Archiv der Kategorie: News & Blogs

Paralympics: Kröger verpasst Medaille wegen Tüte – Zwei sechste Plätze in Rio

Paralympics Segeln

Die vorerst letzten Paralympischen Spiele mit Segelwettbewerben beenden die deutschen Nationalmannschaftssegler mit zwei sechsten Plätzen. Kröger beendet Karriere. Weiterlesen

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SV Maughidhoo III – Björn Wedel DE

PACIFIC ON WHARRAM TIKI 38

Windpilot Steering Maughidhoo 3 from Hugo on Vimeo.

Hallo Herr Foerthmann,
Vielleicht haben Sie ja Freude an diesem Video.
Das System funktioniert wirklich gut, es macht richtig Spaß damit zu segeln.

wharramtiki38

Ich habe die Leinenführung für Fernsteuerung und Ausklinken der Kette vom Cockpit noch etwas optimiert. Mit freundlichem Gruss
B.Wedel

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2. Bundesliga: Bremen, Hamburg und Schwerin steigen auf – SKWB so stark wie nie

Segel-Bundesliga 2. Liga

Die Finalrennen der zweiten Liga brachten viel Spannung bei der Saison-Entscheidung. Es gab Freudenschreie und bittere Enttäuschung. Auch die sechs Absteiger stehen nun fest. Weiterlesen

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Einhand über die Adria: Von Italien nach Kroatien. Um Palagruza.

Sechs Segelstunden von Italien und von den kroatischen Inseln entfernt: Palagruza taucht am Horizont auf.

Gibt es unter den Inseln des Mittelmeeres eine, die vollkommen unbesiedelt ist und fernab liegt? Nein, nicht einfach nur ein unbesiedeltes, unbehaustes Eiland, das man allenthalben achtlos passiert wie in Kroatien oder Griechenland oder der Türkei? Sondern eine Insel, irgendwie weit weg von allem? Wo man vollkommen unerreichbar sein kann? Eine Insel, irgendwie aus Raum und Zeit und Handynetz gefallen?

Zwar kenne ich die Küsten Nordafrikas und ihre Inseln nicht. Die einzige Insel im Mittelmeer, die das alles in sich birgt, die am Ende der Welt liegt, heißt Palagruza.

Palagruza kennt jeder Segler dem Namen nach, der im Mittelmeer unterwegs war. Wer im langen Winter vom nächsten Segelsommer träumt, wer in klirrend kalten Januarnächten daheim im Hafenhandbuch schmökert oder sehnsuchtsvoll den Finger über die Seekarte an der Wand streifen lässt, der kennt Palagruza.

Palagruza, nicht mal Stecknadelkopf groß, ein Pünktchen in der Seekarte:
Auf halbem Weg von der italienischen Gargano-Halbinsel zur kroatischen Insel Vis.

Palagruza kennt man, weil die Insel da liegt, wo eigentlich gar nichts anderes mehr sein dürfte als nur noch Wasser. Es liegt mitten in der Adria. Nichts anderes drum rum. Das rückt Palagruza in die Liga der wirklich einsamen Inseln. Wie Tristan da Cunha zwischen Afrika und Brasilien mitten im Atlantik. Wie St. Helena. Wie die Amsterdam-Inseln auf halbem Weg zwischen Kapstadt/Südafrika und Hobart/Australien. Eine Insel inmitten von Nichts und Nirgendwo. So eine ist Palagruza.

Meine Reise begann an diesem Tag im September morgens um halb fünf in Vieste, dem Hafen ganz rechts außen am Sporn des Gargano. In der Dunkelheit tuckert LEVJE aus dem kleinen Hafen. Noch im Hafen von Vieste, der etwas tückisch ist, weil nach Süden und Osten zu voll unmarkierter, unbetonnter Flachs und Untiefen, setze ich im Dunkel das Groß, was eine kluge Entscheidung ist. Denn kaum dass wir die Mole erreichen, setzt netter Westwind ein, wo meist eher Nordwest oder Nordost blasen. Nun also Wind aus West. Ein seltenes Glück. Halber Wind, der uns in der Morgendämmerung schnell nach Norden und von Italien weg schiebt. Zum Glück. Denn über dem Gargano steht, wie seit Tagen schon, die große Gewitterzelle. Und sorgt keine zwei Stunden später dafür, dass Vieste hinter uns in einer dichten Regenwand verschwindet.

Der Westwind setzte kraftvoll ein und kommt anfangs mords gewichtig daher. Keine eineinhalb Stunden später ists auch schon wieder vorbei mit dem Spektakel. Noch ein Häuchlein von drei Knoten ist übrig, was im Dunkel 22 Knoten war. Flaute. Also Motor an. Und losgeöttelt mit 4,7 Knoten Richtung Norden, Richtung Vis.

Kurz nach Mittag taucht dann Palagruza am Horizont auf. Genau genommen besteht Palagruza aus vier Inseln: Vela Palagruza, das „große Palagruza“. Mala Palagruza, das „Kleine Palagruza“ und zwei, drei kleinere Inselchen. Klippen. Überspülte Riffe.

Vela Palagruza, die Hauptinsel, erstreckt sich über fast eineinhalb Kilometer, kaum 300 Meter breit. Eine breite Felsbank, die wie ein Riegel von Ost nach West daliegt und die Weiterfahrt nach Norden zu den kroatischen Inseln einfach versperrt. Ein Leuchtturm liegt an der Westspitze der Insel auf einem Felskegel in fast 100 Meter Höhe. Den Leuchtturm erbauten um 1875 die damaligen Herren der Insel, die Österreicher, bevor die Insel 50 Jahre später an Yugoslawien kam. Man kann ihn auf zweierlei Arten erreichen, nämlich zu Fuß vom Kiesstrand die steile Treppe hinauf. Oder noch auf eine andere, spannende Art: Während ich mit LEVJE die Felsbank entlang motore, langsam, langsam, denn die Seekarte ist alles andere als genau und vor der Insel liegen gemeine Untiefen, entdecke ich unterhalb des Leuchtturms zwei Stahldrähte, die einfach parallel in ein Meter Abstand vom Grund des Meeres zum Fuß des Leuchtturms auf 100 Meter steil emporsteigen. Ein einfacher Stahlkorb, der daran hängt –  das Ganze ist eine einfache Seilbahn vom Meeresspiegel aus, die den Leuchtturmwärter gewagt, doch weniger schweißtreibend als die lange steile Treppe nach oben an seinen Arbeitsplatz bringt.

Die Landungsstelle. Ein kleines Kiessträndchen, das ebenfalls steil ansteigt. Keine Menschenseele. Nur ein paar Boote. Drei Bojen, die in der Dünung schaukeln. Der Strand des Papstes. Wer weiß denn schon, was Papst Alexander III. am 9. März des Jahres 1177 bewog, genau hier seine Flotte päpstlicher Galeeren Halt machen zu lassen. Trinkwasser? Gabs hier nicht. Verrichtung der Notdurft? Geht vom Galeerenheck besser. Romantik? War noch nicht mal erfunden, ebensowenig wie Burnout. Er unterbrach hier seine Reise. Genau im Jahr seines Triumphes über den Deutschen Friedrich Barbarossa, der keine zwei Monate später im Norden unterliegen sollte.

Palagruza, 2016: Oben Im Leuchtturm kann man sich einmieten, lese ich im Internet: Ein Zimmer, ein Bad. Mindestens vier Ferienwohnungsvermittler bieten Palagruza an: „Wegen der Entfernung zur Zivilistation ist keine Verpflegung möglich… Auf Palagruza wird Ihnen eine besondere Möglichkeit geboten: Seien Sie für zwei Wochen Robinson, erholen Sie sich von der Zivilisation, geniessen Sie die Einsamkeit, finden Sie zu Ihrem neuen Selbst.“ Ob wir dem wirklich begegnen möchten? Das Ganze ist jedenfalls für die letzte Septemberwoche schon für 490 Euro zu haben. Danach: Ist Palagruza für fünf Monate nicht mehr zu buchen. Obwohl mit einem Klima wie Kreta ausgestattet, ist es wohl die Überfahrt, die in den harten Wintermonaten nicht mehr zu garantieren ist. Palagruza: Ist irgendwie ungezähmt.

Mala Palagruza, das „kleine Palagruza“

Vorsichtig motore ich wieder zurück, nach Osten. Ich versuche, die Durchfahrt zwischen Vela Palagruza und Mala Palagruza zu nehmen. Die Seekarte verzeichnet hier zahlreiche Klippen und Steine, nach zehn Minuten Herantasten breche ich den Versuch, dort hindurchzukommen, ab. Nicht, weil es unmöglich wäre. Sondern weil mir zum Navigieren in diesem Gebiet ein zweiter Mann fehlt, der vom Bugkorb aus einen sicheren Weg durch die Untiefen weist. Hier auf Grund zu laufen, mit meinem Schiff Bruch zu bauen, wäre echt fatal. Handy-Abdeckung ist hier draußen längst keine mehr, obwohl oben auf der Insel ein Mast aufragt. Im Falle eines Missgeschicks wäre ich ganz allein auf mich gestellt. Ich bin hier in echter Einsamkeit.

So scheint es jedenfalls. Keine hundert Meter weiter entdecke ich zwischen den Felsen ein winziges Schlauchboot. Ein Mann sitzt darin, mit großem Strohhut, der Himmel weiß, wie er sein kleines graues Schlauchboot vertäut, verankert hat am Grund in 10, 20 Meter Tiefe. In der Einsamkeit der Klippen sitzt der Mann mit dem Strohhut auf seinem Schlauchboot und hält eine Angel seelenruhig in der Hand. Sein Gefährt kippt und wippt in den Wellen. Er sieht nicht einmal zu mir herüber, unbeirrt blickt er in dem kleinen wackligen Gefährt auf die Wasseroberfläche, dorthin, wo seine Schnur in die Tiefe führt. Der Fischerkönig am See. Unwillkürlich denke ich an dieses Bild aus dem Parzival Wolframs von Eschenbach, in dem der unerfahrene rote Ritter zum ersten Mal dem einsamen Fischerkönig auf dem See begegnet, ihn aus der Ferne beobachtet. Der Fischerkönig in seinem Boot, allein draußen.

„Einen er im Schiffe sach,
den het an im alsolch gewant,
als ob im dienden elliu lant.“

[Einen sah er auf dem Schiff,
der war gekleidet
als wären ihm alle Länder Untertan]

Anfortas, der wissende, Anfortas, der verwundete Alte, der den Jungen auf die Probe stellen wird. Und der Junge, der versagt, weil er vergisst, die eine Frage zu stellen:

„Herre, wie wiret iuch?“
[Herr, was ist Euch geschehen?]

Langsam gleitet LEVJE weiter nach Osten, Richtung Landspitze, vorbei an überspülten Klippen und Felsen. Vorsichtig halte ich Abstand, folge der 30-Meter-Tiefenlinie, die hier keine 100 Meter von den Felsen der Insel läuft. Als ich mich nach einer Weile umdrehe, ist das Schlauchboot mit dem Mann unter dem Strohhut verschwunden. So wie die Burg Montsalvaesche, als Parzival sie am Morgen verlässt.

An der Ostspitze dann etwas, was aussieht, wie eine geschützte Ankerbucht. Soll ich? Eine Nacht auf der einsamen Insel? Ankern zwischen den den steil aufragenden Felsnadeln? Nein. Wer weiß, wie das Wetter wird. Und zudem: Ich habe mich nicht ordentlich abgemeldet daheim. Wenn ich mich heute Abend nicht melde, dann heißt das Schindluder treiben mit den Gefühlen derer, denen ich meine Ankunft auf der kroatischen Insel Vis für heute Nacht angekündigt habe.

Nein. Ich lege Ruder Kurs Nord, Richtung der 60 Seemeilen entfernten Insel Vis. Das ich heute irgendwann kurz vor Mitternacht erreichen werde.

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Mare Più: heißt „mehr Meer“. 
Und wenn Sie mehr Geschichten 
über die Menschen am Meer lesen wollen:


Wie es ist, auf einem kleinen Segelboot
• Italien
• Griechenland
• Türkei
zu bereisen. Und in fünf Monaten: Von München nach Antalya zu reisen.


Auch als Film:  

Sonntag, 16. Oktober 2016 20.15 Live im Kino
im Rahmen der Allgäuer Filmkunstwochen
im Filmhaus Huber, Bad Wörishofen.


Das sagt die Presse über Buch und Film:

„… ein Sehnsuchtsbuch par excellence.
Und ein echtes sinnliches Erlebnis.“
MÄRKISCHE ZEITUNG im Oktober 2015

„… eröffnet dem Weltenbummler ganz wunderbare Traumziele, auf die man 
bei üblicher Herangehensweise schwerlich gekommen wäre.“
YACHT im Mai 2015 

„Die Besonderheit des einstündigen Streifens ist seine Ruhe. 
Eine Ruhe, die der Film mit poetisch angehauchter Sprache und sinnlichen Bildern von Szene zu Szene eingehender vermittelt.“
SEGELREPORTER im Dezember 2015

„… ein schönes, ein gelungenes Werk, animierend und inspirierend.“
LITERATURBOOT im Juli 2015

„Absolut empfehlenswert!
Für Reisebegeisterte ist ‚Einmal München-Antalya, bitte!‘ definitiv zu empfehlen.“

RATGEBER.REISE. im Juni 2015


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Auswahl in der 40-Liter-Klasse

Kühlboxen Test 2016 Aufmacher MSK_8810: Eine transportable Kühlbox ist perfekt für kleine Boote oder als Zusatzgerät an Bord einer vollbesetzten Yacht

Das Angebot von Kompressor-Kühlboxen ist so vielfältig wie nie. Fünf Geräte waren auf dem Prüfstand. Der Test im PDF-Download

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Wieder Starkwind bei Silverrudder?

SILVERUDDER 2015-002

Die Wettermodelle sind sich uneins für Freitag: Am Nachmittag könnte es mit Nordwest 6 dicke kommen für die mehr als 400 Einhandsegler

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Hans-Peter Deichgräber 20.06.1939 – 24.08.2016

NACHRUF AUF EINEN UNGEWÖHNLICHEN MANN MIT CHARISMA

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Mein erstes Treffen mit Karin und Peter Deichgräber fand im Jahre 1973 statt. Ich lag mit meiner Yawl LILOFEE am Masten Kran in Wedel und war beim Aufriggen – allein. Damit hatte ich die neugierige Aufmerksamkeit von Peter geweckt, der mich sogleich fragte, ob ich denn auf seiner FISHER Yacht, diese Arbeit wohl auch erledigen könnte. Er sei knapp an Zeit und müsse zudem nach England fahren, daher gleich die Frage, ob ich mich ggf. auch um den Verkauf seines Schiffes kümmern könnte. Ob ernst gemeint oder nicht, als Peter zwei Wochen später wieder nach Hamburg zurückkehrte, war der Job getan und das Schiff, aufgeriggt, geputzt und blitzblank, verkauft, das Geld lag auf dem Tisch … und ich hatte das Angebot für einen Job als Freelancer, der Stunden weise mit 25 DM abgerechnet wurde. Für mich ein toller Start bei voller Freiheit ins Lebensabenteuer, für eine Arbeit, die ich nicht als schwer empfand, weil sie meiner Vorstellung von Arbeit in idealer Weise entsprach. Fast wie ein Callboy, der für seine Arbeit sogar Geld erhielt.

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Karin + Peter Deichgräber hatten kurz zuvor die deutsche Werftvertretung für FAIRWAYS MARINE übernommen, deren charaktervolle FISHER Yachten bis heute in fast jedem Hafen zu sehen sind. Auch die Vertretung von CORNISH CRABBER wurde wenig später übernommen und ich sollte – und wollte – die praktische rechte Hand der Werftvertretung werden. Ein Bingo mit Echo sah ähnlich aus. Meine Arbeit bei war mein erster solider Job, ein idealer Einstieg zur Selbstständigkeit. Für etliche Jahre haben wir die Marken FISHER, CORNISH CRABBER, sowie TAYLORS Kocher und Heizungen vertreten und betreut, haben gemeinsam Bootsausstellungen mit unseren Schiffen bevölkert und einander bestens verstanden, weil gegenseitiger Respekt unsere gemeinsame Basis gewesen ist. Das förmliche „Sie“ haben wir uns jahrzehntelang erhalten, wenn gleich wir uns da bereits wie die Westentasche kannten.

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Unvergessen unsere gemeinsamen Touren in Richtung Süden, um auf der Bootsmesse in Friedrichshafen unsere Flotten Kontingente feil zu bieten.

Unvergessen auch unsere Zeiten auf dem Ponyhof von Ailingen, wo ich auf die harte Tour Skat spielen habe lernen müssen, können und dürfen… und mein Lehrgeld bezahlen sowieso. Unsere Skatrunde wurde ergänzt durch
PETER SCHMIDT, seinerzeit mit der SIRIUS 26 im Handgepäck unterwegs, jederzeit aller bestens gelaunt, weil er dort seine Schiffe stets zweistellig verkaufen konnte.
DETLEF LANGE und DIRK LAMPE, beide für die Marke BUHK engagiert, zudem begnadete Skatspieler, denen ich meinen Obolus zu entrichten hatte.

Unvergessen meine atemlosen Touren mit 60 tapferen PS meines altersschwachen Wehrmachts Opel Blitz Oldies, der mit 3 Schiffen mehr als genug beladen, die Fuhre nur im 1.Gang die Kasseler Berge hinauf geastet ist. Zum Glück ging´s ich mit leerer Fuhre wieder heim, weil wir in Friedrichshafen restlos leergekauft worden sind.

Unsere gemeinsamen Messen haben mir Ehrfurcht in´s Gesicht gezaubert, jedenfalls zumindest wenn ich Peter angesehen habe, stets korrekt mit Einsteck Tuch und tadellosem Outfit English style, leicht gequält – distinguiert – also säuerlichem Gesicht, zu viele unwillkommene Besucher Horden über die Schiffe im Galopp erduldend… die, unter Mitnahme teurer Prospekte, zudemmanchmal Hinterlassung unschöner Spuren, die Schiffe verlassen haben. Unser gemeinsames Negativ Highlight: Ein Besucher hatte die versiegelte Bordtoilette gewaltsam entjungfert und uns sein dickes Ding darin hinterlassen.

Wir haben auch das überstanden.

Die schönen Zeiten nahmen eine Wende, sie gingen für mich zu Ende, als ich im Jahre 1976 meine Yawl gegen die „Schlosserei“ Windpilot eintauschte, und Anfang der 80ger Jahre dann auch für Karin + Peter Deichgräber, die sich Richtung Immobilien Branche absetzten. Ich habe das damals voll verstanden, denn ich habe die Sorgen und Nöte eines Yachtimporteurs, der seinen Schiffs Fuhrpark zur Messe stets aus der eigenen Tasche zu bezahlen hatte, dem die Werft mit stetigem Druck auf Abnahme weiterer Yachten auf den Fersen gesessen, aus der ersten Reihe miterleben dürfen. Nur zur Erinnerung: wir haben damals an unsere Banken jeden KKK Kredit zum Kauf von Yachten, im Bereich von 7 – 10% vergolden dürfen, es war eine Hatz, bei der manch Gewinn für die Katz, weil er am Ende kaum noch auszumachen gewesen ist. Ein Nervenkrieg mit Ansage und manchmal unendlicher Länge, weil unverkaufte Schiffe verdientes Geld von hinten aufgefressen haben. Ein Spiessrutenlauf der besonderen Art.

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Unvergessen, wie wir uns dann etwas später im Leben, nun ganz ohne jeden Business Plan, näher haben kennen lernen dürfen. Mein Eindruck von Peter´s in Stein gehauenem solidem Geschäftsgebaren hat meine früheren Gefühle bestätigt: Peter ist seiner Zeit für mich der Meilenstein seriösen Geschäftsverhaltens gewesen: ungemein zuverlässig, mit sparsamen Worten agierend, stets überpünktlich jede Rechnung bezahlend. Schon damals eine überaus seltene Pflanze.

Unvergessen die Abende in Arnis auf dem Achterdeck der überdachten Lust Yacht, auf alten Campingstühlen, durch die ich – trotz aller Befürchtungen – dennoch niemals durchgefallen bin. Peter war ein begnadeter Minimalist, der seine Segelschuhe und seinem Klappfahrrad einen lebenslangen Dauertest zu unterziehen plante.

Karin und Peter Deichgräbern haben in meinem Herzen einen besonderen Platz im Leben eingenommen, ihre Verbindung war für mich vorbildhaft für eine lebenslange Partnerschaft zweier Menschen, die durch dick und dünn zusammen gehalten haben.

Nach 46 Jahren wurde diese Harmonie jäh unterbrochen, Peter ist nach schwerer Krankheit am 24.August 2016 verstorben.

Wann immer ich an Peter denke, sind es die witzigen, teils skurrilen, humorvollen Bilder in meinem Kopf, die ihre Farbe für immer behalten werden.

In Erinnerung aufgeschrieben im September 2016
Peter Foerthmann

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Full House in Friedrichshafen

Interboot 2016: Interboot 2016 in Friedrichshafen

Interboot mit gutem Start: 34.000 Besucher zählten die Ausstellungsmacher am ersten Wochenende. Teils lange Schlangen an den Werftständen

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Zwischen Genua und Gennaker

Dehler Freeride Code: Der neue Dehler Freeride Code

Dehler und Elvstrøm bringen ein neues Vorsegel auf den Markt: Der sogenannte Freeride Code soll die Allzweckwaffe von Am- bis Raumwind sein

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Rolex Swan Cup: Christian Plump holt Swan 45 Weltmeister-Titel mit “Elena Nova”

Swan Worlds

Bei der Swan 45 Weltmeisterschaft holen die deutschen Yachten Gold und Bronze. Aber diesmal war die Reihenfolge eine andere als zuletzt. Weiterlesen

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Imposantes WM-Schauspiel vor Menorca

52 Weltmeisterschaft 2016: 
	52 Weltmeisterschaft 2016: "Platoon" bäumt sich auf

Der Podestsprung ist Harm Müller-Spreers Crew mit ihrer „Platoon“ nicht gelungen. Das Team mit Taktiker Markus Wieser ersegelte WM-Platz 6

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Interboot legt guten Start hin: 34000 Besucher am ersten Wochenende

Friedrichshafen – „Leinen los“, hieß es am ersten Interboot- Wochenende. Die internationale Wassersport-Ausstellung befindet sich in gutem Fahrwasser: 34 000 Besucher ließen sich bei 471 Ausstellern von Motorbooten, Segelbooten sowie jeder Menge Zubehör und Funsport-Produkten inspirieren. Noch bis Sonntag, 25. September, zeigt die Bootsmesse am Bodensee Neuheiten und Produkte aus der Wassersportbranche und lädt bei zahlreichen Event- und Mitmach- Aktionen zum Erlebnis im und auf dem Wasser ein.

ADAC Messestand Interboot Friedrichshafen

Die ADAC Sportschifffahrt präsentiert ihr Leistungsportfolio in der Halle A1 am Stand 22.

„Wassersport macht Spaß – davon haben sich am ersten Interboot-Wochenende zahlreiche Besucher überzeugt. Wie wichtig das Thema Wassersport und das Testen von Booten ist, hat auch der gute Besuch des Interboot-Hafens gezeigt“, erklärt Messechef Klaus Wellmann. In den acht Messehallen wurden Boote inspiziert, Fachgespräche geführt und Bekleidung und Zubehör eingekauft. „Gerade am Sonntag war wetterbedingt großer Andrang in den Messe-Hallen. Ein besonderer Besucher-Magnet ist unsere neue stehende Welle in Halle B2“, berichtet Projektleiter Dirk Kreidenweiß. Rund 130 Boote liegen direkt am Ufer des Bodensees zum Testen bereit. Am ersten Wochenende boten die Regatten und Sportveranstaltungen darunter die Liquid Quarter Mile, die Interboot Trophy und die Oldtimer Regatta an der Friedrichshafener Uferpromenade Sporterlebnisse zum Mitfiebern.

Die Interboot ist noch bis Sonntag, 25. September 2016 täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet, der Interboot-Hafen täglich bis 19 Uhr. Der ADAC präsentiert auch in diesem Jahr sein Leistungsportfolio, z.B. die bootstouristischen Informationen (BTI), sein Yachtcharter Vergleichs- und Buchungsportal und das ADAC Marina-Portal in der Halle A1 am Stand 221. Die Halle B1 ist am Donnerstag zum Sunset Shopping bis 21 Uhr geöffnet. Die Tageskarte kostet regulär 12 Euro, ADAC Mitglieder zahlen gegen Vorlage der Mitgliedskarte 10 Euro. Die Familienkarte ist für 28 Euro erhältlich. Kinder zwischen sechs und 14 Jahre bezahlen 5 Euro. Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.interboot.de und www.facebook.de/interboot.

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