Kategorie: News & Blogs

Mikro-Weltumseglung 2.0: Yann Quenet nach Transat in der Karibik – auf 4.20m-Boot nach Kanada

Yann Quenet segelt durch die Karibik und bereitet sich langsam auf den Törn Richtung Kanada vor. Seine Atlantik-Überquerung sei „ohne besondere Vorkommnisse“ verlaufen. Kann es einen zufriedeneren Menschen als den Mikrosegler Quenet geben?

SailGP Analyse: Die GER-Startsituationen in Los Angeles unter der Lupe

Das deutsche SailGP Team hat mit Platz sieben in LA ordentlich abgeschnitten. Eine Videosequenz vom vierten Start zeigt, wie viel besser es noch hätte sein können – und wie weit die Formkurve nach oben zeigt.

Segler strandet, vom Heli abgeborgen: Warum konnte nicht aufs Hochwasser gewartet werden?

Segler von Helikopter abgeborgen

Manchmal kommt viel zusammen: Tidenstrom und schlechte Sicht durch Starkregen haben am vergangenen Sonntag dazu geführt, dass ein Segler vom Marine-Helikopter abgeborgen werden musste. Ein Video zeigt die Bergung per Seilwinde.

Die Tresen-Flotte wird 150

Spendenschiffchen Seenotretter

Das Spendenschiff der Seenotretter: Dauerbrenner seit 150 Jahren © DGzRS

Die Tresen-Flotte wird 150

Continue reading Die Tresen-Flotte wird 150 at float Magazin.

18 Footer WM Sydney Harbour: Prinz Heinrich von Bayern wieder stark downunder

Heinrich von Bayern 18 Footer

Prinz Heinrich von Bayern (39) hat sich mit den Martin-Brüdern bei der JJ Giltinan Trophy, der inoffiziellen 18-Footer-WM, auf Rang sechs platziert. Die deutsche Crew zeigte sich erneut verbessert im Vergleich mit den besten Profi-Crews der in Australien auf höchstem Niveau gesegelten Dreimann-Skiffs.

SV Papalagi – Mick Segebarth GER

Ein PANTOMIME, der REDEN und SEGELN kann

Mick Segebarth

SV Marysol – Niels + Sonja Schelbach GER

ARAS SIND BESSER ALS DER WECKER
Moin Herr Foerthmann, wir sind gut in Brasilien angekommen und die Windpilot hat wunderbar gesteuert!!

Allerdings ist uns, vermutlich durch das viele Sargassum, das Pendelruder einmal nach hinten weggeklappt und die Nylonschraube (Nummer 438) abgeschert. Wir haben die eine Ersatzschraube montiert die wir hatten, daher brauchen wir wieder eine neue Ersatzschraube.

Da ich im Mai einmal in Deutschland bin, hier die Bitte, sie an unsere Adresse zuzusenden. Wäre das möglich? Gerne vielleicht vorsichtshalber auch gleich zwei davon. 

Mit freundlichen Grüßen, 
Sonja Schelbach
Moin Familie Schelbach,
besten Dank für die Rückmeldung … endlich mal ein PACIFIC, die tatsaechlich funktioniert ….

zur Schrauber 438: diese Schraube aus PE habe ich mir damals ausgedacht, um den US Seglern, die Schwierigkeiten mit einer korrekten Ausrichtung des Pendelruderblattes haben … hier ein kleine Hilfe zu geben … eine andere Funktion hat die Schraube nicht, schon gar nicht die Funktion eines shearpins … wenn die Schraube abgeschoren ist … genuegt es zu wissen, wie die richtige Ausrichtung ist ( – IN GERADER LINIE MIT DEM SCHAFT ) …
Ist schon witzig, dass einige US Segler am liebsten um eine ganze Tuete von Ersatz bítten … um exakt die gleiche Erklärung zu erhalten … wie diese.

Allerbest
Peter Foerthmann

Mini Globe Race: Etappenieg für Schweizer Stitelmann – nun „das Monster“: 4.700 sm solo, nonstop im Pazifik

Der Schweizer Renaud Stitelmann hat die erste Etappe des Mini Globe Race auf seinem 5.80 Mini „Capucinette“ gewonnen. Nach dem Start vor Antigua bewältigte er die knapp 2000 Meilen bis Panama  in 8 Tagen und 18 Stunden. Der deutsche Starter Christian Sauer segelt einen Tag danach als Sechster von 14 Booten ins Ziel.

Yacht auf Felsen: Crew versucht waghalsiges Rettungsmanöver mit Beiboot

Yacht auf Felsen getrieben

Was tun, wenn die Yacht in Legerwall auf einen Felsen getrieben ist? Boot verlassen? Auf Hilfe warten? Ein Video im Netz sorgt für kontroverse Debatten. 

SailGP Los Angeles: Dänen krachen gegen Tonne – Team Germany mit finalem Highlight

Der SailGP ist zurück. Gesegelt wurde am Wochenende in Los Angeles das 4. von 13. Events. Dänemark crasht, das Quintett an der Spitze stabilisiert sich, Kanada wird immer besser, Team Germany überrascht zum Schluss.

Die Formkurve der Deutschen zeigt nach oben

Erik Heil und sein Team haben an den Fehlern gearbeitet © Ricardo Pinto for SailGP

Die Formkurve der Deutschen zeigt nach oben

Continue reading Die Formkurve der Deutschen zeigt nach oben at float Magazin.

Atanga schwimmt wieder

16.03.25, Australien/QLD/Burnett Heads, Tag 3.942

Achim bringt nur gute Nachrichten über den Zustand von Atanga in die Hütte: Keine eingerosteten Schösser, sogar das Vorhängeschloss vom Außenborder ist nicht zugegammelt. Was er auch anfasst, lässt sich drehen. Sprayhood,  Bimini und Deck haben nicht mal den Ansatz von Grünspan oder Spark. Das trockene Klima in Süd-Queensland zahlt sich aus.

Okay, alle Batterien sind platt. Damit haben wir gerechnet. Die waren schon bei unserer Ankunft in Australien fast am Ende. Wir haben drei Batteriebänke – eine Starterbatterie und zwei Verbraucherbänke. Erstmals versuchen wir es mit einer Lithium-Batterie für die kleine Verbraucherbank. Dafür ist eine andere Lademimik erforderlich, aber die benötigten Teile sind schnell geliefert. Und der Chef-Elektriker weiß, was er macht.
Die große Bank, die auch das Bugstrahlruder bedient, bekommt wieder zwei herkömmliche Blei-Akkus. Die Ströme, die das Buggi abfordert, mögen die Lithium-Batterien nicht, die man hier ‚mal eben für einen nicht Herzinfarkt erzeugenden Preis‘ kaufen könnte.
Wir sind gespannt, ob die neue, recht preiswerte (230 Euro), Lithium-Batterie hält, was sie verspricht: endlose Energie für die immer größer werdende Anzahl an stromfressenden Geräten.

Vor der Wasserung hat Achim noch Öl- und Impellerwechsel auf der Liste. Der Impeller treibt ihm Zornesfalten auf die Stirn. Es fehlt ein zweites Handgelenk. Aber nach Stunden gibt der Bastard auf.
Der Kühlschrank will nicht anspringen. Dank bordeigener Vakuumpumpe und Füll-Montur ist auch das Problem in kürzester Zeit gelöst.

Eine Füllmontur, Kältemittel und eine Vakuumpumpe an Bord zu haben, ist absolut zu empfehlen. Das hat uns schon häufig gerettet einen Kältetechniker zu rufen zu müssen.

Und natürlich muss das Coppercoat angeschliffen werden. Nach einem Aufenthalt an Land möchte unser neues Antifouling mit 320er Schleifpapier aktiviert werden. Das wäre eigentlich mein Job gewesen, aber ich fläze mich in der klimatisierten Oase.

Am Krantag hat Achim Hilfe von einem den Marina-Jungs, der die Leinenarbeit am Steg übernimmt. Kaum festgetüttelt noch ein Schreck: Wasser steht neben der Spüle und unter den Bodenbrettern. Große Wirkung, recht kleines Problem. Die Fußpumpe mit der wir Seewasser in die Spüle pumpen können, ist defekt. Wahrscheinlich ist die so alt wie Atanga – 36 Jahre alt. Im Inneren ist ein Teil gebrochen. Nicht reparabel. Aber genau diese Pumpe gibt es noch immer zu kaufen und die wird fünf Tage später geliefert. Perfekt.

Achim bleiben nur zwei Tage, um sein Werkzeug-Ersatzteile-Chaos zu beseitigen und zu putzen, bevor Prinzessin von der Hütte an Bord umzieht. Was soll ich sagen? Der Käpt’n hat Großes geleistet. Deswegen ist er ja auch der Käpt’n.  ;-)

Es kommen noch unsere Klamotten, Vorräte und Geschirr aus dem Auto an Bord. Beim Wegräumen kann ich einarmig helfen. Normalerweise hätte ich alle Schränke ausgewischt, aber der Staub ist weniger als nach einer langen Überfahrt, also geht es auch mal ohne.

Der Fluch der hohen Bordwand von Atanga. Damit ich an Bord komme, hat Achim mir eine zweiseitige Trittleiter besorgt. Das klappt ganz gut, nur leider weht der Wind meistens ablandig, so dass Achim mir Atanga an den Steg ziehen muss. Das ist für uns beide etwas lästig, aber zurzeit die beste Lösung.

Für das Foro hat Achim Atanga los gelassen :lol: das wäre beinahe schief gegangen und es hätte mich von der Leiter gezogen.
Den Arm nehme ich inzwischen stundenweise aus der Schlinge. Entweder ich lege ihn dann auf dem Oberschenkel ab oder halte mit der Hand den Arm an der Knopfleiste vom Hemd hoch.

Inzwischen sind vier Wochen rum. Die Schulter darf ich noch nicht bewegen. Der Bruch ist nicht stabil genug. Zwei weitere Wochen Geduld sind angesagt. Aber ich brauche nicht mehr ständig die olle Armschlaufe tragen. Ich kann mit der rechten Hand inzwischen ein Messer halten und weiche Sachen wie Champignons in Scheiben schneiden. Zumindest solange der Unterarm irgendwo aufliegt. Und für diesen Text kann ich sogar mit rechts die Maus bedienen.
Drei Sätze täglich mit verschiedenen Übungen, wie den Arm hängen lassen oder lang ziehen, zeigen Erfolg. Der Ellenbogen wird geschmeidiger.
Leider ist der Arm noch immer geschwollen am Ellenbogen. Geduld! Bäh!

Von der Physio habe ich eine Rolle mit Seil bekommen. Der gesunde Arm zieht den gebrochenen Arm in die Länge.
Das Seil wird einfach in eine geschlossene Tür eingeklemmt. Wissen die denn nicht, dass wir auf Atanga runde Türen haben? An Bord gibt es nur einen Platz, wo ich mich so ausbreiten kann ohne anzuecken. In der Pantry.

Einen zeitaufwändigen Job ist Achim los. Ich benötige keinen Chauffeur mehr. Zum Arzt und zur Physio kann ich mit dem Bus fahren. Direkt vor unserer Hütte und vor der Marina hält fünf Mal täglich ein Bus nach Bundaberg. Genau wir in Brisbane auch hier zum Schnäppchenpreis – jede Fahrt 50 Cent. Bitte, geht doch.

Es läuft gut auf Atanga.

Nachlese Alfred

Alfred hat zum Glück, kurz bevor er auf Landgetroffen ist, einiges an Stärke verloren. Somit hielten sich Windbruchschäden in Grenzen. Da der Zyklon tagelang vor der Küste Schwell aufbauen konnte, hat es an der ‚Goldcoast‘ zu heftigen Strand-Erosionen geführt. Ein erheblicher Schaden, vor allem für den Tourismus.
300.000 Haushalte waren ohne Strom – in Australien sind alle Stromleitungen oberirdisch. Extreme Regenfälle haben zu großflächigen Überflutungen geführt.
Alles in allem ist die Region nach dem ersten Zyklon nach einem halben Jahrhundert glimpflich weg gekommen.

Die Goldcoast vor Alfred –        Foto-credit: 4ussiestyle

Die Goldcoast nach Alfred – der Strand wird wohl ‚für immer‘ verloren sein. Die Abbruchkante ist zwei, drei Meter hoch.
foto credit: 4ussiestyle