Archiv der Kategorie: News & Blogs

Foiling: Red Bull startet weltweite Regatta-Tour für junge Talente auf Flying Phantoms

On the fly – Red Bulls Flying Phantom in Action © red bull

Sieben internationale Austragungsorte stehen für 2015 fest, Alterslimit für Teilnehmer: 16- 20 Jahre. Die Phantoms werden gestellt, jeder kann sich bewerben. Knackiges Trailer-Video. Weiterlesen

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Menschen am Meer: Wie Pit den Winter auf dem Wasser verbringt.Oder:Wieviel braucht es, um glücklich zu sein?

Und dann stehen wir mitten in der Nacht in Bremen in einem Industriegebiet. Es ist Februar. Der Regen prasselt nadelscharf aufs Auto, als wir aussteigen. Container. Ein Bahnhof. Lagerhallen. Kräne. Stahltrümmer. Eine Schrottpresse. Kälte.

Ein unwirtlicher Ort. Pit hat uns eingeladen. Auf sein Boot, hier in Bremen, in einem kleinen Stadthafen. Pit ist Autor. Vor allem: Pit ist Segler. Daneben hat er auch noch einen richtigen Bürojob. Er arbeitet in einer Marketing-Abteilung, macht PR. Sein Haus hat er schon vor längerer Zeit verkauft. Er wollte auf dem Boot leben. Klar hat seine Lebensgefährtin eine Wohnung. Aber wann immer er kann, lebt Pit hier auf dem Boot. Im Winter mitten in Bremen. Und im Sommer unterwegs auf der Nordsee.

 

“Sehnsuchtsvolle Menschen leben dort: wo Ihre Sehnsüchte genährt werden.” So begann der bislang einzige Roman meines besten Freundes Andal. Die Heldin des Romans lebte auf einem Schrottplatz und fühlte sich dort pudelwohl. Als ich vor vielen Jahren ernsthaft begann zu Segeln, hatte ich ganz andere Vorstellungen vom richtigen Leben: Mein Boot sollte in einer schönen Marina liegen. Ein schöner Sportboothafen, allles gepflegt, alles chic, alles tiptop. So dachte ich mir das. Aber meine erste Bootsbeteiligung, das Leben, führte mich ganz woanders hin. Nach Livorno, kurz hinter den Containerhafen. Das Schlagen von Stahlcontainer auf Stahlcontainer, wenn Fiederschiffe in der Nacht  ein paar Hundert Meter weiter beladen wurden. Das gleißend gelbe Licht der Quecksilber-Dampflampen über dem Gelände. Lokomotiven, die langsam schwere Containerzüge aus dem Hafen schoben. Räder, die auf Stahl schlagen. Neben uns haushoch gestapelte Leer-Container, umwuchert von mannshohem Unkraut in der Dunkelheit. Wie die rundum aufgepallte Yachten jeden Alters, verrutscht, verrückt von Zeit und Wind. Der Geruch des Meeres und herüber von der Raffinerie. Ein metallisches Sirren in der Luft. Calambrone. Ich entdeckte, das mein Herz anderes wollte als mein Hirn. Meine Vorstellung, wie ein guter Liegeplatz auszusehen hat, hatte sich grundlegend gewandelt.

 

Also: bin ich entzückt, wo Pit seine Winter verbringt. Weil die Tide hier vier Meter beträgt, liegt das Boot heute tief neben anderen im Hafenbecken. Zuerst die naßkalte Stahltreppe hinunter. Dann im Regen die rutschige Holzbrücke hinab auf den Schwimmsteg. In der Dunkelheit, im Eisregen knarzende Festmacher, als wir den Steg entlanggehen. Und auf das Boot klettern. Eine Kuchenbude über dem Steuerstand. Ah, herrlich, ein trockener Platz. Schuhe aus. Dann durch den Niedergang nach unten. Das Licht geht an. Die Heizung auch. Pit schließt mit schneller Bewegung das Schiebeluk. Schnell wird es warm. Auch deshalb, weil Pit die Kerzen auf dem Tisch anzündet und sich warmes Licht im Deckshaus verbreitet. Und ein paar Flaschen dazustellt. Irgendein Aniszeug, was ich eigentlich nicht mag. Was macht das schon, dass die Dinge im Kleinen manchmal nicht nach Wunsch gehen. Der Ouzo wärmt. Der Moment ist zu schön. Hier auf dem Boot. Im vom Kerzenlicht erhellten Deckshaus nach draußen schauen, in die Kälte, in den prasselnden Regen. Sich richtig Geborgen fühlen in der Unwirtlichkeit der Welt.

 

Schon ein merkwürdig Ding, das menschliche Herz. Ich verstehe Pit nur zu gut. Ihn, den Wanderer zwischen den Welten. Sein Leben zwischen dem Thrill von PR und der einsamen Klarheit der Schrottpresse.
 
Wieviel braucht es, um glücklich zu sein?
Das Leben kann schon ganz schön einfach sein.
Auf dem Wasser.

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Frühlingsanfang war gestern

20150301

Der Tennisarm

Es macht nicht wirklich Spass am Rechner zu sitzen und zu arbeiten. Also eigentlich macht mir das ja sehr viel Spaß und meine Passion ist ja nun mal auch das Schreiben, aber das Thema mit meinem Maus oder Tennisarm verbessert sich nicht wirklich gravierend. Trotz diverser Heilungsanleitungen aus dem Internet, guter Beileidsbekennungen und Maus Enthaltsamkeit meinerseits steh ich kurz vor der Entscheidung mal einen Chiropraktiker aufzusuchen. Die Folgen meiner Krankheit sind verheerend. Die Anzahl meiner unbeantworteten Mails und Aufträge steigt täglich und wird langsam zu einem bedrohendem Berg an ToDo Fähnchen. Wenn ich mir das Wetter auf dem Nordmeer Richtung Lofoten so anschaue, werde ich auch auf dem Trip dorthin nicht wirklich die Möglichkeit haben in Ruhe meine aufgelaufenen e-mails abzuarbeiten. Stattdessen schreibe ich erst mal in Ruhe und bei einem Glas Wein diesen Logbucheintrag für meine lieben Freunde aus der Heimat.

Auf dem Foto sieht man Arved. Der ist am Wochenende eingeflogen um den Samstag an Deck sitzend in der Frühlingssonne mit mir zu vertreiben… Haha Nix da. Am Samstag haben wir das Frühlingshafte Wetter genutzt um endlich die Plexiglasscheibe im Pilothaus gegen die neue Verbundglasscheibe zu tauschen, die schon seit Wochen in meiner Kabine steht und auf ihre Bestimmung wartet. Hört sich einfach an, war aber wieder schwierig und ohne Arved’s Hilfe wäre das nie gegangen. Den Sonntag haben wir dann damit verbracht im Pilothaus einen zusätzlichen 5KW Wärmetauscher zu installieren, damit auch das Pilothaus bei winterlichen Temperaturen genutzt werden kann. Die Heizung ist drin, aber noch nicht angeschlossen. Die Leitungen ziehe ich in den nächsten Tagen. Das mit dem Schreiben geht schon wieder nicht mehr. Die Schmerzen ziehen bis in die Schulter. Scheiße.

 


Mitsegeln auf der MARLIN? Du bist dabei: Bergen zu den Lofoten 15.4.2015 Spitzbergen im Mai und Juni ab Longyearbyen. Noch jeweils zwei Plätze frei www.sy-marlin.de/mitsegeln

 

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27. Tag auf See

Kaum hatte ich gestern getippt, dass der Atlantik jede der letzten Meilen erkämpft haben will, da ist der Ozean hier zum großen Showdown aufgefahren. Der ganze Himmel im Osten war plötzlich schwarz. Eine gewaltig und beängstigend aussehende Wolkenfront. Schnell die Genua weg und abwarten, was passiert. Zu unserem Erstaunen steckte dann aber kein Wind in den Wolken, sondern nur große Mengen an Regen. Der Wind blieb dann sogar ganz aus. Völlige Flaute. Trotzdem habe ich draußen in Ölzeug das Schiff auf Kurs gehalten, etwa zwei Stunden lang, bis der Regen endlich vorbei war. Aber der Himmel blieb weiter dunkel und der Wind drehte permanent. Raumwindkurs, Vormwind mit Groß an Backbord, dann alles umbauen auf Steuerbord, … Eine Menge zu tun. Zum Abend hin kam dann wieder ganz, ganz leichter Ostwind auf und wir machten uns Hoffnung, während der Nacht ein paar Meilen aufs Ziel gutzumachen. Pustekuchen. Der Wind drehte weiter, schickte uns nach Norden auf Barbados zu, dann zurück in Richtung Madeira. Erst heute früh hat er sich dann ein wenig in der Richtung stabilisiert, auch wenn es weiter nur leichtwindig war. Entsprechend mager ist das Etmal, 95 Seemeilen. Hart erkämpfte Seemeilen. Für die Umstände ist das Etmal schon wieder gut. Gegen 10 Uhr morgens habe ich die Maschine unter die Lupe genommen. Sie soll ja funktionieren, wenn wir uns dem Hafen nähern. Das Seekraut hat sich aus der Schraube gelöst, gute Neuigkeiten. Ölstände Getriebe und Motor sind topp, sie hat auch nicht sonderlich gelitten. Als ich damals mit der kleinen “Maverick” 2006 auf St. Lucia ankam erinnere ich mich, dass die Maschine innerhalb von 4 Wochen ganz schön rostig geworden war, weil die salzige Luft mit ihrem korrosiven Atem auf so einem kleinen Boot doch durch jede Ritze weht. Nach fünf Tagen mit nur leichten Winden war unsere Verbraucherbatterie ziemlich platt. Den Großteil der Atlantiküberquerung waren wir mit Solar und Windgenerator gut hingekommen, aber nun halt nicht mehr. Also haben wir gleiche einen Probelauf gemacht, um die Batterien zu laden und zehn Meilen nach Süden zu kommen, hinaus aus dem Flautenfeld. Das hat gut geklappt, denn wir laufen nun wieder mit 5,5 Knoten auf Zielkurs. Hoffentlich bleibt das so, denn durch die Flaute gestern Nacht wird es jetzt schon knapp, morgen noch im Hellen in die Bucht auf Grenada einzulaufen. Laut Karte eine ziemlich enge und flache Einfahrt, unbetonnt. Wäre blöd dort kurz nach Sonnenuntergang anzukommen und auf den Morgen warten zu müssen. 40 Meilen im Norden von uns zieht gerade Barbados vorbei, zwei Meilen im Süden ein Tanker mit Kurs Marokko. Hier ist also gerade echt der Bär los, im Vergleich zu den letzten Tagen. Beim Milchreis-Kochen ist uns heute früh das Gas ausgegangen. Wir haben zwar noch eine weitere Flasche an Bord, aber finden es toll, dass sie noch genau über den Atlantik gereicht hätte (wären wir nach Barbados gegangen). Die Wassertanks klingen auch schon ganz schön leer. Also ebenfalls genau hingehauen. Als Reserven sind aber noch etwa 40 oder 50 Liter an Bord. Ansonsten alles gut an Bord. Das geeiere vor dem unsteten Passat war ziemlich erschöpfend die letzten Tage, auch für die Laune, wenn der Wind immer einen Strich durch die Planung macht. Aber nun ist es bald geschafft, noch 133 Seemeilen. Das schaffen wir dann auch noch …

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Gebrauchtboote: Nie waren sie günstiger!

Drei Boote mit gutem Werterhalt © privat

Der Zeitpunkt zum Kauf einer Gebraucht-Yacht war nie günstiger: Der Markt ist voll und die Preise fallen weiter. Drei Beispiele für ein lohnendes Investment. Weiterlesen

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Und hier die glücklichen Testsegler.

Rien ne vas plus. Nix geht mehr. Jedenfalls nicht hier. Die glücklichen Bentemitsegler sind ausgewählt. Polly ist noch platt von der Messe. Und Polly ist hier in dem Artikel, in dem ich 5 Mitsegelplätze vergeben wollte, derbe bestochen worden. Wie also auswählen? Ganz einfach: Augen zu, Maus hin und her scrollen, schauen, wer in der … Und hier die glücklichen Testsegler. weiterlesen

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Video: Yacht kollidiert mit Fähre

sydney kollision

In Sydney ist in einem Sturm eine außer Kontrolle geratene Segelyacht in eine Fähre gecrasht. Ein Video zeigt den Vorfall. Weiterlesen

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Eventsegeln: Zweimaster-Kutter für die Außenalster

Ein Eventkutter für die Außenalster © haarhaus

Ein Mahagoni-Segelkutter aus den 60er Jahren, mit zwei Masten und drei Segeln soll für private und betriebliche Events an die Alster gelegt werden. Crowdfunding gestartet. Weiterlesen

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Coole Optik, aufregende Ideen

Comet Cat 50: Comet Cat 50 

Comar Yachts in Italien kündigt schon das dritte Schiff für die neue Katamaran-Linie an. Der Cat 50 zeigt einige spannende Besonderheiten

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Kampfgeist noch nicht gebrochen

BWR: Hat 25 Seemeilen aufgeholt: J&ouml;rg Riechers &quot;Renault Captur&quot;</p>
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Der Hamburger Jörg Riechers erobert mit seiner “Renault Captur” verlorene Seemeilen zurück. Beste gesegelte Distanz in 24 Stunden

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Expeditionen: Polnisch-tschechische Crew segelt auf Stahlyacht ins Rossmeer

Die "Selma" unter Segeln im Rossmeer © selma expedition

78°43’926”S“ – noch nie sei eine vergleichbare Yacht so weit im Süden unterwegs gewesen, behaupten die Segler. Minus 20 Grad C., 100 km/h Windstärke und sieben Meter Welle mitten im Treibeis! Weiterlesen

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Kroatien-Flottille für Genießer

Flotille: Flotille

Der Trend zu Gastro-Events scheint auch im Segeln immer mehr Fuß zu fassen. Sunsail bietet ab sofort “Wein und Genuss”-Törns an

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