Archiv der Kategorie: News & Blogs

Hitzerekord aud den Alands

Ich habe gerade erfahren, das die letzte Woche die Wärmste seit 50 Jahren auf den Aland Inseln war. Da bedanke ich mich doch einmal herzlich bei Petrus!! Hätte ja auch die stürmischste sein können….

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Was ich am Segeln liebe

 Die perfekten Segelmomente sind für mich immer jene, in denen ich gar nichts machen muss. Wenn also die Segel perfekt stehen, das Boot im Gleichgewicht ist und der Autopilot nur selten korrigieren muss und diese einmalige Segelstille entsteht. Wenn dazu dann noch dezent die richtige Musik läuft  (habe hier unerwartet loungigen und alten Jazz als Favorit) und ich mich frei an Bord bewegen kann – ob nun auf dem Vordeck sitzend, im Cockpit lesend, träumend, oder einfach nur stehend die Landschaft geniessend – bin ich genauso wie das Boot mit mir und der Welt im Gleichgewicht. Und das Gefühl mich einfach und ohne Anstrengung um die Welt pusten zu lassen ist einfach genial. Für mich vergleichbar mit langen Talabfahrten beim Skifahren (jaja!), denn auch hier muss ich kaum etwas tun, ausser mich einfach hinabgleiten zu lassen. So als würden die Naturgesetze irgendwie nicht mehr gelten. Segelfliegen muss auch ähnlich sein und die gleiche Faszination hat wohl auch das Tauchen….

Das führt dazu das ich eigentlich kaum am Ruder stehe. Beim Motoren sowieso nicht und beim Segeln nur an der Kreuz oder bei schaukeligen raumen Kursen, da dann Sindbad (mein Autopilot) nervt und sich quält. Deswegen werde ich ja auch so böse, wenn der Wind nicht passt. Gerade hier in diese einmalige Natur gehört einfach kein Motor. Das passt nach wiederum besser nach Sardinien und St. Tropez.

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“Har du fisk?”

Heute geht’s mal ums Essen. Vor allem in kleinen Häfen, in denen auch Fischer liegen, kann man astrein einkaufen und kochen. Ich behaupte mal, grillen ist die häufigste Kochform auf Sommertörns. Vor allem in Dänemark. Überall stehen Grills am Hafen herum. Und waren sie früher meistens besetzt, sei heute den Cobbs dank – immer mehr […]

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Segelstunde – Das Manöver Beiliegen – Demonstriert vom Sailing Bassman

 Das sogenannte Beiliegen hat für mich als Einhandsegler viele Vorteile. Immer wenn ich Ruhe im Boot brauche, zum Beispiel zum Reffen, Vorbereiten des Anlegens, Kochen, Reparaturen, Kartenarbeit o.ä. fahre ich dieses Manöver. Auch bei relativ viel Wind und Welle liegt das beiliegende Boot so ruhig, das ich mich gefahrlos an Deck bewegen kann. Gerade einhand ist das natürlich extrem praktisch. Und da man ausser Ruderlegen und etwas an der Großschot ziehen nichts weiter zu tun hat, auch extrem einfach. In diesem Video erkläre ich euch wie es geht. Berichtigungen und Verbesserungen sind natürlich stets willkommen. 

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Ein paar (für mich ungewöhnlich) spirituelle Gedanken zur Landhebung

Die letzte Eiszeit hat vor rund 10.000 Jahren mit ihrem Gewicht das eingefrorene Skandinavien tief in die Erdoberfläche gedrückt. Wenn man sich das Bild vom Winter 2003 ansieht, scheint das jedoch gar nicht solange her zu sein :-) 

 

Noch heute heben sich Teile Skandinaviens aus dem Meer. In den Schären beträgt diese Landhebung ca. 1cm pro Jahr. Gerade in den Flachwassergebieten sind da bereits große Landflächen aufgetaucht und sorgen für Streit um den Landbesitz, wenn der eigenen Garten mal eben 100 Hektar größer geworden ist.

Mir geht es jedoch eher um die Relativität unserer Lebenszeit zu solchen Vorgängen. Ausgehend von einem Menschenalter von, sagen wir mal, 80 Jahren hat sich hier ein Felsen demnach 80cm aus dem Wasser gehoben. Er ist vorher schon ein paar Hundert Meter gewachsen und wird auch danach noch viele 100 Meter weiter an Höhe gewinnen. Da stellt sich doch die Frage: Was mache ich aus meinen 80 Zentimetern (schön formuliert…), oder anders gesagt, wie kann ich daraus evtl. mehr machen? Dieselben Gedanken hatte ich schon einmal bei Anblick des Grand Canyons, der sich über ca. 2 Millionen Jahren pro Jahr um ein paar Millimeter tiefer in die Schlucht gräbt. 

Gemessen an der Höhe des Canyons ist unsere Lebensspanne wieder nur ein Fliegenschiss. Was kann man also tun um mehr “Höhe” zu gewinnen? Prinzipiell Dinge bewirken, die über den eigenen Tod hinausgehen. Und zwar möglichst mehr als das man sich nur an einen Namen erinnert, dafür reichen die paar Zentimeter als Gedenktafel. Was können das für Dinge sein? Erfindungen gehören sicher dazu…der Erfinder des Rades oder der Bezwinger des Feuers haben einige Meter am Fels sicher. Nur kennt sie keiner….Namen wie Archimedes, Pythagoras, Leonardi da Vinci, Newton, Kepler, Galilei..? Auch sie haben mit ihren Erkenntnissen noch heute Einfluss auf unser Leben. Aber ein Gedanke bewegte mich vorhin sehr intensiv. 

Ich hatte ein alte Kirche auf Kökar besucht und dabei das Erlebnis eine ganze Zeit dort ganz alleine zu sein. Hier hängen übrigens alte Segelschiffmodelle von der Decke, typisch Insulaner. 

Ich bin kein besonders kirchlicher oder religiöser Mensch, obwohl ich schon an einen tieferen Sinn, eine schöpfende Macht sowie an Werte wie Karma, Liebe und Nächstenliebe glaube. Ich verabscheue aber zutiefst den Missbrauch religiöser Werte zur Manipulation von Menschen aus Geld- oder Machtgier. durch die auch heute noch täglich Menschen sterben. Weiter will ich hier mal nicht gehen.

Auf jeden Fall beeindruckte mich einmal mehr diese extreme Ruhe und diese Ausstrahlung innerhalb dieser Kirche…dieses schwer zu  beschreibende heilige Etwas, welches religiösen Gebäuden gleich welcher Art zu eigen ist. Dazu dann die typischen Bilder der Kreuzigung, Abendmahl usw. So gesehen wären für mich Jesus Christus bzw. im Islam dann wohl Mohammed die Personen, die noch heute irgendwie spürbar anwesend sind und Dinge bewirken….nach über 2.000 Jahren bzw. 200 Meter (bzw. ca. 1400 Jahren und 140 Meter für den Islam)  Landhebung. Ein beeindruckender Gedanke, der für mich die Religionen irgendwie in einem anderen Licht erscheinen lässt und dem Wort Unsterblichkeit eine neue Definition gibt. Ja, sowas überlegt man sich schon mal, wenn man solange alleine auf nem Boot ist…das Alleinesein ausnutzend dachte ich mir ein paar Gebete können auch nicht schaden, obwohl ich keine Ahnung mehr habe, wie das gehen soll. Schliesslich sprach ich alle meine Wünsche schön laut. Übrigens ist kein Wunsch für mich dabeigewesen, es gibt genug andere die meine Gebete mehr brauchen! Ich bin offensichtlich zur Zeit wunschlos glücklich und habe das hier und heute festgestellt…
   

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Ich glaub , ich dreh am Rad

20140725

Die Tagesthemen

Alle haben jetzt ihre Seebeine und der Wind blast weiter mit 20 Knoten aus Süd – Sagen die Wetterkarten. Unsere Anzeigeinstrumente zeigen nur 15 Knoten an mal 18. Da stimmt irgendwas nicht. Vielleicht mal kalibrieren? Wie es geht weiß ich ja, aber wo nach kalibriert mal denn. Windkanal? Raymarine halt. Augenbraunen hoch. Was man hat, das hat man eben. „Is wenigstens bezahlt.“

Der gemeine Skipper lässt wieder alle per Hand am Rad drehen. Das auch noch ohne Diskussion. Da würde mich ja mal interessieren was unsere Leser dazu meinen. Mit ausreichender Crew wie wir jetzt sind finde ich das ganz normal. Vier Stunden Nathalie und Silvia, vier Stunden Julian und Michael, dann vier Stunden Lukas und Michael. Na? Was gemerkt, ich komme doppelt vor. Wollte ich aber auch, damit ich was von meinen Söhnen hab. Hab ich aber nicht. Entweder ich schlafe oder meine Söhne schlafen. Trotzdem alles superschön. Wann werde ich das mal wieder haben, meine ganzen Kinder so beieinander. Ich speichere das auch fleißig im Kopf ab. Da wo es mir keiner wegnehmen kann.

Alles ist anders. Kein Fisch an der Angel. Es ist kalt, zumindest in der Nacht. Der Himmel ist nicht blau sondern grau. Wir erreichen die Breite des Kap Finisterre: Nathalie, dass ist wie nach einem langen schönen Urlaub am Mittelmeer, mit dem Auto zurück nach Düsseldorf kommen. Dann passierst Du den Frankfurter Flughafen und sagst: „Guck mal hier kreuzt die A3 die Welt. Jetzt sind es nur noch 300 km bis nach Hause. Dann ist alles wieder beim Alten und der Urlaub ist vorbei.“

Das Steuer zu drehen ist bei Dunkelheit, Regen und ohne Sterne, Mond oder Horizont nicht grade einfach. „Nicht so schräg!“, rufe ich Julian zu. „Nicht 60 Grad, sondern 40 Grad!“ Silvia und Lukas zeige ich erfolgreich, wie man mit geringsten Steueraufwand den Kurs halten kann. Die beiden können jetzt auch am Rad drehen. Wir funken jeden Tag zwei, manchmal sogar dreimal mit Intermar, um uns unser Wetter noch mal bestätigen zu lassen. Die MARLIN rennt, als wenn sie sagen wollte: „Dieser Skipper, also wirklich!“ Der Kurs Karibik-Flensburg, ist definitiv anders als der Kurs Flensburg-Karibik. Ich fühl mich ein bisschen wie beim heiteren Berufe raten mit Robert Lempke. Der ist doch bestimmt auch schon tot. Du kennst die Sendung noch? Dann pass auf…

Am schrägen Gemütszustand des Skippers, liegt das Ende der letzten Lucky Strike Packung, will die Capitana schreiben, wenn Sie diese Zeilen liest. Da komme ich ihr mal zuvor. Kann auch sein. Jeder Tag ohne Lucky oder meinem Freund Marlboro ist ein guter Tag. Doch die Zeit an Land, die Partys, das gute Essen und die Wiedersehensfreude mit meinen Söhnen, die mir dann einen vorqualmen? Da will ich dann auch ungesund leben und Spaß haben. Auf der MARLIN aber, da fährt der anerkannte Mann (…und Frau. Silvia hat mitgemacht!) nur mit einer Packung. Ist die leer, ist man begeisterter Nichtraucher. (Das mit der Begeisterung kommt morgen)

Julian fotografiert weniger. Wie auch, bei dem dauerhaft grauen Hintergrund und meiner derzeit schlechten Motivation. Dafür macht er heute Erbsensuppe mit Fleischwursteinlage. Sehr lecker. Hat er von Nathalie gelernt. Ein ziemliches Highlight, wenn Maya nicht grade zum Essen, Lars geweckt hätte, der natürlich sofort Gassi gehen will auf dem Vordeck, um eine neue Ecke für sein Geschäft auszuprobieren. Lars mach nämlich ungern an einer Stelle zweimal. Nach anfänglicher Freude, darüber das er in die Dusche gemacht hat, bin ich heute so weit gekommen, dies festzustellen und renne weiterhin, wie alle anderen auch mit einer Küchenrolle hinter dem angeleinten Hund bei 15 Grad Schräglage. Ich sach euch: „Hier is was los. Hier tobt das richtige Leben auf der MARLIN!“ Dazu kommt jeder Menge Krimskrams, Leichtes und Ernstes is auch dabei, deren Details ich hier mal verschweige.

Und deshalb drehe ich wieder am Rad, schalte den Autopiloten aus und wir zeigen dem dummen Ding, dass wir es besser können. Dabei kommen wir unserem Wegpunkt Brest immer näher. 727nm. Letztes Etmal 181 Meilen. 1.437nm bis Flensburg. Deutschland vor 14 Jahren mit der IRON LADY verlassen. Jetzt wiederkommen auf dem gleichen Seeweg, mit anderem Boot. Hat was. Grins.

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Hinckley Picnic Boat – JetStick – Tom Serrao

BluesianaVom Traum zur Wirklichkeit – ein Eigner Report
Nanu, ein Blog über Motorboote? Eigentlich ein No-Go, jedenfalls für Segler, deren Vorurteile in Beton gegossen – die die Nase stets prophylaktisch rümpfen – oder die noch nie ein Hinckley Picnic Boat gesehen haben. Wobei Hinckley Yachts als US Äquivalent zu Abeking & Rasmussen für den Bau wunderschöner Segelyachten berühmt geworden und erst zum Beginn der 90 ger Jahre ihr Herz für Motorboote entdeckt, um zielstrebig auch in diesem Marktsegment Ikonen zu reüssieren. WEITERLESEN

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1000 Meilen

Den Wind verflucht, gebrüllt und geschrien, getobt und geflucht, Rasmus eingeschenkt und endlich wurden aus 2Bft gegenan 4-5 und ich konnte wenigstens sinnvoll kreuzen. Später dann sogar halber Wind durch extrem enge Durchfahrten und selbstgesuchte Abkürzungen. Der bisher anspruchsvollste und anstrengendste Segeltag der Reise aber die erkaempften 34  Meilen bringen mich auf gesamte 1.001 seit Abfahrt. Jubiläum Nummer 3…..es gibt schweineteures Pfeffersteak mit grandioser Aussicht. 1,852 Kilometer, das ist etwa die Entfernung von Hamburg nach Palermo :-)

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Die Europäer trommeln für den Cup

ACWS Newport: <p><br />
	Gest&auml;rkt durch die Herausforderer: Verteidiger Oracle Team USA</p>

Vier Herausforderer werben für Frieden, Freundschaft und ein gutes Format für den 35. America’s Cup. Natürlich nicht ohne Eigeninteresse…

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America’s Cup: Ausstieg der Australier – Herausforderer stehen Coutts bei

AC Luna Rossa

Nach der Absage des australischen Challenger of Records, ist der 35. America’s Cup schwer unter Druck geraten. Vier Herausforderer haben nun ihre öffentliche Unterstützung bekannt gegeben. Weiterlesen

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Video Fundstück: Wenn Mobo-Fahrer slippen

Mobo Trailer

Natürlich versuchen wir die PS-Fetischisten zu achten und zu verstehen. Wir werben für ein freundliches Miteinander auf dem Wasser und den Häfen. Aber das Slippen haben auch sie nicht erfunden. Weiterlesen

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Von der Ungewissheit ins Paradies.

Nachdem ich letzte Woche von Schleimünde nach Mommark gesegelt bin und das nur so am Rande erwähnte, bin ich nun schon einige Male drauf angesprochen worden. Deshalb schreibe ich nun doch was über einen meiner absoluten Lieblingshäfen. Carsten Kock hatte früher 3 TV- und Eletronikgeschäfte. Nun steht er abends in Mommark am Grillplatz und bläst […]

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