Monatsarchive: November 2019

Wahl zum Segler/in des Monats Oktober

Die Wahl zum/r Segler/in des Monats
Oktober ist geprägt von einer großen Bandbreite an sportlichen
Leistungen: Zur Wahl stehen jugendliche Aufsteiger, meisterliche
Liga-Segler, überraschende Weltmeister und ein hartnäckiger
Solo-Segler. Die Publikumswahl ist auf Sail24.com öffentlich vom 18.
bis 25. November.

Jesse Lindstädt/Lisa Rausch (Vize-Weltmeister Nacra15): Die junge Mannschaft aus Hamburg und Kiel hat sich innerhalb kürzester Zeit zu einem internationalen Top-Team im Nacra15 zusammengefunden. Erst seit dieser Saison gemeinsam auf dem Kat unterwegs segelten der 18-jährige Jesse Lindstädt und seine ein Jahr jüngere Vorschoterin Lisa Rausch bei der Weltmeisterschaft vor Marseille auf den zweiten Platz. (Foto: Laurens Morel)

VSaW Berlin (Meister der Segel-Bundesliga): Seit der Gründung der Segel-Bundesliga gehört der VSaW zu den Top-Mannschaften. Der Sprung an die Spitze blieb den Hauptstädtern indes verwehrt. In den vergangenen sechs Jahren waren entweder der DTYC (zwei Titel) oder der NRV Hamburg (vier Titel) zu stark. Diesmal klappte es für den VSaW: Mit den Steuerleuten Jasper Wagner und Tim Elsner im Wechsel segelten die Berliner in einer eigenen Liga. (Foto: Lars Wehrmann)

Morten Bogacki (Mini Transat-Segler): Die Leistung von Morten Bogacki auf der ersten Etappe des Mini Transat ist wohl nur für die wenigsten zu fassen. Mitten auf dem Atlantik versagten dem 33-Jährigen gleich beide Autopiloten den Dienst. In einer unglaublichen Energieleistung schaffte es Bogacki dennoch ins Etappenziel – mit fünf Tagen fast unentwegter Arbeit an der Pinne, fast ohne eine echte Schlafpause. Am Ende war es Rang elf unter 22 Startern. (Foto: Breschi)

Christian Schwörer (Melges32-Weltmeister): Die Melges32 gehören zu einer der am heftigsten umkämpften Klassen in der One-Design-Seesegelszene. Und Schwörer gehört erst seit vier Jahren dazu. Doch schon jetzt ist der Mann vom Bodensee an der Spitze angekommen. Vor Valencia nutzte er mit seiner internationalen Mannschaft die Leichtwindbedingungen und kürte sich zum Weltmeister unter 15 Booten. (Foto: Melges 32 mwl barracuda)

Wahl zum Segler/in des Monats Oktober





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Wanderung zum Wasserfall Fautaua

Mi., 13.Nov.19, Franz.Polyn./Tahiti/Papeete, Tag 1991, 19.044 sm von HH

Was für eine geile Wanderung. Am Ende hapert es nur an ein paar fehlenden Seilen und dem letzten Funken Mut ohne Seil zur Fallkante eines Wasserfalls zu rutschen.

Fautaua Wasserfall – 120 Meter – und am Kopf kann man ein Bad nehmen

Fautaua – Fluss und Wasserfall tragen den gleichen Namen – liegt fünf Kilometer vom Stadtkern entfernt. Da wir keine Lust auf eine öde Stadtwanderung haben, wählen wir die Räder. Natürlich geht es die gesamte Strecke bergauf. Schweißüberströmt erreichen wir das Wasserwerk. Hier hört die Straße auf, ein ebener Feldweg führt am Fluss entlang. Nach einer Stunde geht es in den Wald hinein. Steil, aber über einen gut begehbaren Trampelpfad. Schon von weitem hören wir den Wasserfall rauschen und auf einer Lichtung bekommen wir ihn auch zu sehen. Eingerahmt von senkrechten grünen Wänden.
Durch den dichten Wald geht es mal moderat, mal heftig weiter. Wir plagen uns vorwärts.

 

Tolle Wanderung am der Bergflanke entlang

auf üppigen Dschungel-Pfaden

Da es keine Hinweis-Schilder gibt, laufen wir zunächst an der richten Abzweigung zum Kopf vom Wasserfall vorbei. Als wir am Ufer vom Fautaua stehen, versuchen wir zunächst unseren Weg über die großen Steine am Flussbett zu finden. Falsch gebaute Steinmännchen führen uns in die Irre. Das Ufer ist eine Sackgasse – hier sind wir falsch. Wir kraxeln zurück. Versuchen mal hier, mal dort den richtigen Weg zu finden, immer den Wasserfall im Ohr.

Fautaua

Am Ufer vom Fautaua sind wi falsch – er gibt aber eine schöne Abkühlung

Auf dem Rückweg entdecken wir dann die Stelle für den Abstieg. Au weia. Hier geht es aber steil runter. Zum Glück hat es die letzten Tage nicht geregnet, wir wagen es und lassen uns mit Hilfe von Seilen den Abhang hinunter. Die Frage, wie man wieder hoch kommt, ist später zu klären.

Fast senkrecht

geht es hundert Meter

geht es hundert Meter

zum Wasserfall

runter

Die Belohnung soll ein kühles Bad im glasklaren Fautaua sein und für die Mutigen ein Blick den Wasserfall hinunter. Zwei Becken sind durch eine natürliche Wasserrutsche miteinander verbunden. Darüber wölbt sich der Fels zu einer Art Grotte. Von oben tropfen schmale Kaskaden in die Becken. Ein verwunschener Platz.
Die Seile an der Wasserrutsche sind leider gerissen. Kommt man überhaupt ohne Seil zurück? Oder nur mit üblen Hautabschürfungen? Oder ist man für immer gefangen im letzten Becken vor dem Fall? Wir überlegen und entscheiden uns gegen die Rutsche. Feiglinge! Also begnügen wir uns mit einem Picknick.

Das Becken vor dem freien Fall

Von hier gelangt man in die Becken, aber ohne Seil auch zurück?

Erste Kaskade vor den Becken

Der Rückweg führt die gleiche Strecke zurück. Die Kletterpartie aufwärts an den Seilen entpuppt sich als harmlos. Wurzeln, die als Haltegriffe dienen und das Seil machen es einfacher als befürchtet. Fünfeinhalb Stunden erreichen wir wieder den Eingang und sind froh, dass unsere Räder dort stehen und wir nicht weitere fünf Kilometer laufen müssen. Eine geile Wanderung.

Wanderweg Informationen

1. Man muss sich im Rathaus eine Genehmigung für die Wanderung holen (Kostenpunkt 6 USD/Person/Stand 11/2019). Das geht bereits am Vortag. Das Rathaus öffnet um 8:00 Uhr. Bei Regenwetter wird keine Genehmigung erteilt. Unsere Genehmigung wurde kontrolliert hinter dem Tor vom Wasserwerk. Dort kann man kein Ticket kaufen.

Kontrollstation

2. Von der Innenstadt Papeete bis zum Tor sind es ca. 5 Kilometer relativ öde Strecke durch Wohngebiet. Es gibt auch einen Bus, der am Wasserwerk hält. Welcher Bus dort fährt, kann nur jemand herausbekommen, wer fließend Französisch spricht. Die Touristeninformation ist keine Hilfe dabei.

3. Es gibt einen Wanderweg zum Fuß und einen Weg zum Kopf des Wasserfalls. Zu Beginn sind beide Strecken identisch. Ein leicht zu laufender Wirtschaftsweg führt am Fluss entlang. Nach ca. einer Stunde gabelt sich der Weg. Wer zum Kopf des Wasserfalls möchte, muss links über die Brücke.

Über diese Brücke kommt man zum Kopf des Fautaua Wasserfalls

4. Von jetzt an geht es auf einem gut erkennbaren Pfad bergauf durch den Wald. Nach ca. 1,5 Stunden erreicht man die Reste eines alten Forts. Hinter der Mauer muss man rechts abbiegen.

An dieser Mauer muss man entlang, um zum Abstieg zu kommen

5. Hinter den Mauerresten geht es ca. 100 Meter steil bergab zum Wasserfall. Gespannte Seile und Wurzeln helfen beim Abstieg.

6. In den beiden Tümpeln vor dem Wasserfall kann man baden. Seile helfen, dass man über die natürliche Wasserrutsche wieder zurück kommen kann. Bei uns fehlten die Seile zum Teil oder waren kaputt, so dass wir auf ein Bad verzichtet haben.

Historischer America’s-Cup-Gipfel in Flensburg

America's Cup Hall of Fame 2019: <p>
	Die Aufnahmezeremonie f&uuml;r drei neue Mitglieder fand am 16. Novembeer im Robbe &amp; Berking Yachting Heritage Centre in Flensburg statt</p>

Die internationale America’s-Cup-Familie traf sich zu einem denkwürdigen Abend im Robbe & Berking Yachting Heritage Centre in Flensburg

Die besten Familienboote 2019

Das Comeback nach dem Tiefschlag: Etappen-Bronze für Bogacki

Mini-Transat La Boulangère 2019: <p>
	Morten Bogacki hat sich auf Etappe zwei im 22. Mini-Transat La Boulang&egrave;re seinen Podiumsplatz erk&auml;mpft &ndash; die verdiente Wiedergutmachung f&uuml;r den technischen Tiefschlag im ersten Teilabschnitt</p>

Morten Bogacki hat das zweitbeste deutsche Ergebnis in der Geschichte des Solo-Klassikers geholt: „Wow, das waren 3000 Seemeilen offene See!“

Mini Transat: Erfolgreiches Finale für Bogacki – Platz drei auf der zweiten Etappe

Morten Bogacki hat auf der zweiten Etappe des Mini Transat das Podium gestürmt. Fast exakt 14 Tage nach dem Start vor Gran Canaria erreichte der 33-jährige Solosegler heute um 19.59 Uhr (UTC) Le Marin. Weiterlesen

Gold ist der neue „Standart“

„Eine Mischung aus Schmerz und Vergnügen“

Mini-Transat La Boulangère 2019: <p>
	Ambrogio Beccaria ist der Mann der 22. Auflage des Solo-Klassikers, segelte mit seinem Serienboot nicht nur in beiden Etappen unangefochten zum Sieg, sondern fiel dabei auch gleich noch in die Spitzengruppe der Prototypen ein</p>

Ambrogio Beccaria feiert nach fünf Jahren Vorbereitung seinen Triumph in der Serienwertung, Morten Bogacki kämpft auf den letzten 100 Seemeilen ums Podium

Iskareen-Bordbuch TJV: Die Rache des kleinen Bruders

Das ist wohl die Chance, den großen Bruder für die Sünden in der Vergangenheit büßen zu lassen. Arnt Bruhns zelebriert die Äquator-Taufe mit Genuss. Weiterlesen

Erst Abwracken, jetzt doch Aufbau

Mini-Transat: Francois Jambou siegt bei den Prototypen – Morten Bogacki peilt Podium an!

Wie fühlt man sich nach 2.700 Seemeilen einhand auf einer 6.50 Meter kurzen Boot? Und kann eine Flaute kurz vor dem Ziel das Feld nochmals aufmischen? Es bleibt spannend. Weiterlesen