Kategorie: News & Blogs

Die 25. Neuerscheinung bei millemari: Bergretter berichten über ihre dramatischsten Momente.

Wieso ein Segler Geschichten über Bergretter 
und ihre Rettungsaktionen in den Bergen schreibt.

Am Anfang war es nur eine Schnappsidee. Wieso nicht mit Bergrettern reden? Und Geschichten über ihre dramatischsten Momente erzählen? Die Idee geisterte eineinhalb Jahren in unseren Köpfen herum. Aber konkret wurde sie erst im Sommer 2018, als die BERGWACHT BAYERN unseren Vorschlag nicht nur anhörte, sondern das Projekt gut fand. 

Irgendwann Ende September, nach der Rückkehr von meinem Einhand-Törn Sizilien-England setzte ich mich in den Zug und aufs Fahrrad und reiste zu den ersten Interview-Terminen mit Bergrettern – manche lebten ja nicht weit von meinem Zuhause in Oberbayern entfernt. Etwas mulmig war mir da schon, wem ich da begegnen würde. 

Aus den ersten Gesprächen mit Bergrettern kam ich verändert. Die Männer und Frauen, mit denen ich mich zu Interviews traf, hatten mehr mit mir als Segler zu tun als ich angenommen hatte. Sie suchten das andere Element, die Berge genau so, wie ich das Meer suchte. Sie fühlten sich in ihrem Element in den Bergen, so wie ich mich draussen auf dem Meer fühlte. An einem Ort, der wunderschön sein konnte und blitzschnell bedrohlich. Ein Ort, der ihnen oft mehr inneren Reichtum und Erfüllung bescherte als man für Geld kaufen könnte.

Ich war fasziniert von den ersten Gesprächspartnern. Wer aufs Meer, geht ein anderes Risiko ein als die meisten anderen Menschen. Wer bei jedem Wetter auf den Berg geht, um andere zu retten, tut das noch extremer. Nicht wenige unter den Bergrettern erzählten mir freimütig, dass es ihr eigener 

schwerer Unfall am Berg war, der sie erst bewogen hatte, bei der Bergwacht mitzumachen. Es war merkwürdig: Ich, der ich in München geboren und mich ein Leben lang in Bayern fremd und andersartig gefühlt hatte, entdeckte plötzlich Gleichgesinnte, die tickten wie ich. Vor allem, was das Angezogen-werden von rauher Natur anging. Und das sich selber-spüren und -finden genau in dieser unwirtlichen Natur.

Unterschiede gab es zuhauf. Ich begegnete Menschen, die die 1.000 Höhenmeter entlang des links und rechts jäh abfallenden Jubiläumsgrates ohne Halt traumwandlerisch sicher in wenigen Stunden entlangeilten als wäre es ihr Treppenhaus. Meine Höhenangst erwachte schon beim bloßen Zuhören. 
Erzählte ich aber, was ich diesen Sommer getrieben hatte, allein die spanische Südküste durch Gibraltar über die Biskaya bis nach England, sahen mich genau dieselben Menschen mit schreckgeweiteten Augen an: „Übers Wasser? Mein Gott! Da könnt‘ ich mich ja nirgendwo festhalten.“

Bergretter bei der Arbeit. Hier bei der Bergung eines Verunglückten aus einer Gletscherspalte.
© C. Vogg

Ohne Zweifel ist das Buch AM BERG. BERGRETTER ÜBER IHRE DRAMATISCHSTEN STUNDEN mein bisher spannendstes Buch geworden. Ich freue mich, wenn Sie mehr über dieses Projekt wissen wollen:

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PS: Weil wir bei millemari. die Arbeit der Bergretter unterstützen wollen, spenden wir 25% vom Verkauf jedes Buches für die Bergretter.

In enger Zusammenarbeit mit der BERGWACHT BAYERN – jetzt bestellbar:
als Hardcover. Mit Leinen-Umschlag. Und Lesebändchen.
als Paperback.

Golden Globe Race – Windvane Striptease #2

JEAN-LUC VAN DEN HEEDE – MARK SLATS – MENSCH UND MASCHINE

Windv. Striptease #2

Astrogeschichte aus Bourgenay – Teil 3

Mehr als 3 Jahre ist es nun her, dass ich einen Beitrag für die Kategorie „Astroblog“ geschrieben habe und wer hätte gedacht, dass es noch eine dritte Astrogeschichte aus Bourgenay geben wird? Also ich zumindest nicht.
Aber beim durchstöbern des Archivs, bin ich gestern über ein Foto vom Mond gestolpert, welches ich doch tatsächlich in Bourgenay aufgenommen habe. Am 12. September 2014, steht dort am unteren Rand des Fotos geschrieben, und ja, ich kann mich sogar noch daran erinnern, wenn auch lückenhaft.

Zwei Tage nachdem ich schon einmal wegen des Mondes mit Stativ und Kamera unterm Arm auf die Mole gelaufen bin, war ich in dieser warmen Nacht im September noch einmal unterwegs, um unseren Trabanten mit Sabrinas Kamera einzufangen. Keine Ahnung, wie oft ich den Mond nun schon abgelichtet habe, aber er wird mir nie langweilig. Ich kann das immer wieder machen und genieße es jedes Mal aufs Neue. Vielleicht bin ich ja mondsüchtig.
Zumindest in dieser Nacht muss es wohl so gewesen sein. Laut Beschreibung des Fotos, war es 1:53 Uhr, als die letzten Photonen vom Mond in Bourgenay ihren Weg durchs Objektiv gefunden haben und es waren ziemlich gute Photonen. Das Bild ist eines der schärfsten, welches mir mit dieser kleinen Kamera gelungen ist. Das Seeing muss also recht ordentlich gewesen sein.

Das dürfte nun wirklich die letzte Astrogeschichte aus Bourgenay gewesen sein.

Hier ist das Foto (klicken um es in Originalgröße zu sehen):

Mittelmeer-Expertise auf der f.re.e

Das ADAC Mittelmeerskipper-Treffen ist fester Bestandteil der größten Reise- und Freizeitmesse in Bayern: auch 2019 lädt die ADAC Sportschifffahrt zum beliebten Erfahrungsaustausch der Mittelmeer-Skipper im Rahmen der größten f.re.e aller Zeiten.

Logo der größten Freizeit- und Reisemesse in Bayern: f.re.e.Das etablierte Mittelmeerskipper-Treffen findet in diesem Jahr wieder im Rahmen der Reise- und Freizeitmesse f.re.e am Samstag, dem 23. Februar 2019 um 16.00 Uhr statt. Veranstaltungsort ist die Messe München, Raum B 52 (über Halle B5).

Erneut wartet der ADAC mit geballter Mittelmeer-Expertise auf: Neben Experten-Tipps von JoJo-Wassersport zur elektronischen Navigation an Bord und der Vorstellung der jüngst gelaunchten Online-Routenplanung im ADAC Skipper-Portal wird Michael Amme, Fotograf und Autor der „Yacht“ und Mitbetreiber des Portals blauwasser.de, einen Überblick die facettenreichen Reviere im Mittelmeer geben.

Unter Moderation von Dr. Steffen Häbich, Leiter Special Interest Tourismus beim ADAC e.V., stehen folgende Fachvorträge auf dem Programm:

„Sicher unterwegs – Elektronische Navigation an Bord“

Referentin: Simone Staudacher, JOJO Wassersport, München
Vortragsdauer: ca. 30 Minuten + anschließende Fragerunde/Diskussion

Online-Routenplanung mit dem ADAC Skipper-Portal

Referent: Axel Brinkmann, ADAC e.V., Redaktionsleiter Sportschifffahrt
Vortragsdauer: ca. 15 Minuten + anschließende Fragerunde und Diskussion

Das ideale Revier für jede Jahreszeit, jede Crew & jeden Anlass: eine Vorstellungsrunde der facettenreichen Mittelmeerdestinationen

Referent: Michael Amme, Betreiber blauwasser.de, Fotograf & Autor „Yacht“
Vortragsdauer: ca. 30 Minuten + anschließende Fragerunde und Diskussion

Dr. Steffen Häbich wird zusätzlich über Neuigkeiten aus Kroatien berichten, die aktuellen Informationen und Zahlen um Kurtaxe, klarieren & Co. stoßen bei den Kroatien-Skippern stets auf großes Interesse und Nachfrage.
Die aktuellen Aufenthaltsgebühren  mit entsprechenden Hintergrundinformationen finden Sie in der bereits im letzten September veröffentlichten Meldung Kroatien – Festsetzung der Kurtaxe für 2019

Nach den Vorträgen gibt es jeweils ausreichend Möglichkeiten für Fragen und Diskussionen, eine Anmeldung zur Veranstaltung ist nicht erforderlich. Das Veranstaltungsende wird voraussichtlich um 18 Uhr sein.

Die Messe München und die ADAC Sportschifffahrt freuen sich auf zahlreiche Beteiligung.

Bayerns größte Reise- und Freizeitmesse lädt vom 20. bis 24. Februar (jeweils von 10 – 18 Uhr) auf dem Messegelände München ein, parallel dazu finden in zwei Sonderhallen wieder die MÜNCHNER AUTOTAGE (20. bis 24. Februar) und die Golftage (22. bis 24. Februar) statt.

Im Vorverkauf gibt es die Tagestickets für 9 € statt 12 € pro Person.

Online unter www.free-muenchen.de oder in den ADAC Vorverkaufsstellen (nur für Clubmitglieder)

SV Asteria – Tapio Lehtinen FIN – GGR

BARNACLES UPDATE 800 nm WEST OF CAPE HOORN

Tapio Lehtinen

 

SV Jaune Citron – Emmanuel Vovard FR

EIN LEBEN MIT DREI WINDPILOTEN

Wiederholungskäufe in Frankreich findet regelmässig seitens der Werften statt. So haben wir hunderte OVNI´s ausgerüstet, BOREAL ordert Windpilot Systeme im Monatstakt und auch bei GARCIA gehört vielfach ein Windpilot zur Heckgarderobe.

Alles ganz normal! Weniger normal, wenn wir an ein und dieselbe Familie nun das dritte Windpilot System zu liefern haben. Emmanuel Vovard schrieb vor kurzem diese Mail:

Bonjour Peter,

En 2005 / 2006, je vous ai acheté un windpilot pacific pour mon Dufour 42 Sortilège qui m’a donné toute satisfaction au cours de toure du monde.

Plus récemment mon fils Victor vous a également acheté un windpilot pacific pour son Gib Sea 312  qui l’a amené en toute sécurité dans le pacifique sud.

J’ai donc toute confiance en votre matériel.

Je souhaite équiper mon voilier Armagnac chantier Aubin de 8.55m et de 2.5t à 3.0t d’un régulateur. 

Merci de me confirmer que le Windpilot pacific light est le bon choix pour ce bateau.

Merci également de m’indiquer la procédure pour finaliser cet achat.

Bien à vous,

Emmanuel VOVARD

Emmanuel hat nun den Plan, mit seiner Jahrzehnte alten Armagnac noch einmal Richtung Westen aufzubrechen, nachdem er seiner Dufour Sortilège die Welt umrundet und sein Sohn Viktor auf einer Gib Sea 312 zwei Jahre im Pacific gewesen ist, wird eine Pacific Light nun seit dritter Kauf bei uns sein. Ein schöneres Kompliment kann man sich eigentlich nicht wünschen … darum verdaue ich das jetzt … und zeige ein paar wunderschöne Fotos aus Emmanuels und Viktors Blog, die gute Laune verbreiten und ein Lächeln auf Gesichter zaubern. Oder nicht?

SV Matmut – Jean Luc Van Den Heede FR

ANKUNFT LES SABLES IM JANUARREGEN

SV Mammut – Jean Luc Van den Heede FR

 

Videoupdate #44

Das neue Videoupdate ist fertig!

Diesmal habe ich ein wenig so gewerkelt, wie bei meinen frühen Kurzfilmen und so, wie wir das 2014 schon einmal Ansatzweise hatten. Viel Musik, ein bisschen kritisch, Höhen, Tiefen und kurz! Knapp 6 Minuten, wenig Gequatsche, konzentriert aufs Bild.
In den 6 Minuten lässt sich so eine Reise natürlich nicht erzählen und so habe in letzter Zeit öfter darüber nachgedacht, wie man das ganze Archivmaterial am besten zeigen kann. Klar, mit einem Dokumentarfilm zum Beispiel und der wird auch irgendwann gemacht. Nur dauert es bis dahin noch eine ganze Weile, weil ich dafür mehr freie Zeit bräuchte, als ich in diesem Jahr voraussichtlich übrig haben werde.
Noch dazu gibt es viel Filmmaterial welches ich in der Doku überhaupt nicht oder nur stark gekürzt zeigen könnte und um das es schade wäre, wenn es im Archiv verstauben würde.

Deshalb habe ich mich dazu entschlossen, euch in weiteren Folgen (ich schätze im Moment 3 an der Zahl) ein wenig ausführlicher mit auf die Reise zu nehmen. Videoupdate #44 ist also eine Art Pilotfolge die hoffentlich neugierig macht auf mehr. Die weiteren Teile sollen dann in etwa 4 wöchigem Abstand erscheinen und in diesen Teilen wird auch wieder mehr gequatscht.

In dieser Folge kam übrigens zum ersten Mal die GH5 zum Einsatz und ich bin gespannt wie euch die Bilder gefallen. Wenn ihr das gut findet, dann gebt doch bei Youtube nen Daumen hoch oder schreibts in die Kommentare und lasst mal n Abo da und teilts bei Facebook und retweetets bei Twitter und…
Kleiner Scherz!
Das mit der GH5 war allerdings Ernst gemeint.

Premiere bei Youtube ist heute Abend 19:30 Uhr. Dort kann vor dem Film gechattet werden. Wir werden ab circa 19 Uhr auch online sein.

BOOT 2019: Des alten Vormanns neuer Seenotkreuzer.

Schiffstaufe des Seenotkreuzers Gerhard Elsner auf der BOOT am Stand der DGzRS

Schmuck steht er zur Schiffstaufe auf der BOOT am Stand der DGzRS, der neue Seenotkreuzer neben seinem Vormann. Gerade rechtzeitig zur Messe sei er fertiggeworden. Breit wie ein LKW, kurz wie die typische Familiensegelyacht der 70er, aber mit 380 PS ein wahrer Bolide. „Ein Rennpferd ist unser Kraftprotz nicht“, sagt Vormann Hans Jürgen Naumann, der ihn nach der BOOT für die Station Kiel-Schilksee übernehmen wird, „er läuft in der Spitze 18 Knoten, nicht so schnell wie eine Fähre oder ein Containerschiff. Aber schnell muss unser Seenotkreuzer ja auch nicht sein. Er ist für andere Aufgaben gebaut.“

Vormann Hans Jürgen Naumann sieht man seine 69 Jahre nicht an. Eigentlich ist er ein Necomer bei der DGzRS und erst seit 11 Jahren dabei. Er streicht mit der Hand über den Rumpf seines funkelnagelneuen Schiffes. „In Kiel sind gut die Hälfte aller Einsätze Schleppeinsätze für Yachten. Motordefekte, lädierte Antriebe oder Propeller – wann immer eine Yacht manövrierunfähig vor Kiel treibt, müssen wir raus – das ist typisch für Kiel, das haben wir ungefähr 40 mal im Jahr, fast jede Woche einmal. Deshalb ist unser neuer Seenotkreuzer ausschließlich auf Kraft gebaut. Nicht auf Schnelligkeit. Unser Einsatzort liegt ja meist unmittelbar vor der Küste, wir erreichen ihn ohnehin schnell. Nein, Speed brauchen andere. Wir brauchen Kraft.“

Alles in Alu: Ein Hightech-Schmuckstück. Das Spantengerüst ist ein engmaschiges Gitternetzwerk in Alu-Schweißkunst, um die enormen Drücke bei starkem Seegang aufnehmen zu können. Der Rumpf wurde auf dem Kopf liegend bei Tamsen in Rostock
geschweißt. „Das erspart den Schweißern das mühselige Arbeiten über Kopf – aber später muss jeder fertig geschweißte Rumpf in der Halle gedreht werden – ein heikles Manöver mit dem  

Das Boot wird gedreht.

fertigen Kasko. Etwas über 9 Monate Bauzeit benötigt so ein Schiff. Im April begann die Werft mit dem Bau. Und knapp vor der Messe wurde der Seenotkreuzer Mitte Januar fertig.“

Und die Baukosten für den neuen Kreuzer? „Die könnte die DGzRS nur schwer allein stemmen. Es war ein passionierter Segler, der testamentarisch den Betrag für den Bau eines neuen Seenotkreuzers verfügt hat, Gerhard Elsner. Deshalb wird unser neuer Seenotkreuzer auch den Namen des Spenders tragen. Seenotkreuzer GERHARD ELSNER.“

Mögen er und sein Vormann immer sicher unterwegs sein.

Die 25. Neuerscheinung bei millemari.
lieferbar ab Anfang Februar 2019:

33 Bergretter erzählen ihre dramatischsten Rettungsaktionen –
mehr erfahren: Hier!

Aus Alt mach Neu

Videoupdate #14 in 360p. Das geht auch besser…

Heute geht es nicht um die Restauration des Schiffs, sondern um die Restauration der alten Videoupdates und das Drumherum, welches dazu geführt hat, nämlich Patreon.
Ich versuche mal auf ein paar Fragen einzugehen, die nach dem letzten Beitrag dazu aufgetaucht sind und das Prinzip ein wenig zu beschreiben. Eigentlich ist es nämlich gar nicht so kompliziert.

Patreon ist eine Online-Plattform, mit der sich ein wirtschaftliches Grundprinzip in Musik, Literatur, Unterhaltungsangeboten und Kunst im Allgemeinen verändern lässt und das dem Künstler oder Creator, wie man so schön sagt, das Fortführen seiner Arbeit ermöglicht.
Zwei Grundprinzipien, die man so aus dem Alltag kennt, gehen so:

1. Du bezahlst für etwas und bekommst im Anschluss die Gegenleistung. Das kann eine DVD sein, ein Bild, ein Downloadlink zu Musik oder Film und so weiter.
2. Du bekommst alles kostenlos und wirst dafür mit Werbung zugeballert.

Prinzip Nummer 2 mag ich persönlich nicht besonders und versuche es zu vermeiden, wo es nur geht. Denn unterm Strich zahlen wir alle, auch wenn man es nicht unmittelbar in der Brieftasche spürt. Wir zahlen am Ende sogar mehr als beim 1. Prinzip, weil Werbeagenturen und ein paar andere innerhalb der langen Kette natürlich ebenfalls etwas vom Kuchen abbekommen wollen.

Künstler, die bei Patreon sind, verfolgen ein anderes Prinzip, nennen wir es das 3. Prinzip. Und das geht so:

3. Du bekommst alles kostenlos, darfst aber, wenn dir die Unterhaltung gefällt, gerne etwas in den Hut werfen.

Genau das ist Patreon, nichts anderes als eine Art digitaler Hut. Und so wie der Straßenmusiker für alle spielt, egal ob jemand etwas in den Hut wirft, oder nicht, so veröffentlichen die Leute bei Patreon ihre Arbeit ebenfalls kostenlos für alle, egal ob jemand etwas dafür rausrückt, oder eben nicht.
Auf der Straße funktioniert dieses Prinzip seit Jahrhunderten und in der digitalen Welt scheint sich ebenfalls langsam etwas zu ändern.
Als wir dieses Prinzip vor etwa 4 Jahren mal eine Weile ausprobiert haben, hat das zu nicht viel geführt. Kaum jemand konnte etwas damit anfangen.
Aber Patreon hat sich im Laufe der Zeit etabliert und ist gewachsen. Im deutschsprachigen Raum zwar noch nicht so sehr, wie in Übersee, aber auch hier gibt es mehr und mehr Leute die umdenken.

Uns gefällt dieses Prinzip von allen am besten. Sozial gerechter kann man Unterhaltung aus unserer Sicht nicht anbieten. Ob es langfristig funktioniert, wird man sehen. Wir waren allerdings überrascht, dass unmittelbar nach dem letzten Beitrag gleich 4 Leser und Zuschauer mitgemacht haben, ohne dass zu diesem Zeitpunkt irgendein echter Anreiz bestand. Ich hatte da noch nicht einmal die Beschreibung auf der Seite richtig fertig, noch irgendwelche „Tiers“ (auf Deutsch: Stufen) hinzugefügt.
„Tiers“ sind festgelegte Stufen, ab denen ein Patron eine Art Dankeschön bekommt.
Da wir uns tierisch über das erste Feedback gefreut haben, dachten wir uns, wir nehmen einen Teil der Unterstützung gleich mal in die Hand und reaktivieren damit einen kostenpflichtigen Vimeo Account. Auf diesem Account werden in Zukunft die Videoupdates für Patrons erscheinen, die dieses „Tier“ (kein Tier, sondern ein Tier, ach, ihr wisst schon…) gewählt haben. Die Videos können dort werbefrei und in bester Qualität gestreamt und auch gedownloadet werden. Alle alten Videos lade ich nach und nach ebenfalls dort hoch und einige werde ich auch komplett überarbeiten.
Als wir 2014 mit Eos unterwegs waren, sind nämlich ein paar Folgen in geringer Auflösung erschienen, weil es zu der Zeit noch nicht überall so einfach möglich war, große Datenmengen kostengünstig ins Netz zu bekommen. Videoupdate #14 zum Beispiel, das konnte ich damals sogar nur in 360p und stark komprimiert über eine dünne Mobilfunkverbindung hochladen. Ich kann mich noch gut erinnern, wie ich ich zwei oder drei Volumenpakete verheizt habe, bis es endlich geklappt hat.
Wir sind deshalb selbst gespannt auf #14 in FullHD, weil wir es so auch noch nicht gesehen haben.

Die Videos werden also jetzt Stück für Stück restauriert und landen anschließend auf dem Vimeo Server. Aktuell sind die ersten 10 bereits online und pro Woche kommen weitere 3 bis 5 alte, remasterte Videos dazu.

Youtube wird es übrigens weiterhin für alle parallel zu Vimeo geben, keine Angst. Wir finden nur, dass Patrons, die dieses Unterhaltungsangebot freiwillig mit finanzieren auch etwas dafür bekommen sollten. Wäre sonst irgendwie nicht fair.

Ansonsten? Achso, das Modell welches wir bei Patreon gewählt haben ist das: „Unterstützen pro Video“
Damit entsteht für uns kein Druck liefern zu müssen und für Patrons nicht die Situation, in der man sich veräppelt vorkommt, was bei dem Modell „Unterstützen pro Monat“ leicht passieren kann.
Man kann uns also ausschließlich für fertiggestellte (zukünftige) Videoupdates unterstützen und die vorher festgelegte Summe wird dem Unterstützer erst nach Erscheinen eines Videoupdates auf seinem Patreon-Konto belastet. Sprich: Erst nach Veröffentlichung von Videoupdate #44 bekommen wir etwas gutgeschrieben.
Patrons können die Höhe ihrer Unterstützung übrigens auch jederzeit ändern oder auch unkompliziert wieder aussteigen.

Wer einsteigen möchte, kann das hier tun: PATREON

So, ich bin dann mal wieder in der Werkstatt: Lexan schneiden, Carbon laminieren, Alu drehen…
Dazu bald mehr!

BVWW wählt neues Präsidium

Das von der Delegiertenversammlung des Verbandes im Dezember 2018 neu gewählte Präsidium des Bundesverbandes Wassersportwirtschaft e.V. (BVWW) hat sich den Mitgliedsunternehmen auf der Jahresmitgliederversammlung am 25. Januar 2019 zur boot Düsseldorf vorgestellt. Die Verbandsleitung, deren Amtszeit 4 Jahre beträgt, setzt sich nun wie folgt zusammen:

Präsident BVWW:

Robert Marx, Friedrich Marx GmbH & Co. KG, Hamburg (Wiederwahl)

Schatzmeister BVWW:

Karsten Klemme, Ecosail GmbH, Charter Ostsee & International, Heiligenhafen (Neuwahl)

Vizepräsidenten BVWW:

Martin Baum, Pantaenius GmbH & Co. KG, Hamburg (Wiederwahl)
Harald Kuhnle, Kuhnle Tours GmbH, Rechlin (Wiederwahl)
Sonja Meichle, ULTRAMARIN, Meichle + Mohr GmbH, Kressbronn (Wiederwahl)
Thomas Dederichs, Bts Europa AG, Mönchengladbach (Neuwahl)

In seiner Laudatio würdigte der alte und neue BVWW-Präsident Robert Marx die großen Verdienste, die sich Herr Bernd Gröver in seiner 23jährigen ehrenamtlichen Tätigkeit als Schatzmeister um den Verband und die Wassersportwirtschaft erworben habe: „Bernd Gröver war in all den Jahren Garant für die wirtschaftliche Stabilität des Verbandes, hat sich in der gesamten Branche hohes Ansehen erworben und übergibt seinem Nachfolger einen gesunden und geordneten Haushalt.“

Nicht mehr zur Wiederwahl stellte sich auch Herr Harald Siegel, der das Amt des Vizepräsidenten seit 2013 bekleidet hatte. Robert Marx dankte auch ihm für seinen ehrenamtlichen Einsatz, die vielen guten Ideen und Anregungen, von denen der Verband während seiner Amtszeit immer profitieren konnte.

Ehrenamtliches Engagement, so der BVWW-Präsident, sei wichtiger denn je. Es sei Garant dafür, dass ein Verband glaubwürdig agiere, basisorientiert arbeite und die Probleme seiner Mitgliedsunternehmen aufgreife und Lösungen zuführe.

boot: Wassersportwirtschaft wächst zum 6. mal in Folge

Die größte Wassersportmesse der Welt geht mit einem erneuten Besucherrekord zu Ende.

 

https://skipper.adac.de/wp-content/uploads/190127_boot_23019_bilanz_mix.mp4

 

Neun Tage Feierstimmung liegen hinter Ausstellern und Veranstaltern der boot Düsseldorf 2019. Gute Geschäfte, hervorragende Kontakte zu Wassersportfans und Fachbesuchern aus der ganzen Welt kennzeichneten die Messe, die am Sonntag zu Ende ging, und Messechef Werner Matthias Dornscheidt resümiert: „Ich habe ja schon viele Veranstaltungen hier in Düsseldorf erlebt. Aber diese boot war einzigartig. Großartige Stimmung in den Hallen, gut gelaunte Menschen in Urlaubsstimmung an den Ständen und hoch zufriedene Aussteller. Damit haben wir eindeutig unser Ziel erreicht: Diese magische Jubiläums boot wird allen in bester Erinnerung bleiben.“

Mit fast 2.000 Ausstellern aus 73 Ländern auf 220.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche setzte die boot 2019 eine neue Bestmarke. Fast 250.000 Wassersportler (boot 2018: 247.000 Besucher) reisten aus über 100 Ländern nach Düsseldorf. Damit bewies die boot eindeutig ihre Nummer 1-Position in der Welt. Neben den Besuchern aus Deutschland lagen die Niederlande, Belgien, Großbritannien, Schweiz und Italien an der Spitze der Herkunftsländer. „Die Aussteller berichten uns von super Geschäften und vielen neuen Kontakten in die ganze Welt. Die boot ist eindeutig eine Business-Plattform allererster Güte. Auch das vielfältige Angebot an internationalen Reisedestinationen in der Travel World lockte die Besucher“, erläutert boot Director Petros Michelidakis.

„Die Branche blickt voller Optimismus auf die kommende Wassersportsaison“, freut sich Experte Jürgen Tracht, Geschäftsführer des Bundesverbandes Wassersportwirtschaft BVWW. Sowohl bei Motorbooten als auch bei Segelyachten gehe der Trend zu größeren Booten über 12 Metern Länge und kleinen Flitzern. Sehr gefragt seien auch Mehrrumpfboote, ein Trend, den die boot in der Halle 15 sehr gut darstellte. Tracht ergänzt: „Ich rechne damit, dass die boot 2019 der Impulsgeber und Motor für alle Bereiche des Wassersports sein wird. Unsere Mitgliedsunternehmen waren von der hohen Internationalität und Qualität der Besucher begeistert.“

Der Spagat zwischen Branchentreff mit B2B-Besuchern auf der einen und Trendsport-Event für das Publikum auf der anderen Seite gelingt der boot spielend. So nutzen Entscheidungsträger großer Charterunternehmen die Messe, um sich ein umfassendes Bild vom Markt zu machen, direkt mit den Herstellern in Kontakt zu treten und vergleichen zu können. Und dies vermehrt, denn das Chartern wird bei den Freunden der boot immer beliebter und ist in der Branche ein echter Trend. Mit 1.500 Segelyachten und Motorbooten an den Ständen der Aussteller war das Angebot für Charterfreunde riesig. So konnten potenzielle Charterer direkt auf der Messe ihr Urlaubsboot besichtigen und eine individuelle Wahl treffen.

Tauch- und Trendsport auf der boot Düsseldorf konnte ein weiteres Mal zulegen und war der Publikumsmagnet. 100.000 Surffans sahen sich die sensationellen Wellenritte auf „THE WAVE“ an. Viele Anbieter von Boards berichten von der wiederentdeckten Freude der Besucher am Surfsport. Stand-Up-Paddling, Windsurfen, Wellenreiten oder Wakeboarden begeisterten und die Wettkämpfe auf „THE WAVE“ oder im „Flatwaterpool“ machten den Menschen Lust auf Meer!

Auch die Crew der ADAC Sportschifffahrt freut sich über die erneut stark gestiegene Nachfrage und die durchweg positive Stimmung bei den Besuchern und Ausstellern. Das von der ADAC-Mannschaft präsentierte Leistungsangebot erfreute sich stets über große Nachfrage und Zuspruch. Neben den langjährig etablierten Serviceangeboten wie Bootsregistrierung oder dem Yachtcharter Vergleichs- und Buchungsportal begeisterte der Club die Messebesucher mit dem neuen ADAC Skipper-Portal. Der Online-Lotse bietet Skippern mehr als 2800 detaillierten Hafenbeschreibungen mit Informationen zum Ansteuern und für den Landgang zahlreiche Revier- und Sachinformationen, Seekarten und neuerdings eine Routenplanung für Binnengewässer.

Vom 18. bis 26. Januar 2020 läutet die boot das nächste Jahrzehnt ein und wird im kommenden Dezember ihren berühmten Schiffskran „Big Willi“ feiern: Der stärkste Messekollege wird 40 Jahre alt.