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Kanal von Korinth auf unbestimmte Zeit gesperrt.

Der rund 6,5 Kilometer lange Kanal von Korinth wurde wegen zahlreicher Erdrutsche bis auf Weiteres gesperrt. Der Umweg beträgt rund 400 Kilometer.

Etwa 15.000 bis 20.000 Kubikmeter Steine und Felsen haben den Kanal von Korinth nach mehreren Erdrutschen unbefahrbar gemacht. Felsen und Geröll ragen teilweise weit über der Wasserlinie hinaus und verstopfen die Durchfahrt. Der Kanal trennt das Festland von Peloponnes und verbindet den Saronischen Golf mit dem Golf von Korinth, wodurch der Schifffahrt der rund 400 Kilometer lange Umweg südlich um Peloponnes herum erspart wird. Als Besonderheit gelten die beiden Brücken an den Enden des Kanals, die für die Durchfahrt der Schifffahrt nicht hochgeklappt oder gedreht, sondern unter die Wasserlinie abgesenkt werden.

Sperrung Kanal KorinthDurchfahrt zwischen Peloponnes und Festland gesperrt. ©Navionics

 

Nun haben die Bauarbeiten am Kanal begonnen. Laut dem griechischen Energieminister Nikos Tagaras wurde wegen der Dringlichkeit auf eine Umweltverträglichkeitsprüfung verzichtet, um die Bauarbeiten zu beschleunigen. Dennoch wurde von offizieller Stelle kein Wiedereröffnungstermin genannt, sondern die Sperrung als „auf unbestimmte Zeit“ kommuniziert. Die Bauarbeiten beschränken sich offenbar nicht nur auf das Wegräumen des Materials im Wasser, sondern umfasst auch die Absicherung des weichen Gesteins gegen weitere Erdrutsche.

In der Geschichte des 126 Jahre alten Kanals wurde er wegen Unbefahrbarkeit bereits mehrfach gesperrt, weil immer wieder Erde, Felsbrocken und Steine von den Hängen ins Fahrwasser fallen. Der bislang größte Erdrutsch im Jahre 1923, bei dem über 40.000 Kubikmeter Material sich von den Kanalwänden löste, hatte eine zweijährige Sperrung zur Folge. Zuletzt war der Kanal für ein paar tage im November 2020 unpassierbar.

Pro Jahr nutzen rund 11.000 Schiffe die Durchfahrt. Die Kanalgebühr beträgt für eine 10-Meter-Yacht um die 100 Euro.

 

Mehr Infos zum Revier Griechenland finden Sie hier

 

Korinth Kanal

Boote mit Flybridge: Merkmale und aktuelle Gebrauchtboote

In unserem Special über Boote und Yachten mit Flybridge erfahren Sie die Vor- und Nachteile, Merkmale und aktuelle Gebrauchtboote mit der „fliegenden Brücke“

Titelbild: Mochi Craft, CC BY-SA 3.0 <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0>, via Wikimedia Commons

Flagge zeigen

Ich war gerade an Bord der Morgenstern und habe aus Solidarität eine Gastlandflagge gesetzt, von der ich nie gedacht hätte, dass ich sie noch einmal aus dem Schrank nehmen werde.
Als ich 2018 durchs Schwarze Meer gesegelt bin, war diese Flagge an Bord. Zum Einsatz gekommen ist sie damals nicht. Der Konflikt in der Ukraine war zu der Zeit im Schwarzmeerraum allgegenwärtig und die von Russland annektierte Krim durfte von ausländischen Schiffen nicht ohne eine Sondergenehmigung aus Russland angelaufen werden.
Für mich war der nördliche Teil des Schwarzen Meeres dadurch praktisch tabu. Menschen aus der Ukraine habe ich trotzdem auf meinem weiteren Weg über die Donau kennengelernt.
Einer von Ihnen, Sergej, hat mich mit Lebensmitteln versorgt, obwohl er selbst nicht viel hatte. Aber unter Seeleuten hilft man sich eben, egal welche Flagge am Heck des Schiffs weht. Ich habe während meiner Reisen oft an Tischen mit Menschen aus den unterschiedlichsten Ländern gesessen und eines dabei gelernt: Es sind zwischen verfeindeten Nationen nicht die Mehrheit der Menschen, die sich hassen. Es sind die wenigen Wahnsinnigen an der Macht, die desinformieren, manipulieren und Hass säen!
Ich hoffe, dass ALLE Bewohner der Ukraine diesen Krieg überstehen und ihre Freiheit bewahren können. Und ich hoffe, dass Sie dabei mehr Unterstützung aus dem Rest der Welt bekommen!

Ganz persönlich hoffe ich, dass es Sergej und seiner Familie gut geht. Bisher habe ich keine Antwort von ihm erhalten.

Zweit-Job

Mi.,23.Jan.22, Neuseeland/Whangarei, Tag 2825, 24.688 sm von HH

Wir haben uns gut eingewöhnt ins Luxus-Hausleben. Die morgendlichen Spaziergänge machen Spaß. Sally und Marley werden immer zutraulicher – mitgebrachte Hunde-Leckerlies leisten ihren Beitrag. Marley darf inzwischen sogar ohne Leine laufen.
Es gibt nur einen Haken an der Sache: wir wurden gebeten, die Hunde nicht länger als vier, maximal fünf Stunden am Stück alleine zu lassen. Das ist uns zu kurz, um auf Atanga zu arbeiten. Also haben wir überlegt, wie wir die Zeit strecken können und haben für mich einen Zweit-Job gefunden, den ich im Haus erledigen kann. Ich habe im Vorwege unsere Gastgeber gefragt, ob ich wohl bei ihnen auf dem Hof unsere Holz-Stücke (die es bitter nötig haben) lackieren darf. „Klar, darfst du, gar kein Problem.“ Graham hat mir sogar ein übergroßes Tuch zum Unterlegen zur Verfügung gestellt. Leider hat der Hausherr keine Böcke, aber aus Kartons und Leisten bastel ich mir meine eigenen Unterlagen. Die Bedingungen sind nicht optimal, aber allemal besser als auf der Werft. Dort gibt es immer einen staubigen Nachbarn.

 

Das Lackier-Ergebnis ist ganz viel versprechend und weites gehend Insekten frei

Achim verlässt um 8:00 Uhr das Haus. Er nimmt das Auto und ich mache mich an die Arbeit. Nach zwei Stunden ist der Job getan und um 10:30 Uhr schwinge ich mich aufs Rad, um zu meinem Hauptjob zu radeln. Sieben Kilometer. Die Strecke ist auf der ersten Hälfte super. Nur bergab. Ich stehe auf den Bremsen. Der zweite Teil ist ‚geht so‘. Warum wir nicht abwechselnd radeln? Mein Fahrrad sei angeblich leichter zusammen zu klappen …

Um 11:00 Uhr erreiche ich Atanga. Schnell in den roten Overall geschlüpft. Es fehlt nur noch eine Stechuhr an der Leiter. Meine Haupt-Arbeit ist weiterhin das Deck. Das ‚Weiße‘ ignoriere ich. Kommt Zeit, kommt Lösung. Ob wir uns ein Gerät kaufen oder leihen, steht noch nicht fest. Vielleicht lassen wir es auch die Werft-Jungs machen. Falls sie es nicht wieder an uns abtreten – spart euch ja Geld und so.

Peter hat sich ein Deck glatt wie einen Kinder-Popo gewünscht. Peter bekommt ein Deck wie einen Kinder-Popo. Dazu müssen alle Löcher, Kratzer und die Verletzungen, die wir ins Deck geschlagen haben, mit Epoxid aufgefüllt werden.
Beim Füllen der Schraubenlöcher haben wir einen riesigen Fehler gemacht. Wir haben versucht mit dem Epoxid keine Haufen auf den Löchern zu bilden, damit wir hinterher nicht zu viel weg schleifen müssen. Was wir nicht wussten, dass Epoxid sich beim Trocknen einzieht. Was wir auch nicht wussten, dass es mehr Arbeit macht, die Löcher noch einmal anzufassen als sie überdick zu füllen und dann hinterher einfach glatt zu schleifen.
So viele Löcher sind es aber nicht. ;-) Vielleicht 2000.
Seit Tagen fülle ich, schleife ich, fülle ich, schleife ich … Es nimmt kein Ende. Einige Löcher bilden beim Füllen eine Luftblase, die müssen erneut gebohrt und wieder gefüllt werden. Und wieder geschliffen.
Ich mache auch viel falsch und muss etwas größere Flächen zweimal füllen, weil ich zu wenig Epoxid nehme. Das ist wie Sahnetorte glatt streichen – kann ich auch nicht  gut. Kratzer, die voll Kleber sind (das darf nicht sein, laut Peter – und wer bin ich, dass ich Peter widersprechen würde?), bohre ich mit dem Dremel auf. Das ist jetzt Zahnarzt-Arbeitsweise. Sicher nicht sehr professionell (Peter sieht es ja nicht), aber für mich eine sichere Methode mit Erfolgsgarantie. Dauert halt nur etwas länger als schweres Gerät zu verwenden.

Mit dem Dremel hole ich den schwarzen Kleber aus Fugen – das muss weg – da hält nix drauf, sagt Peter

Gutes Beispiel für schlecht gespachtelt – die glänzenden Flächen in der Mitte, dort habe zu dünn aufgetragen – Oben am Rand noch eine Verletzung, die zu füllen ist

Wenn ich es gut mache – vermischt sich das Epoxid mit dem GFK Deck zu einer homogenen Fläche – so soll es überall sein

 

Und was macht Achim eigentlich die ganze Zeit? Die Frage ist berechtigt. Man hört ihn nicht hämmern, man hört ihn nicht schleifen. Man sieht ihn auch nicht. Er ist im kühlen Schiff verschwunden. Was er macht, wissen die Götter. Ich höre ihn nur fluchen. Und er stürzt das Schiff ins Chaos. Um die verbliebenen Beschläge von Deck zu bekommen, muss er die Deckenverkleidungen abbauen, um von unten an die Bolzen zu gelangen. Manchmal sogar einen halben Schrank. „Verfluchte Schrauben, scheiß Bolzen.“  Sein negativ Rekord sind ein gezogenes Kabel und vier gelöste Schrauben von den Genua-Schienen – vier von neunzehn. Dafür kann man keine Fleiß-Sternchen bekommen. Das ist mal klar. :lol: Manchmal fährt er auch gemütlich in den Baumarkt oder er berät er sich mit anderen Skippern. Dann kommt er mit neuen Werkzeugen zurück, einem Schlagschrauber zum Beispiel und rückt den verbliebenen fünfzehn Schrauben mit Erfolg zu Leibe.

Chaos im Schiff – das Schlafzimmer ist ein Wühlhaufen – die Matratzen lagern im Salon

Um 15:00 Uhr ist Feierabend. Den Hunden sei Dank. Mein Rad kommt in den Kofferraum und gemeinsam fahren wir zurück in unsere Luxus-Oase.
Ich gehe dann noch eine Runde meinem Zweit-Job nach. Es ist warm, es ist trocken. Da schaffe ich locker zwei Anstriche am Tag.

Achim in der großen Küche dreht zu Höchstleistungen auf


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SV Amarie – Nadiem der Weduwen NED

JEANNEAU FANTASIA 27 ON HER WAY SOUTH
Hi Peter, Hope you are well, I have been super happy with the windpilot you did send to me. It has been working great since Ireland, and I am currently in the Canary Islands. Next winterseason I might cross the Atlantic.

I was wondering, does the windvane need any specific maintenance so far? Since I’m mostly single-handed sailing, I have created quite a special relationship with the windpilot :). So I would like to take good care of it. Here is a picture of the installation; 
Thanks in advance!
Nadiem der Weduwen

SV Drot – Vagn Olsen DEK

FÜR WEITE REISEN GEDACHT UND GEMACHT

Bowman 40 – Giles 38

Unser Leben als Hunde- und Haus-Sitter

Fr.,18.Jan.22, Neuseeland/Whangarei, Tag 2820, 24.688 sm von HH

Unsere Tage beginnen neuerdings  mit Wecker klingeln. Den Leih-Hunden sei Dank – sie sind frühes Aufstehen gewohnt. Um 5:45 Uhr müssen wir hoch. Da ist es noch stockdunkel. Zuerst bekommen Marley und Sally ihr Futter. Noch vor dem Frühstück das Hundefutter zuzubereiten, haut leicht auf den Magen. Das Futter wird genau abgewogen, jeder Hund bekommt etwas anderes. Ein laminierter Zettel mit Instruktionen macht uns das Leben leicht. Beide Tiere bekommen dann noch eine eigene Tablette aufs Futter. Zerrieben mit einem kleinen Mörser.
Während die beiden fressen, trinken wir noch schnell einen Tee und Kaffe, dann geht es los. Vor der Tür steht ein klappriger Wagen auschließlich für den Hundetransport. Das Hundeauto ist die zweite Herausforderung des jungen Morgens. Der Wagen muss am Ende seiner Tage verbrannt werden. Es riecht nach Hund. Nach viel Hund. Nach sehr viel altem Hund. :mrgreen:

Zwei Minuten brauchen wir zum nahe gelegenem Park. Im Wald direkt vor der Haustür ist Hunden der Zutritt verboten. Hier leben Kiwis und daher dürfen Hunde nicht hinein. Während der Fahrt bellt Sally anhaltend. Sie bellt immer, wenn Auto gefahren wird. Da sie taub ist, fällt ihr Bellen etwas heiser aus, aber sie bellt. Sobald wir am Park angekommen sind, ist sofort Ruhe.
Mit Graham haben wir die Hunderunde geübt. Er lässt sie frei laufen. Aber wir gehen auf Nummer sicher und nehmen die Hunde vereinbarungsgemäß an die Leine. Wie ruft man einen tauben Hund, der abhauen will? Sally kennt das Kommando, dass sie kommen soll, wenn man die Arme ausbreitet. Aber Achtung, dafür benötigt man Augenkontakt …
Nur in einem eingezäunten Gebiet lassen wir sie von der Leine. Im Park selber ist es Pflicht, die Hunde-Köttel aufzusammeln. Da Achim die Fütterung übernimmt, sammel ich. Es ist ungewohnt noch körperwarme Dinge zu greifen.  Die Angst, dass der Greif-Beutel ein Loch haben könnte, sammelt mit.

Inzwischen dämmert es. Nebel hängt über den Wiesen. Jetzt ist es schön. Und es macht Spaß mit den Hunden zu laufen. Sally ist ein Huntaway-Mischling. Diese Hunderasse hat die Aufgabe Schafsherden zusammen zu treiben. Sally ist ein echter Quirl, leider mit einer 14 Jahre alten Hüfte, die schon etwas Probleme bereitet. Graham geht langsam mit den Hunden seine Runde. Wir ziehen das Tempo etwas an und schon nach drei Tagen läuft auch der geh-faule Marley im Trab neben uns her.

Arme ausbreiten bedeutet ‚komm‘

Offensichtlich versteht Sally nur Bahnhof

Eine weitere Spaziergangs-Runde gibt es nicht. Wir halten das für zu wenig Auslauf, aber Herrchen und Frauchen finden die Hunde zu alt, um ihnen mehr Bewegung zuzumuten. Am Abend gibt es noch einmal Futter, das war‘s an Verpflichtungen.

Bei Sally ist es gut, wenn man keine Hundehaar-Allergie entwickelt. Das alte Mädchen haart wie verrückt, überall verteilt sie ihr Fell. Sie hat ein sonniges Gemüt und möchte ständig gestreichelt werden. Mit großen Kulleraugen schaut sie einen an. Gute Sally.
Marley ist ein Cockerspaniel und auf einem Auge blind. Er hat ein Gesicht, was nur eine Mutter lieben kann, ist aber echt drollig. Und hat seidenweiches Fell. Er ist gut erzogen, etwas vornehm zurück haltend. Er macht Sitz und Platz und versteht die Kommandos sogar auf Deutsch. Guter Marley.

Sally – 14 Jahre alt und taub von Geburt an

Marley – 12 Jahre alt und auf einem Auge blind

Auch sonst genießen wir das Leben in einem Haus. Wir haben ein Schlafzimmer und Bad im Erdgeschoß. Die Räume unserer Gastgeber befinden sich im Obergeschoß. Hier verläuft auch die dreiseitige Holzterrasse. Auf verschiedenen Ebeneren kann man sich draußen seinen Lieblingsplatz suchen. Die Küche ist neu und riesig. Herrlich mit Platz zu Kochen. Sich mal ausbreiten können. Die Kräuter zum Kochen finde ich auf der Terrasse. Ein Eiswürfelbereiter  ist im Kühlschrank integriert. In der Spüle befindet sich ein Grünabfall-Schredder. So ein Ding wie aus amerikanischen Horrorfilmen. Ganze Schweine kann man darin verschwinden lassen. Eine Sauerei für die Kanalisation – ein Traum beim Gemüse putzen.
Natürlich gibt es einen Geschirrspüler. Die Waschmaschine steht zur Nutzung im Untergeschoß. Wir dürfen und sollen uns wie zu Hause fühlen. Das machen wir auch. Die „gute Stube“ lassen wir aus. Dort liegen Schonbezüge über dem Sofa. Und auch die Erbstück-Teller und Gläser bleiben im Schrank.

Ich würde sagen, wir haben es sehr gut getroffen.

Der Blick zur Straße – total ruhige Lage – nu zehn Minuten vom Stadt-Zentrum entfernt

Die untere Terrasse direkt an der Wohnküche

Eine riesige Küche mit allem Schnick-Schnack

Da schwingt sogar Achim mal den Kochlöffel

Die Küche hat einen Ess-Tresen zum offenen Wohnraum – sofort unser Lieblingsplatz


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Schleibrücke: Lange Sperrzeiten zum Saisonauftakt

Seit Jahren macht die alte Schleibrücke in Lindaunis immer wieder Probleme. In diesem Frühjahr wird sie teilweise lange gesperrt sein.

Die Schlei zählt sicher zu einem der beliebtesten Ausflugziele für Bootsportler entlang der Ostseeküste. Jedes Jahr zu Ostern ist der Ostseefjord erfahrungsgemäß voller Motorboote und Segelyachten. In diesem Jahr begrenzen Bauarbeiten an der alten Brücke in Lindaunis jedoch die Törnplanung vieler Crews.

Laut WSV-Portal Elwis erfolgen die Sperrungen in mehreren Abschnitten. Zunächst wird die Brücke in der Zeit vom

21. Februar 2022 bis 03. März 2022 sowie vom 08. März bis 24. März für die Schifffahrt vollständig gesperrt.

Da zu dieser zeit noch nicht mit einem großen Aufkommen an Sportbooten gerechnet wird, fallen diese Sperrungen wohl weniger ins Gewicht. Jedoch wird direkt ab 19. April die Brücke für 10 Tage erneut nicht geöffnet, so dass nur Sportboote und Schiffe mit niedrigen Aufbauten durchfahren können. Nach dem 29. April wird dann wöchentlich jeweils Montags um 10.45 Uhr sowie Freitags um 14.45 Uhr geöffnet.

Schleswiger Boote weitgehend abgeschnitten

Die Sperrungen und Nichtöffnungen bedeuten vor allem für Segler und Skipper aus Schleswig, dass die um Ostern herum kaum einen längeren Törn planen werden können.  Für einen Ausflug an die Ostsee kommt nur die Woche vor Ostern in Frage und wegen der wenigen Öffnungszeiten muss alles genau passen, um die einzige Öffnung zu erwischen. Immerhin wurden für den Zeitraum Ostersamstag und -sonntag mehrere Klappungen angekündigt, um vielen Booten das Verlassen des Winterlager der inneren Schlei zu ermöglichen.

Die Klappungen der kommenden Wochen im Einzelnen:

Montag, 14. Februar 2022 (10.45 Uhr)
Freitag, 18. Februar 2022 (14.45 Uhr)
Freitag, 4. März 2022 (14.45 Uhr)
Montag, 7. März 2022 (10.45 Uhr)
Freitag, 25. März 2022 (14.45 Uhr)
Montag, 28. März 2022 (10.45 Uhr)
Freitag, 1. April 2022 (14.45 Uhr)
Montag, 4. April 2022 (10.45 Uhr)
Freitag, 8. April 2022 (14.45 Uhr)
Montag, 11. April 2022 (10.45 Uhr)
Freitag, 15. April 2022 (14.45 Uhr)
Samstag, 16., und Sonntag, 17. April 2022 (an beiden Tagen von 11 bis 16 Uhr, soweit es die Wetterbedingungen zulassen, für die Räumung der Winterlager und das Verlassen der Inneren Schlei)
Montag, 18. April 2022 (10.45 Uhr)

Wichtig: Diese Zeiten können wegen „widriger Umstände“ variieren. 

(Quellen:

Mittelcockpit / Centercockpit Yachten. Gebrauchtmarkt und Merkmale

Yachten mit Mittelcockpit, auch Center Cockpit genannt, sind vor allem bei Blauwasserseglern sehr beliebt. Welche Boote es aktuell am Gebrauchtmarkt gibt, was die Vor und Nachteile sind.

"Danke, deutsche Segler, für Eure Unterstützung!"

In meinem letzten Post des Jahres 2021 baten wir um Spenden für den befreundeten Segelclub im südsizilischen Sciacca. Das Gelände des Segelclubs auf der Hafenmole von Sciacca war im November 2021 wegen schwerer Regengüsse von einer Flutwelle vom Land aus verwüstet worden – siehe meinen vorangehenden Post.

Auf GOFUNDME haben wir über unseren Verlag millemari. im Dezember zu einer Spendenaktion für den CIRCOLO NAUTICO in Sciacca aufgerufen mit dem Ziel, 1.000€ zu sammeln. Wir erreichten dieses Ziel Anfang Februar und bedanken uns bei allen Spendern, Freunden, millemari.-Lesern, die unsere Kampagne großzügig unterstützten.

Vor einer Wochen konnten wir Franco Galuzzo, dem Präsidenten des Clubs, 1.000 Euro überweisen. Gestern bedankte er sich live auf Risoluto.it, einer italienischen Online-Zeitschrift, bei den Deutschen Seglern für die Spende zum Wiederaufbau der Club-Einrichtungen, die dazu beiträgt, dass der Club seine

Arbeit fortsetzen kann. Unter der Überschrift DEUTSCHE SEGLER TRAGEN ZUR BESEITIGUNG DER UNWETTERSCHÄDEN IM SEGELCLUB „CIRCOLO NAUTICO ‚IL CORALLO‘ IN SCIACCA BEI, sagte Franco Galuzzo (ab 1:30): „Wir danken unseren deutschen Freunden Thomas und Susanne, die im Internet eine Spendenkampagne mit deutschen Seglern aufgesetzt haben und uns durch ihren Beitrag beim Wiederaufbau mit einer bedeutenden Summe helfen.“ 

Auch der italienische Segelverband FEDERAZIONE DI VELA ITALIANA, die Rotarier der Stadt Sciacca, die örtliche Capitaneria di Porto und vor allem die „Soci“, die Mitglieder des Clubs spendeten für den Wiederaufbau. Der Club war – wie viele Clubs auch – nicht gegen Elementarschäden versichert. Dem Video-Beitrag hängen auch Fotos der Flutkatastrophe an.

Auch in der sizilianischen Tageszeitung GIORNALE DI SICILIA bedankt sich der Clubchef in der Titelzeile für die Hilfe der Segler aus Deutschland:


„Unwetterschäden treffen Segelclub,
Hilfen kommen aus Deutschland.

Solidarität kommt von jenseits der Grenze. Deutsche Segler tragen dazu bei, die Schäden der Flutkatastrophe im Circolo Nautico Il Corallo von Sciacca zu lindern.“

Der Club CIRCOLO NAUTICO „IL CORALLO“ in Sciacca engagiert sich in Sciacca auch sozial und organisiert Veranstaltungen mit behinderten Kindern, um sie an das Thema „Meer“ heranzuführen. Daneben hat sich der  Club unter seinem Präsidenten seit 15 Jahren zu einem der landesweiten italienischen Austragungsorte der REGATTA VELA LATINA gemausert, einer Regatta mit alten Lateinergetakelten Traditionsbooten.

Ratgeber Bootsfolien – folieren statt lackieren.

Bootsfolierungen erfreuen sich steigender Beliebtheit und sind oft eine bessere Alternative zu Lackierungen. Unser Ratgeber beantwortet die häufigsten Fragen.

Das Weiße muss auch runter

Fr.,11.Jan.22, Neuseeland/Whangarei, Tag 2813, 24.688 sm von HH

„Wie? Das Weiße muss auch runter?“ Ich schaue Peter ungläubig an. Wir haben ihn zur Begutachtung des Decks und Zwischenbesprechung an Bord gebeten. „Down to zero“, nickt er zustimmend. Zero Mitleid in der Stimme. Hatte ich mir etwas Lob über das blitzweiße Deck erhofft, so werde ich bitter enttäuscht. Ich bin für Lob empfänglich, ist Achim doch schon sparsam, um nicht zu sagen knickerig, damit. Für Peter scheint Lob ein ganz unbekanntes Wesen zu sein.
So können wir keine Freunde bleiben, lieber Peter. ;-)

Das schneeweiße Deck lässt Peter nicht jubeln

Bei ‚dem Weißen‘ handelt es sich um Gelcoat. Unschleifbar das Zeug. Zumindest mit unserem Schwingschleifer. Normalerweise würde man das mit der Flex und einer 36er Scheibe brutal runter hobel. Eine Flex dürfen wir allerdings nur in der Halle mit Absaug-Anlage benutzen. Draußen ist Schleifen nur mit Staubsauger am Schwingschleifer erlaubt (und der Einsatz vom Staubsauger wird vom Werft-Chef auch kontrolliert, wie ich bereits feststellen durfte).

„Umso glatter das Deck ist, desto weniger Arbeit haben wir, wenn wir das Deck wieder aufbauen. Und ihr spart dadurch Geld.“  Da war es wieder. Schieb dem Kunden die Arbeit zu. Mach sie ihm schmackhaft und wedle mit der Geld-Möhre vor dessen Nase herum. Die Philosophie der Werft ist einmalig.

Hier dachte ich noch, dass ich bald fertig bin

Gefrustet widme ich mich zunächst unseren Fenstern. Dort klebt noch Zentimeter dick Kleber an den Umrandungen. Freiwillig kommt der nicht runter. Ich versuche es sanft. Ohne Erfolg. Also die harte Tour: mit einem Plastikschaber die dicke Schicht runter, dann mit 40er Sandpapier den Rest vom Gummikleber weg rubbeln. Schleifen kann man es nicht nennen. Die dabei entstehenden Rillen schmirgel ich erst mit 100er, dann mit 180er nach. Der Rest ist Schönheit: 280er und mit 400er nass. Die werden wie neu. Aber erst, wenn sie wieder abgedichtet sind, so denke ich.

Fenster – das Schwarze muss runter

Apropos abgedichtet. Es regnet jetzt häufiger. Da die Fenster nun ihrer Dichtungen beraubt sind, tropft es natürlich rein. In der Nacht vom Montag hat es solche Mengen geregnet, dass diese es als eine Meldung in die Nachrichten schaffen.  Örtlich über 450 mm. Bei uns „nur“ 150 mm. Tropf, tropf, tropf. Ins Vorschiff, ins Bett. Achim dichtet alles ab so gut, wie es eben geht. Es fehlen jetzt auch schon diverse Klampen und Lüftungs-Hutzen an Deck. Die Anzahl an Löchern nimmt täglich zu. Überall kommt Tape rüber.

Am Heck ein zaghafter Versuch das ‚Weiße‘ runter zu schleifen

Dann zeige ich Peter noch die angerichteten Gelcoat Verletzungen und einige weitere Risse an den Fensterrahmen. „Das musst Du machen, bevor der neue Belag rauf kommt. Es sei denn, du rufst gleich nach Ärger.“ Dieser Peter.
Und wieso muss ich das eigentlich machen? Ich kann das gar nicht! „Kein Problem. Wenn du alle Stellen sauber gemacht hast und sie vorbereitet sind, dann komme ich, zeige dir an einem Platzer, wie es geht. Und den Rest machst du. Und ihr spart Geld.“ Er grinst und erklärt mir dann noch kurz, was er mit „vorbereitet“ meint und zieht von dannen.  Ich google noch mal nach, was von mir erwartet wird. Und widme mich vorläufig lieber dem ‚Weißen‘.

P.S. Unsere neuen Nachbarn – die Venture Lady – die wir bereits aus Tahiti kennen, bekommen ein neues Teakdeck. Das Alte wollen sie ebenfalls selber abreißen. Andy und Alison sind gerade dabei Muster zu erstellen für die neuen Holzleisten. „Alles, was ihr selber machen könnt, spart euch Geld“, lautete die Ansage. :mrgreen:

P.S. 2 Abends haben wir Körper. Aber abends haben wir auch Gin and Tonic. Es hat sechs Wochen gedauert, bis wir auf die Idee gekommen sind, den Weft eigenen Gefrierschrank sinnbringend zu nutzen. Wir haben uns einen Eiswürfelbehälter gekauft und ab sofort Zugang zu Eiswürfeln. Wann hatten wir das zuletzt? Das Leben kann so einfach und so herrlich sein.

Work hard – play hard Freitags jetzt immer after-work-party auf Atanga


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