Monatsarchive: September 2012

Der Preis der Moral – offener Brief an den Vorstand

OFFENER BRIEF AN DEN VORSTAND des TRANS OCEAN e.V.

Der traurige Fall der SV DRIFTER verfolgt unseren Verein seit Jahren wie eine blutige Spur – viele Segler sind deshalb bereits ausgetreten, ohne dass aus Cuxhaven je ein Signal ertönte – geschweige denn eine Aufarbeitung und Wiedergutmachung aktiv angegangen worden wäre!

Welchen Sinn bitte macht ein NEUANFANG, wenn kapitale Fehler einer Vorstands Riege nicht nachhaltig aufgearbeitet und beendet werden?

MARTIN BIRKHOFF und DIRK MENNEWISCH waren vormals Kassenprüfer, ANDREAS HUELSENBERG ist seit Jahren im gleichen Amt – Sie wollen uns sicher nicht erzählen, dass Ihnen die FAKTEN nicht seit Jahren auf den Füssen liegen! Welchen Sinn bitte machte ein RUNDER TISCH, wenn die Hälfte der dort Beteiligten als Mitwisser dieser rabenschwarzen Tat, sich in Stillschweigen hüllen? Vorstand, Kassenprüfer, Webmaster, Versicherungs Vertreter, Sekretariat, Mitwisser, Unterstützer – habe ich was vergessen?

TRANSPARENZ haben Sie versprochen – ich nehme Sie heute nun beim Wort!

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Die verlorene Ehre des Trans Ocean e.V.

Fiji, Nabouwalu Bay, Insel Ono, Position : 18°53.2 Süd, 178°27,8 Ost, Mittwoch 26.09.2012

Arnold und Coby Lelijveld, SY Drifter zu Gast auf der SY Kira von Celle

Detlev: Wir haben über Euch in den letzten Jahren immer mal wieder etwas gehört. Stets ging es um Cobys Krankheit und Eure Not. Was ist in Panama geschehen?

Arnold: Ich möchte das Gespräch mit Dir führen, Coby ist dazu nicht in der Lage. Wir hatten gerade den Panamakanal passiert und lagen vor Anker in La Plaita. Coby joggte täglich über den Damm nach Panama City und zurück, wir waren glücklich den Pacific vor uns zu haben. Dann klagte Coby über Schmerzen in der Brust und Magengegend und die Schmerzen nahmen zu. Eines Abends war es so schlimm, dass wir in ein Krankenhaus fuhren. Coby wurde als Notfall aufgenommen.
Die Diagnose: Gallensteine. Nähere Untersuchungen ergeben, das Coby Wasser in der Lunge hatte und eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse. Eine Operation der Gallenblase war in diesem Zustand nicht zu verantworten. Coby ging es immer schlechter, sie wurde auf die Intensivstation verlegt. Ich blieb praktisch Tag und Nacht bei ihr.

Detlev: Gute medizinische Versorgung gibt es in Panama nur in Privatkliniken, bei wem wart ihr Krankenversichert?

Arnold: Wir sind 2003 in den TO eingetreten und waren dort in einem Gruppenvertrag ab 2004 krankenversichert. 2006 erfuhren wir von einem Wechsel des Versicherers und erhielten eine Police der “Würtembergischen”. Die Zahlungen haben wir jährlich im Voraus an den TO geleistet, so wie es auf der Internetseite gestanden hat. Wir haben sogar immer zeitgleich mit der Zahlung ein mail an die Geschäftsstelle in Cuxhaven geschickt. Ich habe sofort nach Cobys Einweisung Unterstützung von guten österreichischen Seglerfreunden erhalten, die sich auch sofort mit der Würtembergischen in Verbindung gesetzt haben.

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luscious friday

DesTopNews 2012-39

Unser Dickerchen auf der ersten Regatta

Wir wussten schon immer, dass unsere „Marianne“ auf Grund ihres korpulenten Kiels nicht gerade die Schnellste ist. Doch noch nie hatten wir die Möglichkeit, uns mit anderen zu vergleichen. Normalerweise verlässt ein Weltumsegler-Boot den Ankerplatz nur für die nächste Ozeanüberquerung, doch „La Grande Regate de Nosy Be“ können wir uns einfach nicht entgehen lassen!

Um 11 Uhr am Samstag sollen sich alle Skipper der 15 teilnehmenden Boote an der Bar der Marina in Crater Bay einfinden. Ein ausgesprochen guter Treffpunkt wie sich herausstellt, denn bis tatsächlich alle eintrudeln und die Besprechung beginnen kann, entwickelt sich bei den Pünktlichen ein enormer Durst. Mit nur anderthalb Stunden Verspätung erklärt uns Marina-Chef Rudi in einem Kauderwelsch aus Französisch, Englisch und Deutsch die Strecke zur Russian Bay und am nächsten Tag wieder zurück.
Alle versuchen höchste Aufmerksamkeit vorzutäuschen und dabei so viel Schabernack wie möglich zu treiben. Es wird verständnisvoll genickt, aber ansonsten gelacht und dazwischengerufen. Wir nehmen nach der Besprechung die Klassenfahrtsatmosphäre mit aufs Boot und tuckern langsam zum Startpunkt.

Dank taktischer Weitsicht meines Captains können wir tatsächlich als einer der ersten über die Startlinie fahren, doch schon nach kurzer Zeit überholt uns noch das letzte Boot. Um der aufkommenden Schwermut entgegenzuwirken, gibt es zum Baguette ein Bier. Etwas munterer beobachten wir dann, wie die Katamarane nicht hart am Wind fahren und direkt auf die Bucht zusteuern können, sondern etwas weiter abfallen. So müssen sie zwei Mal Wenden, um das Ziel zu erreichen. Drei dieser schwimmenden Häuser reihen sich dann kurz vor dem Zieleinlauf tatsächlich hinter uns ein und in uns keimt Hoffnung auf.

Entweder ich hatte bei der Besprechung nicht richtig zugehört oder unsere „Regatta-Vorbereitung“ im Number One Club bis 3 Uhr in der Früh war extrem kontraproduktiv. Wir wurden zwar vor einem Riff östlich der Bucht gewarnt und wir befinden uns westlich von dieser, doch innerhalb von wenigen Sekunden wird das Wasser immer flacher. Der Tiefenmesser zeigt plötzlich nur noch 1,5 m Platz unter dem Kiel an. Um nicht auf Grund zu laufen, navigieren wir mit vier Wenden aus der Untiefe heraus und fahren Dank dieses Umwegs als Vorletzter ins Ziel.

Mit großem Hunger nach den vier Stunden Fahrt setzten wir über zum Strand und freuen uns auf Kartoffelsalat, Fleischspieße und gegrillten Fisch. Leider sind die Madagassen nicht so gute Techniker, wie sie kochen können und so bleibt die aufgebaute Musikanlage stumm. Es wird Bier getrunken und meilenweise Seemannsgarn gesponnen, bis wir uns irgendwann erbarmen und unsere Gitarren holen.
Zur Belohnung werden wir mit Bier und einem Kokosnussmilch-Rum-Gemisch versorgt. Die Kehlen bleiben feucht und so schmettern wir einen Song nach dem anderen, bis um 4 Uhr auch der Letzte sich in sein Dinghy setzt und zu seinem Boot fährt. Uns tun die Finger weh und wir entscheiden uns, nicht zur Marianne zu paddeln, sondern im weichen Sand unter dem klaren Sternenhimmel am Strand zu schlafen.
Keine gute Entscheidung, wie sich später herausstellt. Am nächsten Morgen ist unser Schlauchboot weg und in der gesamten Bucht nicht mehr zu finden. Trotzdem nehmen wir an den Strandspielen gegen die anderen Mannschaften erfolgreich Teil und geben auch auf dem Rückweg zur Marina alles. Obwohl wir ein Schlauchboot leichter als auf der Hinfahrt sind, kommen wir so spät am Ziel an, dass unsere Zeit von der Jury nicht mehr gestoppt wird und wir disqualifiziert werden. Wir wussten ja, dass wir langsam sind… aber so langsam? Das hätten wir nun wirklich nicht gedacht.

Als Trostpreis und kleines Dankeschön, dass wir den Abend mit unserer Musik gerettet haben, dürfen wir dann aber tatsächlich ein Dinghy von Rudi nun unser Eigen nennen. Wir sind total aus dem Häuschen über dieses Geschenk und können unser Glück kaum fassen. Hoch und Tief liegen auf diesem Trip manchmal sehr nah beieinander…

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Zeppelinstek

Der Zeppelinstek wird verwendet, um Tauwerk gleichen Durchmessers zu verbinden. Seinen Namen hat er übrigens wirklich durch die Zeppeline. Er wurde u. a. bei den Festmachertauen der Zeppeline verwendet.

Der Zeppelinstek gilt als einer der sichersten Knoten zum Verbinden zweier Seile mit gleicher oder ähnlicher Dicke., denn er lockert sich auch bei wechselnder Belastung nicht, lässt sich aber auch nach größter Belastung relativ leicht wieder lösen. Na denn…

luscious friday

DesTopNews 2012-38

Amesa Motro (Hast Du Feuer?)

So etwas passiert, wenn die Sonne wie Feuer brennt und das Gehirn so langsam anfängt zu schmelzen. Nach einer 2sStündigen Aufnahme Session mit den Jungs aus Nosy Be konnten wir einfach nicht aufhören, Musik zu machen. Da musste MC Ben natürlich noch den einzigen Song rausholen, den er singen kann.

Besten Dank an Olgatien für das Herumführen, all die tollen Musiker, die er uns vorgestellt hat und natürlich für das Gitarre Spielen. Hiermit sind wir offiziell auf dem Weg nach Mosambik. Der Motor läuft und die Segel gehen jeden Moment hoch. Wir sehen uns drüben. Bis bald!

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luscious friday

speeeed

via: the water channel

The Blues

Es hat eine Weile gedauert, doch nun ist er endlich “fertig”. Wir sind mehr als nur stolz euch endlich den Blues in einer Form präsentieren zu können, wie er es schon lange verdient hat! Es gibt so viele Musiker auf der Welt, die ihn alle kennen und zusammen spielen. Egal wie gut Du dein Instrument beherrschst, egal aus welchem Land Du kommst: In Sachen Blues sind sich alle einig.

So auch bei unseren Musikern. Alle konnten sofort mitspielen und haben verstanden worum es geht. Dazu gibt es dann noch ein paar schöne Bilder aus Thailand, Singapur, Indien und Madagaskar. Viel Spaß beim Anschauen!

Das sind die Helden, die zu diesem Stück beigetragen haben:
Nainoi Nanon – Gesang und Akustikgitarre – Thailand
Marvin Khoo – Schlagzeug – Singapur
Peter Barry – E-Gitarre – Australien
Neil – Saxophon – Indien
Tsimarofy Patrick – Bass – Madagaskar
Nitin Dubey – Piano – Indien
Riduan – Shaker – Singapur
Traditional Tabla Player – Tabla – Kashmir

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