Kategorie: News & Blogs

SV Ruffian of Amble – Fiona + Iain Lewis UK

WESTERLY 41 HEADING TAHITI – WITH PETER THE PILOT HELMING
Peter, I just wanted to send you a big thank you for all the advice you gave us a number of months ago before we bought a WindPilot from World Dancer.
We installed it in Panama and have now arrived in the Marquises.
The install proved to be pretty easy once we found the solution to avoiding all our internal bulkheads and the rungs on our ladder.

We’ve written about the installation

Thanks again
Regards

Iain + Fiona
SV Ruffian Of Amble / Marquesas

Erster Autist segelt solo über den Atlantik

Sturm und Regen? Welches Kleidungsstück ist das nützlichste?

Was ist denn nun bei Sturm und Regen nützlicher? Jacke? Oder richtige Kopfbedeckung?

Auf unsere jüngste Podcast-Folge SEGELN IM REGEN? MACHT KEINEN SPASS. IST GEFÄHRLICH? empfahl ich für Regen als Lieblingskleidungsstück einen Südwester. Meiner stammt noch von AWN, ich trage ihn stolz. Dazu schrieb uns Hörer Klaus aus Innsbruck: 

„Danke für die kurzweilige Folge! Den Südwester behalte ich auf jeden Fall im Hinterkopf, auch wenn es nur mal aus Gag sein sollte… Wo mir der Regen aber so richtig den Spaß verdorben hat, war bei der Atlantiküberquerung. Wenn du nachts müde auf Wache gehst und dann kommt so ein nerviger Squall und dann sitzt du stundenlang am nassen Deck…“

Tatsächlich stellt sich die Frage, was denn nun bei Schlechtwetter das wichtigste Kleidungsstück ist: Atmungsaktive Seestiefel einer Edelmarke?
Die noch atmungsaktivere Segelhose, die verhindert, dass du stundenlang nass in der Pfütze sitzt? 
Oder die Jacke (unbedingt atmungsaktiv, mit verschiedenen Layern drunter)? 
Oder der echte Südwester?

Was Ihr denkt, weiß ich nicht. Doch im Herbststurm Anfang November in Kroatien waren tatsächlich die nützlichsten Kleidungsstücke

• der AWN-Südwester
• meine 29,95 €-Jacke aus dem Bekleidungsladen im irischen Fischereihafen Castletownbere im Südwesten Irlands – garantiert nicht atmungsaktiv und trotzdem warm und trocken auch nach Stunden.

Wer’s nicht glaubt: Im Online Seminar am Dienstag, 30, April berichte ich über das Thema „Starkwind- und Sturmtaktik in Kroatien“. Und neben den Erfahrungen mit hohen Wellen in einem flachen Meer auch ein wenig darüber: Mit welchen Klamotten man bei bis zu 43 Knoten Wind richtig gewandet ist.
;-))

Jetzt neu:

   

REVIER KOMPASS KROATIEN SÜD und BUCHTENFINDER SÜD?
Beide Bücher erscheinen Ende Mai 2024 und sind bereits jetzt vorbestellbar. Bei millemari. sowie AMAZON und überall, wo es gute Bücher gibt. In Österreich bei FREYTAG & BERNDT.
 

Boris Herrmann startet zurückhaltend ins Transat

Zurückhaltend ging Boris Herrmann ins Rennen. © Vincent Olivaud

Boris Herrmann startet zurückhaltend ins Transat

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Schlechte Plätze – gute Plätze

22.-24.04.24, Australien/WA/Port Hedland+80 Mile Beach, Tag 144-146 Roadtrip, 13.308 km total, 336+252 Tages-km

Der Weg raus aus Karijini führt uns an den Great Northern Highway (GNH). Kann man sonst auf den Straßen Australiens getrost einen langsamen Walzer tanzen, so herrscht auf dem GNH fast schon Staugefahr. Bedingt durch Massen von Road Trains. Jeweils vier Anhänger plus Zugmaschine. 53 Meter lang. 120 Tonnen. Zum Vergleich nochmal – deutsche LKW sind maximal 19 Meter lang und wiegen 40 Tonnen.
Diese Monster-Züge schaffen Erz für kleine Mienen, die sich eine eigene Schiene nicht leisten können zu den Verladehäfen. Dass diese Methode noch rentabel gegen die Züge ist, verblüfft uns.
Jedenfalls werden wir kräftig in die Mangel genommen. Ein Überholmanöver dauert gefühlt endlose Minuten. Unser Bundy ist kein Beschleunigungswunder. Bevor der mal schneller als der Road Train ist, kommt schon wieder Gegenverkehr. Leere Trucks, nicht weniger riesig, auf ihrem Weg zur Miene zurück.

Die Verkehrsdichte der Brummis ist enorm – jeder Truck 53 Meter lang.

Bei nochmal sieben Metern länger gibt es erstmals eine Warnung.

Alles im Grunde Schwertransporte …

Im Erz-Verladehafen Port Hedlend übernachten wir. Der Campingplatz ‚Black Rock South Hedland‘ gewinnt die Schrottplatz-Medaille am rostigen Band. Fünfzig Dollar für schmuddelige Duschen mit abgebrochenen Haken und kaputten Türschlössern. Zusätzlich kaltes Wasser aus der Dusche. Das Schild „Vorüber gehende Probleme mit der Heißwasseraufbereitung“ ist durch den Staub der letzten Jahre kaum noch lesbar. Mir fällt der Drehknopf an der Duscharmatur entgegen. Die Ekel-Krönung ist die ‚provisorische‘ Camp-Küche. In einem alten Bad stehen ein Kühlschrank, Toaster und Wasserkocher. Die Arbeitsfläche gegenüber wurde dirket über die alte Kloschüssel gestellt. Mein bestes Beschwerde-Englisch führt nur zu Schulterzucken beim Rezeptions-Kasper. Pfui.

Wer die Kloschüssel in einer provisorischen Küche nicht demontiert, der kann auch den Papierhalter hängen lassen. Konsequent.

Wir bleiben nur eine Nacht. Bis zur vorläufigen Endstation in Broome (unser Abflughafen für den Deutschlandbesuch) sind es noch über siebenhundert Kilometer. Ein Zwischenstopp am Eighty Mile Beach entschädigt für die vorherige Nacht. Ein wundervoller Campingplatz. Er liegt zehn Kilometer abseits auf einer Rinderfarm (keine Fliegen – das verstehe wer will), direkt hinter den Dünen. Schatten und gepflegte Rasenflächen, die abends von Wallabies kurz gehalten werden. 220 Kilometer ununterbrochener Sandstrand liegen hinter den Dünen. Muschelsammel-Freunde kommen auf ihre Kosten. Einfach herrlich.

Schöner Campingplatz. In der Mitte von Nirgendwo. Schattige Plätze mit viel Gras.

Ein großer Mob Wallabies grast am unbewohnten Ende vom Campingplatz.

Strandbeute

Viele Schmetterlinge im Camp. Besonders Nachtfalter. Aber keine Fliegen.

Nur baden kann man nicht. Es ist noch Seewespen-Saison. Diese Quallen tragen eins der stärksten Gifte in der Tierwelt in ihren drei Meter langen Tentakeln mit sich herum. Ein Gift, das einen Menschen innerhalb weniger Minuten töten könnte und kann, zumindest aber höllische Schmerzen bereitet. Hautverätzungen, Übelkeit und Muskellähmungen sind weitere Begleiterscheinungen.
An belebteren Stränden in Touristenorten gibt es Netze gegen die Quallen, so dass man ganzjährig baden kann. Am 80 Mile Beach ist Schwimmen erst ab Juni wieder gefahrlos möglich. Ja, wären da nicht die Salzwasserkrokodile, die hier schon gesichtet wurden.
Wir sind nun da angekommen, wofür der Kontinent berühmt-berüchtigt ist: „Herzlich begrüßt Sie der Norden Australiens. Hier möchte Sie alles töten“. :mrgreen:

Schilder, die es nur in Australien gibt.

Eighty Mile Beach bei Flut. Was für eine „Verschwendung“. Perfekte Wassertemperatur, perfekter Strand.

Eighty Mile Beach bei Ebbe. Der Tidenhub beträgt enorme acht Meter. Das Wasser zieht sich hunderte Meter zurück. Noch mehr Strand als sowieso schon zur Verfügung steht.


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Nein! Doch! Oh! Tally Ho!

Geheimsache Stapellauf © Leo Sampson

Nein! Doch! Oh! Tally Ho!

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Traum erfüllt: 49er-Frauen lösen Olympia-Ticket

Marla Bergmann (links) und Hanna Wille jubeln über das Olympiaticket © sailing energy

Traum erfüllt: 49er-Frauen lösen Olympia-Ticket

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Brandenburg: Schleuse Kannenburg öffnet nach sechs Jahren Bauzeit

Nach sechs Jahren Bauzeit hat der Neubau der Schleuse Kannenburg bei Templin in Brandenburg offiziell seinen Betrieb aufgenommen. Seit 2017 war die wassertouristisch bedeutende Schleuse für den Schiffsverkehr geschlossen.

Sechs Jahre lang wurde in Brandenburg an einem Ersatz für die baufällige Schleuse Kannenburg gebaut. Am 19.04. wurde der Neubau der Schleuse Kannenburg bei Templin im Landkreis Uckermark nun offiziell eröffnet.

Ersatz für die baufällige Kannenburger Schleuse

Die neu errichtete Schleuse ersetzt die alte Kannenburger Schleuse. Aufgrund von irreparablen Schäden wurde die in die Jahre gekommene Schleuse 2017 für den Schiffsverkehr gesperrt. Damit war auch die wassertouristisch bedeutsame Verbindung zwischen Templiner Gewässer und Havel jahrelang unterbrochen.

Mehr dazu: Alles zum Revier Mecklenburgische Seenplatte

Der Ersatzneubau der Schleuse Kannenburg wurde 2023 fertiggestellt und befand sich vergangenen Herbst bereits zwei Wochen im Probebetrieb. Die Kosten für den Neubau von rund 18 Millionen Euro wurden zu 100 Prozent von der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes getragen, die gleichzeitig auch Eigentümer der neuen Schleuse ist. Umgesetzt wurde der neue Schleusenbau von der Stadt Templin im Zuge einer Partnerschaft mit dem Bund.

Schleusenbau am aktuellen Stand der Technik

Der moderne Schleusenbau wurde als Spundwandschleuse mit massiven Schleusenhäuptern konzipiert und ist als nutzerbediente Schleuse im halbautomatischen Betrieb mit erneuerten Vorhäfen, Schleusenbetriebsgebäude und einer Überführungsanlage ausgestattet.

Mehr dazu: Die wichtigsten Infos zu Schleusen

Er bietet zahlreiche Verbesserungen für den Schleusbetrieb, wie neue Einsatzstellen für muskelbetriebene Wasserfahrzeuge oder längere Liegestellen in den Vorhäfen. Die neue Schleuse ist zudem technisch an eine Leitzentrale in Niederfinow angebunden, was auch ein Schleusen außerhalb der saisonalen Betriebszeiten ermöglicht. Darüber hinaus gibt es nun auch eine Überführungsanlage für Fußgängerinnen und Fußgänger sowie für den Radverkehr.

Abmessungen der neuen Schleuse Kannenburg

nutzbare Durchfahrtsbreite: 5,40m
Kammerbreite: 7,00m
Nutzbare Kammerlänge: 41,65m zzgl. 0,75m Sicherheitsabstand je Seite

Bedeutung der Schleuse für den Wassertourismus

Mit der Inbetriebnahme der Schleuse Kannenburg sind nun auch die beliebten Templiner Gewässer nach jahrelanger Unterbrechung wieder von der Freizeitschifffahrt befahrbar. Rund 7.500 Boote sollen die Schleuse von nun an jährlich passieren.

Der Ausfall der Schleuse Kannenburg ist eines der bekanntesten Beispiele, in denen marode Schleusen den Wassertourismus in Deutschland in erheblichem Maße beeinträchtigt hatten.

Schon 2019 hatte der ADAC davor gewarnt, dass sich eine ähnliche Situation wie an der Schleuse Kannenburg auch jederzeit an wassertouristisch noch bedeutenderen Wasserstraßen in Deutschland ereignen könnte.

 

Titelbild: WSA Oder-Havel

Manfred Ernst, Bootskonstrukteur der DDR

Manfred Ernst in seinem Arbeitszimmer vor dem Reißbrett © Kerstin Zillmer

Manfred Ernst, Bootskonstrukteur der DDR

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Boris Herrmann beim Transat CIC: Auf die harte Tour!

Naturwunder Karijini

20.-21.04.24,  Australien/WA/Karijini, Tag 142-143 Roadtrip,  12.720 km total, 118 Tages-km

Der von Eisenerzminen umzingelte Nationalpark Karijini wird hoch gelobt: Schönster Park in West Australien! Auf einem Hochplateau haben Flüsse enge Schluchten in uraltes Gestein geschliffen. Die Halbwüste oberhalb der Wasserläufe ist staubig und wasserarm. In den tiefen Schluchten ist die Vegetation üppig und abwechslungsreich.

Nur der nördliche Teil vom Nationalpark ist erschlossen und selbst hier liegen die Hauptattraktionen fast 200 Kilometer auseinander. Daher bleibt Tom Price unser Basislager und als Tagesausflug fahren wir über staubige Schotterpisten zur Hamersley Gorge.
Die Schlucht ist schmal und besteht aus zwei Pools. Das obere Wasserbecken ist nur über eine glatt geschliffene Schräge zu erreichen. Eine rutschige Kletterpartie.

Abstieg in die Schlucht

Alles ist schräg und verwunden in der Hamersley Gorge

Der obere Pool in der Schlucht

Je nach Sonnenstand wechseln die Farben der Felsen

Wer mag darf schwimmen in den Pools – wir haben verzichtet

Am schönsten sind die aufgefalteten senkrechten Felswände. Aberwitze Gesteins-Windungen, wie Knetmasse von einem Riesen zusammengequetscht. Wir sind nicht die einzigen Besucher, viele gehen schwimmen, und somit bleibt uns die perfekte Spiegelung der verschiedenen Eisenschichten in den kleinen Teichen erspart. ;-)

Verrückte Verwerfungen

 

Zu unserem Bedauern ist der mittlere Teil von Karijini zur Zeit gesperrt. Sehr schade – hier kommen wir in unserem Leben sicherlich nie wieder her. Uns bleibt noch die attraktive Dales-Schlucht am östlichen Ende vom Park. Dort gibt es einen einfachen Campingplatz im Nationalpark, den wir für zwei Nächte buchen. Eine wunderbare Entscheidung, wie wir schon bei der Anfahrt feststellen.

Die Hochebene von Karijini ist flach – ein paar Hügel bilden die Ausnahme

Der Karijini Nationalpark wird touristisch durchaus vermarktet. Der Ranger im unbedeutenderen Millstream Park hat uns schon sein Leid geklagt: „Karijini bekommt das meiste Geld und ich nicht mal genug, um die abgebrannten Schilder wieder aufzubauen“.
Fast alle Zugangs-Straßen sind in Karijini asphaltiert. Eine komfortable Eisentreppe führt hinunter in die Schlucht zum Fortescue Wasserwall. 270 Stufen führen knapp einhundert Meter tiefer in die Schlucht.

Touristisch gut erschlossen – an der senkrechten Wand führt diese Treppe zum Boden der Schlucht

Karaijini NP bekommt viel Geld – perfekt angepasste Treppe an den Felsen

Klar, gibt es weitere Besucher, aber die verwunschene Kulisse ist noch nicht überfüllt. Die meisten Gäste sind Tagesbesucher,  bleiben am Wasserfall und am Fern Pool, um zu baden.
Wir erkunden den Weg, der am Bachlauf tiefer in die Schlucht hinein führt. Der erfordert etwas Kletterei über Felsen und auf Trittsteinen am Bach entlang.
Es ist wunderschön. Zauberhaft. Nicht von dieser Welt. Besser hätte man sich die Landschaft nicht ausdenken können.

Die Dales Gorge

mit dem Fortescue Wasserfall

Fern Pool Wasserfall – schwimmend ganz leicht zu erreichen. Ein Froschkönig-Prinzessin-Teich

Herrlich erfrischend – vielleicht 23 Grad. Wir müssen nicht in jeden Tümpel springen, aber hier kann man nicht widerstehen.

Knabberfische gibt es gratis dazu. Alle Hautschuppen werden weg gefressen. Perfektes Spa.

Natürliche Amphitheater aus glattem Gestein sehen wie gemauert aus. Mal erinnert die Art der Schichtung an Legosteine. An die schmalen Legoplatten, von denen man immer zu wenige hatte. Dann wieder sieht es aus wie ein Kalter Hund, dieser Keks-Schokolade-Schicht-Kuchen, der aus der Mode gekommen ist. Farbspielereien und Formvariationen verändern sich laufend. Und dazwischen der glasklare Bach, gesäumt von üppigem Grün. Silberne, blaue und rote Libellen tanzen im Sonnenlicht vor der roten Kulisse der Schlucht.
Wir vergeben elf von zehn Sternen für die drei Kilometer Wanderweg.

Ein natürliches Amphitheater – die glatten Steine sehen wir uralte Kirchenfussböden aus

Kalter Hund

Farben variieren

Blauer Asbest – der ist nur gesundheitsgefährdend, wenn man ihn einatmet. Hier in der Schlucht sollte er gebunden und ungefährlich sein.

Ein Weg ist geschlossen wegen solcher herabgefallener Felsen und weil zu viel Asbest in der Luft sein soll.

Schön in Ritzen greifen beim Klettern – keine Zeit, um auf Spinnen oder Schlangen zu achten. ;-)

Ende an dieser Stelle für Dolly Buster – ich pass noch durch.

 

 

 

Am Ende steht nicht so eine Luxus-Treppe. :mrgreen: Über an die Felswand geklatschte steile Stufen, geht es fast senkrecht zurück auf die Ebene. Der Weg zum Zeltplatz steht im krassen Kontrast. Trockene Steppe so weit das Auge reicht.
Tom Price und der Karijini befinden sich auf ungefähr 700 Höhenmetern. Tagsüber herrschen noch immer üppige 35 Grad. Unsere Lippen sind rau und rissig. Die Haut auf unseren Beinen sieht aus wie Pergamentpapier. Der Dank geht an 14 Prozent Luftfeuchtigkeit. Nachts fällt die Temperatur auf 12 Grad – morgens finden wir trotzdem keinen einzige Tropfen Tau auf dem Zelt.

Trockenes Plateau oberhalb der Schluchten

Unser Campingplatz in Karijini.

 

Es ist fast Vollmond. Die Steppe ist in silbernes Licht getaucht. Es scheint ungewöhnlich hell ohne Luftfeuchtigkeit. Dazu absolute Windstille. Geräusche werden weit getragen.
Als wir bereits im Zelt liegen, hören wir das erste Mal Dingos heulen. Wir haben noch nie Wölfe gehört (wir wohnen ja nicht in Deutschland :lol: ), aber so muss es klingen.
Mal ist das Heulen nah bei uns, mal entfernt. Verschiedene Töne kommen bei uns an. Kräftiges, männliches  Geheul wechselt sich mit gekicherten Tönen ab. Hin und wieder eine Art Mädchengeheul: hoch, etwas fiepsig und schüchtern.
Sicher thronen wir oben im Zel

Warnung vor Dingos – es kommt nur äußerst selten zu Vorfällen zwischen Dingos und Menschen.

t – jetzt bloß keine Blasenschwäche zeigen – und starren ins Mondlicht hinaus. Leider ist nichts zu sehen, aber wir schlafen mit der Gewissheit ein, dass die zwei Tage unvergessen bleiben werden.

 

 

PS: Ich hatte gehofft, dieses Thema nicht wieder anschneiden zu müssen, da wir in Tom Price relativ unbehelligt waren: Kein Paradies ist ohne Quälgeister. Auch in Karijini nicht. Im Gegenteil – so viele Fliegen hatten wir noch nie.
Aber! wir haben bessere Strategien. Tagsüber essen wir nur noch Sachen ohne Messer und Gabel. Fürs erste Mittag haben wir Wraps aus Tom Price mitgebracht. Abends kochen wir nach Einbruch der Dunkelheit (das-bitte-keine-Käfer-im-Dunkeln-Gebet hat geholfen) ohne Belästigung. Außerdem schmieren wir uns gleich Frühstücksbrote für den nächsten Morgen. Hehe.
Mein Netz kommt jetzt unter den Hut. Die Kordeln von Hut und Netz ziehe ich stramm unters Kinn. Da verirrt sich kein Mistvieh mehr drunter und kriecht hinter die Brille (Das ist Schlimmste. Und in den Ohren. Und in die Nase … und …) .

Aber, man gewöhnt sich an alles.


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Wie gefährlich ist die Karibik?

Nach Corona sind die Gewalttaten in der Karibik wieder gestiegen © Siri Mannherr

Wie gefährlich ist die Karibik?

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