Archiv der Kategorie: News & Blogs

Gute Noten für die Kieler Woche

Kieler Woche 2016: <p>
	Olympiasieger Warrer mit Peter Christian L&uuml;beck im Ziel-Duell mit Justus Schmidt/Max Boehme</p>

Die 122. Auflage der weltgrößten Regatta hat gezeigt, wie viel Spaß Segelsport machen kann. Die Begeisterung war deutlich größer als zuletzt

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„Die Coolness wahren, ist die Kunst“

Kieler Woche 2016: Philipp Buhl

Die ersten KiWo-Sieger in den Olympiaklassen jubeln schon, die finalen Entscheidungen fallen am „Super Sunday“. Leitwolf Buhl vor Heimsieg

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Zu Gast bei Salomon’s Kindern … 

Die große Schiffsglocke schlägt zweimal, als wir uns mit dem alten Dreimaster im Dingi nähern. Und mit einem Mal füllt sich das Deck. Aus allen Luken und Türen erscheinen junge Männer, stellen sich nebeneinander in einer Reihe auf, direkt neben…

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Die Signale des Schicksals

Heute einmal etwas Philosophie! Während meiner 160 Tage als Zeitmillionär auf dem Wasser habe ich langsam gelernt manche Dinge entspannter zu betrachten und bewusster auf die Signale des Schickals zu achten. Beispiel: Der Gedanke „Für heute reicht es mit segeln“ geht einher mit der Passage eines Steges mit Anlegemöglichkeit. Konsequenz: Segel runter und festmachen. Obwohl ich eigentlich ganz andere Pläne für den Tag hatte. 
Solche Situationen begegnen einem öfter als man es bewusst wahrnimmt, aber wenn man einmal darauf achtet, doch relativ häufig. Noch ein Beispiel: Man fährt auf der Autobahn und die Blase macht sich bemerkbar. Oft geht der Gedanke einher mit dem Schild „Parkplatz/WC“. Aber der Kopf sagt: „Da kommt bestimmt ein Rasthof und das halte ich noch durch“. Was passiert? Stau… Kann alles Zufall sein, muss es aber nicht. 

Wie komme ich jetzt darauf? Gestern auf dem Rückweg von Kiel machte mein Auto merkwürdige Geräusche. Klöter, Klöter. Klonk, Klonk. Egal bis Hamburg wird es schon noch gehen. Wer bleibt schon gerne in der Hitze am Strassenrand liegen? Zwei Autos hupen mich an, ein Dritter fährt mit Warnblinker vor und geleitet mich auf den Standstreifen. „Da hängt etwas unter deinem Auto. Sieht komisch aus!“ Danke, es gibt doch immer wieder sehr hilfsbereite Menschen. Auf dem Standstreifen will ich nicht unter das Auto krabbeln, überlege zunächst noch einfach weiter zu fahren, nehme dann aber doch lieber die nächste Ausfahrt. Irgendwo in der Pampa Schleswig-Holsteins und stehe direkt vor der Einfahrt von „Autoverwertung und Reparatur Remezani“ oder so ähnlich. Gut, plakativer geht es natürlich kaum! Früher hätte ich erst einmal selber nachgesehen. Und gehadert, ob der möglichen Kosten. Vielleicht erst einmal den ADAC gerufen. Aber seit ich bereit bin die Signale des Schicksals anzunehmen, läuft definitv vieles leichter. Ich fahre direkt auf den Hof und erkläre mein Problem. Der Wagen kommt auf die Bühne. Stossdämpfer gebrochen. Schleift auf der Strasse. Nix gut. Den Stossdämpfer hätte er gebraucht auf Lager, in einer halben Stunde wäre es fertig. Kosten? 70 Euro. Das kostet bei manchen Vertragswerkstätten eine neue Glühbirne im Rücklicht…Nach einer Stunde fahre ich dann glücklich weiter Richtung Hamburg. Und habe mich ganz hervorragend mit dem Schrauber und einer Lady samt Chrysler, die auf den TÜV Prüfer gewartet hat, unterhalten.

Eines meiner Lieblingsbücher ist „Jupiters Fahrt“ von Ted Simon. Über eine Weltumrundung auf einem Motorrad. Anfangs voller Ängste und Zweifel passieren ihm ein Haufen Missgeschicke, später folgt dann stoischer Gleichmut, auch Problemen gegenüber. Am Ende der mehrjährigen Reise ist er in Indien dann soweit, das er einen leergefahrenen Tank als Beginn eines neuen Kapitels in seinem Leben begreift. Er setzt sich einfach in den Schatten eines Baumes am Strassenrand und wartet auf die Vorstellung des Schicksals. Irgendwann erscheint dann ein kleiner Junge und fragt, warum er dort sitzen würde. Dieser holt dann einen Freund. Der kennt irgendwo einen Tankwart. Ein anderer Freund kommt dazu mit einem Auto, aber ohne Kanister. Der Bruder hat einen. Und so entspinnt sich eine Geschichte an deren Ende er eine Woche als Gast bei der Familie bleibt und die dreitägige Hochzeitsfeier einer der Töchter innerhab der Großfamilie erlebt. Bis er mit vollem Tank dann ins nächste Abenteuer weiterfährt. Zugegeben, für diese Tiefenentspannung braucht man eine Menge Zeit. Aber im Kern ist das doch die einzig wahre Art des Reisens! Und so konnte ich auch meine Motorpanne im Götakanal als Chance und nicht als Strafe begreifen. Und die drei dabei erzwungenen Hafentage und Bekanntschaften ganz wunderbar geniessen. 

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Man Over Board

Keine Übung oder doch ne Übung?

Ich falle grade aus der Koje, weil die MARLIN gierig anluvt. Böe. Das geht schon die ganze Nacht so. Mal 5 Knoten Wind. Mal 20 Knoten. Für den einen zu wenig Segel, für den anderen zu viel Segel. Im Wechsel alle 20 Minuten. Alle sind genervt. Ich, glaube ich. Am meisten. Dass ich so langsam den Unterschied zwischen Raum und Zeit verliere, merkt man ja am letzten Logbucheintrag. Ich bin jetzt quasi seit Karneval 24/7 als Skipper im Einsatz. Mit zweimal einer Woche Urlaub ohne Gäste an Bord. Reicht jetzt. Ich will ankommen und nicht „Segel Reinraus“ spielen.

“Moin Prinzessin! Alles klar? Du bist ja ordentlich Handruder gegangen. Warum jetzt nicht mehr?“ „Ach diese Böen, die machen einen fertig. Ich weiß gar nicht was ich machen soll. Wollte auch keinen wecken. Also warte ich grade ab, wie der Wind sich entwickelt.“ „Und? Hast Du denn das Licht am Horizont, schräg achtern gesehen?“ „Welches Licht?“ Prinzessin Gabi wird nervös und versucht das Licht zu erspähen, aber die Taschen mit den Landleinen versperren ihr den Blick. „Ach Du meine Güte. Ja. Jetzt sehe ich es. Ne, habe ich nicht gesehen.“ „Ich hol mir mal nen Kaffee.“, und steige den Niedergang runter. Am Navi, mache ich im Vorbeigehen das AIS an und die Software auf dem Bordrechner blinkt rot und gelb! MOB Modus! Häh? Was soll das denn jetzt. Im ersten Moment suche ich den Übeltäter innerhalb meines teams, die vielleicht die MOB Taste gedrückt haben. Aber nix da. Das MOB Signal ist eindeutig im Log.

AIS Log 24.06.2016 22:38:58 MOB -2 0 2,52 NM 235° T 0,30 NM -1h:19m:28s 39° 02,309′ N 040° 26,409′ W

Also vor einer Stunde, keine halbe Meile neben unserem Kurs. Ich sitze etwas fassungslos vor dem Rechner und zwicke mir in den Arm. Traum? Oder Wahrheit? Übermüdung? Wie kommt dieses MOB Zeichen auf den Monitor und in die Logge? Wieso ist es jetzt weg. Soll ich das jetzt ignorieren? Ist ja nicht mehr da. Oder soll ich nachsehen? Ich entscheide: Im Zweifel für den Absaufenden. „Aufstehen. Segel runter!“ Um Panik zu vermeiden wecke ich erst einmal nur und verzichte auf MOB Ruf. „Was’sn los Chef? Holland in Not?“ „Erkläre ich gleich. Erst einmal die Segel runter und Motor an.“ Ich gehe nach unten und denke, dass alls klappt. Aber nix klappt. Minuten später stehen die Segel back und das Team ratlos mit Leinen in der Hand und keiner weiß was zu tun ist. Ich kläre die Sache mit dem Motor und die Segel finden ihren Weg. Dann motoren wir zum MOB. „Wir haben eine MOB Meldung auf der Navi. 2h30 alt. Signal fehlt. AIS Unbekannt. Kann also ein AIS Sender aus einer Rettungsweste sein. Die haben keine MMSI Nummer einprogrammiert. Kann also sein, dass da einer rumtreibt im Wasser.“ Jetzt wird allen klar: Der Alte macht gar keine Übung.

Am MOB angekommen machen wir den Motor aus. Alle Lichter löschen. Allgemeiner Anruf auf VHF16. Kein Licht zu sehen. Nichts zu hören, wie auch. Wir geben 4 Mal einen einminütigen Ton mit dem Horn. Keine Gegenreaktion. Hier ist kein Schwein. „Prinzessin. Du hast doch das Licht auch gesehen. Oder?“ „Na klar. Aber dann war es super schnell einfach weg.“ Ich bin etwas ratlos und schalte das Radar ein. Auch nix zu sehen. Da endlich finde ich die Lichter. Zwei Schiffe in 16 Meilen Entfernung. Radarsignal ganz schwach. „Die fahren mit 13-15 Knoten. Das kommt hin. Das waren die Lichter. Die sind auch schnell wieder weg. Und Du hast nur die weißen Rücklichter und die Mastlichter am Horizont gesehen. Aber wie kommt das MOB Signal ins AIS?“ „Wir brechen ab. Segel wieder hoch und Kurs NE, 40 Grad zum Wind aus 110 Grad. Morgen Mittag machen wir eine Wende. Wir haben unsere Pflicht getan! Vielleicht war das so nen verrückter Computer Nerd auf einem der beiden Schiffe, der sich einen Spaß machen wollte und ein MOB Fake geschickt hat. Technisch, ja nicht besonders aufwendig.“

Also Langeweile, die haben wir nicht.

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Drei Brüder, eine Leidenschaft

Kieler Woche 2016: Max Kohlhoff f&uuml;hrt das Finn-Klassement nach drei Regattatagen an

Für das Brüder-Trio Max, Paul und Johann Kohlhoff ist die Kieler Woche ein schönes Heimspiel. Dabei segeln zwei von ihnen sogar auf Siegkurs

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Nachrichten vom anderen Ende Europas. Brexit.


Zeitsprung. Ich bin nun seit einer Woche in Sizilien unterwegs. Und die Nachricht vom Votum Großbritanniens erreicht mich an diesem Freitag Morgen im Hafen von Sciacca (gesprochen: Schakka) an der Südküste Siziliens. Sciacca: Ein 40.000 Einwohner-Städtchen mit Hafen und Thermalbad. Von hier aus sind es noch 100 Seemeilen nach Tunis, aber 250 nach Rom – geografisch. Mental ist Sciacca ganz klar Italien. Ein touristisch propper entwickelter Ort, der vorbildlich etwa in markierten historische Rundwege, eine zentrale Piazza oder einen eigenen kontrollierten „Sciacca DOC“-Weinbau investiert hat. Das bessere, das zukünftige Sizilien also, das Chancen nutzt und ergreift.

Was denken die Menschen hier in Sciacca an diesem Morgen über den Ausstieg Großbritanniens aus Europa? Was hoffen, was fürchten sie? Ich packe an diesem Morgen, kaum dass das Gewitter über LEVJE draußen vorüber ist, meinen Rucksack und ziehe los. Und frage einfach die Menschen auf der Straße.

Ich habe das Gelände des CIRCOLO NAUTICO CORALLO, wo ich mit LEVJE liege, kaum verlassen, da läuft mir Vicenzo über den Weg. Er ist Marinero hier im Club, hat einen Vertrag für zwei, drei Monate, die er aushilft. Gestern unterhielten wir uns noch über die Kunst, Bistecca richtig zu braten. Und heute BREXIT.

Vincenzo: „Ich finde es vollkommen richtig, dass die Briten austreten. Europa funktioniert nicht – da essen zu viele aus demselben Teller. Auf politischer Ebene irgendwelche Honoratioren, auf Länderebene irgendwelche schwachen Länder. Nein. Wenn ich heute zu entscheiden hätte: Ganz schnell wäre Italien draußen.
Und überhaupt: ich mag die Deutschen. Aber ein starkes Deutschland, eine starke Merkel: Nein, das würde mir gar nicht gefallen.“

Das fängt ja schon deftig an. Vincenzo lässt sich in seiner Meinung auch gar nicht beirren. Ich wackle weiter um die Hafenbucht und komme zu Nino.

Nino ist der Wirt des hiesigen RISTORANTE ITALIA. Ich kenne Nino, weil ich nun schon zwei Mal vergebens bei ihm angefragt habe, um einen Tisch zu bekommen – zwei Mal vergebens. Sein Fischrestaurant am Hafen brummt. 632 Bewertungen mit vier Sternen auf der einschlägigen Essensplattform muss sich nicht verstecken. Auch Wirt Nino hält mit seiner Meinung nicht hinter dem Berg. Er zählt auf:
„Wir sollten auch raus aus Europa. Ich sage erstens, das funktioniert nicht mit dem Euro. Und zweitens: Früher, als alles schlechter war, war es besser. Damit meine ich, dass heute beim Essen jeder doch jeden Centesimo zwei Mal rumdreht, bevor er ihn ausgibt. Die Leute haben einfach kein Geld mehr. Nein, als wir die Lira hatten, war alles besser.“
Ich wage einen Widerspruch: „Das mit den Steuern ist aber doch Eure italienische, nicht europäische Politik?“
Nino stutzt etwas: „Trotzdem. Raus aus dem Euro. Raus aus Europa.“
Oh je. Wenn das nun so weitergeht? Naja, dann weiß ich wenigstens, was ich denken muss. 
Ein paar Meter weiter treffe ich Roberto in seinem Laden. Er steht vor seinem Brennofen und stellt in seinem Laden die wunderschön glasierten sizilianischen Platten und Schalen her. Sie werden zur Hälfte von Einheimischen, zur anderen von Touristen gekauft.
Roberto: „BREXIT? Was ist das? Ich habe nichts mitbekommen?“
Robertos Tochter, 12 Jahre: „Paaaapaaaa! Sie sind ausgetreten. Die Engländer.“
Roberto: „Ach so?“
Na gut! Wenigstens einer, der keine schlechte Meinung hat über dieses zarte, zerbrechliche Plänzchen Europa. Das ist schon mal was! Meine Hoffnung wächst, als ich die 100 Stufen vom Hafen hinauf in die eigentliche Siedlung erklimme. Oben stehe ich dann auf der großen Piazza. Und da treffe ich dann Desirèe.
Desirèe stammt aus dem Norden, aus Treviso. Und überrascht stelle ich fest, dass sie das gleiche tut wie ich. Sie arbeitet an Segelbüchern. Na das ist ja eine Überrraschung! Trotzdem. Was denkt sie über das Votum Großbritanniens?
Desirèe: „Das ist überhaupt keine gute Nachricht. Das stellt doch Europa komplett in Frage. Ich mache mir Sorgen!“
Ähnlich sieht es auch Marco, de nach eineinhalb Stunden auf der Terrasse des Cafés zu uns stößt.
Marco und Desirèe leben auf einem Motorschiff. Es ist ihr Büro, und sie kartografieren von hier aus  die sizilianischen Häfen und Buchten. Und machen Seehandbücher daraus.
Marco: „Eigentlich ist das alles verheerend! Das ist doch ein ganz großes Signal der Schwäche, das dieses Europa aussendet. Es ermutigt doch andere Nationen, die gleiche Abstimmung loszutreten und vielleicht Europa ebenfalls zu verlassen. Nein. Kein guter Tag.“
Nun ist mein Weltbild doch wieder einigermaßen geradegerückt. Nicht alle meine Gesprächspartner wollen Italien verlassen. Viele Italiener machen sich doch ihre Sorgen. Auf der Straße treffe ich zwei junge Deutsche, Manu und Kim. Die beiden Hamburgerinnen sind Mitte/Ende 20 und machen Urlaub hier Sciacca. Was Sie denn über den Abschied von England aus Europa dächten? Schließlich seien sie doch in Hamburg Großbritannien um so vieles näher als der Süden.
Manu: „Ich bin schon geschockt. Großbritannien ist schließlich eine der vier größten Wirtschaftsmächte in Europa. Das wird wirtschaftlich für Deutschland ganz sicher Konsequenzen haben. Ich fürchte vor allem die wirtschaftlichen Folgen für Deutschland.“
Kim: „Ich finde es ganz gut, dass Großbritannien aus Europa austritt. Ich habe keinerlei Verständnis dafür, dass die Briten immer noch an ihrer Monarchie festhalten – und die kostet doch unendlich viel Geld, auch unseres. Nein. Es ist gut, dass die Briten sich entschieden haben und rausgehen.“
Als ich die beiden bitte, ob ich sie für meinen Beitrag fotografieren darf, sind sie nicht glücklich. Wie viele aus der deutschen „Generation Facebook“ gehen sie anders als andere sensibel mit dem Thema Fotos um.
Ein paar Schritte weiter treffe ich Calogero und Ruggiero in einer Bar. Beide sind hier geboren, Calogero studiert und arbeitet in Rom im Bereich „Human Resources“ und ist gerade auf Urlaub hier. 
Calogero: „Den Ausstieg Großbritanniens aus Europa finde ich gar nicht gut. Das ist schließlich nicht ein kleines Land wie Albanien, was da eben mal seine eigenen Wege geht. Ein ökonomisches Schwergewicht – und wie sollen jetzt die restlichen Länder denn die ganzen finanziellen Aufwendungen ohne Großbritannien schultern? Das ist nicht gut.“
Auch Ruggiero denkt so. Er ist angehender Jurist in Palermo und ebenfalls auf Urlaub in seiner Heimat. Wie denn Italien heute entscheiden würde, wenn es auch hier eine Abstimmung gäbe? frage ich ihn. „Das sähe nicht gut aus, höchstwahrscheinlich. Vermutlich würde Italien ebenfalls rausgehen. Europa hat mit seiner Bürokratie zu viele verstört.“ Und Calogero lächelt versonnen: „Eine solche Abstimmung wird es in Italien wahrscheinlich nie geben. Sie würde einfach auf halbem Weg irgendwo hängenbleiben. Nein. Da mache ich mir keine Sorgen.“
Nein. Ein richtiger Trost ist mir das alles nicht, was ich gehört habe. Auch die Menschen in Sciacca denken sich ihren Teil, machen sich ihre Gedanken über das, was die Menschen weit nördlich an einem ganz anderen Meer für sich und ihre Zukunft entschieden haben. Es ist vor allem das junge Italien, das sich Sorgen macht, das Schwierigkeiten und negative Auswirkungen klar vor sich sieht.
Eines scheint mir allerdings klar. Auf dem bisherigen Weg gibt es kein weiter. Die Straße des „Weiter so!“ ist versperrt. Es scheint, dass die bisherigen Institutionen, die bisherigen Formen, in denen Europa sichtbar ist und wirkt und tätig ist, ein Brüssel, ein Europa-Parlament Straßburg, ein Komissionspräsident Juncker und ein Parlamentspräsident Martin Schulz den Kontakt zu den Menschen verloren haben.
In Großbritannien. Aber auch hier in Sciacca, an der sizilianischen Südküste.
Mare Più: heißt „mehr Meer“. 
Und wenn Sie mehr Geschichten 
über die Menschen am Meer lesen wollen:


Wie es ist, auf einem kleinen Segelboot
• Italien
• Griechenland
• Türkei
zu bereisen. Und in fünf Monaten: Von München nach Antalya zu reisen.


Auch als Film:  


Demnächst auch in den CINEPLEX-Kinos 
in Aichach und Germering bei München.

Das sagt die Presse über Buch und Film:


„… ein Sehnsuchtsbuch par excellence.
Und ein echtes sinnliches Erlebnis.“
MÄRKISCHE ZEITUNG im Oktober 2015

„… eröffnet dem Weltenbummler ganz wunderbare Traumziele, auf die man 
bei üblicher Herangehensweise schwerlich gekommen wäre.“
YACHT im Mai 2015 

„Die Besonderheit des einstündigen Streifens ist seine Ruhe. 
Eine Ruhe, die der Film mit poetisch angehauchter Sprache und sinnlichen Bildern von Szene zu Szene eingehender vermittelt.“
SEGELREPORTER im Dezember 2015

„… ein schönes, ein gelungenes Werk, animierend und inspirierend.“
LITERATURBOOT im Juli 2015

„Absolut empfehlenswert!
Für Reisebegeisterte ist ‚Einmal München-Antalya, bitte!‘ definitiv zu empfehlen.“


RATGEBER.REISE. im Juni 2015


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Was ist eigentlich Segeln?

In 10 Tagen gehe ich für ein paar Wochen mit Bente auf die Ostsee segeln. Was macht man da eigentlich? Was ist eigentlich segeln? Segeln ist vielfältig. Deshalb sieht das jeder auch wohl irgendwie anders. Vor kurzem las ich in der SZ in einem Artikel über die Segel-Bundesliga das Zitat eines Verantwortlichen. Dort heisst es sinngemäß: „Viele … Was ist eigentlich Segeln? weiterlesen

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Das Segelwetter zum Wochenende 23.6.16

Das Segelwetter zum Wochenende 17.616: Tiefdruckeinfluss &uuml;ber Norddeutschland: Es muss mit starken Regenf&auml;llen im S&uuml;den und Osten gerechnet werden

Speziell für Segler: Die Experten der Kieler Wetterwelt haben die Aussichten für Küste und Binnen für das kommende Wochenende

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MARLIN Expeditions

You will feel the drive

“So meine Damen und Herren. Nachdem jeder von Ihnen seinen Platz eingenommen hat, bitten wie sie nun die Rettungswesten vorschriftsmäßig anzulegen und sich an den markierten Punkten im Cockpit einzupicken. In wenigen Minuten geht es los!“ Die junge Dame in dem schick eng anliegenden marlinroten Neoprenanzug und MARLIN Schriftzug auf der linken gut geformten Brust, dreht sich herum und verschwindet im Bauch des Schiffes. Zwei Mitsegler tuscheln und ich verstehe Brocken wie „Sauerstoff. Synthetisches LSD. Trombose. Seekrankheit. THC Geschwindigkeitsrauschblocker.“ Ich habe einzeln eingecheckt und die anderen Mitsegler noch nicht kennengelernt. Kapitän Wnuk hat mir kurz seine Hand gegeben und mir seine goldbestaubten Stiefel gezeigt. „Absolut Rutschfest. Sogar bei 40 Grad Schräglage!“, erklärt er mir stolz und läuft zur Demonstration die Wand hoch und hängt im 90° an der Wand vor mir. „Sehen sie? Absolut Rutschfest! Qualität aus Lichtenstein unserem MARLIN Forschungslabor. Setzten sie sich ruhig. Meine Assistentin Sandy haben sie ja schon kennengelernt. Heiße Spur was? Klopfen Sie ihr ruhig mal aufs Hinterteil. Sie ist ein Roboter der 13S Reihe. Nen bischen aus der Mode gekommen. Aber was besseres, hübscheres gibt es ja immer.“ Captain Wnuk zieht in seinen goldbestaubten Stiefeln von dannen ins Vorschiff, wo er die geheimen Zylanitsegel bunkert, die erst auf offener See angeschlagen werden, damit die Konkurrenz, deren Commander Wüstenhund, das neue Segelmaterial nicht ausspionieren kann.

Sandy lächelt immer, wie die gesamte 13S Serie es tut. „Ein THC Bonbon gefälligst?“ Ich lächele zurück und greife in die trockeneisdampfende Plastikbox. Auf der projizierten Shortcommuncication Videotouchbox escheint Wnuk im Commanderstuhl. Unzählige Instrumente vor sich, drückt er mehrere Knöpfe gleichzeitig. Genua 1,2,3 werden hyraulisch angeschlagen, Fock 3 und Main erscheinen über unseren Köpfen. Etwas altertümlich weiß flattern die Segel im Startkanal um auf den Südatlantik losgelassen zu werden. Start ist auf 44 Grad Süd. Etwa 130 Meilen unterhalb des 994er Tiefs auf Spur 40, das mit 65 Knoten im dritten Viertel Richtung Kapstadt unterwegs ist. Der Puerto Williams Startkanal ist der neuste vom Planet Erde. Ich bin soooooooo glücklich mit dabei sein zu dürfen. „Kling, kling, kling… Micha aufwachen. Deine Wache.“ Bootsjunge Michi steht neben meinem Kopf und rührt das Ikeaglas mit dem frischen Kaffee. „Wie immer. Nur gerührt, nicht geschüttelt.“ „SANDY!“, ist das einzige was spontan meinen Lippen entgleitet. „Ne nicht SANDY. MICHI! Dein Bootsjunge. Deine Wache. Noch 500 Meilen bis Horta. Nimm mal die Hand aus Deinem Schritt und komm ins Pilothaus.“, Michi grinst über beide Ohren. „Der Skipper! So was.“

Wir haben es nicht grade einfach im Moment. Oder eigentlich doch! Mit vierzig Grad am scheinbaren Wind und über sechs Knoten prügeln wir die MARLIN Richtung NE 40°N40°W. Eher wenig Wind ist gegen uns. 40-50 Prozent Mehrwertwind aus 10 Knoten macht die MARLIN und segelt mit 15 Knoten. Hut ab. Läuft einfach. Ich genieße es, wie ich in der Salonbank sanft nach achtern gedrückt werde, wenn der Wind uns sanft, aber konsequent, nach vorne zieht. Die Frage ob wir, wann ankommen, mir eigentlich egal, aber es ist ja mein Job mit den alltagsgestressten Mitseglern irgendwelchen vorzeitig festgelegten Flugterminen hinterherzujagen. „Nicht ich mache den Wind! Ich kann nur ein bisschen vermuten wo er morgen daherkommt. Aber eins ist klar. Wir sind ein Segelschiff und segeln nach dem Wind.“ „Michi, kann ich noch mal in die Koje, vielleicht bekomme ich noch mal Anschluss an meinen Traum.“ „Alles klar Skipper. Grüß Sandy.“

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Meinung: Brexit – und was nun? Welche Folgen für die Wassersportbranche?

brexit, Folgen, Wassersport

Nach dem Referendum werden zunächst die Wunden geleckt. Welche Auswirkungen der Briten-Ausstieg für die Wassersportler haben wird, ist derzeit noch kaum absehbar. Weiterlesen

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Ein eigener Kiez auf der Hanseboot

Nautischer Flohmarkt: Auf dem Nautischen Flohmarkt k&ouml;nnen Schn&auml;ppchenj&auml;ger f&uuml;ndig werden

Die Bremer verlieren ihre gemütliche Refit-Messe – und das ausgerechnet an die ewige Rivalin Hamburg. Das sorgt an der Weser für Verstimmung

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