Archiv der Kategorie: News & Blogs

Intensiv-Training für Einhandsegler auf First 24

First Seascape 24

Zwei Wochen vor dem nächsten Silverrudder-Rennen veranstaltet die YACHT zusammen mit Beneteau und Oleu den perfekten Vorbereitungskurs für Solo-Skipper

Dehlya-Refit: von den undankbaren Arbeiten des Innenausbaus

Dehlya Refit Jade Yachting: <p>
	Die Dehlya ist bei Jade Yachting in Wilhelmshaven</p>

Es sind wie so oft die unscheinbaren Arbeiten, die ein Refit-Projekt in die Länge ziehen. Besonders gemein: Viele zeitfressende Details fallen später kaum auf

Elektroantrieb: Salona Yachts verkündet Zusammenarbeit mit Oceanvolt

Zusammen mit dem finnischen Unternehmen Oceanvolt macht sich Salona Yachts fit für die Zukunft: Die Salona 33, Salona 35 und Salona 380 sollen künftig wahlweise mit einem elektrischen Antriebssystem von Oceanvolt ausgestattet werden. Der geräuscharme Elektromotor wird von einem 48V DC Lithium-Batteriesystem betrieben und verursacht lediglich minimale Vibrationen. Außerdem ist er den Angaben der Werft zufolge wartungsfrei. Die Leistung beträgt 10 kW bei 2200 U/min. Die Batterien sollen um etwa 45 Prozent leichter als andere LiFe-Produkte auf dem Markt sein.

Die elektrisch betriebene Salona 35 wird im Sommer 2019 offiziell eingeführt. Das Salona-Team verkündete, es kaum erwarten zu können, damit in den Bereich des “grünen Segelns” einzusteigen.

Sailing Champions League: Holländer sagen Liga ab

Während sich die Liga-Idee weltweit immer mehr durchzusetzen scheint, nachdem sie von Ozeanien mit Australien und Neuseeland adaptiert wurde und 2019 auch Spanien, Portugal und Estland zur Sailing Champions League-Familie stoßen, sind die Bemühungen in den Niederlanden vorerst gescheitert.

Die Eredivisie Zeilen scheint in Holland nicht zu funktionieren

Die Eredivisie Zeilen hat beschlossen, die für 2019 geplante Serie abzusagen. Vier Veranstaltungen in Almere, Braassemermeer, Lelystad und Muiden waren geplant und sollten im April beginnen. Aber zum Anmeldeschluss am 1. März 19 waren nur 9 Vereine definitiv angemeldet, drei Teams unter Vorbehalt. Laut Mitteilung hofften die Organisatoren, “für eine spannende und qualitativ hochwertige Serie das Limit von 18 Teams zu erreichen.” Diese Zahl gilt auch für die anderen Ligen weltweit.

Das Logo der niederländischen Segel-Liga

Weiter heißt es: “Die Eredivisie Zeilen Stiftung bedauert die Bemühungen der teilnehmenden Vereine sehr und dankt allen, die sich in den vergangenen Saisons und bei der Vorbereitung dieser Saison engagiert haben. Eredivisie Zeilen prüft nun, wie die Qualifikationen für die SAILING Champions League 2020 organisiert werden können und wird sich dazu an Verbände wenden.”

Die Entwicklung ist überraschend, weil die Niederländer gerade im Leistungssegeln einen Höhenflug erleben. Im olympischen Bereich waren sie beste Nation bei der vergangenen gemeinsamen Olympiaklassen-WM in Aarhus, beim Volvo Ocean Race spielten sie eine wichtige Rolle mit gleich zwei Yachten am Start, und nun bemühen sie sich auch noch um eine America’s Cup Teilnahme. Der Enthusiasmus an der Spitze scheint sich nicht bis auf das Club-Level herunter zu bewegen.

 

Meeresspiegel-Anstieg: NASA findet riesiges Antarktis-Loch – Dramatische Eis-Schmelze

Haben wir bald mehr Wasser unter dem Kiel als ohnehin befürchtet? Unter einem Antarktis-Gletscher gibt es einen gigantischen Hohlraum, wo das Eis geschmolzen ist. Der Meeresspiegel kann deutlich steigen. Weiterlesen

America’s Cup: Erster Streit vorerst beigelegt

America’s Cup Verteidiger Team New Zealand und Challenger of Record Luna Rossa haben mitgeteilt, dass sie Streitigkeiten über die Gültigkeit der drei jüngsten Herausforderungen beigelegt haben. Patrizio Bertelli sei für die Italiener persönlich nach Auckland gereist, um Unstimmigkeiten auszuräumen. Zuvor hatte sich Darstellungen gehäuft, dass das Verhältnis der seit einigen Jahren freundschaftlich verbundenen Parteien – Bertelli unterstützte die Neuseeländer massiv beim Cup-Sieg – im Angesicht der zunehmenden Rivalität arg gelitten hat.

America's Cup
ETNZ präsentiert die Kanne – darum geht’s! © Emirates Team New Zealand

So begrüßten die Kiwis überschwänglich drei Nachmeldungen, die nach dem aktuellen Protokoll aber eigentlich nicht valide sind. Offenbar hat es zuvor mit den Italienern wenig Abstimmung gegeben. Die Fälle landeten vor einem Schlichtungsausschuss, der schon seit einiger Zeit beim America’s Cup obligatorisch in den Regeln verankert ist.

Viele Gerüchte

Die Entscheidungen dieses Schiedsgerichtes sind nicht öffentlich, und so gibt es viele Gerüchte. Zumindest der Fall der Nachmelder scheint nun geklärt. Nach den Gesprächen in der vergangenen Woche über die Gültigkeit der Herausforderung durch DutchSail, Stars + Stripes Team USA und Malta Altus Challenge ist den Teams durch eine gemeinsam vereinbarten Änderung des Protokolls die verspätete Zahlung des Meldegeldes von 1 Million Euro erlaubt worden. Bis zum 1. April 2019 sollen nun 250.000 Euro fällig werden, die restlichen 750.000 Euro sind bis zum 1. Oktober zu zahlen.

36. America's Cup, AC75
AC75. Two-Point Foiling, wie bei der Moth. T-Foils an Schwert und Ruder sorgen für Stabilität. © ETNZ

Grant Dalton, CEO vom Emirates Team New Zealand, kommentiert: “Wir würdigen das positive Engagement von Herrn Bertelli für die Veranstaltung. Wir teilen den gemeinsamen Wunsch, dass dieses Event im Jahr 2021, wie auch alle anderen Veranstaltungen im Vorfeld, als der beste America’s Cup aller Zeiten in Erinnerung bleiben soll.”

“Es ist kein Geheimnis, dass es einige offene Fragen gab, die gelöst werden mussten, aber die Tatsache, dass sich Herr Bertelli die Zeit genommen hat, persönlich nach Auckland zu kommen, ist ein Beweis für den gegenseitigen Respekt zwischen uns. Damit ist der Weg frei für die Nachmelder, ihre Kampagnen weiter auszubauen, um die Teilnahme zu versuchen. Verteidiger und Challenger of Record werden sie mit aller Kraft unterstützen.”

Dalton geht allerdings nicht auf weitere im Raum stehende Hindernisse für die neuen Herausforderer ein. So geht es insbesondere um die Nationalitäten-Regel, die laut Protokoll deutlich strenger gehandhabt werden sollten, als zuvor. Alle Segler müssen zu 100 Prozent aus dem Land des herausfordernden Vereins kommen.

Was es  für Probleme gibt: Mehr dazu auf SegelReporter

Big Picture: Oceanis 46 surft in Hafen-Einfahrt und schlägt quer

Brandung in der Hafeneinfahrt

Eine Oceanis 46 lässt sich nicht von hohen Brandungswellen abhalten, den spanischen Hafen Zumaia anzulaufen. Ihr Surf in die Einfahrt ist in einer Bilderserie festgehalten. Weiterlesen

America’s Cup: Streits beigelegt? – Schlichter haben in einem Fall entschieden

AC75

Unstimmigkeiten zwischen Team New Zealand und Luna Rossa bezüglich der Rechtmäßigkeit der drei neuen Herausforderer sollen vorerst geklärt sein. Weitere Probleme stehen im Raum. Weiterlesen

LED-Leuchten mit USB-Steckdose

Leia LED-Leuchte: <p>
	Die neuen Leuchten von B&aring;tsystem sind mit Dimmer und USB-Ladeanschluss ausger&uuml;stet</p>

Die Leia-Lampenserie von Båtsystem ist dimmbar und liefert über USB Ladestrom für Smartphone, Tablet und Co

Familie sicher an Bord

FSC mit „neuem“ Rekordvorsitzenden

Der Flensburger SC, einer der großen und aktivsten Segelvereine in Schleswig-Holstein, setzt auf Kontinuität. Bei der 129. Generalversammlung wurde der 1. Vorsitzende Jochen Frank einstimmig (bei eigener Enthaltung) im Amt bestätigt. Damit geht er in sein 21. Jahr als Präses und ist der Vorsitzende mit der längsten Amtszeit in der seit 1890 währenden Geschichte des FSC.

Der Flensburger Segel-Club kann in seiner Führung auf Beständigkeit und große Treue zum Club setzen, die Jugend verliert der Club aus Glücksburg aber nicht aus den Augen. Im Gegenteil: Unter den Neuaufnahmen des vergangenen Jahres ist bei den ordentlichen Mitgliedern ein rund 50-prozentiger Anteil der Altersklasse U30, bei einer Gesamtmitgliederzahl, die zum Beginn des Jahres bei 788 lag.

In seinem Bericht zum vergangenen Jahr konnte Schriftführer Norbert Erichsen auf eine ereignisreiche Saison auf dem heimischen, aber auch auswärtigen Revieren verweisen. Sportliche Höhepunkte vor Glücksburg waren zwei Europameisterschaften (J24 und Starboote) sowie die Internationle Deutsche Seesegel-Meisterschaft. Eine Rekord-Beteiligung vermeldeten die Mittwochabendregatten, zu der im Jahresverlauf 112 Teilnehmer antraten. Überzeugend verlief die Rückkehr des FSC in die Bundesliga mit dem zehnten Platz zum Saisonabschluss. Auf Landesebene erreichten die FSC-Jugendlichen diverse Erfolge und wurden in die Landeskader aufgenommen. Allerdings gab es auf der Generalversammlung diesmal keine Jugendehrungen wegen herausragender sportlicher Leistungen. „Das ist kein Mast- und auch kein Schotbruch. Mal schlägt das Pendel in die eine Richtung und mal in die andere. Aber wir freuen uns natürlich, wenn wir im kommenden Jahr hier wieder eine Sportlerehrung vornehmen können“, sagte Jochen Frank.

In jedem Fall wäre die Generalversammlung ein würdiger Rahmen für die Ehrung, denn das Clubhaus war bis auf den letzten Platz gefüllt. 185 stimmberechtigte Mitglieder konnte der Vorsitzende begrüßen. Sie hatten vor allem darüber zu befinden, wie der Verein im eigenen Hafen mit der wachsenden Anzahl an Liegeplatzwünschen umgeht. In der Vergangenheit wurde der Mangel über Not- und Springerplätze verwaltet. Die Diskussion dazu hatte bereits im Vorwege der Generalversammlung stattgefunden, und so wurde der Vorschlag einer Pontonbrücke zur Abstimmung gestellt. Die würde 17 neue Plätze schaffen, allerdings auch eine Investitution von 100.000 Euro verlangen. In einer denkbar knappen Abstimmung wurde der Vorschlag mit einer Stimme Mehrheit schließlich abgelehnt. „Das ist gelebte Demokratie. Auch der Vorstand war in dieser Frage gespalten. Jetzt haben wir dazu ein Votum“, sagte Frank.

Ein weiterer wichtiger Punkt war die bisher praktizierte Beitragsfreiheit für Mitglieder mit einer über 50-jährigen Mitgliedschaft. Die Versammlung sprach sich in einer Abstimmung dafür aus, weiterhin Beiträge zu erheben, wenn das Mitglied als Bootseigner die Anlagen des FSC tatsächlich nutzt. Kassenführer Jan Casper war mit dieser Entscheidung nicht unzufrieden. Spült die neue Regelung doch rund 10.000 Euro in die Vereinskassen, deren Etat im vergangenen Jahr durch einige unvorhergesehene Ereignisse über die Etatplanung hinaus belastet worden war.

Nach dieser Entscheidung und der Entlastung für den Vorstnd konnte Jochen Frank zur Abstimmung über die zur Wahl stehenden Vorstandposten schreiten. Frank selbst, Schriftführer Norbert Erichsen und Kassenführer Jan Casper wurden ohne Gegnstimme in ihren Ämtern bestätigt. Neu im Vorstand ist Max Koch, der dem auf eigenen Wunsch ausgeschiedenen Holger Reimer als Takelmeister folgte.

Reimer wurde für seine 13-jährige Vorstandsarbeit mit einer Silberschale geehrt. Für gar 32-jährige ehrenamtliche Tätigkeit im FSC wurde Hans Peter Kjer in den Stand eines Ehrenmitglieds erhoben. Er war getreu dem Kennedy-Motto „Was kann ich für den Club tun?“ – so Frank – stets für den FSC da, bis zum vergangenen Jahr in den Ausschüssen für Aufnahme, Wettfahrt und Leistungssegeln. „Das freut mich wahnsinnig“, erklärte ein sichtlich gerührter Kjer, nachdem ihm die Versammlung mit lang anhaltendem Applaus gedankt hatte.

Jochen Frank setzt mit gestärktem Vertrauen seine Arbeit als Vorsitzender fort – und das offenbar ohne Amtsmüdigkeit: „Die vergangenen 20 Jahre sind wie im Fluge vergangen“, sagte er zum Abschluss.

Tag 6 ==> Pitcairn – Flautenroller

So., 03.Mrz.19, Pazifik, Tag 1736, 16.326 sm von HH
Die Freude über den guten Wind währt nicht lange. Kontinuierlich werden wir langsamer. Dazu Squalls, Regenschauer, Wind aus allen Richtungen. Alle halbe Stunde müssen wir die Windsteueranlage nachjustieren, um auf Kurs zu bleiben. Achim gibt in seiner frühen Nachtschicht alles. Kurbelt bei strömendem Regen am Steuerrad rum. Eben noch 10 Knoten aus Ost, dann 22 Knoten aus Nord. Alles vergeblich, der Wind schläft ein. Flaute. Wir nehmen um Mitternacht erneut die erbärmlich schlagenden Segel runter.
Der Schwell, der uns nun durchschüttelt, stammt aus der Hölle. Diese Nacht bleibt unvergessen. Alle zwei, drei Minuten neigen wir uns 15 Grad zu jeder Seite. Es geht ein paar Mal hin und her. Dann 20 Grad. Atanga schaukelt sich auf. 30 Grad, 35 Grad Schräglage. Unangenehme Beschleunigungskräfte. Es fühlt sich an wie in einer Schiffs-Schaukel. Nur, dass diese Fahrt nie zu Ende geht. In den Schränken klappert und rappelt es. Konserven, dicht gestaut, schütteln sich solange zusammen bis Luft dazwischen gelangt und sie anfangen zu klimpern. Topfdeckel klappern, Gläser klirren. Ein unbekanntes Klopfen im Badschrank. Die Geräuschkulisse ist grausam. Nach den schlimmsten Ausschlägen beruhigt sich das Geschaukel. Für einen wunderbaren Moment liegen wir ganz still. Werden angehoben, scheinen zu schweben. Leichtigkeit macht sich breit. Erleichterung für den Körper. Erleichterung für die Nerven. Die Seele. Für zehn Sekunden keine Bewegung, kein Geräusch. Dann fängt es wieder leicht zu wippen an. Atanga schaukelt sich auf, es geht von vorne los. Nach zwei Stunden ist das Schlimmste vorbei, die Wellen beruhigen sich etwas. Wir finden etwas Schlaf . Nach acht Stunden kommt zum Frühstück der Wind zurück. Eine leichte Brise aus Nordost. Mit drei Knoten nehmen wir wieder Kurs auf Pitcairn auf. Tagesmeilen: 58 , noch 592 Meilen to go.