Monatsarchive: Februar 2018

Die 21. Neuerscheinung bei millemari.: Ein kritischer Törnführer über den Süden Kroatiens.

Paperback. € 19,95. Jetzt bestellen. Hier

Kroatien. Nicht nur dem Bootsreisenden zauberte dieses Wort den Geschmack  „der einfachen Sommerfreuden am Meer“ auf die Zunge. Auf Sonne und kristallklares Wasser. Auf einfaches Essen vom Grill und niedrige Preise. Auf „einfach Seele baumeln lassen.“

Die Sonne ist immer noch da. Das kristallklare Wasser auch. Mit den niedrigen Preisen ist es nach drei Jahren touristischem Ansturm vielerorts an der kroatischen Küste vorbei. „Man könne bald bloß noch in Istrien und im Norden unterwegs sein“, klagen die einen. Die anderen  schwärmen von der Schönheit der 1.200 vor Kroatien liegenden Inseln. Und nehmen dafür sündteure, doch mangelhafte Marinas, lärmige Ankerplätze, mittelmäßiges Essen stillschweigend einfach in Kauf. Die Inseln seien es wert.

Seit ich im Sommer vergangenen Jahres für zwei YACHT-Reportagen die Küste rauf, die Küste runter reiste, ging mir nicht mehr aus dem Kopf, wie sehr die kroatische Küste ihr Gesicht verändert. Es ging mir, der ich die Küste zum ersten Mal 1998 – nach dem Krieg -besucht hatte –  nicht mehr aus dem Kopf, was ich gesehen hatte: Wie der Tourismus, aber auch Begehrlichkeiten plötzlich die Stimmung an der Küste veränderten. 

Irgendwann im vergangenen Herbst beschloss ich, ein Buch über diese zweimonatigen Erfahrungen zu schreiben. Nicht um den 22 vorhandenen Kroatien-Törnführern einen überflüssigen 23. hinzuzufügen. Erst recht nicht, um dem so verdienstvollen Buch von Karl-Heinz Beständig – das ich auch in der neuesten 31. Auflage sehr schätze – etwas entgegenzusetzen. Ich hatte das Gefühl, dass am Markt etwas fehlt. Etwas anderes. Ein Törnführer der anderen Art, der Skipper nicht vor den Gefahren der See warnt, sondern vor dem, was beim Landgang Frust erzeugt. Ein Törnführer, der sich die Leistungen von Marinas und Restaurants kritisch ansieht. Denn dort, im Hafen beginnt immer noch jeder Törn. Und dort endet er. Und fürs Sightseeing sucht man ihn auch auf.

Deshalb ein Buch:
  • Das kritisch auf Marinas, ihre Gebühren, Preise und Leistungen sowie der Restaurants berichtet
  • das mit den Augen eines erfahrenen Skippers draufschaut, der zum ersten Mal in eine Marina kommt
  • und gleichzeitig zu jeder Kritik auch konkrete ALTERNATIVEN zu überfüllten Marinas, zu mittelmäßigen Restaurants und steigenden Preisen zu bieten.
Das Ergebnis liegt seit gestern aus der Druckerei vor mir:

Paperback. 19,95€.Mehr Infos hier.
Oder: bei AMAZON.
Er ist der erste von drei Bänden über Kroatien. Er hat nur 72 Seiten – aber die haben es in sich. Es gab viele Testleser, die nach der Lektüre sagten: Das wäre Ihnen ein zu kritischer Törnführer. Zu viele frustrierende Tabellen über aktuelle Gebühren. Und die teuersten/die günstigsten Marinas. Kein Wunder. Das Thema ist Kroatiens Süden, in dem sich vieles ballt, weil sich die Region dort am spürbarsten dem Geschäft mit internationalen Chartergästen verschrieben hat.

Jetzt liegt der knallrote Band vor mir. Ich gestehe, ich habe etwas Angst. Ein solches Buch zu schreiben, ist irgendwie, wie ein Kind in die Welt zu setzen. Während es im eigenen Inneren heranwächst, brodelt alles im Kopf. Man macht man sich allerhand Sorgen: Hab ich alles richtig gemacht? War ich kritisch genug? Ist es auch ordentlich geworden? Ist alles richtig daran? 

Jetzt, wo es da ist, ist meine Sorge nicht weniger. Dieses Buch ist so kritisch, dass es nicht jedem gefallen wird. Wir werden damit  „anecken“: Bei manchem kroatischen Marinabetreiber. Bei manchem, der im Moment gutes Geld mit der kroatischen Küste verdient.

Das alles kann ich in Kauf nehmen. Denn: Dieses Buch ist kompromisslos für Skipper geschrieben – egal er ob auf 50 Fuß oder 5 Metern unterwegs ist. Und wenn es nur einen Skipper gibt, der sagt: „Wow, die Tipps für Südkroatien haben mich echt davor bewahrt, irgendwo reinzufallen und mich zu ärgern“: Dann haben sich auch meine Sorgen gelohnt.

Entscheiden Sie also selbst.

Und wenn Sie’s lesen wollen: Tun Sie’s auf alle Fälle vor Ihrem nächsten Kroatien-Törn.


PS: Der MARINA REPORT KROATIEN MITTE wird Ende März 2018 erscheinen. Der MARINA REPORT KROATIEN NORD im April 2018.






SV Celebrate – Nordwest Passage – 2017

NORD WEST PASSAGE – TEIL # 4

SV Dana – Adriana + Wouter Kool NED

POCKETCRUISER – PACIFIC SEACRAFT DANA 24 IN THE MED


14 Minutes of dreaming about sailing in the beautiful waters around Italy

Logistik unterwegs

BESCHAFFUNG VERSORGUNG WIRD KOMPLIZIERT


Sind saubere Socken und ein frisches Hemd im Kleiderschrank? Haben wir Shampoo, Kartoffeln und Exoten Früchte im Haus? Oder ist irgend etwas ausgegangen? Kein Problem! Ein Klick, ein Schrei und der UPS Mann fliegt vorbei, klingelt devot an Vorder- oder Hintertür und liefert gegen Krickelkrakel jede Ware hübsch verpackt im Plastiksack.

Logistik unterwegs

Legal, illegal, scheißegal

Fr., 23.02.2018, Panama/Shelter Bay, Tag 1364, 12.404 sm von HH

Letzte Woche hat Panama für Yachties die Einreiseregeln geändert. Das ‚Yatista‘ Visum wurde abgeschafft. Gut für Neuankömmlinge, wir haben vor drei Monaten noch 200 USD dafür bezahlt.
Das Visum war ein Jahr gültig, musste jedoch alle drei Monate verlängert werden.

Ab sofort gibt es nur noch ein Touristen-Visum, von Anfang an sechs Monate gültig.
Das Pech will es, dass wir das ‚Yatista‘ Visum im Pass kleben haben. Gültig bis 29. Februar 2018. Das ist an sich schon Quatsch, da dieses Jahr der Februar 28 Tage hat. Das ist bei der Einreise niemandem aufgefallen.

Brav und deutsch wie wir sind, möchten wir unseren Aufenthalt legalisieren.
Mit dem Shopping-Bus düsen wir nach Colon. Eben noch in ein Taxi gesprungen und schon stehen wir vor dem Büro der Immigration. Wir sehen gut aus und befolgen den vorgeschriebenen Dress-Code: keine kurzen Hosen, dafür Hemdpflicht bei Männern, keine Flip-Flops und keine Spaghetti-Träger bei Frauen.

Die nette Zwei-Sterne-Offizierin, die sich sofort um uns kümmert, ist hilflos. „Wir haben neue Regeln.“ „Jupp, wissen wir, deswegen sind wir hier.“ Sie überlegt, läuft mit unseren Pässen von einem Kollegen zum anderen. Viel Palaver und viel Schulterzucken können wir erkennen. Die kollektive Ratlosigkeit ist förmlich greifbar.
Strahlend kommt sie wieder. Wir bräuchten gar nichts machen. Neben dem lästigen Visum, hätten wir ja noch den normalen Einreisestempel vom 29. November, also Ende Mai müssen wir raus.
Das Leben könnte so schön sein. Aber Achim (@@§%&§@) lässt nicht locker und zeigt auf den 29. Februar.
Die Kleine läuft wieder weg. Diesmal zur Vier-Sterne-Chefin.
Bedauernd kommt sie wieder. Alles falsch, was sie eben gesagt hat, wir müssen nach Panama City. Hier können sie uns nicht helfen. Alles betteln und flehen, nützt nichts.
Ab nach Panama City.

Eine ätzende Busfahrt von 2,5 Stunden später und einer weiteren Taxifahrt durch das Dauerstau gestresste Panama City, stehen wir vor der großen Immigrations-Behörde.
An einer Art Tresen ist man uns sofort behilflich. Der Ein-Stern-Mann läuft mit uns durch Gänge, klopft an Türen und fragt Kollegen auf dem Gang, um uns schließlich vor einer Tür zu parken: „Hier seid ihr richtig, aber der Beamte, der euch helfen kann, ist gerade zum Mittagessen.“

Wir warten. Aber nur kurz. Die Hinweis-Schilder an der Tür kommen uns spanisch vor. Wir übersetzen ‚Abholung‘ und wähnen uns falsch an diesem Ort.
Eigenmächtig verlassen wir unseren Warteplatz und versuchen am Eingang beim Pförtner unser Glück. Der hat keinen Plan, was wir wollen, hält aber eine süße Zwei-Sterne-Offizierin an.
Noch mehr Gänge, noch mehr Türen. Sie verschwindet hinter einer Tür. Wieder warten. „Nein, wir sind falsch hier“, kommt sie zurück. Gemeinsam geht es nun in das Erdgeschoß.

Ein Lichtblick in Form eines Drei-Sterne-Typs, der etwas englisch spricht. Er nimmt unsere Pässe, wir warten. Strahlend kommt er wieder, wir bräuchten gar nichts machen.
Achim kann es nicht lassen und zeigt wieder auf den 29. Februar. „Ach das“, die drei Sterne freuen sich, „das heißt doch 29.12.18“.
Heißt es nicht, was er als ‚eins‘ interpretiert, ist ein Trennstrich. Mann, kauf Dir eine Brille.
Aber jetzt gibt auch Achim auf.

Außer Spesen, nichts gewesen. Auf umgekehrten Weg geht es zur Marina zurück, außer dass der Nachmittags-Shopping-Bus natürlich weg ist. Zehn Stunden unterwegs für genau gar nichts.
Achim findet, wir haben alles menschenmögliche unternommen, um legal in Panama zu sein. Ich finde die ‚Idee‘ von dem drei-Sterne-Mann gut und bin für Urkundenfälschung.
Vor dem Trennstrich ist genug Platz, um eine ‚eins‘ davor zu malen.
Die Strafen für illegalen Aufenthalt betragen einhundert USD pro Monat, pro Person. Mit zwei kleinen Strichen wäre das aus der Welt. Die Crew diskutiert noch. ;-)

Unser Visum für Panama

Unser Visum für Panama

SV Rio – Andreas Müller GER

RAYMARINE PINNENPILOT – PREISWERT REPARIERT


Lieber Peter, Deine Windpilotanlage hat nun schon viele Jahre Dienst auf meine “ RIO“ geleistet. Ich kann mir ein Segeln ohne sie kaum noch vorstellen, zumal ich ja meistens einhand unterwegs bin.

Raymarine

Wasserbombe

Kleine Fortschritte

Auch Mitsegler Dietmar ist mit dem Flieger von Cayo Largo nach Havanna abgedüst. Nicht ohne noch seine Hand anzulegen und ein paar Punkte auf der ToDo Liste der MARLIN abzuarbeiten. Eine neue neue Schuko-Steckdoselleiste ziert den Motorraum, die Heizungen sind wieder befestigt, die Madenschrauben der Bodenbretter wieder gängig. Florian hat nicht nur den Bordrechner mit Bordmitteln ohne Internet wieder zum Leben gebracht, sondern auch zwei Kontrollampen am Schaltpanel wieder ins öffentliche Leben integriert. Ein Wackelkontakt an der LAN Verkabelung der LunaWLANnet ist gefunden und gefixt und die UUPlus Software läuft stabil in der ONSATMail Version auf dem Bordrechner. Jep. Die beiden HGK Mitsegler waren von ihrer Motivation und Fähigkeiten eine echt positive Erfahrung für mich. Es hat sich wirklich gelohnt sie mitzunehmen. Danke noch mal an dieser Stelle.

So blieb nicht viel Zeit am Mittwoch noch den 11er Kite in den blauen Himmel zu ziehen. Morgens bläst es im Moment mit 25 Knoten Wind. Mittags schläft der Wind dann ein. Am Nachmittag ist eigentlich nichts mehr da und Nachts um 22 Uhr geht es dann wieder los mit 20 Knoten. Dies regelmäßig seit ein paar Tagen. Tendenz zum Wochenende abnehmend, was mir für die anstehende Überfahrt nach Cienfuegos ganz Recht kommt. Es ist mehr ein psychologischer Moment, um den es hier am Sirena Beach geht. 2016 habe ich mir hier die Schulter gebrochen und zwei Jahre gebraucht um diese nun wieder gebrauchen zu können. Mein letzter Kite Lehrer Nik hat mir gesagt, dass ich so perfekt sei, dass ich nun alleine auf’s Wasser muss um den Kick aufs Brett zu bekommen. Recht hat er. Die Durchführung der Sicherheitsregeln habe ich mir zwischenzeitlich verinnertlicht. Der Start des 11er Kites ist unproblematisch, der Wind viel zu wenig, aber da ich diesen noch nie am Himmel hatte, ist es ganz gut eine Trainingsstunde einzulegen. Die Erinnerung an meinen Unfall schwindet gegen das Vertrauen in mich selbst. Flo hat sie das 2qm Kite Kissen zum Üben mitgenommen, dass auch bei wenig Wind, immer schnell geflogen, Spass und Routine bringt. Wir haben beide Spass in den Backen ohne Ende.

“Jetzt spinnt der Skipper total. Ich glaub es ja nicht.“ Dietmar steht im Cockpit und zeigt Flo ein Vögelchen. Ich habe einen Latex Handschuh mit Wasser gefüllt und Dietmar diesen an Takelgarn im Salon aufhängen lassen. Das prall gefüllte Kunstobjekt hat Sinn und Tradition. Zum internationalen Einklarieren muss man in Cayo Largo in die Marina. Wir an den großen Steg. Keine 10 Meter vom Schiff wird der internationale Müll gesammelt. Innerhalb zwei Stunden haben wir vierzig neue Mitbewohner an Bord. Kleine, freche Fliegen. Ich versuche es zuerst mit der Fliegenklatsche. Es folgt der Staubsauger. Ich drohe mit Ausräuchern. Nichts hilft. „Vor dem mit Wasser gefüllten Latex Handschuh haben die Fliegen Angst!“, erkläre ich Dietmar und Flo. „Die ziehen jetzt aus. Alte Technik von den Kapverden.“ Die beiden schauen ungläubig. Sechs Stunden später sind fast alle Fliegen weg.

Heute sind wir früher unterwegs. Etwas abenteuerlich starten Flo und ich den Kit an einem kleinen Strand etwas abseits vom Geschehen. Es dauert ordentlich bis dann doch eine Wolke mit etwas mehr Wind für eine halbe Stunde kommt und wieder mal stehe ich mehrmals für einige Meter auf dem Brett. Wieder einen kleinen Schritt nach vorn. Dann habe ich genug Wasser durch die Nase bekommen. Schnauze voll, buchstäblich. Morgen gerne wieder. Flo nimmt den für ihn doch recht großen 14er an das Trapez und übt Kite Kontrolle. Zur Sicherheit binde ich sein Trapez einfach ans geankerte Dinghy an. Gute Idee. So bleibt er an der richtigen Stelle und fliegt mir nicht in den Himmel. Heute ist früh Bett angesagt. Morgen gibt es bestimmt ordentlich Muskelkater.

 

Rookies beim Helga-Cup

Wie das Team des DSV sich auf den Helga-Cup vorbereitet.

Der Beitrag Rookies beim Helga-Cup erschien zuerst auf Float Magazin.

Ab in die Karibik

Oder auch: Die kleine Welt der Segler

Gestern Abend waren wir auf einem Vortrag hier am Niederrhein. Davon erfahren hatten wir vor ein paar Wochen zufällig bei Facebook. Da stand im Titelbild zur Veranstaltung: „UNTIE THE LINES – Mein Traum vom Leben mit dem Meer“
Viel zu überlegen gab es da nicht. Wenn Nike hier bei uns um die Ecke einen Vortrag hält, gehen wir natürlich hin!
Die meisten von euch werden Nike Steiger und ihr Segelboot KARL wahrscheinlich kennen. Falls nicht, dann schaut mal hier vorbei: White Spot Pirates

Sabrina und ich haben Nikes Abenteuer von Anfang an verfolgt. Ich kann mich zwar nicht mehr genau daran erinnern, wie wir auf sie aufmerksam wurden, aber ich weiß noch genau, dass da nur dieses eine, allererste Video auf ihrem Youtube Kanal war. Ein Trailer, in dem sie erzählt hat, dass sie ein Boot in Panama gekauft hat und nun eine Doku-Serie über ihre zukünftige Reise machen will. Mich hat damals zum einen natürlich die Idee fasziniert und ich war zum anderen vom Filmstil begeistert, weil er sich deutlich von dem abhebt, was man sonst so bei Youtube findet.
In diesem ersten Video sagt Nike: „Es gibt keinen festen Plan. Diese Reise kann 3 Monate oder 3 Jahre dauern.“
5 Jahre, 182 Videos und einen Dokumentarfilm später ist Nike immer noch unterwegs! Was in dieser Zeit alles passiert ist, lässt sich mit ein paar wenigen Sätzen kaum beschreiben. Achterbahnfahrt trifft es vielleicht am ehesten. Reparaturen, Einhandsegeln, das abwechslungsreiche Leben an Bord, schweres Wetter, Traumbuchten, Seemeilen und eine Lernkurve nach oben wie man sie selten sieht. Bei all dem was Nike erlebt hat, hätten die meisten Menschen längst das Handtuch geworfen. Nike lebt ihren Traum und sie kämpft dafür. Und sie lässt uns alle ein Stück weit daran teilhaben.

Gestern Abend hat Nike uns mit einem wunderbaren Vortrag am Lohheider See an ihren Abenteuern teilhaben lassen. Ein bisschen Karibikfeeling im Winter. Ehrlich, sympathisch, sehr unterhaltsam.

Und dann gab es noch ein paar Zufälle, die schon fast zu viel des Guten sind. Gefühlt die Hälfte aller Besucher kannten sich. Und wenn man sich nicht direkt kannte, dann über Ecken.
Es begann bereits, bevor wie im Saal waren. Da kam uns Edgar entgegen, den wir auf der Boot Düsseldorf kennengelernt haben. Marcel und sein Cousin Thomas waren auch da. Marcel hatte vor etwa 3 Jahren einen Vortrag von Guido Dwersteg organisiert. Er und Thomas waren es auch, die mich während der letzten Meilen mit Eos mit ihren eigenen Booten auf dem Rhein begleitet haben.
Dann war da noch ein Thomas, den wir ebenfalls kannten und einige weitere nette Menschen, die alle irgendwie vernetzt waren.
Daniel zum Beispiel, mit dem ich mich länger unterhalten hatte. Erst kurz vor der Verabschiedung habe ich bemerkt, dass wir bereits länger virtuell vernetzt sind.
Eine weitere ungewöhnliche Begegnung kam mit etwas Verspätung an. Erinnert ihr euch an den Song „Der Wind“ aus unserem ersten Film? Diesen Song hat Selassikai damals dazugesteuert. Selassikai kennen wir bereits einige Jahre. Ich habe das Video zu seinem Lied gemacht, er hat mir eine besondere Version eines seiner Lieder mit auf die Reise gegeben. Persönlich getroffen haben wir uns allerdings bisher noch nie. Das er ebenfalls die Abenteuer von Nike verfolgt, wusste ich nicht. Umso größer war die Freude, als wir dann gestern Abend zusammen dem Vortrag gelauscht haben.

Die Welt der Segler ist also wirklich erstaunlich klein. Oder war es nur Zufall? Ich weiß es nicht. Dieser Abend mit Nike war jedenfalls ein wirklich sehr schöner.

Mit float zur Boot Tulln

Die Kleine ist nicht kleinzukriegen

Die kleine Varianta 18 erfreut sich stetiger Beliebtheit.

Der Beitrag Die Kleine ist nicht kleinzukriegen erschien zuerst auf Float Magazin.

Im Land der tausend Möglichkeiten

Inside Cuba. Inside me.

Stefanie reist morgen früh ab. Ihr Flug nach Havanna ist bestätigt. Mit im Gepäck hat sie dutzende kleine Gefühlserfahrungen, die eben auch mit Segeln zu tun haben. Aus leben und leben lassen, wird segeln und segeln lassen. Die MARLIN ist groß und komplex, Mitsegler sind Menschen und Menschen sind unberechenbar. Segel-Philosophische Ansätze sind ja immer sehr subjektiv. Stefanie wollte es wissen, ob sie sich mit der Aufgabe Skipper anfreunden kann. Die Antwort wird sie sich wohl selbst nach ein paar Tagen der Besinnung geben. Jan und ich wissen wie komplex dieser Job ist in all seinen Nuancen. Also sind wir weiterhin auf der Suche nach dem dritten Skipper im MARLIN Team.

Auf der MARLIN heißt es Energiemanagment. Ist dies negativ, reicht Wind und Sonne nicht aus um unseren Energiebedarf zu decken, zum Beispiel um Wasser zum Trinken und zum Leben zu erzeugen, dann muss Erika ran und den notwendigen Strom erzeugen. Das Erika launisch ist und doch schon ein recht hohes Alter, verglichen mit der Fahrleistung eines Autos um die 200.000km, erreicht hat, ist weitestgehend bekannt in meinem Lebensblog. Im Moment ist sie lieb und zuverlässig, der nächste Stop aber rückt mit jeder Stunde Lifetime näher ran. Deshalb werde ich wohl morgen mal eine Inspektion machen. Gleiches folgt an mir selbst. Zielerreichung prüfen und Kurskorrektur. Auf direktem Wege kann auch ich mein Ziel auch nicht erreichen. Ein zwei Schläge sind in den nächsten Monaten notwendig und die Position der Schläge hängt wie meist auf dem Kutter: Vom Wind ab.