Kategorie: News & Blogs

Zwischen Menschenverstand und YouTube-Universität

Fr.,18.Mrz.22, Neuseeland/Whangarei, Tag 2849, 24.688 sm von HH

Wir kommen voran. Aber etwas mühsam. Wir fühlen uns manchmal etwas alleine gelassen. Wir vermissen ein Projekt-Management. Jemand, der uns etwas mehr an die Hand nimmt … In einer Comedy-Sendung würde jetzt ein mitleidig-ironisches „ohhhhh“ erklingen.

Jedes Projekt zieht ein Folgeprojekt nach sich. „Ohhhh!“ Inzwischen ist mehr deinstalliert  worden, als wir je geplant hatten. Achim hat sogar die Züge der Püttinge ausgebaut. Davor hat er sehr zurück geschreckt. Muss man dafür doch den halben Salon auseinander bauen. Wer weiß, wie die Züge aussehen? Bei unseren Nachbarn waren die Bolzen zum Teil verrottet. Das gibt den Impuls, dass wir auch mal schauen sollten. Die Bolzen haben ja noch kein Tageslicht gesehen in über dreißig Jahren. Auslöser für unser Problem waren die Abdeckplatten der Püttinge, die an die Püttinge selber angeschweißt waren. Ein unglücklicher Zustand, aber hat man damals so gebaut auf Atanga. Ohne das Ziehen der Züge hätten wir mit dem neuen Deck um die Abdeckplatten herum arbeiten müssen. Teakholz-Klammern waren da schon mal im Gespräch. Die unter die Püttinge geklebt werden sollten. Irgendwie klingt das nach Murks.
Achims Idee (Menschenverstand), die Platten abflexen zu lassen, hat die Facebook-Experten-Gemeinde für doof erklärt. „Du musst die Püttinge ziehen, anders geht es nicht.“
Das war dann einfacher als gedacht. Die Bolzen sind in tadellosem Zustand, die Züge ebenfalls. Die angeschweißten Abdeckplatten werden abgeschnitten, die Püttinge poliert und es gibt neue Platten zum drüber ziehen – alles liegt schon beim Edelstahlschweißer. Folgekosten und Folgeprojekt. „Ohhhh.“

Die Züge unserer Püttinge – durchs Deck bis in den Salonschrank hinein – daran hängen die Wanten und somit der Mast

Das sind unsere Püttinge mit angeschweißter Platte – die kommt jetzt ab

Alles, was abgebaut wird, zieht stundenlanges Putzen und Polieren nach sich. An den meisten Teilen klebt hartnäckiges Sika. Tütenweise legt Achim mir Geheimprojekte, wie er sie nennt, auf meinen Platz. „Geh um die Welt segeln“, haben sie gesagt. „Da kannst du viel erleben“, haben sie gesagt. Dass man dann gebrauchte Schrauben putzt, haben sie verschwiegen.
Unsere Genua-Schienen – 10 Meter  in Summe – sehen schlimm von unten aus. Wir haben angefragt, was neue Scheinen kosten, nur um sie nicht sauber machen zu müssen. :lol: Die 420 Euro darf ich mir jetzt verdienen.

Die Reinigung der Genua-Schinen – möglichst ohne die schützende Eloxal-Schicht zu zerkratzen – mit Zerstörung wäre schneller

Hunderte Geheimaufträge – Bolzen und Schrauben, die noch gut sind verwenden wir wieder – Stichwort Geldbeutel – es läppert sich bei zig Schrauben

Fragen, die wir haben, beantworten wir uns selber oder finden Hilfe in der YouTube-Universität. Dankeswerter Weise haben wir Kontakt zu zwei Bootsbesitzern aufnehmen können, die schon mal Flexi Teek verlegt haben. Hier können wir wichtige Fragen los werden, wie „Dürfen Klampen eigentlich direkt auf dem Flexi Teek angebracht werden?“ „Nein! Zuviel Zug auf den Klampen.“  Aber wenn nein, wie löst man dann das Problem mit dem unterschiedlichem Niveau von Deck und neuem Decksbelag? Schließlich ist das Flexi Teek 5 mm stark.

Vor ein paar Tagen war endlich ein Mitarbeiter der Flexi Teek Firma aus Auckland bei uns. „Alles kein Problem.“ Wir mögen es, wenn Menschen Optimismus verbreiten. Auch, wenn es etwas dick aufgetragen sein mag. Demnächst kommen seine Kollegen, um das Aufmaß unseres Decks vorzunehmen und das Muster für unser neues Deck zu erstellen. Der gute Mann konnte so einige Sorgen zerstreuen. Danke!

„Werdet ihr eigentlich auch selber arbeiten oder lasst ihr alles machen?“ Die Frage wurde uns häufig gestellt als wir von unserem geplanten Decks-Projekt berichtet haben. „Wir werden mithelfen, wo wir können“, war unsere Antwort. Wenn ich überhaupt eine Vorstellung hatte, was auf uns zukommt, dann in der Form, dass wir hin und wieder mal einbezogen werden. Hier und da etwas abbauen, aber ansonsten tatkräftige Arbeiter um uns herum wuseln haben. Wir sind jetzt über drei Monate in der Werft und haben bislang nur für eine Stunde Fremdarbeit für unsere Decksarbeiten bezahlt. Die bestand in Beratung für die Fenster-Abdichtung (die wir übrigens alle dicht bekommen haben  :-) wie ein Regen-Test gezeigt hat) und Gelcoat-Reparatur. Das ist gut fürs Budget, aber nicht nur einmal haben wir uns bereits gefragt, ob das Projekt nicht eine Nummer zu groß für uns sein könnte? „Ohhhhh … „


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Marineferngläser – Worauf es ankommt

Ferngläser für den Gebrauch an Bord sollten verschiedene Merkmale und Eigenschaften besitzen. Worauf Sie beim Kauf eines Marinefernglases achten sollten.

Was passiert, wenn man einem Menschen die Frage nach dem Schlüsselerlebnis seines Lebens stellt?

 

Was passiert, wenn man einem Menschen die Frage nach dem Schlüsselerlebnis seines Lebens stellt?

Welche Antworten bekommt man? Kindheitserlebnisse? Berufliche Erfolge? Welche Erlebnisse machen ein Menschenleben aus?

Zwischen Mai und Juli 2021 stellte ich diese Frage einer außerordentlichen Gruppe Menschen. Ich stellte sie Leuten, die in ihrer Freizeit andere Menschen vom Berg holen, die nicht mehr weiter können. Bergretterinnen und Bergrettern. Die, wie einmal ein Rezensent schrieb, das Rennen gegen die Zeit und für das Leben aufnehmen. Ganz jungen Rettern mit 23. Und ganz alten Hasen. Ihre Antworten und vor allem: Ihre Erlebnisse kann man hören in meinem jetzt erschienenen Hörbuch DER EINSATZ MEINES LEBENS. 

Wieso schreibe ich als Segelbuchautor darüber? Was fasziniert mich an diesen Menschen?

Ich mag spannende Abenteuergeschichten, die in der Natur spielen. Geschichten, die sich um die Auseinandersetzung mit der Natur drehen. Ich mag Naturschilderungen, wie man sie von Karl May kennt (den ich immer noch sehr schätze) und in John Krakauers INTO THE WILD findet – der Geschichte eines Aussteigers, der sich in die Weiten Alaskas zurückzieht. Und in der Wildnis in einem abgestellten Omnibus zugrunde geht, weil er den Weg zurück längst verloren hat. In meinen Geschichten finden die Menschen ebenfalls den Weg aus der Natur nicht mehr. Ein unscheinbarer Berg in den Ammergauer Alpen, die Notkarspitze, an dem jedes Jahr Menschen verschwinden und wenn überhaupt, erst nach Jahren und Jahrzehnten entdeckt werden. Ein Mann, der sich im dreitägigen Schneetreiben in einem harmlosen Skigebiet verirrt und gegen alle Wahrscheinlichkeit gerettet wird, weil ein Bergretter im Himalaya genau dies am eigenen Leib erlebt hatte. Ein alter Bergwachtler, der am Tag seines Rentenbeginns eine Piste abfährt, die er Hunderte Male fuhr und von einer Lawine erfasst wird, den ausgerechnet seine 23 Kollegin ausgräbt.

Meer und Berge sind für mich zwei Seiten einer Sache. Wer segelt, tut dasselbe wie einer, der in die Berge geht. Er begibt sich aus dem gesicherten Raum in die ursprüngliche Natur. Es hat mich immer wieder fasziniert, dass ich bei meinen Gesprächen und den Wanderungen mit Bergrettern immer wieder Menschen gegenübersaß, die von Kindesbeinen an mit den Bergen vertraut sind. Die auf dem schmalen Kamm des Jubiläumsgrates an der Zugspitze oder am Watzmann an Abgründen in Rekordzeit entlangtänzeln, um ein Leben zu retten. Die jedoch, wenn ich berichte, dass ich einhand quer durchs Mittelmeer gesegelt bin, erblassen mit dem simplen Ausruf: „Auf dem Wasser? Da kann ich mich ja nirgendwo mehr festhalten“.

Der zweite Grund: Mich faszinieren die Fehler, die wir Menschen machen. Woher sie kommen. Denn egal ob am Berg oder auf dem Meer: Die Ursachen für menschliche Fehlentscheidungen sind immer die gleichen. „Der Mensch macht die Fehler, nicht der Berg“, sagt Reinhold Messner. Und das gilt genauso fürs Meer. Es ist fast immer Selbstüberschätzung. Oder ein Verkennen der Situation. Oder ein nicht richtig einschätzen der eigenen Fähigkeiten und Möglichkeiten. Eine Tatsache, vor der kein Mensch gefeit ist, weder ein erfahrener Bergführer, der erzählt, wie er in meinem Buch in Lawine gerieten. Erst recht nicht wir Normalos. Und Staatenlenker offensichtlich dreimal nicht.

„Research ist immer Me-Search“, sagte mir einer Interviewpartner für mein Bergretter-Buch, die ich interviewte, um den menschlichen Fehlern auf die Spur zu kommen. 

Was passiert, wenn man einem Menschen die Frage nach dem Schlüsselerlebnis seines Lebens stellt? 

Hören Sie doch einfach rein! Ich möchte für meine Leserinnen und Leser wöchentlich auf marepiu Tracks und Tonspuren aus meinem Buch und dem Hörbuch veröffentlichen. Hier einfach reinhören. Heute Folge 1.

PS: Vom Erlös dieses Buches und des Hörbuchs spenden wir wie schon beim ersten Buch 25% an die Bergwacht. Ich weiß, wir haben alle gerade andere Sorgen. Was immer geschieht: Ich möchte die Guten unterstützen.

GPS-Störungen im Ostseeraum. Was tun?

Die finnische Verkehrs- und Kommunikationsbehörde Traficom berichtet sein Ausbruch des Ukraine-Konflikts über teils erhebliche Störungen der GPS-Signale. Was das für die Sportschifffahrt bedeutet und was Skipper tun sollten.

Gebührenerhöhung für Sportbootführerscheine

Sportbootführerscheine sind wesentlich teurer geworden. Mit welchen Kosten Sie im Einzelnen rechnen müssen.

Rund zehn Jahre liegt die letzte Gebührenerhöhung für Sportbootführerscheine und Funkscheinprüfungen zurück. Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur hat die Preise für die Prüfungen teilweise stark erhöht. Die Erhöhungen wurden im vergangenen Oktober veröffentlicht und sind seit dem 1.1.2022 gültig. Betroffen sind alle amtlichen Sportbootführerscheine, alle Funkscheine und auch der Fachkundenachweis Pyrotechnik. Neu an der Regelung ist, dass die Nebenkosten nun bereits in den Gebühren enthalten sind – mit Ausnahme der Auslagen bei Auslandsprüfungen werden diese nun nicht mehr gesondert berechnet. Neu ist auch eine Pauschalgebühr für das Nichterscheinen am vereinbarten Prüfungstag, die 25 Euro beträgt.

Die Prüfungsgebühren setzen sich aus verschiedenen Einzelkomponenten zusammen. Der Deutsche Seglerverband (DSV) hat zur genauen Ermittlung der Kosten einen Prüfungsgebühren-Rechner erstellt.

Hier gehts um DSV-Gebührenrechner

 

Neuer Sportbootführerschein im Scheckkartenformat

 

Übersicht der Gebühren laut DMYV

 

Die Preise im Einzelnen (Quelle: Deutscher Motoryachtverband DMYV)

Gebühren Sportbootführerschein-Binnen 

1. Zulassung

23,38 €

2. Theorie (Motor und Segel) am selben Tag

60,19 €

3. Theorie (nur Motor)

37,29 €

4. Theorie (nur Segel)

34,35 €

5. Praxis (Motor oder Segel)

40,29 €

6. Praxis (Motor und Segel) am selben Tag

59,97 €

7. Erteilung der Fahrerlaubnis

26,83 €

8. Summe aus z.B. 1,3,5 und 7

127,79 €

 

Vollprüfungen

SBF-Binnen Segel (1,4,5 und 7)

124,85 €

SBF-Binnen Motor und Segeln,Theorie und Praxis am selben Tag (1,2,6 und 7)

170,37 €

SBF-Binnen Motor (1,3,5 und 7)

127,79 €

 

Teilprüfungen, (bei vorhandenem SBF-See)

SBF-Binnen Motor

80,43 €

SBF-Binnen Motor und Segel

150,69 €

 

Gebühren Sportbootführerschein-See 

1. Zulassung

23,38 €

2. Theorie

47,56 €

3. Praxis

47,62 €

4. Erteilung der Fahrerlaubnis

26,83 €

5. Summe (1,2,3 u. 4)

145,39 €

A Kombi-Prüfungen SBF-See u. SBF-Binnen unter Motor

175,62 €

B Kombi-Prüfungen SBF-See u. SBF-Binnen unter Motor und Segel

238,60€

 

Gebühren Sportküstenschifferschein (SKS)

Die Prüfungsgebühr setzt sich aus folgenden Komponenten zusammen:

Zulassung

26,75 €

Prüfung Theorie

81,86 €

Prüfung Praxis

113,42 €

Erteilung Führerschein

31,75 €

Summe (Gesamtprüfung)

253,78 €*

Wiederholung Theorie oder Praxis

€*

*zzgl. Nebenkosten (bitte erfragen)

 

UKW-Sprechfunkzeugnis für den Binnenschifffahrtsfunk (UBI)

Zulassung

15,89 €

Prüfung Theorie und Praxis

70,03 €

Erteilung Sprechfunkzeugnis

22,79 €

Summe (Gesamtprüfung)

108,71 €*

Wiederholung Theorie und Praxis

70,03 €*

Wiederholung Theorie oder Praxis

45,64 €*

*zzgl. Nebenkosten (bitte erfragen)

€

Gebühren Short Range Certificate (SRC)

Zulassung

18,73 €

Prüfung Theorie und Praxis

83,19 €

Erteilung Funkbetriebszeugnis

25,96 €

Summe (Gesamtprüfung)

127,88 €*

Wiederholung Theorie und Praxis

83,19 €*

Wiederholung Theorie

37,02 €*

Wiederholung Praxis

46,17 €*

*Nebenkosten (bitte erfragen)

€

Gebühren Long Range Certificate (LRC)

Zulassung

18,73 €

Prüfung Theorie und Praxis

138,57 €

Erteilung Funkbetriebszeugnis

30,18 €

Summe (Gesamtprüfung)

187,48 €*

Wiederholung Theorie und Praxis

138,57 €*

Wiederholung Theorie

47,19 €*

Wiederholung Praxis

91,38 €*

*zzgl. Nebenkosten (bitte erfragen)

€

Gebühren Long Range Certificate (LRC) wenn SRC vorhanden

Zulassung

18,73 €

Prüfung Theorie und Praxis

89,72 €

Erteilung Funkbetriebszeugnis

30,18 €

Summe (Gesamtprüfung)

138,63 €*

Wiederholung Theorie und Praxis

108,45 €*

Wiederholung Theorie

47,62 €*

Wiederholung Praxis

79,56 €*

*zzgl. Nebenkosten (bitte erfragen)

€

Gebühren Fachkundenachweis (FKN)

Theorie und Praxis

28,89€*

*zzgl. Nebenkosten

5,00 €

* Das Umlageverfahren für Funkprüfungen, FKN und SKS beinhaltet Fahrtkosten, Reisekosten nach der Reisekostenstufe B des Bundesreisekostengesetzes und Kosten für die Anmietung und Bereitstellung von Prüfungsräumen (incl. Nebenkosten) und sind als Auslagen zu erheben.

Dies führt in Abhängigkeit von der Höhe der im Auslageverfahren umzulegenden Kosten und der Anzahl der zugelassenen Bewerber bzw. die Anzahl der beantragten Prüfungen zu unterschiedlichen Beträgen. Dieser Umstand kann sowohl eine Nachforderung, als auch eine anteilige Rückerstattung der Nebenkostenpauschale am Prüfungstag beinhalten.

 

SEGELN IST MEER. Wieso wir einen Podcast über moderne Segelmythen machen.

 

Ein Podcast? Über moderne Segelmythen? Wieso das denn?

Vor Monaten hatten Ümit und ich bei einem unserer Telefonate die Idee, einen Podcast über Segelthemen zu machen. Über Dinge, die jeder Segler kennt und zu wissen meint. Unsere Idee: Vorurteilsfrei all den Themen auf den Grund zu gehen, die jeder Segler schon mal gehört hat und die zu unserem seglerischen Selbstverständnis gehören: 

„Kroatien? Ist doch ein Einsteigerrevier?“
„Segeln –  so umweltfreundlich?“
„Auszeit unter Segeln – Traum oder Alptraum!“ 
 
Lustvoll und locker sollte unser Podcast werden. Und im Ergebnis offen. Nie mit dem erhobenen Zeigefinger kommen, sondern einfach launig, aber fundiert Fakten wie Bälle zuzuspielen. Ein Podcast, der Skipper und Crew, aber auch Landratten weiterbringt. Weil man sich vielleicht gerade fragt, ob man zum ersten Mal in Kroatien Segeln will? Und was denn in Wahrheit der Unterschied zwischen Nord- und Südkroatien ist? Und wann denn wettertechnisch die besten Monate in Kroatien sind?

Wieso  wir uns das zutrauen? Weil Ümit mit seiner Firma CHARTERBAR YACHTING seit vielen Jahren Tag für Tag Kunden bei der Wahl ihres perfekten Chartertörns berät. Und ich von Beruf rastlos und neugierig zwischen Mittelmeer und Atlantik unterwegs bin und  seit Jahren als Journalist und Buchautor übers Segeln schreibe.

Endgültige Antworten haben auch Ümit und ich nicht. Aber immer, wenn wir uns in den vergangenen Jahren begegneten, waren es für uns beide gute Momente voller Leichtigkeit, sowie es unser Podcast-Foto oben eingefangen hat. Momente, die mir Neues vermittelten. Diese Leichtigkeit und unser Know-How über Reviere und Themen wollen wir weitergeben.

Ob uns das gelungen ist? Die ersten drei Folgen sind online. Zu den Themen

„Kroatien? Ist doch ein Einsteigerrevier?“
„Segeln –  so umweltfreundlich?“
„Auszeit unter Segeln – Traum oder Alptraum!“ 

 
Jede Woche Montags gibt’s einen neuen Segelmythos, dem wir auf den Grund gehen werden. Das Thema am Montag Früh? Überraschung!!
 

PS: SEGELN IST MEER gibt es bei millemari – und überall, wo es Podcasts gibt:
Bei Podbean, Spotify, podcast.de, amazon music und vielen weiteren.

Mast runter

Fr.,11.Mrz.22, Neuseeland/Whangarei, Tag 2842, 24.688 sm von HH

Jetzt ist Atanga endgültig kein Segelschiff mehr. Per Kran wurde der Mast vom Deck gehoben. Die ganze Aktion hat fehlerlos funktioniert. Rigger Gerry ist gut organisiert und der bestellte Kran (der wird vom Nachbar-Gewerk geordert) und Gerry sind um 8:00 Uhr pünktlich zur Stelle. Da der Kran stundenweise bezahlt wird, gibt es im Vorwege von Gerry eine Liste, wie die Wanten und Stagen für den schnellen Abbau vorbereitet werden sollen. „Je schneller es geht, desto günstiger wird es für euch.“ :mrgreen:
Achim bereitet alles vor und reibungslos wird der Kran vom Deck gehoben. Der junge Mann am Kran wirkt ausgeschlafen und hat keinen Tatter an den Joy-Sticks. Gerry befestigt unterhalb der ersten Saling einen Gurt. Dieser wird in den Haken vom Kran gehängt. Die Wanten und Stagen werden endgültig gelöst. Der Mast kann angehoben werden und schwebt dann langsam Richtung Boden. Jetzt nur noch kippen und sanft landet der Mast in den bereit stehenden Gestellen. Voila!
Eine knappe Stunde später (und 250 NZ Dollar ärmer – ungefähr 160 Euro) ist der Mast bereit für seinen Weg zum Lager.

Der Kran wird stabilisiert

Sofort werden die Haken am Ausleger ausgefahren

Der Haken wird zu Gerry runter gelassen

Konzentration am Joy-Stick

Da schwebt er schon

Vorsichtig wird der Mast abgesetzt

Und langsam in die bereit stehenden Gestelle angelassen

Das war’s

Leider klappt nicht alles so reibungslos. Unser Termin für die Halle verschiebt sich von Woche zu Woche. Aus Ende Februar ist nun bereits Anfang April geworden. Aus Hochsommer wird Herbst. Die Nächte sind auch schon deutlich kühler und feuchter. Unser Cupper-Coat-Projekt für den Rumpf ist da eine Diva – zu niedrige Temperaturen und Cupper-Coat kann nicht mehr aufgetragen werden. Hoffentlich läuft uns da nicht die Zeit davon …


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SV Galileo – Christian Brugeron FR

BUCHVORSTELLUNG: DREI FRANZÖSISCHE TITEL

Livres en francais

SV Saira – Andrea Bäcker + Björn Dinklage GER

Luken dicht

Do.,03.Mrz.22, Neuseeland/Whangarei, Tag 2833, 24.688 sm von HH

Wir wohnen wieder auf Atanga. :cry: Schnell, viel zu schnell war die schöne Zeit mit unseren Leihhunden um. Tschüss Marley, tschüss Sally. Aber auch tschüss große Terrasse und tschüss Grill. Leider haben wir kein Anschluss-Haus gefunden, also wohnen wir jetzt wieder in unserem eigenen Chaos. Achim freut sich (home, sweet home :roll: ) – ich hätte gut und gerne noch länger bei Marley und Sally wohnen können. Andererseits sind 150 qm Wohnfläche zu saugen auch so eine Sache.

Unsere Planung ist gut aufgegangen. Ich habe meine Holzrahmen fertig lackiert bekommen. Sogar das Wetter hat mitgespielt, zwei Wochen kein Regen. Jeden Tag konnte ich ohne Probleme mit dem Rad zum Schiff runter radeln. Am Ende hat Sally es geschafft sich auf der Rückseite eines Rahmens mit einem ihrer gestreiften Haare im Lack zu verewigen. Ein nettes Souvenir.

Auf Atanga ist es staubig und nicht besonders gemütlich

Selfie mit Kamera unwilligen Hunden

Tschüss Grill und viel Platz

Alle Teile vom Deck sind demontiert. Auch Achim hat gut was weg geschafft. Jetzt stehen nur noch der Mast (kommt nächste Woche runter) und die Reelingsfüße auf kleinen Holz-Inseln. Ende März haben wir einen Hallenplatz avisiert bekommen.
Zeit für ein Nebenprojekt: unsere Luken. Als wir das Holz um die Fensterrahmen weg geschlagen hatten, wurde uns klar, warum wir soviel Wasser im Bereich der Luken genommen haben. Ein bis zu fünf Millimeter breiter Schlitz befindet sich zwischen Luke und Deck. Die weißen Rahmen sind Bestandteil vom Deck. Sie sind nicht aufgeschraubt oder verklebt.

Diese Schlitze müssen zu. Der Auftrag wurde schon vor vier Wochen von uns an Lance, unseren Supervisor, weitergegeben. Da sich keiner meldet und um den Auftrag reißt, holen uns erneut Rat bei Peter. Er schlägt vor, dass wir (natürlich wir – spart ja Geld für uns) die Schlitze etwas erweitern, schleifen und sauber machen. In eine Plastiktüte sollen wir Epoxid füllen, eine Ecke abschneiden und ähnlich wie bei einer Sahne-Torten-Tüte die Masse in den Schlitz drücken. Job Achim. Ich soll dann mit einem Spachtel die Masse in den Schlitz drücken und mit einem zweiten Gummispachtel die Kante sauber ziehen. :lol: „Wenn ihr gut seid, schafft ihr zwei Luken in einem Rutsch abzuspachten“. Ist die Masse zu dünn, geht es schief und ihr müsst es zweimal machen“.

Dieser Peter. Immer für einen Scherz zu haben. Wir sind nicht gut und die erste Luke müssen wir tatsächlich zweimal abspachteln. Bei Luke zwei und drei klappt es schon besser. Zwei Luken sind noch übrig …

Spalt unter den Fensterrahmen

Schlitz vertieft und sauber gemacht – bis zur roten Linie kommt später noch entsprechend Lagen an GFK und Spachtel rauf – das sollte also hübsch dicht werden

Luke geschlossen mit Epoxid

#nowar    #fckptn   #neinzumKrieg

Natürlich erreichen auch uns die furchtbaren Berichte über den Krieg. Schaut man in die Deutschen Nachrichten, dann gibt es kein anderes Thema. Schaut man in die Kiwi-News, dann findet man Randnotizen. Hier beherrscht noch immer Corona die Schlagzeilen. Und Europa ist weit weg. So unterschiedlich können Ereignisse bewertet werden.

#nowar    #fckptn   #neinzumKrieg


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Bootsmessen und Nachhaltigkeit in Norditalien

Start in die Saison 2022 auf den Bootsmessen in Norditalien und der Trend zur Nachhaltigkeit im Wassersport.

Das Frühjahr naht für Bootseigner und solche, die es werden wollen. Wer auf die großen Bootsmessen in Deutschland und Österreich gehofft hatte, um sich die Novitäten der großen Yachthersteller anzusehen, wurde auch in diesem Jahr erneut enttäuscht. Doch für Wassersportler gibt es zwei Messen in erreichbarer Nähe jenseits der Alpen, die allemal einen Besuch wert sind. Die Gebrauchtbootmesse „Porte Aperte all’Usato“ an den Wochenenden 19./20. und 26./27. März in Aprilia Marittima bei Lignano sowie die Bootsmesse „Salone Nautico Venezia“ ab dem 28. Mai bieten zudem die Möglichkeit, die 20 norditalienischen Marinas aus dem Verbund FVG Marinas näher kennenzulernen, sich ganz nebenbei bei der größten Gebrauchtbootmesse Europas sein Traumboot anzusehen oder gar den Venedigbesuch mit der Bootsmesse zu verbinden. Und überall dort, wo Bootsfreunde in diesem Frühjahr unterwegs sind, ist auch FVG Marinas immer für eine Überraschung gut.

Noch warten die Schiffe auf ihren Einsatz im Frühjahr.Noch warten die Schiffe auf ihren Einsatz im Frühjahr. ©Shipyard & Marina Sant’ Andrea.

FVG Marinas, das Netzwerk 20 unabhängiger Marinas aus Friaul-Julisch Venetien, begrüßt seine Gäste in diesem Frühjahr mit Aktionen wie der FVG Marinas Card, die zahlreiche „Zuckerl“ für Marinalieger bietet. Jede Marina im Netzwerk bindet den Karteninhabern einen individuellen Strauß an Sonderleistungen. Vom Begrüßungscocktail oder Kaffee mit Brioche über kostenloses Kranen für den Unterwasseranstrich bis hin zu Vergünstigungen im Transit sind zusätzliche Aktionen wie die Zusammenarbeit mit Produzenten hochwertiger friulanischer Spezialitäten oder auch in Regie mit PromoTurismoFVG, dem Fremdenverkehrsverband Friaul-Julisch Venetiens, geplant.

In der Region ist italienische Gastfreundschaft und Lebensart, aber vor allem die Professionalität eines einzigartigen Marinanetzwerks zu Hause. Wer sich davon überzeugen will, kann von herausragender Werftqualität über 7.000 Bootsliegeplätze bis zu Wellness- und Gourmet-, aber auch touristischen Angeboten die vielfältigen Möglichkeiten der 20 Marinas auf den Bootsmessen „Porte Aperte all’Usato“ an den Wochenenden 19./20. und 26./27. März sowie der Bootsmesse „Salone Nautico Venezia“ ab dem 28. Mai kennenlernen.

In der Werft der Cantieri Marina San Giorgio finden auch Großkaliber Platz..In der Werft der Cantieri Marina San Giorgio finden auch Großkaliber Platz. © PromoTurismoFVG

Und wer sein Boot fit für den Sommertörn machen will, für den ist gerade das Frühjahr eine gute Gelegenheit, die diversen Angebote auf den Messen zu prüfen. Gerade die Leistungen friulanischer Werften sind ein großes Plus im internationalen Wettbewerb. So manche Yacht nimmt den langen Weg rund um Italiens Küste oder die Überquerung der Adria in Kauf, um im Winter und Frühjahr etwa in San Giorgio di Nogaro das Schiff warten zu lassen. Neben der Marina Shipyard & Marina St. Andrea, die zudem ADAC-Stützpunkt ist, sowie der Marina Planais, den Cantieri Marina San Giorgio sowie der Werft der Marina Stella liegen weitere renommierte Werften im Raum San Giorgio di Nogaro, Marano und Lignano. Auch die übrigen Marinas im Friaul punkten mit hoher Qualität. Gerade dieser letzte Punkt ist den Marinabetreibern ein Anliegen.

Die FVG Marinas etablieren mehr Nachhaltigkeit im Bootssport

In einer soeben erschienenen Studie mit dem durchaus provokant gemeinten Titel „La sostenibilità non costa“ („Nachhaltigkeit kostet nichts“) wurden entsprechend das Cantiere Nautico Planais, Adria Ship & Darsena San Marco aus Grado sowie Shipyard & Marina Sant’Andrea als Business Case ausgewählt. Sie zeigen, wie der Nautiksektor in Norditalien nicht nur einen hohen Stellenwert hat, sondern dass sich technische Innovationen, Qualität und Nachhaltigkeit gegenseitig befeuern. Nicht umsonst weisen die Marinas in Friaul-Julisch Venetien die international meisten Blauen Flaggen für umweltgerechtes Wirtschaften aus. Beispiele lassen sich leicht finden: Die Nutzung von Seabins, eines Systems, um Plastik aus dem Wasser zu filtern, Elektrotankstellen in diversen Marinas, die Bereitstellung von Leihfahrrädern oder E-Bikes, Abwasser- und Abfallentsorgung wie auch die ausschließliche Nutzung erneuerbarer Energien für den Betrieb sind Ansätze, die zeigen: Investitionen in Nachhaltigkeit sind effizient und in der Langzeitbetrachtung kostengünstiger als der undiskriminierte Verbrauch von Ressourcen. Gerade in der ökologisch besonders wertvollen Lagune von Marano und Grado, in der viele der Marinas ihren Sitz haben ist man sich der Herausforderungen durch Klimawandel und Energieknappheit bewusst.

Darsena San Marco in Grado, eine der Marinas, die für die Studie der Universität Udine ausgewählt wurde. Darsena San Marco in Grado, eine der Marinas, die für die Studie der Universität Udine ausgewählt wurde. Bild: © Promoturismo FVG

Gennaro Coretti, Gründer der Darsena San Marco in Grado, weist auf die Ergebnisse der Studie der Universität Udine hin und unterstützt die Aussage, dass diese Bemühungen zukunftsweisend sind. „Es war wichtig, klarzulegen, wie eine Marina betrieben wird, um Gewinne zu erzielen und wie man diese Tätigkeit mit der Umwelt und der Gemeinschaft, in der die Darsena San Marco tätig ist, in Einklang zu bringen. Betreiber von Yachthäfen sind keine „Parkplatzbetreiber“, sondern wir müssen ethische und ökologische Grundsätze beachten, um Vertrauen zu schaffen. Die große Photovoltaikanlage sowie das Filtersystem, um Wasser, das für die Reinigung der Boote verwendet wurde, zu klären, bevor es wieder in die Lagune eingeleitet wird, sind wichtige Bausteine hierfür.“

Die Bootsmessen in Aprilia Marittima und Venedig sind also ein Grund mehr, sich nicht nur über Boote und Liegeplätze zu informieren, sondern auch über die Möglichkeiten eines umweltverträglicheren Bootstourismus. Die Marinabetreiber von FVG Marinas geben hierüber gerne ausführlich Auskunft.

Die FVG Marinas sind das Netzwerk unabhängiger Marinas der Region Friaul-Julisch Venetien

FVG Marinas: Das Netzwerk unabhängiger Marinas umfasst 20 Marinas in der Region Friaul-Julisch Venetien mit über 7000 Liegeplätzen von 6 bis 100 Metern Länge. Von der Mündung des Tagliamento bis nach Muggia nahe der slowenischen Grenze vereinen die Marinas Komfort, Kompetenz und Gastfreundschaft:

 

Mitglieder aus dem Netzwerk FVG Marinas.

Mitglieder aus dem Netzwerk FVG Marinas © concepts4u

Revierporträt: Yachtcharter in Kroatien

Kroatien gehört zu den beliebtesten Charterrevieren der Welt. Erfahren Sie alles über das Traumrevier und finden Sie aktuelle Charterangebote auf unserem Vergleichsportal.