Ein Liegeplatz ist kein Schrottplatz

Der Albtraum jedes Marina-Besitzers @ Kerstin Zillmer
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14.Okt.23, Pazifik, Tag 3423, 27.046 sm von HH
Wind und Welle sind zurück gegangen. Atanga bewegt sich etwas weniger aufgeregt und nach drei Nächten hat sich dann auch die Gewöhnung eingestellt. Wir sind wieder fähig normal zu leben. Die vorgekochte Hühnersuppe war alle, also gab es gestern Abend einen furchtbaren Rindfleischeintopf (Dosenfutter noch aus Neuseeland). Ein fade zusammengekochtes Stew. Schade. Auf der Banderole sah es ganz lecker aus.
Aber ab heute ist wieder alles möglich. Papaya-Salat, Rührei, frisch gebackenes Brot. Das Wetter ist seit wir das Atoll verlassen haben grau. Grauer Himmel, graues Wasser. Glühende Sonnenuntergänge werden schmerzlich vermisst. Hätte der liebe Gott gewollt, dass Frauen zur See fahren, hätte er das Meer rosa gefärbt. Ich wünsche mir mehr Farbe.
Gesegelte Meilen: 117 Rest Meilen: ungefähr 1131
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An zwei Wochenenden im Oktober findet dieses Jahr wieder die Gebrauchtbootmesse NAUTILIA in Aprilia Marittima bei Lignano statt. Mit mehr als 250 ausgestellten Booten bietet die Messe einen guten Überblick über das Angebot auf dem Bootsmarkt.
An zwei Wochenenden im Oktober – genauer gesagt von 14.10. bis 16.10. und von 20.10. bis 22.10. – findet in diesem Jahr wieder die Gebrauchtbootmesse NAUTILIA in Aprilia Marittima nahe Lignano statt. Es ist bereits die 36. Ausgabe der Gebrauchtbootmesse, die mit mehr als 250 ausgestellten Booten einen schnellen Überblick über das Angebot auf dem privaten oder professionellen Bootsmarkt bietet.
Gebrauchtboot kaufen: Warum der Herbst der beste Zeitpunkt ist
Schlauchboote, Motorboote und auch Segelboote lassen sich im Zuge der Messe besichtigen. Über eigens angebrachte Stege kann jedes der Boote betreten werden. Darüber hinaus lässt sich auch das Unterwasserschiff auf dem Trockenen begutachten, um Osmose, schlecht erkennbaren Bewuchs oder Schäden am Rumpf und Propeller zu erkennen. Abgerundet wird das Angebot mit mehreren Angeboten von Nautikzubehör und Bekleidung sowie von kulinarischen Ständen mit regionalen Köstlichkeiten.
Boots-Begutachtungen durch Fachpersonal
Auf der Gebrauchtbootmesse NAUTILIA, die zweimal jährlich im Herbst und zu Beginn der Frühjahrssaison stattfindet, können auch Einsteiger ihr Boot verkaufen. Das Fachpersonal der veranstaltenden Werft Cantieri di Aprilia bietet hierfür fachkundige Begutachtungen der Boote an. Gegebenenfalls notwendige Reparaturen können ebenfalls direkt vor Ort durchgeführt werden.
Boot verkaufen: Schritt-für-Schritt zum Kaufabschluss
Zunahme von Besuchern wird erwartet
Wie die Organisatoren der Messe, Nicola Toso und Stefano Rettondini, in einer Presseaussendung mitteilten, erwarte man in diesem Jahr auch eine Zunahme an Interessenten. Der Trend könnte sich auch in den nächsten Jahren fortsetzen, denn bis 2024 wolle man den Zugangskanal zu Aprilia durch regelmäßiges Ausbaggern weiter ausbauen. Mit einer neuen Tiefe von 3,50 Metern soll so noch mehr Booten die Ankunft erleichtert werden.
Die wichtigsten Informationen zur NAUTILIA 2023
Datum: 14.10. – 16.10.2023 und 20.10. – 22.10.2023
Ort: Aprilia Marittima bei Lignano, Italien
Öffnungszeiten: immer von 10:00 Uhr – 18:00 Uhr
Weitere Informationen: www.nautilia.com
Die Organisatoren Nicola Toso und Stefano Rettondini sind sich sicher: „Unter den guten Vorzeichen der vergangenen Ausgabe erwarten wir dieses Jahr eine Zunahme von Interessenten, auch angesichts der Gewissheit, dass der Zugangskanal zu Aprilia in den nächsten drei Jahren regelmäßig ausgebaggert wird, so dass die Tiefe im Kanal bis 2024 auf 3,50 Meter ansteigt und die Ankunft neuer Boote erleichtert wird.“
Titelbild: Cantieri di Aprilia
Freitag, 13.Okt.23, Pazifik, Tag 3422, 26.929 sm von HH
Wir sind schnell. Das ist die gute Nachricht. Tag eins fing ruppig an mit über drei Meter Welle. Während der Nacht war es ruhiger, um dann am zweiten Tag richtig aufzudrehen. Windstärke fünf bis sechs (statt vier – okay, kennen wir ja schon von Fiji). Wind und Welle kommen genau von der Seite. Wir haben das Großsegel im zweiten Reff und die Genua nur ein Stückchen ausgerollt, um nicht ganz so viel Schräglage zu haben. Viel hilft das nicht. Die höchsten Drücker (nach Bord interner Schätzung haben die vier Meter) legen uns hart auf die Seite und knallen lautstark an die Bordwand. Es ist ultra unbequem an Bord. Seebeine sind noch nicht gewachsen. Übelkeit beim Tippen in die Tastatur macht sich bemerkbar.
Die gute Nachricht, wir sind schnell.
Gesegelte Meilen in zwei Tagen: 252 Rest Meilen: ungefähr 1248
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Sieht so ein potentielles Schrottboot aus? © Peter Kamenz
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Cruiser-Boote waren 2022 nicht die Renner in de US-Bootsstatistik © Liane Lee
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Was macht ein Skipper? Unser Ratgeber liefert alle Infos zu Voraussetzungen, Aufgaben, Pflichten und der Verantwortung eines Schiffsführers.

Schleuse Kannenburg: Das Nadelöhr ist wieder schiffbar © Thekla Seifert/Stadt Templin
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Die AC40 kommen beim Youth und Women’s AC zum Einsatz © Ricardo Pinto / America’s Cup
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Testfahrt mit Stefan Frauscher auf der eFantom © A. Scheuber / Frauscher x Porsche
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10.Okt.23, Fiji/Viti Levu/Denarau, Tag 3419, 26.677 sm von HH
Es sind für uns knapp 1.500 Meilen nach Australien. Endlich mal wieder eine echte Kurzstecke. ![]()
Leider liegt Neu-Kaledonien mitten im Weg, so dass wir einen kleinen Umweg fahren müssen. Wir könnten auch nördlich der Hauptinsel Neu-Kaledoniens segeln, dann wäre es kürzer, aber dort lauern viele kleine Inseln, die für gewöhnlich Boote magnetisch anziehen. Außerdem ist der einzige Einklarierungshafen Nouméa im Süden von Neu-Kaledonien. Sollte unterwegs „etwas“ sein, könnten wir dort anhalten. Planmäßig ist aber kein Stopp angedacht. Wir möchten vor dem 1. November in Australien sein. Die Unterbrechung wäre uns zu kurz und verlängert nur das Leiden: Zweimal hätten wir die ersten drei Tage auf See, die ja bei allen Seglern eher unbeliebt sind.
Erster Abschnitt bis Neu-Kaledonien. Ungefähr 650 Meilen.
Zweiter Abschnitt bis Australien. Ungefähr 830 Meilen. Bundaberg wird unser Zielhafen sein.
Der erste Abschnitt ist recht kalkulierbar. Wir befinden uns dann noch im Passatgürtel und der Wind sollte schräg von hinten kommen. Hinter Neu-Kaledonien kann alles möglich sein. Von ‚der Passat bleibt uns erhalten‘ bis ‚Australien schickt eine Front mit Wind von vorne‘ ist mit allem zu rechnen.
Wetterkarte für den 18 November, dann sind wir bereits eine Woche auf See und sollten Neu-Kaledonien erreicht haben. Schön zu sehen, dass sich ab dort die Windverhältnisse komplett ändern können. Was wirklich kommt, ist ungewiss. Wir werden sehen.
Die letzten zwei Wochen haben wir die Braut hübsch gemacht für due Ankunft in Australien. Die Australier haben ultra strenge Bestimmungen, was ins Land gebracht werden darf. Das haben andere Länder auch. Das Schlimme in diesem Fall, Australien hält sich an seine eigenen Gesetze. Scharfe Kontrollen sind üblich. Verboten sind unter anderem Fleisch, Wurst, Eier, Milchprodukte jeder Art. Neuerdings auch Reis. Honig ist verboten, Ahornsirup jedoch erlaubt. Die Liste ist endlos.
Besonderer Fokus wird auf Holz gelegt. Na, da hat Atanga ja was zu bieten. Quasi unser gesamter Innenausbau ist aus Holz. Achim schnackt mit unserem australischen Nachbarn über seine Erfahrungen bei der Einreise. Der hat nichts Erhellendes beizutragen, weil er selber noch nie mit einem Boot eingereist ist. Aber er hält eine schöne Anekdote zum Besten: Vor Jahren gab es ein Boot mit eben so viel Holz im Innenbereich. Die Beamten von der Bio-Sicherheit haben auf die Inspektion durch einen Schnüffel-Hund bestanden. Da aber kein Hund im Umkreis verfügbar war, wurde einer eingeflogen. Wartezeit auf den Köter sechs Wochen und die Flugkosten zu Lasten des Holz-Besitzers.
Lustige Gesellen, diese Australier. ![]()
Wir gehen das Projekt Australien mit Vernunft an. Ein Boot, was super aufgeräumt und super sauber ist, das wird sicherlich anders kontrolliert als ein Messi-Dampfer. Der erste Eindruck zählt. Also räumen wir alles aus den Schränken, um ja keine tote Fliege hinter den Konserven zu übersehen. Oder Wollmäuse unter der Matratze. Insekten jeder Art führen zu einer Ausräucherung des Schiffes. Wer das bezahlt, ist klar.
Wie so häufig, gehen strenge Bestimmungen zu Lasten der Kleinsten und Schwächsten. In diesem Fall sind es unsere Papierläuse. Seit geraumer Zeit sehen wir immer mal wieder ein Exemplar. Grad so groß wie das Loch einer Stopfnadel und dazu sie sind extrem langsam. Sieht man so ein Tier, kann man es problemlos tot wischen. Uns haben sie nicht so sehr gestört. Manchmal sieht man sie auf einem Holz-Schneidebrett.
Das wäre es ja gewesen bei der Kontrolle – Holz in Kombi mit Tier.
Sonst wohnen sie in der Nähe der Bücher und ernähren sich von Staub. Eigentlich ja ganz hilfreiche Tiere. Die sind jetzt Geschichte. Mit Hilfe von Insektenspray (auch auf die Bücher gesprüht) und Essig im Putzwasser habe ich ihnen den Garaus gemacht.
Nun sind wir clean. Wir sind bereit. Noch einmal schlafen, dann geht es am Mittwoch los. Ahoi, wir freuen uns auf einen neuen Kontinent.
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Die SKWB tritt ab 2024 mit einer RM 1380 an © RM Yachts
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