Die Gewinner der Vendee Globe

Yannick Bestaven feiert seinen Sieg © Bernard Le Bars/Ala #VG2020
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Yannick Bestaven feiert seinen Sieg © Bernard Le Bars/Ala #VG2020
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Die jetzt kollidierte Seaexplorer von Boris Herrmann © Boris Herrmann / Seaexplorer
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Charlie Dalin ist glücklicher Erster im Ziel © Jean-Marie Liot / Alea
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KREISVERKEHR IM PAZIFIK – ODER HUCKEPACK NACH HAUSE?
Der neue Bericht von der ATANGA beleuchtet eindrucksvoll und ehrlich, wie komplex die Entscheidungs Situation für unzähliche Segler aller Nationen im Pazifik ist.WEITERLESEN
Erst war es nur ein Gefühl. Inzwischen ist es Gewissheit: Etliche Crews geben ihren Lebenstraum im Pazifik auf. Wünsche und Hoffnungen zerplatzen wie Seifenblasen. Die Gründe sind vielfältig. Die einen, die von Kojen-Vercharterung leben, haben keine Gäste mehr. Denen geht schlicht das Geld aus. Wir treffen Uwe aus Deutschland, dessen Frau nicht segeln mag und der sich jahrelang Gäste zum Selbstkostenpreis auf seinen großen Katamaran geholt hat, weil er nicht alleine segeln wollte. Zu Ende. Der Kat steht zum Verkauf.
Andere Crews hatten von Anfang an nur eine begrenzte Zeit – eine Sabbatical-Auszeit, die nun unfreiwillig mitten im Pazifik verrinnt. Mit der Restzeit, die ihnen bleibt, schaffen sie die weite Etappe nach Europa nicht zurück. Wieder andere haben Kinder, die zur Schule müssen oder Kinder, für die Sondergenehmigungen für Boot-Unterricht auslaufen. Oder Kinder, die zu alt werden und nach Hause möchten. Ältere Crews vermissen ihre Enkelkinder, die sie seit Monaten nicht gesehen haben und wollen nicht länger von der Familie getrennt sein. Und einige wenige haben einfach keinen Bock mehr.
Aber was macht man, wenn man am Ende der Welt aufgeben muss? In Papeete hängen an auffällig vielen Booten ‚zu verkaufen‘ Schilder. Der beste Markt für Gebrauchtboote ist das nicht.

Schwierige Bedingungen im Southern Ocean © Boris Herrmann / Seaexplorer
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NEUVORSTELLUNG

NEUES VON DER ZAHNKLINIK UNTER SEGELN

AUCH EINE KURZE BOTSCHAFT GEHT INS HERZ
Jedenfalls, wenn der Mann, dem das Herz gehört, seine Arbeit mit Freude macht, was nach 45 Jahren in der immer gleichen Spur, immer noch der Fall, auf jeden Fall!

Die Familie Hopfmann kenne ich seit vielen Jahren, habe begleitet und erfahren, welchem Schiff sie ihr Herz anvertraut, hatte nix dagegen, denn immerhin war es aus Blech, sogar aus der edleren Sorte, ich meine also Aluminium. Es entwickelte sich langsam und stetig, die beiden krochen krochen sodann auf meinen ausgelegten Honig-Fliegenfänger …sassen dort bomben, haben nicht mehr gezappelt, hingegen stringent die korrekte Heckverzierung angefordert … und erhalten … bin ja nicht blöd! Meine Datenbank verzeichnete viele Jahre jenes verhängnissvolle Kreuz: FOTO FEHLT! Was kann ich denn dagegen machen? Nun wurde das Rätselt final gelöst … jetzt habe ich die schönsten Schüsse, nicht nur von der Heckverzierung, sondern auch von den fröhlichen Menschen ..d, die zwischenzeitlich losgefahren sind!
Die Kurzform eines Lobs, braucht nicht viele Worte:
Lieber Herr Foerthmann, Vielen Dank für Ihre Hilfe und dieses tolle Produkt.
Viele Grüsse
Marco SY Wolo instagram: wolosailing

Wird Boris Herrmann das Rennen machen? © Boris Herrmann / Seaexplorer

Die neue Isla 40 von Fountaine-Pajot © Gilles Martin-Raget
24.Jan. 2021, Franz.Polynesien/Huahine/Fare, Tag 2429, 21.334 sm von HH
Erst war es nur ein Gefühl. Inzwischen ist es Gewissheit: Etliche Crews geben ihren Lebenstraum im Pazifik auf. Wünsche und Hoffnungen zerplatzen wie Seifenblasen. Die Gründe sind vielfältig. Die einen, die von Kojen-Vercharterung leben, haben keine Gäste mehr. Denen geht schlicht das Geld aus. Wir treffen Uwe aus Deutschland, dessen Frau nicht segeln mag und der sich jahrelang Gäste zum Selbstkostenpreis auf seinen großen Katamaran geholt hat, weil er nicht alleine segeln wollte. Zu Ende. Der Kat steht zum Verkauf.
Andere Crews hatten von Anfang an nur eine begrenzte Zeit – eine Sabbatical-Auszeit, die nun unfreiwillig mitten im Pazifik verrinnt. Mit der Restzeit, die ihnen bleibt, schaffen sie die weite Etappe nach Europa nicht zurück. Wieder andere haben Kinder, die zur Schule müssen oder Kinder, für die Sondergenehmigungen für Boot-Unterricht auslaufen. Oder Kinder, die zu alt werden und nach Hause möchten. Ältere Crews vermissen ihre Enkelkinder, die sie seit Monaten nicht gesehen haben und wollen nicht länger von der Familie getrennt sein. Und einige wenige haben einfach keinen Bock mehr.
Aber was macht man, wenn man am Ende der Welt aufgeben muss? In Papeete hängen an auffällig vielen Booten ‚zu verkaufen‘ Schilder. Der beste Markt für Gebrauchtboote ist das nicht. Die Anreise aus Europa ist weit und teuer. Reisen ist grade nicht so populär – da kann ein Verkauf schon mal etwas dauern. In Neuseeland wäre der Markt besser, aber da bekommt man sein Boot nicht hin.
Bleibt die Rücküberführung per Frachter. Wir hatten vermutet, dass dies eine exotische Ausnahme ist – weit gefehlt. Das Segelboot einer jungen schwedische Crew soll dieser Tage in Europa eintreffen. Wir plaudern mit Amerikanern, die uns erzählen, dass ihr Boot von hier nach Florida transportiert werden soll – für 28.000 USD. Ein weiteres amerikanisches Pärchen segelt im Frühjahr nach Kalifornien und dort kommt das Boot auf einen Truck und wird auf dem Landweg an die Ostküste transportiert. So plant es auch ein deutsches Paar in Kanada – per Truck soll das Schiff nach Maine. Von dort aus wollen sie auf die Kanaren segeln. Näher an die Familie ran.
Eine deutsche Crew sucht auf Tahiti nach Mitstreitern, die ebenfalls ihr Schiff per Frachter nach Südafrika bringen wollen. Kapstadt liegt nicht auf der üblichen Route, aber bei einem Sammeltransport würde die Reederei diese Strecke gegebenenfalls anbieten.
Manchmal wir ein Segelboot nur als Beifang auf normale Frachter oder Containerschiffe gestellt. Auf Tahiti gibt es jedoch zwei Reedereien, die Papeete regelmäßig anfahren und auf Yacht-Transport spezialisiert sind. Dann ist das Deck der Frachter dicht gepackt mit Booten. Da ich scharf auf ein Foto von so einem Transport gewesen bin, habe ich mit der Reederei ‚Sevenstars‘ (sevenstar-yacht-transport.com) Kontakt aufgenommen. Die Marketing-Dame war so nett, mir drei Fotos zur Verfügung zu stellen. Sie hat mir bestätigt, jawohl, unser Gefühl ist richtig, die Auftragsbücher sind voller als in vergangenen Jahren.
Ein Segelboot wir auf den Frachter gehievt – Foto credit sevenstars

Motoryachten und Segelyachten werden um die ganze Welt geschippert – Foto Credit sevenstars
Abtransport durch die Atolle – hier sind Träume geplatzt – Foto Credit Sevenstars
Und was machen die anderen Segler, die nicht aufgeben? Die segeln im Kreis. Im wahrsten Wortsinn. Trotz der großen Distanzen und viel Quälerei, weil es auf einer Stecke unweigerlich gegen den Wind geht, wird im Kreis gefahren. Von den Marquesas nach Gambier. Von Gambier nach Tahiti, dann wird eine Runde in den Gesellschaftsinseln gedreht und zurück gesegelt nach Tahiti. Die Stimmung ist gemischt. So wie im Kreis gesegelt wird, drehen sich die Gedanken im Kreis. „Was sind eure Pläne?“, wird regelmäßig mit Schulterzucken beantwortet. So recht hat keiner eine Idee. „Abwarten. Mal sehen. Kann ja nicht ewig dauern, in ein paar Monaten wissen wir mehr“.
Und was ist mit uns? Aufgeben kommt nicht in Frage! Auch wir sind hin- und hergerissen. Ausgebremst. Strebt doch der gemeine Segler Richtung Westen, um neue Länder zu entdecken und nicht, um auf der Stelle zu verharren. Unser Streben war ja von Anfang an das Entdecken, das Reisen und nicht so sehr das Segeln. Knapp zwei Jahre sind wir nun in Französisch Polynesien. Wir müssen uns der Tatsache stellen, dass im Mai nach dem Ende der Zyklonsaison vielleicht noch immer alle Grenzen (außer Fiji) geschlossen sind. Eine niederländische Crew und wir haben versucht ein Visum für die USA zu bekommen. Keine Chance – ohne Botschaft kein Dauervisum.
Dann eben nicht – so lautet jetzt unsere Devise. Wir nehmen, was wir bekommen. Es ist nicht so, dass wir nicht lieber weiter wollten, aber wir haben unseren Frieden mit der Situation gemacht. Sollte es so sein, dass wir noch ein Jahr in Französisch Polynesien bleiben müssen, dann nehmen wir das als Geschenk. Wer hat schon die Gelegenheit drei Jahre in der Südsee zu leben?