Kategorie: News & Blogs

Linjett 36: Linjett 36 im YACHT-Test – Was die neue Schwedin auf See kann

Die Linjett 36 zeigt im YACHT-Test viel Tempo, Kontrolle und Qualität. Was die neue schwedische Fahrtenyacht 2026 für anspruchsvolle Fahrtensegler so interessant macht.

Shackleton’s Todesschiff: ​Erstmals Bilder vom Wrack der „Quest“

Einer Expedition sind vor Neufundland erstmals Aufnahmen des Wracks der „Quest“ gelungen. Auf dem Schiff war 40 Jahre zuvor Ernest Shackleton gestorben.

Historie: Leuchttürme – Mehr als Romantik an der Küste

Leuchttürme und Signalfeuer sind weit mehr als Küstenromantik. Der Text zeigt, wie Lichtzeichen Geschichte prägten, Sicherheit auf See schufen und selbst im GPS-Zeitalter nicht völlig überholt sind.

Albtraum vor Anker: Kreuzfahrtschiff pflügt durch Yachtfeld

Segelkatamaran Galapagos

Es ist eine Horrorvorstellung für Skipper, wenn im Halbdunkel plötzlich eine 60 Meter lange Yacht durch das Feld der Ankerlieger pflügt. Um 5:45 Uhr wurden die Besatzungen zahlreicher Segelyachten in der Academy Bay von einem lauten Typhon aus dem Schlaf gerissen.

Interview: Wie ein Komponist das Segeln hörbar macht

Ein Komponist beschreibt, wie Segeln klingt: nach Weite, Licht und dem Pfeifen im Rigg. Im Interview erklärt Philipp, wie daraus sein Werk „Aer Maris“ entstanden ist.

Metropolen der Hanse: Riga – Viele Epochen und Stile

Die Epoche der Hanse hat im gesamten Ostseeraum ihre Spuren hinterlassen. Wir stellen sieben Städte vor, in denen ihr Glanz noch immer strahlt. Teil 5: Riga

Was Formel1-Segler vom Fußball lernen können

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Sportpsychologe Frank Weiland ist vom Fußballclub HSV zum deutschen SailGP Team gewechselt. Mit Kerstin Zillmer sprach er über mentales Training im Leistungssport.

YYachts: Start beim Superyacht Cup mit eigener Klasse erfolgreich

YYachts trat beim Superyacht Cup erstmals mit eigener Klasse an. Sechs Yachten, ein klarer Sieger und ein Auftritt, der die Werft neu positionieren soll.

Meerjungfrauen

09.07. – 12.07.2026; Vanuatu, Malekula, Gaspard Bay; Tag 4.422 – 26; 29.954 sm total

 Das Schöne an Vanuatu: In Tagestrips kann man Inseln und Ankerplätze wechseln und der Wind kommt verlässlich aus Südost. Super planbar, wenn wir weiterwollen.
Wir verstecken uns eine Insel weiter in den Mangroven. Der scheußliche Schwell aus dem Süden sollte hier nicht ankommen.

Vor diesem Schwell sind wir von Epi geflohen:

https://atanga.de/wp-content/uploads/2026/07/Atanga-Cocktail-Shaker.mp4

 

Die Strecken sind zudem auch noch abwechslungsreich mit Blick auf Vulkane. Allerdings sorgen die vielen Inseln für ein konfuses Wellenbild.

Erstmalig ist die Anfahrt etwas tricky. Bislang haben wir Buchen in Vanuatu einfach angesteuert – achte auf Korallen rechts und links – keine Untiefen oder Blöcke versperrten die Einfahrt. Diesmal müssen wir im Zickzack um Riffe navigieren. Navionics ist recht genau, zusätzlich läuft ein Satellitenbild-Overlay auf dem Laptop mit. Und die Sonne im Rücken.

Ein paar Paddelminuten entfernt, erreichen wir einen Bach, der in unsere Bucht mündet.

Mangrovenfluss

Schoten in den Mangroven: über einen Meter lang und Kilo schwer.

 

Wir liegen herrlich ruhig. Und dann sind sie da, die Meerjungfrauen. Ein halbes Dutzend Dugongs ploppt neben Atanga an der Wasseroberfläche auf. Wohl kaum ein Tier wurde von der menschlichen Phantasie so verdreht wie der Dugong. Die alten Seefahrer machten aus der gemütlichen Seekuh die sagenumwobenen Meerjungfrauen.

Wie kann man ein plumpes, rüsselnasiges Tier mit einer grazilen Nixe verwechseln?
Vielleicht weil Dugong-Mütter  ihre Milchdrüsen im Brustbereich (unter den Flipper-Flossen) haben. Wenn sie ihr Kalb säugen, halten sie es oft mit einer Flosse umschlungen, während sie vertikal im Wasser treiben und den Kopf an der Oberfläche haben. Aus der Ferne könnte das für einsame Matrosen verblüffend menschlich ausgesehen haben.

Wir bekommen das nicht zu sehen.

Suchbild mit Dugong. Nahe ans Boot kommen sie leider nicht. Als wir mit dem Kajak unterwegs waren, haben sie sich gar nicht gezeigt. Sich mit Außenborder nähern, ist in Vanuatu verboten.

Im Gegensatz zu Manatis (die eine runde Flosse haben) besitzen Dugongs eine gegabelte Schwanzflosse – exakt so, wie wir uns den Schwanz von Arielle der Meerjungfrau vorstellen.

Bei uns besteht auch Verwechslungsgefahr: Dies könnte noch alles mögliche sein. :lol:

Da taucht sie, ab die Meerjungfrau.

Die berühmteste Seemanns-Illusion geht auf Kolumbus zurück. 1493 schrieb er in sein Logbuch, er habe vor der Küste der Dominikanischen Republik drei Meerjungfrauen gesehen. Er notierte enttäuscht, dass sie „nicht annähernd so schön seien, wie man sie auf Gemälden malt“ und dass ihre Gesichter „einige männliche Züge“ aufwiesen.

Für uns ist es ein riesiger Spaß, die Tiere zu beobachten. Dabei darf man allerdings nicht einschlafen. Das Auftauchen geht blitzschnell: Sie strecken nur kurz die Nasenlöcher aus dem Wasser, atmen innerhalb weniger Sekunden ein und aus, und tauchen wieder ab.

Wäsche waschen mit Aussicht auf Meerjungfrauen. Bester Arbeitsplatz der Welt.

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