
Abends eine Folge der DGzRS Doku angesehen, morgens dann die Pressemitteilung über die Einsatzstatistik 2025 gelesen. Da kommt bei mir die Frage auf: Wie hoch ist eigentlich das Risiko an Bord?

Abends eine Folge der DGzRS Doku angesehen, morgens dann die Pressemitteilung über die Einsatzstatistik 2025 gelesen. Da kommt bei mir die Frage auf: Wie hoch ist eigentlich das Risiko an Bord?
Nice Boating Tomorrow ist die erste internationale Veranstaltung, die dem umweltfreundlichen Wassersport gewidmet ist. Es handelt sich um eine viertägige Bootsmesse, verbunden mit einem zweitägigen internationalen Forum. Die Veranstaltung findet vom 19. bis 22. März 2026 in Nizza statt.
Freitag, 16.Januar 2026; Neukaledonien/Nouméa; Tag 4.248
Ein Tiefdruckgebiet rückt Neukaledonien auf die Pelle. Die europäischen und amerikanischen Wettermodelle sind sich einig: Neukaledonien wird direkt betroffen sein. Am Dienstag wird es uns erreichen. Das Tief ist kein Zyklon, es hat auch noch keinen Namen bekommen. Die Windvorhersagen sind einigermaßen moderat. Knapp fünfzig Knoten an der windigen Seite des Tiefs. Vierzig Knoten bei uns in der Marina.
Wir haben erste Maßnahmen getroffen. Unser Dinghy ist sturmfest verzurrt und die Vorsegel sind runter. Alles ohne Besorgnis, reine Vorsicht und, wenn wir im Februar Atanga alleine lassen, müssen wir das sowieso vorbereiten. Wir sind so cool wie unsere Nachbarschaft, die sich mit den Vorhersagen auskennt. Zumindest tun wir so. ![]()
Das Tief ist sehr groß und etwas zerfleddert. Die typische Zyklonspirale ist nicht stark ausgeprägt. Das ist gut. So wie ein Eiskunstläufer sich schneller dreht, wenn er seine Arme an den Körper legt, zieht auch ein kleines Tief Luftmassen auf engem Raum zusammen.
Nicht so gut ist die Hitzewelle, die Nouméa seit ein paar Tagen in Schweiß badet. Über 36 Grad warme Luft strömt aus Australien zu uns rüber.
Warme Luft kann mehr Feuchtigkeit speichern als kühle. Diese feuchtwarme Luft steigt auf, kondensiert und setzt latente Wärme frei. Diese Wärme heizt die Umgebungsluft weiter auf, lässt sie noch schneller steigen. Wir merken die Feuchtigkeit am eigenen Leib, der Schweiß strömt. Leider füttert dies ein Tief wie ein Turbolader. Innerhalb kürzester Zeit kann sich eine harmlose Depression zu einem Wirbelsturm entwickeln. Allen schweren Zyklonen in Neukaledonien ging eine Hitzewelle voraus.
Keiner weiß genau, wie sich das Tief in den nächsten vier Tagen entwickeln wird. Gesichert sind heftige Regenfälle. Diverse Warnseiten vor Ort informieren die Bevölkerung seit Tagen. Die blumigen Übersetzungen aus dem Französischen sorgen bei uns eher für Heiterkeit: „Zyklonische Saison. Die Erinnerung. Die Wacht. Neukaledonien weiß, was Stürme wert sind. Heute, selten stimmen Wettermodelle zu einem glaubwürdigen Szenario zusammen, ohne Sensationalismus (welche KI denkt sich solche Wörter aus?), aber mit Klarheit.“
Aha!
GFS sieht den direkten Überflug über Neukaledonien. Die Europäer meinen, dass wir nur gestreift werden.
In vier Tagen wissen wir mehr. Hoffentlich bleibt das „Ding“ recht harmlos. Wir sind da, wo der weiße Punkt ist.(Foto credit: predict wind)

Nicolas Lunven ist vielen Malizia-Fans als Navigator von Boris Herrmann während The Ocean Race ans Herz gewachsen. Er übernahm dann bei Holcim-PRB das Ruder nach dem Rauswurf von Kevin Escoffier und segelte eine starker Vendée Globe (Platz 6). Nach dem Ende des Projekts hing auch Lunven in der Luft. Nun geht es für ihn weiter.
Das Vortragsprogramm am Delius Klasing Stand auf der boot Düsseldorf 2026 dreht sich rund ums Segeln. Hier finden sich alle Experten-Termine im Überblick.
Das Konjunkturbarometer 2025 belegt: Die Wassersportbranche stabilisiert sich nach schwierigen Jahren. Große Boote sind gefragt, Dienstleistungen robust.

Das schwedische Artemis SailGP Team hat die Einkaufstour für seinen Neueinstieg in die Saison 2026 beendet und zwei große Namen verpflichtet. Verlierer der neunfachen Liga-Rotation auf den wichtigen Positionen könnten die Brasilianer mit der einzigen Steuerfrau sein.
Im Schutz des Great Barrier Reefs liegt eines der weltweit außergewöhnlichsten Charterreviere. Unterwegs im Archipel der Whitsunday Islands vor der Nordostküste Australiens.

Bereits 2019 hat der japanische Segler Mitsuhiro „Hiro“ Iwamoto mit einem Segelboot den Pazifik überquert – damals zu zweit. Nun plant er erneut die 5.000-Meilen-Passage auf einem 8,50 Meter langen Boot von den USA nach Japan, dieses Mal einhand. Das Besondere daran: Hiro ist blind.

Auf Nord- und Ostsee sind die Besatzungen der DGzRS im Jahr 2025 insgesamt mehr als 1.700 Mal im Einsatz gewesen. Sie retteten allein rund 460 Menschen aus Seenot oder befreiten sie aus Gefahr.
Ein Professor ging nach seiner Pensionierung auf Weltumsegelung. Mit seinem 55-Fuß-Hochseekat rundete er Kap Hoorn – dabei fehlt ein Ruder.