Archiv der Kategorie: News & Blogs

Goldener Opti zum Gold-Jubiläum auf Rekordkurs

Zudem steigt der Goldene Opti auch im internationalen Vergleich zu einer der bedeutendsten Veranstaltungen in der Jüngstenbootsklasse auf. Neben den Athleten wird auch eine Reihe von ehemaligen Aktiven, Förderern und Honoratioren erwartet.

Seit 1968 segeln auf der Strander Bucht Opti-A-Segler aus vielen Nationen um den begehrten Preis, Ranglistenpunkte und seit einigen Jahren auch um eine Nationenwertung. Außerdem wird parallel der Silberne Opti unter Opti-B-Seglern vergeben. Anlässlich des runden Jubiläums wurde die Beschränkung der Teilnehmerzahl auf insgesamt 500 Segler erweitert. Und die Optimisten nutzten die Möglichkeit. Fast 400 Kinder und Jugendliche bis 15 Jahre wollen in der Opti-A-Klasse dabei sein, über 100 in der Klasse Opti B.

Neben dem Sport steht auch immer die Völkerverbindung im Mittelpunkt der Veranstaltung. Eine polnische Delegation ist seit Jahrzehnte dabei, und mit dem großen Grillbuffet am Samstag nach den Wettfahrten sorgt für gemeinsamen Spaß am Land. Ein buntes Unterhaltungsprogramm mit einem Zauberkünstler, einer großen Tombola und Disco runden das Jubiläum ab.

Zum Jubiläumsempfang am Samstag werden neben Oberbürgermeister Dr. Ulf Kämpfer diverse Sieger der vergangenen 50 Jahre erwartet, darunter erfolgreiche Europa-, Weltmeisterschafts- und Olympiateilnehmer, deren Karriere im Opti auf der Strander Bucht begonnen hat. Mit unter den geladenen Gästen sind auch Förderer und Partner des Goldenen Opti.

52 SuperSeries: Müller-Spreer und Hasso Plattner beim Auftakt – Wo ist Ben Ainslie?

Der Einstieg von Ben Ainslie in die 52 SuperSeries schien ein geschickter Schachzug zu sein. Aber nun glänzt er durch Abwesenheit. Dafür segeln nun zwei deutsche Steuermänner in der führenden Monohull-Serie. Weiterlesen

Stetig kommen wir unserem Ziel Horta näher

Zwischen dem zwölftem und dem vierzehnten Tag auf See

“Ne. Ich schreibe da nicht ‚Dreizehnter Tag auf See’ Da kann ja werweisswas passieren. Mast fällt runter oder so!“ Uns trennen noch 24h um den Längengrad der Insel Flores / Azoren zu übersegeln. Wir segeln. Immer noch und immer noch relativ schnell für grade mal 11 Knoten Wind.

Harald, von der CREW 42 hat geschrieben. Er hat geschrieben, wie seine Zeit auf der MARLIN für ihn war. Für mich sind das wichtige Zeilen, die ich unzensiert für den Bereich Kundenreferenzen auf der marlin-expeditions.com Seite einbinde, wie immer wenn sie für unser zukünftigen Mitsegler informativ geschrieben sind. Bevor Interessenten ihre Zeit auf der MARLIN buchen, weiß ich, wird diese Seite intensiv studiert. Im Original schreibt Harald wie folgt:

 

Cuba Familienurlaub CREW 42

Barfuß in der Karibik. Die „Kinder“ fahren nochmal mit in Urlaub. Kinder stimmt ja nicht mehr: Leon ist schon 22 und Henry auch schon 19. In dem Alter ist Urlaub mit den Eltern ja extrem uncool. Es sei denn, das Reiseziel stimmt. Cuba. Und dann noch segeln in der Karibik zu den vorgelagerten Inseln, den Cayos. Wie toll ist das denn. Einmal fragen hat gereicht und beide sind sofort hellauf begeistert. Und was das für ein toller Urlaub war. Mit Skipper segeln kann ja schon mal kritisch sein und andere an Bord muss auch nicht unbedingt klappen. Die jungen Männer machen mit den Älteren Urlaub und sind dann auch noch auf engem Raum unterwegs. Mal schnell aussteigen geht dann ja nicht. Diese Bedenken sind aber auf der Marlin völlig unbegründet. Skipper Micha macht kurze und knappe Briefings und bindet die Junges gleich mit ein. Jeder hat dann so seine Aufgaben. Daraus wird im Verlauf auch eine enge Bindung, die unseren Jungs und auch Micha gut tun. Nicht nur an Bord, sondern auch auf den Partys an Land, wo zu cubanischen Klängen lässig mit den Hintern gewackelt wird. Bei den Cubanern sieht das ja auch gleich extrem elegant aus. An Bord gibt es immer viel zu tun, aber am Strand liegen und im flachen warmen Wasser Seesterne gucken oder mit Kokosnüssen werfen ist auch drin. Den Törn Rhythmus geben wir, die Crew 42, vor. Micha macht da keinen Stress. Er ist da, wenn was zu tun ist oder zieht sich zurück und macht irgendwas. Was das war und was er so alles gemacht hat haben wir erst hinterher im Blog gelesen. Das war schon eine Menge von der wir so gar nichts mitbekommen haben. Er hat uns da in Ruhe unseren entspannten Urlaub leben lassen. Auch cool. Geholfen haben wir dennoch immer gerne, wenn er unsere Hilfe brauchte.

Nach ein wenig Einweisung klappte das Segeln immer besser und wenn es erst gegen Mittag losgeht ist das auch nicht schlimm, ist ja Urlaub und irgendwie sehen wir das alle so. Aber das war ja bei weitem nicht das Tollste. Entschuldigung liebe Marlin, ist nicht bös gemeint. Du bist ein super tolles Schiff mit viel Platz und flott am Wind, absolut sicher und schneidig, mit bequemen Kojen …. Ein Boot zum verlieben, was man nie mehr verlassen möchte. Wir können Micha da schon gut verstehen.

Das Tollste waren die Ziele, die er uns gezeigt hat: türkisfarbenes warmes Wasser, in dem das Schwimmen im Sonnenauf- oder untergang ein Traum war, schnorcheln und entdecken der Unterwasserwelt, feinster weißer Sandstrand, den man ohne Sonnenbrille kaum ansehen kann. Cuba Lifestyle am Leuchtturm, auf Expedition mit den Insel-Rangern auf der Suche nach Krokodilen und Affen oder beim Sundowner, der sanft geschaukelt und nicht gerührt an der Süllkante am besten schmeckt. Die Trinkkokosnüsse, die man mit wenig Rum verfeinert und die dann nach viel mehr schmecken, waren immer en Highlight. In den bescheidenen Supermärkten mit den leeren Regalen und der ungewohnt mageren Auswahl sieht man die andere Seite von Cuba. Konsum wie in den westlichen Ländern gibt es hier nicht. Alles wird gebraucht und auch die alte ausgemusterte Bordbatterie findet schnell einen neuen Abnehmer und wird noch ein langes Leben fristen. Gefehlt hat trotz der „Armut“ nie etwas.

Armut ist ja auch relativ: wenig Konsumgüter aber viel Zeit für sich und andere. Entspannte Lebensart ohne Hektik – Cuba ist reich daran – weniger ist mehr lernt man hier. Und der fangfrischer Fisch vom Kutter frei Boot gegen Rum getauscht ist Gaumenkitzel vom Feinsten. Und wer noch keine Langusten a`la Micha gekostet hat, hat eben noch keine Langusten gegessen. Küchenarbeit wurde geteilt, jeder durfte mal kochen, aber besonders gut waren die Künste des Skippers. Unvergessen bleiben die hübschen Conches, die mühsam gesucht und ertaucht werden müssen, um dann nach harter Arbeit beim Öffnen 24h später in Zitronen-Sud mariniert, im Salat unglaublich zart schmecken. Tage, die wie im Flug, viel zu schnell vergehen. Kaum ist man da, geht´s schon wieder zurück. 2 Wochen sind definitiv zu kurz , um den Lebensrhythmus an Bord einzuatmen und runterzukommen. Ein guter Anfang, aber definitiv zu kurz. Ich persönlich freue mich auf die Atlantikpassage im Winter Ost/West nach Brasilien. Sofern mich der Skipper mitnimmt. Es kommen ja auch nur handverlesene Gäste an Bord. Ist auch gut so. Passt halt nicht immer jeder zu jedem und vorher wissen kann man das auch nicht. Hier hatte alles gepasst. Die Junges schwärmen immer noch und wir sind im allgemeinen Arbeitsalltag im Rückblick noch immer beseelt von einem tollen Urlaub mit maximalem Entspannungs- und Erlebnisfaktor, der noch lange nachhallt. Und wenn wir Sehnsucht haben, helfen die Blogeinträge und Bilder weiter. Danke Micha für einen tollen Urlaub

Skippers Anmerkung: Wer jetzt denkt, dass es immer toll war an Bord die ganzen Zeit. Der irrt. Auch mit den Menkers hat es mal geknallt. Klar. Wenn sieben Menschen für 2 Wochen auf ca. 55qm Lebensraum, an denen immer einer wackelt, zusammen leben, dann knallt es eben auch mal. Das gute daran, grade mit den Haralds Familie war die grundlegende menschliche Sympathie und Kompromissbereitschaft, die diesen Törn auch für mich zu einem Vorzeigetörn gemacht hat, wo ich mir dann sage: „Ist ja doch nen toller Job den du da hast und machst Micha.“ Danke an Harald und Familie für diese tolle Zeit.

Harald wird im Winter über Weihnachten und Neujahr mit über den Atlantik segeln. Da freue ich mich richtig drauf! Kurze 12 Tage Törns werden wir in der kommenden Zeit allerdings nicht mehr anbieten. Das hat sich als generell als zu kurz gezeigt. Drei Wochen ist schon mindestens notwendig um sich an Schiff und Besatzung gewöhnen zu können. Besser sind vier oder mehr Wochen an Bord insbesondere, wenn in diesem Zeitraum ein Ocean überquert wird, lange oder schwierige Strecke zu segeln sind. Wir erarbeiten derzeit Teilstrecken als Angebot auf unserer Website, die generell aber jederzeit Zu- und Aussteigen ermöglichen sollen. Insbesondere werden wir in Zukunft mehr Wert auf Landausflüge und geführtes Begleitprogramm legen. Wer Interesse daran hat, schaut regelmäßig auf MARLIN-Expeditions.com der Entwicklung unserer Angebote zu. Die Grafik zeigt die derzeitige Planung der MARLIN ab Oktober 2018 beginnend in Faro.Wer die Angebote nicht abwarten will kann sich jederzeit über unser Formular als Mitsegler bewerben.

 

Neue Rekorde: Die Holländer fliegen dem Ziel entgegen

Volvo Ocean Race 2017/2018: <p>
	Etappe 9, Tag 5: AkzoNobel h&auml;lt den neuen 24-Stunden-Rekord f&uuml;r VO65-Yachten</p>

Die holländischen Spitzenreiter haben nur noch gut 1000 Seemeilen bis nach Cardiff zu absolvieren: AkzoNobel und Brunel führen die Atlantik-Hatz an

Yachting Heritage Centre präsentiert „111 Jahre A&R“

Eröffnung A&R: <p>
	Oliver Berking er&ouml;ffnet die Ausstellung &raquo;111 Jahre A&amp;R&laquo;</p>

Mit dem Bootsbau machte Henry Rasmussen sein Hobby zum Beruf. Was aus dieser Leidenschaft entstand, ist nun in Flensburg zu sehen

Volvo Ocean Race: Nord-Atlantik zeigt die Zähne – Rekordfahrten bei Extrembedingungen

Die Volvo Ocean-Race-Flotte nähert sich mit Höchstgeschwindigkeit Europa. 24-Stunden-Rekorde purzeln, dramatische Power-Bilder entstehen und die Holländer sind am schnellsten. Aber das dicke Ende kommt noch. Weiterlesen

Außenbordkamerad: Pottwal am Strand vor Zingst gestrandet – oder nicht?

Ein offenbar lebloser Pottwal sorgte heute Morgen am Strand von Zingst für Aufsehen. Urlauber schlugen Alarm und „Wissenschaftler“ untersuchten das Tier. Weiterlesen

Revierprofil: Ionisches Meer

Charterfirma: Istion Yachting, Lefkáda Marina, 31100 Lefkáda, GR. Tel. 0030 264 5100199, E-Mail: charter@istion.com, Internet: www.istion.com. Vertreten durch: Master Yachting, Yachtcharter 1A, 97286 Sommerhausen, Deutschland. Tel. 0049 (0)9333 90440-0, E-Mail: info@master-yachting.de, Internet: www.master-yachting.de

Schiffe und Preise: Angeboten werden Yachten von 32 bis 57 Fuß zu Preisen von 1.200 bis 9.900 Euro sowie Kats von 38 bis 47 Fuß von 2.500 bis 9.400 Euro.

Revier: Ein Familienrevier, in dem es auch mal anders kommen kann, als man glaubt. Seekarten: Imray G 12 – Levkas to Zákynthos.

Nautische Literatur: Rod Heikell: Greek Waters Pilot (englisch).

Wind und Wetter: In den Sommermonaten sorgt der Meltemi meist für bestes Segelwetter.

Wetterberichte: Hängen in den Hafenämtern aus. www.windfinder.de und www.wetteronline.de versorgten uns während des Törns mit Wetterberichten.

Leuchtfeuer und Seezeichen: Alle Häfen sind gut befeuert. Viele der Ankerbuchten sollten nachts nicht angelaufen werden.

Gezeiten und Strom: Der Tidenhub ist gering. Log und Plotter zeigten Differenzen von +/- einen Knoten an. Regelmäßig­keiten ließen sich nicht erkennen.

Navigation: Terrestrisch.

Beste Zeit: Juni und September. Im Juli und August sind fast alle Häfen überfüllt.

Anreise: Flug nach Préveza, Transfer mit dem Bus (2 Euro) oder Taxi (circa 25 Euo).

Einreise & Zoll: EU- und Schengenland.

Sprache: Griechisch. Englisch wird überall gut verstanden.

Klima: Mediterran mit sehr heißen Sommern. Der Meltemi verschafft Linderung.

Kleidung: Leichte Baumwollkleidung. An Bord reicht eine spritzwassergeschützte Jacke.

Sicherheit: Die Ionischen Inseln gelten als sehr sicher.

Reiseführer: Sabine Becht / Sven Talaron: Kefaloniá und Íthaka, im Michael Müller Verlag.

(Bild: Jan Bindseil)

WINDVERHÄLTNISSE

Meltemi

Von Juni bis September ist er der beherrschende Wind im Ionischen Meer. Meist setzt er am späten Vormittag aus Nordwest ein, erreicht am Nachmittag selten fünf Windstärken und sollte sich mit der sinkenden Sonne wieder verabschieden.

Schirokko

Dieser Wind aus Südost bis Süd vermiest Törns meist nur in der Vor- und Nachsaison. Er kann Sturmstärke erreichen und sorgt für starke Bewölkung, hohe Luftfeuchtigkeit und viel Regen.

Micha hat den Ocean Blues

Zwölfter Tag auf See

Hätte Ralf mal nicht so große Töne gespuckt. Kurzum ist Generator Erika in den Streik getreten und zwar richtig. Letzte Nacht dann olle Welle aus Ost, Wind aus SE und wir fangen an mitten aufm Atlantik aufzukreuzen. Ne. Das muss wirklich nicht sein. MARLIN macht das auch nicht gerne. Ich mach das nicht gerne. CREW 45 macht das nicht gerne. Es ist fast wie im Miami Channel. „Ralf. Weck mich wenn Du nicht mehr weiter weist.“ Ralf weckt mich nicht und reffen tut er auch nicht. So werde ich wach, als das Wasser bereits an den Portlights des Kajütdachs der MARLIN vorbeirauscht und das Schiff sich mit 3 Knoten in den Wellen einstampft. „Eh. Was macht ihr da.“ Zugegeben, ich war wohl nicht grade freundlich zurückhaltend, als ich MARLIN aus ihrer 45° Zwangsjacke, seitwärts driftend, bei 26 Knoten Wind befreie. Hana und Ralf stehen da wie nassgewordene Pudel. Als MARLIN nach Zupfen hier, fieren dort, reffen sowieso, wieder elegant mit acht Knoten durch die Wellen sch neidet, versteht Ralf, dass Wache eben nicht nur Wachen ist. „Weck mich einfach das nächste Mal.“ „Joh.Is gut.“

Die Nacht war dann natürlich gelaufen. 25 Knoten Wind ist ja nicht viel, aber aus der Richtung da wo man hin muss, dass kann echt nerven. Is halte eben nix wo man aufs Knöpfchen drückt und der Autopilot macht das schon, sondern da geht es darum das Schiff zu beschleunigen um sich so selbst den Wind zu machen um durch und über die Wellen zu reiten, die gemein von schräg vorne kommen. Lautes Segeln ist das, wenn die Aluminiumdose auf die Brechern knallt und das ganze Schiff rappelt als wenn es ein paar Meter runter auf die Erde knallt. Wasser ist nicht weich. Wasser ist hart. Wir segeln nach Süden, wir segeln nach Norden, nach Ost und damit zum Ziel segeln wir auch: Ein bisschen. Eigentlich kaum der Rede wert. Aus der Verzweiflung heraus könnte ich beidrehen, was aber auch nichts bringt. Sehnsüchtig warte ich auf die Winddrehung die so langsam kommt wie sie vorhergesagt ist und gefühlt noch ein bisschen langsamer. Zwischendurch sitze ich im Pilothaus, mein Kopf sack t nach vorne und in kurzen Schüben schlafe ich häppchenweise. Meine Crew ist wie eingeteilt bei mir und hilft oder macht die Manöver selbstständig, die gemacht werden müssen, macht alles womit man sie beauftragt, zur vollen Zufriedenheit. Hana hat mir einen echten Kurzhaarschnitt verpasst. Hat ja den Vorteil, dass ich keine grauen Haare bekommen habe in der letzten Nacht.

Am Vormittag liegen wir Kurs NE an. Ist ja schon mal was. Die elektronische Windfahne dreht mit. Unser größtes Problem sind derzeit die Portugiesischen Galeeren, kleine segelnde Quallen, die im Wasser mehrere Meter lange, giftige Tentakel haben. Diese verfangen sich im Schaufelrad unserer Logge, die die Fahrt durchs Wasser misst und mit den Daten scheinbaren und echten Wind berechnet, verkleben diese. Der Autopilot unter Windfahnensteuerung findet das nicht grade lustig. Warum auch immer ist mir unklar. Ich muss dann das Bodenbrett in der Vorkabine hochklappen und die gallertartige Masse mit einer alten Zahnbürste und eine Zahnarztnadel aus dem Messgerät rauskratzen, um die Logge wieder funktionstüchtig zu machen. Zweimal pro Tag passiert das in der Regel seit den Bermudas. Klar auch Nachts. Ist meine Aufgabe, denn die Tentakel haben brennende Nesselzellen an ihrer Oberfläche. Am Anfang trage ich noch Handschuhe, so fies sind die Berührungen damit, später berühre ich die Tentakel einfach nicht mehr.

Irgendwann holt sich der Körper den Schlaf, den er braucht und weil meine Koje auf Lee liegt, schlafe ich bevorzugt im Salon ein. Als ich wach werde hat der Wind wieder ein paar Grad gedreht und kommt jetzt Halb. Guten Mutes, mit einer Mütze Schlaf ausgerüstet, motiviere ich meine Mitsegler die Genua mit dem Spibaum auszubaumen. Briefing im Pilothaus, Umsetzung an Deck. Alles klappt prima. Genua raus und wir segeln mit fast senkrecht stehendem Mast und neuneinhalb Knoten. Leider Richtung Biskaya. „Hmm. Etwas verschätzt. Sehen wir es als Übung für den Schlag von Horta nach Faro. Was meint ihr?“ Mein breites Grinsen kommt nicht so richtig überzeugend an. Wir bauen alles wieder ab. Dann setzt sich bei mir ein Blues ab. Ocean Blues. Für 20 Minuten schaue ich auf’s Wasser und will einfach nicht mehr. Keine blaues Wasser, kein Horizont, keine Mitsegler, kein Schiff, keine blauen Himmel, keine Segel… Für 20 Minuten verliere ich die Orientierung in meinem Leben. I ch kenne diese Zustände. Passiert einfach mal zwischendurch, meist mit Schlafmangel und Überreizung vermischt, meist wenn der nächste Hafen naht aber doch noch schier unerreichbar weit weg ist. Noch 335sm bis zum Rotwein Anlegeglas auf Horta.

 

Pottwal vor Zingst gestrandet?

Pottwal vor Zingst gestrandet?

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Paddeln zwischen Eisschollen

Paddeln zwischen Eisschollen

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Windsurf-Spektakel: 1200 Bretter an der Linie – Tramontana-Torstart bei 40 Knoten

Defi Wind

Wenn ein Motorboot mit irrem Speed auf einen Tausender-Pulk Stehbrett-Fahrer zuhält, ist wieder Defi Wind-Zeit. Die größte Windsurf-Regatta der Welt hatte wieder spektakuläre Bedingungen zu bieten. Weiterlesen