Archiv der Kategorie: Atanga

Tag 18 =>Osterinsel – Wechselhafte Winde

Mi., 26.Dez.18, Süd-Pazifik, Tag 1669, 15.121 sm von HH
Wir hatten gehofft, dass zwei Tage mit wenig Wind uns einen flachen Ententeich bescheren würden. Aber der große Ozean beruht sich nicht so leicht. Die Windsee ist weg, aber sanft kommt die Dünung angerollt. Gutmütig werden wir auf die Seite gelegt. Das Groß haben wir zur Stabilisierung hoch gezogen. Der Baum ist zweifach auf den Klampen achtern belegt. Das Schlagen und Klappern hat dadurch ein Ende. Das ist zwar nicht seemännisch, aber notwendig.
Seit heute Morgen um 5:00 Uhr ist es zu Ende mit der Eierschaukel-Segelei. Noch vor Sonnenaufgang besucht uns ein heftiger Squall (das sind örtlich begrenzten Windfelder, die sich durch dunkle, tiefhängende Wolken ankündigen und selten länger als 30 Minuten andauern). Zum Glück regenfrei und, anders als auf dem Atlantik, ohne Winddreher. Von 11 auf 26 Knoten in zwei Minuten. Das passt ja prima zum dicht geholten Baum. Jetzt aber schnell weg mit der Sicherung, damit wir den Baum fieren können, um den Druck aus dem Segel zu nehmen. Dazu unsere ausgebaumte Genua. Mann, Mann, Mann. Das sind wir gar nicht mehr gewohnt. Wir sehen 8,5 Knoten Speed auf der Logge. Geschwindigkeitsrausch. Nicht, dass wir doch noch in diesem Jahr ankommen und uns die nervigste Frage des Jahres stellen müssen: „Was machen wir eigentlich Silvester?“ Geschwindigkeitsrausch. Nach 40 Minuten ist alles vorbei: „Achtung! Hol den Baum dicht, er kommt schon wieder über.“
Es ist enorm, was sich für eine hässliche See in der kurzen Zeit aufbaut. Atanga im Schleudergang. Die Wellen beruhigen sich, da kommt schon der nächste Squall. Die Wellen beruhigen sich, da kommt schon…
Essen: Abendessen: Bauernfrühstück mit Speck statt Schinken plus Gewürzgurke Frühstück: Frisches Brot mit Salami und Mortadella und ein kleiner Rest kaltes Bauernfrühstück Mittag: Cornflakes mit Milch und den restlichen Weihnachtskuchen
Meilen: Tagesmeilen 97 , Rest 615 sm auf direktem Weg

Tag 17 =>Osterinsel – Ein Tag auf See

Mo., 25.Dez.18, Süd-Pazifik, Tag 1668, 15.024 sm von HH
Was machen wir eigentlich den ganzen Tag? Wir bewegen uns im Bermuda-Dreieck ‚Cockpit-Salon-Koje‘. Mit recht wenig Auslauf. Drei Schritte in die Pantry, acht Schritte nach hinten und fünf Stufen nach oben. Ein Ausflug nach achtern zum Gemüsenetz oder zur Angelkontrolle ist schon eine kleine Sensation im trägen Tagesablauf.
Frühstück gibt es recht spät, so um 9.00 Uhr, sobald Achim aus der Koje gekrabbelt kommt. Das ist der geselligste Teil des Tages. Wir erzählen uns unsere Erlebnisse der Nacht. Ein Großereignis, wie ein Fischerboot auf dem AIS wird zum Tagesbrüller. Oder wir schmücken die Mast-Kletter-Aktion makaber aus: „Kennst du die Geschichte von der Frau, die mit ihrem toten Mann im Mast hunderte von Meilen segeln musste, weil er oben einen Herzanfall bekommen hat. Er hatte sich oben gesichert und sie ihn nicht wieder runter bekommen. “ Echte Schenkelklopfer-Geschichten.
Nach dem Frühstück schleppen wir uns in den Salon. „Endlich mal eine Pause“, läutet Achim jeden (das kann auch nerven…) Tag eine Lese-Runde auf dem Sofa ein. Ich hau mich auf die andere Couch und lese ebenfalls. Oder ich bereite schon mal etwas fürs Abendessen vor: Kohl schnippeln, Pellkartoffel kochen und solche Dinge. Je nachdem wie ruppig es gerade ist. Und dann ist ja auch zum Glück schon Mittagessen-Zeit, so um 13:00 Uhr. Reste aufwärmen vom Vortag geht flink von der Hand.
Der anschließende Abwasch ist lästig, hält er uns doch auf, sofort mit vollem Bauch erneut aufs Sofa zu sinken. Den Abwasch erledigen wir zu zweit. Logistisch ist das leichter zu handhaben. Wir haben nur ein Abwaschbecken, da können einem schon mal die Hände ausgehen. Und der Platz.
Den Nachmittag verbringen wir lesend oder schlafend. Geschlafen wird natürlich nacheinander. Sonst wären unsere Nachtwachen ja total absurd. Alle zwanzig Minuten einen Rundblick und schnell zum Buch zurück. Und beide hoffen wir, dass der andere nicht auf die Idee kommt, irgendwelche Segelmanöver zur Geschwindigkeits-Verbesserung vorschlägt. Viel zu viel Stress, da muss man ja aufstehen.
Abendessen gibt es um 18:00 Uhr, da ich zwei Stunden später bereits ins Bett gehe (endlich mal liegen). Somit sind die Tagesmahlzeiten recht eng beieinander und die Wartezeit bis zum Frühstück (da knurrt mir der Magen, wen der Skipper schon mal bis 9:30 Uhr durchpennt) recht lang. Aber besser geht es nicht. Es folgt der zweite Abwasch des Tages.
Nach dem Abendessen wird es noch mal gesellig. Wir sitzen ohne Sundowner zum Sundowner im Cockpit. Viel Neues weiß Achim nicht zu berichten. Macht nichts, dann gibt es eben alte Stories. Aber Moment mal, die Geschichte, dass Achim damals den Nachbarn mit „Guten Tag, Herr Grasselschwein“, begrüßt hat und nachdem der diese Beleidigung gepetzt hat, samt seines Dreirades in den Keller gesperrt wurde, die kenne ich doch schon. Hat der Mann nicht einen unbekannten Schwank aus seiner Jugend drauf? Nein, hat er nicht. Es folgen erwartungsgemäß die Geschichte mit dem erschossenem Spatzen, der ein Stieglitz war…. Da gehe ich doch lieber schnell ins Bett, bevor noch mehr alte Kamellen auf den Tisch kommen: „Gute Nacht“, ein ereignisreicher Tag ist zu Ende.
Essen: Abendessen: Eine Art Hühner-Frikassee mit grünem Spargel, Erbsen und selbst eingekochtem Hähnchen. Dazu wird Reis gereicht. Wir sind jetzt beim Dosengemüse angekommen. Ich habe noch zwei Kohlköpfe (bitte nicht schon wieder), Kürbis und eine Salatgurke. Zwiebeln, Knoblauch und Kartoffeln. Frühstück: Brot mit Salami, Käse und Mortadella Mittag: Leider ist der Spargel sehr zerfallen, daher gibt es den Rest vom Heiligabend mit Hilfe von Sahne und einem Stampfer als Spargel-Erbsen-Cremesuppe mit Reiseinlage. Als Nachtisch gibt es Grapefruit-Apfel-Obstsalat.
Meilen: Tagesmeilen 76 , Rest 711 sm auf direktem Weg

Tag 16 =>Osterinsel – Frohe Weihnachten

So., Heiligabend 2018, Süd-Pazifik, Tag 1667, 14.948 sm von HH
Der erhoffte Wind zum Abend ist ausgeblieben. Wir sind nur noch getrieben und dann auch noch in die falsche Richtung. Noch 119 Tage grinst uns der Plotter ins Gesicht. So geht das nicht. Das Großsegel haben wir entnervt runter geholt. Baum und Segel schlagen hemmungslos in der Dünung. Das Vorsegel fällt in sich zusammen. Solange das Fall im Mast verklemmt ist, können wir den Blister nicht benutzen. Achim müsste versuchen es aus seiner Klemme zu befreien, aber noch ist zu viel Dünung, so dass er auf keinen Fall in den Mast steigen wird. Um überhaupt vorwärts zu kommen, baumen wir die Genua aus. Das haut hin, obwohl der Wind mit etwas vorlicher als halb nicht optimal für ein ausgebaumtes Segel ist. Wir kommen voran, langsam zwar, aber wir kommen voran. Die letzten 24 Stunden schaffen wir einen Schnitt von 2,5 Knoten. Das ist Schrittgeschwindigkeit.
Da ich früh ins Bett muss (die Sinnlosigkeit unserer Nachtwachen ist durchaus Diskussionsstoff an Bord. Warum machen wir das? Hier ist niemand…! ) gibt es Bescherung schon am Nachmittag. Bei einem Stück Kuchen und ‚Last Christmas‘ aus allen Rohren. Man stelle sich vor, die Seeschwalben, die uns begleiten, hören als erstes menschliches Geräusch ‚Last Christmas‘. Alle Hasser dieses Liedes mögen schon mal den Tierschutz benachrichtigen. Mir egal. Das ist Tradition und gehört genau so. Achim fügt sich augenrollend in sein Schicksal: „ich kann ja nicht weg…!“ Die Geschenke fallen praktisch aus: Ein T-Shirt für den Herrn und ich bekomme einen kleinen Mini-Lautsprecher-Würfel (damit ich beim Putzen an Deck auch Musik habe…pfffft).
Wir wünschen Euch da draußen ein wunderschönes Weihnachtsfest mit leckerem Essen, lieben Menschen und guten Getränken. Und ich überlege mir jetzt ein halbwegs anständiges Weihnachtsessen. Ahoi.
Essen: Abendessen: Noch einmal Chop Suey mit Rind – das hat für zwei Tage gereicht. Das Rindfleisch koche ich übrigens wie folgt ein: Fleisch in Gulaschwürfel schneiden, scharf anbraten und nur mit Salz und Pfeffer würzen. Den Bratensatz lösche ich ab und fülle ihn zum Fleisch in die Gläser. So kann ich das neutrale Rindfleisch für alle möglichen Gerichte verwenden. Frühstück: Brot mit Salami, Käse und Mortadella Mittag: Achim hat sich ein paar Tortillas rein und ich gönne mir eine Schüssel Müsli. Kaffee: Zur Feier des Tages gibt es selbstgebackenes Apfelbrot. Das ist ein Kuchen mit Äpfeln, Rosinen, Zimt und Lebkuchengewürz. Sehr weihnachtlich. (wer mich kennt, keine Angst, es handelt sich um eine Backmischung. Ich habe es nicht riskiert selber Kuchen zu backen.
Meilen: Tagesmeilen 59 , Rest 785 sm auf direktem Weg

Tag 15 =>Osterinsel – Meer

So., 23.Dez.18, Süd-Pazifik, Tag 1666, 14.889 sm von HH
„Wer Meer hat, braucht weniger“ – „VitaminSea“ – „Meer geht immer“ – Meer als Sehnsucht“, wer diese markigen Buchtitel und Lifestyle-Sprüche benutzt, dem empfehle ich eine lange Ozeanpassage auf einem Segelboot. Da bleiben einem diese Leitsätze schon mal im Halse stecken. Wir beide sind im Augenblick für weniger Meer. Wir kommen jetzt schlechter voran. Den dritten Nachmittag in Folge bricht der Wind auf 5 bis 7 Knoten ein. Zum Glück kommt er in den frühen Abendstunden (noch) wieder. In den Windkarten können wir allerdings schon das große windarme Feld sehen, was sich als Band zwischen uns und die Osterinsel gelegt hat. Das Hochdruckgebiet mit wenig bis keinen Wind ist also noch da.
Das Schlimme an wenig Wind ist nicht die langsame Fahrt, sondern das Rollen in der Dünung. Der Baum klappert, die Segel schlagen und in der Bude fliegt alles hin und her. Es macht mehr Lärm als mit 6 Knoten vorwärts zu preschen. „Segel runter, Bier raus“, lässt Achim vermelden. Das Großsegel haben wir ins dritte Reff genommen, damit es nicht so knallt. Das Vorsegel steht noch halbwegs. Im Augenblick treiben wir mehr als dass wir segeln mit 2 Knoten in die richtige Richtung.“
Das Wetter ist Granate. Blauer Himmel bzw. tagheller Vollmondhimmel seit 24 Stunden. Und! die Wassertemperatur ist um 1,5 Grad gestiegen. Wir sind weiterhin allein hier draußen. Ein paar Seeschwalben begleiten uns. Immer mal wieder tauchen sie neben uns auf.
Essen: Abendessen: Chop Suey mit Rindfleisch, Möhren und Kohl (ja, etwas viel Kohl diese Tage. Aber ich musste zwei große Köpfe vor dem Gammeltod bewahren. Zum ‚Über-Bord-Gehen-lassen‘ haben wir inzwischen zu wenig Auswahl. Kohl angebraten mögen wir zum Glück beide ganz gerne. Und Achim findet, wenn die Griechen den ganzen Tag Krautsalat essen, kann er das auch) Frühstück: Brot mit Salami, Käse und Mortadella Mittag: Gesammelte Wochenübersicht: Bratreis mit Knoblauch, Zwiebeln und dem letzten Rest der Würstchen in Scheiben geschnitten. Dazu Cole Slaw. Obstsalat mit Grapefruit und Apfel.
Meilen: Tagesmeilen 89 , Rest 840 sm auf direktem Weg

Tag 14 =>Osterinsel – Held an Bord

Sa., 22.Dez.18, Süd-Pazifik, Tag 1665, 14.800 sm von HH
Nach drei Stunden Dümpelei werden wir dann doch tätig. Der Blister (das bunte Leichtwindsegel) wird hergeholt. Das Setzen gelingt problemlos. Wir haben einen Bergeschlauch, eine dünnen Hülle aus Tuch, in dem der Blister steckt. Dieser Schlauch wird mit einem Fall (das sind die Bänder die im Mast bist nach oben führen) bis in die Mastspitze gezogen. Anschließend wird mit einer Leine der Schlauch zusammen gerafft und das Segel entfaltet sich. Wir nehmen Fahrt auf, das Segel verrichtet seinen Dienst. Soweit so gut.
Die Freude währt nicht lange. Natürlich kommt nach kurzer Zeit wieder Wind auf. Der Blister muss zurück in seinen Schlauch. Kein Problem. Das klappt als ob wir Profis wären. Dann zieht Achim an dem Fall, um den 15 Meter langen Schlauch wieder an Deck zu holen. Er zieht und zieht. Nichts. Das Fall ist verklemmt. Uns ist klar, dass der Schlauch nicht am Mast hängen bleiben kann. Die 50 cm dicke Wurst schlackert ungesichert hin und her und würde sich aufreiben. Dann käme der Blister aus seinem Gefängnis und brächte uns bei viel Wind in arge Schwierigkeiten.
Es gibt nur einen Weg das verklemmte Fall zu lösen: wir brauchen jemanden, der in den Mast klettert. Alle Augen auf Achim. Etwas blass um die Nase holt er sein Klettergeschirr. An dem befestigen wir ein weiteres Fall, so dass ich ihn von unten sichern kann, falls er abrutschen sollte. Das verhindert einen Einschlag auf Deck. Diese Methode wenden wir immer an, wenn Achim in den Mast klettern muss. Nur dass wir sonst ruhig im Hafen liegen, ohne Schiffsbewegung. Nicht verhindern kann die Sicherung, dass Achim, sollte er den Halt verlieren, in der Dünung hin und her pendeln wurde. Ohne Verletzungen bekäme er kaum den Mast wieder zu fassen. Die Beschleunigungen in sechstzehn Meter Höhe sind enorm.
„Gut stramm halten“, gibt Achim mir auf den Weg, „du darfst nicht die Spannung verlieren.“ Ich nicke nervös. Dann erklimmt er auch schon die ersten Maststufen. Ich halte das Fall auf Spannung. Plötzlich ist Schluss, ich merke, dass er nicht weiter klettert. Ein Blick nach oben. Achim hängt in sechs Meter Höhe an der ersten Saling. In inniger Umarmung klammert den Mast. „Ich brauche eine Pause“, ruft er mir zu, „es schaukelt ganz ordentlich.“ Du lieber Himmel. Und er muss noch zehn Meter höher. Mir zittern die Knie. Wie mag Achim das erst ergehen? Dann merke ich, dass er weiter klettert. Wenn sich Atanga ganz besonders schlimm auf die Seite legt, ist oben Pause. Ich sehe wieder die Umarmung. Was Achim sonst routiniert wie ein Affe erledigt, dauert heute ewig. Ich konzentriere mich auf mein Fall. Vom Ziehen tun mir hier unten schon die Hände weh. Ich mag nicht dran denken, wie es seinen Händen geht.
Oben angekommen ist das Problem recht schnell gelöst. Der Schäkel hat sich unglücklich hinter einer Rolle verklemmt. So stark verkeilt als wäre er mit einem Hammer dort hinein getrieben worden. Die Lösung heißt Schäkel öffnen und den Schlauch auf Deck fallen lassen. Achim hat zum Öffnen seinen Letherman dabei. Das ist pures Glück. Darüber nachgedacht hat er nicht. Er hätte dann tatsächlich ein zweites Mal klettern müssen :mrgreen: Mit zittrigen Gummihänden öffnet er den Schäkel. Dort oben hat der Mast Ausschläge von drei Metern zu jeder Seite. Und das bei nur 10 Grad Krängung. Einige der Wellen drücken uns durchaus noch kräftiger auf die Seite. Dazu kommen die Fliehkräfte, die ich schon an Deck spüre und zeitweise aus der Bahn geworfen werde. Da soll man wohl Gummiarme haben.
Ich trete zur Seite. Der Bergeschlauch kommt runter. Schnell hole ich die Hälfte an Deck, die ins Wasser gefallen ist. Dann kommt Achim runter. „Ich habe Wackelbeine“, grinst er mich an. Das Grinsen fällt noch etwas schief aus. :-) Wir umarmen und beglückwünschen uns. Tausend Steine fallen mir vom Herzen. Wir tanzen, jubeln und freuen uns. Ein paar Blessuren vom fest klammern an Oberarmen, Schienbeinen und Handgelenken sind nicht der Rede wert. Später in der Nacht lese ich im Logbuch, dass er unter die Beschreibung des Geschehens ‚Horror‘ geschrieben hat.
Das Segel kann nichts dafür, trotzdem steht Morgen bei Ebay Kleinanzeigen: Blister zu verkaufen.
Essen: Abendessen: Würstchen (so eine Art Hot Dog Wurst aus Bahía) mit dem Kartoffelsalat und Krautsalat (auch mal schön nicht kochen zu müssen) Frühstück: Brot mit Salami, Käse und Mortadella Mittag: Die verbliebenen Würstchen vom Vorabend in Scheiben geschnitten und mit Zwiebeln angebraten. Spiegelei drauf. Fertig. Dazu Cole Slaw (amerikanischer Krautsalat mit Mayo/Joghurt und Möhren – meine Kohlköpfe, die als Langzeitgemüse gedacht waren, neigen zum Gammeln und müssen verarbeitet werden). Ein Rest vom Milchreis zum Nachtisch.
Meilen: Tagesmeilen 80 , Rest 925 sm auf direktem Weg

Tag 13 =>Osterinsel – Wunderbar

Fr., 21.Dez.18, Süd-Pazifik, Tag 1664, 14.720 sm von HH
Die letzten 24 Stunden läuft es ganz prima. Halber Wind, Stärke vier, angenehme Schiffsbewegung. Eine Art Genuss-Segeln. Mittags kommt dann der Einbruch. 10 Knoten, 8 Knoten, dann nur noch 5 Knoten Wind. Wir treiben mehr als dass wir segeln. Immerhin in die richtige Richtung. Da wir kaum noch Fahrt machen, spielt die Dünung mit uns Ping Pong. Der fehlende Druck in den Segeln lässt das Groß hilflos hin und her schlagen. Mit einem Knall beutelt sich das Tuch zur windzugewandten Seite aus und kommt mit einem neuen Knall zurück. Das ist nervig und hält aufs Material. Das Groß-Segel bergen wir und lassen uns von der Genua ziehen. Dieser schwache Wind ist eindeutig Blister Wind. „Jetzt bloß nicht hektisch werden“, stoppen wir aufkeimenden Aktionismus. Wir sitzen das erst mal aus. Die letzten Tage haben gezeigt, dass sich ein Segelmanöver kaum lohnt. Zu schnell ändern sich die Windstärken. Mal sehen, wenn es so bleibt, können wir am späten Nachmittag noch immer tätig werden.
Wetter: Es ist weiterhin kalt. Das Wasser hat seinen vorläufigen Tiefpunkt mit 20 Grad erreicht. Die Sonne scheint nur am Nachmittag. Einen glühenden Sonnenaufgang gab es bislang noch gar nicht. Die Vormittage sind garstig grau mit tief hängenden Wolken. Regen hatten wir bislang noch keinen. Das ist ja auch was. Essen: Abendessen: Gebratene Kasseler-Koteletts (zweite Hälfte aus dem Packet) mit Kartoffelsalat (Hamburger Art mit Ei, Gewürzgurke und Apfel) und Krautsalat (ein Kohlkopp musste weg) Frühstück: Ganz frisches Brot mit hartgekochtem Ei und Tomate Mittag: Milchreis mit Zimt und Zucker
Meilen: Tagesmeilen 109 , Rest 1.007 sm auf direktem Weg

Tag 12 =>Osterinsel – Halbzeit

Do., 20.Dez.18, Süd-Pazifik, Tag 1663, 14.611 sm von HH
Die Hälfte der Strecke liegt jetzt im Kielwasser. Ob es wirklich Halbzeit oder nur Halbstrecke ist, wird sich zeigen. Leider haben wir bereits vor unserer Abreise ein langgezogenes Flautengebiet zwischen uns und der Osterinsel gesehen. Über hunderte Meilen erstreckt es sich als schmales Band von Südamerika weit in den Pazifik hinein. Ein lokales, dauerhaftes Hochdruckgebiet sorgt für Windarmut in dieser Region. In vier, fünf Tagen erreichen wir dieses Gebiet. Das wird spannend.
Der wechselhafte Wind hat sich etwas normalisiert. Die Sprünge sind nicht mehr ganz so heftig und es überwiegt seit zwölf Stunden ein konstanter Wind mit vier Windstärken. Der Wind kommt etwas vorlicher als halber Wind, so dass wir seit heute Morgen flott unterwegs sind. Daumen drücken, dass dies so bleibt.
Die Stimmung an Bord ist durchgängig gut bis sehr gut. Abgesehen von heute Vormittag. Da war der Skipper etwas unleidlich. Ein Spleiß, den er in unsere Ankertrosse arbeiten wollte, ging nicht wie gewünscht von der Hand. Da wird die Crew schon mal ungerecht angemeckert. Nur weil ich mit der Kamera vor seiner Nase gefuchtelt habe, um den schleppenden Fortschritt der Arbeit festzuhalten. Mir wurde gedroht, dass ich auf Pitcairn ausgesetzt werde. Unverschämtheit.
Die Ankertrosse brauchen wir als Kettenverlängerung, um vor der Osterinsel sicher ankern zu können. Die Ankerplätze sind 20 Meter tief, da reichen unsere 50 Meter Kette nicht aus. Der Spleiß ist trotz Grummelei dann noch was geworden, so dass es jetzt los gehen kann. Von mir aus könnten wir schon da sein. So toll ist das Rumgeschippere hier draußen dann auch wieder nicht.
Essen: Abendessen: Bohneneintopf von dreierlei Bohne mit Möhren (frisch) und Speck (getrocknete Black Eye Peas, kleine weiße Bohnen und schwarze Bohnen gemischt, über Nacht eingeweicht). Der Speck ist aus Südtirol, ein Mitbring aus Deutschland und extra für diese Fahrt aufbewahrt. Frühstück: Brot mit Käse, Salami und einer Art Mortadella Mittag: Der Rest vom Bohneneintopf und zum Nachtisch eine halbe Wassermelone.
Meilen: Tagesmeilen 106 , Rest 1.115 sm auf direktem Weg

Tag 11 =>Osterinsel – Weiße Folter

Mi., 19.Dez.18, Süd-Pazifik, Tag 1662, 14.505 sm von HH
Amnesty International und das Komitee gegen Folter haben klar gestellt, dass Folter durch Schlafentzug bestialisch ist und haben sie folgerichtig verboten. Die sogenannte ‚weiße Folter‘ erfreut sich dennoch großer Popularität, bietet sie doch eine wirksame Methode, um „den Willen des Gefangenen zu brechen“. Eine Methode sei es, die Schlafzeit auf vier bis sechs Stunden zu verkürzen.
Bereits elf Tage reichen uns, um Amnesty International Recht zu geben. Es schlaucht unerwartet schnell nur noch vier Stunden am Stück schlafen zu können. Wir sind dauermüde. In Gänze bekommen wir beide eigentlich genug Schlaf. Ich gehe um 20:00 Uhr ins Bett, schlafe bis 22:00 Uhr, habe Wache bis 2:00 Uhr und darf dann ins Bett bis 6:00 Uhr morgens. Das macht während der Nachtstunden sechs Stunden Schlaf plus eine bis anderthalb am Tag. Achim schläft von 22:00 Uhr bis 2:00 Uhr und ab 6:00 Uhr solange bis er von alleine aufwacht.
Leider sind die vier Stunden in der Nacht nur ein theoretischer Wert. Trotz extremer Müdigkeit kann ich meistens nicht sofort einschlafen. Irgendwas ist immer. Vorgestern liege ich in der Koje und dann ist es plötzlich da. Tok-tok … tok-tok. Ein ganz neues Geräusch. Wo(wtf) kommt das her? Einfach gar nicht ignorieren, ist die beste Devise. Aber das klappt nicht, ich wälze mich. Tok-tok. Sobald ich mich aufrichte zum Lauschen, ist das Geräusch verschwunden. Und sofort wieder da, sobald ich liege. Grrrr! Nach vier Lauschangriffen ist der Übeltäter gefunden. Der Zipper einer Jacke schlägt gegen die Tür. Jedoch nur bei den großen Ausschlägen des Schiffs.
Gestern war es ein leichtes Flattern, eine Art Klatschen an Deck. Ein Geräusch an Deck zu finden, ist ein Ding der Unmöglichkeit. Draußen hört man das Flattern nicht. Wegen der Windgeräusche. Und was unter Deck wie Schläge mit einem Hammer klingt, kann an Deck ein Tampen sein, der zwei Zentimeter hin und her rollt. Da bleibt nur Methode ‚Kissen über den Kopf‘.
Bin ich dann mit einer Viertelstunde Verspätung eingeschlafen, kommt kurz darauf die Lokomotive. So nenne ich die Bedienung der Winschen. Die Winschen sind direkt über der Achterkoje angebaut und machen einen unglaublichen Radau. Die letzten Tage sind viele Lokomotiven unterwegs. Vorsegel kleiner: die große Lokomotive an Steuerbord. Baum dicht holen: die kleine Lokomotive, wahlweise Backbord oder Steuerbord, je nach Laune vom Chef. Eine Stunde später kommt der Güterzug: der Baum kommt rasselnd wieder raus. Morgen schreibe ich einen Brief an Amnesty International.
Wind und Wetter: Der Wind ist weiterhin flatterhaft. Innerhalb einer Stunde geht es von 12 Knoten hoch auf 22 Knoten und runter auf 7 Knoten. Der schwache Wind hält dann für 30 Minuten oder auch für drei Stunden an. Es folgt die nächste Wechselphase. Das Groß reffen wir gar nicht mehr aus. Sobald wir das nur denken, haben wir wieder über 20er Wind. Das lässt uns in den schwachen Phasen natürlich mit angezogener Handbremse unterwegs sein. Highspeed und Schneckentempo macht einen noch ganz guten Schnitt von 4 Knoten. Passt für uns.
Essen: Abendessen: gebratene Kasseler-Koteletts (in Bahía gab es eingeschweißte Koteletts im 4er-Pack) mit Röstzwiebeln und Kürbis-Kartoffel-Mus Frühstück: Brot mit Käse, Salami und einer Art Mortadella Mittag: Achim und seine Nudeln (mit den Augen roll): kalt, vom Vortag direkt aus dem Kühlschrank mit Ketchup. Ich ziehe eine Schale Müsli vor.
Meilen: Tagesmeilen 97 , Rest 1.219 sm auf direktem Weg

Tag 10 =>Osterinsel – White Christmas

Di., 18.Dez.18, Süd-Pazifik, Tag 1661, 14.408 sm von HH
Es ist kalt. Ich trage mittlerweile Sweatshirt-Jacke und dicke Fleece-Hose. Im Cockpit sind weniger als 20 Grad. Der Wind ist eisig. Geduscht wird nur noch jeden zweite Tag. Kommt die Sonne raus, reicht (noch) ein Doppel-T-Shirt. Wenn es so weiter geht, stoßen wir auf Eisberge und haben Weihnachten Schnee. Die Wassertemperatur ist auf 21 Grad gesunken. Wir sind verwirrt und fragen uns, ob es wieder wärmer wird. Der Humboldtstrom sollte längst nach Westen abgebogen sein. Segeln wir im Humboldtwasser? Wir haben keine Ahnung. Hoffnung gibt uns die Vorstellung, dass die Ureinwohner auf der Osterinsel früher in Baströckchen rum gelaufen sind. Das macht man doch nicht, wenn es kalt ist.
Der Wind hält uns auf Trab. Unbeständig wechselt er fast stündlich. Eben noch 8 Knoten, dann 20 Knoten. Einreffen, ausreffen. Baum dicht holen, Baum ausstellen. Fock reffen, Fock mehr reffen, Fock ausrollen. Was für ein Theater. Bei viel Wind donnern wir mit über sechs Knoten aufs Ziel. Bei wenig Wind, fallen wir ab, eiern neben der Kurslinie mit zweieinhalb Knoten. Das macht einen schlechten Schnitt. Bei viel Wind sagt der Plotter: Restzeit noch 11 Tage, bei wenig Wind noch 18.
Wir machen das Beste draus. Uns geht’s gut und genug zu essen haben wir auch noch.
Achim besteht drauf, dass ich dieses auch noch schreibe: ICH soll versucht haben das Schiff zu versenken, weil ICH angeblich vergessen habe, das Ventil von der Toilette nach der Benutzung wieder zu schließen (da Atanga Schräglage auf der Toilettenseite hat, gerät der Abfluss unter die Wasserlinie und durch die Toilette sprudelt das Wasser ins Schiff, wenn das Ventil offen steht). Wir sind nur nicht gesunken, weil ER es bemerkt hat, dass Wasser im Bad steht. Beweisbar, dass ICH zuletzt auf dem Klo war, ist die Angelegenheit allerdings nicht. Aussage gegen Aussage. Essen: Abendessen: Achims Klassiker ‚Nudeln mit Ketchup‘ in der Edelvariante: Nudeln mit (richtiger) Tomatensauce. Frühstück: Brot mit Schinken, Käse, Salami Mittag: Apfel-Pfannkuchen
Meilen: Tagesmeilen 98 , Rest 1.313 sm auf direktem Weg

Tag 9 =>Osterinsel – die Tage vergehen

Mo., 17.Dez.18, Süd-Pazifik, Tag 1660, 14.310 sm von HH
Der Wind kommt, wie gewünscht, etwas östlicher. Leider die Wellen auch. Dadurch rollen wir jetzt ein wenig, aber es ist aushaltbar. Die Wind-Stärken sind unverändert. Zwischen 9 und 19 Knoten, zeitweise geht es sechs Knoten hoch oder unter innerhalb von fünf Minuten. Mal scheint die Sonne, mal ist der Himmel grau mit tief hängenden Wolken.
Wir haben uns voll eingewöhnt. Die Tage verschwimmen. „Ist heute Tag 8 oder 9?“, fragt Achim mich. Ich kann nur mit den Schultern zucken. Ein Blick ins Logbuch gibt Aufklärung. Tagsüber haben wir keine festen Wachen. Unser Rhythmus wird durch die Mahlzeiten bestimmt. Dazwischen macht jeder von uns noch mal ein Nickerchen, holt fehlenden Nachtschlaf nach. Außer lesen, bleibt nicht viel Beschäftigung.
Aufs Meer schauen, macht nur bei wolkenlosem Himmel Spaß. Dann leuchtet der Pazifik tief blau. Mit der GoPro haben wir Aufnahmen vom Unterwasserschiff gemacht. Das Wasser ist unfassbar klar Keine Schwebteilchen, kein Plankton ist zu sehen. Ab und an kommt noch mal ein Tölpel vorbei. Neugierig schaut er nach den Angelködern und ins Cockpit hinein, dreht drei Runden ums Schiff und verschwindet wieder. Daneben gibt es noch kleine, schwarze See-Schwalben hier draußen. Mit vielen Flügelschlägen segeln sie nach Schwalbenart knapp über der Wasseroberfläche. Vom Festland sind wir inzwischen 700 sm entfernt. Eine erstaunliche Entfernung für so kleine Vögel.
Ansonsten sind wir allein. Zwei Schiffe auf dem AIS vor ein paar Tagen. Den letzten Fischer gesehen, haben wir vor einer Woche. Unser Kontakt zur Außenwelt beschränkt sich auf eine Funkrunde mit der Alrisha, die sich auf Galapagos befindet. Ferry schaut für uns auf die Großwetterlage im gesamten Südpazifik, ob sich da ein Zyklon zusammenbraut. Dann brauchen wir nur unsere Wetterdaten im Umkreis von 200 sm abholen. Das funktioniert ebenfalls per Funk. Die Zyklon-Saison hat bereits begonnen, allerdings gilt die Strecke von der Osterinsel, nach Pitcairn und Gambier als sicher. Aber was ist schon sicher? Daher sind wir froh, dass Ferry meldet: „Alles ruhig“.
Essen: Abendessen: Thunfischsalat (aus der Dose, wir haben noch immer keinen Fisch gefangen) mit Roter Bete (frisch gekocht), Zwiebeln, Kapern, etwas Sahne, Mayo, Tomate (schmeckt wie roter Heringssalat). Dazu Pellkartoffeln. Ohne pellen zu müssen. In Bahía gab es winzige neue Kartoffeln, die man mit Schale essen kann. Frühstück: Frisches Brot mit Schinken, Käse, Salami Mittag: Bratkartoffeln (der Rest vom Abend) mit dem restlichen Salat. Grapefruit-/Passionsfrucht-Salat
Meilen: Tagesmeilen 106 , Rest 1.409 sm auf direktem Weg

Tag 8 =>Osterinsel – Wechselhaft

So., 16.Dez.18, Süd-Pazifik, Tag 1659, 14.204 sm von HH
Der Himmel über uns muss gestreift sein. Schmale Streifen blauer Himmel – bedeckter Himmel. Halb-bewölkte Streifen gibt es nicht. Seit zwei Tagen erscheinen vor uns, scharf abgegrenzt, die Wolkenkanten. Alle paar Stunden ändert sich das Bild. Der Wind passt sich dem Streifenmuster an. Letzte Nacht gab es wieder eine windlose Phase von vier Stunden, dümpelige sechs Knoten Wind waren noch übrig. Kurz davor, dass die Segel in der Dünung anfingen zu schlagen. Dann kam erneut Wind. Von jetzt auf eben geht die Windmaschine auf 18 Knoten hoch. Das ist dann feines Segeln für eine kurze Zeit. Glattgezogenes Meer und dadurch viel Speed.
Seit zwölf Stunden weht es jetzt kräftig und eine recht imposante Dünung hat sich aufgebaut und rollt uns entgegen. Die kommt schräg von vorne und nervt schon etwas. Das ist dann nicht mehr ganz so feines Segeln. Wir haben die Fock wieder gerefft, um die Schräglage etwas zu mildern. Das nimmt leider sofort einen Knoten Geschwindigkeit raus. Unter Deck ist es mächtig laut. Einzelne Wellen klatschen scheppernd an den Bug, und fließen gurgelnd rechts und links am Schiff vorbei. Manchmal wird der Bug in die Höhe gehoben und wir fallen donnernd ins nächste Wellental. Das Deck ist jetzt dauer- geflutet. Gischt fliegt übers halbe Schiff. Im Cockpit bleiben wir trocken und wir sind einmal mehr glücklich über unser Mittel-Cockpit. Hoch und trocken thronen wir über dem Geschehen (Bei vielen Schiffen mit achterlichem Cockpit müsste man jetzt schon Gummistiefel anziehen): Jetzt nach acht Tagen mit Wind von vorne, wünschen wir uns langsam, dass der Wind auf Osten dreht. Halber Wind wäre mal was.
Essen: Abendessen: Spaghetti mit Champignon-Sahne-Sauce Frühstück: Frisches Brot aus der Bordbäckerei mit Schinken, Käse, Salami Mittag: Brat-Nudeln (Rest von gestern Abend) mit Ei
Meilen: Tagesmeilen 114 , Rest 1.512 sm auf direktem Weg

Tag 7 => Alles Tutti

Sa., 15.Dez.18, Süd-Pazifik, Tag 1658, 14.090 sm von HH
Um 20:00 Uhr ist die Flaute nach ein paar Stunden verschwunden. Es geht mit der üblichen Windstärke 4 normal weiter. Segelstellung unverändert. Da wir noch immer am Wind segeln, bleiben wir bei Fock und Groß. Um es komfortabel zu halten, reffen wir das Vorsegel bei etwas mehr Wind ein, in den schwächeren Phasen lassen wir das Reff wieder raus. Das war’s. Mehr haben wir nicht zu tun. Essen, Schlafen, Lesen und Wasser gucken. Wir sind sehr zufrieden, wie es läuft.
Wetter: Mal strahlend blauer Himmel, mal dicht bewölkt und noch immer „kalt“.
Essen: Abendessen: Veggie-Tortillas mit Möhre, Gurke, Paprika, Tomate und Zwiebeln und zweierlei Saucen-Dips. Frühstück: Die zweite Hälfte der Schwarzbrot-Packung mit Schinken, Käse, Salami Mittag: Tortillas mit dem restlichen Fijoles Bohnenmus, Tomate und Zwiebeln. Die letzte Mango wird geschlachtet.
Meilen: Tagesmeilen 107 , Rest 1.622 sm auf direktem Weg