Monatsarchive: Dezember 2017

In Farbe und bunt

Der letzte Film für dieses Jahr ist fertig entwickelt, eingescannt und leicht bearbeitet. Ich habe nur ganz wenig mit Photoshop an den Reglern gedreht, um nicht zu sehr vom Original abzuweichen und den Eindruck der falschen Farben weitgehend so gelassen.
Warum der Film so krasse Falschfarben zeigt kann ich nicht genau sagen, aber ich vermute, dass es mit dem mehrmaligen röntgen zu tun haben könnte.
Zum Einsatz kam jedenfalls ein Kodacolor 200. Bei einigen Aufnahmen habe ich dann auch noch den Fokus nicht getroffen und so ist die Ausbeute eher mäßig. Ein paar Bilder zeige ich euch trotzdem.

Der Fischerhafen in Mürefte. Hier lag ich mit Nomade einige Tage, um das defekte Wellenlager zu reparieren:

In der Viaport Marina:

Nomade sieht mitgenommen aus. Es wird Zeit fürs Winterlager:

Das (gereinigte) Unterwasserschiff:

Hier bin ich mit dem Gröbsten fertig:

Nomade wird eingewintert:

Zurück in Deutschland und endlich wieder bei Sabrina und Filou:

Filou ohne Leine. Mittlerweile ist die Bindung stark genug:

Der einzige Hund den ich kenne, der es genießt wenn man ihm die Krallen feilt. Er schläft immer innerhalb kürzester Zeit ein.

Camino ist ebenfalls im Winterlager:

Experiment:

Dieser Blick:

Winter für einen Tag am Niederhein:

Etwas stürmisch:

Da taut es wieder:

Einen hätte ich dann noch. Allerdings keinen Film, sondern einen Film. Also ein Film, ein kurzer…

Ach, schaut einfach am 24. nochmal kurz hier auf der Website vorbei. ;-)

Ein Update. Und ein perfektes Schiff.

„Wann passiert hier denn endlich mal wieder was?“, bekommen wir ständig per Email, „Gibts euch überhaupt noch?“ Und: „Warum schreibt ihr nichts mehr?“. Und es tut uns wirklich sehr leid, dass nach den zwei Jahren mit „Maverick too“ und den…

Der Weihnachtsmann im Trapez

float wünscht allen ein frohes Fest

Der Beitrag Der Weihnachtsmann im Trapez erschien zuerst auf Float Magazin.

ADAC Sportschifffahrt berät rund um Boot und Trailer auf der boot 2018

Der ADAC ist auch auf der boot 2018 vom 20. Januar bis 28. Januar 2018 wieder präsent!
Am Messestand A 65 in Halle 14 erhalten Bootsfahrer und Segler umfangreiche Informationen und persönliche Beratung zu zahlreichen Leistungen.
Ein wichtiges Thema für Bootsfahrer:
Wie transportiere ich mein Boot sicher an den Urlaubsort?

Die ADAC Sportschifffahrt beantwortet Ihre Fragen!

Die zahlreichen Bestimmungen und Besonderheiten beim Fahren mit einem Bootsanhänger hat der ADAC zu allen wichtigen europäischen Reiseländern im ADAC Marinaportal kompakt zusammengefasst.

Besuchen Sie uns am Stand  A 65 in Halle 14 und erleben Sie das ADAC Schlingermodell für Bootsanhänger. Das Modell veranschaulicht Gefahren falscher Beladung deutlich und zeigt, wie Trailer richtig zu beladen sind.
Ein Experte des ADAC Fahrsicherheitszentrums Grevenbroich demonstriert das Schlingermodell täglich zur vollen Stunde, berät Interessierte zu Fragen der richtigen Beladung und gibt Tipps für den Fall, dass das Gespann ins Schlingern gerät.

Mit dem Beitrag zur korrekten Beladung von Anhängern bekommen Sie einen ersten Eindruck, was Sie am ADAC Stand erwartet.

 


Machen Sie mit bei unserem Gewinnspiel auf der boot Düsseldorf und gewinnen Sie z.B. den Hauptpreis,  einen Charter-Gutschein  im Wert von 1.000 Euro. Aber auch die anderen Gewinne können sich sehen lassen, wie ein Gutschein der ADAC Yachtschule Möhnesee oder von JoJo Wassersport München, Gutscheine für ein ADAC Fahrsicherheitstraining, eine Secumar Rettungsweste und Jahres-Abos für das ADAC Reisemagazin.
Holen Sie sich Ihre Gewinnspielkarte beim ADAC Stand am Eingang Nord oder direkt in Halle 14 Stand A 65. Einfach die richtige Antwort ankreuzen, die angegebenen Felder vollständig ausfüllen, die Gewinnspielkarte am Stand A 65 abgeben und mit etwas Glück gewinnen.

 

Alles Wissenswerte für Einsteiger, die mit ihrem Boot und Trailer in Europa unterwegs sind, erfahren Sie täglich um 15:30 Uhr auf der Aktionsfläche  „Start Boating“ in Halle 10 Stand A 59.
Unser Fachexperte vom Fahrsicherheitstraining informiert auf der Start Boating Bühne über grundlegende Themen zum Bootsanhänger wie Abmessungen, Fahrerlaubnis und Zulassung für Gespanne, Versicherung sowie besonderen Bestimmungen für Trailer und beantwortet Fragen zu diesem Themenkomplex.
Für Ihre Fragen steht Ihnen unser Experte auch gerne am ADAC Stand A 65 in Halle 14 zur Verfügung.

Alle Details rund um die Veranstaltungen des ADAC während der Messe finden Sie unter www.boot.de.

Ermäßigte Eintrittskarten
ADAC Mitglieder haben die Möglichkeit ermäßigte Eintrittskarten für den Besuch der Messe zu erwerben. Im Vorverkauf sind die Eintrittskarten zum ermäßigten Preis von 15 statt 24 Euro erhältlich

SV Lusi – Mike George NZ

21.000 sm SAILING ON SV LUSI

Hello Peter, we have done 21,000 miles since we launched Lusi ( coldmoulded DIY Gartside design ) in April 2015. We hit something in the water, causing the rudder to flip up and the boat went hard to wind.
So we hand steered to Luderitz, Namibia – 310 miles away – we love our pilot even more now! I think we had a combination of rudder up, from flotsam and a large wave slewing us round.


Lusi was designed for me by Paul Gartside and Englishman, designer and boatbuilder of Nova Scotia (now Long Island) – see Gartside Boats. She is a very good boat – best of the 5 keel boats I have owned. Our best run was 2030 nm in 11 days – an average of just under 185 miles. It was from Cocos Keeling to Rodrigues and the wind was about 25 – 30 knots on the port quarter. The pilot steered flawlessly the whole time. I am totally confident in its ability to steer in large quartering seas which are the most difficult.
Attached a couple more pics for you.
with best regards from Namibia
Mike

Sizilische Geschichten (7). Caltabellotta. Näher kann man auf Erden dem Himmel nicht kommen.

Caltabellotta. Manche Orte begleiten einen ein Leben lang, obwohl man sie niemals sah. Und niemals dort war. Irgendwie kreuzen manche Orte immer wieder im eigenen Leben unverhofft auf. Ein Name, der irgendwie bleibt. Eine Verbindung, die irgendwann einmal in einem früheren Leben war.
Von Caltabellotta hörte ich zum ersten Mal als ich 21 war. Ich weiß es deshalb so genau, weil dies die Jahre waren, in denen plötzlich mit Wucht die Freiheit in mein Leben trat. Die Schule war Zwangst gewesen und Enge für mich. Daran anschließende vier Monate Bundeswehr waren eine interessante Erfahrung, wie sich eine Diktatur anfühlen könnte, in der ein Individuum nichts, aber auch gar nichts mehr zählt.
Doch das Leben meinte es gut mit mir. Von einem Tag auf den anderen war ich plötzlich „draußen“ vom Bund, ein glücklicher Zufall. Und „drinnen“ in der universitären Welt von München. Plötzlich war, was vorher Enge war, Weite und Freiheit. Vorlesungen hören dürfen, die ich hören wollte. Hemmungslos meinen Neigungen nachgehen und zuhören dürfen, wie das war, mit der Eroberung Süditaliens durch die Normannen. Oder dem Parzifal. Die Spitze dieser Leidenschaften war ein historisches Seminar, das den Titel trug „Die Urkunden Siziliens bis zum Vertrag von Caltabellotta“. Ich war 21. Das Seminar ging drei Stunden. Es begann Freitag Morgens um acht. Etwas für Geniesser. Neben mir interessierten sich nur noch zwei andere Studenten für dieses brennende Thema. Der eine, der es ebenfalls Freitag Morgens im Winter in das Seminar schaffte, hieß Giovanni di Lorenzo. Das sagte mir damals nichts. Doch im Gegensatz zu mir, der ich nur über Neugier und einen revoluzzerhaften roten Bart verfügte, hatte Giovanni di Lorenzo etwas, das mir vollkommen neu war: Er war einfach smart. Schon damals. Und irgendwie in diesem überheizten staubigen Raum morgens um acht war er wie ein Wesen, das nicht zu den Zausebärten gehörte, sondern aus einem anderen Universum stammte. Was ihn an den sizilischen Urkunden gelockt hatte, weiß ich nicht. Aber es war ganz sicher nicht sein Wissen um den Vertrag von Caltabellotta, was ihn später zum Chefredakteur der ZEIT werden ließ.
Später lernte ich dann, als ich vor lauter Freiheit und Neugier, nicht mehr wusste, was ich noch anstellen sollte und deshalb Arabisch lernte, dass der Name Caltabellotta aus dem Arabischen kommt. „Qualat-al-Balut“ – der Berg oder auch die Festung aus Eichen. Ich habe das nie vergessen, es ist ein gar zu schönes Bild. Doch nach Caltabellotta selber kam ich nie. 
Man kann sie sich gut vorstellen, auf dem obersten Foto, die Eichenfestung. Eine erste Burg aus aneinandergereihten Eichenstämmen oben um den Felsen, wo heute die Häuser enden. Aber so oft mir auch die Eichenfestung im Hirn summte – nie kam ich hin. Bis mich sizilianische Bekannte und allen voran Franco, der gewichtige „Presidente“ des Circolo Nautico von Sciacca, vor einigen Tagen ermahnten, dass Caltabellotta faszinierend sei. Und schön. Also machte ich mich auf den Weg. 
Ich habe keine Sekunde bereut. Der Ort liegt keine halbe Stunde von Sciacca entfernt, hineingeklebt in die Bergkette, die man als Segler von unten vom Meer aus sieht. Eine halbe Stunde nur in die Berge hinauf. Und auf
dieser Fahrt begegnet einem tatsächlich nur wenig anderes, als hin und wieder ein alter Fiat 500 mit einem noch älteren, kleinwüchsigen Sizilianer darin. „Die sind alle klein da oben“, sagte Franco, der über einsneunzig groß ist und fast so breit, „die sind astreine Sikeler“. Damit meinte Franco den einen der drei Stämme, die Sizilien besiedelt hatten, bevor die Griechen kamen und die Urbevölkerung in die Berge drängten. Triocala nannten sie den Ort. Und wer hierher kam, der erwählte sich diesen Ort nur selten freiwillig. Trocala/Caltabellotta liegt vom Meer weg auf fast 1.000 Meter Höhe. Ein eiskalter Wind pfiff, die mich die Hände tief in der Jacke vergraben ließ, wo ich

doch eben noch am Meer in warmen 17 Grad in der Sonne saß. Der Ort ist unwirtlich. Und doch kenne ich kaum einen irdischen Ort, an dem mich so sehr das Gefühl beschlich,  dem Himmel so nah gekommen zu sein, wie das auf Erden eben nur irgend möglich ist.

Der Ort ist menschenleer, es ist Nachmittags, die Stunde, in der sich alle Italiener ausnahmslos verabreden, sich bei Strafe die nächsten zwei Stunden keinesfalls, keinesfalls auf der Straße blicken zu lassen. Ich fahre durch die leeren Gassen, es wird enger, es wird steiler. Und wer jemals meinte, er könne Autofahren, darf kann das nirgendwo so gut wie in Caltabellota unter Beweis stellen. Straßen, die so schräg sind, dass ich Sorge habe, mein kleiner UP könnte kippen. Steile Gassen so eng, dass ich beim Durchfahren schon die beiden Außenspiegel splittern höre. Während mich die Furcht beschleicht, wie ich wohl jemals wieder hinunterkommen werde, folge ich der Straße weiter und weiter nach oben.

Und dann steht sie da, die Kathedrale des Ortes, auf dem zweithöchsten Punkt, wo sonst nichts mehr steht und nur noch ein Felsen ragt. Die Kathedrale, wie sie sich nennt, könnte dem Film DER NAME DER ROSE entsprungen sein. Karges hellgraues Gemäuer. Einziger Schmuck an der Front ist ein schmuckloses romanisches Portal, ganz Proportion, nicht Dekoration. Ein Bogen, der dem, der über die Schwelle tritt und hindurchschreitet, den Eingang in eine andere, bessere Welt verkündet. Ob sie das wirklich war, die die Gläubigen im 11. Jahrhundert dort drinnen fanden? An diesem Nachmittag stehen drei Gemeindemitglieder um den Altar herum. Sie bauen gerade die Krippe auf, besprechen die letzten Details und beachten mich nicht weiter, während ich mich in die Kirchenbank setze und für einen Moment die Stille genieße. Wie und warum schafft man es, auf 1.000 Meter Höhe und fernab der Welt ein Leben zu meistern an diesem Ort, der mehr Flucht als Behagen verspricht? Und: Wie und warum schafft man es, an diesem Ort im 11. Jahrhundert eine Kathedrale zu errichten? Sie – und vielleicht nicht die Burg – war vielleicht der Ort, in dem der Vertrag von Caltabellotta zustande kam? Was immer auch sein Inhalt war.

Der Blick aus der Kirche. Von der Kirche: Ist wie der Blick aus einem Krähennest. Wohin ich auch schaue: Es ist diese merkwürdige Art von Weite, die die Landschaft Siziliens ausmacht. Es gibt die hohen Berge, die von 0 auf 1.000 Meter ansteigen. Doch sie sind nicht umgeben von anderen hohen Bergen, so dass der Blick sich gleich wieder am nächsten Gipfel verfängt und nicht weiterkommt. Überall ist in Sizilien hügelige Weite, an deren Ende irgendwo in der Ferne immer das Meer verheißungsvoll glitzert. Wo man auch steht: Überall ist diese Weite.

Caltabellotta. Wenn ich gewusst hätte, was mich hier erwartet, dann hätte ich mir nicht 35 Jahre Zeit gelassen, hierherzukommen. Ob ich hier leben könnte? Ich weiß es nicht. Zu eng. Zu steil. Und selbst der kleine Supermarkt, dessen Händler mir freundlich grinsend, doch begeistert über mein holpriges Italienisch ein Panino al Prosciutto crudo schneidet, selbst dieser Supermarkt ist ein Bild dieses  Ortes: Waren und Würste liegen weniger neben- als übereinander in der Theke aus. Das muss man aushalten. Doch vielleicht ist das der Preis, immer, immer diese Weite und diesen Blick um sich zu haben. Wohin man auch gehen oder schauen mag.

Das nächste Mal: Werde ich darauf eher hören. Wenn mich der Name eines Ortes ein Leben lang begleitet.

San Blas – Guna Yala

Di., 19.Dez.17, Panama/Uchutupu Dummat, Tag 1298, 12.224 sm von HH
Wer schon immer mal wissen wollte, wo die kitschigen Foto-Tapeten herkommen: Sie stammen von den San Blas Inseln!
Besser kann man sich eine Landschaft nicht ausdenken: Kleine Inseln liegen im Meer verstreut wie Sommersprossen in einem lachenden Gesicht. Azurblauer Himmel, das Meer schimmert, wie sich das gehört, in allen Tönen türkis. Auf den winzigen Inselchen wiegen Kokos-Palmen ihre grünen Wedel im Passat. Der weiße Strand ist Backpulver fein. Am Horizont bricht sich mit viel Schaum die anrollende See. Wie ein weißes Spitzenband legt sich die Gischt am Außenriff ins tiefe Blau.
Ein Postkarten-Idyll. An jeder Ecke schreit es nach Bacardi-Feeling. Ein Traum.
Wir ankern auf fünf Meter Wassertiefe direkt vor einer dieser Insel. Uchutupu Dummat heißt sie in der Sprache der Kuna. Das ist noch einer der leichteren Namen. Den Kuna gehören die San Blas Inseln oder ‚Guna Yala‘, wie sie in ihrer Sprache heißen. Vor gut einhundert Jahren haben sich die Ureinwohner Panamas ihr autonomes Territorium blutig erkämpft. Die Kuna haben sich in einer Revolte gegen Panama aufgelehnt und gewonnen. Sie dürfen sich selbst verwalten solange sie die Hoheit Panamas anerkennen. Aufgrund einer Änderung der Verfassung Panamas haben sie seit 1983 das Recht auf eine eigene Vertretung in Parlament von Panama.
Es gibt 365 Inseln in Guna Yala, aber nur gut 50 sind dauerhaft von den Kuna bewohnt. Trotzdem stehen auf den meisten Inseln ein paar windschiefe Hütten. Die Kunas nutzen diese Hütten, wenn sie zur Kokosnuss-Ernte anreisen. Eine wichtige Einnahmequelle. Es ist uns Touristen verboten die Nüsse zu sammeln. Sie gehören ausnahmslos den Kunas. Doch die Zeiten im Kokosnuss-Geschäft sind schwierig, grad noch 40 Cent werden pro Nuss gezahlt.
Uchutupu Dummat ist eine Touristen-Insel. Sie gehört fünf Familien, die sich die Erträge aus dem Geschäft mit den Gästen teilen. In bescheidenen Cabanas können Touristen vom Festland übernachten und Robinson und Freitag spielen. Das dazugehörige Restaurant bietet drei schlichte Mahlzeiten: Fisch, Languste oder Huhn. Aus einer Stereoanlage schallt Pink Floyd. „Die Musik kommt direkt von ‚you tube‘, ich streame“, erklärt uns Aaron, der das Restaurant leitet. „Huch, hier gibt es Internet?“, wir sind überrascht. „Ja klar, ich habe eine Flat-Rate, ich bin Geschäftsmann“, jubelt Aaron in gutem Englisch.
Die Kunas sind sehr auf die Erhaltung ihrer Traditionen bedacht, dem Modernen gegenüber trotzdem offen. Dies führt zu einem buntem Mix zweier Welten. Die Häuser der Familien, traditionell mit Palmenwedeln gedeckt, zieren große Solar-Paneele. Die urigen Kanus, als Einbäume im Wald geschlagen und ausgehöhlt, liegen einträchtig neben Holzkähnen mit PS-starken Außenbordern. Eine junge Frau trägt stilbewusst die Kuna-Tracht zum Smart-Phone. Zu einer quietsch-bunten Bluse mit Puff-Ärmeln wird ein knielanger Wickelrock getragen, dessen Muster weder zur Bluse noch zu den aufgenähten Molas passen wollen. Die Arme und Beine sind eng mit Ketten aus bunten Perlen umwickelt. Das schwarze Haar ist kurz und die Frisur durch einen Art ‚Piss-Pott-Schnitt‘ recht uneuropäisch.
Aaron mag eine Flat-Rate haben, das Internet, was wir mit unserer Sim-Karte empfangen, ist langsamer als ein berittener Bote. Auf den falschen Anbieter gesetzt, lautet die Diagnose. Die Fotos zum Beweis, dass wir in einer Bounty-Werbung wohnen, müssen somit noch etwas warten.

ADAC Yachtschule Möhnesee berät zu Sportbootführerscheinen auf der boot 2018

Der ADAC präsentiert auf der boot 2018 vom 20. Januar bis 28. Januar 2018 am Messestand A 65 in Halle 14 seine umfangreichen Leistungen für Segler und Bootsfahrer und berät Interessierte zu diversen Themen.

Die einzige Yachtschule des ADAC, gelegen am Möhnesee und betrieben von Udo Rahmann mit seinem Team, ist mit ihren professionellen Ausbildern während der gesamten Messe am ADAC Stand vertreten und berät kompetent rund um den Sportbootführerschein, Ausbildungstörns, Sprechfunk, Pyrotechnik u.v.m.

Im Rahmen der Sicherheitsshow der ADAC Sportschifffahrt am Aktionsbecken in Halle 14 informieren die Ausbilder der ADAC Yachtschule Möhnesee an beiden Messewochenenden über den sicheren Umgang mit lebensrettenden Ausrüstungsgegenständen wie z.B. Rettungsinsel /-weste und berichten hautnah aus der Praxis.

Alle wichtigen Informationen rund um den Sportbootführerschein sind in der Bootstouristische Information „BTI 22 Sportbootführerschein“ des ADAC enthalten.

Lassen Sie sich am ADAC Stand auch beraten zu

Ermäßigte Eintrittskarten
ADAC Mitglieder haben die Möglichkeit ermäßigte Eintrittskarten für den Besuch der Messe zu erwerben. Im Vorverkauf sind die Eintrittskarten zum ermäßigten Preis von 15 statt 24 Euro erhältlich

Öffnungszeiten
Die boot 2018 ist täglich von 10:00 bis 18:00 Uhr auf dem Messegelände Düsseldorf geöffnet.

 

Rendezvous mit einem Oktopus

Kraken sind extrem schlau und unglaublich empfindsam

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Wer an der Küste bleibt, kann keine neuen Ozeane entdecken

Die sieben Meere

Dieser Spruch hängt bei uns in der Küche. Als Postkarte. Und immer wenn ich am Morgen auf diese Postkarte schaue, frage ich mich. „Hey. Wer hat diese Karte denn dort aufgehängt?“ Muss doch die Capitana gewesen sein. Mayalena haben grade andere Sachen im Kopf. Meist ist es grade mal fünf Uhr wenn ich aufstehe oder sechs Uhr. Presenile Bettflucht hat das mein Freund Jürgen genannt. Jürgens ist immer noch in meinem Kopf. Manchmal täglich mehrmals. Jürgen ist vor mir gestorben. Jürgen ist zulange an der Küste geblieben. Für mich lebt Jürgen weiter, weil tot sind Freunde erst, wenn man nicht mehr an sie denkt. „Wer an der Küste bleibt, kann keine neuen Ozeane entdecken“, wird übrigens Magellan zugeschrieben. Oh Fuck! Ich hänge echt am MARLIN Passageplan 2018. Für die Atlantiküberquerung W-E, die ich selber als Skipper segeln werde, kommen reihenweise Buchungen von starken Typen (innen) rein. Ziel ist Faro. Culatra. Portugal. Faro. Oh. Culatra. Culatra i st so schön. Muss sein. Und dann? Und dann? Wnuk. Soll die MARLIN wirklich ins Mittelmeer? Oh Shit. Das ist doch so eng da. Kaum hat man die Segel hochgezogen, schreit wieder einer „Land in Sicht!“

Heute ist Sonntag. Sonntag. Familientag. Kein Büro. Kein Krankenhaus für Nathalie. Gemeinsames Frühstück. Auf dem Plan steht Dänemark. Häh? Hundewald. Und überhaupt. Wetterforcast: „Sonne. Sonne. Sonne. Sonne.“ „Heyhey.“ Die ersten Sonnenstrahlen seit meinem letzten Landeanflug auf dem Köln / Bonner Flughafen Ende November. Ne. Nein. Nicht gelogen. Also nix wie raus. Um 16 Uhr wird es schon wieder dunkel sein. Und die Kamera. Die Kamera kommt heute auch mit. Und ein Stativ. Puh. Endlich mal patagonische Hochdruck Bedingungen für einen guten Schuss. Mayalena meutern schon mal Pro Forma. „BOAH Papa. Muss dass sein?“ „Voll langweilig!“

Für Nathalie soll es das prophylaktische Weihnachts-Grussbild werden. Ich habe eine Momentaufnahme im Sinn. Heimat. Ich muss wieder an Magellan denken. Die sieben Ozeane habe ich eingeritzt. Den Südatlantik E-W habe ich schon hinter mir. Beim Südatlantik W-E in den Roaring Forties bin ich mit der IRON LADY umgekehrt. 2009. Alte Geschichte. Sitz tief. Nix für Anfänger. Warum hat Nathalie diese Postkarte mit dem Spruch von Magellan in der Küche aufgehangen? Muss MARLIN nicht mal in den Rio de la Plata. Eigentlich schon. Oder? Oh. Ich kämpfe mich von Zeile zu Zeile. Sesselpupsend im Büro in Flensburg. „Wer an der Küste bleibt, kann keine neuen Ozeane entdecken.“

“Da wo Deine Familie ist, ist Dein Zuhause“, hat mir mal eine Blog Leser geschrieben. Weisheiten. Blogleser schreiben immer gerne mal Weisheiten. Find ich ja gut. Muss ich mich dann verhalten? Ne. Nicht wirklich.

 


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Liegeplatz per Handy finden

Die Hafen-App Harba machts möglich

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Skipper Jan on stage!

Ganz am Schluss durchs Ziel und doch ganz vorn. Wie geht das denn?

Finger weg von meinem Blog! Wer meine Wahrheit nicht verträgt, sollte meine Posts meiden. Wer immer noch ironlady.de im Bookmark hat, der ist schon mehr als vier Jahre dabei und wird das wissen und grade eben gut finden. Hier gibt es wnuk’sche Rechtschreibinterpretationen der deutschen Sprache, einseitige Meinungen einen Seebären und Posts in nicht nüchternem Zustand, anzügliche Bemerkungen und sogar Posts kurz vorm Exitus. Hier schreibe ich für mich und Du bist Zaungast. Genau. Keiner weiß es wirklich, ob Du mitliest, teilhabst, miterlebst oder nicht. Es ist mein Leben und das was mit meinen Schiffen passiert/e, es sind meine Crews, meine Mitsegler, Friends of IRON LADY, Friends of MARLIN, meine Familie. Hier wird nichts geschönt. Wenn es nicht passt: Es gibt genug andere Seglerblogs.

Jan hat es geschafft. Er hat einfach den Schlüssel für den Motor nicht gedreht. Auch nicht beim Gegenwind. Hat Süd gemacht, gewartet, ist ruhig geblieben. Irgendwann hat er den Passat bekommen und auch hier hat er nicht übertrieben. Er kennt die MARLIN, weiß was unser Schiff kann. Kleinere Schiffe sind vor ihm in St. Lucia eingelaufen. Nach der Auswertung hat er doch gewonnen. Platz drei in seiner Gruppe. Ganz offiziell vom Alten ein dickes Lob. Hätte ich mit der Crew nicht besser machen können. Gut gemacht Jan. K(l)eine(re) Schäden. Und vor allen Dingen: Die Folgetörns sind nicht durch Schäden beeinträchtigt. Ich stehe nicht auf der Bühne, bin trotzdem dabei. Habe trotzdem gewonnen. Jan kommt aus meiner Schule. Bin stolz auf Dich Jan!

 


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