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Vier überzeugende Sieger zur Maior

Für Begeisterung sorgte rundum das hohe Niveau, auf dem bereits zum Start in das Jahr agiert wurde.

Nach drei tollen Tagen auf dem Wasser konnten sich Gordon Nickel (Bremen) und Kai Mares (Dänischenhagen) am Steg gegenseitig abklatschen und beglückwünschen. Beide Steuermänner hatten ihre Klassen mit ihren Crews dominiert und der Konkurrenz nur selten die Möglichkeit gegeben, auch mal einen Sieg zu landen. Kai Mares gelangen mit der „Immac Fram“ bei sieben Wettfahrten vier Siege und drei zweite Plätze in der ORC III. „Wir haben schon vor Ostern die Möglichkeit zum Training genutzt und waren gut eingespielt“, berichtete Mares und hatte auch ein Lob für die Wettfahrtleitung übrig: „Das haben die sehr gut gemacht. Alles lief wie am Schnürchen.“

Die “Immac Fram” sicherte sich einen klaren Auftktsieg. Foto: segel-bilder.de

Das galt auch für die eigene Crewarbeit. Mit einem Sieg und einem zweiten Platz zum Abschluss hatten Mares und Co wieder alles im Griff, nachdem an Tag zwei die „H.E.A.T“ von Max Augustin noch fast ebenbürdig war. Doch die Hamburger hatten nur einen mittelmäßigen Abschlusstag unter den 14 Mannschaften und hatten Mühe, die „OneSpirit“ noch auf Platz drei zu verweisen. Die Crew um Steuermann Sören Brandt (Kiel) kam zum Abschluss noch mal gut in Fahrt und landete in der finalen Wettfahrt ihren ersten Tagessieg. „Wir sind sehr zufrieden mit unserer Leistungskurve. Nachdem im vergangenen Jahr noch Gordon Nickel bei uns gesteuert hat, ist die Crew jetzt komplett neu aufgestellt“, berichtete Brandt. Er selbst ist der Einzige aus der 2018er Crew, der noch an Bord ist. Die übrige Mannschaft ist entweder in andere Projekte ein- oder aus beruflichen Gründen ganz ausgestiegen. „Wir sind sehr froh, dass es uns gelungen ist, ein neues Team zusammenzustellen. Wir sind alle noch sehr jung, haben einen Altersdurchschnitt von knapp über 20 Jahren. Jetzt müssen wir noch am Zusammenspiel und an den Manövern arbeiten. Den Trimm haben wir schon sehr gut im Griff.“

Am letzten Tag sprang die “Sydbank” noch auf Platz drei. Foto: segel-bilder.de

Bei den großen Yachten (ORC I+II) scheint die „Sportsfreund“-Crew wirklich alle Aspekte des Seesegelns schon top umgesetzt zu haben. Erstmals mit der X41 auf der Regattabahn – und schon siegreich. „Es war fast schon beängstigend gut“, grinste Trimmer Bertil Balser, während Yachtmakler Kai Mares flachste: „Ihr habt das Boot eben beim richtigen Makler gekauft.“ Das Büro Kirchner&Mares hat die gebrauchte X41 vermittelt und damit einen Volltreffer gelandet. Sechs Siege (ein geteilter mit der „Halbtrocken 4.0“) und ein zweiter Platz brachten der „Sportsfreund“ fast die Idealnote ein. Der Kampf der X41 ist damit neu sortiert, denn hinter der „Sportsfreund“ reihten sich die beiden Schwesterschiffe, die „Halbtrocken 4.0“ von Michael Berghorn (Kiel) und die „Sydbank“ von Torsten Bastiansen/Sven Christensen (Flensburg) ein. Der „Sydbank“ gelang am letzten Tag noch der Sprung auf das Treppchen. Den Platz hatte die „Intermezzo“ unfreiwillig durch einen verpatzten Auftakt am Sonntag mit Rang 14 freigemacht. „Die Mannschaft wollte was ausprobieren und wir haben den Riggtrimm verändert“, erklärte „Intermezzo“-Eigner Jens Kuphal (Berlin). „Danach lief die Kiste einfach nicht. Anschließend sind wir wieder auf die alten Einstellungen zurückgegangen, und prompt war es wieder ein zweiter Platz.“ Der reichte allerdings nicht mehr, um die „Sydbank“ noch zu gefährden. Doch wichtiger als die Trophäe war Jens Kuphal die Erkenntnis, dass er mit dem Kauf der Landmark43 auf eine Trumpf-Karte gesetzt hat: „Das Boot macht wahnsinnig Spaß. Gerade bei Winden um die 15 Knoten zieht es richtig los.“

Martin Menzner beherrschte einmal mehr die J/80-Szene. Foto: segel-bilder.de

Die Top-Karte bei den J/80 ist weiterhin die „Pike“, und das obwohl Steuermann Martin Menzner (Stein) die Crew zum Saisonauftakt wegen privater Verpflichtungen umbauen musste. „Es hat aber alles gut geklappt und es gab keinerlei Probleme an Bord“, erklärte er nach einem fast schon etatmäßigen Sieg. Zum WetterWelt-Cup soll die Mannschaft wieder in gewohnter Formation segeln, ansonsten geht die Crew die Saison allerdings etwas gedämpft an. Zur Maior siegte die Menzner-Crew vor Arne Wilcken (Schilksee) und Hauke Krüss (Helgoland).

Die Eckernförder um Charlotte Braun-Dullaeus sicherten sich den J/70-Sieg. Foto: segel-bilder.de

In der J/70 hatte Gerd Knospe zwar den besten Schlusstag, und der Berliner sammelte im Laufe der Serie auf die meisten Tagessiege ein. Aber die größte Konstanz zeigten die Eckernförder um Charlotte Braun-Dullaeus, die sich den Gesamtsieg vor Gerd Knospe und der reinen Frauencrew von Tania Tammling (Hamburg) sicherten.

Nach langer Durststrecke: Der VSaW siegt wieder

Deutsche Segel-Bundesliga 2019: <p>
	Bundesliga-Auftakt auf dem Starnberger See: der VSaW hat die erste Regatta der Saison gewonnen</p>

Nach sieglosem letzten Jahr ist der Verein Seglerhaus am Wannsee vor Starnberg optimal in die siebte Liga-Saison gestartet. Wie der BSC bei den Zweitligisten

VSaW gewinnt den ersten Liga-Spieltag

Auf Rang zwei kam der Chiemsee YC mit Steuermann Poldo Fricke vor dem Bayerischen YC mit Veit Hemmeter, der am Abschlusstag mit der Serie 1-2-1-1 zeigte, wer sich bei leichtem Wind in der Starnberger Bucht am besten auskennt. In der 2. Liga siegte der Blankeneser SC (Claas Lehmann) klar vor dem Hamburger SC (Silke Basedow) und dem Potsdamer YC . Eiskaltes Wetter empfing den Liga-Tross am Sonntagmorgen in Starnberg. Nur drei Grad Lufttemperatur, aber immerhin trocken. Bei rund sechs Knoten Nordwind wurde ab 10 Uhr gesegelt – und vor 14 Uhr war schon das komplette Drei-Tages-Programm von 16 Flights in beiden Ligen gesegelt. „Man musste schon zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort sein“, umschrieb VSaW-Steuermann Jasper Wagner, dass am Sonntag die kleinen Dreher und Zieher entscheidend waren. Auch Poldo Fricke betonte: „Man musste schauen, was die Bedingungen hergeben. Wir fahren einfach ein gutes Rennen“, hatte er sich vorgenommen. Während der VSaW den Sieg schon im vorletzten Rennen klar gemacht hatte, ging es im letzten Flight für den CYC noch ums Podium. Mit einem Nullstart kam er auf die Bahn, kontrollierte den WV Hemelingen (mit Carsten Kemmling), der ebenfalls noch Chancen auf die Podiumsplätze hatte, auf der Kreuz und ging mit einer halben Bootslänge Vorsprung um die Luvmarke. Eine Art Matchrace zwischen den beiden an der Spitze schloss sich an, bei dem Kemmling kurz vor dem Ziel weghalste, um überhaupt noch eine Chance zu haben. Doch das brachte nichts mehr, der CYC segelte als Erster über die Linie und holte sich insgesamt Platz zwei. Ähnlich war der allerletzte Lauf: Der „Bayerische“, der bei starkem Wind am Samstag Schwächen gezeigt hatte und auf Rang 12 absackte, war am Sonntag auf der Überholspur. Mit einem Superstart ging das Team am Pin-End ins Rennen, wendete nach gut 50 Metern und nahm einen Linksdreher mit. An der Luvtonne war das Rennen an der Spitze praktisch schon entschieden. Der dritte Tagessieg bescherte dem Hemmeter-Team Podiumsplatz Nummer drei. Das junge Team des Gastgebers Münchner YC (Durchschnittsalter 20 Jahre) begeisterte mit zwei frechen Läufen zum Schluss und kam insgesamt auf Rang acht. Der amtierende Meister NRV segelte nur auf Rang sieben, der zweifache Meister DTYC Tutzing enttäuschte auf Rang 17. Beste Aufsteiger auf Rang elf waren die Berliner der SV03. Blankenese in der 2. Liga vorne Spannend ging der Sonntag in der 2. Liga los: Spitzenreiter Blankenese leistete sich einen fünften Platz. Doch die Mannen um Claas Lehmann rissen sich zusammen, segelten dann die Plätze 2-1-1 und waren mit 34 Punkten klar vor der Damen-Crew des Hamburger SC mit Silke Basedow. Um einen halben Punkt verpasste die SV Itzehoe das Podium, das der Potsdamer YC komplettierte. (vg)
Die BSC-Mannschaft um Claas Lehmann (rechts) fand nach einem Patzer am Sonntagmorgen schnell zurück in die Erfolgsspur. Foto: Volker Göbner
Endergebnis 1. Spieltag, 1. Liga 1. VSaW 35 Punkte (Jasper Wagner, Felix BErgmann, Elias Rothe, Max Salzwedel) 2. Chiemsee YC 45 P. (Leopold Fricke, Moritz Fricke, Lorenz Huber, Simon Tripp) 3. Bayerischer YC 47 P. (Veit und Teresa Hemmeter, Leopold Lindner, Jan Nürnberger) 4. Düsseldorfer YC 49 P. (Jan-Philipp Hofmann, Nils-Henning Hofmann, Alexander Swade, Patrick Treichel) 2. Liga 1. Blankeneser SC 34 P. (Claas Lehmann, Florian Dzsieslaty, Justus Kellner, Valentin Zeller) 2. Hamburger SC 40 P. (Silke Basedow, Maren Hahlbrock, Luisa Krüger, Lea-Katharina Witt) 3. Potsdamer YC 43 P. (Mike Przybyl, Leonie Eichhorst, Moritz Kahl, Paul Pox) 4. SV Itzehoe 43,5 P. (Christian Soyka, Stefan Gründler, Julian Ramm, Paula Schälke) Komplett-Ergebnisse 1. Liga Komplett-Ergebnisse 2. Liga

Scow FR 18: kleiner, flinker Daysailer

EYOTY 2017 Scow FR18 La Rochelle 2016 BKo_018: <p>
	Scow FR 18 &ndash; h&uuml;bsch anzusehen und &auml;u&szlig;erst temperamentvoll</p>

Die Zierliche mit plattem Bug ist derzeit einzigartig am Markt. Sie glänzt mit ihrer eigenen Ästhetik und gehobener Bauausführung. Das Porträt im PDF-Download

Maior 2019: Segelspaß pur

Die Gesichter glühend von der Sonne, die Nasen eisig vom Wind, das Grinsen nach heißen Rennen tief ins Gesicht gemeißelt: Der zweite Tag der Maior-Regatta offenbarte pures Segler-Glück, als die Crews am späten Nachmittag wieder in den Olympiahafen von Schilksee eingelaufen waren.

Eine zunächst frische und später abnehmende Brise ermöglichte auf der ORC-Bahn drei anspruchsvolle Rennen – fünf sind es insgesamt nach zwei Tagen. Die J/70 und J/80 haben sogar acht Wettfahrten in der Liste. Was die ORC-Crews an der Spitze besonders begeisterte: Frische Projekte haben die Klasse auf ein neues Niveau katapultiert.

Das Maß der Dinge bei den großen Yachten (ORC I+II) bleibt auch nach dem zweiten Tag die „Sportsfreund“ mit Steuermann Gordon Nickel. Doch der Fight wird enger: Michael Berghorn war mit der „Halbtrocken 4.0“ am Samstag auf gleicher Höhe. Und die „Intermezzo“ von Jens Kuphal vermasselte sich den ersten Tagessieg zur Maior nur durch einen minimalen Frühstart.

Die “Sportsfreund” (GER 7800) führt bei den großen Yachten. Foto: sport-bilder.de

„Es waren Rennen auf absoluter Augenhöhe“, berichtete Gordon Nickel, nachdem die „Sportsfreund“ und die „Halbtrocken 4.0“ jeweils einen Sieg und einen zweiten Platz eingefahren hatten und sich das dritte Rennen mit exakt gleicher Berechnung mit 1,5 Punkten teilten. Nickel, der am Freitag beide Rennen gewonnen hatte, setzte damit seine Premiere als Steuermann der „Sportsfreund“ erfolgreich fort. Eigentlich ist er auf der neuen X41 als Mann für den Spinnaker geplant. Da aber Eigner und Steuermann Axel Seehafer zur Maior beruflich verhindert ist, sprang Nickel, der im vergangenen Jahr die „OneSpirit“ zum deutschen Titel führte, kurzfristig ein. „Das hat sehr gut geklappt. Aber es ist auch eine sehr gute und erfahrene Mannschaft an Bord.“ Ein Team, das wohl auch im weiteren Saisonverlauf noch für Aufsehen sorgen wird. Denn mit Kieler Woche, Deutscher Meisterschaft zur Travemünder Woche und der EM in Schweden will die Crew das volle Programm fahren. Zu einer Zielformulierung beim internationalen Höhepunkt wollte sich Gordon Nickel zwar nicht hinreißen lassen, aber eine Top-5-Platzierung bei der EM wird zumindest nicht ausgeschlossen.

Sichtlich genossen hatte den Tag auf See auch Michael Berghorn: „Einfach super!“, fasste der „Halbtrocken 4.0“-Eigner die Wettfahrten zusammen. Dabei begeisterte ihn nicht nur, die eigene starke Performance, sondern vor allem die Größe und Klasse des Feldes. „Vor einem Jahr haben wir mit einem kleinen Feld zusammengesessen und uns gefragt, ob das überhaupt noch Sinn macht. Wir haben schon daran gedacht, ins Mittelmeer zu gehen.“ Doch in 2019 scheint alles anders: Allein sechs X41 sind auf der Maior-Bahn, insgesamt sind 18 Yachten in der ORC I+II zur Maior am Start. Weitere Crews mussten kurzfristig ihre Teilnahme absagen, werden aber im Saisonverlauf noch auf der Bahn erwartet. „So macht es wieder richtig Spaß. Und es war schön zu sehen, dass nach dem ersten Tag die neuen Projekte ganz vorn zu finden waren“, so Berghorn. Gemeint waren neben der „Sportsfreund“, die zu dieser Saison nach einem Jahr Pause mit neuem Boot auf die Bahn zurückgekehrt ist, die frische Humphreys39 „Gingko“ von Dirk Clasen und die „Intermezzo“ von Jens Kuphal. Der Berliner hat die WM-Sieger-Yacht des vergangenen Jahres aus Norwegen nach Deutschland geholt und spielt sich nach kurzer Eingewöhnungszeit auf der Landmark43 ein: „Wenn man den richtigen Punkt trifft, dann fährt das Schiff wie auf Schienen und entwickelt eine unglaubliche Performance.“ Noch gelingt der Crew das nicht immer, aber wenn, dann ist die „Intermezzo“ kaum zu halten. „Das macht riesig Spaß. Wir haben dann auch Yachten hinter uns, die uns eigentlich vergüten müssten. Schade war der Frühstart. Da waren wir nur minimal zu früh, hatten ansonsten ein tolles Rennen.“ Trotz Frühstart nimmt die „Intermezzo“ nach Tag zwei den dritten Rang hinter der „Halbtrocken 4.0“ und der „Sportsfreund“ ein.

Die “Immac Fram” bestimmt das Geschehen in der ORC III. Foto: segel-bilder.de

In der ORC III legt die „Immac Fram“ mit Kai Mares zwar eine eindrucksvolle Serie hin und hat drei Siege und zwei zweite Plätze auf dem Konto. Dennoch ist das Rennen noch nicht entschieden, denn die „H.E.A.T“ von Max Augustin bleibt mit nur zwei Punkten Abstand dicht dran. Und die neu aufgestellte Crew der „OneSpirit“ um Steuermann Sören Brandt kommt als Gesamtdritte immer besser in Fahrt. „Die Top-Drei sind eng zusammen, dahinter ist etwas Luft. Wir selbst können auf eine gut eingespielte Crew zurückgreifen. Damit ist es auch einfacher, die größer werdenden Koordinationsprobleme für das Training zu kompensieren. Denn die beruflichen Verpflichtungen werden auch bei uns größer. Damit ist es nicht mehr ganz so einfach“, berichtet Kai Mares, der der „OneSpirit“ hohen Respekt zollte: „Die haben nach dem Crew-Umbau schnell zusammengefunden.“

In der Einheitsklasse J/80 konnte die „Pike“-Crew um Martin Menzner zwar nicht ganz an die überlegene Performance des ersten Tages anknüpfen. Die beständige Leistung sorgte aber dafür, dass Menzner seinen Vorsprung auf die Verfolger Arne Wilcken und Hauke Krüss sogar ausbauen konnte.

Bei den J/70 steuert Charlotte Braun-Dullaeus mit der Crew des SC Eckernförde auf Siegkurs. Der Berliner Gerd Knospe erwischte dagegen nach einem starken Auftakt einen wechselhaften Tag und rutschte von der Topposition.

Aufmerksamer Beobachter der Maior-Regatten war DSV-Vize Clemens Fackeldey, in dessen Geschäftsbereich das Seesegeln fällt. „Es macht Spaß zu sehen, wie sich das Seesegeln zu diesem Jahr entwickelt hat. Die Regatta-Vereinigung Seesegeln hat da in der Vergangenheit sehr gute Arbeit geleistet.“ Fackeldey freut sich daher schon jetzt auf die Kieler Woche, wenn er nicht nur als DSV-Präsidiumsmitglied Präsenz zeigt, sondern sogar in der Wettfahrtleitung aktiv sein wird.

Wilder See: Liga-Auftakt im Wetter-Wirbel

Sein wildes Gesicht zeigte der Starnberger See am Samstag beim Auftakt-Event zur Segel-Bundesliga. Von null bis 35 Knoten westliche Winde, Sonne, Wolken, Hagel, Schauerwalze, Dauerregen. „So krasse Bedingungen habe ich noch nicht erlebt“, kommentierte ein Teilnehmer.

„Das haben wir eigentlich jedes Wochenende hier, nur vielleicht meist bei weniger Wind“, erwiderte der Fahrer des Shuttle-Motorboots. Sonnenschüsse zuhauf, Gleitfahrten im Dutzend – inklusive dem Zwang zur Halse am Gate. Action war also reichlich geboten an diesem Samstag in Starnberg.

Gute sechs Flights wurden in beiden Ligen gesegelt, zwölf Flights insgesamt stehen in beiden Ergebnislisten. Mit der Schauerwalze am Samstagnachmittag indes gingen die Temperaturen drastisch nach unten: Vier Grad (plus) standen am frühen Abend auf der Anzeige. Schneefall bis herunter auf 500 Meter kündigt der Wetterbericht bis zum Sonntagvormittag an. Der Starnberger See liegt 584 Meter über Null.

Vor allem an den Downwind-Marken kam es immer wieder zu spannenden Situationen. Foto: Volker Göbner

VSaW baut Führung in der 1. Liga aus

Seine Führung deutlich ausgebaut hat der Verein Seglerhaus am Wannsee (Jasper Wagner, Felix Bergmann, Elias Rothe und Max Salzwedel), auch wenn sie im vorletzten Rennen einen letzten Platz eingefangen hatten (dem dann aber wieder ein Laufsieg folgte). Mit 25 Punkten liegen die Berliner zehn Zähler vor dem Flensburger Segel-Club (Jan Hauke Erichsen, Florian Jakobthorweihen, Cedric Menzel und Nele Söker), die begeistert von den Glitschbedingungen waren. Als einziger Clubs aus dem Süden kam der Chiemsee YC gut zurecht. Poldo Frickes Team rangiert punktgleich mit den Flensburgern auf Rang drei. Wieder nach oben gearbeitet hat sich der Titelverteidiger NRV (Florian Haufe), der sich auf Rang vier verbesserte.

Blankenese erobert Tabellenspitze in der 2. Liga

Nur erste und zweite Plätze sammelte der Blankeneser SC (Claas Lehmann, Florian Dzsiesiaty, Justus Kellner und Valentin Zeller) am Samstag in der 2. Liga. Damit segelte er klar an die Spitze. Sechs Punkte zurück liegen der Potsdamer YC und der Hamburger SC (31 P.), der mit einer reinen Damen-Crew (Silke Basedow, Maren Hahlbrock, Luisa Krüger und Lea-Katharina Witt) agierte. Auf Rang vier zurückgefallen ist die SV Itzehoe. „Es läuft heute nicht so“, kommentierte Christian Soyka die Serie von vierten und fünften Plätzen. Erst im letzten Rennen waren die Itzehoer wieder vorne, teilten sich den ersten Platz mit dem Lübecker YC.

Vier Flights stehen für beide Ligen am Sonntag noch an. Ein bis vier Grad, leichter Niederschlag und nur noch wenig Wind verspricht die Prognose. (vg)

Ergebnisse 1. Liga

Ergebnisse 2. Liga

CNC Rock

Fertige Scheiben aus Lexan.

Die letzten 12 Rohlinge für die Seitenscheiben hatte ich bereits vor Wochen angefertigt, gestern bin ich endlich mal dazu gekommen, daraus die neuen Scheiben zu fräsen. Sie bestehen aus Lexan (Polycarbonat) mit UV-Schutzschicht und sind 10mm stark.
Wer sehen möchte, wie die „Gläser“ ohne Schutzfolie wirken, schaut sich den Beitrag vom 16.07.2017 an: Neue Scheiben braucht das Boot
Damals hatte ich die ersten 4 Scheiben angefertigt, um ein Backup für die lange Fahrt nach Hause zu haben.

Und hier noch ein Video zum Beitrag:

Dritter Tag auf See

Das Wetter ist immer noch hervorragend und der Wind hat über Nacht von Amwind auf Halbwind gedreht. Auf einem Katamaran heißt das, das wir etwa alle drei bis vier Sekunden unsanft von der Seite angelupft werden, bevor die Welle dann…

Eiermann siegt – zwei Titel für deutsche Yachten vor Antigua

Antigua Sailing Week 2019: <p>
	Antigua Sailing Week 2019: Skipper Gerd Eiermann und seine Crew auf &quot;Odin II&quot; konnten sich in der Division CSA Bareboat 1 durchsetzen</p>

Die 52. Antigua Sailing Week ging an diesem Wochenende mit Titelentscheidungen in zwölf Klassen zu Ende. Das Segelfest hat seine Teilnehmer begeistert

Laser in Gefahr: RS Aero überzeugt beim Olympia-Test

RS aero Einhandjolle Segeln Elbe 2014 BSc_113_IMG_6691: <p>
	Der RS Aero im YACHT-Test</p>

Dem seit 1996 olympischen Laser droht das Aus: Bei der Evaluierung konnte sich zunächst der RS Aero gegen den Laser und zwei weitere Konkurrenten durchsetzen

Die Neue aus Ellös: Wie immer – nur noch besser

Hallberg-Rassy 40C: <p>
	Spannendes im Aufbau: Die neue Hallberg-Rassy 40C kommt als Neuheit f&uuml;r 2020</p>

Hallberg Rassy arbeitet an einem neuen 40-Fußer mit Mittelcockpit. Ein weiterer Schritt in der engagierten Gesamterneuerung der traditionellen Typenreihe

Segel-Bundesliga live: Übertragung vom 1. Spieltag ab 12 Uhr

Die Übertragung des ersten Segelbundesliga Spietages vom Starnberger See beim Münchner Yacht-Club. Weiterlesen