Archiv der Kategorie: News & Blogs

Todesursache Kielverlust war laut Gericht vermeidbar

"Cheeki Rafiki"

Das Gericht hat Versäumnisse des Vercharterers hinsichtlich der Wartung der „Cheeki Rafiki“ festgestellt. Über den Schuldspruch wird noch gesondert verhandelt.

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Covilles fabelhafter Atlantik-Rekord: 4 Tage, 11 Stunden!

Thomas Coville auf "Sodebo": <p>
	Thomas Coville auf &quot;Sodebo&quot;</p>

Der schnellste Solo-Weltumsegler hat den nächsten Rekord geknackt: Thomas Coville versagte nach dem rasenden Transatlantik-Ritt im Ziel fast die Stimme

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Covilles fabelhafter Atlantik-Rekord: 4 Tage, 11 Stunden!

Thomas Coville auf "Sodebo": <p>
	Thomas Coville auf &quot;Sodebo&quot;</p>

Der schnellste Solo-Weltumsegler hat den nächsten Rekord geknackt: Thomas Coville versagte nach dem rasenden Transatlantik-Ritt im Ziel fast die Stimme

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Glückwunsch, Mr. Händel!

Wassermusik Händel

Heute vor 300 Jahren wurde die Wassermusik uraufgeführt.

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Glückwunsch, Mr. Händel!

Wassermusik Händel

Heute vor 300 Jahren wurde die Wassermusik uraufgeführt.

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Susak. Die Insel, die die Winde schufen.

Aus der Ferne vom Meer her sieht Susak, die Insel vor Losinj, aus als würde eine Herde flauschig-grün-gefärbter Nacktmulle die Köpfe zusammen- und dem Ankömmling die rundlich-faltig-flauschigen Hinterteile entgegenstrecken. Susak gibt sich anders als die anderen Inseln, ist an seiner Oberfläche nicht von ragenden messerscharfem Kalkstein-Kanten geformt. Ist nicht zerklüftet, sondern steigt vom Meer gleichmässig steil an auf die Höhe eines Plateaus. Als wäre die Insel das Geschwisterchen des großen Tafelbergs drunten am Kap der guten Hoffnung. Susak trägt auch nicht den Bewuchs, der typisch ist für die Nachbar-Inseln. Ist nicht wie sie überzogen von dornigem Krüppelwuchs oder undurchdringlicher Macchie oder übersäht mir duftendem Salbei, der zwischen den scharfen Felsen wuchert. Sondern von Gräsern. Und langen, im Wind wiegenden Schilfhalmen. Es sind die Schilfhalme, die dem Inselrücken aus der Ferne das fluffige Nacktmull-Aussehen geben.

Warum auf Susak alles so ganz, ganz anders ist, hat mit einer geologischen Rarität zu tun: Susak ist nicht einfach nur nackter Fels. Auf den üblichen drei Meter aus dem Meer ragenden Kalkstein-Buckel hat der Wind noch einmal die vierfache Höhe Sand draufgepackt. Lößsand. Feinster hellbrauner Staub, weich wie Fell, angeweht während der Eiszeit aus den urweltlichen Ablagerungen von Urflüssen, feinster grauer Staub von irgendwoher „vom Winde verweht“. 

Es waren die Winde, die den Sand hierhertrugen und – der Himmel weiß, in was für einer irrwitzigen Konstellation aus Wetter, Witterung, Luft- und Meeresströmungen – über Jahrhunderte den feinen Sandstaub mit an Ewigkeit grenzender Geduld in einer hohen Schicht auftürmten. Es bleibt ein Rätsel, warum die Winde das genau hier taten. Auf einer Insel mitten im Meer. Und nicht ein paar Seemeilen weiter auf den benachbarten Inseln Losinj oder Unije. Es bleibt ein noch größerer geologischer Aberwitz, dass der schlichte Haufen Sand über Jahrhunderttausende an dieser Stelle liegen blieb. Und sich erhielt. Es scheint wie ein Wunder, dass der feine, von jedem Windhauch aufstäubende Lößsand sich nur drei Meter entfernt über den nagenden Wellen erhebt, auf die er quasi von oben



herabschaut, während sie zu seinen Füßen toben. Aber zu überheblich sollte er ob seines Sonderstatus nicht sein, der Lößsand. Denn dort, wo die Bora, der böige Nordost oder der Südwest die Wellen höher als anderswo gen Susak jagen, sieht man deutlich, wie sie dem Schilf den Löß unter den Füßen wegziehen. 



Susak. Eigentlich gefällt mir sein italienischer Namen weit besser: Sansego. Alles Geheimnis der Welt schwingt in diesen sieben Zeichen mit. Sansego. Es ist Nachmittag, als ich aufbreche und LEVJE alleine vor Anker in der Bucht zurücklasse. Und mit dem Dinghi an Land hinüberrudere. Was ich keinen Moment bereue. Wilde Bienen haben Löcher, ihre Nester, in die steil ansteigenden Wände des Löß gegraben. Es summt und brummt, dass ich einen Moment ganz iritiert bin, ob der Bienenschwarm sich nicht gleich gegen mich, den fremden Eindringling rottet. Und sich als wütende Wolke auf mich stürzt. Aber nichts passiert. 

Ich klettere den steilen Pfad hinauf. Eigentlich ist es nicht mehr als eine handbreite Furche in allerfeinstem Sand, die in steilen Zichzacklinien hinaufführt aufs Plateau. Ein ums andere Mal rutsche ich auf dem feinen Sand aus, erinnere mich, wie das damals war, das erste Mal als ich hier war, mit Katrin, nach einem Regen. Wo der feine Sand nichts anderes war als eine schmierige Rutschbahn.

Ich folge weiter der schmalen Furche im Sand, als hätte sie jemand mit dem Maßband abgemessen. Plötzlich erhebt sie sich zur drei Meter tiefen, schmalen Schlucht im Sand. Alles ist von dichtem Grün überzogen, Gräser, Dornen, Blüten, Pflanzen. Und keine Macchie, wie anderswo. Sansego-Susak verblüfft, auf Schritt und Tritt.



Dann stehe ich oben auf dem Plateau. Ein weiter Blick hinunter in die Bucht, auf Levje. Ob sie immer noch in der Mitte der Bucht ist, wo ich sie zurückließ? Dann weiter. Der sandige Weg ist jetzt ein Feldweg im Sand, der dort oben verläuft. Nicht mehr zwischen Sandwänden, sondern jetzt zwischen übermannshohen Schilfwedeln. Und in den



Schilfwäldern Felder. Und Weinberge. Auf Susak wird neuerdings wieder Süßwein angebaut. Wenn ich ehrlich bin, unternehme ich die Wanderung ja nur, um vielleicht irgendwo hier auf der Insel eine kleine Flasche Susak-Süßwein in irgendeinem Markt zu ergattern. Aber bis zum Ort der Insel, dessen eine Hälfte sich etwas entfernt in die einzige Hafenbucht duckt und dessen andere auf dem Sandplateau oberhalb, brauche ich noch ein wenig.




Stattdessen komme ich zuerst zum Friedhof. Er liegt eine Viertelstunde außerhalb des Ortes, ganz im Südwesten der Insel. Die schmiedeeiserne Tür zum Friedhof ist offen. Die Gräber stammen ausnahmslos ab den Jahren um 1850. Es sind Familiengräber. Die Picinichs liegen hier. Und die Tarabocijan. Die Busanic. Die Skrivanic. Und die Morin. Es sind Namen, hinter denen die italienischen Wurzeln noch hervorlugen, man muss einfach nur an jeden dieser Namen ein -o ans Ende hängen. Und schon wäre er wieder sichtbar, der einstige italienische Name. Jetzt sind sie irgendwie eingepasst, eingefügt in diese nordkroatische Welt. War ein Teil der Bewohner einst Einwanderer? Aus Italien? Oder sind die Dinge komplizierter: Kroaten aus den italienischen Minderheiten Istriens und Rijekas rund um den Kvarner, die hierher auf die abgelegene Insel kamen. Und blieben.



Auch die Vornamen: Domenico. Maria. Anna. Es ist, als wäre ich in einem entfernten Außenposten der italienischen Welt gelandet. Ein Teil von ihr. Und doch kein Teil. Etwas, das seine Wurzeln nicht verleugnen will. 

Neben jedem Namen prangt hinter Glas ein Foto des Verstorbenen. Domenico: Ein resoluter Mann mit weißem Vollbart, gestorben wie seine Frau Maria vor fast eineinhalb Jahrhunderten hier auf der Insel Susak. Fotografien aus der Anfangszeit der Fotografie. Es muss einen Fotografen gegeben haben hier auf der Insel, der all die Menschen zu Lebzeiten fotografierte, ihre Gesichter auf eine Glasplatte bahnte. Ein Gott auf Erden, der den Menschen der Insel im fahlen Licht seiner Dunkelkammer das ewige Leben schenkte – zumindest als auf Glas gebannte Fotografie. Sie schauen, Männer im Gehrock mit weißen Vollbärten, ihre Frauen unter tief in die Stirn gezogenen Kopftüchern den Betrachter an, gleichmütig, reglos, über die Jahrhunderte hinweg. Wie der Fotograf es ihnen in diesem einem Moment aufgetragen hatte. Ein flüchtiger, vergänglicher Augenblick vor eineinhalb Jahrhunderten, festgehalten, gebannt für die Ewigkeit.

So wie auch die Insel Susak/Sansego.

Es heißt, sie wären gute Seeleute gewesen, die Männer von Susak. Es heißt auch, dass sie ihr Schicksal selbst in die Hand nahmen, als die neuen jugoslawischen Machthaber im fernen Belgrad ihnen mit harter Fischerei- und sonstiger Planwirtschaft jede Perspektive auf ein besseres Leben nahmen. Zwischen 1950 und 1965 verliessen über 2.500 Emigranten die Insel, fast zwei Drittel der damaligen Bevölkerung. Und gingen auf der Suche nach einem besseren Leben nach New York, wo ihre Nachfahren noch heute überwiegend in New Jersey oder in Hoboken leben. Und in Susak? Leben heute keine 200 Menschen. Nur im Sommer, wenn Feriengäste kommen und Verwandte der einstigen Besitzer vom kroatischen Festland, um hier Urlaub zu machen, wächst die Inselbevölkerung für einige Wochen wieder auf ihre ursprüngliche Größe an.










Als ich nach Stunden zur Bucht zurückkomme, in der LEVJE schaukelt, kann ich nicht anders: Ich sammle in einer alten Plastikflasche, die das Meer angespült hat, ein wenig von dem wunderbaren weichen Sand von Susak ein. Für Daheim. Auf einem Bord im großen Raum unseres Zuhauses stehen etwa 20 Flaschen mit Sand. Manchmal schaue ich sie an. Eine Flasche mit dem rotbraunen Sand von Porto Baratti vor Elba ist dabei, fast rot, weil an diesem Strand einst Etrusker Eisenerz verhütteten. Und eine italienische Firma immer noch 100 Jahre damit zu tun hatte, um noch einmal die Schlackenberge einzuschmelzen, die die Etrusker übrig gelassen hatten. Der hellgraue Sand von Canuta in Apulien, nahe von Foggia, wo die Burgen Friedrichs II. stehen. Der dunkle Sand vom Strand von Bozburun in der Türkei, wo sie die schweren Gülets bauten. Sand aus Korsika. Sand aus der Karibik. 

Aber keiner ist so fein, so puderig, wie der Sand von der Insel Susak.


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Land in Sicht!!! – Ankunft in Eyemouth

Zu Beginn der Nachtwache bin ich noch reichlich müde. Man fängt dann immer ganz leicht an zu halluzinieren, sieht einzelne Lichter aufblitzen oder Ähnliches. Doch halt, dieses Licht war jetzt schon zum zweiten Mal an der gleichen Stelle. Vielleicht ein Fischer der in den Wellentälern kurz verschwindet denke ich mir. Als sich da Leuchten einige Minuten lang immer im exakt gleichen Rhythmus wiederholt ist klar: Land in Sicht! Das da vorne, in etwa 30sm Entfernung ist der Leuchtturm Longstone!! So langsam kann ich verstehen welche Faszination die Leuchttürme in vergangenen Zeiten auf Seeleute gehabt haben. Ich denke mir, dass es nun geschafft sei, freue mich auf die Ankunft am nächsten Tag und bringe die vermutlich letzte Nachtwache hinter mich bevor ich gegen 0400 abgelöst werde und mich noch mal aufs Ohr legen kann. Bald sind wir da.

Die Nordsee hatte jedoch noch andere Pläne mit uns. Als ich gegen 0500 in der Koje liegend in einem Wellental fast abhebe ist klar, dass der Wind mal wieder aufgedreht hat. Ich gehe an Deck um mir das ganze Mal anzuschauen und grummel in mich hinein. Der Wind hat auf Schlag gedreht und  ein ganzes Stück früher als erwartet zugelegt. Noch dazu kommt er nicht wie angesagt aus Südwesten sondern wird durch den Firth of Forth, einne tief eingeschnittene Förde in Schottland, wie durch eine Düse nach NNW umgelenkt. Man kann sich das ganze so in etwa wie den Effekt vorstellen den einen bei starken westlichen Winden in der Flensburger Außenförde erwartet. Nur eben mal 10.
Eine kurze Überlege- und Abwägungsphase folgt. Der Wind bläst jetzt schon mit etwa 20kn von vorne. Natürlich könnte man das aufkreuzen. Der Hafen von Arbroath ist jedoch ab halber Tide mit einem Schleusentor verschlossen, wir müssten spätestens um 1600 dort sein. Ob das bei den aktuellen Bedingungen gelingt ist sehr fraglich. Könnte klappen, wir hätten aber überhaupt keine Reserven mehr. Also ist Arbroath nicht mehr sicher zu machen. Ein weiteres Mal macht sich der Bananenkurs bezahlt und wir können uns einen Hafen südlicher aussuchen. Die Wahl fällt auf Eyemouth. Immerhin schon in Schottland. Eigentlich mag ich dieses Gefühl gemachte Pläne aufgeben zu müssen ja nicht sonderlich, aber heute ist das irgendwie egal. Ein Törn über die Nordsee lässt einen die richtigen Prioritäten setzen.

Die letzte Kreuz wird durch den zunehmenden Wind allerdings zur Tortur. Die Welle die sich aus NNW rasch aufbaut kämpft mit der aus Dünung aus SW der letzten Tage. Und wir Hart am Wind mittendrin. Aber wo sollen wir jetzt auch hin außer in Richtung Land. Wenigstens wird das ganze mit jeder Meile die wir uns dem Land nähern erträglicher. An Kaffeeaufsetzen ist bei dem Wind nicht zu setzen. Der Anblick des ersten „richtigen“ Landes elektrisiert am frühen Morgen dann aber trotzdem. Hohe Hügel, Täler und einige Klippen sind auszumachen. Wir sind in Great Britain angekommen – Die Nordsee ist geschafft.  Und dazu scheint auch noch die Sonne. Ich setze das Fernglas kaum mehr ab. Und gleich am ersten Tag fällt mir dann auch gleich das erste Castle sofort ins Fernglas. Schon die ersten paar Minuten Landsicht machen deutlich, dass wir an einer völlig fremden Küste gelandet sind.

Zu viel Ablenkung ist aber nicht erlaubt. Hier an der Ostküste liegen unzählige Fischernetze und Bojen verstreut. Daran hängen Lobster Pots, Käfige zum Hummerfang. Kann man sich super drin verheddern. Entgegen den Dingern in der Ostsee sind die hier aber maximal mit einem kleinen Kugelfender markiert und entsprechend schwer zu entdecken. Oft ist es schon zu spät. Ein Grund mehr warum ich die englische Ostküste auslassen wollte. Nach einer Erhebung einer englischen Segelzeitschrift hatte bisher jeder zweite Round-Britain Skipper ein unangenehmes Aufeinandertreffen mit den Lobster Pots… Besonders Erfolgreich kann der Fang allerdings irgendwie nicht sein. An der gesamten britischen Nordseeküste ist mir bisher kein Hummer im Restaurant oder zum Verkauf untergekommen. Vielleicht brauchen die Fischer deswegen so viele Bojen… ;-)

Heute haben wir aber Glück und treffen keinen Lobster Pot. Mit jedem Kreuzschlag wird die Küstenlinie rauher und eindrucksvoller und gegen Mittag liegt die Ansteuerung von Eyemouth direkt vor uns. Gleich zum Anfang mitten durch Felsen, die nur mit einer einzigen Leitlinie versehen seind, hindurch. Als wir dann durch die Molenköpfe hindurch gleiten fühlt sich das fast unwirklich an. War es das schon?
Nonsuch wird festgemacht und ein kleiner Anleger steht sofort bereit. Auch ohne den werden die Knie an Land schnell schwach. Nach den 4,5 Tagen auf See wird man eher land- als seekrank. Der Hafenmeister, ein lustiger schottischer Opa, freut sich mit uns und zeigt uns mit einer (noch) ungewöhnlichen Herzlichkeit alle Facilities seines Hafens.

Was folgt ist das erste große Durchatmen. Eyemouth ist ein echter Glückstreffer, ein richtig uriger schottischer Fischereihafen. Der Hafen ist bereits einige hundert Jahre alt uns überall von typisch britischen Steinhäuschen umgeben. Genau so stellt man sich seinen ersten britischen Hafen vor.  Ganz ungewöhnlich für uns Deutsche: Hier sind Yachties und Fischerei völlig gleichberechtigte Nutzer des Hafens. Im Hafen tummeln sich einige Kegelrobben die jeden einlaufenden Fischkutter verfolgen und sich mit artistischen Einlagen jedes Mal einige Fische ergattern. Fast schon dressiert wirken die flapschigen Gesellen und sind DIE Attraktion für die an diesem sonnigen Tag durch den Hafen schlendernden Passanten.

Zwei Tageshighlights steht heute noch an, doch zunächst mal bekommt Nonsuch eine kleine Wellnessbehandlung. Die Tage auf der Nordsee haben Spuren hinterlassen. Alles ist mit einer dünnen Salzschicht überzogen und wirkt stumpf. Obwohl ein Pint frisch gezapftes Ale und eine Dusche eigentlich das tollste überhaupt wären, wird das Boot erst mal einer Komplettreinigung überzogen und die verschiedenen Schapp-Füllungen die sich auf der letzten Kreuz im ganzen Schiff verteilt haben, wieder einsortiert. Und dann sind wir dran: Die Dusche war wahrscheinlich die beste meines Lebens. Man merkt richtig wie sich jeder einzelne Muskel unter dem brühwarmen Wasser wieder löst. Als wir dann wieder aussehen wie zivilisierte Menschen geht es dann trotz Müdigkeit noch in den ersten Pub. Das muss am Tag der Ankunft einfach sein. Einen typisch schottischer Steak Pie, quasi ein Gulasch mit Blätterteighaube und Chips, den typisch dicken Pommes, dazu  ein Pint schottischen Cider später ist der Pubbesuch aber auch schon beendet. Nichts geht mehr. Den Weg ums Hafenbecken herum zum Boot gehen wir wie die Opas, kriegen kaum die Füße noch hoch. Noch in Klamotten falle ich sofort in die Koje. Angekommen in Schottland. Fertig, aber glücklich.

Und was Eyemouth mit dem Monster von Loch Ness zutun hat, erfahrt ihr auch bald….

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SV Makaio – Stephanie Seifert AT

ZICKE-ZACKE-SEGELN ZWISCHEN ROTEN UND GRÜNEN GATES

Wetter: Sonne satt. sogar ein bisschen warm. Wir haben alle gut Farbe bekommen und konnten sogar die kurzen Hosen auspacken (Windjacken mussten trotzdem sein). Die „dänische Südsee“ hat ihrem Namen alle Ehre gemacht.

Stephanie Seifert

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SV Puffinus – Chantal + Roger Rodenhäuser CH

SCHWEIZER SEGLER FISCHEN SCHLAUER

Hallo Peter,
wie du siehst, haben wir dich nicht vergessen. Wir sind, ich hoffe nur noch momentan, im Dauersteress. Wir wollen ja Lemmer anfang August richtung Süden verlassen. Eine ganze Liste „to do“ ist noch da. Von noch nicht fertigen Arbeiten bis Bunkern alles vorhanden. Irgendwie werden wir auch das noch schaffen.

Ich musste über deinen spitzigen Bleistift lachen obwohl es eigentlich zum Weinen wäre. Humor ist wenn man trotzdem lacht. Ich finde es toll, dass dir noch soviel Humor geblieben ist. Ich kann es dir bestens nachfühlen da wir Leidensgenossen sind. Ich 67, auch in der 3. Lernetappe… 35 Jahre Geschäftstätigkeit mit allem was dazu gehört… Aber wir sind beide Unternehmer und unternehmen etwas, auch im Wissen, dass es schief gehen kann. So bleibt das Leben eben lebendig und spannend. Mein beruflicher Ausstieg ist mir wahrhaftig geglückt und ich hoffe, dass es so bleibt, wie es jetzt ist. Ich habe meinen Betrieb mit allem drum und dran inherhalb 10 Minuten per Handschlag verkauft, die Liegenschaft innerhalb 6 Monate um und ausgebaut und vermietet. Aber von nichts kommt eben nichts. Dann konnten wir uns in Ruhe dem Bootsbau widmen. Ich hoffe, dass auch dir, wenn du nicht mehr magst, der Ausstieg gelingt.

Besten Dank für deine Tipps. wir haben schon darin geschmökert und geschmunzelt, was es alles so gibt. Naja, jedem sein eigenes Schiffchen oder jedem Narr seine Kappe ( Vorsicht: Sarkasmus ). Wir werden in deinem Blog weiter lesen und uns amüsieren.

Das Hilfsruder ist montiert und das erste Manöver gefahren. Mir scheint es geht ganz gut. Bald kommt das Rausfinden, wie man bei Fahrt die Anlage richtig einstellt. Wir sind sehr gespannt.

Wir sind fast drei Jahre in Lemmer und haben natürlich auf dem Boot gelebt und gearbeitet. Z.B. Die Toilette, wohlverstanden die 3. endlich brauchbare, und eingebaut. Elektrisch wie es sich gehört. Probespülung … welch ein Gefühl, das zu sehen. Doch was ist jetzt??? Nach dem dritten Probelauf kein Wasser. Überlegen, suchen, demontieren, und siehe Foto. Kein weitere Kommentar. Andere gehen angeln, wir machen das modern. Nach dem 5.ten Fisch haben wir es aufgegeben, das Schiff rausgenommen und ein provisorisches Sieb montiert.

Jetzt wünschen wir euch noch einen schönen Sonntagabend.
Herzliche Grüsse
Chantal und Roger

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SV Muktuk – Andreas Neumann GER

EIN LOBLIED AUS NZ UND EINE LÖSUNG FÜR SCHLAUMEIER

Als in den 60er Jahre Elga und Ernst-Jürgen Koch als erstes Weltumsegler-Paar unterwegs waren, musste immer einer der beiden am Ruder stehen. Hut ab, wir können uns heute nicht vorstellen, welche Strapazen das für die beiden bedeutet hat.

Pacific Plus + AP

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Neue Scheiben braucht das Boot

Eigentlich braucht Nomade für die nächsten Etappen erst mal nur ein paar neue Rahmen, mit denen die vorhandenen Scheiben gehalten werden. Einige dieser Rahmen sind nämlich so stark korrodiert, dass Bruchgefahr besteht, sollte sich dort mal eine Welle von der Seite ungünstig austoben.
Das Problem vor Ort war allerdings, dass die Schrauben, mit denen die alten Rahmen gehalten werden, so festgegammelt sind, dass man das alles nur noch mit Gewalt lösen kann. Die Scheiben sind jedoch aus Echtglas. Es handelt sich dabei noch um die Originalen aus den 70ern, welche versenkt im Stahl mit unbekanntem Kit eingebettet sind.
Sprich, die Bruchgefahr beim Ausbau und damit das Risiko plötzlich ganz ohne Fensterscheibe dazustehen ist nicht zu unterschätzen. Und da ich langfristig sowieso von diesen Glasscheiben und dem Einbauprinzip weg wollte, habe ich nun „Nägel mit Köpfen“ gemacht und die Zeit in Wesel genutzt, um die ersten vier neuen Scheiben aus Polycarbonat anzufertigen.

Die Neuen werden nicht, wie die alten Glasscheiben, nur vom Rahmen auf kleiner Fläche gehalten, sondern sie werden mit dem Rahmen zusammen großflächig verschraubt. Das wird dazu führen, dass die Dichtfuge eine echte Fuge ist und (noch wichtiger) der Rahmen aus Aluminium keinen flächigen Kontakt mehr zum Stahlrumpf hat.
Die große Auflagefläche des Rahmens direkt auf dem Stahlrumpf hat nämlich dazu geführt, dass der Rahmen bei niedrigen Außentemperaturen so stark abgekühlt ist, dass er regelrecht in Kondenswasser geschwommen ist. Er hat über die Verschraubung nun praktisch als Anode gewirkt und sich geopfert.
Mit den neuen Scheiben aus Polycarbonat wird der Rahmen flächig vom Stahl isoliert. Wärmeverlust findet dann größtenteils nur noch über die Schrauben statt. Ob diese Maßnahme allein ausreicht um Kondenswasser zu verhindern, wird dann die Praxis zeigen.

Neue Rahmen haben wir bereits einige an Bord. Die hat Nomades Vorbesitzer noch anfertigen lassen.
Die neuen Scheiben bestehen aus 8mm Polycarbonat mit UV Schutzschicht. Ich konnte ein günstiges Reststück bekommen, welches geradezu ideal für 4 Scheiben gereicht hat. Nachdem Zeichnung und Fräsprogramm erstellt waren, habe ich das Material mit meiner CNC Fräse bearbeitet. Polycarbonat lässt sich sehr gut fräsen, wenn Vorschub und Drehzahl gut eingestellt sind. Man muss nur auf ausreichende Kühlung achten, damit das Material nicht schmilzt und den Fräser verklebt.
Nach dem Fräsen musste ich nur noch 4 Stege pro Scheibe durchtrennen und die Kanten entgraten.

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Murphy`s Law

Wer sich heute vielleicht gewundert hat, warum unser Tracker zunächst den Aufbruch, dann aber unsere Rückkehr nach Archangelsk zeigt. Hier die Aufklärung:



Morgen nächster Versuch …

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