Archiv der Kategorie: News & Blogs

Fundstück: Russische Chartercrew findet schwimmende Frau auf See – mehr als 2 sm vom Ufer entfernt

Schwimmerin, Rettung, Cote d'Azur, Nizza

Die 54-Jährige war gegen ein Uhr vor dem „Negresco“ in Nizza losgeschwommen und wurde mit Wind und Strömung ins offene Meer getragen. Doch Hilfe lehnte sie zunächst ab… Weiterlesen

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Sashimi satt!

Mastbesteiger alias Hugo Boss

In der Nacht hat der Wind eine Pause gemacht und wir mussten für etwa 2 Stunden motoren. Dann briste es auf und mit nach und nach zunehmendem Wind geht es unter Segeln weiter unserem Ziel entgegen. Richtig mit Schräglage so hart am Wind wie möglich. Auch wir gehen „schräg“ durchs Schiff, können nicht mehr am Salontisch frühstücken, wir essen „auf der Hand“ im Pilothaus, den Kaffeebecher in der einen, das Brot in der anderen Hand. Dazu gibt es den Ausblick auf den schönen großen Atlantik, blauer Himmel mit Schäfchenwolken und Sonne satt. So kann es weitergehen. Es sieht vorerst nach einem ruhigen Segeltag aus, aber auch nur ganz kurz.

Wie gut, dass unser Skipper immer so gut auf uns und das Schiff aufpasst. Nacheinander schickt er uns nach vorn: „Und? Fällt Dir was auf?“ Nicht jedem von uns ist so schnell aufgefallen, dass das Bändsel, welches eine Verlängerung der Refföse des 3. Reffs bildet, sich am Mast verheddert hat und das Herunterlassen des Großsegels verhindert. Lösungsvorschläge werden diskutiert. Aber es gibt nur eine Lösung: „Jemand muss im Bootsmannstuhl nach oben! Das macht Michi, Ulli sichert.“„ Du machst Fotos! Du kannst doch zoomen!“ Damit war ich gemeint. Also: Ein Schiff, dass mit 30% Krängung fährt, ständig über 7 kn Fahrt macht und ein Mast der gefühlt mit einem Radius von 3 Metern ständig hin und her schwankt. Das Bändsel ist in über 10m Höhe. Michi lässt sich ganz routiniert im Bootsmannsstuhl am Mast laufend nach oben ziehen und löst das Bändsel. Und das während der Fahrt. Und mit ordentlich Bewegung am Mast und mit richtig Schräglage! Respekt! Sein Kommentar- wieder an Deck : „Von dort oben hat man einen tollen Ausblick.“

Von Martin von der First Step kommen gute Nachrichten. Sie haben einen großen Thuna gefangen, 16 – 18 kg Filets ….kaum zu glauben. Das muss auch alles gegessen werden, wenn auch nach und nach aus dem Freezer, aber der ist jetzt sicher voll und die Angel wird dort vorerst eingemottet. Na dann: Guten Appetit! Wir schauen weiterhin sehnsüchtig auf das Ende unserer Angel und am Spätnachmittag des 8. Tages auf See haben auch wir endlich Anglerglück! Ob das wohl mit dem Zünden der Glückslaterne vom Vorabend zu tun hat? Egal. Ganz aufgeregt schauen Ulli und ich wie Michi die Angelleine einholt nicht ohne Kommentare: „Langsam, damit er sich nicht los reist!“ „Halt fest!“ „Das ist ein Yellow Fin Thuna!“ habe ich sofort erkannt. Der Fisch zappelt noch, wird dann schnell ins Jenseits befördert und dann werden fachmännisch die Filets geschnitten, in der Freezer getan, alles geputzt und im Cockpit sieht es wieder so aus, als wär nix gewesen. Mein Wunsch einen Yellow Fin Thuna zu fangen ist in Erfüllung gegangen. Die Crew sitzt dort mit einem leichten Lächeln im Gesicht und freut sich auf die Delikatesse. Die gibt es dann auch. Sashimi satt: 2 Teller fangfrische Filetstückchen, die mit Wasabi-Creme und in Sojasauce getunkt auf der Zunge zergehen. Das gibt es nur auf hoher See!

Das war heute ein ereignisreicher Tag!

Gabi

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Moth EM: Briten dominieren – bester Deutscher auf Rang 8

Moth, Europameisterschaft, Lac d'Hourtin

Die Briten steigen bei der Moth-Foiling-Klasse voll ein und besetzen neun Plätze in den Top Ten. Flaue Winde benötigten starke Nerven – ab heute soll es auffrischen.
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Hoch und runter

Endlich! Die ersten Filmaufnahmen einer echten Serienbente. Es ist gar nicht so einfach, Fotos bzw. Filme von einem Boot zu machen, die nicht aus der Subjektiven an Deck gedreht sind. Für Aufnahmen von außen braucht man: 1 Boot 1 Crew 1 Begleitboot 1 Begleitbootfahrer Wind einigermaßen Wetter (ging so…) Kamera Letzte Woche konnte ich endlich … Hoch und runter weiterlesen

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„Red“ verhungert kurz vor dem Ziel

Die "Red" mit Kurs auf die norwegische Küste: Die "Red" mit Kurs auf die norwegische Küste

Die deutsche Class 40 „Red“ nimmt am Pantaenius Shetland Race teil. Nach einer taktischen Fehlentscheidung büßte sie Platz zwei ein

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Anders leben: Auszeit eines Jazzers in den Schären – Film zum Buch zur Musik

Film, Zeitmillionär

Claus Aktoprak war für ein halbes Jahr in den schwedischen Schären auf seinem 40 Jahre alten, bei E-Bay ersteigerten Boot unterwegs. Große Film-Release-Party an der Alster. Weiterlesen

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Brexit: Was auf Segler zukommen könnte

Britische Flagge: Kommt der Brexit?

Je nach Ausgang des heutigen Votums könnte es künftig komplizierter werden, nach England zu segeln. Auch die Werften wären wohl betroffen

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KiWo-Highlights: Promi-Alarm

Kieler Woche, Tag 5: Die Highlights des 5. Tages von der Kieler Woche

Junioren-Weltmeisterschaft der 470er, letzte Generalprobe vor Rio für die olympischen Klassen, und Promi-Team Hoecker, Pflaume und Elton

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Kieler Woche: IDM Seesegeln endet „tricky“

Kieler Woche, IDM See,

Dramatischer Regattaverlauf in der Konvergenz-Zone. Max Gurgel siegt in ORC II, Axel Seehafer triumphiert bei ORC I. Zuletzt wurde es eng… Weiterlesen

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„Wir nehmen die Sicherheit sehr ernst“

Wallilabou: Die Wallilabou-Bay wenige Stunden vor der Tat. Das überfallene Schiff liegt mitten im Pulk - warum traf gerade diese Yacht?

Die Regierung von St. Vincent und den Grenadinen nimmt auf Nachfrage der YACHT Stellung zum Mord an einem Deutschen in der Wallilabou Bay

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Kieler Woche: 470er-Junioren-WM startet bei anspruchsvollem Wind – Winkel/Cipra auf Rang 1

Malte Winkel/Matti Cipra liegen nach dem ersten Tag der 470er-Junioren-WM auf Rang eins. Foto: Marina Könitzer

54 Herren- und 32 Damencrews segelten je drei Wettfahrten, an deren Ende in beiden Wertungen bekannte Gesichter aber auch Überraschungen vorne mit dabei sind.
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Lloyd’s Open Form (LOF) regelt Bergungskosten

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von Sönke Roever

Ein Seenotfall, der zu einer Bergung des Schiffes führt, ist eine ärgerliche Angelegenheit, die wohl keiner erleben möchte. Und trotz aller Sicherheitsmaßnahmen kann jeder noch so erfahrene Skipper einmal unverhofft in eine solche Situation geraten.

Ein viel diskutiertes Thema im Rahmen einer Bergung ist der Bergelohn, der in der Regel fällig wird, wenn ein anderes Schiff zur Hilfe eilt, um den Havaristen zu retten. Können sich beide Parteien schnell einigen, ist das der Idealfall. In der Praxis sieht es meistens anders aus.

Da gibt es zum Beispiel ein ungeschriebenes Gesetz, das viele Skipper gerne anwenden. Es besagt, dass derjenige, dem die Schleppleine gehört, den Bergelohn bestimmt. Das bedeutet folgendes: Angenommen ich befinde mich in Seenot, weil ich auf eine Untiefe aufgelaufen bin und ein fremdes Schiff kommt, um mir zu helfen und schleppt mich frei. Benutzen wir meine Leine dafür, darf ich den Lohn für die Hilfe festlegen. Benutzen wir hingegen die Leine des anderen Schiffes, bestimmt der Skipper dort den Bergelohn. Logischerweise führt diese Regelung immer wieder zu Streitigkeiten über die Höhe – insbesondere auch, weil sie nicht geregelt ist und jeder auf den „good will“ der anderen Seite angewiesen ist.

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Eine Yacht wird geschleppt. Wer die Leine besitzt, bestimmt den Preis.

Es hat sich daher in der Praxis bewährt, bei einer Bergung nach „Lloyd’s Standard Form of Salvage Agreement“ vorzugehen, das umgangssprachlich übrigens nur Lloyd’s Open Form (LOF) heißt. Das ist ein international gebräuchlicher standardisierter Vertrag, der äußerst simpel gehalten ist und der Rettung eines Havaristen aus Seenot dient.

Das Gute an diesem Vertrag ist, dass bei Streitigkeiten ein unabhängiges Schiedsgericht über die endgültige Höhe der Bergungskosten entscheidet und diese somit nicht vor Ort diskutiert werden müssen. Oftmals ist eine Rettung aus einer schwierigen Situation ein Wettlauf mit der Zeit und so sollte selbige nicht mit Verhandlungen vergeudet werden.

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Für diesen Katamaran kam eine Bergungshilfe leider zu spät.

Interessant ist auch, dass bei Benutzung des LOF die Bergungskosten nur dann fällig werden, wenn die Bergung erfolgreich war. Das ist dem Vertrag auf der ersten Seite ganz oben in dicken Lettern zu entnehmen. Dort steht: „No cure – no pay“. Sinngemäß übersetzt heißt dies: „Keine Rettung – keine Bezahlung“.

Manch einer mag beim Lesen über Punkt Nummer 7 – „Scopic Clause“ – stolpern. Hierbei geht es um die Frage, ob diese Teil des Vertrages sein soll oder nicht. Vereinfacht gesagt, handelt es sich bei der „Scopic Clause“ um eine Zusatzvereinbarung zu Lloyd´s Open Form, die der Berger verlangen kann, wenn das gerettete Gut (Schiff) keine ausreichende Absicherung für die entstandenen Kosten darstellt. Die Scopic Clause definiert in solchen Fällen notwendige, zusätzliche Zahlungen von Versicherungen (sofern vorhanden) an den Berger, damit dieser seine Kosten decken kann. Das ist eher ein Thema aus der Berufsschifffahrt als aus der Sportschifffahrt. Im Zweifel sollte „Nein“ angekreuzt werden. Dann entfällt diese Regelung – das Einverständnis des Bergers vorausgesetzt.

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Eine Fahrtenyacht mit Motorschaden wird abgeschleppt.

Bei uns an Bord führen wir das Formular mit, damit es im Ernstfall zur Hand ist und ggf. eingesetzt werden kann – gleichwohl man natürlich immer darauf angewiesen ist, dass es die Gegenseite auch akzeptiert. So gesehen kann ich nur hoffen, dass dieser Artikel dazu beiträgt, das Wissen über dieses Formular zu verbreiten und im Sinne eines fairen Umgangs auf dem Wasser das LOF genutzt werden kann.

Wobei ich auch sagen muss, dass für mich persönlich die Rettung eines anderen Wassersportlers aus Seenot eine Ehrensache ist, die unentgeltlich erfolgen sollte. Wobei ich nach erfolgreicher Bergung zu einer Einladung auf ein gemeinsames Bier nicht nein sagen würde. Schließlich muss ja darauf angestoßen werden, dass (hoffentlich) nichts Schlimmes passiert ist und man noch einmal mit einem blauen Auge davon gekommen ist.

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Hier kann Lloyd’s Open Form herunter geladen werden.

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