Monatsarchive: Februar 2018

Folge 6 – O-Töne der Experten

 Im Dänischen Nationalarchiv
Heute gibt es einen kleinen Einblick in die Dreharbeiten zu „Salz & Erde“. Zweimal aus Kopenhagen. Denn dort hatte ich im letzten Jahr bereits drei Drehtage verbracht. Zunächst ein Auschnitt aus dem Interview mit Esben Jessen, dem Skipper des Wikingerschiffsnachbaus „Ottar“. Mehr Experte geht nicht. Esben ist schon einige Male mit der Ottar über die Nordsee gefahren und hat dabei häufig nur mit den Navigationsmitteln der Wikinger gearbeitet. In dem fast zweistündigen Interview gibt er mir eine derartige Fülle an wertvollen Informationen, das es ein paar Tage dauert diese alle zu verstehen. Von der Anwendung ganz zu schweigen. In diesem Ausschnitt erzählt Esben über die Sonne als wichtigstes Hilfsmittel zur Navigation der Wikinger und die Hinweise in den Sagas darauf, die aber alles andere als eindeutig sind. 
 
 Esben Jessen im Interview

Der zweite Ausschnitt zeigt den Archivar und Experten Michael Gelting im Dänischen Nationalarchiv. Er präsentierte mir das Manuskript aus dem 13. Jhdt. und gab mir eine Fülle von Erklärungen dazu. Das Buch ist voller Geheimnisse und trotz seiner umfangreichen Antworten blieben viele Fragen offen. Seine Attitüde und sein Vortrag passten ganz hervorragend zu dem Thema und ich hätte ihn nicht besser casten können. Seine Wissen war schier unerschöpflich und auch hier muss ich mich durch 60 Minuten Interview wühlen um die wirklich spannenden Stellen zu finden. Ich drehe ja einen Abenteuer/Doku Film und keine wissenschaftliche Abhandlung. 
 Michael Gelting im Interview

Drohne per Boots-Display fliegen

Raymarine lässt TV-Drohnen über die Bord-Elektronik steuern.

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Unsere Vorträge auf der AUSTRIAN BOATSHOW in Tulln, 1.3.-4.3.2018

Die AUSTRIAN BOATSHOW in Tulln bei Wien mag keine große Messe sein – aber während die Düsseldorfer BOOT vom Publikum eher Nord- und Ostsee-Interessierte anspricht, ist die AUSTRIAN BOATSHOW eine reine Mittelmeer-Messe. Fast 50.000 Menschen werden in 4 Tagen dorthin kommen. Ich bin gespannt, weil wir dort die vier Tage mit Stand sein werden und der Veranstalter so angetan von unseren Themen war, dass Susanne Guidera und ich fast an jedem Tag zwei Vorträge halten. Ich freue mich also auf Tulln – und auf die Zuhörer, die sich im Konferenzzentrum für unsere Mittelmeer-Themen interessieren:

1. Wetterextreme. 
Segeln in Starkwind, Gewitter & Sturm.

Link zum Buch: Hier!
Ein Foto und seine Geschichte: In meinem 45-minütigen Vortrag erzähle ich nicht nur die Geschichte jenes legendären Fotos von Bodo Müller, in dem er den Moment einfing, als ein kanadischer Segler im Sturm sein Yacht verlor. Sondern stelle neben anderen Sturmgeschichten auch die markantesten Windphänomene des Mittelmeeres aus unserem Buch STURM vor.
Termine:
Donnerstag, 1. März 2018: 12.00-12.45 Uhr
Samstag, 3. März 2018:      12.00-12.45 Uhr
Sonntag, 4. März 2018:       15.00-15.45 Uhr 
2. MARINA REPORT KROATIEN 2018 – 
Wo man hingeht. Wo besser nicht.

Mehr erfahren und bestellen: Hier
Oder bei AMAZON.
Er klingt ja schon motzig, der Untertitel, den wir unserem vor zwei Tagen erschienenen MARINA REPORT KROATIEN SÜD und seinen beiden Folgebänden verpasst haben. Tatsächlich geht es genau darum: Jeden Skipper – egal ob er auf 5 Meter oder 50 Fuß unterwegs ist – vor dem jährlich heftiger spürbaren Verdruss in kroatischen Marinas zu bewahren. Neben Hinweisen zu den neuen Bestimmungen bei Aufenthaltsgebühr und Permit gibts vor allem Hinweise auf offensichtliche, aber auch verdeckte Preis- und sonstige Fallen rund um die kroatischen Marinas – von A wie ACI bis T wie Trogir.
Termine:
Donnerstag, 1. März 2018: 15.00-15.45 Uhr 
Freitag, 2. März 2018:      15.00-15.45 Uhr
Sonntag, 4. März 2018:       12.00-12.45 Uhr 

3. Ein Sommer lang Sizilien

Mehr erfahren: Hier!
Nach so viel harter Kost einfach was Schönes: Jede Menge schöner Fotos von einem Sommer, der mich rund um Sizilien und die umgebenden Inseln Malta, Äolische und Ägadische Inseln führte. Und von den Tugenden eines Seemanns, von sizilianischen Meisterköchen oder der faszinierenden Art der Sizilianer, einen harmlosen Vereinsabend in ein großes, chaotisch-lärmendes Gesamtkunstwerk zu verwandeln.
Termine:
Samstag, 3. März 2018: 15.00-15.45 Uhr 
3. Einhand durchs Mittelmeer.
Mehr erfahren? Und reinlesen in die Leseprobe: Hier!
Eigentlich wird mein neues Buch ja erst in fünf Wochen, am 10. April erscheinen. Es erzählt davon, was passiert, wenn man sich vier Jahre lang acht Monate im Mittelmeer herumtreibt. Von namenlosen Insel tief in der Türkei bis zu den großen Inseln wie Sizilien und Mallorca weit im Westen segelt – und auf jeder der 35 Inseln ein Stück unserer ureigenen Geschichte entdeckt – von der Steinzeit bis in die Jetzt-Zeit. Wer schon mal reinlesen will – der Verlag hat vor wenigen Tagen eine Leseprobe eingestellt: Hier! 
Ein bisschen werde ich Vortrag über dieses Buches erzählen – aber vor allem darüber, wie es ist einhand im Mittelmeer zu segeln.
Termin:
Freitag, 2. März 2018: 12.00-12.45 Uhr 

4. Gewittersegeln
Susanne Guidera stellt unser gemeinsames Projekt GEWIITERSEGELN vor – und vermittelt, was es über Gewitter an Wahrheiten, Halbwahrheiten und Überraschungen zu wissen gibt.
Termin:
Freitag, 2. März 2018: 13.00-13.45 Uhr 

5. Zwischen Pasta und Prosecco
Die Marinas in Friaul und Julisch-Venetien
Susanne Guidera – vom Pass her Italienerin, von der Abstammung Sizilianerin und vom Liegeplatz Friulanerin – stellt ihr aktuelles italienisches Lieblingsrevier vor. Und bietet eine Liegeplatz-Beratung aus allererster Hand.
Termin:
Sonntag, 4. März 2018: 13.00-13.45 Uhr 

Eine Glühbirne wechseln, kann doch nicht so schwer sein

Di., 27.02.2018, Panama/Shelter Bay, Tag 1368, 12.404 sm von HH

„Wie viele Ostfriesen braucht man, um eine Glühbirne zu wechseln“, ist bekannt.
Wie lange braucht ein Skipper, um eine Glühbirne zu wechseln – zwei Tage.

Die Tücke liegt im Detail. Genauer gesagt in der Halterung für unser neues Topplicht. Die alte Halterungs-Platte passt nicht zur neuen Lampe. Also muss eine neue Platte her.
Zufällig lagen neulich auf dem Marina-jeder-legt-seinen-Müll-drauf-und-andere-nehmen-den-Müll-dann-mit-Tisch einige Edelstahlhalterungen. Ich war schon etwas sauer, weil Achim ganz stolz mit diesem ‚Müll‘ nach Hause kam: „Edelstahl kann man immer brauchen.“
Dass es sich so schnell bewahrheitet…

Die Marina hat eine kleine „Werkstatt“ in der wir Segler arbeiten dürfen. Soweit, so nett. Leider gibt es dort nur die lustigen 110 Volt-Anschlüsse, die unserer Bohrmaschine nur ein müdes Kurbeln entlocken. Aber Achim muss nicht auf dem Boden hocken und arbeiten.
Mühsam fiedelt er mit der Metallsäge eine Platte aus seinem Edelstahl-„Müll“. Löcher bohren, Gewinde schneiden und Kanten brechen.

Dann die Endmontage. Denkste! Passt natürlich nicht ganz, Mast hoch, Mast runter.
„Das blaue Kabel ist fürs Ankerlicht“, präsentiert mit Achim seine Eselsbrücke, „weil man dann saufen darf.“ Man, man, man, acht Wochen Dauerreparatur hinterlassen Spuren.

Eine neue Edelstahlplatte

Eine neue Edelstahlplatte

als Lampenhalterung

als Lampenhalterung

 

Ich kann es verstehen. Überall lauern Schikanen.
Der Einbau der neuen Batterie-Wächter ist auch so ein Fall. Anstatt anständige Rechtecke zu bauen, kommen die Teile achteckig. Was für eine Boshaftigkeit. Viele Flüche später und nach dem Einsatz aller, sich an Bord befindlichen, Werkzeuge ist es vollbracht. Wieder ein Tag weg.

Aus 4eckig wird 8eckig in Alu

Aus 4eckig wird 8eckig in Alu

Am Ende sieht es dann gut aus

Am Ende sieht es dann gut aus

 

Wie ist der Stand der Dinge? Gut! Nicht nur arbeitstechnisch geht es voran, wir sprechen sogar noch miteinander.
Aus Deutschland ist unsere zweite Lieferung wohlbehalten angekommen. Wir hatten super freundliche Helfer (danke noch einmal ins Erdgeschoss und in die 5.Etage), die aus sieben Einzellieferungen ein Paket geschnürt haben. Nicht auszudenken, wir hätten sieben Pakete verfolgen müssen.

Bislang konnte Achim noch für alles eine Lösung finden. :-) Das Chaos ist zum Teil furchtbar. Dann gibt es noch nicht mal einen Platz für mich und meinen Laptop. Sägespäne, Metallspäne, Staub, Unordnung und Durcheinander. Dazwischen muss gekocht und gebacken werden. Ich wische um das Wirrwar aus Kabeln und Kartons drum herum und versuche ein normales Leben aufrecht zu erhalten.
Der Schimmel ist wieder verschwunden. 70 Grad Luftfeuchtigkeit, kein Regen und ein steiger Wind geben ein gutes Arbeitsklima.

Interview

Another day in Paradiese

Nachdem die Charterkatamarane durch sind, haben wir Cayo Este wieder mit den Leuchtturmwärtern für uns alleine. Wir bringen nochmal ungewollte Bestände aus der Bordbar an Land, müssen aber merken, dass William da nicht so haushaltet, sondern eher brutal vernichtet. Hmm. Er war dann nicht mehr gesehen. Da müssen wir demnächst mal kleinere Mengen abfüllen oder besser auf Schokolade oder Kekse als Gastgeschenk ausweichen.

“Hast Du schon mal drüber nachgedacht nach Cuba zu immigrieren?“, frag mich der junge Leuchtturmwärter Frank. Ich schaue ihn an. Nee. Der lacht nicht. Der junge Cubaner meint das wirklich ernst. „Du würdest doch prima hierher passen!“ Ich glaub ich fall vom Glauben ab. „Ne Frank. Darüber habe ich noch nie nachgedacht.“, grinse ich ihn an. Eigentlich wollen doch alle Cubaner raus aus dem Land, warum sollte ich rein wollen. In dem Moment, wo mir das durch den Kopf geht, bemerke ich, dass Frank Cuba nicht verlassen will. Er ist hier glücklich und zufrieden mit sich selbst und seiner Welt. Ich muss an einen Fisher denken, den ich vor zwei Jahren in den nördlichen Cayos kennengelernt habe, der zwei Jahre in Miami war und zurück gekommen war, weil er in der westlichen Konsumwelt nicht klargekommen ist. Aber ich? Cubaner? Lustige Vorstellung.

Florian bekommt heute eine besondere Aufgabe. Die Seilrollen am Baumende wechselt er meisterhaft aus. Hätte ich nicht so schnell und problemlos hinbekommen. Die habe ich aus Alu mit Messingbuchse herstellen lassen. Hat sich als schlechte Idee herausgestellt. Die sind eine feste Verbindung mit dem Baum eingegangen. Vor allen Dingen wenn sie nicht regelmässig mit Frischwasser gespült werden. Hat keiner gesehen und die Reffleinen leiden natürlich ernsthaft. Wieder nen Punkt auf der ToDo Liste. Doch Florian hat noch eine besondere Aufgabe. Die Leuchtturmwärter haben doch ein UKW Funkgerät bekommen. Irgendwoher. Uralt. Aber funzt. Vier fest eingestellte Kanäle. Die selbstgebaute Dipol Antenne ist nun wirklich nicht so dolle. Frank behauptet aber fest, dass er bis nach Cienfuegos funken konnte. Wir schauen uns das Koaxkabel an und spendieren dem kubanischen Staat ein 10 Meter Aircell 5. Florian installiert das Kabel. Jetzt sollte es wieder klappen. Der Leuchtturm sollte j etzt auf Kanal 16 erreichbar sein. Wenn jemand das Gerät angeschaltet hat.

Mich trifft es heute ganz anders. Eike in der MARLIN Bodenstation Flensburg hat von Beginn seiner Zeit an die Aufgabe einen kurzen Imagefilm für die MARLIN aus bestehendem Material zusammenzuschneiden. Der rote Faden soll eine Interview mit mir sein. Das Thema habe ich heute denn mal angegangen mit wechselndem Erfolg. Bei dem Wind und dem Lichtverhältnissen hat sich der geplante Filmstandort auf der Terrasse des Leuchtturms als ungeeignet herausgestellt. Auch William findet das nicht so gut, weil der Leuchtturm, nimmt man es genau, militärisches Sperrgebiet ist und wir uns ja eh eigentlich illegal hier aufhalten. Da kann man kein Video drehen, was später veröffentlicht werden soll. Ich lande also in Lee des nördlichen Strandes in den Steinen, weil dort nicht so viel Wind ist. Dafür plätschert das Wasser unheimlich laut und wie sich später herausstellt, ist die Sony doch nicht mehr so up2date und macht grade mal HDTV und nicht wie von Eike gefordert FullHD. Ende de r Geschichte: SONY PJ810E sucht einen neuen Eigentümer. Schwerbewaffnet mit der Canon 6D sitze ich am Abend im Süden der Insel zwischen den Steinen und versuche mein Glück mit Leuchtturm und MARLIN im Hintergrund. Das 20 Minuten Ergebnis ist zwar schon mal brauchbar, aber zufrieden bin ich so gar nicht, auch nicht von dem was ich da so von mir gebe. Und Unscharf! Oha! Das wird ne schwere Geburt. Sehe ich jetzt schon. Mein Sohn Julian, wäre jetzt genau der Richtige, der mich ins rechte Licht setzen könnte. Aber der ist: Nicht hier!

Der Abend endet, war nicht anders zu erwarten, mit einem Glas Rotwein und lobster fried rice. Is jetzt mal nicht soooo schlecht, wenn parallel per e-mail der aktueller Wetterbericht aus Deutschland kommt und Florian mich beim Backgammon gewinnen lässt. Da fällt mir ein: Ein Kunde fragt, wie man TV auf dem Schiff empfangen kann. Braucht man das?

 

SV Olgalou – Vassilingalou – Papeete

6300 UKULELEN + INGA + VASSIL = 6302 = WELTREKORD

„…Tera mai, te tiare. Tera mai te mairie…Tera mai te hei Tahiti….“

Hallo Peter,
Hallo an alle, die beim Ukulelen Weltrekord in Tahiti mitgefiebert haben (oder auch nicht ;-)

Die Vorgeschichte:
2014 hat England den Ukulelen Weltrekord mit 2370 gleichzeitig gespielten Ukulelen aufgestellt.
2015 hat Tahiti den Weltrekord mit 4792 Ukulelen gewonnen.
2017 hat Hongkong mit 8065 Ukulelen den Rekord gebrochen.
2018 am 24. Februar wollte Tahiti/Französisch Polynesien mit geplanten 10.000 Spielern den Rekord zurück erlangen.
Die Regeln sind:
Tahiti Ukulele oder Hawaii Ukulele sind zugelassen
die Ukulelenspieler spielen gemeinsam ein vorher bereits festgelegtes Lied,
selbstverständlich muss im gleichen Rhythmus und mit den gleichen Akkorden gespielt werden, dazu wird natürlich das Lied gesungen.
Für jeweils 50 Personen gibt es bei diesem Wettbewerb einen Aufseher, der kontrolliert und notiert in der Spielzeit ob auch alle 50 richtig und gemeinsam spielen.

Am 24.02. haben sich im Stadion Pater von Papeete soviele Ukulelisten wie möglich versammelt, mit Blumenkränzen und tahitianischer Tracht, erreicht haben wir leider nur 6302 Spieler.
Also haben wir/Französisch Poylnesien den Rekord nicht wieder zurück erlangt, dabei ist die Ukulele der Nationalstolz und DAS Instrument der Polynesier!
Dennoch: Französisch Polynesien hat rund 290.000 Einwohner, allein Hongkong hat rund 7,5Millionen, im Verhältnis haben also die Polynesier irgendwie dennoch gewonnen, wir wünschen es ihnen jedenfalls von ganzem Herzen, für das nächste Mal!
Die Erfahrung war jedenfalls phantastisch und einmalig, mit 6300 anderen Menschen gemeinsam Ukulele zu spielen, denn wir haben zuvor 3-4 Stunden im Stadion in der Sonne gewartet und natürlich die Zeit mit Singen und Klimpern verbracht!

In dem Video sieht man uns auch in der Minute 01:17 kommen wir von links nach rechts, Mitte des Bildes, hinein. Wir sitzen direkt am „Gang“, Inga links, schwarzes T-Shirt und Blumenkrone, Vassil rechts, rotes T-Shirt und olivgrüner Hut, über/neben uns erscheint eine Aufseherperson in neongelb.

Viel Spaß und: „…Tera mai, te tiare. Tera mai te mairie…Tera mai te hei Tahiti….“ sploing, sploing…
Inga&Vassil

SV Mingming – Roger Taylor UK

SOLO SAILOR ROGER SAILING CORRIBEE 21 THE ATLANTIC

Roger Taylor made his name writing books about his solo voyages into gale-torn northern latitudes in his 21ft Corribee Mingming. Yachting Monthly’s Dick Durham meets him while refitting Mingming 2, an Achilles 24, to find out where he’s going next WEITERLESEN

Ærødynamisch segeln

Aerodynamisch

Svenja Neumann lernt in der dänischen Südsee segeln. Ihr Buch dazu ist zum Niederknien.

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Großes Meer. Kleines Schiff.

The big blue.

Der kommenden CREW 41 habe ich geschrieben, dass sie nicht so viel Sachen einpacken sollen. Da muss ich mich an dieser Stelle etwas revidieren. Nachts kann es schon mal frisch werden, so dass wir die Luken schliessen.

Mein Freund Rafa ist nicht auf der Leuchtturminsel. Dafür William und der 20 Jahre alte Frank. Er hat sich schon ordentlich eingelebt und kaum sind wir nach unserem Besuch, mit einem Gastgeschenk, einer großen Flasche Rum, streiten sich die Leuchtturmwärter lautstark auf der Terrasse und verschwinden mit hochgeworfenene Arme jeder in seinen Flügel. Ich sitze schmunzelnd an Deck der MARLIN und schaue zu. Wir haben verlegt. Grade mal zwei Bootslängen vom Ufer entfernt sitzt der ROCNA auf 4 Meter und hält die MARLIN an ihrem Platz.

Wie man gesehen hat, ist unser Ernährungsproblem, für die nächsten Tage gelöst. Frank hat uns hier unglaublich schnell und erfolgreich geholfen. Kaum senkt sich die Sonne über dem Zenit, tauchen insgesamt NEUN! riesige Charterkatamarane mit bis zu 70 Fuß, von Cienfuegos auf dem Weg nach Cayo Largo auf. Die reinste Invasion. Eine einzige Crew geht an Land. Ich weiß grade nicht so genau was ich von der schwimmenden Küchenausstellung, so wie Florian die individuellen Kreuzfahrtschiffe nennt, halten soll. Es gibt keinen ersichtlichen Grund, warum wir mehr Recht haben sollten hier zu sein als sie. Fahrtensegler tauchen nicht auf. Es muss sich in den letzten zwei Jahren ein unfassbares Charter-Business in Cienfuegos entwickelt haben. Was machen sie nur mit den ganzen Pappschachteln in der nächsten Hurricansaison?

Der Ausblick über die Insel ist wieder mal gewaltig, aus luftiger Höhe. Gelassen gehe ich die gefühlten 300 Stufen mit hoch. Solange das noch klappt kann ich mich auf jeden Fall noch halbwegs gesund fühlen. Später sitzen wir auf der schönsten Terrasse der Welt und schauen auf den schönsten Horizont der Welt. Leuchtturmwärter müsste man sein. Ob William und Frank das auch so sehen? Wenn Florian nicht am ersten März seinen Rückflug hätte und am dritten März meine neue Crew kommen würde, ich würde glatt hier bleiben. Jeden Tag schaue ich mir noch mal die Fragebogen an, um die Namen zu erinnerlichen. Also. Eine Frau ist dabei: Das ist immer gut. Dann benehmen sich die Männer. Maren. Dann mit gleicher Adresse Rolf. Die Vermutung liegt nahe, dass die beiden die Vorkabine bekommen. Haben dann wieder die gleiche Adresse. Rolf hat die ganze Gruppe als Mitsegler organisiert. Und. Muss auch mal gesagt werden. Einen ordentlichen Gruppenrabatt erfolgreich taktiert. Hat er sehr gut und souverän gemacht. Einen Michael haben wir dabei. Meine Größe, mein Alter. Hmm. Das passt. Der kann das Großsegel hochziehen. Mathias ist Arzt und bringt seine Musiksammlung mit. Oha. Da werden wir wohl öfters mal wieder 80er hören. Geht was kaputt wird Dirk es richten. Er ist Bootsbaumeister. Arne lacht auf seinem sympathischen Foto. Sein Fragebogen ist nicht komplett zu öffnen. Das Überraschungspaket. Alles in allen kann ich mich freuen. Das wird ein voller Erfolg.

Am Nachmittag gibt es den Pez Pero (Hundfisch). Ob der gebellt hat, bevor er in Frank’s Hände geriet? Ich habe nicht gehört. Ich habe auch keine einzige Languste gesehen. Frank: Eine nach der anderen. Alle auf fünf Meter. Die Sache hat sich auch für ihn gelohnt. Einen neuen Langustenharken und eine Brille und einen Schnorchel gab es noch als Dankeschöngeschenk. Insgesamt war es eine WinWin Aktion, denn die Leuchtturmwärter haben keine Beiboot, um zu den Korallenbänken rauszufahren. Und wir habe nicht die Erfahrung um Erfolg beim Fischen zu haben. Florian kommt aus dem Stauen nicht mehr heraus. Er hatte sich bei diesem Törn alles vorgestellt, aber nicht solche grandiosen Erlebnisse. Ich freue mich schon darauf mit meiner neuen CREW 41 hier einen Stop Over einzulegen.

Irgendwie Zauber ich noch einen kleinen Salat zum Fisch und nach der Eiweißbombe, es ist ja Sonntag, fällt der Rest der CREW 40 mal so eben um ins Bett und verschläft den Zenit der Sonne. Was ein Tag.

 

Angekommen am Leuchtturm

Tuftuf…

Flo, die MARLIN und ich haben Cayo Largo verlassen. Ausklariert. Ziel: Cienfuegos. Hundert Lichter übersetzt. Ein drehendes Licht liegt auf dem Weg. Der russische Leuchtturm auf Cayo Este. Nicht nur ein Leuchtturm. Hier habe ich auch Freunde. Der Leuchtturmwärter Rafael, mit dem ich auch während der letzten zwei Jahre in denen ich Cuba nicht besuchen konnte, immer wieder Kontakt hatte. Männer, die sich mögen auf Cuba, nehmen sich herzlichst in den Arm. Die größtmögliche Zuneigung wir gegenseitig mit der Begrüßung “Hermano” (Bruder) ausgedrückt. Aber bitte mit Abstand, denn die sexuelle Neigung zum gleichen Geschlecht ist in Cuba bei weitem nicht so akzeptiert wie in Europa. Rafa ist einer meiner Hermanos. Ob er da ist, kann ich nicht genau sagen. Die Leuchtturmwärter dürfen kein UKW Funkgerät haben. Sie könnten ja vorbeifahrende Schiffe ansprechen um Cuba zu verlassen. Telefon funktioniert hier draussen nicht. Und das Kurzwellenfunkgerät auf der Insel i st nur für den militärischen Funkbetrieb auf einigen Frequenzen zugelassen, die von Land mitgehört werden. Wir befinden uns in Cuba eben immer noch im letzten Jahrtausend. Fidel lebt.

MARLIN hat uns sicher zum Leuchtturm gebracht. Über 20 Meilen lange die Flachwasserzone zwischen Cayo Largo und dem Leuchtturm muss Johann ran. Auch mal gut. Ein Diesel der nur rastet, der rostet. Bei der Kontrolle des Riggs sind mir dabei heute zwei Rollen am Baumende aufgefallen, die komplett festgebacken sind. Upps. Sieht nach Baustelle aus. Warum ist mir das nicht früher aufgefallen? Ersatz ist an Bord.

Der Anker fällt fünf Bootslängen von Land entfernt auf einem Sandspot, den man bei Mondlicht im Dunkeln deutlich sehen kann. Das Wasser ist kristallklar. Hier rollt die See um die kleine, noch nicht einmal eine Meile lange Insel. Für die nächsten Tage sind leichte südöstliche Wind angesagt. Na dann wird es ja sportlich. Flo und ich packen eine Dosensuppe aus. Kühlschrank und Freezer sind leer. Nach Cuba dürfen Fleisch und frische Lebensmittel nicht importiert werden. Der Proviant der letzten Crew ist aufgebraucht. In Cayo Largo gab es ausser Bier und Wein, ein bisschen Brot, ein paar Kürbisse und mit guten Kontakten etwas Gemüse. Für die nächste Crew müssen wir dringend in Cienfuegos dringend neu verproviantieren. Wenn Rafa da ist gibt es bestimmt Fisch aus der Tiefkühltruhe des Leuchtturms. Notfalls ein paar Conche Schnecken. Verhungern werden wir nicht.

Kaum ist die Suppe verdrückt rappelt es hinter und neben uns. Ankerketten. Die Charterkatamarane aus Cienfuegos kommen. Am Freitag war Crew-Wechsel. Die Charterschiffe sind nun auf dem Weg nach Cayo Largo. Sie fühlen sich sicher, wenn sie ganz nah neben der MARLIN ankern. Kenne ich schon. Ist ja sonst kein Platz hier. Grins. Überhaupt sind ausser den Cat´s keine anderen Schiffe unterwegs, keine Langfahrtsegler. Das hat seinen Grund. Vor ein paar Monaten sind in Cienfuegos einige Dinghys gestohlen worden. Wohl eher um Cuba zu verlassen. Wer weiß das schon. Die Regierung hat das Ankerfeld in Cienfuegos dann geräumt und gesperrt für mehrerer Monate. Das war das Aus für die Blauwasser-Szene. Erst seit wenigen Wochen ist die Anchorage wieder auf. Bis alles wieder normal ist wird sicherlich eine ganze Saison dauern. Schade, vor allen Dingen für die Einheimischen, denn die Segler bringen Devisen und Arbeit ins Land. Ich bin gespannt, wie die Situation in Cienfuegos ist.

Morgen früh lassen wir das Dinghy zu Wasser und pullen mal rüber. Mal schauen was geht. Ausserdem ist Sonntag. Ruhetag. Auf dem Plan steht ein Video zu drehen, dass Eike in Flensburg braucht. Hoffentlich spielt das Wetter mit.

Vorschau: Wie man sieht hat sich alles wieder zum Guten gewendet. Tja.

 

BoardPC 4 YOU: LunaPCmini

Was mich bewegt

Wer bei LUNATRONIC Produkte & Beratung anfragt, bekommt inzwischen erst einmal mal folgendes email: „Time is money – Wer kenn dieses Sprichwort nicht? Wir wissen wie es geht und helfen Ihnen seit mehr als 18 Jahren mit unserem Know-How, Produkten und Dienstleistungen. Bei uns ist der Kunde König und das wird auch so bleiben. Leider erleben wir in letzter Zeit immer öfters, dass unser Beratung per e-mail und Telefon ausführlich genutzt wird und ein Angebot angefragt wird. Dann allerdings erfahren wir, daß unsere Angebote als Einkaufsliste genutzt werden, um sich die einzelnen Komponenten möglichst günstig im Internet zu suchen oder Konkurrenten in der Preisgestaltung zu beeinflussen. Dies mag ich nicht üblich und normal sein, wir aber können uns das als kleine Firma nur im begrenzten Rahmen erlauben. Deshalb sind unsere Angebote und Beratung ab sofort mit einer Gebühr von 150 Euro geschützt. Diese Schutzgebühr ist bei Angebotsanfrage fällig. Bei Vergabe des Auftrages an uns, wird dieser Betrag selbst verständlich zu 100% erstattet. Wir halten dieses Vorgehen für absolut loyal. Wenn sie damit einverstanden sind, erstellen wir dazu einen Kostennote  und ein ausführliches Angebot zu ihrer Anfrage. Bitte um ihren Kommentar und bei Einverständnis um die Adressdaten, Email und Mobilnummer.“

Wir haben bei LUNATRONIC natürlich vorab ordentlich diskutiert ob man sich mit so etwas nicht die Kunden vergrault. Wir, weil unser Team inzwischen auf drei Mitarbeiter angewachsen ist, damit unsere Kunden auch bedient werden können, wenn ich nicht in Flensburg bin. Auch für die Installation in Flensburg und Umgebung haben wir zwischenzeitlich Verstärkung bekommen. Alleine schaffe ich das nicht mehr. Was weiterhin Chefsache ist, ist die Kundenberatung. Eine Handvoll Neukunden haben dieses o.g. Mail bereits bekommen und verständnisvoll reagiert. Ich deute das mal so, dass wir auf dem richtigen Weg sind.

Seit kurzem neu bei uns: Der LunaPCmini. Den Standard Mini PC mit WINDOWS 10 PRO gibt es in zwei Ausführungen, 32GB SSD-Festplatte oder 120GB, die beide auf 12 V direkt angeschlossen werden können und lediglich 0,3A im Standbymodus verbrauchen. Lüfterlos versteht sich, denn wir wollen ja keine salzhaltige Seeluft über das Motherboard blasen. Das dies keine Eigenproduktion ist und wir von LUNATRONIC keine Discounter sind, wird dem Interessenten schnell klar werden. Was den Mehrwert ausmacht ist, dass wir den Rechner für den Betrieb an Bord komplett vorinstallieren, so dass er bei Stromausfall einfach neu startet mit Navigation und Anschluss an das bestehende Navigationsequipment (Raymarine, B&G, Simrad etc.), Wetter, e-mail über Kurzwelle und Satellit, WLAN Mastantenne und LTE Mobilfunkanschluß. Probleme lösen wir über Fernwartung. Optional dazu gibt es eine externe Sicherungsfestplatte. Plug&Play! Der LunaPCmini eignet sich hervorragend um als Zweitrechner auch oh ne eigenen Bildschirm im Hintergrund zu arbeiten (dauerhaft oder angeschaltet mit der Navigationselektronik) und zum Beispiel unter OpenCPN alle Schiffsbewegungen aufzuzeichnen und automatische Positionsmeldungen zu versenden. Der LunaPCmini ist die optimale LÖSUNG für alle MACianer, die Paralells mit ihren ständigen kostenpflichtigen Updates leid sind und eine Windowsoberfläche aber immer mal wieder benötigen. Der Desktop des LunaPCmini ist auf jedem Laptop, MacBook, iPhone, iPad, Tablett etc. mit wenigen Schritten über das schiffsinterne WLAN-Netzwerk fernbedienbar aufzurufen und zu bedienen. Der LunaPCmini segelt nun schon seit zwei Jahren auf der MARLIN im Kartentisch mit und macht einfach das was er soll. Strom sparen. Verfügbarkeit auf Anfrage. Mehr Infos gibt es bei lunatronic.net. Demnächst.

 

Der 100-jährige mit den acht Olympiaden

Durward Knowles segelte länger olympisch als jeder andere.

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