Monatsarchive: Februar 2018

Ærødynamisch segeln

Aerodynamisch

Svenja Neumann lernt in der dänischen Südsee segeln. Ihr Buch dazu ist zum Niederknien.

Der Beitrag Ærødynamisch segeln erschien zuerst auf Float Magazin.

Volvo Ocean Race: Brunels krasse Fehlentscheidung – Die letzten Meilen der Entscheidung

Bei Brunel möchte man gerade nicht an Bord sein. Die Crew um Bouwe Bekking ist niedergeschlagen und die Anspannung im Video greifbar. Für die anderen dagegen ist das Finale richtig spannend. Weiterlesen

Irrungen und Wirrungen beim German Offshore Award 2018

German Offshore Award 2018: <p>
	Gefangen im Gestern &ndash; Die Verleihung des German Offshore Award 2018 im Kaisersaal des Hamburger Rathauses</p>

Am Freitag wurde bei einem Empfang im Hamburger Rathauses die „beste deutsche Yacht bei internationalen Hochseeregatten“ ausgezeichnet – wirklich?

Großes Meer. Kleines Schiff.

The big blue.

Der kommenden CREW 41 habe ich geschrieben, dass sie nicht so viel Sachen einpacken sollen. Da muss ich mich an dieser Stelle etwas revidieren. Nachts kann es schon mal frisch werden, so dass wir die Luken schliessen.

Mein Freund Rafa ist nicht auf der Leuchtturminsel. Dafür William und der 20 Jahre alte Frank. Er hat sich schon ordentlich eingelebt und kaum sind wir nach unserem Besuch, mit einem Gastgeschenk, einer großen Flasche Rum, streiten sich die Leuchtturmwärter lautstark auf der Terrasse und verschwinden mit hochgeworfenene Arme jeder in seinen Flügel. Ich sitze schmunzelnd an Deck der MARLIN und schaue zu. Wir haben verlegt. Grade mal zwei Bootslängen vom Ufer entfernt sitzt der ROCNA auf 4 Meter und hält die MARLIN an ihrem Platz.

Wie man gesehen hat, ist unser Ernährungsproblem, für die nächsten Tage gelöst. Frank hat uns hier unglaublich schnell und erfolgreich geholfen. Kaum senkt sich die Sonne über dem Zenit, tauchen insgesamt NEUN! riesige Charterkatamarane mit bis zu 70 Fuß, von Cienfuegos auf dem Weg nach Cayo Largo auf. Die reinste Invasion. Eine einzige Crew geht an Land. Ich weiß grade nicht so genau was ich von der schwimmenden Küchenausstellung, so wie Florian die individuellen Kreuzfahrtschiffe nennt, halten soll. Es gibt keinen ersichtlichen Grund, warum wir mehr Recht haben sollten hier zu sein als sie. Fahrtensegler tauchen nicht auf. Es muss sich in den letzten zwei Jahren ein unfassbares Charter-Business in Cienfuegos entwickelt haben. Was machen sie nur mit den ganzen Pappschachteln in der nächsten Hurricansaison?

Der Ausblick über die Insel ist wieder mal gewaltig, aus luftiger Höhe. Gelassen gehe ich die gefühlten 300 Stufen mit hoch. Solange das noch klappt kann ich mich auf jeden Fall noch halbwegs gesund fühlen. Später sitzen wir auf der schönsten Terrasse der Welt und schauen auf den schönsten Horizont der Welt. Leuchtturmwärter müsste man sein. Ob William und Frank das auch so sehen? Wenn Florian nicht am ersten März seinen Rückflug hätte und am dritten März meine neue Crew kommen würde, ich würde glatt hier bleiben. Jeden Tag schaue ich mir noch mal die Fragebogen an, um die Namen zu erinnerlichen. Also. Eine Frau ist dabei: Das ist immer gut. Dann benehmen sich die Männer. Maren. Dann mit gleicher Adresse Rolf. Die Vermutung liegt nahe, dass die beiden die Vorkabine bekommen. Haben dann wieder die gleiche Adresse. Rolf hat die ganze Gruppe als Mitsegler organisiert. Und. Muss auch mal gesagt werden. Einen ordentlichen Gruppenrabatt erfolgreich taktiert. Hat er sehr gut und souverän gemacht. Einen Michael haben wir dabei. Meine Größe, mein Alter. Hmm. Das passt. Der kann das Großsegel hochziehen. Mathias ist Arzt und bringt seine Musiksammlung mit. Oha. Da werden wir wohl öfters mal wieder 80er hören. Geht was kaputt wird Dirk es richten. Er ist Bootsbaumeister. Arne lacht auf seinem sympathischen Foto. Sein Fragebogen ist nicht komplett zu öffnen. Das Überraschungspaket. Alles in allen kann ich mich freuen. Das wird ein voller Erfolg.

Am Nachmittag gibt es den Pez Pero (Hundfisch). Ob der gebellt hat, bevor er in Frank’s Hände geriet? Ich habe nicht gehört. Ich habe auch keine einzige Languste gesehen. Frank: Eine nach der anderen. Alle auf fünf Meter. Die Sache hat sich auch für ihn gelohnt. Einen neuen Langustenharken und eine Brille und einen Schnorchel gab es noch als Dankeschöngeschenk. Insgesamt war es eine WinWin Aktion, denn die Leuchtturmwärter haben keine Beiboot, um zu den Korallenbänken rauszufahren. Und wir habe nicht die Erfahrung um Erfolg beim Fischen zu haben. Florian kommt aus dem Stauen nicht mehr heraus. Er hatte sich bei diesem Törn alles vorgestellt, aber nicht solche grandiosen Erlebnisse. Ich freue mich schon darauf mit meiner neuen CREW 41 hier einen Stop Over einzulegen.

Irgendwie Zauber ich noch einen kleinen Salat zum Fisch und nach der Eiweißbombe, es ist ja Sonntag, fällt der Rest der CREW 40 mal so eben um ins Bett und verschläft den Zenit der Sonne. Was ein Tag.

 

Profilsegel: Neues Rigg-Konzept für den America’s Cup – Cross over für Jedermann-Segler

Team New Zealand und Luna Rossa entwickeln für den America’s Cup ein Flügel-Profil, das auch eine Bedeutung für die Welt des „normalen“ Segelns erlangen soll. Weiterlesen

Festtag für Segelmacher: doppeltes America’s-Cup-Großsegel

Test Soft-Wing-Sail: <p>
	Computersimulation des neuen Soft-Wing-Sails</p>

Cup-Verteidiger Team New Zealand experimentiert mit einer Mischung aus herkömmlichem Tuchsegel und festem Flügel

Unglück: Yacht geht kopfüber – Zwei Tote nach Kielverlust

Der wohl schlimmste Alptraum für Segler ist für eine sechsköpfige Crew real geworden. In der Nacht fiel der Kiel ab und zwei Cremitglieder ertranken. Weiterlesen

Zwei Segler sterben in Australien – wieder ein Kielverlust

Finistere

Bei Fremantle sind am Wochenende zwei Segler gestorben, nachdem ihre Yacht in Winden um 25 Knoten gekentert ist. Dem Unglück war ein Kielverlust vorausgegangen

Versteckspiel auf See: Witt wieder da, AkzoNobel abgetaucht

Volvo Ocean Race 2017/2018: <p>
	F&uuml;r David Witts Team Sun Hung Kai / Scallywag k&ouml;nnte es eine strahlende Ankunft in Auckland werden. Am 20. Tag der sechsten Etappe lag die Mannschaft in F&uuml;hrung</p>

Die Spitzenreiter schenken sich auf Etappe 6 im Kampf um den Auckland-Triumph nichts: Nach dem Auftauchen der „Scallywags“ ist nun AkzoNobel unsichtbar

Angekommen am Leuchtturm

Tuftuf…

Flo, die MARLIN und ich haben Cayo Largo verlassen. Ausklariert. Ziel: Cienfuegos. Hundert Lichter übersetzt. Ein drehendes Licht liegt auf dem Weg. Der russische Leuchtturm auf Cayo Este. Nicht nur ein Leuchtturm. Hier habe ich auch Freunde. Der Leuchtturmwärter Rafael, mit dem ich auch während der letzten zwei Jahre in denen ich Cuba nicht besuchen konnte, immer wieder Kontakt hatte. Männer, die sich mögen auf Cuba, nehmen sich herzlichst in den Arm. Die größtmögliche Zuneigung wir gegenseitig mit der Begrüßung “Hermano” (Bruder) ausgedrückt. Aber bitte mit Abstand, denn die sexuelle Neigung zum gleichen Geschlecht ist in Cuba bei weitem nicht so akzeptiert wie in Europa. Rafa ist einer meiner Hermanos. Ob er da ist, kann ich nicht genau sagen. Die Leuchtturmwärter dürfen kein UKW Funkgerät haben. Sie könnten ja vorbeifahrende Schiffe ansprechen um Cuba zu verlassen. Telefon funktioniert hier draussen nicht. Und das Kurzwellenfunkgerät auf der Insel i st nur für den militärischen Funkbetrieb auf einigen Frequenzen zugelassen, die von Land mitgehört werden. Wir befinden uns in Cuba eben immer noch im letzten Jahrtausend. Fidel lebt.

MARLIN hat uns sicher zum Leuchtturm gebracht. Über 20 Meilen lange die Flachwasserzone zwischen Cayo Largo und dem Leuchtturm muss Johann ran. Auch mal gut. Ein Diesel der nur rastet, der rostet. Bei der Kontrolle des Riggs sind mir dabei heute zwei Rollen am Baumende aufgefallen, die komplett festgebacken sind. Upps. Sieht nach Baustelle aus. Warum ist mir das nicht früher aufgefallen? Ersatz ist an Bord.

Der Anker fällt fünf Bootslängen von Land entfernt auf einem Sandspot, den man bei Mondlicht im Dunkeln deutlich sehen kann. Das Wasser ist kristallklar. Hier rollt die See um die kleine, noch nicht einmal eine Meile lange Insel. Für die nächsten Tage sind leichte südöstliche Wind angesagt. Na dann wird es ja sportlich. Flo und ich packen eine Dosensuppe aus. Kühlschrank und Freezer sind leer. Nach Cuba dürfen Fleisch und frische Lebensmittel nicht importiert werden. Der Proviant der letzten Crew ist aufgebraucht. In Cayo Largo gab es ausser Bier und Wein, ein bisschen Brot, ein paar Kürbisse und mit guten Kontakten etwas Gemüse. Für die nächste Crew müssen wir dringend in Cienfuegos dringend neu verproviantieren. Wenn Rafa da ist gibt es bestimmt Fisch aus der Tiefkühltruhe des Leuchtturms. Notfalls ein paar Conche Schnecken. Verhungern werden wir nicht.

Kaum ist die Suppe verdrückt rappelt es hinter und neben uns. Ankerketten. Die Charterkatamarane aus Cienfuegos kommen. Am Freitag war Crew-Wechsel. Die Charterschiffe sind nun auf dem Weg nach Cayo Largo. Sie fühlen sich sicher, wenn sie ganz nah neben der MARLIN ankern. Kenne ich schon. Ist ja sonst kein Platz hier. Grins. Überhaupt sind ausser den Cat´s keine anderen Schiffe unterwegs, keine Langfahrtsegler. Das hat seinen Grund. Vor ein paar Monaten sind in Cienfuegos einige Dinghys gestohlen worden. Wohl eher um Cuba zu verlassen. Wer weiß das schon. Die Regierung hat das Ankerfeld in Cienfuegos dann geräumt und gesperrt für mehrerer Monate. Das war das Aus für die Blauwasser-Szene. Erst seit wenigen Wochen ist die Anchorage wieder auf. Bis alles wieder normal ist wird sicherlich eine ganze Saison dauern. Schade, vor allen Dingen für die Einheimischen, denn die Segler bringen Devisen und Arbeit ins Land. Ich bin gespannt, wie die Situation in Cienfuegos ist.

Morgen früh lassen wir das Dinghy zu Wasser und pullen mal rüber. Mal schauen was geht. Ausserdem ist Sonntag. Ruhetag. Auf dem Plan steht ein Video zu drehen, dass Eike in Flensburg braucht. Hoffentlich spielt das Wetter mit.

Vorschau: Wie man sieht hat sich alles wieder zum Guten gewendet. Tja.

 

LED-Positionslaternen: zugelassene Modelle auf dem Markt

Test MOB-OceanSignal_RescueMe_EDF1 KAn_KA20170721_435: <p>
	Hier sind zwei Schiffe versteckt: ein Segler (unter Genua), dahinter in Gegenrichtung ein Motorer (Rot und Dampferlicht)</p>

Bei schlechter Sicht ohne Posis unterwegs? Geht gar nicht! Wir haben uns umgesehen, welche zugelassenen Modelle erhältlich sind. Die Übersicht im PDF-Download

BoardPC 4 YOU: LunaPCmini

Was mich bewegt

Wer bei LUNATRONIC Produkte & Beratung anfragt, bekommt inzwischen erst einmal mal folgendes email: „Time is money – Wer kenn dieses Sprichwort nicht? Wir wissen wie es geht und helfen Ihnen seit mehr als 18 Jahren mit unserem Know-How, Produkten und Dienstleistungen. Bei uns ist der Kunde König und das wird auch so bleiben. Leider erleben wir in letzter Zeit immer öfters, dass unser Beratung per e-mail und Telefon ausführlich genutzt wird und ein Angebot angefragt wird. Dann allerdings erfahren wir, daß unsere Angebote als Einkaufsliste genutzt werden, um sich die einzelnen Komponenten möglichst günstig im Internet zu suchen oder Konkurrenten in der Preisgestaltung zu beeinflussen. Dies mag ich nicht üblich und normal sein, wir aber können uns das als kleine Firma nur im begrenzten Rahmen erlauben. Deshalb sind unsere Angebote und Beratung ab sofort mit einer Gebühr von 150 Euro geschützt. Diese Schutzgebühr ist bei Angebotsanfrage fällig. Bei Vergabe des Auftrages an uns, wird dieser Betrag selbst verständlich zu 100% erstattet. Wir halten dieses Vorgehen für absolut loyal. Wenn sie damit einverstanden sind, erstellen wir dazu einen Kostennote  und ein ausführliches Angebot zu ihrer Anfrage. Bitte um ihren Kommentar und bei Einverständnis um die Adressdaten, Email und Mobilnummer.“

Wir haben bei LUNATRONIC natürlich vorab ordentlich diskutiert ob man sich mit so etwas nicht die Kunden vergrault. Wir, weil unser Team inzwischen auf drei Mitarbeiter angewachsen ist, damit unsere Kunden auch bedient werden können, wenn ich nicht in Flensburg bin. Auch für die Installation in Flensburg und Umgebung haben wir zwischenzeitlich Verstärkung bekommen. Alleine schaffe ich das nicht mehr. Was weiterhin Chefsache ist, ist die Kundenberatung. Eine Handvoll Neukunden haben dieses o.g. Mail bereits bekommen und verständnisvoll reagiert. Ich deute das mal so, dass wir auf dem richtigen Weg sind.

Seit kurzem neu bei uns: Der LunaPCmini. Den Standard Mini PC mit WINDOWS 10 PRO gibt es in zwei Ausführungen, 32GB SSD-Festplatte oder 120GB, die beide auf 12 V direkt angeschlossen werden können und lediglich 0,3A im Standbymodus verbrauchen. Lüfterlos versteht sich, denn wir wollen ja keine salzhaltige Seeluft über das Motherboard blasen. Das dies keine Eigenproduktion ist und wir von LUNATRONIC keine Discounter sind, wird dem Interessenten schnell klar werden. Was den Mehrwert ausmacht ist, dass wir den Rechner für den Betrieb an Bord komplett vorinstallieren, so dass er bei Stromausfall einfach neu startet mit Navigation und Anschluss an das bestehende Navigationsequipment (Raymarine, B&G, Simrad etc.), Wetter, e-mail über Kurzwelle und Satellit, WLAN Mastantenne und LTE Mobilfunkanschluß. Probleme lösen wir über Fernwartung. Optional dazu gibt es eine externe Sicherungsfestplatte. Plug&Play! Der LunaPCmini eignet sich hervorragend um als Zweitrechner auch oh ne eigenen Bildschirm im Hintergrund zu arbeiten (dauerhaft oder angeschaltet mit der Navigationselektronik) und zum Beispiel unter OpenCPN alle Schiffsbewegungen aufzuzeichnen und automatische Positionsmeldungen zu versenden. Der LunaPCmini ist die optimale LÖSUNG für alle MACianer, die Paralells mit ihren ständigen kostenpflichtigen Updates leid sind und eine Windowsoberfläche aber immer mal wieder benötigen. Der Desktop des LunaPCmini ist auf jedem Laptop, MacBook, iPhone, iPad, Tablett etc. mit wenigen Schritten über das schiffsinterne WLAN-Netzwerk fernbedienbar aufzurufen und zu bedienen. Der LunaPCmini segelt nun schon seit zwei Jahren auf der MARLIN im Kartentisch mit und macht einfach das was er soll. Strom sparen. Verfügbarkeit auf Anfrage. Mehr Infos gibt es bei lunatronic.net. Demnächst.