Archiv der Kategorie: News & Blogs

Volvo Ocean Race: Das Mann-über-Bord-Manöver – Glücksgriff nach Verzweiflungstat

Eine irre Geschichte, die das Scallywag-Team in den vergangenen Wochen beim Volvo Ocean Race im Zeitraffer erlebt hat. Vom gescholtenen, chancenlosen Underdog zum gefeierten Comeback-Team kurz vor dem Super-GAU. Weiterlesen

„Spindrift 2“ ohne Fortune: Mastbruch kurz vor dem Start!

"Spindrift 2": <p>
	Bitteres Aus schon vor dem zweiten Jules-Verne-Rekordversuch binnen einer guten Woche: Mastbruch stoppt &quot;Spindrift 2&quot; noch vor der Startlinie</p>

Der Crew geht es gut, ihrem Boot nicht mehr: Auf dem Weg zur Startlinie für den Jules-Verne-Rekordversuch hat der Trimaran „Spindrift 2“ seinen Mast verloren

„Spindrift 2“ startet zu Rekordversuch um die Welt

Spindrift: <p>
	Soll den Rekord im zweiten Anlauf holen: &quot;Spindrift 2&quot; mit Yann Guichard und Crew</p>

Der Maxi-Tri von Dona Bertarelli und Yann Guichard startet heute Nachmittag zum zweiten Anlauf, die Jules Verne Trophy von Francis Joyon zu erobern

Alles, was man wissen und sehen muss

boot Düsseldorf 2018

Die weltweit größte und wichtigste Wassersport-Messe wird ihrem Ruf gerecht. Die Neuheiten präsentieren sich innovativer und vielseitiger als je zuvor

Havarie: Mondfisch versenkt Yacht in der Bass-Straße – dramatische Rettungsaktion

Für Segler „down under“ gelten sie längst als eines der größten Risiken beim Hochseesegeln: Die Kollision mit einem sonnenbadenden Mondfisch wurde jetzt einer „Hobarts“-Yacht zum Verhängnis. Weiterlesen

Scharfe Kufen auf blankem Eis

Eissegeln ist die schnelle Art der Fortbewegung unter Segeln. Bald geht’s wieder los.

Der Beitrag Scharfe Kufen auf blankem Eis erschien zuerst auf Float Magazin.

Einfach nur Urlaub

Am 26. Dezember war es soweit. Unser kleiner Renault Modus war bis ans Limit vollgepackt, Filou ahnte nichts von der bevorstehenden Reise und wir waren voller Vorfreude auf unseren ersten gemeinsamen, ganz normalen Urlaub.

Man mag es kaum glauben, aber Sabrina und ich haben, seit wir zusammen sind, noch nie ganz normalen Urlaub gemacht. In den ersten Jahren sind wir, bis auf einen Kurztrip nach Schweden, überhaupt nicht weggefahren und später kamen die langen Auszeiten. Aber Urlaub, ohne Stress und Abenteuer, das war nach 13 Jahren tatsächlich eine Premiere für uns.
Eine Premiere war die bevorstehende Strecke auch für Filou. Etwa 650 Kilometer lagen vor uns und wir wussten nicht, wie er die verpackt.
In den Wochen zuvor habe ich viel mit ihm geübt. Fast täglich bin ich mit ihm Auto gefahren. Zuerst nur im Schritttempo für eine Minute bei uns durch die Spielstraße. Dann zwei Minuten, dann eine Runde um den Block und so weiter.
Die langsame Steigerung war wichtig für ihn, denn nach den unvermeidbaren Autofahrten über griechische Serpentinen ist ihm anfangs bereits übel geworden, wenn man nur den Motor gestartet hat. Also haben wir das Training sachte angehen lassen.
Nach ein paar Tagen war er soweit, dass er nach jeder Mittagsrunde freudig zum Auto gelaufen ist und darauf gewartet hat, dass es endlich los geht.

Und so sind wir an diesem Morgen am zweiten Weihnachtstag gestartet. Filou hat sich schnell entspannt und hingelegt. Nach einer Weile hat er allerdings bemerkt, dass wir diese Strecke noch nie zusammen gefahren sind. Er hat eine Zeitlang aus dem Fenster geschaut und wir haben oft Pause gemacht, um ihm die Fahrt so angenehm wie möglich zu gestalten.
Nach der dritten Pause war er so entspannt, dass er die meiste Zeit zufrieden geschlafen hat und am späten Nachmittag waren wir schließlich auf der Insel Römö in Dänemark und hatten den Schlüssel für unsere abgelegene Blockhütte.
Wir waren so glücklich darüber, dass diese Fahrt mit Filou so problemlos verlaufen ist. Er hat sich richtig wohl gefühlt. Übergeben musste er sich auch nicht.

„Unsere“ Blockhütte in Dänemark.

Nachdem alles aus dem Auto in die Blockhütte umgelagert war, konnte der Urlaub beginnen. Ein wenig Brennholz für den ersten Abend hatten wir bereits mitgebracht und nachdem der Kamin aufgeheizt war, wurde es langsam gemütlich. Die Umgebung vor unserer Hütte, einfach herrlich. Keine Straßenlaterne, kein Lärm, einfach nur Ruhe.
Dem Kamin gegenüber war Filou zuerst ein wenig skeptisch. Feuer hinter einer Glasscheibe, das kannte er noch nicht. Nach einer Weile hat er es sich dann aber mit gebührendem Abstand gemütlich gemacht.
In den Tagen darauf wurde dieser Abstand zum Kamin dann immer geringer und ab dem dritten Tag war Filou kaum noch vom Kamin weg zu bekommen. Er hat ihn geliebt!
Nach einer Runde im Winter durch die Heidelandschaft vor den warmen Kamin legen, ja das war sein Ding.
Und so vergingen die Tage auf dieser gemütlichen Insel in Dänemark. Wir waren dort zum durchatmen. Kein Sightseeing, kein Palaver. Einfach nur gemeinsam mit Filou zusammen sein. Ab und zu ein wenig Lesen und viel spazieren gehen. Ja, das tat gut.
Die meiste Zeit hat es zwar geregnet, aber nicht einmal das hat uns gestört. Im Gegenteil, der Kontrast zwischen verregnetem Winter und warmer Blockhütte war Klasse.

Wir haben nur wenige Ausflüge mit dem Auto unternommen. Überwiegend waren wir zu Fuß unterwegs. Eine Fahrt mit dem Auto über den Strand haben wir uns aber nicht entgehen lassen. Dafür ist Römö bekannt. Ich wüsste gerade nicht, wo man sonst noch mit dem Auto über den Strand fahren darf. Hier ist das jedenfalls erlaubt und macht richtig Spaß.

Silvester war es auf Römö deutlich ruhiger als wir das von zu Hause kennen. Das liegt zum einen daran, dass hier schlicht weniger Menschen wohnen, zum anderen am Verbot von Feuerwerkskörpern. Der Grund ist einfach: Ein Großteil der Häuser auf der Insel hat ein Reetdach. Was damit passiert, wenn eine Rakete in einer trockenen Neujahrsnacht in so ein Dach fliegt, kann man sich denken.
Alle halten sich natürlich nicht an diese Regel aber es waren nur wenige Raketen und Batterien, die um Null Uhr abgefeuert wurden. Nach einigen Minuten war der Spaß vorbei, was Filou gelegen kam. Wir wussten aus einer Nacht mit Böllern in Athen, dass er Angst davor hat. Kein Wunder, wenn man einmal miterlebt hat, wie zum Beispiel Ostern in Griechenland gefeiert wird. Dagegen sind Polenböller „Kinderkram“.
Also waren wir gut vorbereitet und haben versucht ihn mit einer Mischung aus Spiel und den besten Leckerchen die es für ihn gibt, bei Laune zu halten. Mit Fisch hat das bestens geklappt. Nach einem Kanonenschlag gab es Fisch! Fisch löst bei Filou in etwa die Reaktion aus, die Käse bei Samson von „Chip und Chap“ auslöst.
Diese Taktik haben wir bei unserem letzten Hund bereits erfolgreich angewendet, um ihn an Gewitter zu gewöhnen. Johnny stand damals nach wenigen Übungen immer freudig wedelnd an der Tür, wenn ein Gewitter aufzog. Wer zu der Zeit beobachtet hat, wie Sabrina und ich im Sommer bei Sturm und strömendem Regen mit Johnny im Garten gespielt haben, während es um uns herum geknallt hat, dachte wahrscheinlich auch: „Jetzt sind sie völlig durchgeknallt!“
Aber es hat funktioniert und es hat auch bei Filou funktioniert. Er ist schon jetzt deutlich weniger ängstlich.

Am 1. Januar.

Nach 10 ruhigen Tagen sind wir dann wieder Richtung Heimat gestartet und haben erst bei der Abfahrt bemerkt, dass wir ganz vergessen haben, uns den Hafen anzuschauen.
Es hat also geklappt. Wir konnten abschalten. So sehr, dass wir nicht einmal mehr an Nomade und ans Segeln gedacht haben.

Und die Rückfahrt? Die hat noch einmal besser geklappt als die Hinfahrt. Das Auto war für Filou mittlerweile ein angenehmer Lebensraum. Er hat unterwegs sogar gefressen und die meiste Zeit geschlafen. Nur 3 Pausen haben wir gemacht.

Für Sabrina und mich war dieser Urlaub in Dänemark Klasse. Wir hatten Zeit um Energie zu tanken, Zeit für Filou.











Die Shelter Bay Marina

So., 14.01.2018, Panama/Shelter Bay, Tag 1324, 12.255 sm von HH

Wo sind wir denn jetzt eigentlich gelandet? Was wird unser zu Hause für die nächsten Monate sein?
Die Shelter Bay Marina dient Langfahrtseglern nur als Zwischenstation, um in den Panama Kanal zu fahren. Hier kommt der Vermesser an Bord und Leinenhandler werden gesucht.

Die Shelter Bay Marina liegt am Arsch der Heide. Rundherum nur Dschungel. Kein Ort, kein Dorf, keine Infrastruktur. Ein paar Abbruch-Häuser stehen verstreut auf dem Gelände. Hier befand sich mal eine Militär-Basis, die lange verlassen wurde.

Shelter Bay Marina zwei Stunden von Colon entfernt

Shelter Bay Marina zwei Stunden von Colon entfernt

Eine schmale Asphaltstraße führt nach Colon. Mindestens eine Stunde Fahrt. Manchmal auch länger. Über den Kanal kommt man mit der Fähre oder, wenn die Schleusentore grade geschlossen sind, kann man über die Tore fahren. Wenn ein dicker Pott aus der Schleuse kommt, muss die Fähre warten. Das kann dauern.

Die Marina unterhält einen kostenlosen Shuttle-Bus nach Colon.
Immerhin fährt der zweimal am Tag.
Der Bus stoppt an einem lieblosen Einkaufs-Komplex außerhalb vom Colon-Zentrum an einer Ausfallstraße. Dort gibt es ein paar Geschäfte mit Haushaltswaren, Klamotten, den üblichen Handy-Läden und einem Supermarkt. Der Supermarkt ist ganz gut sortiert, die Preise sind angenehm. Der Haken sind die vier Stunden, die man unterwegs ist. Der halbe Tag ist weg für einen simplen Einkauf.

Dieser Einkaufs-Komplex hat nichts Schönes, keine Straßenhändler, die gegrillte Köstlichkeiten verkaufen, keine Atmosphäre, null Spaßfaktor. Oh, geliebtes Santa Marta, ich vermisse dich.

In der Marina gibt es einen kleinen Shop, in dem man ein paar Grundnahrungsmittel erhält.
Na, besser als vier Stunden wegen vergessener Eier mit dem Bus zu fahren.
Und eine gute Wäscherei. Entweder man wäscht selber für 2 USD die Maschine oder lässt waschen.

Daneben gibt es einen Swimming-Pool, der vor allem von den Amerikanern belagert wird.
Die Amis sind überhaupt fit in der Organisation von ’social life‘, das muss man ihnen lassen.
Sie organisieren Wasser-Gymnastik, Yoga und sonntags gibt es einen ‚Pot luck‘ am Gemeinschaftsplatz.
Das ist toll. Es gibt einen Holzkohle-Grill und jeder bringt sein eignes Fleisch mit. Und einen Salat oder eine andere Beilage für die Gemeinschaft. Die Salate werden auf einem Buffet zusammengestellt.

Pool in der Marina

Pool in der Marina

Gemeinschaftsplatz - der beste seit Monaten

Gemeinschaftsplatz – der beste seit Monaten

Letzten Sonntag waren wir bestimmt vierzig Personen und es gab einen Geburtstag zu feiern.
Viele Crews kennen wir bereits. Aus Santa Marta oder auch schon länger, von Grenada oder sonst wo. „Hi, ihr auch hier. Mensch, was für eine Überraschung.“ Dann folgt für uns die Enttäuschung: Auch diese Crew wird in zehn Tagen durch die Schleuse verschwinden.

Wir sprechen mit einigen Yachten, die ebenfalls einen Blitz-Schaden hinter sich haben. Die Geschichten sind ähnlich: Es dauert bestimmt drei Monate bevor wir alles wieder in Ordnung gebracht haben.
Solange wird die Shelter Bay Marina unser zu Hause sein.

Shelter Bay Marina klein, nett, aber abgelegen

Shelter Bay Marina klein, nett, aber abgelegen

Volvo Ocean Race: Mann über Bord – Schock für das führende Scallywag Team

Das Scallywag-Team hat ein dramatisches Mann-über-Bord Manöver erlebt. Alex Gough ist bei einem Segelwechsel bei 20 Knoten Wind ins Wasser gefallen. Weiterlesen

Mann über Bord im Volvo Ocean Race

Volvo Ocean Race 2017 / 2018: <p>
	Szene vom Team Sun Hung Scallywag auf Etapp 4 von Melbourne nach Hongkong</p>

Schreck für das Team Sun Hung Kai / Scallywag: Alex Gaugh wurde bei einem Segelwechsel von einer Welle über Bord katapultiert, ist aber sicher zurück an Bord

SV Celebrate – Nordwest Passage – 2017

NORD WEST PASSAGE – TEIL # 2

Nachdem mein Freund Vlado Porvaznik die höchsten Berge erklommen und eine Weltumsegelung erfolgreich absolvierte, hat er als Crew auf der SV CELEBRATE im vergangenen Sommer die Nordwest Passage hinter sich gebracht. Diese Reise ist in 4 Videos dokumentiert, die hier gezeigt werden.

SV Gegenwind – Asha Reich + Helge Assmann GER

DIE HALBE KUGEL IST GESCHAFFT – BERICHT AUS PONANE

nun da der Feiertagsstress vorbei ist, wünschen wir allen in Deutschland und der Welt ein FROHES NEUES JAHR! Oder wie es in Französisch Polynesien heißt: PONANE!

Wir hoffen, dass Ihr alle einen schönen Übergang in das neue Jahr hattet.

Im vergangenen Jahr haben wir zwar wieder sehr viele Seemeilen in unserem Kielwasser gelassen, aber die Hälfte der Erdkugel haben wir noch nicht umrundet, obwohl wir nach unserem ursprünglichen Plan jetzt eigentlich schon wieder in Deutschland zurück sein müssten.
Wir haben uns nach einer kritischen Einschätzung unserer Situation für eine Verlängerung entschieden.
Auf unserer bisherigen Reise haben wir immer wieder gemerkt, dass es uns wichtig ist auch einen Blick hinter die Fassaden der Länder zu werfen und nicht nur die üblichen Touristenziele in möglichst kurzer Zeit zu bereisen. Wir wollen gerne einen Eindruck gewinnen, wie die Länder und ihre Menschen ticken und warum. Bisher haben wir das Gefühl, dass uns das an vielen Orten gelungen ist. Derzeit sind wir im östlichen Teil von Französisch Polynesien, den Marquesas Inseln, in denen wir noch einige Zeit verbringen werden, ehe wir uns andere Archipele dieser Inselwelten anschauen wollen. So werden wir in diesem Jahr durch die pazifischen Südseeparadiese segeln und dabei vermutlich deutlich schneller unterwegs sein, als bisher. Zum Beginn der nächsten Zyklonzeit (im hiesigen Frühling/ im deutschen Hebst) planen wir das westliche Ende des Pazifiks zu erreichen. Wie uns unser weiterer Weg dann Richtung Heimat führt ist momentan noch nicht klar. Dafür gib es derzeit verschiedene Ideen.

Das wir unsere Berichte und Bilder in diesem Jahr gut und zeitnah einstellen können, können wir Euch dieses Mal nicht versprechen, denn im Paradies ist keine gute Internetversorgung eingeschlossen.

Trotz allem freuen wir uns auch weiterhin sehr, wenn wir von Euch in unserer Plauderecke oder per Mail lesen. Nur bitte schickt uns keine Anhänge, denn das Internet und die E-Mail-Zugänge sind in diesem Teil der Welt sehr schwach. Aus diesem Grund kann es auch passieren, dass wir nicht spontan antworten können. Bitte nehmt dies aber nicht als Grund Euch nicht zu melden, denn Eure vermeintlich uninteressanten und langweiligen Alltagsgeschichten sind für uns im Südseeparadies das „Salz in der Suppe“.

2018 wird uns hoffentlich neben vielen Seemeilen und Inseln auch viel Unbekanntes und viele tolle unvergessliche Erlebnisse liefern, die wir mit Euch teilen wollen.

Alles Gute und vor allem ein gesundes Jahr 2018 und im allerbesten Sinne überraschende 12 Monate.

Viele Grüße von der SY Gegenwind aus Atuona, Hiva Oa, Marquesas Archipel, Französisch Polynesien

Asha & Helge
Crew der SY Gegenwind WEITERLESEN