Archiv der Kategorie: News & Blogs

Erster Ainslie-Erfolg auf Cup-Kurs

ACWS Portsmouth 2015: <p><br />
	ACWS Portsmouth 2015: Land Rover Ben Ainslie Racing</p>

Bei der ersten ACWS-Regatta konnte nur einen Tag gesegelt werden. Doch der brachte interessante Erkenntnisse: Die Verteidiger sind schlagbar

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Neue Jolle: Ersatz für den Piraten?

Karu: <p><br />
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	http://youtu.be/xmCcI3ABUTg</p><br />
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	Die neue Jolle aus Flensburg</p>

Ein Bootsbauer, ein Schiffbauingenieuer und ein Arzt haben ein Boot gebaut, das für Schulung und sportliches Vergnügen tauglich sein soll

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DIGGER: Videorundgang

Bildschirmfoto 2015-07-27 um 12.51.41

Man kennt diese 360 Grad Ansichten aus Booten. Ich habe das mal anders gemacht.
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AC World Series: Sir Ben Ainslie’s Heimsieg in Portsmouth – jetzt „fliegen“ sie wieder

America's Cup world Series

Verdienter Heimsieg für den geadelten Olympiasieger, Enttäuschung bei allen Teams über Sturm: Sonntag fanden keine Wettfahrten statt. Kate und William kamen dennoch… Weiterlesen

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Eingeweht und auf die Nase

20150726

Nicht grade Hans im Glück

“Dann lasst uns mal den Anker heben.“ Zu Beginn der Zeit mit der neuen Crew liegen wir in Durgerdam vor ROCNA-Anker. Der Anker hält die 40 Knoten Wind, die Kette auch. Nur das Wasser im Markermeer ist zeitweise durch den Winddruck etwas weniger geworden und die MARLIN liegt im Schlick, dreht sich plötzlich nicht mehr in den Wind. Na so was. Irgendwann kommt eine kräftige Böe und drückt uns dann doch in die richtige Richtung.

Ich nutze den Tag um wieder einmal ein paar Dinge von der ToDo Liste zu streichen. Kellerregal reparieren, AIS Buzzer anschließen, zwei Eimer Spitzbergen Kondenswasser aus einer extrem erreichbaren Bilgenecke unter dem Bett der Vorkabine absaugen und das Gefrier-Kühlschrank System von Kristallen befreien… Wir fahren mit dem Dinghy einkaufen bei Albert Hein – Ich muss an Curacao denken. Komisch. Die Crew ist super. Alle helfen, keine Langeweile kommt auf und so bleibt die Stimmung an Bord entspannt. Eine Schweinegulasch, eine Runde Steak hilft über den Frust am Ankerplatz bleiben zu müssen schnell hinüber.

Die ersten 48 Stunden sind aber auch immer hart für die neue Crew. 48 Stunden: Tu das nicht, tue jenes nicht. Merk Dir immer alles wieder dahin zu tun, wo Du es hergenommen hast etc. Immer auf Messers Schneide sich unbeliebt zu machen. Oder denke ich mir das nur? Andreas ist selbst manchmal Skipper, Gordon hat ein eigenes Boot und jede Menge Segelerfahrung. Nur Carmen ist absolut unbedarft. Sie lacht am meisten. Segelerfahrung: Null. Vielleicht gar nicht so schlecht. Sie saugt alles ohne Urteil auf und versucht sich bestmöglich einzubringen um zu lernen, um zu erfahren ob ihr das Segeln Spaß macht. Normalerweise steht sie auf einem Bord und zeigt anderen wie man Wellen runterrauscht. Eine Affinität zum Wasser ist ihr nicht abzusprechen.

Wir verlassen IJmuiden nach hervorragenden zwei Schleusengängen. Perfekt. Mir steht das Grinsen im Gesicht. Mitten am Horizont brechen sich die Wellen an der Hafeneinfahrt. „Ich zieh mal das Groß hoch! Zweites Reff!“ Um die Ecke wäre es schön die 25 Knoten Wind aus Norden zu haben, aber wie so oft, Wind und Welle kommt aus SW. Genau gegen an. Nach zwei Stunden aufkreuzen haben wir 2 Meilen gut gemacht. „Hmm.“ Problem. Für Morgen sind 30 Knoten angesagt, mit Böen auf 40. Auch aus SW, also da wo wir hinwollen. In der Mitte des Kanals ist es noch viel mehr, viel mehr Welle gegen Strömung auf flachem Grund. „Brauchen wir nicht. Wir laufen Scheveningen an!“ Mein Bootsjunge, der schräge Holländer Erik steht in seinem Überlebensanzug am Steuer. 28 Knoten Wind drückt die Reling der MARLIN in die Wellen. „Geht es Dir gut Carmen? Nicht grade Anfängerwetter, was? Sorry. War anders geplant.“ Carmen nickt. Sie hat das getan, was ich ihr geraten habe. „Wenn Du Dich komisch fühlst leg Dich in Deine Koje. Nach ein paar Stunden geht es Dir besser. Versuche nicht gegen die Seekrankheit anzukämpfen, darauf wartet das Biest nur. Ignorieren, ausschlafen ist der richtige Weg.“ In die Marina trauen wir uns nicht. Zu eng, zu voll und zu viel Wind. Längsseits eine Touristendampfers finden wir einen Platz für heute Nacht und morgen. Gegen 30 Knoten Wind – Brauchen wir nicht. Skippers Vorschlag: Crew entscheidet. Allen geht es gut.

 


Nächste Abfahrtmöglichkeit mit der MARLIN: Derzeit ist fast alles dicht bis September. Dann geht es von Faro nach Madeira. Da sind wieder Plätze frei und von Madeira zu den kanarischen Inseln. Im Oktober kannst Du noch auf den Kapverden mitsegeln. Die Atlantiküberquerung ist ausgebucht. www.marlin-expeditions.com

 

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Seemannschaft in digitalen Zeiten

Navigation: Der Plotter liefert pausenslos pr&auml;zise Infomationen. Verleitet das zur Nachl&auml;ssigkeit?

Ein Projekt der Technischen Universität Berlin erforscht die Auswirkungen moderner Navigations-, Informations- und Kommunikationsmethoden

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Das Action-Wochenende von Hamburg

Extreme Sailing Series: Das russische Team Gazprom vor Hamburger Kulisse

Das Team aus dem Oman, The Wave, Muscat, hat den Hamburg-Auftritt der Katamaran-Tour gewonnen. Das deutsche Team blieb chancenlos

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Seascape mit neuem Deutschland-Händler

Künftig auch Seascape-Stützpunkt: Oleu-Segel: K&uuml;nftig auch Seascape-St&uuml;tzpunkt: Oleu-Segel&nbsp;

Das Wassersportzentrum Oleu in Heiligenhafen wird ab 1. August auch Stützpunkt für Vertrieb und Service von Seascape 18 und Seascape 27

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Extreme Sailing Series: „The Wave“ siegt in Hamburg – Hansestadt im Katamaran-Fieber

Extreme Sailing Series Hamburg

An einem dramatischen Schlusstag segelte das Team aus dem Sultanat Oman drei Tagessiege und holte insgesamt 200 Punkte. 20.000 Zuschauer – Best-of-Bilder. Weiterlesen

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Segel-Bundesliga Knarrblog: Platz sechs – Ärger um das letzte Rennen

Segel-Bundesliga NRV

Hätte, hätte, Fahrradkette. Auch fünf Tage nach dem Bundesliga-Event in Travemünde tauchen vor dem geistigen Auge noch die entscheidenden Situationen auf. Weiterlesen

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Buhl mit EM-Silber auf Olympiakurs

Laser WM 2015: <p><br />
	EM-Duell: Holland Rutger van Schaardenburg vor Philipp Buhl</p>

Nach WM-Silber hat Laser-Ass Philipp Buhl auch bei der EM Platz zwei erkämpft. Dem Sonthofener ist das Olympiaticket nicht mehr zu nehmen

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Heute in Griechenland (11): Was man von Griechenland lernen kann in diesen Tagen.

Irgendwann in diesen Tagen wird es soweit sein, dass zum 100.000mal ein Leser auf MARE PIU klickt. Das ist natürlich ein seltenes Jubiläum, etwas, worauf ich, worauf wir über ein Jahr gewartet haben. Und um dem Tag die richtige, dem Ereignis angemessene Würde zu verleihen, haben wir uns für heute in unserer Artikelserie HEUTE IN GRIECHENLAND für unseren 11. Post etwas Milde und Nachdenklichkeit verordnet. Seien wir also zurückhaltend zumindest für den heutigen Tag nach diesen Wochen verbitternder Diskussion zwischen Nordeuropäern und Griechen, die gleichermaßen zu wissen schienen, woran dies Land nun wirklich zu kranken scheint.
Übersehen wir also zumindest für diesen einen Tag die Rohbauten, die überall rottend am Meer herumstehen.
Schauen wir einfach hinweg über die tollen Ferien-Anlagen, die brandneu fertiggestellt ihr Dasein als leblose Geisterstädte verfallend fristen.
Blicken wir hinweg über eine ungeheure Vielzahl an Betonmonumenten vielerlei Art, die uns alle nur das eine sagen: Dass dies Land irgendwie seine liebe Not hat mit Großprojekten aller Art. 
Verdrängen wir für einen Moment, wieviele Hochbegabte, gut Ausgebildete dieses Land jeden Monat verlassen, Ärzte, Programmierer: weil sie hier keine adäquate Beschäftigung finden. 
Legen wir gnädig einen Schleier des Schweigens über jene Schreihälse unter griechischen Politikern, die – wer weiß, aus welchem Spieltrieb heraus – europäische Kollegen als “Terroristen” bezeichneten und das Land isolierten. 
Freuen wir uns, dass sich die Wogen auf dem Meer vor Agios Nikolaos und in der Presse beruhigt haben und die Brecher jetzt gerade woanders als mit Kraft ans Ufer schlagen. Und denken wir für einen Moment darüber nach: Was man lernen könnte, in diesen Tagen, von Griechenland und den Griechen.
 
 
“Griechenland ist immer noch ein wunderbares Land, um abzuhängen.”
Was eine deutsche Touristin gestern so schön formulierte, enthält einfach einen wahren Kern. Oder gleich mehrere: Man wird in Ruhe gelassen, in diesem Land. Keiner dreht einem irgendwo etwas an oder fragt, ob’s denn nun nach dem Essen auch noch ein doppelter Espresso sein dürfe. Die Männer in diesem Land sind noch Teddybären und haben eben nicht sieben Jahre “Vertrieb” auf dem Buckel. In Restaurants – wie oben in Paleokastro ganz im Osten von Kreta – geht es beschaulich zu. Alles ist etwas verlangsamt und eben noch nicht vertriebsorientiert. Und dafür sitzt man dann über seinem 47. Tsatsiki während dieses Griechenland-Aufenthalts, zieht genüsslich die Joghurt-Gurken-kühle Gabel über die Zunge und ist der Meinung: dies sei ja nun wirklich das allerbeste Tsatsiki, das man auf dieser Reise serviert bekommen habe.
“So ganz habe ich es noch nicht raus:       
Aber für Griechen scheint Geld eine andere Währung zu sein als für den Rest der Welt.”
Haben Sie sich schon einmal gefragt: Was Geld für Sie bedeutet? Welchen Betrag Sie zum Beispiel im Portemonnaie haben müssen, um sich sicher zu fühlen, wenn Sie durch die Straßen ihrer Stadt laufen? 200 Euro? 100 Euro? 30 Euro?
Ab wann Sie nervös werden und nach dem nächsten Bankautomaten schielen, weil die “magische Grenze” unterschritten ist?
Haben sie sich schon mal gefragt: Welcher Betrag täte mir richtig weh, wenn ich ihn auf der Straße verlieren würde? 10 Euro? 50 Euro? Nichts dergleichen?
In den zurückliegenden Wochen der Krise war es zumindest hier in Agios Nikolaos bewundernswert, wie die Griechen sich im Alltag mit dem herumschlugen, was im Ausland so schön “Kapitalverkehrskontrollen” heißt. An den Geldautomaten zu gehen, und der spuckt täglich nur mehr 60 Euro für mich aus. Manchen von uns würde allein schon das Gefühl der Limitierung, nicht mehr im “Unbegrenzten” leben zu können, an den Rand des Wahnsinns treiben.
Tatsächlich blieben die Griechen, die ich beobachten konnte, erstaunlich gelassen. Das hat einerseits damit zu tun, dass 60 Euro täglich, wie Mikhalis Farsaris im Interview sagte, für den durchschnittlichen Griechen eine Menge Geld seien, immerhin 1.800 Euro monatlich.
Lassen wir einmal außer Acht, dass die Griechen schon die letzten fünf Jahre in der Gewißheit verbrachten, dass ihnen demnächst – finanztechnisch – der Himmel auf den Kopf fällt. Dass alle sich vorbereitet haben. Die Kopfkissen mit Banknoten füllten. Auslandskonten anlegten. Konten am Wohnort bei möglichst drei bis vier Banken unterhalten (das ergibt dann beim morgendlichen Rundgang von Bankautomat zu Bankautomat für Cleverles statt 60 Euro schon mal 180 Euro, darüber spricht man nicht!). Wohlgemerkt: alles hier in Agios Nikolaos auf Kreta, nicht Athen oder Thessaloniki. Lassen wir dies alles außer Acht, denn der Kern ist ein anderer, nämlich: “Wofür soll ich hier schon 180 Euro brauchen?”. Geld ist in Griechenland etwas anderes als in Deutschland. Mit “Geld” scheint es in Griechenland wie mit “Auto” zu sein. Ein bisschen was davon ist immer da. Aber lebensnotwendig ist beides nicht.
Und das färbt wohltuend auch in diesen Tagen auf das Reiseland ab. Alles läuft einfach weiter. Weil es auf das, wovon halt jeden Tag “ein bisschen da sein muss”, nun wirklich nicht ankommt.
“Bei der gegenwärtigen Krise handelt es sich weniger um eine ökonomische, sondern um eine Krise der Werte”, sagt der Doktor.
Seit einigen Tagen denke ich über die letzten Interviews nach, die ich in den vergangenen Tagen hier führte. Dass Sven, aufgewachsen in der Nähe von Brüssel, mir über seine Heimat sagt, dass er aufgrund der sozialen Probleme und der wachsenden Kriminalität sein Land verlassen habe, weil er nicht möchte, dass sein Kind darin aufwächst?
 
Oder dass mir der Doktor das mit der Krise der Werte sagt. Und beschlossen hat, eine Organisation zu gründen, um die Menschen durch Rückbesinnung auf traditionelle Anbaumethoden in Selbstversorgung zu schulen.
Natürlich geht es nicht, dass ein Nachbar dauerhaft auf Kosten seiner Nachbarn lebt. Und ein Land auf Dauer von anderen durchgefüttert wird. Die Ermutigung, sein Schicksal selbst in die Hand zu nehmen, Verantwortung für sich selbst zu übernehmen, muss an erster Stelle stehen. Das tun die Griechinnen und Griechen, mit denen ich in den letzten Wochen Interviews führte, allesamt und ohne Ausnahme. Sie tun es nur ein wenig anders als wir Deutschen, wir Nordeuropäer oder Nordamerikaner insgesamt.
“Warum ist Wasser in Deutschland in Restaurants und Bahnhöfen eigentlich so teuer?”, fragt Despina.
Ich bin zumindest nachdenklich geworden nach all dem, was ich hier sah, ob der deutsche Weg, ein Land auf Biegen und Brechen in die internationale Wettbewerbsfähigkeit zu führen, für Griechen und Griechenland der richtige Weg ist.
Ganz abgesehen davon, dass von vielem, was aus Brüssel in Griechenland oder in Deutschland landet, längstens der Schleier des Schweigens gezogen gehört:
Dieses Land würde vieles verlieren, was für andere Länder wertvoll ist.
Alle Fotos vom gestrigen Samstag entstanden im Osten von Kreta.

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