Sensoren für das Boot: Arten und Einsatzbereiche
Spezielle Sensoren ermöglichen es, Boote und Yachten auch aus der Ferne zu überwachen. Arten, Einsatzbereiche und alles Wissenswerte zu Bootssensoren.
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Die Sun Fast 30 OD ist von Kopf bis Fuß auf Regatta eingestellt © Jeanneau
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Weltkulturerbe unter sich: Boston Whaler vor Schweriner Schloss © Pilipenko Marine
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Marla Bergmann und Hanna Wille starteten stark in die Olympia-Regatta. © Felix Diemer/DSV
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22.07.-25.07.24, Australien/QLD/Mt.Isa, Tag 235-237 Roadtrip, 18.621 km total, Tages km 59
Mount Isa, die einzige (richtige) Stadt im Umkreis von hunderten Kilometern, hat drei Reifenhändler. Der erste nimmt nur Bargeld. Der zweite führt eine wenig bekannte Reifensorte. Beim dritten Händler werden wir glücklich.
Wir haben jetzt noch drei verbliebene Dunlop-Reifen (Grandtrek) und die Zwangs-Neuerwerbung aus der Gibb River Road. Dieser Reifen nennt sich ‚Nankang‘. Nie gehört davon. Laut Internet sind davon ganze zwei Stück in Australien lieferbar.
„Den Dunlop-Schrott, den ihr habt, verkaufe ich nicht. Nur Bridgestone oder Yokohama“, poltert der Reifenmann. „Wenigstens euer Nankang taugt etwas. Das ist im Prinzip der gleiche Reifen wie die Yokohama, nur made in Taiwan, statt in Japan. Das war mal die gleiche Fabrik. Würd‘ ich euch verkaufen, hab‘ aber nur Yokohama.“
Achim fragt nach einem Rabatt beim Kauf von vier Reifen – satte 10 Dollar pro Reifen. Das ist uns zu viel.
Wir kaufen zwei Yokohama. Der doppelt geflickte Dunlop wird entsorgt, der Nankang kommt wieder nach hinten als Reserve.
Wir dürfen sofort in die Werkstatt fahren. Der junge Mann dort weiß, warum sich auf Asphalt unser Reifen so zerfleddert hat. „Der ist ja bereits über zehn Jahre alt!“ Er zeigt auf ein Herstell-Symbol. „Der hat sich im Laufe der Zeit hinter der Reserve-Radabdeckung weich gekocht“.

Zerfetzt auf Asphalt – Allrounder Dunlop
Zwanzig Minuten später hat der Bundy an der hinteren Achse zwei echte Offroader – ‚Aggressive‘, wie es im Reifenhöcker-Jargon heißt. Und vorne den ‚Dunlop-Schrott‘.

Happy car – happy life!
Eine Autowäsche gibt es auch noch oben drauf.
Abends sitzen wir neben dem Auto und sprechen über unsere weitere Route. Immer wieder fällt unser Blick auf die ungleichen Reifenpaare. Achim spricht es als erstes aus. Aber er braucht nicht viel Überzeugungskraft. Mir gefällt es auch nicht. Das Vertrauen nach zwei kaputten Reifen und zwei Löchern ist nicht mehr sooo groß.
Am nächsten Morgen stehen wir wieder beim Reifenhändler vor der Tür. Den Zehner Rabatt gibt es immer noch, allerdings nur noch für zwei Reifen. Wir überlegen noch, wem wir die zwanzig Dollar Verlust vom Taschengeld abziehen sollen. ![]()
More aggressive – Yokohama – 230 Euro das Stück.
Unser Campingplatz in Mount Isa liegt an einem kleinen Bach. Ganz nett, aber nichts Besonderes. Denken wir. Mit fortschreitender Abenddämmerung tauchen plötzlich ein paar Fledermäuse auf. Unter lautem Gezwitscher hängen sie sich auf der gegenüberliegenden Bachseite in die Bäume. Es sind große Flughunde. Hunderte. Dann Tausende. Nach zwanzig Minuten sind offensichtlich alle da. Es kehrt Ruhe ein. Das Gezwitscher verebbt. Inzwischen ist es stockfinster. Ein deutlicher Geruch zwischen Guano und Ziegenstall wabbert zu uns rüber.
Am Morgen sind alle Fledermäuse wieder verschwunden.

Stellplatz direkt am Bach – keine einzige Fledermaus landet in den Bäumen auf unserer Seite – nur gegenüber. Übrigens gibt es hier keine einzige Mücke. Das ist mindestens genauso verwunderlich.
Warum die Tiere mit der Dämmerung ihren Tagschlafplatz verlassen und bei uns abhängen, eine Art Zwischenstation machen, statt in ihre Fressgründe zu fliegen, das Rätsel bleibt ungeklärt. Die Zeltplatz-Wirtin weiß es nicht. Sie berichtet mir, dass die Tiere jedes Jahr an diesen Platz kommen. Manchmal sei der Himmel schwarz und es seien hunderttausende Tiere. Äste von Bäumen würden abgebrochen unter dem Gewicht der vielen Tiere.
Sie ekelt sich vor den Flughunden. Aber die Vertreibung mit einem C-Schlauch sei nicht mehr erlaubt. Die Fledermäuse sind geschützt, denn sie leisten einen großen Dienst beim Bestäuben von Bäumen und anderen Pflanzen. Diese Sorte frisst nämlich nur Nektar, weder Früchte noch saugen sie Blut.

Fledermäuse ohne Ende. Die Welle reißt nicht ab, die sich in die Bäume gegenüber hängt.
Mount Isa ist eine Minenstadt. Gefunden wird in der Umgebung Kupfer, Zink und Silber. Das Stadtbild wird von einer großen Industrieanlage geprägt in der sich Kupferschmelzen und Schwefelsäure-Fabriken befinden.

In Mount Isa findet nur Untertage-Bergbau statt

100 Jahre Mount Isa Fabrikanlage
Unser Reiseführer findet die Landschaft ab Mount Isa nicht mehr langweilig. Und wir können nur zustimmen. Nach langer Zeit finden wir mal wieder einen netten Walk außerhalb eines Nationalparks. Sogar ein paar Aborigines-Malereien warten am Ende.

Hübsche Umgebung gleich hinter der Stadtgrenze von Mount Isa

Felsenmalerei

und ein Wasserloch warten am Ende der hübschen Strecke
Ein Hit ist die nahegelegene Uran-Mine ‚Mary Kathleen‘. 1954 wurde hier eine signifikante Menge Uran gefunden und mit Unterbrechungen bis 1982 abgebaut. Zurück geblieben ist ein wunderschönes Loch von 250 Meter Tiefe. Davon stehen etwa 40 Meter unter Wasser. Exakte Stufen sind in den Felsen geschlagen und umrahmen das Wasserloch. Überirdisch blau schimmernd, lädt das Wasser zum Baden ein, erscheint gleichzeitig abschreckend giftig. Allerdings warnt nur ein kleines Schild davor, dass der See kontaminiert sein könnte.

Fast kreisrunde Miene Mary Kathleen

Eine Farbe nicht von dieser Welt.

Sehr beeindruckend
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Vor wenigen Tagen war der Pottwal vor Gibraltar noch putzmunter © CIRCE
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Die Auswirkungen des Klimawandels im Mittelmeer sind deutlich zu spüren. Welche Herausforderungen die Veränderungen für Skipper mit sich bringen.
19.07.-22.07.24, Australien/QLD/Mt.Isa, Tag 231-235 Roadtrip, 18.562 km total, Tages km 568+153+418+447
Inzwischen sind wir deutlich nach Nord-Osten gekommen und verbringen ein paar Tage in Darwin. In Darwin beginnt der Stuart Highway. Dies ist die einzige asphaltierte Nord-Süd-Querung im Zentrum Australiens und direkte Verbindung zum Uluru (früher Ayers Rock).
Nach tausend Kilometern kommt eine Abzweigung, die asphaltiert nach Osten führt. Nach weiteren tausend Kilometern steht der Uluru mitten im Zentrum. Diese Kreuzung ist unser Scheideweg: Uluru oder Ostküste? So oder so, heißt es Meilen schruppen.
An der Kreuzung haben wir die Wahl: nach Süden oder Osten. Wir wählen den Osten, denn am Uluru ist touristisch grade die Hölle los und tageweise fällt die Temperatur nachts auf -2 Grad. Im Wohnwagen okay, im Dachzelt zu kalt.
Unser Reiseführer an Bord hat zur Abzweigung nach Osten eine klare Meinung: „Der Barkly Highway ist bestimmt die langweiligste Strecke einer Australienreise.“
Wir fahren erstmal los und legen nach knapp 570 Kilometern den ersten Stopp am proppevollen ‚Daly Waters‘ Campground ein. Wir haben einen schlechten Start mit dem Platzeinweiser. Ein Eckgrundstück. Die Leiter vom Zelt und unser Tisch würden halb auf dem Weg stehen. Das gefällt uns nicht. Unwirsch wird uns ein Platz gegenüber vom Hühnerstall zugewiesen. Schon besser. Hier stehen wir nicht eng auf eng mit anderen Campern und der Misthaufen vom Emu-Gehege stört uns nicht. Zwei Esel kommen vorbei und ein teuflisch schwarzer Ziegenbock. Das gefällt uns. Allerdings nur so lange, bis der Bock auf die ausgemusterten Deko-Autos und Hubschrauber springt.

Der Zeltplatz-Ziegenbock springt auf alles, was nicht weglaufen kann.

Am Morgen schauen die Esel noch mal vorbei – der Bock hat sich nicht blicken lassen. Somit haben wir keine Beulen im Auto.
Das Daly Waters ist der älteste Pub im Northern Territory. Das Gründerhaus steht noch und seit über einhundert Jahren hinterlassen Gäste ihre persönlichen Visitenkarten in der Kneipe: Kappen, signierte BH’s und Wappen-Abzeichen. Abends gibt es zum Bier Live-Musik. Und gar nicht mal schlecht.

Sammlung der BH’s der letzten zig Jahre mit Widmung und guten Wünschen.

Das Deutsche Eck

Die Kneipe ist voll gepflastert mit Stickern, Fotos und Visitenkarten.
Am nächsten Tag werden wir nach 150 Kilometern ausgebremst. Vollsperrung des Stuart Highways! Ein Unfall, 80 Kilometer weiter südlich, ist Schuld. Damit nachfolgende Autos nicht in der prallen Sonne stehen müssen und die Möglichkeit zum Wenden haben, wurde die Straße an einem winzigen Ort gesperrt. Die Infrastruktur in Elliott besteht aus einer Tankstelle, Internetempfang und einer (!) öffentlichen Toilette. Häppchenweise erreichen uns Informationen. Der Unfall ereignete sich bereits vor 18 Stunden und im Augenblick wird ein Kran organisiert. Zwei Orte in denen das benötigte Equipment steht, kommen in Frage. Beide über 450 Kilometer entfernt. ![]()
Ein Viehlaster ist mit einem PKW zusammengestoßen. Ein Fahrer hat den Unfall nicht überlebt, der andere liegt schwer verletzt im Krankenhaus. Etliche Tiere sind tot oder verletzt. Die verletzten Rindviecher werden eingeschläfert. Es gibt viel am Unfallort aufzuräumen.
Um 15:00 Uhr wird ein Viehlaster aus der Stauschlange an uns vorbei schon mal Richtung Unfallort geschleust. Um 18:00 Uhr wird dann endlich die Sperrung aufgehoben. Die Hauptader Nord-Süd war krasse 25 Stunden gesperrt.

Schwarzkopf-Python kurz vor dem Stau. Achim sieht sie auf der Straße, wendet und sie tut uns den Gefallen und ist noch nicht im Gebüsch verschwunden.

Road closed – für 25 Stunden

Vollsperrung vom Stuart Highway

So ein Viehlaster ist in den Unfall verwickelt gewesen – 120 Tiere auf drei Anhängern

Dieser Laster wurde schon um drei Uhr vorgelassen – die Rindviecher haben nichts zu saufen auf dem Truck
In einer Stunde wird es dunkel. Bald fangen die Kängurus an zu springen. Die Gefahr einer Kollision ist nicht ohne. Alle fünf Kilometer sieht man ein überfahrenes Känguru auf der Straße liegen. Die Roadtrains bremsen nicht für Tiere. Wir würden also langsamer als sonst fahren. Dagegen haben aber die Trucks etwas, die ihre zulässige Geschwindigkeit von 100 km/h nur ungerne aufgeben. Daher entscheiden wir uns für eine Nacht am Straßenrand.

Zur Dämmerung geht es dann weiter – wir wollen uns nicht zwischen die Kolonne der Road Trains quetschen – viele Camper haben so entschieden wie wir.

Landstraßen-Romantik für zig Camper (die Wohnwagen-Besitzer nutzen ihre eigene Toilette, so dass das einzige Klo sogar noch so was wie okay war).

Die Trucks dürfen 100 km/h auf dem Highway fahren – in Deutschland 60 km/h. Mit in etwa einem Drittel der Länge und etwa einem Drittel des Gewichts.
Am nächsten Tag werden wir nach 230 Kilometern ausgebremst. Ein fieses Geräusch hinten links. Sofort ist klar, wir haben schon wieder einen Plattfuß. Der Reifen ist förmlich pulverisiert.
Achim hat noch nicht den Deckel vom Reserverad runter als ein Wohnwagengespann hinter uns hält. Die beiden kennen wir doch: Es sind Kelly und Murry. Wir haben in Elliott hintereinander gestanden und gemeinsam die Nacht am Straßenrand verbracht. Beide haben eine Farm ganz im Süden von Australien. Murry, als Farmer, weiß wie man zupackt. Sofort liegt er unterm Auto und setzt den Wagenheber an. Zwanzig Minuten später ist der Drops gelutscht. Danke für Eure Hilfe!

Murry kann zupacken

Zerfetzt
„In Australien muss man zwei Reservereifen bei sich haben“. Diese Warnung erschien uns doch reichlich übertrieben. Spontan sind wir nun ohne unterwegs und haben noch gut Strecke vor uns. Bis zur nächsten Stadt mit Reifenhökern – Mount Isa – sind es 550 Kilometer.
So weit möchten wir heute nicht mehr fahren, so dass wir auf dem letzten Roadhouse vor der Stadt die dritte Nacht verbringen.

Auch das Barkly Roadhouse ist gut gefüllt.
Ohne weitere Vorkommnisse schaffen wir es dann bis Mount Isa. Achim atmet erleichtert auf.
P.S. Dafür, dass die Strecke so furchtbar langweilig sein soll, hat sie es bei mir immerhin auf einen Bericht mit 921 Wörtern geschafft. Kann dann ja nicht so schlimm gewesen sein. ![]()

So sieht es über viele Kilometer rechts und links vom Highway aus.
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Im Februar wurde ein Segelboot mit Kokain an Bord westlich der Kanarischen Inseln abgefangen © Agencia Tributaria
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Die wichtigsten Maßnahmen, die Skipper im Mittelmeer bei Kontakt mit Quallen, Seeigeln oder Feuerwürmern beachten sollten und Tipps zur Prävention.

Abwärtsspirale? Beneteau hat Antworten © ATM-Communication
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Das Update 2.4.0 für die ADAC Skipper App bringt weitere Verbesserungen und zusätzliche Features. Alle Infos dazu im Überblick. Die Wassersport-Saison ist in vollem Gange und für viele Bootsfahrer ist die ADAC Skipper App in diesem Jahr zu einem unverzichtbaren Begleiter geworden. Seit dem Release der Pro-Version im Januar wurde die App laufend weiter verbessert. So auch mit dem neuen…