Archiv der Kategorie: News & Blogs

HydroContest: Forschungswettbewerb für mehr Energieeffizienz abgeschlossen

Die seltsamsten Gefährte waren im Rahmen des HydroContest auf dem Genfer See unterwegs © hydrocontest

Dreizehn Uni-Teams zeigten auf dem Genfer See ihre Modelle, mit denen sie eine energieeffiziente Zukunft für die (Handels)-Schifffahrt einläuten wollen. Weiterlesen

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Bootsbau: Motor unter der Verglasung – Bestevaer 66

Flaches Unterwasserschiff, Doppelruder und Hubkiel: der Rohbau der Bestevaer 66 T © K&M Werft

Anlässlich der soeben aufgetakelten Bestevaer 66 „Anabel“ macht sich Erdmann Braschos über verglaste Motorraumdeckel Gedanken. Ein neuer praktischer Trend? Weiterlesen

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Spektakuläres Mega-Starterfeld

Idec: Idec

Francis Joyon meldet seine Teilnahme am Transatlantik-Rennen im November in der “Ultimes”-Klasse. Das Rennen verspricht Spektakel pur

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Laboe 2014 – die stärksten Bilder

German Classics Kiel 2014 SHe_20140823 2016338 2213

Auf den German Classics kämpften 110 Yachten bei launischem Wetter und teilweise starkem Wind miteinander auf der Regattabahn

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Aufregend und polarisierend: D&D 43′

D&D 43 "KiS" aus Medemblik: Besonderes Boot D&D 43 "KiS"

Die Vorlagen für diesen Retroklassiker lieferten Rennyachten aus einem ganzen Jahrhundert. Das Ergebnis ist ein einzigartiger Stilmix

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Meeresverschmutzung: Manche Forscher bezweifeln Wirksamkeit von „OceanCleanUp“

Die Idee ist simpel, aber deswegen gleich unwirksam? © OceanCleanUp

Der junge Holländer will mit einem einzigartigen Projekt die Meere zumindest von den gröbsten Plastikteilen befreien. Andere Forscher bezweifeln, dass dies gelingen kann. Weiterlesen

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Flexible Beleuchtung für die Plicht

LED Lichtleiste Cockpit 2014 NKr  0614 LED Sprayhood 006

Die wasserfeste Klettled lässt sich einfach an der Sprayhood oder Kuchenbude befestigen und sorgt für eine gute Ausleuchtung des Cockpits

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Fehlstart für Satellitensystem Galileo

Start der Sojus-Rakete: Start der Sojus-Rakete

Die europäische Konkurrenz zum amerikanischen GPS ist im wahrsten Wortsinn nicht auf der Höhe. Am Wochenende kam es zum Super-GAU

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Sommer vermisst! Hohe Belohnung!

Vielleicht soll ich Motala gar nicht verlassen? Heute jedenfalls dann der zweite Versuch über den Vättern. Dieses Mal bei Windstille. Bereits am Morgen ziehen einige gewaltige Schauer vorbei. Mich lassen sie aber zum Glück in Ruhe und ich kann ungestört nach Karlsborg tuckern. Dort muss man angeblich umbedingt die Festung gesehen haben, also raus mit dem Rentner-Bike und los.

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Die Festung ist ganz nett anzuschauen und mal was anderes. Es ist nämlich keine mittelalterliche Hinterlassenschaft, sondern eine auch heute noch genutzte Kaserne aus dem 19. Jhd. Die ganze Anlage sollte im Falle einer Invasion Schwedens als Ersatzregierungssitz fungieren. Das ist nach Monaten voller Burgen und was weiss ich nicht tatsächlich mal was anderes.

Zurück am Hafen trefffe auf ein norwegisches Schiff, dass mir schon vor einigen Wochen mal an der Höga Kusten aufgefallen ist. Es ist tatsächlich dasselbe, und so ist ein Gesprächsthema gleich gefunden. Jøran und Gro sind ebenfalls auf Rund Ostsee Tour. Für sie ist es allerdings bei Höga Kusten geblieben, denn selbst mit ihrem 37ft Schiff hatten sie keine Lust mehr auf den Weg nach Haparanda. Jetzt wollen sie noch so viel Zeit wie möglich in Schweden verbringen, bevor es heim nach Oslo geht. Warum also eigentlich nicht noch Oslo mitnehmen…?

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Aus solchen Plänen werde ich ganz schnell wieder in die Realität zurückgebracht. Wir beschliessen, noch gemeinsam nach Forsvik zu fahren, da der dortige Liegeplatz etwas idyllischer sein soll. Viele Tage bleiben nicht mehr um den Kanal im eigenen Tempo zu genießen bevor er am 19 August in den Herbstbetrieb geht. Praktisch also so halb geschlossen ist. Und da wollen die wenigen verbliebenen Tage gut genutzt werden. Die Strecke dorthin ist nur 4SM lang, aber auch die können ganz schön lang werden. Auf dem Weg nach Forsvik passiert es dann nämlich: Der Sommer ist mit einem Schlag vorbei. Unbemerkt zieht über die Berge ein bestialistes Gewitter heran, das uns mit voller Wucht erwischt. So einen Platzregen habe ich mein Leben noch nicht erlebt. Und dazu noch Hagel. Hagel Mitte August, bin ich hier im falschen Film oder was? Der Regen lässt bis in die Abendstunden kein Stück nach. Und so komme ich dann auch in den Genuss einer Tätigkeit, die ich seit den Zeiten auf den Jugendbooten der SVC fast schon vergessen hatte: Seekarten trocken föhnen. Die Temperaturen sind  um gute 10 Grad seit dem Nachmittag gefallen. Noch machen wir Witze darüber….

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Als erste Amtshandlung am nächsten Tag steht die letzte Bergauf Schleuse an. Die ist zugleich dann auch die älteste im Kanal, und hat keine gemauerten Wände. Man fühlt sich eher wie in einer Grotte, was dann beim mir beim Einfahren auch zu einigen Schweißperlen führt. Der ein oder andere Fels hat einfach mal beschlossen einfach mitten in der Schleusenwand zu sitzen. Bergauf sieht man das ganze ja wenigstens noch, doch wer hier bergab schleust, kann eine böse Überraschung erleben. Pünktlich zum Verlassen der Schleuse setzt dann der Regen ein. Es ist 0915. 12 Stunden Dauerregen bei 10-12 Grad sollen folgen. Die Fahrt durch den Vikensee wird dann auch eher anstrengend. Eigentlich soll der einer der schönsten Teile des Kanals sein – ich wollte hier Ankern. Heute aber, ill ich nur noch in einen Hafen mit Stromanschluss kommen… Nach der ersten Bergabschleuse geht es noch einige Kilometer durch eine urwaldartige Landschaft nach Vassbacken. Dort verkrieche ich mich dann unter Deck. Die Stimmung ist mies. Woran es genau liegt kann ich gar nicht sagen: Der Abschied von meinen schwedischen Freunden in Motala? Das baldige Ende des Kanals? Das Ende des Sommers? Oder vielleicht sogar das langsam nahende Ende meiner Reise? Auf jeden Fall wohl irgendein Ende, und die mag ich gar nicht…

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Am folgenden Tag sind die Schauer wenigstens zeitweise mal von der Sonne unterbrochen. Was allerdings nur heute so sein soll. Ich bringe also den gesamten Rest des Kanals, und damit bis auf Tåtorp alle Bergabschleusen, an einem Tag hinter mich. Was soll ich den letzten Tag der Sommeröffnungszeiten im Regen da durch tuckern, da macht das Schauen ja eh keinen Spaß… Bergab ist entgegen dem verbreiteten Glauben schwieriger zu bewerkstelligen. Zumindest alleine. Den hier helfen die Schleusenmäuse meistens nicht. Ich muss selbst übersteigen und die Leinen durch die Ringe legen. Das führt vereinzelt zu lustig-akrobatischen Szenen, denn das Schiff bewegt sich ja meistens weiter. Es geht vorbei an den kleinen Ortschaften Töreboda und Norrkvarn, wo ich eine Mittagspause einlege um mir das Miniaturmodell des Kanals dort anzuschauen. Irgendwie ist das schon so halb im Winterschlaf, und Betrieb ist hier auf einer kleinen Ferienanlage auch nicht mehr. Püntklich zum Landgang fängt es auch wieder zu regnen an. Die ganze Stimmung ist wirklich deprimierend. Auch wenn ich den Grund dieser Tage irgendwie verstehe, das Ende der schwedischen Sommerferien, mit dem hier wirklich jegliche Aktivität eingestellt wird, ist mir irgendwie suspekt. Auf einmal ist alles verlassen. Dieser Tage wird das besonders deutlich.

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In der nächsten Schleusentreppe warten bereits zwei andere Boote. Aber keine Wärterin in Sicht. Da eh nix mehr los ist bedient sie gleich mehrere Schleusen und ist gerade ein paar Kilometer weiter mit einem Passagierschiff beschäftigt. Ich könnte natürlich selbst, Johan hat mir ja gezeigt wie….. Aber ne, das gibt bestimmt Stress… ;-) Stattdessen freunde ich mich mit einem dänischen Paar aus Svendborg an. Das liegt ja direkt um die Ecke von der Schlei… Wir bringen die letzten Schleusen gemeinsam hinter uns und verbringen den gemeinsam Abend in Sjötorp. Der Ort macht einen völlig verlassenen Eindruck. Es ist wohl nicht zu leugnen, dass der Sommer zuende ist. Wir liegen im Werftbecken. Von hier sind es noch Luftlinie 500m bis zum Ende des Kanals. Und so ist nicht nur der Sommer, sondern bald auch der wunderschöne Göta Kanal zu Ende…

 

Über Vadstena braut sich was zusammen...
In Karlsborg ist noch alles ruhig.
Das Ende des Sommers führt wenigstens zu tollen Bildern...
Karlsborg.
Karlsborg.
Karlsborg Fästning...
Mit Museum...
...über das schwedische Militär.
Da lob ich mir doch mein simples ICOM Funkgerät...
Exponate aller Epochen werden hier ausgestellt.
Das Gelände ist eher Kaserne als Burg.
Aber schön!
Also damit würde ich mich ja nicht in die Öffentlichkeit trauen...
Das Gewitter mit Hagelbeilage ist im Anmarsch...
Erstmal die Karten wieder Instandsetzen...
Forsvik. Die älteste Schleuse des Kanals.
Nett ists hier.
Forsvik.
Forsvik.
Forsvik.
Die Schleuse sorgt für einige Schweißperlen. Klappt aber alles.
Spetsnäskanalen. Ohne Russen.
Spetsnäskanalen.
Betonnung nach dem Prinzip: " Haste´s immer noch nicht begriffen?"
Ganz schön oll...
Schleuse mit Handbetrieb.
Tåtorp.
Vassbacken.
Schweden...
...wie man es sich vorstellt.
Das Wetter wird, und wird nicht besser...
Am nächsten Tag kommt die Sonne aber zwischenzeitlich mal raus.
Immer noch wirken alle Anlagen des Kanals wie aus dem Museum.
Schweden.
Die kleinste handbetriebene Fähre Schwedens...
...die einfach durch eine eingelegte Brücke ersetzt wird wenn der Kanal geschlossen ist.
Hajstorp.
Kanalmodell Norrkvarn,
Alles ist irgendwie verlassen.
Auch im Kanalmuseum bin ich komplett allein.
Nettes Plätzchen...
Hm. Ich könnte ja auch selbst....
Festmachen beim Bergab Schleusen: Eine Leine Achtern auf Slip.
Und eine vorne.
Warten auf Godot. Oder den Schleusenwärter...
Es geht Bergab.
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Messeplanung. Wer macht mit?

Im vergangenen Jahr schrieb ich mal davon, dass die Attraktivität einer Messe auch von den Messeständen abhängt. Besucher wollen sich nicht nur informieren. Sie wollen auch erleben, fühlen, riechen und schmecken. Wenn man so etwas schreibt, muss man natürlich auch liefern. Im vergangenen Jahr hat das mit dem Digger Stand ganz gut geklappt. Ein untrügliches Zeichen […]

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Die haben aber größe Möven hier…

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So schnell ist hier der Sommer vorbei

Das hätte ich nicht gedacht. Zumindestens nicht so drastisch. Seit dem 15.8. ist hier der Sommer spürbar vorbei. Zumindestens in den Häfen. Einige haben schon gar nicht mehr geöffnet (spart natürlich die Liegegebühr), die Restaurants sind “Closed for the Season” und fast alle Liegeplätze sind leer. 

 Sogar die Supermärkte bieten nur noch ein Drittel des Sortiments. Was machen die Menschen hier? Verbarrikadieren sie sich vor dem Schnee und kommen erst im Frühjahr wieder raus? Halten sie Winterschlaf und essen sich vorher noch einmal richtig satt? Es sind eigentlich nur noch Deutsche (Charterer und Eigner) unterwegs, dazwischen ab und zu mal ein paar andere Nationen. Und sehr viele Einhandsegler wie ich. Gerade gestern habe ich zwei von den Kollegen kennengelernt. Einer kam aus Darmstadt und ist zunächst mit gelegtem Mast durch die Kanäle bis Lübeck gedieselt. Jetzt geht es noch bis Stockholm und dann auch noch ganz zurück!! Damit werden nun auch die Boote wieder individueller, die Gespräche deutlich mehr und interessanter und ich falle nicht mehr so unangenehm auf (zumindestens hatte Merih stets dieses Gefühl) mit meinem zusammengeflickten Kahn. 

Vom Wetter her passt leider alles zur Zeit auch sehr gut zum Urlaubsende, aber das ist wohl eher Zufall und wird bestimmt noch mal besser. Vorhin habe ich sogar schon die ersten Boote aus dem Wasser kommen sehen.

Da lohnt es dann doch bald wirklich nicht mehr Eigner zu sein, oder? Merkwürdig ist es auch das es  nun bereits gegen 0900h dunkel wird, war es doch im Juni fast bis 2300h hell. Ich war nun auch bereits zweimal in Häfen, die ich auf der Hinreise schon besucht hatte. Das fühlt sich auch etwas sonderbar an. Als aufgeregtes Schären-Greenhorn bin ich hier noch vorsichtig durch die Tonnen geschlichen, jetzt nehme ich das alles so viel lässiger. Nach langem Überlegen habe ich jetzt doch den Göta Kanal gebucht. Am Freitag geht es los. Mich reizt das Unbekannte doch immer mehr als das Vertraute. Und Götakanal alleine wird auch nochmal eine spezielle Herausforderung, da ich auf fremde Hilfe zur Annahme der Leinen angewiesen bin. Na, wird schon werden. Ich habe gerade gelesen das der Vänern See in der Mitte zwischen Ostsee und Kattegat 22.000 Schären bereithält. Dort werde ich dann den Sommer ausklingen lassen, bevor es dann goldener Herbst in der dänischen Südsee wird. Oder nasser Oktober?

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