Archiv der Kategorie: News & Blogs

52 SuperSeries: Hasso Plattner ist wieder heiß – Mit TP52-Neubau gegen die besten Profis

Plattner Phönix

SAP-Gründer Hasso Plattner kann auch mit 73 Jahren nicht von seiner Segel-Leidenschaft lassen. Nun steigt er gleich gegen die Besten in den Ring. Seine Tochter steht ihm dabei zur Seite. Weiterlesen

Rettung in letzter Sekunde

5.5er "Jane": <p>
	5.5er &quot;Jane&quot;</p>

Auf der Yacht- & Bootswerft Stapelfeldt an der Schlei wird der yachthistorisch wertvolle 5.5er „Jane“ vor der Kettensäge gerettet

Das Unwort des Jahres

Mo., 15.01.2018, Panama/Shelter Bay, Tag 1325, 12.255 sm von HH

Das ist leicht zu erraten: Blitzeinschlag!
Den ganzen Tag gibt es nur ein Thema: Blitzeinschlag!
Wen wir auch treffen: „Was macht Euer Blitzeinschlag?“

Achim wühlt sich durch die Liste mit den Ersatz-Geräten. Immer und immer wieder kontrolliert er, ob er die richtigen Geräte aufgeschrieben hat. Wir sind für die korrekte Bestellung verantwortlich, nicht etwa Rudi. In Deutschland würde ein beauftragter Handwerker den Job der Suche nach Ersatzteilen übernehmen. Hier funktioniert es anders.

Achim findet Doubletten in der Liste. Beim Autopiloten hat er Zubehör aufgeschrieben, welches bereits in einem Set enthalten war. Diese Doublette fliegt raus. An anderer Stelle ist die Typenbezeichnung für ein Gerät falsch oder es fehlt noch ein Zubehör-Teil auf der Liste.

Natürlich sind wir als Versicherter gehalten, die Kosten so klein wie möglich zu halten. Dazu gehören auch die Frachtkosten. Sammel-Pakete müssen gebildet werden. In Deutschland haben wir vier, fünf verschiedene Lieferanten, deren Teile alle in ein Paket sollen.

Es kostet Achim Stunden herauszufinden, wo er die Ersatz-Antenne bekommt, die uns vom Dach geflogen ist. Die Halterung dafür ist noch intakt und Achim möchte diese gerne wieder verwenden. Niemand hat gesteigertes Vergnügen in 20 Meter Höhe eine neue Halterung anzuschrauben.

Ich bin raus aus dem Ersatzbeschaffungs-Geschäft. So eine Liste kann nur von einer Person sinnvoll bearbeitet werden. Außerdem kann ich mit einem Kabel nur etwas anfangen, wenn es an einem Ende einen Stecker hat und eine Steckdose in der Nähe ist.
Mir bleibt, den Haushalt zu erledigen und dafür zu sorgen, dass Achim das Essen nicht vergisst. Und zu versuchen, das Chaos im Schiff möglichst klein zu halten.

Die Liste liegt nun der Versicherung vor. Wir müssen auf Thorsten, den Sachverständigen, warten.
Seine Anreise von den San Blas Inseln ist für heute oder Morgen avisiert, je nach Wind.
Das gibt uns die Zeit ein gegebenes Versprechen einzulösen. Wir gehen heute Nachmittag an Bord der ‚Rebell‘, um sie als Leinhandler durch den Panama Kanal zu begleiten.

Hier bin ich! Nebelhörner im Soundcheck

Signalhörner Details 2017 NTh_HighRes-02361

Die YACHT hat mechanische Nebelhöner getestet. Hören Sie hier rein, wie sich die verschiedenen Typen in natura anhören

Jules Verne Trophy: Mastbruch auf “Spindrift 2” – Maxi Trimaran zurück nach Brest geschleppt

Auf dem 40 Meter Trimaran Spindrift ist auf dem Weg zur Startlinie des Jules-Verne-Rekordversuchs der Mast gebrochen. Skipper Yann Guichard ist mit seiner 11köpfigen Crew in Sicherheit. Weiterlesen

Volvo Ocean Race: Das Mann-über-Bord-Manöver – Glücksgriff nach Verzweiflungstat

Eine irre Geschichte, die das Scallywag-Team in den vergangenen Wochen beim Volvo Ocean Race im Zeitraffer erlebt hat. Vom gescholtenen, chancenlosen Underdog zum gefeierten Comeback-Team kurz vor dem Super-GAU. Weiterlesen

„Spindrift 2“ ohne Fortune: Mastbruch kurz vor dem Start!

"Spindrift 2": <p>
	Bitteres Aus schon vor dem zweiten Jules-Verne-Rekordversuch binnen einer guten Woche: Mastbruch stoppt &quot;Spindrift 2&quot; noch vor der Startlinie</p>

Der Crew geht es gut, ihrem Boot nicht mehr: Auf dem Weg zur Startlinie für den Jules-Verne-Rekordversuch hat der Trimaran „Spindrift 2“ seinen Mast verloren

„Spindrift 2“ startet zu Rekordversuch um die Welt

Spindrift: <p>
	Soll den Rekord im zweiten Anlauf holen: &quot;Spindrift 2&quot; mit Yann Guichard und Crew</p>

Der Maxi-Tri von Dona Bertarelli und Yann Guichard startet heute Nachmittag zum zweiten Anlauf, die Jules Verne Trophy von Francis Joyon zu erobern

Alles, was man wissen und sehen muss

boot Düsseldorf 2018

Die weltweit größte und wichtigste Wassersport-Messe wird ihrem Ruf gerecht. Die Neuheiten präsentieren sich innovativer und vielseitiger als je zuvor

Havarie: Mondfisch versenkt Yacht in der Bass-Straße – dramatische Rettungsaktion

Für Segler „down under“ gelten sie längst als eines der größten Risiken beim Hochseesegeln: Die Kollision mit einem sonnenbadenden Mondfisch wurde jetzt einer „Hobarts“-Yacht zum Verhängnis. Weiterlesen

Scharfe Kufen auf blankem Eis

Eissegeln ist die schnelle Art der Fortbewegung unter Segeln. Bald geht’s wieder los.

Der Beitrag Scharfe Kufen auf blankem Eis erschien zuerst auf Float Magazin.

Einfach nur Urlaub

Am 26. Dezember war es soweit. Unser kleiner Renault Modus war bis ans Limit vollgepackt, Filou ahnte nichts von der bevorstehenden Reise und wir waren voller Vorfreude auf unseren ersten gemeinsamen, ganz normalen Urlaub.

Man mag es kaum glauben, aber Sabrina und ich haben, seit wir zusammen sind, noch nie ganz normalen Urlaub gemacht. In den ersten Jahren sind wir, bis auf einen Kurztrip nach Schweden, überhaupt nicht weggefahren und später kamen die langen Auszeiten. Aber Urlaub, ohne Stress und Abenteuer, das war nach 13 Jahren tatsächlich eine Premiere für uns.
Eine Premiere war die bevorstehende Strecke auch für Filou. Etwa 650 Kilometer lagen vor uns und wir wussten nicht, wie er die verpackt.
In den Wochen zuvor habe ich viel mit ihm geübt. Fast täglich bin ich mit ihm Auto gefahren. Zuerst nur im Schritttempo für eine Minute bei uns durch die Spielstraße. Dann zwei Minuten, dann eine Runde um den Block und so weiter.
Die langsame Steigerung war wichtig für ihn, denn nach den unvermeidbaren Autofahrten über griechische Serpentinen ist ihm anfangs bereits übel geworden, wenn man nur den Motor gestartet hat. Also haben wir das Training sachte angehen lassen.
Nach ein paar Tagen war er soweit, dass er nach jeder Mittagsrunde freudig zum Auto gelaufen ist und darauf gewartet hat, dass es endlich los geht.

Und so sind wir an diesem Morgen am zweiten Weihnachtstag gestartet. Filou hat sich schnell entspannt und hingelegt. Nach einer Weile hat er allerdings bemerkt, dass wir diese Strecke noch nie zusammen gefahren sind. Er hat eine Zeitlang aus dem Fenster geschaut und wir haben oft Pause gemacht, um ihm die Fahrt so angenehm wie möglich zu gestalten.
Nach der dritten Pause war er so entspannt, dass er die meiste Zeit zufrieden geschlafen hat und am späten Nachmittag waren wir schließlich auf der Insel Römö in Dänemark und hatten den Schlüssel für unsere abgelegene Blockhütte.
Wir waren so glücklich darüber, dass diese Fahrt mit Filou so problemlos verlaufen ist. Er hat sich richtig wohl gefühlt. Übergeben musste er sich auch nicht.

„Unsere“ Blockhütte in Dänemark.

Nachdem alles aus dem Auto in die Blockhütte umgelagert war, konnte der Urlaub beginnen. Ein wenig Brennholz für den ersten Abend hatten wir bereits mitgebracht und nachdem der Kamin aufgeheizt war, wurde es langsam gemütlich. Die Umgebung vor unserer Hütte, einfach herrlich. Keine Straßenlaterne, kein Lärm, einfach nur Ruhe.
Dem Kamin gegenüber war Filou zuerst ein wenig skeptisch. Feuer hinter einer Glasscheibe, das kannte er noch nicht. Nach einer Weile hat er es sich dann aber mit gebührendem Abstand gemütlich gemacht.
In den Tagen darauf wurde dieser Abstand zum Kamin dann immer geringer und ab dem dritten Tag war Filou kaum noch vom Kamin weg zu bekommen. Er hat ihn geliebt!
Nach einer Runde im Winter durch die Heidelandschaft vor den warmen Kamin legen, ja das war sein Ding.
Und so vergingen die Tage auf dieser gemütlichen Insel in Dänemark. Wir waren dort zum durchatmen. Kein Sightseeing, kein Palaver. Einfach nur gemeinsam mit Filou zusammen sein. Ab und zu ein wenig Lesen und viel spazieren gehen. Ja, das tat gut.
Die meiste Zeit hat es zwar geregnet, aber nicht einmal das hat uns gestört. Im Gegenteil, der Kontrast zwischen verregnetem Winter und warmer Blockhütte war Klasse.

Wir haben nur wenige Ausflüge mit dem Auto unternommen. Überwiegend waren wir zu Fuß unterwegs. Eine Fahrt mit dem Auto über den Strand haben wir uns aber nicht entgehen lassen. Dafür ist Römö bekannt. Ich wüsste gerade nicht, wo man sonst noch mit dem Auto über den Strand fahren darf. Hier ist das jedenfalls erlaubt und macht richtig Spaß.

Silvester war es auf Römö deutlich ruhiger als wir das von zu Hause kennen. Das liegt zum einen daran, dass hier schlicht weniger Menschen wohnen, zum anderen am Verbot von Feuerwerkskörpern. Der Grund ist einfach: Ein Großteil der Häuser auf der Insel hat ein Reetdach. Was damit passiert, wenn eine Rakete in einer trockenen Neujahrsnacht in so ein Dach fliegt, kann man sich denken.
Alle halten sich natürlich nicht an diese Regel aber es waren nur wenige Raketen und Batterien, die um Null Uhr abgefeuert wurden. Nach einigen Minuten war der Spaß vorbei, was Filou gelegen kam. Wir wussten aus einer Nacht mit Böllern in Athen, dass er Angst davor hat. Kein Wunder, wenn man einmal miterlebt hat, wie zum Beispiel Ostern in Griechenland gefeiert wird. Dagegen sind Polenböller „Kinderkram“.
Also waren wir gut vorbereitet und haben versucht ihn mit einer Mischung aus Spiel und den besten Leckerchen die es für ihn gibt, bei Laune zu halten. Mit Fisch hat das bestens geklappt. Nach einem Kanonenschlag gab es Fisch! Fisch löst bei Filou in etwa die Reaktion aus, die Käse bei Samson von „Chip und Chap“ auslöst.
Diese Taktik haben wir bei unserem letzten Hund bereits erfolgreich angewendet, um ihn an Gewitter zu gewöhnen. Johnny stand damals nach wenigen Übungen immer freudig wedelnd an der Tür, wenn ein Gewitter aufzog. Wer zu der Zeit beobachtet hat, wie Sabrina und ich im Sommer bei Sturm und strömendem Regen mit Johnny im Garten gespielt haben, während es um uns herum geknallt hat, dachte wahrscheinlich auch: „Jetzt sind sie völlig durchgeknallt!“
Aber es hat funktioniert und es hat auch bei Filou funktioniert. Er ist schon jetzt deutlich weniger ängstlich.

Am 1. Januar.

Nach 10 ruhigen Tagen sind wir dann wieder Richtung Heimat gestartet und haben erst bei der Abfahrt bemerkt, dass wir ganz vergessen haben, uns den Hafen anzuschauen.
Es hat also geklappt. Wir konnten abschalten. So sehr, dass wir nicht einmal mehr an Nomade und ans Segeln gedacht haben.

Und die Rückfahrt? Die hat noch einmal besser geklappt als die Hinfahrt. Das Auto war für Filou mittlerweile ein angenehmer Lebensraum. Er hat unterwegs sogar gefressen und die meiste Zeit geschlafen. Nur 3 Pausen haben wir gemacht.

Für Sabrina und mich war dieser Urlaub in Dänemark Klasse. Wir hatten Zeit um Energie zu tanken, Zeit für Filou.