Kategorie: News & Blogs

Stephan Bodens Kolumne: Braucht man Papierseekarten an Bord?

Seekarte als ringgebundener Atlas

Die Art, wie wir navigieren, hat sich in den vergangenen Jahren fast schon revolutionär geändert. Machen in Zeiten von zuverlässigen elektronischen Plottern und Apps Papierseekarten noch Sinn?

Jeff Bezos: Giga-Segelyacht „Koru“ als Hochzeitsshuttle in Venedig

Amazon-Gründer Jeff Bezos und Lauren Sánchez planen ihre Hochzeit in Venedig. Für die dreitägige Feier wird nahezu die gesamte Wassertaxiflotte reserviert.

Cap pour Elles: Vom Mini via Team Malizia in die Class40 – Axelle Pillains neue Chance

Team Malizias Ex-Teammitglied Axelle Pillain ist im Wettbewerb Cap pour Elles nachgerückt. Boris Herrmanns Ocean-Race-Crew-Mitglied segelt auf Kurs Transat.

Dumm gelaufen: Mit Vollgas an der Brücke hängengeblieben

In unserer Rubrik „Dumm gelaufen“ tauchen inzwischen einige sportliche Brückendurchfahrten auf, bei denen das Rigg von oben kam. So wie zuletzt hier und hier. Aber keine Passage wurde so selbst- und zielsicher vorgetragen, wie diese. 

METIS 45: Einheits-Foiler für Offshore-Rennen

Das von Sangiorgio Marine in Italien zu bauende Boot soll eine Brücke zwischen Class40- und IMOCA60-Yachten schlagen und Foiling-Technologie für breitere Zielgruppen zugänglich machen.

IMOCA-Favorit: Thomas Ruyant verliert den Geldgeber

Thomas Ruyant

Gerade noch schien es, Thomas Ruyant, einer der größten Player im IMOCA-Zirkus, hätte einen wohl durchdachten Plan für die Beibehaltung seiner Spitzenposition entwickelt, da gibt er bekannt, dass sich sein Hauptsponsor zurückzieht. Was das bedeutet.

Museums-Großsegler: “Peking” – Ein Buchstabe machte den Unterschied

Die „Peking“ in Hamburg gehört zu den fünf erhaltenen Museums-Großseglern Deutschlands. Sie gehörte zu den legendären Flying P-Linern.

Bootskauf: Auf diesen Wegen bekommen Sie Schiffe fast geschenkt

Bootskauf: Es gibt Gründe, warum ein Segelboot aufgegeben wird und mindestens ebenso viele, es vor dem Abwracken zu bewahren. Beispiele mit Vorbildcharakter

Mini Globe Race: Deutscher Teilnehmer bei zweiter Etappe an der Spitze

Christian Sauer führt die zweite Etappe des Mini Globe Races an. Mit Zwischenstopps geht es die rund 7.200 Seemeilen von Panama nach Fidschi.

Ostsee: Hafen Lohme auf Rügen bleibt weiter gesperrt

Wegen Baggerarbeiten bliebt der Hafen Lohme im Norden Rügens bis Ende April gesperrt – und wird bei Saisonbeginn nicht zur Verfügung stehen.

Die Police für alle Weltmeere

Auslands-Reisekrankenversicherung

Pantaenius bietet eine spezielle Langfahrt-Krankenversicherung an © Brambusch

Die Police für alle Weltmeere

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Sie ist wieder da

02.April.25, Australien/QLD/Burnett Heads, Tag 3.959

Heute im Krankenhaus bekommen wir nach dem Röntgen die gute Nachricht: es hat sich „Knochenkitt“ gebildet. Bereits mit Calcium angereichert und somit auf dem Röntgenbild zu erkennen. Der Doc ist zufrieden. Und wir erst!

Die weiße Linie ist Knochenkallus, der sich schon etwas verhärtet hat. In den nächsten Monaten wird das wieder richtig stabil.
Um an dieses Röntgenbild zu kommen, musste ich mich mächtig verrenken. Der Arzt im Krankenhaus wollte mich eigentlich erst wieder Ende April sehen. Das wäre 10 Wochen nach dem Unfall gewesen. Da hätte ich vier Wochen ohne Physio verschenkt (die machen nämlich ohne dieses Röntgenbild gar nichts und selber wäre ich auch unsicher gewesen. Hält es oder nicht?). Mit zäher Penetranz habe ich dann heute – 6,5 Wochen nach Unfall – einen Termin bekommen. Chaka.

Die Verbindung ist noch nicht stabil genug für Belastungen, aber ich darf –muss – die Schulter jetzt wieder bewegen. Die letzten 14 Tage hatte ich den Ellenbogen an den Körper gepresst und einige Fortschritte in die Selbständigkeit gemacht. Mit Messer und Gabel essen. Die Zähne mit rechts putzen. Und ich bin wieder die Herrin über die Küche. Hurra. Achim hat uns zwar wunderbar versorgt, aber so ist es dann doch besser für alle.
Aber so ein kurzer Dinosaurier-Arm schränkt ganz schön ein. Die Luken im Schiff öffnen, für mich unmöglich. Haare bürsten, keine Chance. Den BH zumachen – dafür braucht es eine helfende Expertenhand. Und noch immer komme ich nicht von alleine von Bord. Daran wird jetzt gearbeitet. Wichtig ist, die Mär, dass ich weder abwaschen noch abtrocknen kann, aufrecht zu halten. :-)

 

Kochen und schnippeln mit kurzem Dinosaurierarm funktioniert ganz gut. Nur Reis abgießen und ähnliches geht noch nicht.

Achim arbeitet weiter die to-do-Liste ab. Sehr erfolgreich und mit wenig Rückschlägen.

– Segel aufziehen (Die lagen 14 Monate beim Segelmacher zur Durchsicht und Ausbesserung. Der gute Mann hat auf unsere Nachrichten, dass wir später als erwartet zurück kommen, nicht mit der Wimper gezuckt. Wollte nicht mal Geld vorzeitig.)

– Der Außenborder machte schon länger Zicken. Nicht der Motor. Sondern das Gelenk mit dem man überhaupt eine Richtungsänderung vornehmen konnte. Dieser Schaft war fest gerottet. In der Werkstatt gegenüber der Marina konnte das Behoben werden. Alles läuft wieder fein.

So langsam werden wir wieder ein Segelschiff mit allem, was dazu gehört.
Der Fluss in dem wir liegen, ist Mangroven schlammig. Türkis muss noch etwas warten.

– Wassermacher (das ewige Sorgenkind) und Heizung laufen tadellos.

Und wir füllen, solange wir noch das Auto haben, schon mal unsere Vorräte auf. Im Bioladen gab es Roggenvollkornmehl im praktischen 12,5 Kilo Sack. Endlich kein Weißbrot mehr. Ein Hochgenuss. Im Augenblick muss der Brotbackautomat noch ran (auch die alte Kiste läuft prima).

Wann es weiter geht, hängt von meinem Arm ab. Achim Bedingungen sind glasklar. Ich muss alleine in der Lage sein, die Badeleiter hochzuklettern. Auch wenn es schaukelt. Nicht nur im Trockenversuch in der Marina. Und wenn ich mich auf dem schwankenden Kahn spontan mit rechts festhalten muss, um nicht durch den Salon zu fliegen, soll der Arm nicht sofort abbrechen.  :mrgreen:

Ich arbeite dran. Es gibt eine Scheibe Käse mehr zum Frühstück.