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Kindergeburtstag auf Türkisch

Tayga, der Sohnemann von unseren Freunden Hilal und Murat, hat seinen fünften Geburtstag gefeiert. Ein tolles Fest, draußen auf der Halbinsel. Wer immer schon mal wissen wollte, wie eigentlich ein türkischer Kindergeburtstag jenseits von Berlin-Neukölln oder Hamburg-Steindamm abläuft, der dürfte allerdings enttäuscht sein. Selbst einige Kinder sind blond…

Da haben wir den Ankersalat

Die meiste Zeit, wenn wir unterwegs sind, halten wir uns von Häfen fern. Zu schön sind die Ankerbuchten an der türkischen Küste. Auch wenn ein Ankermanöver immer sehr einfach aussieht (wenn alles klappt), gibt es doch einiges zu beachten. Für „float“ habe ich mal ein kleines Anker ABC erstellt und mit reichlich Anekdoten angereichert.

 

Die Sturmböen kommen aus dem Nichts. Noch während der Fahrt nach Marmaris mussten wir die meiste Zeit motoren, jetzt gönnen wir uns einen Ankerstopp in einer kleinen Bucht, ehe wir am frühen Abend die beengte Netsel-Marina anlaufen wollen. Wir lassen den Anker auf zehn Metern Tiefe fallen, SUP raus, Hund drauf, an Land paddeln und Gassi gehen. Ein eingespieltes Szenario. Das ganze dauert nur wenige Minuten. Kein Geschrei, kein Gezeter. Es sieht spielerisch einfach aus und doch kann man erstaunlich viel falsch machen.

Als der Wind plötzlich auffrischt und mit knapp 30 Knoten über die Berge pfeift, treibt wie zum Beleg aus der Bucht neben uns eine wunderschöne Yacht in Blau in den Golf von Marmaris – und niemand scheint an Bord zu sein. Ein Felsvorsprung versperrt uns anfangs die Sicht. Aber das aufgeregte Signalhorn eines Ausflugsbootes verheißt nichts Gutes. Erst als sich die Yacht bereits über hundert Meter von ihrem ursprünglichen Platz entfernt hat, der Anker über den Grund zuckt und ruckt und immer noch niemand an Deck erschienen ist, erkennen wir das ganze Dilemma. Denn jetzt treibt auch noch ein SUP aufs Meer – ebenfalls führerlos.

Ehe wir unser Dinghi zu Wasser lassen können, ist bereits Hilfe von einer anderen Yacht da. Erst wird ein Mann aus dem Wasser gefischt, dann das SUP gesichert, ehe es zu der treibenden Yacht vor Anker geht. Was genau passiert ist, können wir nicht sagen. Vielleicht wollte der Segler mit dem SUP eine Landleine ausbringen, wahrscheinlich wähnte er aber seine Yacht sicher, bevor die Sturmböen ihn eines Besseren belehrten, und gab sich ganz den Badefreuden hin, denn das Dinghy brachte kurze Zeit später noch eine zweite Person zur Yacht. Zum Glück ist nichts passiert, aber dieser Vorfall zeigt einmal mehr, wie wichtig das Ankermanöver ist.

Und hier geht es zum ganzen Text.

KNRM rettet zwei Schiffe vor dem Untergang

Eine Motoryacht läuft vor Urk auf die Steine und verliert ein Ruder. Eine Segelyacht fährt über Texel auf ein hartes Objekt und macht Wasser. Beide können dank der Retter gehalten werden. Verletzt wird niemand, der Schaden ist jedoch erheblich

Nicht weniger als vier Pumpen sind erforderlich, um die Motoryacht zu halten und das einströmende Wasser zu lenzen. Das Loch, dass das Ruder in den Rumpf riss, sei enorm gewesen, so die Retter. Doch es gelingt: Die Yacht wird im engen Hafen von Urk in die Werft geschleppt. Ein riskantes Manöver. Nicht auszudenken, was passiert, wenn das Schiff im Hafen sinkt. Die Besatzung, eine vierköpfige Familie, wurde zuvor bis auf den Schiffsführer von Bord geholt. Der wollte bleiben. Den Rest regelt die Versicherung.

Ein Video zeigen die Retter hier

Fast zeitgleich kämpfen die Retter vor Texel um eine Segelyacht. Die hat beim Eintreffen der KNRM bereits einen Meter Wasser in den Kajüte stehen. Eine Pumpe der Retter schafft es auch hier jedoch, das Schiff zu lenzen. In der engen Vorpiek wird auf See der Riss notdürftig abgedichtet. Ein Besatzungsmitglied wird abgeborgen, das andere bleibt an Bord. Nun steht der Schlepp gen Den Helder bevor. Der Weg durchs Molengat ist wegen zu hohem Seegang unmöglich. Also geht es „außenrum“ um den Noorder Haks. Der Schlepp dauert Stunden, doch schließlich wird die Yacht sicher in Den Helder in der Werft abgeliefert.

Mehr Info zu dieser Aktion gibt es hier.

Het bericht KNRM rettet zwei Schiffe vor dem Untergang verscheen eerst op Stegfunk.de | Wassersport. Holland..

Amsterdam erreicht

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Skipper Micha Underway

“Wie fühle ich mich?“ Schwindelig. Es gibt diese Liegen auf dem Amsterdamer Flughafen, auf denen man so wunderschön einschlafen kann, seinen Flug verpassen kann. Ein bisschen versteckt. Der KLM Mitarbeiter in Hamburg war schwierig. „Warum haben sie kein Rückreiseticket? Die Kitetasche wiegt 38kg. Das ist zu viel…“ Lauter schwierig zu lösende Fragen. Er muss nachfragen bei seinem Teamleiter. Der nickt. Plötzlich geht es. Ich muss noch nicht einmal für mein Sportgepäck bezahlen. Ich hatte mit mindestens 100 Euro gerechnet. Geht doch. Der Seesack muss auch noch mit. Wenigstens wiegt er nicht noch mein Handgepäck mit den ganzen Lithium Batterien. Dann der Sicherheitscheck. Bomben und Drogentest. Überall wichtige Menschen in Uniformen, Hunde und Maschinengewehre. Man fühlt sich ja doch etwas, wie im Krieg oder im SFI-Film, Blade Runner 1982, Harrison Ford. Ich will doch einfach nur in freiwillige MARLIN Quarantäne. Seit 10 Monaten. Jetzt sitze ich in Amsterdam. 9 Stunden Flug trennen mich noch von der Insel Curacao, von der ich anscheinend nicht wegkomme. Magisch wie ein Magnet zieht mich und meine MARLIN diese kleine Insel in der karibischen See immer wieder an. Geplant war alles anders. Komisch. Am meisten freue ich mich darauf, auf dem SUP zu stehen und durch die Lagune von Spanish Waters zu paddeln. Immer wieder ein Part in meinen Träumen.

Meine kleine Familie, MayaLena und Nathalie fahren mich mit dem alten Volvo zum Flughafen. Fischplatte bei La Sepia, dem begnadeten Portugiesischen Restaurant an der Schanze. Wir übernachten im Holiday Inn. Wieder SFI-Film. Ich habe wenig Sinn für den Ausblick aus dem 13ten Stock, bis zur Philharmonie. Der Mond ist dick und rund. Vollmond über Hamburg. Aus der Wand der Dusche kommt heißes Wasser. Das werde ich in den nächsten Wochen nicht mehr brauchen. Auf Curacao brennt die Sonne mit über 30°. Frieren werde ich bestimmt nicht. Unruhig, schlafe ich neben meiner Lebensretterin ein. Unsere Hände berühren sich. Wieder SFI-Film. Contact. Jodie Foster 1987. Meine Gedächtnis funktioniert in der Vergangenheit weit besser als in der Gegenwart. Wann geht mein Flug nach Curacao? Ach so. Klar. Ist verspätet. 10:50 Terminal G4. Die große Narbe auf dem linken Handrücken, vom Zugang während meiner Intensivstation Zeit zieht meine Aufmerksamkeit auf sich. Darunter pulsiert das gesunde Blut meines Spenders. SFI-Film. Skipper Micha 2020.

“Alles bleibt gut!“ Nathalie kennt mich. Mir sitzt die Angst in den Knochen. Ich muss an Dr. Helge denken: „Deine Behandlung war, wie die eines Unfallverletzten mit dutzenden von Brüchen. Polytrauma. Das versteht keiner. Das braucht Zeit. Du musst wieder Vertrauen zu Deinem Körper finden.“ Morgen sind meine Lebensretter über 8.000 km weit weg. Vertrauen finden. Einfacher gesagt als getan. Schisser Wnuk. Die Challenge ist, MARLIN finanziell und physisch über den Teich zu bringen. Hört das denn nie auf? Ich bin nicht eingeschlafen. Jetzt mal die Maske auf und zum Terminal G.


Mitsegeln auf der MARLIN.

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Unter Segeln rund um Irland (2): Über Menschen, Delfine, und Segeljacken, die nicht halten, was sie versprechen.

„Das Meer ist ein keimfreier Raum“, stellte Boris Herrmann im Interview für mein Buch IN SEENOT lange vor Corona klar. Also geh ich dieses Jahr Segeln. ;-)) auf Levje und entlang der irischen Westküste. Im Folgenden ein Bericht über die Strecke von New Ross/Südirland bis zur Südwestspitze Irlands.

Die Werft am River Barrow. Und das Boot von Stephen, von dem im Folgenden die Rede sein wird.

Es wurde Zeit, von Levjes Liegeplatz der letzten 11 Monate aufzubrechen und die Werft in New Ross am südirischen River Barrow zu verlassen. Das Seeventil war wieder gängig, die Antriebswelle neu justiert, nichts leckte oder vibrierte mehr beim Test an der Pier in New Ross. Mickayla vom Werftbüro versorgte mich noch mit einem Zettel neuer gälischen Worte, den sie mir in die Hand drückt: „Go n-eiri an bóthar leat!“ – Möge Dein Weg voller Gelingen sein, das gälische Wort für „Gute Reise“!


Am Abend vorher hatte ich noch Stephen, der zusammen mit seinem Bruder Michael die Werft betreibt, auf seinem Boot besucht unten am Ponton im Fluss. Ein wunderschöner Fischkutter, gebaut 1942 im Osten Irlands in Arklow, auf dem Stephen unterwegs ist, wenn die Werft ihn losließ. Rund Irland, rund England, hinüber nach Frankreich. Während draußen der Regen an die Fenster des Deckshauses prasselt, der Sturm am Tauwerk rüttelt und es drinnen behaglich warm ist 


und Stephen einen Schluck von seinem Shiraz nimmt, berichtet er schweren Herzens, dass er heute dieses Boot verkauft hätte – nach zwei Jahrzehnten Reisen. „Ich bin jetzt siebzig. Michael ist sechzig. Es ist Zeit, dass ich was Neues mache. Selbst wenn ich heute Tränen in den Augen hatte, als ich meine Unterschrift leistete: Das Leben muss weitergehen, immer weiter. Und ich träume davon, etwas Wärme in meine alten Knochen zu bringen. Das musst Du bedenken: Wenn Du alt bist, brauchst Du mehr Wärme. Und ich werd’ nach Südfrankreich gehen, nach Narbonne, das hatte ich seit Jahren vor.“ Ein Platz, wo Boote liegen ist stets ein kleiner Kosmos – mit tausenden Geschichten darin, die man entdeckt, sobald Menschen und Boote zu reden beginnen.


Am nächsten Mittag laufen wir mit der Flut die 10 Seemeilen den Fluss hinunter, wo die Eisenbahnbrücke den River Barrow überspannt. Golden ziehen sich die Kornfelder vom Ufer zwischen den Steinreihen die rollenden Hügel hinauf, mal ein Gehäuft, mal ein normannischer Wehrturm am Ufer, während ich von unterwegs Andrew, den Brückenwärter anrufe und darum bitte, ob er in eineinhalb Stunden die Drehbücke


für Levje öffnen kann. Ich kenne Andrew nur vom Telefon, ein höflicher Mann, der auch malvon sich aus anruft, um sich zu erkundigen, wann man denn genau einträfe, weil er dann die 500 Meter Stahlbrücke bis zum drehbaren Teil zurücklegen muss, um den Weg freizugeben. Alles klappt wie am Schnürchen. Schon nach der letzten Flussbiegung beginnt sich die Brücke zu drehen, als wir mit der Tide mit 8 Knoten anrauschen, hat Andrew schon den Mechanismus betätigt und wir rauschen weiter Richtung Meer, hinaus ins 8 Seemeilen entfernte Mündungsdelta des River Suir.



Der Tag war lang, Sven legt sich zur Ruhe, ich übernehme die erste Wache bis Mitternacht, während Levje unter Autopilot in den irischen Sonnenuntergang westwärts Richtung Fastnet Rock segelt.

Kein Schiff ist draußen außer uns. Kein Segler, kein Fischer. Vor Cork um Mitternacht die Lichter eines Frachters, der in der Dunkelheit vorbeizieht. Es ist ungewohnt, niemanden zu sehen, allein unterwegs zu sein, als wäre dies die Südsee abseits aller Schiffahrtsrouten und nicht die irische Südküste. Nur eine Begegnung begleitet mich durch die Nacht: Immer wieder höre ich das Atmen von Delphinen neben Levje. Das typische kurze Platschen, wenn ein Delphin die Wasseroberfläche durchstößt und kurz und energisch durch sein Blasloch am Rücken Luft holt. Ich sehe ihre Schatten neben dem Boot im Wasser.


Als der Morgen graut, es ist meine zweite Wache, sehe ich sie endlich. Immer wieder kommen Schulen der weißbäuchigen, mittelgroßen Delphine aus der Ferne auf Levje zu – fast so, als wollten sie sich vergewissern, dass die Menschen, die plötzlich wegen des Lockdowns auf unerklärliche Weise das Meer verlassen hatten, tatsächlich wieder zurückkehren. In seinem Buch PER ANHALTER DURCH DIE GALAXIS beschreibt Douglas Adams, wie rätselhafterweise für die Menschen erst die Delphine verschwinden, bevor ein bürokratischer Fehler galaktischen Ausmaßes die Erde entsorgt. In diesem Juli ist es, als hätten die Delphine sich über das plötzliche Ausbleiben der Menschen verwundert und müssten sich nun ganz schnell überzeugen, dass die Menschen ja noch da sind. Immer wieder biegen Delphine von ihrem Kurs ab. Schwimmen zum Boot heran, wirbeln während der Fahrt vor Levjes Bug durcheinander. Dann blitzschnell in die Tiefe. Dann wieder hoch. Ich kauere auf dem regennassen Vordeck, klammere mich an die Reling, um den Tieren nah zu sein, während Levje durch den grauen Morgen segelt. Schau ich am Bug links herunter, zischen die Delphine ganz schnell nach rechts. Schau ich nach rechts, zischen sie unter Levjes Bug nach links, als wollten mich die Delphine foppen. Wie meistens, wenn Delphine kommen, bin ich nicht stummer Beobachter, sondern Mitspieler in ihrem Spiel. Ein ums andere Mal 


drehen sie sich zur Seite, um heraufzuäugen zu mir, sich zu vergewissern, dass ich nur ja ihrem Treiben aufmerksam zuschaue, applaudiere, begeistert ausrufe, wenn sie mit unmerklichem Flossenschlag Levjes 7 Knoten Speed lässig übertrumpfen. Sich wieder zurückfallen lassen, kurz einander streifen, als würden sie sich zärtlich versichern, noch dazusein bei den übrigen Spielgefährten. Zu mir hochblicken, ob ich nur ja jedes ihrer Kunststücke aus nächster Nähe beobachte.


Kaum dass ein Rudel fort ist, biegt das nächste aus der Ferne ab. Fast schenken Sie mir wie Jacques Mayor in THE BIG BLUE das Gefühl, ich wäre einer der ihren. Erst in den nächsten Tagen werde ich lernen, dass 2020 offensichtlich das Jahr der Delphine ist, denn immer wieder begegnen wir auf dem Weg entlang Irlands Westküste Delphinen, die Kunststücke zeigen.

Frühmorgens vor Fastnet Rock. Da war die Jacke noch dicht…

Um 10 Uhr passieren wir im Regen Fastnet Rock, den legendären Felsen, der die südwestlichste Ecke Irlands markiert. Der Regen wird mehr, die Welle auch, als wir um Irlands Westspitze herum sind und Kurs nordwärts legen auf den zweieinhalb Stunden entfernt liegenden Hafen von Castletownbere, steigert der Südost den Regen zu einem beachtlichen Sauwetter.

Nach einer Stunde Rudergehen ist meine Jacke innen nass. Das Wasser läuft innen über die Schulter beide Ärmel hinunter. Dabei hab ich das sechs Jahre alte Ding, ein Geschenk von Katrin, vor der Abreise noch gründlich imprägniert, weil der Hersteller bei meinem Anruf sagte, er würde keine Imprägnierung vornehmen. Sven hats natürlich eher als ich Dödel gecheckt, dass Segeljacken aus mehreren Lagen Material bestehen und dass kein Imprägnieren hilft, wenn die wasserabweisende Lage im Inneren einmal beschädigt ist. Smart Ass! Da stehe ich jetzt im heftigen Regen, und während mit jeder Drehung des Ruderrades das Wasser aus den Ärmeln des tropfnassen Pullovers unter der Jacke trielt, denke ich übellaunig nach. Muss es wirklich so sein, dass sündteure Segeljacken nach sechs Jahren Mittelmeer, wo man sie seltenst braucht, auf den Sondermüll gehören? Wütend zitiere ich die Sprüche wie „für den harten Bordeinsatz gemacht“, während ich kurble, weil der Südost uns achterliche 30er-Böen beschert, die Levje heftig ausbrechen lassen und nur von einem noch mehr bringen: Dem Regen. Nein, ich glaube, ich habe ein für alle Mal die Nase von derartigem Segeljacken-Mist! Es muss bessere Lösungen geben als die, die ich habe.

Hat einer meiner Leser einen Tipp, welcher Segeljackenhersteller nicht nur Marketingsprüche klopft, sondern wirklich dichte Regenjacken produziert? Solche, die atmungsaktiver als eine Plastiktüte sind und NACHWEISLICH mehr abkönnen als sechs laue Sommer? 

Ich brauch eine neue Jacke. Und ich bitte alle Leser dieses Posts: Schreiben Sie mir in der Kommentarfunktion eine kurze Mail, wenn Sie Ihre Segeljacke uneingeschränkt fürs irische Sauwetter empfehlen können. 

Die eMail mit dem richtigen Tipp belohne ich noch hier von Irland aus mit einer Flasche irischen Whiskey. Mit Widmung und hier noch aus Irland versandt.

Versprochen!

PS: Der wirkliche Regen, der setzte erst eineinhalb Stunden später ein, als wir im Fischereihafen von Castletownbere im Päckchen neben dem einzigen Segler festmachten, der uns an dem Tag begegnete. Wie es in Castletownbere weiterging: Das lesen Sie im nächsten Post!



Soeben erschienen. Mit noch mehr Geschichten vom Meer und Europas Küsten:



Worum gehts?
Mallorca. Menorca. Und die restlichen Inseln, die zwischen Sizilien und der südenglischen Isle of Wight liegen.

„… ein spannendes Werk, von dem man sobald man sich eingelesen hat und ein bisschen Liebe für das Meer empfindet, so schnell nicht wieder los kommt.“

„Ein Pageturner.“ 
Sagt mein Freund Josef (Er ist nie gesegelt)

„Hab die ersten Seiten gelesen. Irre. Grandios. Megastark“. 
Sagt mein Freund Andreas (Er ist mit mehrfach mir mir gesegelt. Und liest Bücher von Berufs wegen.)

„Du hast ein wunderbares Buch geschrieben. Es hat mir so viel Kraft in dieser schweren Zeit gegeben, und Freude! Deine Sprache fesselt nicht nur, sie lässt auch ganz direkt miterleben, als wäre man selbst mitten im Geschehen.“
Magdalena (segelte auf dem See.)

„Es ist so ehrlich, authentisch und im positiven Sinne anders als die vielen Segelbücher.“ 
Sagt ein Leser, der mich damit zum Erröten brachte.

Und was ich drüber denke? 

Ich bin bescheidener. Und verrate es in  einem der nächsten Posts.









Bilderrätsel KW 32 – Wo ist es?

Jede Woche stellen wir ein Bilderrätsel online. Irgendwo in den Niederlanden ist dieser Ort. Wer als erster rät wo, gibt sich als Revierkenner preis. Also los: Mitraten!

Das war al wieder zu leicht. Brouwershaven haben viele Stegfunk.de-Leser erkannt, echte Kenner eben. Glückwunsch! Es geht weiter: Auch in dieser Woche sind wir natürlich wieder in den Niederlanden unterwegs. Aber wo? Wenn Sie es erkennen, schreiben Sie uns unter [email protected] Viel Spaß beim raten.

Het bericht Bilderrätsel KW 32 – Wo ist es? verscheen eerst op Stegfunk.de | Wassersport. Holland..

Grüße vom Schmierfinken

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{Photo:20200731}
{Title:Grüße vom Schmierfinken}

Sommergeschichten

Ich hab ja immer gedacht, dass ich alles richtig gemacht habe in meinem Leben. Baum gepflanzt, Haus in Spanien gebaut, vier Kinder sind ausreichend. Boot gekauft und um die Welt gesegelt. Kleines Boot verkauft und Schiff als Arbeitsgrundlage und soziale Absicherung fürs Alter gekauft. Grade mal fünfzig Jahre alt, ist plötzlich alles anders. Ich bekomme Leukämie und die Welt steckt in einer dicken Pandemie. Grade wieder unter den Lebenden, will keiner mehr segeln gehen, weil Reisen vom Aussenminister als generell unerwünscht deklariert wird und der Wert meiner schwimmenden Sozialversicherung rutscht unter ins Bodenlose, denn wohin will der potenzielle Käufer denn Segeln? Alle Grenzen sind zu. Sicher. Das ganze wird irgendwann wieder normal werden, davon bin auch ich überzeugt. Aber wann?

Die jungen wilden Künstler in Flensburg sind mindestens genauso verzweifelt wie ich. Mit Spraydosen und Lackstiften ziehen sie durch die Nacht und beschmieren Fassaden, Bahnsteige, Toiletten, Häuserwände. Was für eine Befriedigung müssen sie empfinden, bei ihre wilden Schmiererei? Einfach nur ärgerlich. Auf verlassenen Industriegeländen Kunstwerke zu hinterlassen mag ja noch Sinn machen. Aber einfach nur Hauswände und Eingänge zu taggen, wie anspruchslos ist das denn? Mich ärgert es. Ich denke mal viele andere auch.


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INFLUENCER UND INFLUENZA – DIE STILLE MACHT

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SV Alani – Sarah Schelbert GER

TRINIDAD – KUBA – DOM.REP.

Sarah Schelbert

Irland (1): Ankommen auf der Werft am River Barrow.


„Das Meer ist ein keimfreier Raum“, stellte Boris Herrmann im Interview für mein Buch IN SEENOT lange vor Corona klar. Also geh ich dieses Jahr Segeln. ;-)) Auf Levje und entlang der irischen Westküste. Im Folgenden ein erster Bericht.

Die Werft NEW ROSS BOAT YARD im südirischen New Ross hatte ich im vergangenen Jahr am Oberlauf des River Barrow
eher zufällig entdeckt. Und hatte Levje hier für den irischen Winter in guten Händen zurückgelassen.

Am 20. Juli unterbrach ich meine Arbeit an der Übersetzung des Sturm-Taktik-Handbuches von Lin und Larry Pardey, das im Herbst bei millemari. erscheinen wird, und fuhr zum Flughafen. Das Flugzeug nach Dublin war nur halb besetzt. Der Autoverleiher in Dublin sagt, wir wären mit die ersten Touristen. Der 20. Juli war der erste Tag nach dem irischen Covid-19-Lockdown, an dem man als Reisender in Irland wieder ohne Quarantäne einreisen durfte. Irland gehörte zu den Ländern, das die Krise dank sehr strenger Regeln gut gemeistert hatte und wie Mallorca mit niedrigen Fallzahlen gut durchgekommen war. Nur in den dünn besiedelten Countys im Norden an der Grenze zu Nordirland waren die Erkrankungen höher gewesen, die Grenze und die lockereren britischen Regelungen hatten zu mehr Erkrankungen geführt.

Zwei Autostunden weiter südlich stehe ich mit Sven auf der Werft in New Ross am Ufer des River Barrow in Südirland. Da, wo ich in der Werft von Michael und seinem Bruder Stephen LEVJE vor genau 11 Monaten nach der Rückkehr von den Hebriden zurückgelassen hatte. 11 Monate nicht auf LEVJE gewesen zu sein ist hart. Für mich jedenfalls. Ich bin nun mal ein „Kümmerer“, einer der sich kümmert um die Dinge, die ihm im Leben etwas bedeuten.  Ich kann

Iren sind Individualistenund Eigenbrötler. Und nichts gibt darüber mehr Auskunft als das Werftgebäude von Michael und Stephen, das ein überdimensionales Thermometer in Fahrenheit angibt. Damit man auch stets weiß, dass der Sommer da ist, wenn das Thermometer mal 16 Grad anzeigt. 
mein Fahrrad nicht über Nacht am Bahnhof des kleinen Dorfes stehen lassen. Ich kann kein Buch wegwerfen. Und elf Monate nicht auf meinem Boot gewesen zu sein ertrage ich schlecht. Wilde Alpträume quälten mich beim Aufwachen. Dass ich nach dem letzten Törn vergaß, dass Salonluk ganz zu schließen und der irische Dauerregen das Innere meine LEVJE füllt, bis sie unter den Rand vollgelaufen mit einem Knall auf ihrem Cradle, dem Lagerbock, auseinanderbricht. Dass das Wasser, von dem es anders als in Mallorca in Irland im Überfluss gibt, wegen irgendeiner winzigen Undichtigkeit seinen Weg ins Schiffsinnere findet und Polster, Federbett den Holzboden tränkt, bis alles grünlich schimmelt und rottet.

„It has a lot of storms“, sagte Michael Kehoe im Winter, wenn ich gelegentlich mit ihm telefonierte. Ihm gehört zusammen mit seinem Bruder Stephen die Werft, New Ross Boat Yard. „Don’t worry. We look after her“, sagte Michael, der meine Sorge während des Lockdowns spürte. Manchmal sandte mir Mickayla vom Werftbüro ein Foto von LEVJE. Mickayla, die im Büro arbeitet und mir immer neue Brocken Gälischer Worte beibrachte, wenn Sie so nett war, mich im Herbst nach New Ross zur Reinigung zu fahren. Von der ich lernte, dass Dublin auf gälisch Baile atha Cliath heißt. Und dass man das aber „Bolja oha Klija“ spricht. Und New Ross „Ross Mic Truine“. Und Wexford „Loch Garman“. Und Waterford „Port Lairge“. Wenn der Südweststurm besonders arg wehte, schickte mir mein Bootsnachbar Gábor Fotos. Gábor gehört die SHEENANIGAN neben LEVJE und er erklärte mir lachend, dass SHENANIGAN das irische Wort für Aufschneider sei. Gábor ist Ungar. Weil er wie viele Ungarn unter dem dortigen Autokraten Orban die Hoffnung verlor, dass sich die Dinge zum Besseren wenden, hat er als Elektronik-Ingenieur einfach zusammen mit seiner Frau und zwei kleinen Kindern Ungarn Lebewohl gesagt und die Sommerhitze Ungarns gegen die Unbeständigkeit des irischen Wetters eingetauscht.

Und dann stehe ich vor LEVJE. Einträchtig steht sie neben SHEENANIGAN, mein „Liebchen“ neben dem irisch weiß-grünen „Aufschneider“. Eigentlich sieht sie aus wie immer. Mickhayla vom Büro grinst von einem Ohr zum anderen. „Haben wir nicht gut auf sie aufgepasst?“ Unterm Arm schleppt sie die schwere Persenning, die der Wintersturm losriss und die sie auf der Werft für mich gerettet haben. Meine Erinnerung an Sciacca in Sizilien.

Am nächsten Tag machen sich Sven und ich an die Arbeit. Tatsächlich ist entlang des Wants etwas Wasser ins Bootsinnere gelaufen und trielte den langen Winterregen genau ins Werkzeug-Schapp. Meine Träume haben also nicht gelogen. Aber weil ich meine Schraubenzieher, Feilen, Hämmer, Sägeblätter sortiert in Bechern aus halbierten Wasserflaschen aufbewahre, ist nur der Becher mit den ausrangierten Schraubenziehern vollgelaufen. Die sind hin, allesamt verrostet – ein Verlust, der gemessen an meinen Alpträumen zu verschmerzen ist. Schlimmer ist das große Seeventil, dessen Hebel Sven bei der ersten Berührung in der Hand hält.

Männer sind schon komisch. Manchmal eitel. Manchmal pfeifen sie auf Bella Figura und die „Sockenfrage“. Männer sind die einzigen Lebewesen, die herausfinden können, ob sie noch in die Hosen passen, die sie vor 40 Jahren kauften.
Am nächsten Morgen scheint die Sonne über dem River dem River Barrow. Also nutzen wir das schöne Wetter und machen uns ans Streichen des Unterwasserschiffs. Nur wer sein Unterwasserschiff selber streicht, ist wirklich Bootseigner. Weil nur einer mit dem Pinsel voller Antifouling in der Hand erfährt, wie rank und schnell der Bug seines Schiffes ist, den man im Nu gerollert hat. Und wie verflucht breit der Bauch seines Schiffes sein kann, wenn man über Kopf den Walbauch streicht. Rot soll das Unterwasserschiff diesmal werden, wo es vorher blau war 


und ganz zuvor schwarz. Damit man sieht, wo es nicht hält. Eigentlich ist Unterwascherschiff streichen eine schöne Arbeit. Nichts verändert ein Boot in seiner Substanz so wenig und optisch so viel wie zwei Eimer Farbe.


Sven und ich rechnen nach: Es dürfte jetzt das 22. Mal sein, dass wir zusammen ein Schiff streichen. Als ich Miteigner an seiner JUANITA wurde, strichen wir immer zusammen deren Bauch. Seit ich mein eigenes Schiff habe, streicht Sven eben den Bauch meines Schiffes mit. Es ist unser Ritus, eben einmal im Jar zusammen am Boot zu arbeiten. Manchmal an JUANITA in Livorno. Meistens an LEVJE, wo immer sie liegt. Ob in in Sizilien, der Türkei oder jetzt in Irland.  

Seit ich Sven kenne, halte ich gute Maschinenbauer längst mehr als Ärzte für Halbgötter. Sven weiß weiter, wenn Wasser ins Schiff läuft und eine Schraube festsitzt. Er weiß weiter, wo ich aufgebe. Von Sven habe ich ein Stück weit gelernt, was man „Zen oder die Kunst, ein Boot zu warten“ nennt: Die ganze Widersetzlichkeit, die ein Boot einem Menschen entgegenbringen kann, gelassen zu betrachten. Und statt in Zorn oder Verzweiflung über auseinanderfallende Seeventile und festgefressene Schrauben zu verfallen, nachzudenken, WARUM eine Schraube nach 20 Jahren nicht mehr aufgehen mag und der Hebel eines Seeventils beschließt einfach abzufallen. Das Zauberwort heißt „über Ursachen nachdenken“. Und dann Nachdenken, wie man seine Kraft einsetzen kann, um den Dingen beizukommen. In dieser Kunst werde ich zwar niemals so gut werden wie Sven, denn er hat von Kindesbeinen an, was Katrin und ich „Maschinenbauer-Augenbrauen“ nennen: Wo die Augenbrauen sind, eine leicht hervorspringende Neanderthaler-Wulst, wie sie seit der Steinzeit nur technisch begabte Menschen besitzen.

Oft
Jedes Jahr ersinnt Sven ein neues Werkzeug fürs Boot, das ich dann begeistert zum „Tool of the Year“ küre. Diesmal ist es eine selbstgeschweißte Verlängerung für den Drehmoment-Schlüssel, um Levjes Kielbolzen exakt aufs vorgesehene Anzugsmoment zu bringen. Das übliche Werkzeug hierfür ist etwa 1,80m lang. Svens diesjähriges „Tool of the Year“ passte wunderbar ins Fluggepäck.
Bei besonders harten Problemen kann ich hören, wie es hinter Svens Augenbrauen arbeitet. Es ist ein Geräusch, das mich beruhigt und ist ähnlich dem Klang einer Schnecke, die sich in ihr Haus zurückzieht, um etwas ähnlich Gewichtiges denkend zu erledigen. Ein wortloses die Gesetze der Physik von Archimedes über Newton bis Watt aus dem All zu sich herabziehendes Nachdenken, mit welchen Kräften man jetzt ein seit 20 Jahren im Waschtisch-Schrank von Levjes rottendes Seeventil elegant aus einer Bordwand ausbrechen und durch ein neues ersetzen kann.

Immer wenn ich das Geräusch hinter Svens Maschinenbauer-Augenbrauen höre, weiß ich: Das widersetzliche Teil wird uns jetzt ärgern, hat aber längst verloren, ahnt es nur noch nicht. Kein Teil kann Sven widerstehen. Die Augenbrauen haben diesmal folgenden Masterplan entwickelt:

1. Den mit dem Seeventil verbackenen Schlauch durch eine Art „Waterboarding“ mit kochend heißen Geschirrtüchern so lange bandagieren, bis der Schlauch so weich wird, dass er aufgibt und man ihn unbeschädigt von Hand abziehen kann.

2. Das Seeventil mit der größten Wasserrohrzange, die Michael und Stephen auf der Werft haben, abzudrehen. 

3. Wenn das nicht geht, die ganze Unit von Außen an der Bordwand mit Michaels Flex abfräsen. Und nach innen rausbrechen. Michael verdreht bei dem Gedanken an eine malträtierte Bordwand die Augen – aber er kennt Svens Augenbrauen nicht so gut wie ich.

Genau drei Stunden später ist das widersetzliche Seeventil draußen. Für Sven ist das nicht der Rede wert. Doch allein über die Aufgabe, ein 20 Jahre festsitzendes daumendickes Gummi-Schläuchlein abzuziehen habe ich schon gestandene Männer weinen sehen – vor Frustration und Ohnmachtsgefühlen. Ein Boot warten ist eine Aufgabe für Schwererziehbare, die den Widerstand des Lebens spüren müssen – und etwas, das Demut lehrt. Ein Boot bietet ECHTEN Widerstand und harte Widersetzlichkeit, wie ich sie sonst im Leben nur bei Unbelehrbaren erlebte.


Als das Seeventil aus der Bordwand draußen ist, fühlen wir uns wie die Könige. Ich erzähle nun nicht, dass wir nach dem Zuwasserlassen den Motor starteten, den River Barrow hinterfuhren und der Motor wie eine munteres Zicklein in seinem Gehäuse fröhliche Sprünge vollführt, dass das Schiff bis zur Mastspitze vibrierte. Beim Wechsel der Stopfbuchse hatte ich die Welle einen Zentimeter zu tief in den Wellenflansch eingeführt. Also Michael anrufen, der Levje ein weiteres Mal geduldig aus dem Wasser krant und von einer Rechnung für 2 x Extrakranen nix wissen will. 

Vielleicht ist es das, was mir am Leben auf einer Bootswerft gefällt: Einfach immer wieder spüren, was uns als Fremde verbindet: Wir alle haben ein Boot.




Soeben erschienen. Mit noch mehr Geschichten vom Meer und Europas Küsten:



Worum gehts?
Mallorca. Menorca. Und die restlichen Inseln, die zwischen Sizilien und der südenglischen Isle of Wight liegen.

„Ein Pageturner.“ 
Sagt mein Freund Josef (Er ist nie gesegelt)

„Hab die ersten Seiten gelesen. Irre. Grandios. Megastark“. 
Sagt mein Freund Andreas (Er ist mit mehrfach mir mir gesegelt. Und liest Bücher von Berufs wegen.)

„Du hast ein wunderbares Buch geschrieben. Es hat mir so viel Kraft in dieser schweren Zeit gegeben, und Freude! Deine Sprache fesselt nicht nur, sie lässt auch ganz direkt miterleben, als wäre man selbst mitten im Geschehen.“
Magdalena (segelte auf dem See.)

„Es ist so ehrlich, authentisch und im positiven Sinne anders als die vielen Segelbücher.“ 
Sagt ein Leser, der mich damit zum Erröten brachte.

Und was ich drüber denke? 
Ich bin bescheidener. Und verrate es in  einem der nächsten Posts.







Holland: Der Wassersport-Überblick zum Wochenende 31.7.-2.8.20

Der Wochenüberblick über alles Relevante für den Wassersport in den Niederlanden zum Wochenende 31.7.-2.8.2020. Perfekter Freitag, Holländischer Samstag und Sonntag. Und Corona…

Das Wichtigste vorab: Die Corona-Erkrankungen steigen, auch und in Holland. Und das schneller als in Deutschland. Wir alle können einen erneuten Lockdown nur vermeiden, indem wir zusammenarbeiten. In den Niederlanden bedeutet das: !!!!!!ABSTAND HALTEN!!!! Darauf wird hier viel mehr Wert gelegt, als in Deutschland. Daran müssen wir uns halten. Dass das besonders uns Deutschen schwer fällt, ist den Niederländern nicht entgangen. Als gute Gäste halten wir uns natürlich an das 1,5 Meter-Gebot. Klar, oder? Danke.

Wasserstrassen: Alles ruhig, kaum geplante Sperrungen. #In der Provinz Groningen alles wie immer:  Es wird von 9-17 Uhr bedient, so sagt es Vaarweginformatie. #Die Provinz Friesland meldet eine gesperrte Brücke in Oppenhuizen. Die Brücke it Ges ist bis auf Weiteres gesperrt. Gleiches gilt für die Kruiswaterbrug in Bolsward #Die Wilheminaschleuse in Zaandam ist bis auf weiteres für die Freizeitschiffahrt gesperrt #Die Hebebrücke Boskop in der Staande Mast Route wird nur zu bestimmten Zeiten passend zur Bedienung der Brücke in Gouda geöffnet #Provinz Zeeland: Die Stationsbrug in Middelburg wird jeweils um 7:07/11:37/15:38/19:37 passend zum Durchgang der sogenannten „Blauwe Golf“ (Blockabfertigung ab Vlissingen) geöffnet #Die Schleusen von Maas, Wilhelminakanaal und Zuidwillemsvaart werden baw. seltener bedient. Die Ursache: Zu wenig Wasser das über die Maas in Maastricht angeführt wird, sodass niedrige Wasserstände durch Schleusenvorgänge entstehen können

Das sogenannte Bouwvak, die Bauferien, sind enorm wichrtig in den Niederlanden, denn daran orientiert sich das ganze Land. Am 20.7. haben die Bauferien Nord begonnen, sie dauern drei Wochen. Am 27.7. kommt der Süden hinzu. Die Mitte startet am 3.8. Das heisst: Es wird extra voll. Das merkt man derezit auch schon. Egal, Platz ist genug auf dem Wasser und mit etwas Rücksicht passt das schon. Wie immer gilt: Abstand halten!

Sperrungen und besondere Behinderungen sind darüberhinaus bei Redaktionsschluss nicht gemeldet.

Allgemein: Es ist immer empfehlenswert, vor Fahrtantritt zu prüfen, ob die geplante Route Hindernisse enthält. Das geht am besten auf vaarweginformatie.nl

Straßen an Land:

A 8 zwischen Amsterdam und Zaandam gesperrt bis zum 8. August

A 10 der äußere Ring um Amsterdam ist gesperrt zwischen Watergraafsmeer (zur A 1) und Coenplein. Ende der bauarbeiten wird am 10. Augst sein

Keine weiteren Sperrungen geplant.

Wetter:Ein Hoch über Südschweden kämpft gegen die Luftmassen die ein Tief westlich von Schottland und das Azorenhoch heran schaufeln. Letztlich gewinnen die Systeme im Westen, der Wind dreht in der Nacht von Freitag auf Samstag von Ost auf West, es kühlt ab auf rund 23°C, Sonnatg rund 20°C. Wind 8-14 Knoten (3-4 BFT), in Böen maximal 25 Knoten (6 BFT). Niederschölag Samstag und Sonntag in Schauern.

Häfen:WCs und Duschen im ganzen Land geöffnet. Es ist voll, reservieren im Hafen kann sich lohnen, wenn es möglich ist. Päckchenliegen in Stadthäfen, wie in Lemmer, Veere, Zierikzee oder Medemblik üblich, wird toleriert und teils sogar gefordert. Besucher müssen sich darauf einstellen, eventuell keinen Platz zu bekommen. Alternative dann: Ankern. Die Häfen der Watteninsel sind nur sehr eingeschränkt erreichbar. 200 Plätze stehen je nach Insel für Passanten zur Verfügung, das ist wenig. Voranmelden ist nicht mehr Pflicht, die E-Mails werden nicht mehr bearbeitet, wegen zu großen Andrangs. Zuletzt lagen bis zu 50 Schiffe vor Vlieland vor Anker, letztlich haben aber alle einen Platz bekommen, dank toller Hafenmeister. Bevor man auf die Inseln fährt, lohnt es sich, die dortige Lage unter waddenhavens.nl zu checken, obwohl dort derzet eigentlich immer „rot“ angezeigt wird.

Tide: Harlingen und Roompot binnen

Besonderheiten: Die Reproduktionsrate liegt über 1, die Gesundheitsämter bitten erneut darum, sich an die Regeln (s.u.) zu halten. ABSTAND HALTEN!!!! Das sollten wir Wassersportler auch tun, denn so vermeiden wir strengere Regelungen. Die werden sicher kommen, wenn die Lage wieder zu eskalieren droht. Und das kann niemand wollen.

Events: Nee, erstmal immer noch nicht…und besser auch keines spontan draus machen im Hafen.

Generell gilt:

– 1,5 Meter Abstand halten!

– Belebte Orte meiden!

– Bei Erkältungssymptomen zu Hause bleiben!

– Bei Fieber auch nur einer Person bleiben alle aus dem Hausstand zu Hause!

– Auf Schiffen gelten diese Regelungen

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Revierführer Mangareva

Do.,30.Jul.20, Franz.Polyn./Gambier/Insel Mangareva, Tag 2251, 20.254 sm von HH

Nach sechs Monaten Gambier-Atoll wird es langsam Zeit für ein paar Revier-Informationen und Wanderweg-Beschreibungen. Wer nach Französisch Polynesien segeln möchte, sollte dieses Atoll nicht auslassen.

Klick ==> Gambier – Mangareva 2020  

Mangareva Wanderung Nr. 2