Monatsarchive: August 2012

luscious friday

DesTopNews 2012-35

pee in your pants waves

via: http://horsesmouth.typepad.com/hm

Puma – nice reprise

Puma x The xx – Final Cut from Tyler Ross on Vimeo.

One Bead – Glasperlen für eine bessere Welt

One Bead ist ein gemeinnütziger Verein, der sich als Ziel gesetzt hat, die Bildungsmöglichkeiten in Ost-Afrika durch den Verkauf von selbstgmachten Glassperlen aus Altglas zu unterstützen. Derzeit erhalten sie etwa 150 Perlen pro Woche, welche dann weltweit an Hochschul-Vertreter weiterverschickt werden. Der durch den Verkauf von Perlen als Armbänder erzielte Erlös, kommt schließlich der staatlichen Oloosirkon Grundschule in Kenia zu Gute. Mit diesen Mitteln können dann teure, aber notwendige Projekte gefördert werden. One Bead hat es sich als Langzeit-Ziel gesetzt, ein Unterrichts-Programm in Kenia zu entwickeln, das die Kinder durch Fächer wie Kunst, Musik und Sport, den Spaß am Lernen entdecken lässt.

Gründerin Sara über die Sailing Conductors

Oloosirkon Government Primary School

Die staatliche Oloosirkon Grundschule

“2010 hat mein Cousin Max ein Jahr in Australien vebracht, wo er Captain Ben von den Sailing Conductors getroffen hat. Als Max nach Hause kam und der Familie von dem Projekt erzählte, waren wir alle total begeistert. Als ich dann anfing, an unserem One Bead Projekt zu arbeiten, blieb da in meinem Hinterkopf immer diese Idee, dass es doch unheimlich cool wäre, beide Projekte miteinander zu verbinden. Aus einer Laune heraus habe ich Ben einfach mal eine e-Mail geschrieben und die Antwort kam prompt: “…von Madagaskar aus segeln wir weiter südlich in Richtung Kapstadt. Aber das hält uns ja nicht davon ab, einen Bus zu nehmen, ein Motorrad zu kaufen oder per Anhalter nach Kenia zu fahren! Ich wollte dort schon immer mal hin. Also: Ja, wir werden da sein!”
Seit ich diese Mail im März erhalten habe, bin ich begeistert die Idee wachsen zu lassen und weitere Pläne zu schmieden. Wenn alles nach Plan läuft, werden die beiden irgendwann im November ankommen und ein paar Tage mit den Schülern der Oloosirkon Schule für ein großes Konzert am Ende des Besuchs proben.

Our beads look beautiful!

Unsere Armbänder sehen großartig aus!

Das wird eine großartige Chance sein, für die teinehmenden Schüler mit anderen Musikern zu spielen. Das daraus ein witziges Video entstehen wird, steht natürlich außer Frage… Es ist einfach verrückt über all die Verbindungen auf der ganzen Welt nachzudenken, und was dadurch alles möglich werden kann! Australien, Kenia die Karibik und Deutschland – wie klein die Welt doch ist.

Von der One Bead Website

  1. Derzeitiges Ziel ist es, 6000 Dollar für einen neuen Zaum um die staatliche Oloosirkon Grundschule zusammenzutreiben. Der Schule in Nairobi, Kenia wurden eigentlich Bücher gegeben, wurden auf Grund von Sicherheitsmängeln jedoch nach kurzer Zeit wieder gestohlen. Bei einem Gespräch mit dem Schulleiter und Mitgliedern aus der Gemeinde über ihre Bedürfnisse wurde dann beschlossen, einen Zaun zu bauen.
  2. In naher Zukunft soll nach der Fertigstellung des Zaunes eine Bibliothek gebaut werden, die für Schüler und Gemeindemitglieder gleichermaßen zugänglich ist.
  3. Langfristig will One Bead durch die Einbringung von Kunst, Musik und Sport die Schüler in Kenia zum Lernen anregen und ihnen Alternativen aufzeigen. Am liebsten aber sogar weltweit!

Also holt euch eins der schicken Armbänder auf onbead.org und unterstützt, was auch wir unterstützen!

crash & burn

Von Madagaskar und gefährlichen Liegeplätzen

Wir sind erst ein paar Tage hier, doch trotzdem ist schon einiges passiert auf der viert größten Insel der Welt. Je gefährlicher die Ankerplätze sind, desto besser sind wohl die Musiker. Schaut her für Musik und lest weiter unten von peinlichen Anker-Geschichten!

Es gibt im Grunde zwei Möglichkeiten, was man mit seinem Boote nach Ankunft in einem fremden Hafen machen kann. Entweder man hat das Glück eine Marina zu finden und macht sein Boot am Steg fest, oder man schmeißt einfach 10-50 Meter entfernt von Strand seinen Anker.

Erste Variante hat den großen Vorteil, dass man trockenen Fußes schnell und bequem auf sein Boot steigen kann. Nachteilig dagegen sind die Liegegebühren (die außerhalb von Europa eigentlich zu verkraften sind) und die Wahrscheinlichkeit, dass Ungeziefer und Ratten ebenso bequem an Bord kommen wie wir.
Da es auf abgelegenen, paradiesischen Inseln aber in der Regel keine Marinas gibt, greifen wir häufig auf unseren Anker zurück. Man lässt ungefähr 3 Mal so viel Ankerkette heraus, wie tief der Meeresgrund ist, bläst das Schlauchboot auf und Paddelt an die Küste. Was jetzt so einfach klingt, birgt aber viele Gefahren:

1. Probleme mit Ebbe und Flut

Wir Grünschnäbel vergessen in Madagaskar doch tatsächlich, dass gerade Ebbe ist. Wie immer am ersten Tag können wir es nicht erwarten an Land zu kommen, um nach fünf Wochen auf See das erste Bier zu trinken und Pizza zu essen. Als wir nach 5 Stunden wieder kommen, ist die Flut bereits in vollem Gange und dafür haben wir anscheinend zu wenig Kette gelassen. Mit steigendem Wasserspiegel treibt Marianne immer weiter auf den Strand zu. Gerade noch können wir sehen, wie andere Segler unsere Marianne wenige Meter vom Strand entfernt entern und sie wieder an ihren alten Platz fahren. Diesmal aber mit genug Ankerkette… Peinlich.

Wir legen in Darwin bei Flut an und unterschätzen den Tidenhub. So wundern wir uns eines nachts, als bei Ebbe das Wasser verschwindet und Marianne sich langsam auf die Seite legt. Sieht seltsam aus, aber so hat man endlich die Möglichkeit, bei einem nächtlichen Spaziergang ganz bequem den Kiel zu inspizieren.

2. Unfälle vom Boot zum Land / Land zum Boot

Nach dem wir also mit dem ersten Ankerplatz auf Madagaskar keine guten Erfahrungen gemacht hatten, entscheiden wir uns dazu, den Standort zu wechseln. Wir liegen also nun in der Nähe des richtigen Hafens. Leider sieht uns eines morgens auf dem Weg an Land, eines der kleinen, superschnellen Fährboote nicht, das mit dem Bug aus dem Wasser kommt, wenn es so richtig in Fahrt ist. Wir werden also tatsächlich über den Haufen gefahren! Ein Glück passiert unseren Laptops und der Kamera nichts, und auch wir werden nur ein wenig nass. Das hätte auf alle Fälle das Ende unserer Reise sein können.

Wenn man dann abends nach einer netten Runde im „Taxi-Bé“ nach Hause will, kann es durchaus passieren, dass auf Grund unruhiger See bei starkem Wind eine Heimkehr einfach nicht möglich ist. Da heißt es dann eben zurück in die Bar…

luscious friday

Jeder weiß, dass das Geld nicht auf der Wiesn wächst
und essen kann man’s auch nicht
aber brennen tuts gut
aber heizen tun wir weizen
und die Rüben und den kukuruz
wenn wir lang so weiter heizen

BRENNT DER HUT :)

DesTopNews 2012-34

Schnell wie der Wind von Sri Lanka nach Madagaskar

Wir schreiben den 29. Tag im (B)Logbuch der „Marianne“ von Sri Lanka nach Madagaskar. Der wieder ein Mal längste Trip unserer Reise. Romantiker würden ihn als „Insel-Hopping im großen Stil“ beschreiben. In Wirklichkeit ist er aber einfach nur lang: Länger als Dosenfraß schmecken kann, Sitzmatten ihren Komfort behalten und Seemänner ohne Bier aushalten können.
Auf gar keinen Fall will ich undankbar klingen! Ich meine, in vier Wochen haben wir bereits mehr als 2000 Seemeilen zurückgelegt und auch die verbleibenden vierhundert sollten in fünf Tagen zu schaffen sein. Es sind keine Segel gerissen, wir hatten nie Flaute, Rum ist auch noch da und die Vogelscheiße ging vom Solarpanel glücklicherweise leicht abzukratzen. Aber irgendetwas kratzt noch an meiner inneren Zufriedenheit. Was ist das bloß?

Sind es die durch Schichten unterbrochenen Nächte? Der Mangel an frischem Gemüse und Auslauf? Oder das ewige Geschaukel? Ich kann es nicht genau sagen. Nur so viel: Heilung wird sich an Land, irgendwo zwischen Burger, Bier und irgendetwas anderem mit „B“ bestimmt finden.
Jetzt heißt es noch das als „Hexenkessel“ bekannte Kap d’Ambre zu umrunden. An der Nordspitze von Madagaskar soll es noch mal 15-20 Knoten mehr Wind geben. Dabei fahren wir doch schon nur mit 2x gereffter Fock. Vielleicht darf die gute Sturmfock dann doch noch ihren warmen Platz im gemütlichen Segelsack verlassen.
Also genug gejammert. Australien und Asien liegen hinter uns. Jetzt kommt Madagaskar! Begegnen wir Löwen, Zebras und Nilpferden im 11. Land unserer Reise? So wie im gleichnamigen Film? Wie sind die Menschen wohl in Afrika? Isst man hier auch mit Händen und so schön scharf? Darf man am Strand die Sonne beim Untergehen beobachten und dabei ein Bier trinken?

Ich fiebere sehnsüchtig dem Moment entgegen, wenn sich am Horizont zwischen blauem Himmel und Wellen eine gräuliche Formation dazwischen klemmt und endlich Land signalisiert. Ab dann verlassen wir allerdings auch die Sicherheit der offenen See und es wird ein wenig „gefährlich“. Auf Grund eines Festplattendefektes haben wir für Madagaskar kein detailliertes Kartenmaterial. Laut unserer Segellektüre soll es hier jede Menge Riffe und Untiefen geben. Zwar wird hier auch eine Route vorgeschlagen, aber man fühlt sich irgendwie doch sicherer, wenn man auf dem GPS ganz genau jede Untiefe „sieht“ und umfahren kann. Schließlich sind wir vor Bali und auch vor Port Moresby schon zwei Mal mit Kartenmaterial aufgesetzt. Zwar ohne Marianne beschädigt zu haben, aber das Herz blieb mir dabei trotzdem jedes Mal stehen.
Macht euch aber bitte keine Sorgen. Dafür ist es sowieso zu spät. Schließlich lest ihr ja gerade von meinen Sorgen. Und das heißt: Wir haben unbeschadet Kontinent Nummer 3 erreicht und hier kommen ein paar Bilder der Reise!

Wind Wagon

www.windwagonproject.se

thx Tammo

SV Christiania – Johan Petersen NOR

RS 10 Christiania was the 4 th vessel produced to the original Colin Archer rescue-design. (RS 2-5, 7 and 9were converted pilot-boats or other designs.) She was built in 1895 by Carl Arnold at the Christiania shipyard and was named after Norway’s capital (later renamed Oslo). She was stationed in Finmark in northernmost Norway. During 37 years of active service she saved 257 people, 90 ships and assisted 2,881 boats — a record only beaten by her sistership RS 8 Oscar Tybring.

After retiring from the rescue service in 1932, she was converted to carry cargo by the addition of an engine and wheelhouse and a much-reduced rig.

In the 60s she was returned as a gaff-rigged sailing boat by Erling Brunborg, and later Richard Cook.

Tori and Carl Emil Petersen assumed responsibility of Christiania in 1977. Before long they had fitted a new deck, replaced the topsides planking and carried out a complete restoration of the boat — at which point she was considered ‘as good as new’ As a family-boat she partisipated in many Tall Ships races in the 80s and 90s, taking gold, silver and bronze medals, in her class as well as overall. Their three sons, Carl Emil jr, Børre and Johan gradually assumed responsibility of Christiania.

In September 1997, on the way to London, she sank in the North Sea at 495 meters of depht. 19 month later, she was raised by the Seaway Kingfisher from the offshore engineering company Stolt Comex Seaway.

She has since sailed in Scandinavia, North of Europe, Tall Ships Race, through the Russian waterways to the Barents Sea, to Spitsbergen, Northern and western Norway, Caribean, Canada, Greenland and Island.

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