Archiv der Kategorie: News & Blogs

rudderless



via: http://segelreporter.com

maxi style



thx Tammo

Mit Sicherheit Ansichtssache

Wer in unseren Breitengraden sein Schiff an Land verholt, kann sicher sein, dass für derart haarsträubend gefährliches Unterfangen hier allgegenwärtig Vorschriften erlassen worden sind, die akribisch befolgt und umgesetzt werden, notfalls mit Gewalt oder Androhung, ein Schiff aus dem Hafen zu verbannen. In professionellen Marinas werden Standard Gestelle verwendet, die für das jeweilige Schiff individualisiert und eingerichtet werden. Umkippen an Land ausgeschlossen.

Der Denkprozess wurde in Gang gesetzt, nachdem z.B. im Hamburger Yachthafen in Wedel im Jahre 1976 eine ganze Schiffs Flotte von seinen Landliegeplätzen reissaus genommen hatte und sich bis in die Obstmarschen schwimmender weise geflüchtet hatten. Die Sturmflut hat mitgeholfen, den Schiffen flächig sogar in den Hallen zu einem Ausflug zu verhelfen. Meine Stahlyawl lehnte damals in Halle II lässig an einem hölzernen Hallenpfeiler, nachdem sämtliches Pallholz vom nebenan liegenden kleineren Schiffen, beim Weg ins Freie, zur Seite geräumt worden war. Mein Schiff blieb damals unverletzt, ganz in Gegensatz zu einigen frechen Yachten, die per Autokran in den Obstmarschen wieder eingefangen werden musste um sie wieder artig in die Halle zu verfrachten.

Seit diesen Ereignissen herrscht in Wedel Bockzwang und verschiedene Schlosserei Betriebe hatten eine Menge solide Doppel T-Träger zu verarbeiten.

Die Sicherheits Politik hat sich ausgezahlt, in Wedel hat sich seither kein Schiff mehr aus seinem zugewiesenen Winterlager Stellplatz befreien können – dort herrscht strenges Platzmanagement, man kann dort mit zugebundenen Augen in den Hallen über Jahre sein Schiff an stets dem gleichen Platz wiederfinden.

Ich glaube es ist im Hamburger Raum heute aussergewöhnlich, wenn Schiffe noch traditionell mit Vierkantholz und Keil aufgepallt werden, in Harburg ist dies verschiedentlich allerdings noch Stand der Technik.

In Gran Canaria sieht die Sache anders aus! Wer hier sein Schiff mit Travellift an Land versetzten lässt und sich dann entschließt, auch an Bord zu wohnen, kann Alpträume bekommen angesichts der hier üblichen Usancen.
Ein paar Beispiele belegen dies ohne Worte:

El Hierro – Sorgen der anderen Art

Wie einige Anwohner an der Südküste von Gran Canaria besorgt bemerkten: ein Vulkan Ausbruch in El Hierro könnte das Leben kollosal verändern. Es herrscht seit heute Alarmstufe ROT

Kanaren – manchmal schon die Endstation

Wenn für Millionen von Nordeuropäern die Kanaren zum alljährlicher Fluchtpunkt geraten sind, um dort Sonne zu tanken und die bleichen Körper lecker braun zu rösten, sieht die Gemengelage für Segler ein wenig anders aus, denn für Sie liegt hier der Point of No return auf dem Weg ins Karibische Segelparadies. Wer einmal nach Westen losgefahren ist, schließt mit Europa ab, bis im Westen ein neues Morgen beginnt. Für Segler sind die Kanaren der Flaschenhals, den sie passieren müssen, um vollbeladen und betankt, Richtung Paradies Europa final zu entfliehen.

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Las Palmas nach der ARC – ein Resumee

Es ist ein wenig Ruhe eingekehrt nach der hektischen Betriebsamkeit, die 1200 Mannschaften im Hafen verursacht, weil sie sämtlich zeitgleich am Sonntag den 20.11.2011 den Hafen zu verlassen hatten.

Es ist die Ruhe, die der Gewissheit entspringt, dass der Termin zum Aufbruch nach Westen eigentlich zu früh gewählt, um einen sicheren Rückenwind zu erwischen, der der Barfußroute ihren Namen gegeben hat: Passat heißt die alte Dame, die von schräg achtern schiebt, wenn man nicht zu früh losgefahren ist, denn es gilt die alte Regel, dass die Segel sich besser füllen, wenn man ein wenig später fährt.

Unter Seglern ist es Stand der Technik, dass zu frühes Losfahren schon mal bestraft wird, durch Flaute, Gegenwind oder gar die runden Hurrikane, die sich im Zielgebiet noch nicht zuverlässig ausgepustet haben.

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Im Tretboot von Gran Canaria nach Barbados

Ocean Pedalo Challenge 2011


Mit einem Tretboot hat sich zuletzt SIR VIVAL Rüdiger Nehberg auf den Atlantik getraut, als er bis nach Brasilien strampelte um auf die Nöte der Indianer aufmerksam zu machen.


Seit gestern Freitag 25.November sind nun zwei junge englische Brüder, KIERAN + SHAUN SWEENY aus Cumbria UK unterwegs von Puerto de Mogan nach Barbados. Sie wollen 5 Rekorde aufstellen mit ihrem selbstgebauten PEDALO BOAT. Sie wollen den Atlantik in Rekordzeit meistern, indem sie im 2 Std Takt in die Pedale treten. Begleitet werden Sie von einem Offshore Ruderboot mit zwei Freunden. Beide Boote machen die Reise unassisted, d.h. ohne Begleitboot.

Unterstützt von vielen Sponsoren aus ihrem heimatlichen Umfeld betreiben die Jungs FUNDRAISING für das Children’s Heart Unit at the Freeman Hospital in Newcastle, einem der zwei englischen Zentren für Herztransplantation für Kinder.

Die Boote sind perfekt ausgerüstet mit Wassermacher, Stromgenerator, AIS und allen elektronischen Hilfsmitteln
Die Reise ist zu verfolgen über tracking link.

luscious friday

DesTopNews 2011-47

Copying Is Not Theft

ikke werd pirat!

ein fotograf fotografiert einen nudelauflauf. im rahmen der dokumentation einer segelreise mit einer jugendgruppe veröffentliche ich das bild auf meiner seite, erhalte eine abmahnung und soll 120,- euro zahlen. schon bald ist offensichtlich, dass der fotograf die bilder auf der rezeptseite seiner frau nur veröffentlicht, um copyright-verletzungen zu provozieren und kohle zu machen.

ein fotograf fotografiert mein boot auf einer regatta. ohne dass ich mein einverständnis gegeben habe, veröffentlicht er die bilder. auch ich veröffentliche sie unter angabe des fotografen auf meiner seite. eines samstagnachts bekomme ich eine drohende e mail – offensichtlich unter alkoholeinfluss – die bilder zu entfernen.

eine fotografin fotografiert boote während einer regatta. ich bitte sie, mir für die präsentation auf der siegerehrung die bilder zur verfügung zu stellen. sie schickt mir die bilder unter der bedingung, dass ich mit einem flyer für sie werbung mache, auf den ich bis heute warte.

ein fotograf fotografiert mein boot auf einer regatta. ohne dass ich mein einverständnis gegeben habe, veröffentlicht er die bilder. da ich an abzügen kein interesse habe, frage ich nach dem preis digitaler rohware.  Antwort: die überlasse ich nur agenturen.

ein fotograf fotografiert eine regattayacht. ich veröffentliche das foto, das ohne copyright-angabe im netz kursiert, auf meinem nicht-gewerblichen blog. Die agentur des fotografen schickt mir eine abmahnung und kassiert 192,60 euro.


ikke hab die schnauze voll und werde pirat!


Piratenmeinung zum Urheberrecht

[…] In einer Welt, in der Bild, Ton, Text und Video völlig frei fließen und in der jeder Konsument auch Produzent ist, lässt sich nicht mehr unterscheiden zwischen Kommunikation und Kultur. Kommunikation und Kultur werden eins, denn Kultur wird kommuniziert und Kommunikation wird kultiviert. Das führt den juristischen Begriff vom künstlerischen Werk mit Schöpfungshöhe ad absurdum. […]

Das jetzige Urheberrecht
· wurde für die digitale Welt nie gemacht
· ist nicht durchsetzbar und führt daher zu einem Bruch zwischen Recht und Rechtswirklichkeit bzw. Rechtsempfinden
· hemmt die Verbreitung und Nutzung von Wissen und Kultur und mindert so den Wohlstand
· beeinträchtigt bzw. kriminalisiert heute die digitale Kommunikation und das Zitierrecht (z. B. Sampling/Cover)
· kann zur Zensur missbraucht werden bzw. diese begünstigen: […]

Wir stehen an der Schwelle zum Informationszeitalter und viele Menschen haben offensichtlich noch nicht begriffen, was das bedeutet: Information ist entweder ein Geheimnis oder ein freies Gut, das sich nicht zu wirtschaftlichen Zwecken verknappen lässt. […]
Der Verkauf von nicht geheimen Informationen im Informationszeitalter ist kein funktionierendes Geschäftsmodell. Es ist nicht Aufgabe des Staates, durch völlig unverhältnismäßige Gesetze und Kriminalisierung veraltete Geschäftsmodelle künstlich aufrecht zu erhalten und den Strukturwandel zu behindern. […]
Das Kopieren von bzw. der Zugriff auf Informationen ist nicht mit Diebstahl gleichzusetzen. Stehlen lässt sich nur ein Gut mit natürlicher Knappheit, das dem Bestohlenen dann fehlt. Information/Kultur ist aber nicht knapp und kann daher nicht gestohlen werden. Dem Autor entsteht durch den Zugriff auf sein Werk kein Schaden, da der Autor lediglich fixe Kosten (oder lediglich Zeit) investiert hat, und durch die Kopie keine Kosten entstehen. Die Unterstellung, dass der Konsument die Kopie stattdessen gekauft hätte, ist nicht haltbar, denn der Wert eines Kulturgutes für einen Einzelnen ist subjektiv und nicht messbar. […]
Es werden derzeit verschiedene Lösungsansätze, die eine möglichst gerechte Verteilung von Geldern erlauben sollen, diskutiert. Hierbei sind vor allem die Kulturflatrate, das Spendenportal, das Release-Modell und die Creative-Commons-Lizenz zu nennen. […]
Der Künstler hat ein moralisches Recht auf Vergütung und der Nutznießer eine moralische Pflicht zur Vergütung. Ziel ist es, den jetzigen, auf künstlicher Verknappung und Drosselung des Zugangs basierenden Urheberschutz durch ein reformiertes Urheberrecht und einen gesellschaftlichen Vertrag zu ersetzen. Wir müssen Menschen dazu bringen, für Inhalte zu bezahlen, obwohl diese frei zugänglich sind, denn eine Verknappung ist nicht mehr möglich. […]

http://wiki.piratenpartei.de/Argumentation#Argumente_gegen_das_jetzige_Urheberrecht

MOB



via:  www.sailinganarchy.com