Kategorie: News & Blogs

Knarrblog: Wenn der Vorsitzende den Abend rockt – Wittensee-Masters als Vorbild

Carsten Jungclaussen

Der Ruf dieser Regatta eilt ihr voraus. Ich habe die Gastfreundschaft schon einmal genießen dürfen. Wenn es überall so wäre, wie am Wittensee, hätte der Segelsport keine Probleme. Auch die jüngste Auflage ließ keine Wünsche offen. Weiterlesen →

Neuer Gesetzesentwurf: Hafenbetreiber sollen vor Sturmfluten warnen

Die SH-Landesregierung reagiert mit einer Novelle des Landeswassergesetzes auf Wetterextreme und zieht ihre Konsequenzen aus der schweren Sturmflut im Oktober. Weiterlesen →

Unfall beim Optisegeln: 10-jähriges Mädchen ertrinkt

Die Teilnehmerin an einem Optikurs ist nach einer Kenterung verstorben. Die Beteiligten und Behörden rätseln, was genau passiert sein könnte. Optisegeln gilt als sichere Art, Kindern das Segeln beizubringen. Weiterlesen →

SV Gegenwind – Asha Reich + Helge Aßmann GER

NUN SCHLÄGT ES ZEHN – UND SIE SIND RUM – UM DIE GANZE WELT
Zehn Blogs im Verlauf von 10 Jahren, ist das nun viel oder viel zu wenig?

Es ist jedenfalls meine Referenz an ein Seglerpaar, das sich dereinst aufgemacht, mit ihrer Gegenwind, mit dem Winde um die Welt zu segeln … einem Schiff, das meine Sympathie besitzt, weil Hanseaten in meinem Herzen einen festen Platz innehaben … zumal ich drei dieser schicken Schiffe selbst besessen habe. Ich weiss also, wovon ich rede. Logisch freut mich, dass meine Steuersklaven diese Schiffe geräuschlos durch die Wellen steuern, ohne Mucken, Murren oder gar Zicken. Hanseaten und Windpiloten …. das gehört für mich zusammen…. und ich stehe hier nicht alleine.

Soeben erreicht mich diese Mail, die zehnte, um das Bild nochmal zu strapazieren …. darum will ich die Botschaft niemandem vorenthalten, denn die Gegenwind kommt zurück in ihren Heimathafen … wo sie sehnsüchtig erwartet wird … Na hoffentlich!:

Moin, Moin,

kleiner Überfall!
Wir liegen zurzeit mit unserer GEGENWIND in Praia da Vitoria, auf den Azoren und wenn uns das Wetter keinen Strich durch die Rechnung macht, werden wir in Kürze aufbrechen, zu dem längsten Segelstück dieses Jahres. Es geht zum englischen Kanal und anschließend weiter nach Deutschland, zurück in unsere Heimat.

Nach etwas mehr als zehn Jahren Segeln um den Globus, kommen wir nun zurück. Einige sehr wenige wissen es schon und da wir immer häufiger gefragt werden, was wir vorhaben, sagen wir das nun endlich doch auch allen unseren Freuden. Wir waren auf unserer Reise immer sehr vorsichtig, mit der Angabe unserer Ziele, denn das eine oder andere Mal sind wir doch an einem anderen schönen Ort gelandet, der sich uns aufgedrängt hatte.
Nun gibt es für uns aber kein Zurück mehr!

Wir planen unsere Ankunft in Deutschland. Natürlich können wir noch kein Datum nennen, denn das Wetter kann ja immer noch ein paar Überraschungen in Petto haben, aber wir trauen, uns einen Zeitraum für unsere Ankunft zu nennen:

Wir haben den September 2024 ins Visier genommen.
Wir haben zwar noch kein Datum, aber Wochentag und Urzeit stehen schon fest:
Ein Samstag an dem wir zwischen 13:00- 14:00 Uhr ankommen werden.

Ankommen werden wir in GEGENWINDs Heimathafen, Kiel und bei unserem Heimat-Segelverein, der Marine-Jugend Kieler Förde e.V. (MJK: www.marinejugend.de)!

Die Marine-Jugend wird uns an ihrem Steg vor dem Vereinsheim an der Kieler Innenförde (Kiellinie) in Empfang nehmen.

Wenn Du, Deine Familie und Freunde Lust habt dabei zu sein, freuen wir uns auf ein erstes Wiedersehen nach soooo langer Zeit.
Geplant wird von der Marine-Jugend Kieler Förde e.V. ein Rahmenprogramm, das natürlich auch und gerade für Kinder und Jugendliche etwas bietet. Details folgen noch.

Eine Bitte:
Wenn Du dabei sein möchtest, teile uns das bitte kurz mit und nenne auch die Anzahl Deiner Begleiter (Erwachsene/ Kinder/ Jugendliche). Das hilft, damit jeder Spaß dabei hat.

Unsere Gefühle für die Rückkehr sind absolut gemischt nach der langen Zeit auf den Weltmeeren. Aber wir freuen uns schon riesig darauf, jeden einzelnen persönlich wiederzutreffen!

Viele Grüße von den Azoren

Asha & Helge
Crew der SY GEGENWIND auf Heimatkurs

Umwelt: Dänischer Meeresbiologe erklärt erste Riffe vor der Insel Als für tot

Schweinswale in der Kieler Innenförde

“Der Meeresboden ist tot.” So lautet das erschreckende Fazit, zu dem der dänische Meeresbiologe Bo Mammen Kruse nach dem letzten Tauchgang in der Nähe der Stadt Sønderborg kommt.  Weiterlesen →

Kollisionsverhütungsregeln: Die KVR in der Übersicht

Die internationalen Kollisionsverhütungsregeln (KVR) tragen dazu bei, Zusammenstöße auf See zu vermeiden. Die aktuellen Regeln im Überblick.

Quelle

Anatomie einer Massenkarambolage

UFO22 Crash

Vier Sportboote stecken ineinander. Die Crews wollten möglichst schnell eine Leetonne runden. Dabei sind mehrere Fehler passiert, die in der Folge diese Wuling verursacht haben. Wie kann es zu dieser Kettenreaktion kommen? Wo beginnt die Fehlerkette? Weiterlesen →

Und plötzlich ist alles anders

06.08.-12.08.24, Australien/QLD/Cairns, Tag 250-256 Roadtrip

Wir schlafen in einem richtigen Bett. Um uns herum ist alles grün. Wir haben wieder Wetter. Sogar Regen. Ein Geschirrspüler steht bereit.

Und warum ist alles anders? Schuld hat Richard. Richard hat das erste Mal im September 2019 einen Kommentar auf Atanga geschrieben. Damals hatte Achim Zahn und konnte mit der Ärztin auf Tahiti keine Lösung für seine Probleme finden. Richard ist Zahnarzt und Achim durfte ihm damals das Röntgenbild vom Problemzahn schicken.
Richard wohnt mit seiner Frau Sabine in Cairns. Beide sind Segler und vor zwei Jahren haben sie ein Boot in Kroatien gekauft und in Rekordzeit nach Australien gesegelt. Zufällig waren wir vor einem Jahr zeitgleich in Fiji. Dort haben wir uns auf einen Kaffee getroffen und drei Stunden ein Schwätzchen gehalten. Als wir von unseren Australien-Roadtrip-Plänen erzählten, bekamen wir spontan die Einladung, dass wir sie in Cairns besuchen sollen.

Und hier sind wir jetzt. In einem schönen Haus mit großer Wohnküche und den entspanntesten und lustigsten Leuten, die wir seit langem kennen gelernt haben. Ein kleines Träumchen. Aus angedachten drei Tagen sind bereits sechs geworden. Ein Ende ist noch nicht abzusehen. :mrgreen:

Pause in einer Kaffee-Plantage. An der wären wir ohne ortskündige Führer vorbei gefahren. Unsere Tour-Guides sind großartig – in jeder Beziehung!

Um in diese Oase zu gelangen, mussten wir weitere 450 Kilometer nach Osten fahren. Endlich weicht die öde Rinderfarm-Savanne einer begrünten Gebirgskette. Das Auge freut sich über die Abwechslung. Von jetzt auf sofort fahren wir durch tropischen Regenwald.
Wir legen einen Stopp in den Bergen ein. Besuchen ein paar Wasserfälle, die am Weg liegen, bevor wir Cairns erreichen.

Krasser Wechsel – plötzlich ist alles grün.

Blick Richtung Cairns. Baumfarn wie in Neuseeland. Herrlich.

Barron Falls in Kuranda – die Regenzeit ist jetzt schon lange vorbei. Die Wasserfälle lassen nach. Aber was für eine Schlucht!

Hundert Jahre alter Bahnhof in den Bergen von Kuranda. Ein netter Touristenort.

Eine historische Bahn verbindet die Küste mit dem Regenwald.

Sabine und Richard wohnen seit 15 Jahren in einem Vorort von Cairns und kennen die Gegend gut. Ein Tagesausflug bringt uns zum ‚Granite Gorge‘. Durch den nahegelegenen Campingplatz sind die dort ansässigen Berg-Wallabies an Menschen gewöhnt. Futtertüten, die man kaufen kann, helfen ebenfalls den kleinen Kängurus ganz nahe zu kommen. Der Kraxelweg durch die geschliffenen Granitbrocken ist gefällig.

Sehr kleine Wallabies – dies ist eine Mutter mit einem Winzling im Beutel.

Das noch haarlose Baby im Beutel – man achte auf die Wimpern und Barthaare!

Berg-Wallaby (foto credit Sabine)

Warum diese Echse Blauzungenskink heißt, ist klar zu erkennen.

Schlangenfreunde! Am Eingang vom Granite Gorge darf man einen Python anfassen. Smudge ist 13 Jahre alt und mit 1,5 Metern ausgewachsen. Seine Lebensspanne ist fast erreicht. Diese Python-Art wird maximal 15 Jahre alt.

In den Tümpeln zwischen den Granitfelsen paddeln Schildkröten.

Etwas Kletterei durch die Granit-Schlucht.

Die Küste ist ein phantastisch. Sogar jetzt im Winter noch 24 Grad. Vor der Haustür liegt das Great Barrier Reef. Die giftigen Quallen sind im Augenblick verschwunden – die kommen erst im Sommer zurück.
Wenn da nicht die Krokodile wären. Die Flüsse durch die Regenwälder von Nord-Ost-Australien sind Kroko-Land. Die großen Salzwasserkrokodile wohnen hier. An den Stränden sei es sicher, heißt es. Allerdings fallen bei der Beschreibung der Sicherheit Begriffe wie: „eigentlich, meistens, selten.“

Einer von vielen Stränden im Nord-Osten

Die Aussichten sind überall großartig

Wir fahren zusammen zum Daintree River, um eine Bootsfahrt zu unternehmen. Sabine kennt einen Anbieter mit Elektromotor. Das ist eine gute Wahl, da so die Vögel am Ufer nicht verscheucht werden. Den Krokodilen ist es wurscht. Eine schöne Tour durch die Mangroven mit Croc Garantie. Zumindest im Winter – jetzt ist das Wasser für die Krokodile zu kalt, so dass sie sich viel an Land aufhalten.  Nur der junge Bootsführer ist etwas nervig. Wir hören irgendwann auf zu zählen, wie oft er warnt, dass es überall Krokodile gebe. „Nicht schwimmen! Fünf Meter Abstand zum Ufer. Dann ist man sicher!“
Am Ende der Tour hat es auch der letzte begriffen. Aber er hat ja nicht ganz unrecht. Erst vor zwei Wochen gab es den zweiten tödlichen Vorfall in diesem Jahr mit einem Salty. Einen Angler hat es erwischt. Das Krokodil wurde gefunden und getötet. Es sollen Überreste vom Angler im Magen gefunden worden sein.

Mit dem Boot kommt man sehr nahe an die Krokodile heran – die lassen sich absolut nicht stören.

Das ist ein ausgewachsenes Weibchen – ungefähr drei Meter lang. Und zwanzig Jahre alt.

Das ist Scarface. Die Bootsführer kennen alle erwachsenen Krokodile mit Namen. Dieses alte Männchen dürfte sechs Meter lang sein. Der Opa hat kaum noch Zähne. Die wachsen zwar lange nach, aber Scarface hat seine beste Zeit hinter sich.

Scarface ist der Star der Bootstour. Die Breite dieses Krokodils ist sehr beeindruckend. Seine Zähne braucht er nicht unbedingt. Opfer, die er nicht mehr kauen kann, versteckt er so lange unter Wasser, bis sie verrottet sind.

Ein Kingfischer – Azurfischer – Australischer Eisvogel


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Ein Boot wie ein Rocksong

Die AMT 240 DC flitzt wie ein Pfeil über die Wellen, Schluss ist erst bei 49 Knoten © Alexi Mäkinen

Ein Boot wie ein Rocksong

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SV Palve-Ago – Thomas Gottschalk GER

HR 36 – ES FUNKTIONIERT ALLES SUPER

Moin Peter,
Es funktioniert alles super
Hier noch Bildmaterial für deine Galerie.

Vielleicht ruft dich schon bald eine Empfehlung mit einer HR 42 an.

Für heute beste Grüße und handbreit.
Bleibe bitte schön gesund.

Thomas Gottschalk

Die Geburt einer Windpilot Pacific

STÜCK FÜR STÜCK ENTSTEHEN DIE GUSSTEILE

Geburt einer Pacific

SV Droopy – Gerrit Paetow GER

AUCH EIN SABBATJAHR GEHT MAL ZU ENDE – VIEL ZU SCHNELL!
Lieber Peter,
nach einem Jahr bin ich zurück in Steinhude. Rechnungen, Versicherungsangelegenheiten und Steuern holen einen in Windeseile zurück in den Alltag. Auch fehlt mir das Leben auf Droopy und die damit verbundene Leichtigkeit. Aber wer bin ich, mich nach einem so feinen Jahr zu beschweren.

Die Cabo Rico hat sich übrigens in vielerlei Hinsicht bewährt. Gerade im Vergleich zu den vielen anderen Yachten, die man unterwegs so trifft, und derer teils struktureller Probleme, merkt man, mit welcher Qualität diese Boote gebaut wurden. Gut, dass ich in der Position bin, sie zunächst behalten zu können.

Die Fahrt von Saint Martin nach Flores gelang flott in 17 1/2 Tagen. Ich hatte einen Freund an Bord, da Matheo und Carole bereits aus der Karibik zurückgeflogen waren. Mein Sohn hatte mir vor der Transat im Dezember bereits mitgeteilt, er würde nur einmal mit mir über den Atlantik segeln. Diese Überfahrt dauerte aufgrund des spät einsetzenden Passats nahezu 27 Tage und Matheo hat seinen Beschluss daraufhin verständlicher Weise nicht geändert.

Aufgrund von Problemen mit dem Autopilot verlor ich etwas Zeit auf den Azoren. Der für den Schlag zum Kontinent angereiste Freund musste nach zwei Wochen unverrichteter Dinge zurückfliegen, da er mit einem zu kurzen Zeitfenster im Gepäck angerückt war. So segelte ich einhand zurück zum Kontinent. Vorher aber segelte ich mit Droopy noch im Angra Bay Cup, was ein riesen Spaß war.

Meine Reise endete übrigens in Lorient, wo Droopy den Fluss Blavet stromauf überwintern wird. Alleine wäre eine Reise unter Zeitdruck durch den Ärmelkanal nicht machbar gewesen, ich musste am 01.08. wieder Arbeiten.
Zu den tollen Menschen, die ich kennenlernte gehören natürlich auch einige Bekannte von dir, von denen ich drei herausstreichen möchte.

Harry Schank – Horta

Deinen coolen Kumpel Harry lernte ich in Horta kennen, wo er ungekrönter König im Hafen zu sein scheint.

Kai Brueckner GER

Dort traf ich auch auf Kai mit seiner Albin Vega, der ein sehr feiner Mensch und hervorragender Gitarrist ist. Die größten Abenteurer, die ich unterwegs kennenlernte und glücklicherweise immer wieder traf, waren Kudi und Andi auf ihrer Albin Ballad. Mit der hatten sie bereits die Erde umrundet und jeden Abend konnten sie unglaubliche und spannende Geschichten erzählen– völlig irre!

Steuerfreiheit

Rückblickend bin ich sehr dankbar, das war ein rundes Jahr!
Auf beiden Atlantikquerungen fiel übrigens mein Autopilot aus. Auf dem Hinweg aufgrund mechanischer Probleme, auf dem Rückweg aufgrund elektronischer. Beides war mit Bordmitteln nicht zu beheben.
Meine Windfahnensteuerung rettete mir beide Male den Arsch. Niemals würde ich eine lange Ozeanpassage nach meinen Erfahrungen ohne ein so feines Gerät angehen.
 
Ich hoffe euch geht es gut und wir finden mal Zeit für ein Treffen,
 
mit besten Grüßen aus Steinhude,
Gerrit SV Droopy

Moin Gerrit,
ein schöner Bericht, man fühlt die Sonne zwischen den Zeilen …
Allerbest aus Hamburg
Peter
Hamburg 11.08.2024