgang – 1,00m
Verdrängung – 3400kg
Motor – Bukh DV20ME (20PS, Zweizylinder Einbaudiesel)

Gepflegter Zustand, sehr viel Ausrüstung, Kajüte in heller Eiche, Polster aus abnehm- und waschbarem Alcantara, leistungsstarke Solaranlage für eine unabhängie Stromversorgung und viele Backups.
Das Boot liegt im Mahnensee in Rees, einem See mit Hafen und direktem Zugang zum Rhein. Der Liegeplatz kann bei Bedarf mit übernommen werden.

Besegelung: Genua – 22,5m² (zweimal an Bord) / Großsegel – 18,5m² (zweimal an Bord) / Starkwindfock – 11,3m² / Sturmfock – 5,1m²

Kraftstofftank 100 l
Wassertank 50 l
Buganker – 12,5kg CQR + 52m Kette (8mm, verzinkt) + 18m Leine (16mm)
Lofrans Ankerwinsch
Heckanker – 10kg Faltdragon mit Kette und Leine
4 Solarmodule mit insgesamt 210Wp Leistung (zwei davon beweglich am Heckkorb)
Windgenerator – Rutland 504 mit 60Wp Leistung
Verbraucherbatterie 12V / 150 Ah AGM
230V Sinuswechselrichter – 350/ 700W Waeco SinePower MSI 412 mit USB Ladebuchse
Landstromanschluß + FI + Kabel
Hauptsicherungen + 14 Carling Sicherungsautomaten
Schlauchboot – Bombard Typhoon 200 Rollup
Aussenborder – 2,3 PS Honda 4-Takt

UKW-Seefunkstelle M-Tech SX 35 DSC mit integr. DSC Controller und GPS Anbindung
Wifi – ALFA Tube-U (N) + EnGenius Rundstrahler auf dem Geräteträger
Kurzwellenempfänger NASA Target HF3 Receiver

3 x 2kg Gloria Feuerlöscher, Löschdecke
Automatische Elektr. Bilgenpumpe + mobile elektr. Bilgenpumpe + Handpumpe
Rettungsinsel Plastimo für 4 Personen
Life-Link Rettungskragen mit 25m Leine
Markierungsboje
Maststufen

Furuno GPS Navigator mit externer Antenne auf dem Geräteträger
GPS Empfänger zum Anschluß an PC oder Notebook
SJ-8912R AIS Receiver an separater Antenne auf dem Geräteträger
Kompass im Cockpit, Peilkompass, Fluxgate-Kompass
Autopilot: Autohelm ST4000+ mit Anschluß zur Anbindung an PC oder Notebook
Windautopilot: Carbon Windfahnensteuerung nach Dr. Joern Heinrich
Instrumente: Echolot, Log

Uhren, Innenthermometer, Hygrometer, Außentemperaturanzeige, Wassertemperaturanzeige
Radio – Pioneer mit CD, USB, SDHC-Slot & Hertz EP 2 + Hertz ESK 165L
Toilette – Jabsco Bord WC
Kühlschrank – Waeco CoolMatic CR 65 mit 7,2l Gefrierfach
Kocher – Petroleumkocher Optimus 155W, 12V Wasserkocher
Trinkwasserversorgung – Membran Druckwasserpumpe + Aktivkohlefilterung
LED Deckenleuchten, LED Batterieleuchten
Wetterstation – NASA Meteoman mit Masteinheit auf dem Geräteträger (Barograph, Anemometer, Windrichtung)
USB Ladebuchsen, 12V Kfz-Buchse und eigenes 12V Steckersystem

Argostoli, Amsterdam, Wesel

Am 23. Juni habe ich Nomade in Argostoli abgeschlossen, nochmal alle neun!!! Festmacher kontrolliert und mich auf den Weg zum Flughafen gemacht. Einchecken, einsteigen, abheben und einen letzten Blick aus der Luft aufs Schiff werfen, welches nun knapp 3 Monaten mein Zuhause war.
Einige Stunden später war ich dann in Amsterdam und nach ein paar Zugfahrten bin ich schließlich am Abend in Wesel angekommen. Sabrina, Filou, meine Nichte, meine Eltern und Benno waren da und ich habe mich riesig gefreut, alle wieder zu sehen.

So richtig begeistert war ich von dieser Unterbrechung der Reise trotzdem nicht. Aber es gibt einiges in Deutschland zu erledigen und in den letzten Wochen hat sich die Erkenntnis durchgesetzt, dass bei dem Reisetempo der letzten Zeit, in Italien der finanzielle Ruin drohen würde. Hafengebühren jenseits der 100€, ja sogar jenseits der 200€ sind dort in der Hochsaison keine Seltenheit. Nicht pro Monat oder Woche, pro Tag!
Für die Hochpreisgebiete des Mittelmeeres gibt es noch, oder besser gesagt wieder, zu viele Baustellen. Der Zustand des Schiffs verbessert sich zwar stetig, aber es kostet eben Zeit. Auch, weil es unterwegs schwierig ist an entsprechende Teile zu kommen. Und wenn, dann dauert es lange. Das zieht wieder einen Rattenschwanz an Verzögerungen nach sich.
Ich komme einfach viel langsamer vorwärts, als ich mir das erhofft hatte und da muss ich ganz klar sagen, dass mein Plan viel zu optimistisch war. Das Wetter war zwar auch nicht gerade optimal, aber wann ist es das schon? Nomade ist einfach noch zu sehr Baustelle und das ist nicht gut.
Und jetzt sieht es eben so aus, dass ein Aufbruch gen Westen schlicht unsinnig wäre. Ohnehin ist mir im Moment ein wenig die Lust auf Sizilien vergangen, nachdem ich von fast allen Crews, die mir aus dieser Richtung  in den letzten Wochen entgegen gekommen sind, viel negatives gehört habe und in Argostoli unfreiwillig Bekanntschaft mit einer Art traditionellem sizilianischen „Way of Life“ gemacht habe, der in Filmen oft romantisch verklärt wird. Die Realität sieht anders aus und ist für Betroffene teuer, oder riskant. Teuer, wenn man zahlt, riskant, wenn man nicht zahlt. Und noch riskanter wenn man nicht zahlt und seinen Mund aufmacht.
Ich zahle also „nur“ nicht und halte zähneknirschend meine Klappe.
Allerdings bin ich enttäuscht, dass sich die Gerüchte, die man immer mal wieder hört, bestätigt haben. Und das 250 Seemeilen weit entfernt von Sizilien!
Aber egal! Kefalonia lasse ich mir nicht von ein paar Einzelnen vermiesen. Hier habe ich viele liebe Menschen kennengelernt.

Mittlerweile bin ich seit einigen Tagen in Wesel, habe letzte Dinge an Camino erledigt und arbeite unter anderem die Einkaufsliste für Nomade ab. Für die nächste Zeit stehen noch diverse Sonderanfertigungen fürs Schiff auf dem Zettel und Törnplanung muss auch noch gemacht werden. Es gibt ja nicht nur Sizilien…

Eine kleine Bilanz können wir nach 3 Monaten auch mal ziehen und eine Einschätzung für die Zukunft abgeben. Habt ihrs gemerkt? Ich hab „wir“ gesagt! Denn das ist ganz wichtig, auch wenn ich in letzter Zeit meistens im Singular geschrieben habe, Sabrina ist natürlich, auch wenn wir weit voneinander entfernt sind, immer mit involviert und arbeitet im Hintergrund an der Reise und für die Reise!

Also, Bilanz zuerst:

Knapp 3 Monate an Bord, davon drei Wochen zu zweit und knapp zwei Wochen zu dritt
4 Törns zu zweit, 6 Törns Einhand
280 Seemeilen im Kielwasser

Im Verhältnis von Strecke zu Zeit an Bord sieht man ganz gut, dass ich kaum vorwärts gekommen bin. Ich habe eben mehr am Boot geschraubt als ich segeln konnte.
Daran wird sich auch in nächster Zeit nicht viel ändern. Wenn ich bald wieder nach Argostoli fliege, werde ich eine Weile mit Reparaturen beschäftigt sein.

Und nun die Einschätzung zu Nomade und zur Zukunft:

Nomade war für uns ein Überraschungsei, aber das war von vornherein klar bei diesem Tausch. Jetzt haben wir mit ihr aber immerhin die ersten Seemeilen zurückgelegt und es hat auch Einhand funktioniert. Davor hatte ich wirklich Bammel und auch jetzt muss ich sagen, so eine große Ketsch Einhand zu bewegen fällt mir noch nicht leicht. Sie ist allerdings auch noch nicht wirklich optimal ausgerüstet, das darf man nicht vergessen.
Im Hafen kann ich Nomade trotz der Größe gut bewegen. Allein durch die hohe Masse bleibt für viele Manöver mehr Zeit. Nur Seitenwind bereitet manchmal Probleme. Da ist der gemäßigte Langkiel mit Bugspriet von allen Typen so ziemlich der mit dem größten Handicap. Während das Heck durch die große Lateralfläche in diesem Bereich wie festgenagelt im Wasser liegt, fehlt diese am Bug und lässt ihn entsprechend driften. Fast 15 Meter Länge über Alles können dann ganz schön viel sein, wenn das Hafenbecken eng ist und gewendet oder rückwärts angelegt werden muss, zumal Nomade über keinen ausgeprägten Radeffekt verfügt, den man nutzen könnte.

Die Seegängigkeit hat uns sehr beeindruckt. Besonders der Einhandtörn bei Windstärke 8 im Golf von Korinth ist mir immer noch lebhaft und vor allem positiv im Gedächtnis. Keine Bauchklatscher, kein Knarzen. Geschmeidig durch die Wellen gedampft ist sie, die Suncoast 42.
Vom bisherigen Handling unter Segeln waren wir ebenfalls sehr angetan, auch wenn längst noch nicht alles optimal ist.

Und das leben an Bord? Sabrina mag es, ich mag es! Trotz einer Raumaufteilung im Salon, die nicht nach unserem Geschmack ist, trotz provisorischem Campingkocher. Wir haben Platz ohne Ende. Hafenkoller? Fehlanzeige!
Das ebene Flushdeck ist ebenfalls etwas, das wir an Nomade schätzen. Es kostet zwar Höhe unter Deck, aber bei 42 Fuß Rumpflänge spielt das praktisch keine Rolle. Das Arbeiten an Deck auf See fällt dadurch allerdings wesentlich leichter, vor allem im Bereich des Großmasts.
Mit dem Center Cockpit haben wir genau das gefunden wonach wir gesucht haben. Wir fühlen uns in der Mitte des Schiffs pudelwohl. Gefällt uns viel besser als am Heck zu sitzen. Seekrankheit? Keine Spur!

Vor einigen Monaten waren wir uns noch unsicher, ob die Suncoast 42 die richtige Größe hat, oder nicht eine Nummer zu groß für uns ist. Man muss auch klar sagen, das man auf kleineren Booten ebenfalls gut leben und damit segeln kann. Jetzt wo ich mich so langsam an die Abmessungen gewöhnt habe, möchte ich den Raum und die Reserven in alle Richtungen jedoch nicht mehr missen.
Nomade hat das Potenzial dauerhaft auf ihr leben und mit ihr segeln zu können. Bis es soweit ist werden natürlich noch Jahre vergehen, das ist klar.

Ein Tag in der ARK

Nachdem ich die nochmals überarbeitete Genua wieder auf die Rollanlage gezogen habe, bin ich am Mittwoch auf die andere Seite der Bucht, nach Argostoli gelaufen, habe etwas Futter für Hunde und Katzen besorgt und mich in ein Taxi gesetzt. Nach einem kleinen Umweg, aufgrund eines Missverständnisses, haben wir es nach einer Weile bis ans andere Ende der Stadt geschafft und ich war wieder dort, wo so vielen Tieren eine Chance auf Leben gegeben wird. Marina und Joyce waren natürlich auch da. Wir haben uns ein wenig unterhalten und als es wieder an die Arbeit ging, bin ich geblieben. Ich wollte den beiden wenigstens einen Tag etwas helfen. Zuerst habe ich mir allerdings „meine“ drei Welpen angeschaut. Sie sind jetzt (geschätzt) etwa 7 Wochen alt. Als nächstes wollte ich wissen, was ich machen kann. Es gibt so viel zu tun, aber am dringendsten war, die Näpfe zu spülen und alle beschmutzten Handtücher und Decken von Hand zu waschen. Das war mein Job und am späten Nachmittag hatte ich dutzende Näpfe gespült und zwei lange Leinen voll Wäsche hängen. Während ich noch mit Waschen beschäftigt war, wurden bereits die Hunde und Katzen gefüttert. Um die 100kg werden täglich benötigt, um alle satt zu machen. Manche bekommen auch spezielles Futter, so wie die Welpen und Marina kocht in einem riesigen Topf für die Tiere. Die Hunde sind alle sehr entspannt und toll sozialisiert. Man merkt, dass es Ihnen hier gut geht. Aber kaum jemand sieht, wie viel Arbeit dahinter steckt und wie schwierig es ist, so eine Arche am leben zu halten. Marina, die ARK vor etlichen Jahren gegründet hat, muss nicht nur für die Hunde und Katzen da sein, sie organisiert, repräsentiert und hat auch noch damit zu kämpfen, das ganze Projekt zu finanzieren. Und Joyce? Sie wollte eigentlich „nur“ 4 Monate bleiben und ist nun fast 2 Jahre als Freiwillige hier. Es werden einfach immer mehr Hunde abgegeben und zu wenige abgeholt. Und deshalb werde ich auch nicht locker lassen, bis die drei ausgesetzten Welpen, die ich selbst im Hafen gefunden habe, ein neues zu Hause haben! Einige von euch haben den letzten Beitrag bei Facebook geteilt und darüber habe ich mich sehr gefreut. Gemeldet hat sich bisher leider noch niemand. Ich suche also nach wie vor drei Menschen oder Familien, die einem der drei Kleinen ein zu Hause geben möchten. Wer nicht selbst nach Kefalonia fliegen möchte oder kann, aber trotzdem gerne einen der drei Hunde aufnehmen will, kein Problem. Die ARK kann einen Flugpaten finden. Der Hund kann dann für 60 € mitfliegen und ihr selbst müsst nur nach Amsterdam zum Flughafen kommen, um ihn abzuholen. Wer Interesse hat, schickt uns einfach eine Mail. Siehe Kontakt Merken

Welpenalarm

Eigentlich dachte ich, ich bin hier in Argostoli mit allem fertig. Immer wieder stellen wir auf unseren Reisen allerdings rückwirkend fest, dass wir nie zu lange an einem Ort waren, auch wenn man es in der Gegenwart manchmal anders wahrnimmt. Vorgestern Abend war es schön ruhig. Im Gegensatz zu den Tagen davor endlich mal kein Schwell und kein Wind mehr. Ich wollte früh ins Bett, um nicht zu sehr aus dem Rhythmus zu kommen. Ich halte mich quasi auf Standby, falls doch mal irgendwann Wetter, Nomades Zustand und alles andere zusammen passen sollten. Kurz nachdem ich in die Koje gekrabbelt war, hörte ich es. Erst ganz leise, dann immer lauter werdend. Ein Herz zerreißendes Winseln. Eindeutig ein Hund und gar nicht weit weg von hier. Dabei waren auf dieser Seite der Brücke bisher noch nie Streuner, seit ich hier bin. Eine Weile habe ich mir das Gewinsel angehört. Man könnte natürlich auch das Fenster schließen. So warm war es an diesem Abend nicht. Dann noch ein wenig Musik und schon ist die Welt wieder heil… Also habe ich mich wieder aus der Koje gerollt, die Taschenlampe geschnappt und den Hafen abgesucht. Sehr weit musste ich nicht laufen und das Geräusch kam näher. Im Lichtschein der Lampe dann ein Schreck: Drei Hundewelpen! Noch ganz klein und völlig verängstigt. Dem ersten Drang, sofort näher ran zu gehen, hat der Verstand einen Riegel vorgeschoben. Sofortiger Rückzug und zwar schnell. Denn es könnte ja sein, dass die Mutter auf Nahrungssuche und nur etwas spät dran ist. Dann sollten sie besser dort bleiben wo sie sind. Wirklich daran geglaubt habe ich zwar nicht, denn keine Hundemutter wird auf dieser Seite Futter suchen, wenn es das in Argostoli mit weit höherer Chance zu finden gibt. Der abgelegene Platz, mit dem Auto wunderbar erreichbar, kurz nach Einbruch der Dunkelheit, passt eher zu folgendem Szenario: Ausgesetzt. Trotzdem wollte ich nicht voreilig sein und bin deshalb lange wach geblieben. Hab sie winseln lassen und immer mal wieder von weitem geschaut wo sie sind. Weit weg sind sie nicht gelaufen und irgendwann lagen sie zusammengekuschelt auf der Pier und sind eingeschlafen. Da war es bereits 2 Uhr Nachts. Mein Wecker hat dann um 6 Uhr geklingelt und der Entschluss etwas zu unternehmen stand bereits fest, sollten sie noch da sein. Sie waren noch da und bereits wach. Haben ängstlich die Gegend um den Platz an der Pier erkundet. Als sie mich gesehen haben, fingen sie sofort an zu winseln und kamen auf mich zu gerannt. Locken musste ich sie nicht. Sie kamen freiwillig mit zu Nomade. Gezittert haben sie, obwohl es warm war. Als erstes gab es Wasser und anschließend eine gute Portion kleingedrücktes Nassfutter. Zum Glück hatte ich noch eine Dose von Filou an Bord. Nach dem Frühstück wurden sie etwas ruhiger. Aber sie haben trotzdem weiter ihre Mutter gesucht und gejankt. Die kleinen Würmchen standen völlig unter Schock. Dass ich sie nicht behalten konnte war klar und auch nicht der Plan. Ich hatte die Hoffnung, sie in einer Auffangstation unterzubringen. Die Adresse hat mir Sabrina besorgt. Kurz nach 8 Uhr habe ich dort angerufen und einen Treffpunkt an der Brücke abgemacht. Dann sind wir langsam in die Richtung gelaufen. War gar nicht so leicht, denn für die Drei war ich offenbar bereits Ersatzmutter, an der man möglichst dicht dran bleiben muss. Dann haben wir gewartet und ich hab sie mit beiden Händen so gut es ging abwechselnd festgehalten und gekrault. Besonders der Kleinste von Ihnen hat das dringend gebraucht. Das Zittern und Winseln war sofort weg, wenn ich ihn gehalten habe. Keine Minute später hat er tief geschlafen. Auch die anderen beiden wurden schnell ruhig und entspannt. Es hat dann doch etwas länger gedauert und ich wurde unruhig. Ob wir uns am Telefon vielleicht missverstanden haben, was den Ort angeht? Also habe ich einem Griechen mein Handy in die Hand gedrückt und darum gebeten, in der Auffangstation auf griechisch zu erklären, wo ich mich befinde. Das war auch gut so, denn es gab tatsächlich ein Verständigungsproblem. Wenige Minuten später hat die nette Dame mich gefunden. Wir haben die Welpen ins Auto gesetzt und ich war wieder allein. Am liebsten hätte ich alle behalten.

Kurz bevor sie abgeholt wurden.

Geschichte zu Ende? Natürlich nicht! Jetzt sind die Drei in der ARK, einer Auffangstation in Argostoli. Hunde und Katzen haben hier ein vorübergehendes zu Hause und werden von ehrenamtlichen Pflegerinnen betreut. Damit erklärt sich dann auch die heile Welt der wenigen Streuner in Argostoli. Es gibt sie nicht! Denn es sind nur so wenige auf den Straßen, weil fast alle hier sind! Hunde und Katzen, für die diese Arche nicht Endstation, sondern nur temporärer Aufenthaltsort auf dem Weg in ein vernünftiges Hunde- oder Katzenleben sein sollte. Das ist jedenfalls das erklärte Ziel. Heute bin ich selbst in der ARK gewesen. Habe mir ein Taxi bestellt und gleich die 25kg Trockenfutter von Filou mitgenommen, die noch an Bord waren. Was ich dort erlebt habe, hat mich schwer beeindruckt und als ich nach einer halben Stunde den Fußmarsch zurück zum Boot angetreten bin, hatte ich feuchte Augen. In dieser Arche leben über 300 Hunde jeden Alters, sowie etwa 40 Katzen. Das Grundstück hat die Regierung zur Verfügung gestellt, alles andere wird von Helfern, den Pflegerinnen und über Spenden gestemmt. Die Pflegerinnen, das sind Marina (aus Brasilien) und Joyce (aus den Niederlanden). Ja, mehr sind da nicht! Diese beiden Frauen übernehmen den Großteil der Arbeit in der Arche. Ehrenamtlich! Zwei Frauen, die sich um mehrere hundert Hunde kümmern, die Gehege reinigen, sie füttern, mit ihnen spielen und sie pflegen. Ich war beeindruckt, wie toll sie die Tiere versorgen und wie liebevoll die beiden so gut es geht, jedem Tier gerecht werden. Nachdem ich mir alles angeschaut habe, ging es dorthin wo die ganz Kleinen untergebracht sind. Da waren sie, „meine“ drei Findelkinder und ich glaube, sie haben mich sogar wieder erkannt. Einmal noch habe ich sie auf den Arm genommen, dann kamen sie zurück in ihr kleines Gehege. Und dort warten sie nun. Warten auf jemanden, der sie wieder raus holt aus der Arche. Ich denke, es dürfte klar sein, dass Sabrina und ich im Moment nicht noch einem Streuner ein Zuhause geben können. Wie viele Leser haben wir? Schwer zu sagen, wie viele es wirklich sind. Zahlen sollten jetzt aber auch keine Rolle spielen, denn es geht nun darum, diesen drei Welpen eine richtig gute Zukunft zu geben. Was meint ihr? Finden sich unter euch drei Menschen oder Familien, die in der Lage sind, einem Hund ein zu Hause zu geben? Für immer? Falls jetzt der Einwand kommen sollte: „Aber der Aufwand und die Kosten…“ Ich kann euch beruhigen, so wild wird das nicht. Wir haben finanziell keine Hilfe für Filou angenommen und alles selbst gestemmt. Lange Unterbringung, Tierarztkosten, Reisekosten usw. und es hat uns nicht ruiniert. Das würde bei den drei Kleinen ohnehin anders aussehen. Es kümmert sich ja bereits jemand um sie. Ansonsten: Transavia fliegt z.B. jeden Freitag von Amsterdam nach Argostoli. Hinflug, Rückflug und ein Ticket für den Hund kosten zusammen etwa 350€. Günstige Hotels findet man hier genug für ein paar Tage. Es gibt auch andere Möglichkeiten. Man muss nicht zwingend hier her fliegen. Aber man muss natürlich wollen! Ich erwarte nicht viel von euch. Nur eine Kleinigkeit, diesmal: Teilt diesen Beitrag bitte bei Facebook und sprecht mit Menschen darüber, von denen ihr glaubt, sie wären die Richtigen für einen solchen Hund. Und dann meldet euch bei uns, falls ihr ernsthaft glaubt, einem der Welpen eine richtig gute Zukunft geben zu können. Oder einem der anderen Tiere dort. Und hier sind sie nochmal, übrigens alle drei Jungs:

Der mit dem kurzen Fell, als er noch bei mir am Boot war.

Der kleine mit dem längeren Fell.

Der Weiße, bei Joyce auf dem Arm.

Und falls ihr einfach keinen Hund aufnehmen könnt, aber trotzdem helfen wollt: Jede Spende hilft der ARK und wenn sie auch noch so klein ist. Schaut einfach mal auf der Website vorbei und macht euch selbst ein Bild, wer alles hinter dem Projekt steht: ARK (Animal Rescue Kefalonia) Und noch eine Möglichkeit zu helfen gibt es, die fast dringender ist als alles andere. Es werden ehrenamtliche Pfleger und Helfer gebraucht, damit nicht alles an Marina und Joyce hängen bleibt. Merken