Globe40: Die zweite Halbzeit läuft – ”Wilson” mit Blitzstart in Etappe vier
Startschuss zu Etappe 4 im Globe40: In Australiens Ex-Olympia-Metropole Sydney haben die Class40-Weltumsegler am Neujahrstag den Pazifik-Abschnitt eröffnet.
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Outremer Catamarans in Frankreich kündigt Großes an. Mirt zwei neuen Schiffen für das gehobenen Längensegment baut die Wert sein Angebot weiter aus. Der Outrmer 57 und der Outremer 64 werden jetzt gleichzeitig auf Kiel gelegt und sollen 2027 fertig sein.
01.Januar 2026; Neukaledonien/Nouméa; Tag 4.233
2025 hatte eigene Ideen mit uns. Zweimal wurden unsere Pläne kräftig durchgeschüttelt. Im Februar mein gebrochener Arm. Statt für Indonesien haben wir uns für Neukaledonien entschieden. Und dann ein Visum, das „nein“ sagte. Neuseeland war plötzlich auch gestrichen.
Pläne? Neu sortiert.
Routen? Umgelegt.
Das Leben findet jeden Tag einen Grund dafür. Nicht nur auf See. Jobs, Termine, Familienplanung. Alles ist im Fluss. Kaum hat man sich auf einen Kurs geeinigt, kommt ein Schelm von hinten und verändert die Route. Uns hat 2025 nach Nouméa geführt. Ganz so schlimm war das Jahr also nicht. Nur total konsequent darin, uns umzulenken.
Für 2026 wünschen wir Euch Gelassenheit bei Veränderungen und genug Humor, wenn Pläne Bord gehen. Ein glückliches neues Jahr für alle!
Unsere Pläne für 2026
Angesichts der erwiesenen Sinnlosigkeit von Plänen erscheint es verwegen, dass wir trotzdem welche haben.
Einiges ist konkret, anderes noch schwammig.
Februar/März – Vier Wochen Wohnmobil auf der Südinsel waren geplant. Da wir Neuseeland nun ganz, ganz doof finden, verzichten wir auf weitere Annäherungsversuche. Eine Einreise per Flugzeug haben wir verworfen. Stattdessen haben wir uns etwas deutlich Spannenderes ausgedacht: Tasmanien! Der südliche Zipfel Australiens soll wie die Südinsel Neuseelands sein. Nur wilder, mehr Tiere, weniger Regen und überhaupt: viel besser. Ätschi bätschi!
Campervan und Flüge sind gebucht. Wir haben uns für einen 4×4 entschieden. Wissen wir doch, dass Australien für uns da am schönsten ist, wo man nur mit Vierrad-Antrieb hinkommt.
(foto credit: Autovermietung ‚AutoRent‘)
Spätestens Mitte Mai müssen wir Neukaledonien verlassen. Die zollfreie Schonfrist für Atanga läuft dann aus. Das passt gut, dann ist auch die Zyklonsaison zu Ende.
Bis zum Jahresende liegt eine ambitionierte Strecke vor uns. Rund 5.000 (in Worten fünftausend) Meilen. Dafür haben wir knapp sieben Monate Zeit. Genau das Richtige für die segelfaule Bande hier an Bord.
Von Neukaledonien nach Malaysia gibt es zwei grobe Routen. Nördlich oder südlich von Papua-Neuguinea entlang. Der Unterschied sind 50 Meilen in der Länge.
Alles westlich von der Grenze durch Guinea ist Indonesien. Der größte Inselstaat der Welt.
Unser nächstes Ziel ist überschaubar. Bis Vanuatu sind es ungefähr 250 Meilen. Easy. Aktive Vulkane und verrückte Turmspringer stehen auf der Liste. Für Vanuatu sind 30 Tage geplant. Visaverlängerungen darüber hinaus haben den Ruf, „schwierig“ zu sein.
Unser Jahresendziel heißt Malaysia. Nach Vanuatu liegt der Streckenverlauf noch im Dunkeln. Indonesien ist riesig, tausende Kilometer lang und mit aufwendigen Visa-Regelungen behaftet. Die Route glänzt durch die komplette Abwesenheit von Ausweichländern. Hat man erst mal den Fuß auf indonesischen Boden gesetzt, muss man weiter. Unglückliche Gegenwinde ab November (Stichwort: ‚durch den Monsun‘) erleichtern die Planung nicht.
Die grobe Strecke durch das Inselgewirr von 17.000 Inseln ist vorgegeben. Die Details werden noch ergänzt, verworfen oder komplett ignoriert. Pläne sind gut, Umwege auch. Und meistens wird es genau da interessant, wo wir nicht hinwollten.
Fortsetzung folgt. Wie immer.
Wir freuen uns auf ein gemeinsames Jahr 2026 mit Euch. Vielen Dank, dass weiterhin so viele tapfer mit uns durch die Lande reisen und unsere Planänderungen verfolgen. Herzchen-Emoji.

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