Archiv der Kategorie: Blogs

New Friends

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Da wohnen, wo Skipper Micha gerne sein würde.

Das ist Skipper Stefan und Sven. Sven ist zu Gast auf der MARLIN. Sven brauchte kein Flugzeug. Sven ist eh schon in der DomRep. Gut haben es die Beiden. Voller Neid schaue ich mir das Foto an. „Ich nicke Sven zu. „Herzlich willkommen auf der MARLIN!“ Ob er es merkt? Wahrscheinlich nicht. Das Foto ist auch schon ein paar Tage alt. Stefan & Sven verstehen sich auf Anhieb verdammt gut, schreibt Sven. Tja. Die Regierung der DomRep hat einen Vier Stufen Plan zur Rückkehr in die Normalität veröffentlicht. Mitte July soll wieder alles normal sein und auch die Flughäfen wieder voll in Betrieb sein. „Machse Nix!“ JanCrew buchen mal wieder einen Flug. Diesmal für den 6. Juni. Ob der Flug stattfindet? Ansonsten um eine Woche verschieben. Es ist einfach grausam. Verhältnisse wie im Krieg.

Ein treuer Leser, Burkhard, bedankt sich statt Spende mit Vertrauen. Er braucht für sein neues Traumschiff Rat und Tat und bestellt das dann nicht bei Internet, sondern bei Lunatronic. „Ich lese Deinen Blog seit Jahren, da war es doch klar, wem ich vertraue.“ Sein Vertrauen wird mich busy halten in der kommenden Woche. Ich rufe Leser Achim zurück, der mir per email geschrieben hat und auch hier einigen wir uns zum Thema: Das wollte ich schon immer mal bei Lunatronic bestellen. Ich lehne mich zurück. Doch eine gute Idee, meinen Blog sturköpfig weiter zu schreiben. Gestern hatte ich darüber anders gedacht. Die Vatertagsbilder, die auf dem Frühstückstisch für mich lagen, darf ich nicht im Blog veröffentlichen. Also eigentlich gar nichts mehr, was MayaLena betrifft. „Papa. Das ist der MARLIN Blog. Damit haben wir nichts zu tun.“ „Ich sehe das anders. Das ist der MICHA Blog und ihr seid Teil meines Lebens.“ Eine Diskussion sparen wir uns. Eine Entscheidung, die ich respektieren werde. Aber ungern. Versteht sich.


Mitsegeln auf der MARLIN!

Atlantiküberquerung West – Ost 2020. Im Moment sind wir komplett.

CREW 65 Atlantik Crossing DomRep – Azoren 23.05.2020 – 31.07.2020. Warteliste.

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Da leben, wo andere Urlaub machen II

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Gemalt

“Polizeikontrolle!“ „Nein. Als Tagestouristen ist für Sie St. Peter Ording heute leider gespeert!“ Ich weiß nicht was dieser nette Polizist dem Auto vor uns geraten hat. „Fahren sie besser nach Westerheversand. Sie werden sehen.“ Er hatte Recht. Westerheversand war es zwar gut besucht, tausendmal weniger Touristen als in St. Peter Ording. In dem Strand Sektor wo wir waren, war es eher einsam. Ich hatte mir St. Peter Ording gewünscht zum Vatertag, wo ich doch noch nie dort war. Weder zum Kiten, noch einfach zu Besuch. Kann ich dann ja noch mal an einem der nächsten Tage machen, bis endlich wieder die dänische Grenze aufmacht. Westerheversand hat uns alle glücklich gemacht. MayaLenaNathalie und der Micha, alle sind voll auf ihre Kosten gekommen. Von der Wattwanderung, der Autofahrt über die Dörfer und einfach Seele baumeln lassen. Jetzt schauen die Kinder Germany’s Next Topmodel (kurz: GNTM), was mir grade nicht so wichtig ist. Ich mache Nudelsalat für Samstag. Da gibt es Kite Wind.


Mitsegeln auf der MARLIN!

Atlantiküberquerung West – Ost 2020. Im Moment sind wir komplett.

CREW 65 Atlantik Crossing DomRep – Azoren 23.05.2020 – 31.07.2020. Warteliste.

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Production method – manufaktur – industrial

THREAD IN CRUISERS FORUM

Production method

Winter

Etwas spät, ich weiß. Verspätet, wie vieles in diesem Jahr, aber wir müssen unbedingt noch kurz über den Winter reden, bevor wir uns dem Frühling zuwenden.
Denn eins fehlt noch und ich weiß, dass einige darauf warten. Es geht um die Heizungsanlage, an Bord der Morgenstern und die Frage, wie das ganze System denn nun den ersten Winter überstanden hat.
Über die Bilanz reden wir weiter unten in diesem Artikel, widmen wir uns zunächst dem Grundsätzlichen und da kann ich mich ziemlich kurz fassen, denn:

Der Cubic-Mini Kaminofen hat alle unsere Erwartungen erfüllt, oder übertroffen. Schwachstellen haben wir keine gefunden und was die Wohlfühlatmosphäre angeht, so gibt es aus unserer Sicht nichts schöneres, als mit selbst gesammeltem Holz ein Schiff zu beheizen.
Damit das Sammeln, bzw. sägen zügig von statten geht, haben wir uns zwischenzeitlich noch eine zweite Säge zugelegt. Die Handsäge, mit der wir anfangs gearbeitet haben, funktioniert zwar erstklassig, aber wenn man irgendwo die Gelegenheit bekommt, eine größere Menge Brennholz zu verwerten, dann ist so eine japanische Handsäge selbst in der großen Ausführung, wie wir sie haben, zu mühselig.
Also musste eine Kettensäge her. Wenn schon CO² neutral heizen, dann richtig, haben wir uns gedacht, also ist es eine Akkusäge von Stihl geworden.


Wahnsinn, was sich da in den letzten Jahren an der Technik zum positiven geändert hat. Ich wusste zwar vorab, dass die Elektrosäge, für die wir uns entschieden haben, einer Säge mit Verbrennungsmotor in nichts nachsteht, aber trotzdem ist man irgendwie skeptisch, vor allem, wenn man die schmale Kette und das schlanke Profil zum ersten Mal sieht und ein Leben lang mit ner Knatterkiste gesägt hat.
Das Gerät macht aber so viel Spaß, dass ich ab sofort keine Verbrennersäge mehr haben will. Das Gefühl, den Akku mit Solarstrom an Bord geladen zu haben und in gewisser Weise völlig unabhängig zu sein, hat was.
Leider hat das Ganze auch seinen Preis, denn zur Zeit sind Akkusägen noch deutlich teurer als gleich starke Verbrenner. Das ist dann aber auch schon der einzige Nachteil.

Ganz ohne fossile Brennstoffe kommen wir trotz Kaminofen und Akkusäge aber auch nicht aus, denn im letzten Dezember haben wir die neue Dieselheizung zum ersten Mal in Betrieb genommen. Wir versuchen zwar, soviel wie möglich mit Holz zu heizen, trotzdem gibt es immer mal wieder Szenarien, bei denen man um die Dieselheizung nicht herum kommt.
Wir sind mit beiden Systemen rundum zufrieden und haben endlich ein warmes und trockenes Schiff, ohne auf Landstrom angewiesen zu sein.

Was den Brennstoffverbrauch angeht, so haben wir über den gesamten Winter alles verheizte Material permanent notiert. Eigentlich sträube ich mich immer gegen Buchführung und alles was in diese Richtung geht, aber in dem Fall war es für die Törnplanung wichtig, sollte es eines Tages für eine Weile in den Norden gehen. Dann müssen wir wissen, bei welcher Witterung wir wie viel Brennstoff benötigen.
Also wurde alles Holz vor dem verheizen gewogen, der Dieseltank immer mit kleinen Kanistern aufgefüllt und alle vollen Tage mit Übernachtung an Bord aufgeschrieben. Waren wir nur tagsüber an Bord, wurden nur halbe Tage aufgeschrieben.

Wir haben vom 1. Oktober 2019 bis 31. März 2020 insgesamt 57 Tage (und Nächte) an Bord verbracht und in dieser Zeit insgesamt 121kg Brennholz, sowie 34l Diesel verbraucht.
Die Übernachtungen verteilen sich einigermaßen gleichmäßig über die 6 Monate, der Winter am Niederrhein selbst entspricht einem durchschnittlichen, wenn man berücksichtigt, dass wir einige eher kalte Phasen mit erwischt haben.
Im Durchschnitt haben wir an einem Tag also 2,1kg Brennholz und 0,6l Diesel verbraucht, um das Schiff mollig warm zu halten.
Wir finden, das ist ziemlich wenig für ein Schiff dieser Größe.
Warum das so wenig ist, liegt an zwei Dingen. Zum einen ist vor allem der Kaminofen, mit dem wir am meisten heizen, ziemlich effizient. Er erreicht mit Sekundärluftverbrennung einen Wirkungsgrad von ca. 80%, wenn er optimal betrieben wird.
Auf der anderen Seite ist Morgenstern schon werftseitig sehr gut isoliert und wir haben darüber hinaus viele Bereiche weiter verbessert..
Die zusätzlichen Winterscheiben für alle Fenster und der Umbau der Achterkajüte mit 60mm PU/Styrodur Sandwich haben eine spürbare und messbare Verbesserung gebracht.
Trotzdem gibt es nach wie vor Bereiche, die man optimieren kann. Da geht also noch was, in Sachen Brennstoffverbrauch.

Sicher chartern in der „neuen Normalität“

Eine interessanter Beitrag zum sicher chartern in der „neuen Normalität“ von Dr. Friedrich Schöchl / CEO von YACHT POOL: Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Skipperinnen und Skipper, wir alle sind von einer beispiellosen Krise und deren weltweiten Auswirkungen überrascht worden. Wir hoffen, dass Sie persönlich gesund durch diese schwere …

Der Beitrag Sicher chartern in der „neuen Normalität“ erschien zuerst auf UNTER SEGELN.

Folkeboot for ever

FAST 80 JAHRE ALT – JUNG – UND KEIN ENDE IN SICHT

Folkeboot for ever

Da leben, wo andere Urlaub machen

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Sonne, Strand und Heiterkeit

Dass unser Aussenminister Maas etwas fern der Realität, gerne den Finger erhebt, ist mitunter hinlänglich bekannt geworden. Vor kurzer Zeit noch sollten 80 Millionen Deutsche im kurzen deutschen Sommer am besten zu Hause bleiben, dann im eigenen Land Urlaub machen und nun, endlich, spricht er wieder von Grenzöffnungen. Wir hier im echten Norden bekommen jetzt schon „Wind“ von dem was uns bevorsteht. Es sind die Kite- und Windsurfer, die es normalerweise jetzt beginnend mit Temperaturen und Windtagen aufs Wasser zieht. Die Landesreisebeschränkungen sind aufgehoben. Eine Caravanschlange bildet sich von HH Richtung der schönen Nord- und Ostseestrände, vor allen Dingen wenn gute Windbedingungen angesagt sind. Was auf der A7 dann vorbeizieht Richtung Dänemark stoppt allerdings, denn die Dänische Grenze ist zu für den Tourismus. Also werden vor allen Dingen die Parkplätze voll und die Anwohner in Langballig, Wackerballig, Holnis und Schausende und der hundert ande
ren Spots genervt. Kann man ja auch verstehen. Der Kitesport ist famous und ich muss zugeben, dass ich aus Venezuela und Curacao doch sehr verwöhnt bin, wenn wir mit der MARLIN an einsame Plätze segeln und ganze Inseln für uns alleine zum Kiten haben. Der Peak wird Pfingsten sein, wenn hier die Urlaubssaison definitiv losgeht und alle die normalerweise nach Spanien fliegen, jetzt innerhalb Deutschlands ihren Urlaub machen. 15 Tausend Carola Infizierte von 80 Millionen Deutschen. Es hätte ja auch anders kommen können…

MARLIN

Janscrews Flüge wurden storniert, weil die Grenzen der DomRep jetzt bis zum 1. Juni weiter zu bleiben. Stefan an Bord der MARLIN ist das relativ schnurz. Er hat Sven, einen deutschen Wahl Dominikaner kennengelernt, sich dick angefreundet und fasst deutlich Fuß in Las Salinas, wo die MARLIN liegt, die dort inzwischen auch jeder kennt. Mir war klar, dass das irgendwann passiert. Gut so. Ich finde Stefan hat das verdient. Lang genug haart er jetzt schon der Dinge, die da kommen. Neue Flugtermine sind nun für den 6. Juni im Visir. Jan und ich sind uns einig, der letzte Termin um MARLIN noch auf den Weg zu den Azoren zu schicken. Ansonsten bleibt MARLIN in der Karibik und segelt in der Hurrikanefreien Süden.

Mit meiner Gesundheit steht es bestens. Gestern Blutbild und die Capitana und Dr. Helge sind sich einig, dass es besser nicht sein könnte. Ich bekomme Reiseerlaubnis und wenn es wieder Flüge gibt, darf ich auf mein Schiff, die MARLIN, wo immer es denn dann auch sein wird. Ich muss dann nur im Sommer irgendwann einmal komplett neu geimpft werden.


Mitsegeln auf der MARLIN!

Atlantiküberquerung West – Ost 2020. Im Moment sind wir komplett.

CREW 65 Atlantik Crossing DomRep – Azoren 23.05.2020 – 31.07.2020. Warteliste.

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Rutte kündigt weitere Erleichterungen an – Wassersport wieder vergessen

Es läuft in den Niederlanden. Wie auch in Deutschland gehen die Infektionen zurück, die Intensivstationen können den Ansturm gut bewältigen. Die Folge: Weitere Erleichterungen sind möglich. Leider nicht für den Wassersport

Rutte bedankt sich für das gute Befolgen der Regeln. Weil ein jeder das tat, gibt es jetzt Raum für weitere Erleichterungen. Jeder Einzelne hat die Verantwortung, die Erleichterungen weiter fortschreiten zu lassen. Also:

– Bei Erkältung zuhause bleiben!

– Bei Fieber bleiben auch die Menschen aus dem Haushalt zuhause!

– Abstand halten, minimal 1,5 Meter! Außer man gehört zum gleichen Haushalt

– Belebte Plätze und Situationen meiden!

– Hände so oft wie möglich waschen!

Weitere Erleichterungen:

– Terrassen dürfen ab dem 1.6. geöffnet werden, egal wie viele Menschen darauf sitzen, aber mit 1,5 Meter Abstand, außer für Familien. In den Restaurants dürfen maximal 30 Personen sitzen, nach den bereits vorgegebenen Regeln. Himmelfahrt und Pfingsten bleiben die Restaurants also noch geschlossen

– Für den Wassersport sind keine neuen Regelungen angekündigt worden

WICHTIG: Ministerpräsident Rutte und Gesundheitsminister De Jonge machen sehr deutlich, dass alle Erleichterungen auf der Verantwortung jedes Einzelnen basieren. Somit haben auch wir Deutsche in den Niederlanden, besonders an den langen Wochenenden die jetzt kommen, eine besondere Verantwortung. Alle zusammen müssen wir dafür sorgen, dass nicht der Eindruck entsteht, dass im Wassersport die Regelungen nicht nachgelebt werden. Denn das haben die Herren sehr deutlich gesagt: „Wir schauen genau hin!“ Und wenn die Yachthäfen als Hotspot von neuen Ausbrüchen erkannt werden, sind die Erleichterungen die wir heute genießen auch schnell wieder Geschichte. Also eine ganz große Bitte: Lasst uns zusammen klug sein!

Die Erleichterungen hängen fortan also ab von den Entscheidungen der Veiligheidsregios. Denen muss weiter egfolgt werden. Bis auf weiteres hat das Datum 1. Juli leider Bestand bevor die Yachthafen-WCs wieder öffnen. TIPP: In zwei Wochen erwartet die Regierung Zugriff auf Telekommunikationsdaten haben zu können, ein neues Gesetz ist derzeit in Arbeit. Wenn man dort dann Orte erkennt, in denen die Dichte von Menschen besonders hoch ist, will man darauf reagieren. Ist ein Hafen also voll, mag es sinnvoll sein, das eigene Smartphone einfach mal auszuschalten. Natürlich unter der Einhaltung der Regeln, die oben stehen.

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Sauerteigbrot einfach selber machen

Könnt ihr Euch vorstellen ohne Brot oder nur mit Toastbrot zu überleben? Für Deutsche, Schweizer und Österreicher sicher undenkbar aber zum Glück ist Brot backen ja nicht so schwer. Selbst ein „richtiges“ Sauerteigbrot ist keine grosse Kunst, Du musst nur wissen wie. Nachdem ich in den letzten Wochen immer wieder nach meinem Rezept gefragt wurde, … Sauerteigbrot einfach selber machen weiterlesen

Pacific Montage an Maxi 33

IN 90 MINUTEN IST DER JOB GEMACHT

Rückwärts im Hafen eingeparkt – das Schiffsheck dicht am Steg angebunden – damit der Monteur bei der Arbeit nicht ins Wasser fliegt – eine Valium vielleicht, falls die Angst vor dem Bohren den Mann übermannt – sodann mutig den Bohrer angesetzt – gebohrt, bis das GFK am Heck zerfetzt – mit ein wenig Sika den Flansch sodann montiert, ausgerichtet, den Schreck verdaut – hier und dort ein paar Blöcke in Position verschraubt – damit das Ganze schön das Rad verdrehen kann – sodann hin- und her-bewegt … siehe da: im Hafen dreht´s. Was auf See passiert, ist eine andere Sache, die sich der Kontrolle des Skippers alsbald entzieht, weil seine Augendeckel dann zugefallen sind …

Bilderrätsel KW 21: Wo ist es?

Jede Woche stellen wir ein Bilderrätsel online. Irgendwo in den Niederlanden ist dieser Ort. Wer als erster rät wo, gibt sich als Revierkenner preis. Also los: Mitraten!

Das war einfach: Den Stadthafen von Stavoren haben fast alle Teilnehmer erkannt. Derzeit darf dort nicht im Päckchen gelegen werden, Liegegelder werden per EC-Karte in einem Automaten gezahlt, die die Hafenmeisterin an einer langen Stange aufs Boot reicht. Lieber, sagt sie, hätten sie keine Gäste. Mit der Meinung ist sie aber ziemlich alleine im Kollegenkreis: Die Häfen freuen sich auf Deutsche Gäste, die sich an die Regeln halten!

Und darum ache  wir auch in dieser Woche wieder Lust auf Wassersport in den Niederlanden mit unserem neuen Bilderrätsel. Wer weiß, wo es ist, schreibt einefach eine Mail an [email protected] Viel Erfolg!

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Der Goldene Käfig

So.,17.Mai.20, Franz.Polyn./Gambier/Insel Mangareva, Tag 2177, 20.254 sm von HH

Die Nachrichten häufen sich in unseren Info-Boxen, dass viele Länder in Europa im Frühsommer ihre Grenzen wieder öffnen wollen. Hoffnungsvoll blicken auch wir auf Informationen über Länder, die auf unserem weiteren Weg liegen. Hier herrscht allerdings Schweigen. Neuseeland philosophiert über eine ‚Bubble‘ mit Australien und den pazifischen Inselstaaten. Alles nicht spruchreif, alles (noch) ohne Konzept und Lösungen. Für Segler ist da kein Platz, eine Einreise wird weiterhin verweigert.

Auch unser Gastgeber, Französisch Polynesien, eiert um Lösungsansätze herum. In Tahiti gibt es noch einen letzten Corona-Infizierten, der inzwischen das Krankenhaus verlassen konnte. Neue Fälle sind seit etlichen Tagen nicht mehr aufgetreten. Dementsprechend wurden fast alle Einschränkungen für die Bevölkerung aufgehoben. Und nun? Natürlich möchte das Land ’sauber‘ bleiben. Aber da sind die 1500 bis 1700 Beamte, die hier im Sommer aus Frankreich erwartet werden. Für Lehrer, Gendarmen und sonstige Angestellte läuft der zweijähriger Arbeitsvertrag aus – neue Leute aus Übersee rücken an. Es erscheint nahezu unmöglich dabei sicherzustellen, dass keine Neuinfizierten darunter sind. Außerdem warten tausend Polynesier in Frankreich auf eine Rückkehr in ihre Heimat.
Man möchte die Grenzen für den Tourismus öffnen, das Haushaltsdefizit wird bereits mit einer Milliarde USD beziffert. Die polynesische Regierung hat genug mit ihren eigenen Problemen zu tun, da werden wir Segler schon mal vergessen. Noch immer ist das Reisen von Atoll zu Atoll verboten. Nur die kleinen Inseln im ‚eigenen‘ Atoll dürfen besucht werden. Für uns bedeutet es, alle Inseln im Gambier stehen uns frei, in die Tuamotus oder auf die Marquesas zu segeln, ist nicht erlaubt. In Anbetracht der geplanten Anreisewelle von Franzosen sieht es fragwürdig aus, ob diese Art des Segeln wieder erlaubt werden kann. Gefangen im Goldenen Käfig.

Wir haben nichts auszustehen. Absolut gar nichts. Seit wir uns wieder frei bewegen dürfen, nutzen wir das reichlich. Jeden zweiten Tag gehen wir auf eine Wanderung, sind zwischen zwei und fünf Stunden unterwegs, nehmen häufig ein Picknick mit. Es könnte schlechter laufen. Das Wetter ist auf unserer Seite. Sonnig, nicht zu heiß, wenig Wind, manchmal ein Schauer, damit der üppig grüne Überfluss an Land nicht zum Erliegen kommt.

Trauminsel Mangareva – hinter dem Horizont liegt die Freiheit

Gefangen im Goldenen Käfig mit seinem Südsee-Charme. Bevorzugt vom Schicksal und doch gefangen. Die Gespräche unter uns Seglern drehen sich Im Kreis: wohin können wir? – wie lange wird es noch dauern? – was habt ihr für Pläne? Jeder weiß etwas anderes, jede Crew verfolgt ihr eigenes Konzept. Die Unruhe wächst. Wo werden wir in drei Monaten sein? Wo in einem Jahr? Ungewissheit nagt an einigen Segler-Nerven.
Wenn wir auf der schönen Insel unterwegs sind, geht es uns super gut. Wir schreiten Grundstücke mit Meerblick ab und malen uns ein Leben ‚für immer‘ auf Mangareva aus. Ich hätte einen Garten mit Gemüse und bunten Blumen und Achim würde abends gespeerte Fische nach Hause bringen. Sozial-Romantik vom Feinsten. Abends hält dieser Traum nicht immer an – wir sind hin und her gerissen. Bedeutet dieses Virus das Ende unserer Reise? Wer lässt uns auf dem weiten Weg nach Deutschland noch rein? Ohne Antikörper, ohne Impfung, ohne Impfausweis? Diese Gespräche zeigen uns, dass wir gefangen sind. Der Käfig mag zwar golden sein, aber er bleibt ein Käfig. Und nicht alle Räume sind aus Edelmetall. Die Pantry mit der etwas eintönigen Versorgungs-Lage dürfte aus Weißblech sein und der Weinkeller besteht eindeutig aus rostigem Eisen. ;-)

 

Der Claim ist abgestochen – Achim mit unserem vermeintlich neuen Grundstück ;-)