Monatsarchive: Dezember 2017

Feliz Año Nuevo. Einen guten Rutsch. Happy New Year!

Und vor allen Dingen wünsche ich euch allen Gesundheit!

Hier geht es heiß her zum Ende des Jahres. Nebst vieler Kunden die schnell noch einen Auftrag loswerden wollen, renoviere ich noch den zweiten von den drei Büroräumen im LUNATRONIC / MARLIN Headquarter, so dass wir im kommenden Jahr mit dem Projekt „Bluewater Coaching“ an zwei Wochenenden starten werden. Dazu zeigt sich Flensburg weiter von seiner besten Seite. Es regnet Bindfäden. Fünf Wochen bin ich nun hier. Zwei richtig tolle Sonnentage mit Spaziergängen an der Förde. Ansonsten: Geschäftiges Treiben, Weihnachtsrummel mit Glühwein, Essen, Trinken. Ich freue mich schon darauf die nächsten Monate in der Karibik, jeden Morgen erst einmal ins Wasser springen zu können um meine Runden ums Schiff zu schwimmen.

Beim Bluewater Coaching handelt es sich um eine Wochenendseminar Samstag / Sonntag, bei dem interessierten zukünftigen Weltumseglern in einer kleinen Gruppe von 2-6 Personen von mir und Nathalie persönlich die Möglichkeit gegeben wird, sich individuell auf die Reise vorzubereiten. Eine genaue Beschreibung mit Anmeldeformular wird in Kürze hier veröffentlicht und zum Download zur Verfügung stehen. Damit werden ich das nächste Jahr beginnen.

So geschäftig es hier in Flensburg zugeht, dass ich kaum zum bloggen komme, freue ich mich auf die kommende Zeit wenn ich nicht erst die Blitzanlage aufstellen muss um mal wieder ein vernünftiges Fotos hinzuzaubern. Maya und Lena haben zu Weihnachten ein Waffeleisen mit Donut Einsatz von der Oma bekommen. Wie man sieht mit ordentlich Erfolg. Die zehn Donuts auf dem Teller sind 10 Prozent. Der gestrigen Tagesproduktion. Die restlichen 60 sind im Kühlschrank meines Büros verschwunden, den ich unter der Bedingung zur Verfügung gestellt habe, dass die Konditoren vor die Linse bekomme.

Im Namen von Nathalie, MayaLena und mir wünschen wir allen Lesern, Bekannten, Verwandten, Freunden, Mitseglern, Kunden, Mitschülern, Sportlern, Seglern und Kitern einen tollen Rutsch in das neue Jahr und vor allen Dingen viel Glück, Sonne und Gesundheit in 2018.m Hehe. Also. Heute Abend dann mal die Tassen hoch was das Zeug hält! Frohes neues Jahr!

 

+++ SAIL EXPEDITION +++
+++ 1.000 Meilen FASTSAIL Törn nach Cuba +++
+++ Atlantiküberquerung West-Ost +++
+++ Mittelmeer 2018 +++

Buchst Du hier: www.marlin-expeditions.com

SV Akka – Andrea + Andreas Haensch GER

TRANS OCEAN- DIE TREUESTEN SIND AUSGETRETEN

Mit weit über 500 TO-Foren Beiträgen, unzähligen wertvollen Hinweisen über Ausrüstung von Schiffen und Erfahrungen von 10 Jahren auf allen Gewässern dieser Welt, haben Andrea und Andreas Jahre lang erbittert für eine Wende in „Ihrem Verein“ gekämpft.

Akka ausgetreten

Per Anhalter über den Atlantik

Auf den Kanaren warten viele Tramper auf einen Lift.

Der Beitrag Per Anhalter über den Atlantik erschien zuerst auf Float Magazin.

Nargana

Sa., 30.12.17, Panama/Nargana, Tag 1309, 12.224 sm von HH

Ich möchte gerne etwas Schönes über Nargana schreiben.
Das ist schwierig, aber da gibt es zwei Dinge: Die Menschen sind hilfsbereit, lächeln und geben uns ein gutes Gefühl. Und wir bekommen einige Tomaten und Gurken nachgekauft.
Die Insel ist eine dicht besiedelte Wohn-Katastrophe. Eine baumlose Müllhalde. Dreck wohin das Auge reicht. Gegen die (vermeintliche) Idylle der letzten Tage erscheint es uns nicht erstrebenswert hier zu wohnen.

Traurige Häuser

Traurige Häuser

Aber Nargana hat Strom und wer Strom hat, der hat Licht. Die tropen-kurzen Tage künstlich zu verlängern, wem sollte das nicht gefallen? Und wer Strom hat, der kann einen Fernseher betreiben.
Aus den meisten Hütten dröhnt uns die ‚daily soap‘ entgegen. Wer will jemandem dieses Vergnügen verdenken? Schauen doch auch wir abends oft genug einen Film.
Handyempfang und Internet versteht sich von alleine. Der Generator, der das alles möglich macht, hallt über Insel und Bucht.

eng bebaut wird jeder Quadratmeter genutzt

eng bebaut wird jeder Quadratmeter genutzt

Und Nargana hat Frisch-Wasser. Vom Festland ist eine Leitung verlegt.
Das Festland mit Flüssen und vielen Niederschlägen ist nur einen knappen Kilometer entfernt.
Die verstreuten Inselbewohner kommen mit dem Kanu und holen in Fässern ihre Ration Frischwasser. Zehn Kilometer und mehr müssen sie dafür paddeln. Ein mühsames Geschäft für knapp 200 Liter. Wir kommen auf dem Boot damit vielleicht zehn Tage aus – für zwei Personen.
Die Bewohner Narganas drehen einfach den Hahn auf und haben Trinkwasser im Überfluss. Ist dieser Luxus ein guter Tausch für die Wohnsituation?

mühsamer Frischwasser-Transport

mühsamer Frischwasser-Transport

 

Frischwasser-Zapfstelle mit dem Festland im Hintergrund

Frischwasser-Zapfstelle mit dem Festland im Hintergrund

Eine Kanalisation existiert auf Nargana nicht. Die Häuser am Saum der Insel haben ein Plumps-Klo direkt ins Meer. Die Bewohner in der Mitte müssen den Nachbarn fragen oder eines der Gemeinschafts-Klos benutzen.
Der Wert eines Hauses setzt sich auf der ganzen Welt aus der Lage, der Lage und der Lage zusammen.
Dass die Lagune nicht zur Kloake wird, ist Ebbe und Flut zu danken und dass nur ein paar Hundert Menschen auf Nargana wohnen.

Reihen-Toiletten

Reihen-Toiletten

Plastikmüll wohin das Auge schweift. Es kommt viel Müll über die weite Karibik angetrieben und steckt in der Sackgasse Panama fest. Mit dem hausgemachten Plastikmüll wissen die Kuna nicht wohin. Das Hinterland ist frei von Städten, Mülldeponien und Straßen. Nur die Kuna siedeln am östlichen Küstenstreifen Panamas.
Der Wohlstandsmüll ist in dieser Welt, ihrer heilen Fischer-Welt nicht vorgesehen. In einer Welt in der es bislang nur Palmenwedel-Müll und Kokos-Schalen gab.
Also wird das Plastik in die Mangroven geworfen.

Müll-Katastrophe

Müll-Katastrophe

Weihnachts-Krippe

Weihnachts-Krippe

Für uns, die wir einfach den Anker lichten können, erscheint Nargana wie ein Desaster, was den Untergang der Welt nicht besser symbolisieren kann.

Wem diese Bilder zu düster sind, den möchte ich auf die Beiträge der letzten Tage verweisen, dort habe ich die Fotos der schönsten Seiten der San Blas Inseln nachgefügt.
Und mit diesen Ausblicken möchten wir Euch einen guten Rutsch in ein hervorragendes Jahr 2018 wünschen. Lebt großartig, bleibt großartig.

Nachruf auf das Jahr 2017

EIN JAHR IN SPASS UND FREUDE

Geruhsame Weihnacht hat wieder nicht geklappt,
zudem waren wir von der Ente in Teilen, Pappen satt,
dass sogar die Küchen Waage Schluckauf bekommen hat.
Auch wenn wir arbeiten wollten – hätten sollen
haben wir lieber den Quarkstollen verdauen wollen
jedenfalls haben wir an Arbeit garnicht denken können
diese Idee hätten wir uns mal wieder schenken können.

Peter´s Lyrik

SV Nine Fifty – Alexander Wyssling CH

WINNER 950 IN VOLLER AKTION

Lieber Peter, wir hatten wunderbare Tage an den Höge Kusten im Nord Osten Schwedens. Wir sind mehrmals mit bis zu 12 Knoten die Welle runter gesaust. Wie im Video zu sehen ist, hat der Windpilot dies vorbildlich gesteuert.
Gruss Alex

Sydney Hobart: Verband-Präsident Allan gewinnt mit TP52-Neubau “Ichi Ban”

Rolex Sydney Hobart Yacht Race 2017

Mit der TP52 „Ichi Ban“, hat das neueste Schiff der Flotte das Rolex Sydney Hobart Race nach berechneter Zeit gewonnen. Christopher Opielok wird sich mächtig ärgern. Weiterlesen

Sydney Hobart 360 Grad Video: Wilder 30-Knoten-Ritt mit dem Sieger “Comanche”

Die Flauten-Bilder vom dramatischen Zieleinlauf beim Rolex Sydney Hobart Race können vergessen lassen, welchen Ritt „Comanche“ hinter sich hatte. Shannon Falcone hat an Bord gefilmt. Weiterlesen

Volvo Ocean Race: Cammas ersetzt Navigator bei Dongfeng – Burling bei Brunel von Bord

DongfengRaceTeam

Das Dongfeng Team wechselt für die vierte Volvo Ocean Race-Etappe auf fünf Positionen. Auch beim schwächelnden Brunel Team sollen neue Besen besser kehren. Weiterlesen

Was bedeutet Langfahrtsegeln?

Do., 28.12.17, Panama/Olosicuidup, Tag 1307, 12.224 sm von HH
Es gibt einen doofen Spruch: „Langfahrtsegeln bedeutet an den schönsten Ankerplätzen sein Schiff zu reparieren.“ Wir möchten auch zu dieser Familie gehören. Am wahrscheinlich schönsten Ankerplatz der westlichen Karibik nähen wir das alte Dinghy Cover passend für das neue Dinghy zurecht. Es ist unnötig zu betonen, dass nicht ein einziges Loch für die Griffe an der richtigen Stelle sitzt. Alle Griff-Löcher müssen neu. Und die hinteren Schwänze müssen komplett neu gestaltet werden. Es ist fast so viel Arbeit wie ein neues Dinghy-Cover zu nähen. Aber nach 2,5 Tagen haben wir es geschafft.
Unsere Kuna Familie feiert ebenfalls Weihnachten. Allerdings ohne Vater und Onkel. Die setzten sich Heiligabend in ein Kanu und segeln dem Sonnenuntergang entgegen. Erst nach zwei Tagen tauchen sie wieder auf. Die Mutter, die sonst nur in halber Kuna Tracht ihrer Arbeit nachgeht (ab und an spähen wir etwas indiskret mit dem Fernglas rüber), schmeißt sich in ihr volles Outfit: Puderbluse mit Mola, Rock und Arme und Beine mit Ketten umwickelt. Die Kinder rufen uns vom Strand ein ‚Feliz Navidad‘ zu, dann wird ein Feuer entzündet. Das Teenager-Mädchen stellt die Geschwister in Reih und Glied, schießt mit dem Handy ein Foto. Ganz normale Weihnachten irgendwie. Und dann schalt auch noch die Melodie „Stille Nacht, Heilige Nacht“ laut gesungen zu uns rüber.
Die Familie ist auch weniger einsam als man denken mag. Fast täglich kommen ein, zwei Kanus vorbei, mal gepaddelt, mal mit Außenborder. Auf ein Schwätzchen oder zum Warentausch. Bier, Rum und Zigaretten werden gehandelt. Auch uns bietet man etwas zum Kauf.
Wie wir auf einer anderen Insel gelernt haben, gehört so eine Insel bis zu fünfzig Familien. Im Wechsel darf die Insel bewohnt und bewirtschaftet werden. Ein einfaches Leben. Strom gibt es keinen. Das Familien-Handy wird zum Aufladen zu uns gebracht. Nach Sonnenuntergang sieht man noch mal eine LED-Taschenlampe blinken, aber ziemlich schnell ist Ruhe bei unseren Nachbarn.
Die Kinder spielen den ganzen Tag am Strand. Lesen und Schreiben zur Bedienung der App ‚Weihnachts-Fotos-für-Anfänger‘ lernt man hier freilich nicht. Aber auf den dicht besiedelten Inseln nahe dem Festland gibt es Schulen für die Kuna Kinder. Die großen Kinder gehen nach Panama City, wenn die Familie es sich leisten kann.
Bevor wir noch von unseren Kuna eingebürgert werden, ziehen wir Morgen weiter. Eine wunderschöne Woche liegt hinter uns. Stundenweise haben wir den Ankerplatz für uns ganz alleine. Das Wasser ist klar, die Korallen am Riff sind in tadellosem Zustand. Nur Fisch sucht man vergeblich. Der ist bereits vor langer Zeit harpuniert worden. Die Kuna müssen ans Außenriff, um noch fündig zu werden.
Unsere frischen Sachen sind bis auf ein paar Zwiebeln und Kartoffeln verbraucht. Nachschub ist hier nicht zu bekommen und uns interessiert eine der ‚richtig‘ bewohnten Inseln.

Sydney Hobart: “Wild Oats XI” verliert Line-Honour-Titel und Rekord nach “Comanche”-Protest

Die Jury hat entschieden. „LDV Comanche“ ist der Sieger beim Rolex Sydney Hobart Yacht Race. „Wild Oats XI“ wurde für eine Regelverletzung kurz nach dem Start hart bestraft. Weiterlesen

Sydney Hobart Videos: Wie “Wild Oats XI” an “LDV Comanche” vorbei segelt

"Wild Oats XI", Sydney Hobart

Das Finale beim Rolex Sydney Hobart Race war spannend, wie selten und findet noch seine Fortsetzung am grünen Tisch. Die Videos zeigen, wie viel schneller „Wild Oats XI“ als „Comanche“ bei leichtem Wind war. Weiterlesen