Ohne Seefahrt kein Vokal-Alphabet

Gemeinsam zum Vokalalphabet: Die einen rudern, die anderen singen © Liv von Oelreich/R2AK
Continue reading Ohne Seefahrt kein Vokal-Alphabet at float Magazin.

Gemeinsam zum Vokalalphabet: Die einen rudern, die anderen singen © Liv von Oelreich/R2AK
Continue reading Ohne Seefahrt kein Vokal-Alphabet at float Magazin.
Mi.,12.Jul.23, Fiji/Vanua Levu/Savusavu, Tag 3329, 26.191 sm von HH
Wir mieten uns ein Auto, um etwas von der zweitgrößten Insel Fijis kennen zu lernen. Die 180.000 Einwohner von Vanua Levu verteilen sich fast ausschließlich auf die Küstenstreifen. Das Inselinnere ist bergig – immerhin knapp über tausend Meter hoch- mit Urwald bewachsen und unbewohnt. Eine Straße führt quer über die Insel zum größten Ort, nach Labasa. Die restlichen Straßen führen an der Küste entlang.
Üppiges Grün in der Inselmitte
Ein Blick zurück. Auf der anderen Seite der Bucht liegen Savusavu und Atanga
Das Auto ist die abgewohnteste Kiste, die wir je gemietet haben. Alle Kontrolllampen leuchten rot: Kühlwasser, Airbag, ABS und Anschnallen. Ein gutes Zeichen, zeigt es doch, dass immerhin die Leuchtdioden der Kontrollleuchten noch funktionieren. Über das staubige Armaturenbrett huschen winzige Ameisen. Abschließen kann man die Gurke ebenfalls nicht. „Der Wagen ist tip top“, findet unser indischer Vermieter, „alles funktioniert.“
Achim macht einen Bremstest. Daumen hoch. Mehr wäre überbewerteter Firlefanz. Los geht’s.
Wir fahren zuerst in die Berge und bleiben auf der Hauptstraße. Kommen an bescheidenen Dörfern vorbei. Angrenzende Felder werden mit der Hand beackert. Sobald man uns sieht, wird auch von weitem gewunken. Dabei ist es nicht so, dass es keine Touristen auf Vanua Levu gibt. Vor allem im Osten stehen einige Urlaubs-Resorts. Und die Marinas in Savusavu und dadurch dass man hier einklarieren kann, lockt es natürlich auch viele Segler hierher.
Typisches Dorf rechts und links der Hauptstraße
Feldarbeit ist Handarbeit – als die Bäuerin uns im Auto entdeckt – reißt sie sofort die Arme hoch
Ein kleiner Friedhof – viel Plastikmüll – Blumendeko wird zig-fach in Folie gewickelt
Müllabfuhr vor uns
Für einen als sehenswert angepriesenen Wasserfall verlassen wir die Hauptstraße. Steil geht es auf einem unbefestigten Weg ins Tal. Ein Schild, wo es zum Wasserfall geht, sehen wir nicht. Wir folgenden der Straße bis zum Dorfrand. Dort stoppen uns zwei Feldarbeiter. „Ihr müsst erst ein Sevusevu bezahlen, sonst dürft ihr nicht ins Dorf.“ Natürlich hatten wir vorher schon von der Tradition des Sevusevu gelesen. Fremde Besucher eines Dorfes (egal, ob Einheimische oder Touristen) müssen ein Geschenk an den Chief des Dorfes überreichen. Hierbei handelt es sich um ein Bündel trockener Wurzeln des Rauschpfeffers. Dieses Kraut kann man Bündelweise auf dem Markt kaufen. Aus den Wurzeln wird dann das Kava „gebraut“ und gemeinsam mit den Besuchern getrunken. Zumindest meistens. Kommen viele Besucher wird auf das Trinken schon mal verzichtet. Danach darf man sich im Dorf frei bewegen.
Wir hatten angenommen, dass die Sevusevu-Tradition nur noch auf den abgelegenen Inseln zelebriert wird und sind ohne Kava-Wurzeln unterwegs.
Ohne Kava wollen wir nicht ins Dorf fahren. Sind unsicher, was wir machen sollen und suchen einen Platz zum Wenden. Da kommt schon ein Opa auf uns zu gehumpelt. „Sevusevu abliefern da hinten“, deutet er freundlich auf ein größeres Haus. Ich erblicke eine Frau, die aus einem Haus stürmt und fast im Laufschrift auf uns zueilt. „Bula. Folgt mir. Dahinten könnt ihr euer Sevesevu bezahlen.“ Wir fahren langsam hinter ihr her. Ein junger Mann eilt heran. Er spricht am besten Englisch. Wir erzählen ihm, dass wir kein Kava dabei hätten. Kein Problem, mit der Zahlung von 10 Dollar pro Person wäre das auch abgegolten. Wir steigen aus dem Auto. Weitere Frauen sind inzwischen herbei gelaufen gekommen. Wir werden in das große Haus gebeten. Schuhe aus natürlich. Die Frauen haben inzwischen alle Platz vor geflochtenen Matten mit Kunsthandwerk genommen. Im Grunde spricht nur der junge Mann Englisch. Die Frauen verstehen wir nicht, aber klar ist, dass wir etwas kaufen sollen.
„Ihr wollt den Wasserfall sehen, oder?“ Wir nicken. „Dazu müsst ihr Sevusevu bezahlen.“ Wir nicken wieder. Achim übergibt die geforderten zwanzig Dollar. „Die Straße zurück. Da ist ein Parkplatz. Ins Dorf dürft ihr nicht, da ihr kein Kava habt.“ Der junge Mann bietet noch freundlich an, uns den Weg zu zeigen. Wir können ihn überzeugen, dass wir es sicher alleine finden.
Das Dorf mit dem Wasserfall
Wir steigen ins Auto und fahren ein paar Hundert Meter zurück. Am Parkplatz steht eine kleine Überdachung. Eine Frau sitzt dort im Schatten. „Bula! Habt ihr schon eurer Sevusevu bezahlt?“ Wir nicken und gehen den hübsch angelegten Weg bis zum Wasserfall. Als wir zurück kommen, fahren gerade zwei weitere Touristen-Autos in das Dorf.
Ein schöner Weg führt zum Wasserfall
Der Wasserfall
Orchideen in der Astgabel eines gewaltigen Baumes
Bewohner am Wasserfall
Nach dem Berg-Abenteuer fahren wir an der Küste entlang. Richtung Osten, dort wo die Resorts stehen. Auf den Besuch eines weiteren Dorfes verzichten wir.
Kein Strand an der Hauptinsel – es wird bei Ebbe eine Korallen-Schotterfläche trocken gelegt
Einfahrt zum Resort – kein Sevusevu, trotzdem für uns tabu
Kleine Inselchen vor dem Außenriff
Noch ein Inselchen
17
Kroatien ist ein echtes Traumrevier für Wassersportler bietet zahlreiche Törnmöglichkeiten. In einem ADAC Online-Seminar hat Kroatien-Kenner Thomas Käsbohrer kürzlich Tipps zu den schönsten Plätzen im Norden des Landes gegeben und die wichtigsten Do’s und Don’ts verraten.
Jahr für Jahr zieht es Skipper aufs Neue nach Kroatien. Kein Wunder, denn dank seiner einzigartigen Landschaft – geprägt von zerklüfteten Küsten und malerischen Buchten mit kristallklarem Wasser – und den unzähligen Törnmöglichkeiten vor Ort hat sich das Land an der Adria zurecht einen Namen als Traumrevier gemacht. Unter anderem ist auch der Norden Kroatiens ein lohnendes Revier.
Thomas Käsbohrer kennt Kroatien wie seine Westentasche. Der erfahrene Skipper und Buchautor ist regelmäßig im Land unterwegs. Bei einem ADAC Online-Seminar – exklusiv für Abonnenten der ADAC Skipper News und Mitglieder des ADAC Skipper Clubs – hat er kürzlich das Revier Kroatien Nord näher beleuchtet. Nicht nur gab Käsbohrer Tipps zu den schönsten Sehenswürdigkeiten und Törnzielen in Kroatiens Norden. Auch die wichtigsten Dos und Don’ts wurden vom Kroatien-Kenner vorgestellt.
Das sind die schönsten Plätze im Norden Kroatiens
Für Thomas Käsbohrer gibt es im Norden von Kroatien gleich mehrere Orte, die besonders hervorstechen und stets einen Besuch wert sind. Dazu gehören:
Novigrad
Pula
Punat
Susak
Novigrad
Novigrad liegt an der Westküste der Halbinsel Istrien. Im Gegensatz zu anderen Städten auf der Halbinsel wie Rovinj oder Poreč geht es in Novigrad noch deutlich ruhiger zu. Dennoch gibt es auch hier eine historische Altstadt mit den typischen verwinkelten Gässchen und viel zu sehen. Für Käsbohrer zählen vor allem das dreitägige Pelagiusfest in der letzten Augustwoche, die Fischrestaurants in der Altstadt und der Strand nördlich der Marina Nautica Novigrad zu den Highlights der Stadt.
Pula
An der Südspitze Istriens liegt mit Pula ein nicht weniger reizvoller Ort. Schon in der Antike errichteten die Römer hier eine Kolonie, von der heute noch der Augustustempel und das bestens erhaltene Amphitheater.
Ab dem 19. Jahrhundert erlangte Pula unter österreichischer Herrschaft zudem Bedeutung als einer der wichtigsten Häfen der Donaumonarchie. Auch heute noch prägen die Wahrzeichen der Antike und die Architektur der Habsburger das Stadtbild unweit der ACI Marina Pula. Für Käsbohrer zählen ein Besuch bei der Primavera Bakery und der Kauf von frischem Fisch in den Markthallen zu den Fixpunkten eines jeden Pula-Besuchs.
Punat
Punat liegt im Süden der Insel Krk in einer geschützten Bucht. Mit der Marina Punat, die zugleich auch ADAC Stützpunktmarina ist, verfügt die Gemeinde über einen der bekanntesten Yachthäfen in der nördlichen Adria. Zudem zählt der Ort zu den größten Yachtcharter-Stützpunkten in Kroatien. Ebenso wie Pula reichen die historischen Wurzeln von Punat zurück in die Antike. Der Ort ist zudem geprägt vom vorherrschenden Olivenanbau, was sich in zahlreichen Olivenhainen und einer zu besichtigenden Ölmühle aus dem 18. Jahrhundert widerspiegelt.
Die Insel Susak
Eine besondere Insel, der immer wieder Karibik-Flair nachgesagt wird, ist die Insel Susak. Die Insel liegt rund 13 Kilometer von Mali Lošnj entfernt in der Kvarner Bucht. Der gleichnamige Hauptort bietet einen kleinen Stadthafen mit einer Handvoll Liegeplätze. Die Insel besteht ausschließlich aus Sand. Dadurch beherbergt Susak auch einige der schönsten Sandstrände Kroatiens.
Daneben wird das Landschaftsbild der Insel von Schilf geprägt, welches Susak vor Erosion schützt. Für Thomas Käsbohrer sind auch die Wanderungen über Sandwege zu alten Friedhöfen und Kapellen ein besonderes Erlebnis auf Susak. Die Insel ist zudem seit jeher autofrei. Wer also nach Entschleunigung sucht, wird in Susak definitiv fündig.
Weitere Orte in Kroatien, die einen Besuch wert sind:
Die Insel Cres
Mali Losinj
Die Telascica-Bucht
Die Kornaten
Mehr zum Revier Kroatien für Wassersportler
Dos und Don’ts: Worauf man in Kroatien achten sollte
Neben seinen Empfehlungen der schönsten Orte in Kroatien gab Thomas Käsbohrer auch Tipps, die man in Kroatien beachten sollte. So sollte man laut Käsbohrer unter anderem stets einen Blick auf Marinapreise werfen und auch beim Tanken wachsam sein.
Marinapreise
Marinapreise sind in Kroatien insbesondere im letzten Jahr teils stark angestiegen. Zu den Spitzenreitern bei 12-13m zählt die Marina Porto Rosso auf der Insel Lastovo (+128,6 % Preissteigerung), die Marina Borik bei Zadar (+44,5 % Preissteigerung) und die Mitan Marina Muruskva (+40 % Preissteigerung).
Tanken
Beim Tanken sollte man in Kroatien wachsam bleiben. Es lohne sich laut Käsbohrer, bereits vor der Rückkehr in den Hafen zu tanken. Daneben sollte man auf Nullstände an Zapfsäulen achten. Auch komme es ab und an vor, dass Zusatzartikel verrechnet werden, die so nicht gekauft wurden – ein zusätzlicher Blick auf die Tankquittung lohnt sich also.
Anforderungen an die Seemannschaft
Der Norden Kroatiens gilt zwar im Vergleich zum Süden des Landes als „einfacheres“ Revier. Dennoch sollte man sich auch hier gründlich auf den Törn vorbereiten und spezielle Anforderungen an die Seemannschaft beachten. Laut Käsbohrer sollte man vor einem Törn in Kroatien unbedingt gründliches Ankern üben.
Vor Ort sollte man Bojenfelder stets überprüfen: Idealerweise sollten die Bojen frei von Muschelbewuchs sein und auch ein Blick unter Wasser kann nicht schaden: Nicht selten steht der Betonblock der Verankerung auf dem Kopf. Das kann dazu führen, dass die Leine bei Zug an der Kante des Betonblocks scheuert und sich im schlimmsten Fall löst.
Fazit zum Traumrevier Kroatien
In seinem Vortrag hat Thomas Käsbohrer gezeigt, dass sich ein Törn im Norden von Kroatien auf alle Fälle lohnt. Dank zahlreicher – auch weniger bekannten – Zielen entlang der Küste gibt es zwischen Koper und den Kornaten viel zu sehen. Doch auch, wenn Kroatiens Norden als weniger anspruchsvolles Seerevier gilt: Eine gute Vorbereitung auf den Törn und eine gute Seemannschaft sind auch hier Pflicht.
Du möchtest in Zukunft keinen ADAC Online Vortrag mehr verpassen? Dann melde dich jetzt zum ADAC Skipper Club oder für die ADAC Skipper News an und sei beim nächsten Mal mit dabei.
Titelbild: Marina Punat aus der Luft. Credit: Luka Tabako Photography

Ein heftiges Gewitter bremst die Expedition auf dem Mittelmeer © Jens Brambusch
Continue reading Einmal Atlantik – mit alles! (Teil 2) at float Magazin.
Mehrere Marinas und Strände in Friaul Julisch Venetien wurden mit der Blauen Flagge ausgezeichnet. Im Ranking aller italienischen Regionen belegt das Revier den zweiten Platz.
Die renommierte Auszeichnung Blaue Flagge zeichnet die nachhaltige Qualität und Umweltengagement von Badeorten, Gemeinden und Marinas aus. Sie wird jährlich verliehen und auch in diesem Jahr liegt Friaul-Julisch Venetien im Ranking ganz weit vorn. In der Region zwischen Muggia im äußersten Nordosten und Lignano Sabbiadoro an der Grenze zum Veneto weht diese renommierte Auszeichnung ganz besonders häufig und prämiert die Bemühungen, Marinas umweltschonend und nachhaltig zu betreiben. Diese Marinas gehören zum Netzwerk FVG Marinas, das mittlerweile mit 21 teilnehmenden Marinas zu den größten unternehmerischen Netzwerken im Marinabereich nicht nur in Italien zählt.
Mehr zu Häfen und Marinas auf dem ADAC Skipper Portal
Wie misst man die nachhaltige Qualität und das Engagement für Umweltschutz von Badeorten und Marinas? Und wie fördert man Umweltbildung? Die F.E.E. (Federation of Environmetal Education) ist seit 1981 der Maßstab für die nachhaltige Entwicklung und ist mittlerweile in 77 Ländern der Welt aktiv. Unternehmen und Badeorte erwarten die jährliche Vergabe der Blauen Flagge mit Spannung. Die kleine Region Friaul-Julisch Venetien mit ihren gerade mal 93 Küstenkilometern landet in diesem Jahr mit insgesamt 14 Marinas und 2 Stränden auf Platz 2 in Italien. 13 Marinas gehören zum Marinanetzwerk FVG Marinas – ein großer Erfolg ihrer kontinuierlichen Arbeit. Die hohe Qualität wird auch sichtbar, wenn man etwa die rund 400 Kilometer Küstenlinie des nahen Istrien im Vergleich sieht, die nur 8 Auszeichnungen erhielt.
Umweltfreundliche Elektrokarts für den Transport von Besuchern und Gepäck in der Marina Uno. Foto: Susanne Guedera
Platz 2 für die Marinas aus dem Netzwerk FVG Marinas
Spitzenreiter in Italien in der Rangliste der Blauen Flaggen 2023 für Italiens 84 Häfen ist immer noch Ligurien. Doch ein stolzes Ergebnis ist es allemal, gingen doch von den 14 im Friaul prämierten Marinas allein 13 Blaue Flaggen an Mitgliedsmarinas von FVG Marinas Network, dem Unternehmensnetzwerk der Sportboothäfen, das seit 2016 an einem Strang zieht, wenn es um die Förderung des Bootstourismus in der Region geht und mittlerweile auf insgesamt 21 Marinas angewachsen ist.
Marina Punta Verde aus der Luft. Eine der seit Jahren mit der Blauen Flagge ausgezeichnete Marina aus dem Netzwerk FVG Marinas. Foto: PromoTurismoFVG
Die Vergaberichtlinien der F.E.E. werden auf Herz und Nieren genau auf 32 Qualitätskriterien geprüft. Neben Pflicht-Kriterien aus dem Anforderungskatalog der F.E.E. gibt es auch eine „Kür“ für zusätzliche freiwillige Initiativen, die als „Leitlinien“ bezeichnet werden. Jede Marina sucht veranstaltet dazu eigene Initiativen wie etwa die Sensibilisierung von Kindern für den Umweltschutz, wie etwa unlängst in der Cantieri Marina San Giorgio, die gerade ihr 50-jähriges Bestehen feiert. Dort entnahmen mithilfe unter anderem von Dozenten der GLOBE Italia 38 Schüler und Schülerinnen dem Fluss Corno Wasserproben für eine Studie über Mikroplastik. Im letzten Jahr wiederum wurde der Salzgehalt gemessen, der im Tidenrevier durch die wechselnden Tiden und Ausbaggerungsarbeiten im Fluss eingebracht wird. Ein wichtiges Element, um das sensible Gleichgewicht von Flora und Fauna in der Lagune zu ermitteln.
Auch der Maschinenpark wird möglichst umweltschonend betrieben. So bezieht etwa die Marina Sant’Andrea ihren Strom nur aus erneuerbaren Quellen und in Aprilia Marittima ist einer neuer, komplett elektrischer Hubwagen im Einsatz. Dies sind nur einige der Aktionen der Marinas.
Der neue Elektrokran in Aprilia Marittima – sparsam und umweltschonend. Foto: Aprilia Marittima 2000
Das Umweltengagement steckt vor Herausforderungen
In Zeiten gesteigerter Inflation, knapper Ressourcen und Druck durch Industrieprojekte ist und bleibt es für Marinas und Badeorte eine wichtige Aufgabe, immer neue Umweltprojekte zu realisieren. Die Investitionen und das Nachhalten einzelner Projekte sind aufwendig. Dennoch verfolgen die 21 Marinas im Netzwerk FVG Marinas weiter ihr Ziel, Friaul-Julisch Venetien speziell für den Bootstourismus zu einer der Destinationen zu machen, die nicht nur 7.000 Bootsliegeplätze aufweist, sondern diese auch umweltschonend betreibt.
So sagt denn Gennaro Coretti, einer der fünf Geschäftsführer des Netzwerks und zudem „Steuermann“ in der Darsena San Marco: „Die Tatsache, dass 13 der 21 Yachthäfen des Netzwerks die Blaue Flagge tragen, ist die Gewissheit, eine gemeinsame Mission zu verfolgen, die eine tief verwurzelte umweltpolitische Berufung unserer Marinas bestätigt, die nach jahrzehntelangen Investitionen und Opfern nicht gefährdet werden darf, sondern weiter wachsen soll.“ Dieses Wachstum soll auch in Zeiten großer wirtschaftlicher wie umweltpolitischer Herausforderungen gewährleistet sein, darüber sind sich die Mitglieder von FVG Marinas samt ihrem Förderer PromoTurismoFVG einig.
Die prämierten Marinas in Friaul-Julisch Ventien aus dem Netzwerk FVG Marinas
Diese Marinas wurden prämiert:
Prämierte Marinas in Udine
Porto Turistico Marina Uno (Lignano Sabbiadoro)
Marina Punta Verde (Lignano Sabbiadoro)
Marina Punta Faro (Lignano Sabbiadoro)
Darsena Porto Vecchio (Lignano Sabbiadoro)
Marina Punta Gabbiani (Aprilia Marittima)
Darsena Aprilia Marittima (Aprilia Marittima)
Marina Capo Nord (Aprilia Marittima)
Cantieri Marina San Giorgio (San Giorgio di Nogaro)
Marina Sant’Andrea (San Giorgio di Nogaro)
Prämierte Marinas in Gorizia
Marina Monfalcone (Monfalcone)
Porto San Vito (Grado)
Darsena San Marco (Grado)
Prämierte Marinas in Triest
Marina Portopiccolo (Trieste)
Titelbild: Marina St. Andrea
Wie geht eigentlich Segeln lernen? Welche Tipps gibt es für Anfänger? Unser Ratgeber erklärt, wie der Einstieg in den Segelsport funktioniert.

Beim Speed der Tide 25 schrumpft die Ostsee zusammen © Jan Lange
Continue reading Kleinkreuzer für den schnellen Schlag at float Magazin.

Sturmtief Poly am 5. Juli 2023 vormittags über der Nordsee © windy.com
Continue reading Hollands heftigster Sommersturm aller Zeiten at float Magazin.

Flügel gen Himmel zur Begrüßung © Adobe Stock
Continue reading Swinoujscie, die Kurstadt zwischen Dünen at float Magazin.

Im Atlantic auf der Ostsee © Atlantic Marine Germany
Continue reading Ostsee oder Atlantic? In Boltenhagen geht beides at float Magazin.
Windhosen vor Pula am 1. Juli
Am vergangenen Wochenende zogen vor der Westküste Istriens Gewitter durch. Ein unbekannter Fotograf hielt am vergangenen Wochenende diese Windhose vor Pula fest und Blogger Kristijan Antic berichtete auf seinem Blog darüber.
Anders als die meisten Yachties annehmen, „springen“ Windhosen nicht wild hin und her oder „verfolgen“ gar Yachten, wie man gelegentlich hört. Sie folgen bestimmten Zugbahnen, die man mit etwas Übung leicht erkennen kann und damit jeder Windhose aus dem Weg gehen kann.
Wie man Gewitter schon Stunden vorher erkennt und welchen Regeln Windhosen folgen, darüber berichte in meinem Webinar am WETTER IN KROATIEN am Donnerstag, den 6. Juli um 19.30. Tickets unter www.millemari.de.
Weitere Masche von Tankstellen-Betrug
Im REVIER KOMPASS KROATIEN rate ich immer wieder zur Achtsamkeit beim Tanken an bestimmten kroatischen Tankstellen sowohl in Häfen als auch an Land. Vor allem an den Charter-Freitagen kommt es bei bestimmten schwarzen Schafen immer wieder vor, dass die Anzeige nicht auf Null gestellt wird oder einfach Kleinigkeiten wie Kekse oder Tabak auf die Rechnung gebucht werden, die ein Kunde nie erhielt.
Auf seinem Instagram Account berichtete Christian Antic bereits im Mai von einer neuen Masche an einer Autobahn-Tankstelle zwischen Zadar und Zagreb. Laut Antics Bericht zeigte die Zapfsäule erst den Betrag von 1,37 € an. Doch mit Entnahme der Zapfsäule sprang der Betrag auf 1,74 €. Die spätere Reklamation des Kunden brachte nichts, er musste den höheren Betrag entrichten.
Anders als bei uns sollte man vor allem an hektischen Freitagen den Tankvorgang sehr bewußt erledigen.
Insiderwissen für deinen Traumtörn in Kroatien
jetzt auch als Hörbuch im Download:
Von Slowenien bis Kornaten: Von der Krka bis Kotor:
Als Buch überall, wo es Bücher gibt. Im Download nur bei www.millemari.de
Lesermeinungen:
„Nicht nur die genialen Wimmelbilder, die auf einen Blick einen hervorragenden Überblick über alles wissenswerte geben, auch die vielen auf den Punkt gebrachten Informationen halfen uns bei der Törnplanung und gaben uns täglich wertvolle Orientierung.“
„Praktisch. Nützlich. Kompakt.
Eine gute Mischung aus Information, Überblick, Tipps und kleinen Geschichten mit Erfahrungen und Empfehlungen.“
„Der Revier-Kompass Kroatien war auf unserem Chartertörn ständig in Gebrauch.“
„Außer den inzwischen verfügbaren, recht brauchbaren Apps mit Revierinformationen und diesem Führer haben wir keine weiteren Revierhandbücher verwendet und auch nicht vermisst.“
Mo.,03.Jul.23, Fiji/Vanua Levu/Suvasuva, Tag 3320, 26.191 sm von HH
Insgeheim hatten wir ein wenig Französisch Polynesien 2.0 erwartet. Aber nein. Ganz falsch. Fiji – die englische Schreibweise von Fidschi – ich bleibe beim englischen Ausdruck, sie ist kürzer und sieht lustig aus.
Fiji ist total anders. Exotisch, bunt durcheinander gemixt an Kulturen.
Der quirlige Busbahnhof im Ort mit Transportmitteln aller Art erinnert eher an Südamerika. Die Menschen erinnern eher an Afrika. Die Melanesier (aus dem Griechischen: melas –schwarz; nesos – Insel) haben dunkle Haut und schwarzes Kraushaar. Sie sind die ursprünglichen Bewohner Fijis und haben die Inseln wahrscheinlich schon vor über 3000 Jahren besiedelt.
Sie sind genetisch mehr verwandt mit den australischen Aborigines als mit Polynesiern. Die Melanesier stellen allerdings nur 57 Prozent der Bevölkerung. Über ein Drittel der Einwohner ist indischer Abstammung. Vor knapp 150 Jahren holten die damaligen britischen Kolonialherren Inder als Arbeiter auf Zuckerohrfelder. Viele sind geblieben. Der Rest der Bevölkerung sind Polynesier (und noch ein paar Minderheiten: Chinesen und Weiße). Die Polynesier leben aber eher auf den Außeninseln von Fiji.
Krause Matte – typisch für Melanesier – nicht immer pechschwarz – manchmal sogar etwas rotstichig
Wir landen also in einem bunten Kessel an Kultur. Die Melanesier, groß und von kräftiger Statur. Daneben die schmalhüftigen Inder, die kaum das halbe Gewicht auf die Waage bringen. Sie tragen Tilaka oder Bindi Male auf der Stirn und am Haaransatz. In den indischen Geschäften schallt lautstark übelste Bollywood Musik aus den Lautsprechern. Seit Portugal sind die „ich-habe-alles-was-du-an-Plastik-brauchst-im-Angebot-Läden“ in chinesischer Hand. Erstmals finden wir indische Betreiber vor. Ihre Esskultur hat sich auch im Street Food durchgesetzt: Currys und Rotis duften an jeder Ecke.
Die Melanesier sind unglaublich fröhlich und freundlich. „Bula, Bula“, werden wir gegrüßt. Schnell muss man Hände schütteln, wenn wir erfolgreich verstehen, wo wir eine Busfahrkarte kaufen können. Schulterklopfen. Begeisterung über die dummen Ausländer macht sich breit. Schulkinder winken uns aus den vorbei fahrenden Schulbussen zu. Die indisch stämmigen Fijianer sind etwas zurück haltender in ihrer Art.
Kultur-Mix – die melanesische Marktfrau verkauft Roti – aber auch Thunfisch mit Tomatensauce, Ei und Cassava (Maniok)
Seit 50 Jahren ist Fiji unabhängig. Zurück geblieben von den Engländern ist Englisch als eine von drei Amtssprachen. Untereinander sprechen die beiden Gruppen allerdings ihre Sprachen: Bauanisch oder Fiji-Hindu. Hinweis-Schilder sind somit häufig dreisprachig verfasst. Übergeordnet wird dann auf das gemeinsame Englisch zurück gegriffen.
Wenn man sich jetzt freut, dass vor Ort Englisch statt Französisch gesprochen wird, kommt schnell die Ernüchterung. Der Akzent ist heftig. Weich und rund gemurmelt, werden Worte bis zur Unkenntlichkeit verbogen. Na, aber immerhin werden wir verstanden. ![]()
Die Kleiderordnung der Frauen ist konservativ – Knie und Schultern sollten bedeckt sein – in der Stadt werden Ausnahmen bereits toleriert

Das Knie-Verbot-Problem wird mit Walleröcken oder einem Sulu (Fiji Name für Pareo oder Sarong) gelöst
Zur Schuluniform der Jungs gehört ein Rock
Und uns ereilt noch ein ganz besonderer Schock: die Preise! Nach zweieinhalb Jahren Franz Poly und anderthalb Jahren Neuseeland denken wir erst, wir machen einen Fehler bei der Umrechnung. Aber nein, eine gute Portion Lamm-Curry mit Reis kostet wirklich nur 3,20 Euro im Restaurant. Eine Flasche Bier dazu – 0,75 Liter Flasche bestes Fiji-Bitter – das Gleiche. Ein Liter Diesel an der Tankstelle etwas über einen Euro. Unsere Mooring an der Atanga hängt, belastet grade mal 6,50 Euro am Tag die Bordkasse. Okay, Nescafé und Salami sind teuer. Wäsche waschen ebenfalls, aber die meisten Sachen sind sehr preiswert aus unserer Sicht.
Das Angebot auf dem Markt ist nicht das bunteste – was wir je gesehen haben – aber ausreichend und günstig
Die Fischabteilung auf dem Markt spricht uns nicht an – in diesen Truhen liegen die Fische in geschmolzenem Eis
Das Lebensmittel-Angebot ist reduziert in Savusavu. Bei ungefähr 9.000 Einwohnern nicht anders zu erwarten. Aus zwanzig Meter Fleischtheke in Whangarei sind zwei Meter geworden. Davon zwanzig Zentimeter Hühnerfüße. ![]()
Es sind im Wesentlichen zwei Sorten Fleisch im Angebot: Huhn und Lamm (wahrscheinlich den Indern geschuldet). Zusätzlich haben wir im Ort noch einen Schlachter entdeckt, der hat tiefe Kühltruhen mit etwas Rind im Angebot.
Das Fleisch ist tief gefroren und wird zum Teil mit der Bandsäge in kundenfreundliche Klötze gesägt. Heute dachte ich, ich kaufe halbe Hühnerbrüste mit Flügel dran – nach dem Auftauen tauchten aber nur Flügel auf. Also Planänderung beim Kochen. Das Abenteuer Fiji hat begonnen.
Kleines Angebot an der Fleischtheke – aber alles hygienisch und mit Überraschungen nach dem Auftauen

Blick von Atanga auf Savusavu
Das Mooringfeld in der Morgensonne
Wohnhaus der Polizei-Mitarbeiter
Wohnhaus etwas außerhalb vom Ort
14